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Geliebte

30. September 2007 um 18:53

mich kennen alle als selbständige, ehrliche und nette frau.
nur wenige kennen mich als frau, die seit fast zwei jahren mit einem verheirateten mann eine beziehung hat. ich kenne ihn sehr, sehr viele jahre.
ich selber kenne mich immer noch als ehrliche frau---ich mache mir viele gedanken...über ihn, über ihn und seine familie - über mich und über mich und ihn. natürlich weiß ich, dass hier viele frauen böse auf die geliebten sind und kein verständnis haben.
weiß ich alles...auch die prozentzahl...wieviele männer ihre familie verlassen um mit der geliebten zu leben.
die theorie kenne ich - die nachteile als geliebte auch.

alles ist nichts gegen die liebe, welche ich für ihn empfinde, noch keine minute, keinen moment gab es in "unserer" zeit, in welcher ich das gefühl hatte ausgenutzt oder nicht geliebt zu werden.

die chancen eine gemeinsame zukunft zu haben, die werte ich als schlecht.
bin ja auch realist und sehe die punkte, welche für sein leben mit der familie und sein umfeld, beruf usw. stehen.

und trotzdem - ich liebe ihn, nach zwei jahren noch mit herzklopfen und freue mich über jede minute, welche wir zusammen verbringen dürfen. wir sehen uns zwei-dreimal die woche und halten täglich kontakt.
ja, ich weiß...die arme ehefrau, die kinder usw.

ich weiß...verstehe aber nicht wie frau -ehefrau - zwei jahre betrug, den betrug nicht fühlen kann. wie fremd muss mann/frau sich sein um nicht zu fühlen...dass mann betrügt, lügt...? oder ist es gleichgültigkeit für einander?

nein, ich glaube nicht, dass er ein soooooo guter schauspieler, lügner ist....ich glaube eher, dass das interesse der ehefrau nicht mehr sossssssssssssooooo am "mann" ist, dass sie es merkt. traurig.

gerne hätte ich eine ehrliche beziehung oder ein ende der lügerei.
ich würde es mir wünschen, dass "mann" ehrlich seiner frau gegenüber ist und sie bescheid wüsste. dann könnte sie zumindest "handeln". undw ürde nicht belogen werden.

nein!!! ich würde niemals der frau etwas sagen. ich bin nicht mit ihr verheiratet.
den betrug macht "mann". das sehe ich nicht durch eine rosa brille.
ich bin "frei"...kann für mich alleine entscheiden - er ist in der ehe! er muss für sich und seine familie entscheiden.

wie das noch weiter gehen wird...ich weiß es nicht. es gibt tage, da bin ich verzweifelt, möchte ein ende, auch ohne ihn --- dann gibt es tage und ich bin glücklich, wie es ist...

verurteilt nicht mich, nicht die geliebten, nicht die betrüger, nicht die ehefrauen...
es ist für mich liebe und ich kann nicht für ihn entscheiden.
nicht mit ihm und nicht ohen ihn.
hat jemand ähnliche erfahrungen. und ...auch wenn es mit "uns" kein happy end" gibt - der betrug ist da - und nicht wegzudiskutieren, nicht zu vergessen.

freue mich auf ehrliche antworten - auch wenn sie weh tun werden und manchmal unfair sind - danke

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30. September 2007 um 19:10

@ctiger1
hallo und danke für deine worte. ich habe auch deine zeilen gelesen und dir gemailt..."lass dich nicht provozieren"...
ich fürchte dass die "geliebten" immer die bösen sind...eigentlich ein spiegel für die ehefrau und das tut weh.
ich bin nicht schöner, nicht schlauer, nicht schlanker und nicht besser als seine frau. ich bin da und liebe ihn als mann und wie gesagt, ich kenne ihn sehr, sehr lange, weiß auch seiner macken und eingearten...nur, dass das für mich keine macken sind, nein im gegenteil ich mag das an ihm, diese spontanität, diese geselligkeit...es würde passen...
er ist mein "deckel" und scheinbar passt der "deckel" nach so vielen jahren nicht mehr auf den "topf" der ehe. aber das ist nicht negativ gemeint...mann und frau entwíckeln sich in der ehe...manchmal eben auch nicht zusammen sondern ein wenig auseinander, noch mehr auseinander...nur zu gehen und neu anzufangen, nach mehr als 25 jahren ehe...wer traut sich das schon?
nein, ich bin nicht die "jüngere geliebte" - ehefrau und ich sind im gleichen alter..., dir alles gute - hoffe es passiert dir nie mehr. aber!! ich möchte trotz allem keine minute mit ihm missen und er ist das beste, was mir in meinem leben passiert ist. und dafür ist auch der kummer und der schmerz auszuhalten.

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30. September 2007 um 19:43

@mini8588
danke, das tut gut, denn ich fühle genau so!!! ich glaube daran, dass eine wahre liebe ein gemeinsames ende findet und sollte es nicht so werden, dann muss ich mir wohl sagen, dass er mich nicht so geliebt hat, dass es für ein "uns" ohne lügen reicht.
morgen werde ich ihn sehen...hoffentlich ist das "forum" nicht in meinem kopf...das macht mich schon "rebellisch". klar sollte mann sich zur liebe bekennen. aber ich kenne ihn sehr lange und weiß auch, dass er ein sehr verantwortungsvoller mensch ist, dem die liebe so ins leben geplumpst ist. er war zufrieden in seiner situation...war so normal alles. und dann komm ich....und nun stellt er fest, dass es einen unterschied gibt mit "glücklich und zufrieden" und "zufrieden". aber es sprechen viele dinge gegen ein "gehen" aus der situation - seine kranken eltern - wie banal das klingt, ist aber so.... aber ich werde das niemanden erklären müssen, der in einer ähnlicher situation ist. das leben ist nicht immer ein gerader weg...und manchmal führen viele hindernisse und umwege auch zum ziel. danke, nochmals. es tut sehr gut nicht beschimpft zu werden. ein schlechtes gewissen habe ich seit dem 1. tag. das muss mir keine(r) einreden, das ist schon da.

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30. September 2007 um 20:14

Warum musst du dich mit der Frage beschäftigen,
warum die Frau nichts merkt? Weil es für dich eine Bestätigung ist, dass sie ja gar nicht mehr an ihrem Mann interessiert ist? Dass es ihr egal ist?

Fällt mir immer wieder auf, dass dieses Argument gern von Geliebten angebracht wird, die Frau merkt nichts, und wenn sie nichts merkt, dann ist es ihr wohl egal.
Finde ich eine ganz seltsame Argumentation.
Macht das den Betrug irgendwie besser?
Nimmt das dem Mann seine Verantwortung für sein eigenes Tun?
Ist es denn Sache einer betrogenen Frau, die Lügnerei zu merken?
Schon mal was von Vertrauen gehört?
Könnte es nicht Menschen geben, die nach 25 Jahren Ehe dem anderen einfach vertrauen?
Die nicht hinter jeder schlechten Laune, hinter jeder anderweitigen Verabredung, hinter allem einen Betrug wittern. Was für eine Art von Beziehung wäre das denn?


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30. September 2007 um 20:26
In Antwort auf sursulapitschi

Warum musst du dich mit der Frage beschäftigen,
warum die Frau nichts merkt? Weil es für dich eine Bestätigung ist, dass sie ja gar nicht mehr an ihrem Mann interessiert ist? Dass es ihr egal ist?

Fällt mir immer wieder auf, dass dieses Argument gern von Geliebten angebracht wird, die Frau merkt nichts, und wenn sie nichts merkt, dann ist es ihr wohl egal.
Finde ich eine ganz seltsame Argumentation.
Macht das den Betrug irgendwie besser?
Nimmt das dem Mann seine Verantwortung für sein eigenes Tun?
Ist es denn Sache einer betrogenen Frau, die Lügnerei zu merken?
Schon mal was von Vertrauen gehört?
Könnte es nicht Menschen geben, die nach 25 Jahren Ehe dem anderen einfach vertrauen?
Die nicht hinter jeder schlechten Laune, hinter jeder anderweitigen Verabredung, hinter allem einen Betrug wittern. Was für eine Art von Beziehung wäre das denn?


@ursulapitschi
aha...na gut, es ist keine bestätigung für mich, es war eine frage.
ich war 14 jahre verheiratet und habe jede veränderung an meinem mann registriert und...nein, er hat mich nicht belogen, betrogen aber ich habe mich für ihn als menschen interessiert, obwohl ich ihn nicht mehr geliebt habe.
ich habe auch nicht behauptet, dass der betrug gut ist oder ein argument benötigt.
du hast wut in dir - lass sie nicht an der geliebten, den geliebten aus, auch nicht an deinem (ex?)mann. es passiert, dass mann und frau sich verlieben, auch wenn einer oder zwei einen ehering haben. die ehe hat kein besitzanspruch. sie ist freiwillig und verantwortung muss jeder für sich übernehmen.
vertrauen...gutes argument...oder doch desinteresse???

ich kenne leute, die nach 25 jahren ehe miteinander sprechen und sich füreinander interessieren - die sind verheiratet und werden nicht betrogen...

nein, es ist nicht die ehefrau die schuldige...es gibt da keine schuld.

ein mann, der sich mit anderen frauen gedanklich oder auch "anders" beschäftigt... der ist dir nicht mehr so nahe, wie du es gerne hättest.

also...keine anschimpfungen an geliebte und keine versteckten andeutungen. und ich brauche keine belehrungen die gefrustet klingen. wollte ehrliche antworten und meinungen, nicht die wut anderer frauen abbekommen.
ich kenne meine rolle und fühle mich nicht wohl damit - ändert aber nichts daran, dass ich diesen mann liebe und das...das kann ich nur, weil ich mich bei ihm geborgen fühle, geliebt fühle.
freue mich schon auf deine antwort.

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30. September 2007 um 20:56

Hallo agapi
ich bin eine "jüngere" (ex)geliebte fast seit 5j.
auch seine räumliche trennung von seiner frau hat uns keinen schritt näher gebracht. mit dieser trennung habe ich allerdings nicht gerechnet.

ich bin inzwischen einfach zu müde und möchte mich demnächst neu orientieren (ohne ihn).

lg

p.s. geniess die zeit, aber wenn die situation dich krank machen sollte, beende die geschichte. denk an dich! wie er!

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30. September 2007 um 21:10

Hallo agapi ...
wenn ich Deinen Beitrag lese, dann lese ich wohl, dass Du diese Liebe richtig genießt, aber im Grunde Deines Herzen weißt Du, dass es beendet werden muss.

Vielleicht nicht sofort, aber ( um Deinetwillen ) es kann nicht lange so weitergehen. Du versuchst ihn zu entschuldigen, zu verteidigen, dass er lügt.

Ich könnte Dir vielleicht erklären, warum Man(n) zwei Jahre lang nicht merkt, dass gelogen und betrogen wird, aber ich denke, Du merkst, dass Du Dich an diesen Mann verlierst, bald der Punkt kommt, wo Du nicht mehr ohne ihn leben kannst.

Du weißt, was Du tun musst, tu es.

Alles Gute, Yogi

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30. September 2007 um 21:27
In Antwort auf icarus_12272966

Hallo agapi ...
wenn ich Deinen Beitrag lese, dann lese ich wohl, dass Du diese Liebe richtig genießt, aber im Grunde Deines Herzen weißt Du, dass es beendet werden muss.

Vielleicht nicht sofort, aber ( um Deinetwillen ) es kann nicht lange so weitergehen. Du versuchst ihn zu entschuldigen, zu verteidigen, dass er lügt.

Ich könnte Dir vielleicht erklären, warum Man(n) zwei Jahre lang nicht merkt, dass gelogen und betrogen wird, aber ich denke, Du merkst, dass Du Dich an diesen Mann verlierst, bald der Punkt kommt, wo Du nicht mehr ohne ihn leben kannst.

Du weißt, was Du tun musst, tu es.

Alles Gute, Yogi

@yogi50
ja----ich genieße und leide und liebe und leide und habe ein schlechtes gewissen und freue mich daran, dass die wenigen stunden mit ihm mehr sind, als die 14 jahre ehe jemals waren....und natürlich kann es nicht lange so weitergehen. er steht auf keinem podest und ich habe keine rosa brille auf. ich liebe ihn...und weiß, dass er sich vor einer entscheidung "drückt". ist nicht leicht mehr als 25 jahre ehe zu reflektieren und fehler beiderseits einzugestehen und dass dann evtl. richtig rücken und vielleicht noch 20 jahre anders leben. und...dass er das nicht von heute auf morgen entscheidet, das spricht für ihn.
wir reden auch darüber und er weiß, dass ich möchte, dass er mit seiner frau spricht, auch wenn es das "aus" für mich sein kann. davor graut ihm sicherlich, denn ein gespräch ist sicher negativ für ihn. egal in welcher richtung...
aber...ich wäre schon an einer erklärung interessiert...
und ...ich habe mir ein zeitfenster gesetzt...nicht zu knapp, aber dann muss eine entscheidung her...dann sind 2,6 jahre gemeinsames lügen vorbei und wenn er dann immer noch keine entscheidung treffen kann, dann kann ich das, denn dann zeigt er mir ganz klar, dass er nicht mein "mann" ist. danke l.g. agapi1959

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30. September 2007 um 21:29
In Antwort auf agapi1959

@ursulapitschi
aha...na gut, es ist keine bestätigung für mich, es war eine frage.
ich war 14 jahre verheiratet und habe jede veränderung an meinem mann registriert und...nein, er hat mich nicht belogen, betrogen aber ich habe mich für ihn als menschen interessiert, obwohl ich ihn nicht mehr geliebt habe.
ich habe auch nicht behauptet, dass der betrug gut ist oder ein argument benötigt.
du hast wut in dir - lass sie nicht an der geliebten, den geliebten aus, auch nicht an deinem (ex?)mann. es passiert, dass mann und frau sich verlieben, auch wenn einer oder zwei einen ehering haben. die ehe hat kein besitzanspruch. sie ist freiwillig und verantwortung muss jeder für sich übernehmen.
vertrauen...gutes argument...oder doch desinteresse???

ich kenne leute, die nach 25 jahren ehe miteinander sprechen und sich füreinander interessieren - die sind verheiratet und werden nicht betrogen...

nein, es ist nicht die ehefrau die schuldige...es gibt da keine schuld.

ein mann, der sich mit anderen frauen gedanklich oder auch "anders" beschäftigt... der ist dir nicht mehr so nahe, wie du es gerne hättest.

also...keine anschimpfungen an geliebte und keine versteckten andeutungen. und ich brauche keine belehrungen die gefrustet klingen. wollte ehrliche antworten und meinungen, nicht die wut anderer frauen abbekommen.
ich kenne meine rolle und fühle mich nicht wohl damit - ändert aber nichts daran, dass ich diesen mann liebe und das...das kann ich nur, weil ich mich bei ihm geborgen fühle, geliebt fühle.
freue mich schon auf deine antwort.

Finde es sehr bezeichnend,
wie du von Anfang an genau eingrenzt, welche Art von Antworten du haben möchtest.
Hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass ich dich mit meinem vorherigen Beitrag belehren oder beschimpfen wollte, sondern eigentlich hatte ich nur ein paar Fragen gestellt. Ich finde eher deinen Beitrag extrem belehrend.

Die Ehe stellt keinen Besitzanspruch an, die Aussage unterschreibe ich gern.
Aber was ist denn eher Besitzdenken?
Eine Frau, die nicht weiß, dass sie betrogen wird? Die hält deiner Meinung nach mit Besitzanspruchdenken an ihrem Mann fest? Vielleicht würde sie gern gehen, wenn sie die Wahrheit kennen würde? Vielleicht hätte sie gern auch die Freiheit, sich nach einem neuen Partner umzusehen, der ehrlich zu ihr ist? Vielleicht möchte sie diese Beziehung so gar nicht?

Meiner Meinung nach ist es der Betrüger, der den Besitzanspruch hat. Er hält seine Frau fest, indem er ihr nicht die Wahrheit sagt, gibt ihr nicht die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, sondern entscheidet einseitig für sie mit, dass diese Beziehung weiterzubestehen hat, obwohl er ihr gleichzeitig durch sein Handeln jegliche Grundlage entzieht.

Deine Aussage, dass es Leute gibt, die nach 25 Jahren miteinander sprechen und sich füreinander interessieren und nicht betrogen werden, wie soll ich die verstehen?
Dass es tatsächlich daran liegt, wie sehr man sich für den anderen interessiert, ob man betrogen wird oder nicht? Oder was meinst du damit? Ist es denn die Aufgabe des Betrogenen, Betrug zu verhindern? Oder liegt Betrug nicht in der Verantwortung des Betrügenden?

Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich mich auch nach 13 Jahren Ehe durchaus für meinen Mann interessiert habe. Und ich habe auch immer gedacht, ich werde es merken, wenn er mich betrügt. Ich habe es nicht gemerkt. Erst war ich schwanger, dann Wohnungssuche, Umzug, Einrichten, haben Zwillinge gekriegt, nachts alle zwei Stunden aufstehen und stillen, ich hatte vorher schon damit gerechnet, dass es zwischen uns schwierig werden könnte, das hatte ich von vielen frischgebackenen Eltern gehört. Klar waren wir uns nicht mehr so nah, hatten nicht mehr so viel Zeit füreinander, das gehörte für mich eben zur schwierigen ersten Zeit mit den Kindern dazu, und er hat auch immer gesagt, dass es daran liegt.
Hätte ich gleich vermuten sollen, dass eine andere Frau dahinter steckt?
Meiner Meinung nach wäre es seine Aufgabe gewesen, es mir zu sagen.

Und ist es nicht normal, dass im Leben eines Paares Zeiten gibt, in denen man nicht seine gesamten Energien auf den anderen fokussieren kann? In denen zwangsläufig eine gewisse Distanz auftritt, wenn eins der Kinder schwer krank ist, oder man Angehörige pflegen muss, wenn eines der Kinder verhaltensauffällig ist, Schwierigkeiten in der Schule hat, einer der Partner arbeitslos wird, und und und...
Es gibt tausend Situationen, in denen man sich gedanklich viel mit etwas anderem als dem Partner beschäftigen muss, meiner Meinung nach sind das aber genau auch die Situationen, in denen sich eine Partnerschaft bewähren sollte. In guten wie in schlechten Zeiten, wie es so schön heißt.

Und wenn ich von meinem Partner nur in guten Zeiten Ehrlichkeit und Treue erwarten darf, und sobald ich meine gesamten Kapazitäten nicht mehr auf sein Wohl richten kann, dies als Rechtfertigung gesehen wird, mich zu belügen und zu betrügen, dann habe ich eben ein anderes Verständnis von Partnerschaft.


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30. September 2007 um 21:32

Danke Moosi,
weiß auch nicht, was sie da raus gelesen hat. Hatte mich in meinem ersten Beitrag eigentlich echt bemüht, relativ neutral meine Standpunkte zu erläutern.
Hat ihr wohl nicht gepasst. Sie hat ja schon sehr genaue Vorstellungen davon, was sie hören will.

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30. September 2007 um 23:36
In Antwort auf agapi1959

@ctiger1
hallo und danke für deine worte. ich habe auch deine zeilen gelesen und dir gemailt..."lass dich nicht provozieren"...
ich fürchte dass die "geliebten" immer die bösen sind...eigentlich ein spiegel für die ehefrau und das tut weh.
ich bin nicht schöner, nicht schlauer, nicht schlanker und nicht besser als seine frau. ich bin da und liebe ihn als mann und wie gesagt, ich kenne ihn sehr, sehr lange, weiß auch seiner macken und eingearten...nur, dass das für mich keine macken sind, nein im gegenteil ich mag das an ihm, diese spontanität, diese geselligkeit...es würde passen...
er ist mein "deckel" und scheinbar passt der "deckel" nach so vielen jahren nicht mehr auf den "topf" der ehe. aber das ist nicht negativ gemeint...mann und frau entwíckeln sich in der ehe...manchmal eben auch nicht zusammen sondern ein wenig auseinander, noch mehr auseinander...nur zu gehen und neu anzufangen, nach mehr als 25 jahren ehe...wer traut sich das schon?
nein, ich bin nicht die "jüngere geliebte" - ehefrau und ich sind im gleichen alter..., dir alles gute - hoffe es passiert dir nie mehr. aber!! ich möchte trotz allem keine minute mit ihm missen und er ist das beste, was mir in meinem leben passiert ist. und dafür ist auch der kummer und der schmerz auszuhalten.

Er soll es der Frau sagen...
Hallo agapi,

Deine Situation ist mir so vertraut... Ab dem vierten Monat drehten sich viele unserer Gespräche um das Thema gemeinsame Zukunft. Das unterscheidet uns vielleicht ein bisschen. Es dauerte dann noch sechs Monate, bis er das tat, worum ich ihn gebeten hatte. Er sprach mit seiner Frau. Aber sie überraschte uns beide mit ihrer Reaktion. Hatte ich gehofft, dass sie ihn rausschmeißt und er wohl auch nichts anderes, war sie zwar tief gekränkt und verletzt, aber war doch ruhig und meinte, dass es ihr lieber gewesen wäre, wenn er es nie erzählt hätte und wir unsere "Beziehung" weiterhin heimlich geführt hätten. Stell Dir das vor...
Na ja, da sie so reagierte, entschied er sich für sie. Wegen der Kinder (aber mit der Hoffnung, dass wir unsere Liaison erneut - wenn auch reduziert - aufnehmen könnten.) Zwei Tage später - als ich ihm sagte, dass ich nie wieder etwas mit ihm zu tun haben will - entschied er sich für mich, weil er spürte, dass seine Kinder zwar imme seine Kinder sein werden, ich aber für immer "weg" bin... Okay, nun warten hier alle, dass er erneut kippt... Aber das ist ein anderes Thema.

Ich will Dir nur sagen, dass Du Dir von einem Geständnis nicht allzu viel erhoffen solltest. Viele Ehefrauen ahnen natürlich etwas. Aber wer will schon so etwas Verletzendes hören? Manche Frauen sitzen es auch einfach aus. Und häufig haben sie damit sogar Recht. Ich stimme Dir jedenfalls zu, ich habe in meiner Ehe auch kurz nach dem Beginn der Affäre meines heutigen Ex-Mannes bemerkt, dass er sich verändert hatte. Vielleicht war er einfach nicht geschickt genug, vielleicht hatte ich den richtigen Riecher... Jedenfalls hat sein Geständnis bewirkt, was er und seine Geliebte sich womöglich erhofft hatten. Ich warf ihn raus. Und - da muss ich einer meiner Vorrednerinnen zustimmen - ich hatte so selbst die Chance, einen neuen Mann kennen zu lernen. Wenn ich nur daran denke, dass ich mit dem Typen sogar noch Kinder gekriegt hätte, um dann erkennen zu müssen, dass er seit Jahren eine andere Frau nebenbei hat...

Aber eines sollteset Du nie vergessen. Egal was nun passiert, es wird immer jemanden - und hier eine ganze Fraktion - geben, die JEDE Entscheidung verurteilen. Ob nun für die Frau und die Kinder ("Er nimmt der Frau die Chance auf eine neue Liebe") oder für die Geliebte ("Der verantwortungslose Mistkerl verlässt seine Familie")... Es wird nicht leicht. Aber vielleicht ist Variante 1 die bessere. Zumindest für Dich. Ob er dann in seiner Ehe glücklich ist oder nicht, kann Dir völlig egal sein. Denn Du solltest natürlich nur an Dich denken! Und vielleicht hast Du ja die Chance verdient, Dich neu zu verlieben. Das kannst aber nur Du beeinflussen, denn er wird sich niemals entscheiden... Nicht nach zwei Jahren... Ihr habt sicher viele Trennungen durchgemacht und seid doch wieder ein Paar geworden. Er weiß ja, dass er Dich immer wieder "kriegt".

Pass auf Dich auf.
Und lass Dich hier nicht verrückt machen. Höre auf das, was Dir logisch und vernünftig erscheint. Lass alles andere links liegen. Du bist kein schlechter Mensch, Du bist einfach nur verliebt. Und Du trägst nur die Verantwortung für Dich - im Gegensatz zu ihm.

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1. Oktober 2007 um 0:18
In Antwort auf raya_12473200

Er soll es der Frau sagen...
Hallo agapi,

Deine Situation ist mir so vertraut... Ab dem vierten Monat drehten sich viele unserer Gespräche um das Thema gemeinsame Zukunft. Das unterscheidet uns vielleicht ein bisschen. Es dauerte dann noch sechs Monate, bis er das tat, worum ich ihn gebeten hatte. Er sprach mit seiner Frau. Aber sie überraschte uns beide mit ihrer Reaktion. Hatte ich gehofft, dass sie ihn rausschmeißt und er wohl auch nichts anderes, war sie zwar tief gekränkt und verletzt, aber war doch ruhig und meinte, dass es ihr lieber gewesen wäre, wenn er es nie erzählt hätte und wir unsere "Beziehung" weiterhin heimlich geführt hätten. Stell Dir das vor...
Na ja, da sie so reagierte, entschied er sich für sie. Wegen der Kinder (aber mit der Hoffnung, dass wir unsere Liaison erneut - wenn auch reduziert - aufnehmen könnten.) Zwei Tage später - als ich ihm sagte, dass ich nie wieder etwas mit ihm zu tun haben will - entschied er sich für mich, weil er spürte, dass seine Kinder zwar imme seine Kinder sein werden, ich aber für immer "weg" bin... Okay, nun warten hier alle, dass er erneut kippt... Aber das ist ein anderes Thema.

Ich will Dir nur sagen, dass Du Dir von einem Geständnis nicht allzu viel erhoffen solltest. Viele Ehefrauen ahnen natürlich etwas. Aber wer will schon so etwas Verletzendes hören? Manche Frauen sitzen es auch einfach aus. Und häufig haben sie damit sogar Recht. Ich stimme Dir jedenfalls zu, ich habe in meiner Ehe auch kurz nach dem Beginn der Affäre meines heutigen Ex-Mannes bemerkt, dass er sich verändert hatte. Vielleicht war er einfach nicht geschickt genug, vielleicht hatte ich den richtigen Riecher... Jedenfalls hat sein Geständnis bewirkt, was er und seine Geliebte sich womöglich erhofft hatten. Ich warf ihn raus. Und - da muss ich einer meiner Vorrednerinnen zustimmen - ich hatte so selbst die Chance, einen neuen Mann kennen zu lernen. Wenn ich nur daran denke, dass ich mit dem Typen sogar noch Kinder gekriegt hätte, um dann erkennen zu müssen, dass er seit Jahren eine andere Frau nebenbei hat...

Aber eines sollteset Du nie vergessen. Egal was nun passiert, es wird immer jemanden - und hier eine ganze Fraktion - geben, die JEDE Entscheidung verurteilen. Ob nun für die Frau und die Kinder ("Er nimmt der Frau die Chance auf eine neue Liebe") oder für die Geliebte ("Der verantwortungslose Mistkerl verlässt seine Familie")... Es wird nicht leicht. Aber vielleicht ist Variante 1 die bessere. Zumindest für Dich. Ob er dann in seiner Ehe glücklich ist oder nicht, kann Dir völlig egal sein. Denn Du solltest natürlich nur an Dich denken! Und vielleicht hast Du ja die Chance verdient, Dich neu zu verlieben. Das kannst aber nur Du beeinflussen, denn er wird sich niemals entscheiden... Nicht nach zwei Jahren... Ihr habt sicher viele Trennungen durchgemacht und seid doch wieder ein Paar geworden. Er weiß ja, dass er Dich immer wieder "kriegt".

Pass auf Dich auf.
Und lass Dich hier nicht verrückt machen. Höre auf das, was Dir logisch und vernünftig erscheint. Lass alles andere links liegen. Du bist kein schlechter Mensch, Du bist einfach nur verliebt. Und Du trägst nur die Verantwortung für Dich - im Gegensatz zu ihm.

@blackqueen5
danke für deine lieben worte...ja, ich weiß - ich trage die verantwortung für mich - aber manchmal denke ich, dass ich machtlos bin. ich lüge, betrüge...und ich hasse menschen die lügen und doch geschieht es mit mir - mit uns. ich hoffe auf einen ausgang - wie auch immer und ein ende mit schrecken ist besser als ein schrecken ohne ende. weiß ich alles und bin zu feige.
ich kann mir auch vorstellen dass sie es "aussitzt" aber warum....was erwartet sie von ihm...liebe, versorgung...
keine ahnung, ich würde keinen mann neben mir wollen, der mich zwei jahre belügt und betrügt. egal ob er es mit mir auch mal so machen sollte...allgemein sollte sich das keine frau gefallen lassen. weder aus versorgungstechnischen gründen und noch weniger mit der begründung "sie liebt ihn".

ich liebe ihn, vermisse ihn und kann mir nicht vorstellen, dass solange er in meinem herzen ist, ein anderer mann eine chance hat. ich werde feststellen, ob es ihm auch so geht. nun raucht mir der kopf und ich muss schlafen gehen. danke dafür, dass nicht alle vorurteile haben.

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1. Oktober 2007 um 0:58
In Antwort auf sursulapitschi

Finde es sehr bezeichnend,
wie du von Anfang an genau eingrenzt, welche Art von Antworten du haben möchtest.
Hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass ich dich mit meinem vorherigen Beitrag belehren oder beschimpfen wollte, sondern eigentlich hatte ich nur ein paar Fragen gestellt. Ich finde eher deinen Beitrag extrem belehrend.

Die Ehe stellt keinen Besitzanspruch an, die Aussage unterschreibe ich gern.
Aber was ist denn eher Besitzdenken?
Eine Frau, die nicht weiß, dass sie betrogen wird? Die hält deiner Meinung nach mit Besitzanspruchdenken an ihrem Mann fest? Vielleicht würde sie gern gehen, wenn sie die Wahrheit kennen würde? Vielleicht hätte sie gern auch die Freiheit, sich nach einem neuen Partner umzusehen, der ehrlich zu ihr ist? Vielleicht möchte sie diese Beziehung so gar nicht?

Meiner Meinung nach ist es der Betrüger, der den Besitzanspruch hat. Er hält seine Frau fest, indem er ihr nicht die Wahrheit sagt, gibt ihr nicht die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, sondern entscheidet einseitig für sie mit, dass diese Beziehung weiterzubestehen hat, obwohl er ihr gleichzeitig durch sein Handeln jegliche Grundlage entzieht.

Deine Aussage, dass es Leute gibt, die nach 25 Jahren miteinander sprechen und sich füreinander interessieren und nicht betrogen werden, wie soll ich die verstehen?
Dass es tatsächlich daran liegt, wie sehr man sich für den anderen interessiert, ob man betrogen wird oder nicht? Oder was meinst du damit? Ist es denn die Aufgabe des Betrogenen, Betrug zu verhindern? Oder liegt Betrug nicht in der Verantwortung des Betrügenden?

Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich mich auch nach 13 Jahren Ehe durchaus für meinen Mann interessiert habe. Und ich habe auch immer gedacht, ich werde es merken, wenn er mich betrügt. Ich habe es nicht gemerkt. Erst war ich schwanger, dann Wohnungssuche, Umzug, Einrichten, haben Zwillinge gekriegt, nachts alle zwei Stunden aufstehen und stillen, ich hatte vorher schon damit gerechnet, dass es zwischen uns schwierig werden könnte, das hatte ich von vielen frischgebackenen Eltern gehört. Klar waren wir uns nicht mehr so nah, hatten nicht mehr so viel Zeit füreinander, das gehörte für mich eben zur schwierigen ersten Zeit mit den Kindern dazu, und er hat auch immer gesagt, dass es daran liegt.
Hätte ich gleich vermuten sollen, dass eine andere Frau dahinter steckt?
Meiner Meinung nach wäre es seine Aufgabe gewesen, es mir zu sagen.

Und ist es nicht normal, dass im Leben eines Paares Zeiten gibt, in denen man nicht seine gesamten Energien auf den anderen fokussieren kann? In denen zwangsläufig eine gewisse Distanz auftritt, wenn eins der Kinder schwer krank ist, oder man Angehörige pflegen muss, wenn eines der Kinder verhaltensauffällig ist, Schwierigkeiten in der Schule hat, einer der Partner arbeitslos wird, und und und...
Es gibt tausend Situationen, in denen man sich gedanklich viel mit etwas anderem als dem Partner beschäftigen muss, meiner Meinung nach sind das aber genau auch die Situationen, in denen sich eine Partnerschaft bewähren sollte. In guten wie in schlechten Zeiten, wie es so schön heißt.

Und wenn ich von meinem Partner nur in guten Zeiten Ehrlichkeit und Treue erwarten darf, und sobald ich meine gesamten Kapazitäten nicht mehr auf sein Wohl richten kann, dies als Rechtfertigung gesehen wird, mich zu belügen und zu betrügen, dann habe ich eben ein anderes Verständnis von Partnerschaft.


Ich stimme Dir so zu
Du hast mir aus dem Herzen geschrieben. Genauso läuft die Ehe ab. Aber vielleicht läuft es ja auch so ab, dass für viele nur die Sonne scheint. Ich wäre auch froh gewesen, mein Mann hätte es mir gesagt. Nein, ich wußte es nicht und er hat mit mir und mit ihr geschlafen. Er hat sie und mich belogen und er wollte nie die Ehe aufgeben. Tja, was sagt uns das? Viele betrügen, lügen und wollen nur das Vergnügen und keine wesentliche Verändrung. Alle machen mit, nur die Ehefrauen erfahren es einfach nicht. Leider, denn die würden sicher oft die Entscheidung treffen. Die Betrüger tun es nicht. Die lügen einfach weiter und die Geliebte glaubt und glaubt und glaubt!

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1. Oktober 2007 um 10:02
In Antwort auf sursulapitschi

Finde es sehr bezeichnend,
wie du von Anfang an genau eingrenzt, welche Art von Antworten du haben möchtest.
Hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass ich dich mit meinem vorherigen Beitrag belehren oder beschimpfen wollte, sondern eigentlich hatte ich nur ein paar Fragen gestellt. Ich finde eher deinen Beitrag extrem belehrend.

Die Ehe stellt keinen Besitzanspruch an, die Aussage unterschreibe ich gern.
Aber was ist denn eher Besitzdenken?
Eine Frau, die nicht weiß, dass sie betrogen wird? Die hält deiner Meinung nach mit Besitzanspruchdenken an ihrem Mann fest? Vielleicht würde sie gern gehen, wenn sie die Wahrheit kennen würde? Vielleicht hätte sie gern auch die Freiheit, sich nach einem neuen Partner umzusehen, der ehrlich zu ihr ist? Vielleicht möchte sie diese Beziehung so gar nicht?

Meiner Meinung nach ist es der Betrüger, der den Besitzanspruch hat. Er hält seine Frau fest, indem er ihr nicht die Wahrheit sagt, gibt ihr nicht die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, sondern entscheidet einseitig für sie mit, dass diese Beziehung weiterzubestehen hat, obwohl er ihr gleichzeitig durch sein Handeln jegliche Grundlage entzieht.

Deine Aussage, dass es Leute gibt, die nach 25 Jahren miteinander sprechen und sich füreinander interessieren und nicht betrogen werden, wie soll ich die verstehen?
Dass es tatsächlich daran liegt, wie sehr man sich für den anderen interessiert, ob man betrogen wird oder nicht? Oder was meinst du damit? Ist es denn die Aufgabe des Betrogenen, Betrug zu verhindern? Oder liegt Betrug nicht in der Verantwortung des Betrügenden?

Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich mich auch nach 13 Jahren Ehe durchaus für meinen Mann interessiert habe. Und ich habe auch immer gedacht, ich werde es merken, wenn er mich betrügt. Ich habe es nicht gemerkt. Erst war ich schwanger, dann Wohnungssuche, Umzug, Einrichten, haben Zwillinge gekriegt, nachts alle zwei Stunden aufstehen und stillen, ich hatte vorher schon damit gerechnet, dass es zwischen uns schwierig werden könnte, das hatte ich von vielen frischgebackenen Eltern gehört. Klar waren wir uns nicht mehr so nah, hatten nicht mehr so viel Zeit füreinander, das gehörte für mich eben zur schwierigen ersten Zeit mit den Kindern dazu, und er hat auch immer gesagt, dass es daran liegt.
Hätte ich gleich vermuten sollen, dass eine andere Frau dahinter steckt?
Meiner Meinung nach wäre es seine Aufgabe gewesen, es mir zu sagen.

Und ist es nicht normal, dass im Leben eines Paares Zeiten gibt, in denen man nicht seine gesamten Energien auf den anderen fokussieren kann? In denen zwangsläufig eine gewisse Distanz auftritt, wenn eins der Kinder schwer krank ist, oder man Angehörige pflegen muss, wenn eines der Kinder verhaltensauffällig ist, Schwierigkeiten in der Schule hat, einer der Partner arbeitslos wird, und und und...
Es gibt tausend Situationen, in denen man sich gedanklich viel mit etwas anderem als dem Partner beschäftigen muss, meiner Meinung nach sind das aber genau auch die Situationen, in denen sich eine Partnerschaft bewähren sollte. In guten wie in schlechten Zeiten, wie es so schön heißt.

Und wenn ich von meinem Partner nur in guten Zeiten Ehrlichkeit und Treue erwarten darf, und sobald ich meine gesamten Kapazitäten nicht mehr auf sein Wohl richten kann, dies als Rechtfertigung gesehen wird, mich zu belügen und zu betrügen, dann habe ich eben ein anderes Verständnis von Partnerschaft.


Finde es sehr bezeichnend...für alle betrogenen ehefrauen zum lesen...
....Und ist es nicht normal, dass im Leben eines Paares Zeiten gibt, in denen man nicht seine gesamten Energien auf den anderen fokussieren kann? In denen zwangsläufig eine gewisse Distanz auftritt, wenn eins der Kinder schwer krank ist, oder man Angehörige pflegen muss, wenn eines der Kinder verhaltensauffällig ist, Schwierigkeiten in der Schule hat, einer der Partner arbeitslos wird, und und und...
Es gibt tausend Situationen, in denen man sich gedanklich viel mit etwas anderem als dem Partner beschäftigen muss, meiner Meinung nach sind das aber genau auch die Situationen, in denen sich eine Partnerschaft bewähren sollte. In guten wie in schlechten Zeiten, wie es so schön heißt.

Und wenn ich von meinem Partner nur in guten Zeiten Ehrlichkeit und Treue erwarten darf, und sobald ich meine gesamten Kapazitäten nicht mehr auf sein Wohl richten kann, dies als Rechtfertigung gesehen wird, mich zu belügen und zu betrügen, dann habe ich eben ein anderes Verständnis von Partnerschaft.

so sehe ich das auch...jedoch wenn der ehemann dann ausbüxt, betrügt...warum wird ihm hinterhergejammert - die geliebte beschimpft.
er hatte dann wohl ein anderes verständnis von partnerschaft - was hat das mit der geliebten zu tun?
ich bin nicht dumm zu glauben, dass mann das nicht wiederholen kann. auch die geliebte wird (vielleicht) einmal die rolle der ehefrau - egal ob verheiratet oder nicht - einnehmen und (vielleicht) passiert dann das gleiche. ja und dann...(vielleicht) sucht der "betrüger" auch wieder die flucht.
das leben ist nicht vorhersehbar. ich halte immer noch an der aussage fest, dass wir keine besitzansprüche stellen dürfen. jeder ist für sich verantwortlich und eine ehe, in der ein teil ausbricht ist für mich nicht intakt. egal aus welchen gründen.
ich habe meinen mann verlassen, mit drei kindern bin ich nach 13 jahren ehe gegangen - nein, er hat mich nicht betrogen, er hat mich nicht mehr geliebt und wir haben nebeneinander gelebt. da bin ich lieber alleine als zu zweit einsam. meinen "freund" habe ich erst später in meinem leben gehabt. ich würde keine ehe, partnerschaft wollen in der ich nicht geliebt werde. und werde ich geliebt, wenn ich betrogen werde.
ich bin auch eine frau und mir kann es auch passieren, dass ich betrogen werde. ich werde dann nicht jammern und die schuld der geliebten zuschieben...weiß ich doch wie so etwas entsteht. ich werde auch die schuld nicht bei mir suchen - ich werde akzeptieren, dass ein gemeinsamer abschnitt zu ende ist und traurig sein. aber nach einiger zeit bietet das leben andere dinge - das muss kein neuer partner sein. so schnell liebt es sich nicht mehr...aber ich habe meine kinder, meinen beruf, mein haus und vor allem mein leben.
viel glück an alle frauen, egal ob geliebte, ex-ehefrauen oder noch-ehefrauen, betrogene ehefrauen - wir sind doch alle frauen die lieben - auf welcher seite wir stehen - ich habe es mir so nicht ausgesucht. ich liebe.

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1. Oktober 2007 um 10:16
In Antwort auf sursulapitschi

Danke Moosi,
weiß auch nicht, was sie da raus gelesen hat. Hatte mich in meinem ersten Beitrag eigentlich echt bemüht, relativ neutral meine Standpunkte zu erläutern.
Hat ihr wohl nicht gepasst. Sie hat ja schon sehr genaue Vorstellungen davon, was sie hören will.

@usrsulapitschi und @moosi "weiß auch nicht..."
kann ich dir sagen, was ich raus gelesen habe. dass du gefrustet bist, weil du betrogen wurdest. da muss ich nicht mal deine geschichte kennen.
und ob mir deine bemerkungen, die du hier öffentlich mit moosi ausdiskutierst - und nicht mit ihr per privatkontakt - passen...grins, das weißt du auch. glückwunsch für diese feststellung.

ich habe hier um rat gebeten, wollte einen erfahrungsaustausch. keine antworten betrogener ehefrauen. das ist doch klar, dass das eine andere seite ist.
bleib doch auf deiner seite - tausche dich mit moosi und den anderen frauen aus, die auf die geliebte schimpfen und den ex-ehemann.

du kennst mich nicht und bildest dir ein urteil - steckst mich in eine schublade und jede andere geliebte auch. wir sind böse und die exefrauen gut.
so einfach ist das nicht - wir lieben alle und haben in unserem leben alle gute und schlechte zeiten mitgemacht. und als geliebte...glaubst du es ist sosssssssssoooo schön.

bist doch auch frau, liebst doch auch mit dem ganzen herzen. hast halt glück gehabt, dass du nicht die "geliebte" warst - sondern die offizielle frau an seiner seite.
ich will weder dich noch andere frauen angreifen - bleibt einfach auf eurer seite ... da habt ihr dann jegliches verständnis und müsst eich nicht mir der bösen geliebten herumstreiten.

ich stehe fest mit beiden beinen auf dem boden, erziehe meine drei kinder alleine, bin gut in meinem beruf, (wie du erkennen kannst habe ich mein selbstbewusstsein nicht verloren )bewältige mein leben alleine, muss meine "frau" stehen. das alleine berechtigt mich dazu "...Sie hat ja schon sehr genaue Vorstellungen davon, was sie hören will." mir hilft keiner und deine aussage trifft mich nicht. wenn ich keine vorstellungen hätte von meinem leben...wer dann??? ich denke viel. das ist manchmal von vorteil und verbissene antworten sind beleidigend. egal ob du es rauslesen kannst aus deinen antworten oder es als "realtiv neutral..." darstellen möchtest.

ich wusste deine geschichte nicht und konnte sie doch zwischen den zeilen rauslesen.
bleib auf deiner seite...bei deiner fraktion

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1. Oktober 2007 um 10:27
In Antwort auf agapi1959

Finde es sehr bezeichnend...für alle betrogenen ehefrauen zum lesen...
....Und ist es nicht normal, dass im Leben eines Paares Zeiten gibt, in denen man nicht seine gesamten Energien auf den anderen fokussieren kann? In denen zwangsläufig eine gewisse Distanz auftritt, wenn eins der Kinder schwer krank ist, oder man Angehörige pflegen muss, wenn eines der Kinder verhaltensauffällig ist, Schwierigkeiten in der Schule hat, einer der Partner arbeitslos wird, und und und...
Es gibt tausend Situationen, in denen man sich gedanklich viel mit etwas anderem als dem Partner beschäftigen muss, meiner Meinung nach sind das aber genau auch die Situationen, in denen sich eine Partnerschaft bewähren sollte. In guten wie in schlechten Zeiten, wie es so schön heißt.

Und wenn ich von meinem Partner nur in guten Zeiten Ehrlichkeit und Treue erwarten darf, und sobald ich meine gesamten Kapazitäten nicht mehr auf sein Wohl richten kann, dies als Rechtfertigung gesehen wird, mich zu belügen und zu betrügen, dann habe ich eben ein anderes Verständnis von Partnerschaft.

so sehe ich das auch...jedoch wenn der ehemann dann ausbüxt, betrügt...warum wird ihm hinterhergejammert - die geliebte beschimpft.
er hatte dann wohl ein anderes verständnis von partnerschaft - was hat das mit der geliebten zu tun?
ich bin nicht dumm zu glauben, dass mann das nicht wiederholen kann. auch die geliebte wird (vielleicht) einmal die rolle der ehefrau - egal ob verheiratet oder nicht - einnehmen und (vielleicht) passiert dann das gleiche. ja und dann...(vielleicht) sucht der "betrüger" auch wieder die flucht.
das leben ist nicht vorhersehbar. ich halte immer noch an der aussage fest, dass wir keine besitzansprüche stellen dürfen. jeder ist für sich verantwortlich und eine ehe, in der ein teil ausbricht ist für mich nicht intakt. egal aus welchen gründen.
ich habe meinen mann verlassen, mit drei kindern bin ich nach 13 jahren ehe gegangen - nein, er hat mich nicht betrogen, er hat mich nicht mehr geliebt und wir haben nebeneinander gelebt. da bin ich lieber alleine als zu zweit einsam. meinen "freund" habe ich erst später in meinem leben gehabt. ich würde keine ehe, partnerschaft wollen in der ich nicht geliebt werde. und werde ich geliebt, wenn ich betrogen werde.
ich bin auch eine frau und mir kann es auch passieren, dass ich betrogen werde. ich werde dann nicht jammern und die schuld der geliebten zuschieben...weiß ich doch wie so etwas entsteht. ich werde auch die schuld nicht bei mir suchen - ich werde akzeptieren, dass ein gemeinsamer abschnitt zu ende ist und traurig sein. aber nach einiger zeit bietet das leben andere dinge - das muss kein neuer partner sein. so schnell liebt es sich nicht mehr...aber ich habe meine kinder, meinen beruf, mein haus und vor allem mein leben.
viel glück an alle frauen, egal ob geliebte, ex-ehefrauen oder noch-ehefrauen, betrogene ehefrauen - wir sind doch alle frauen die lieben - auf welcher seite wir stehen - ich habe es mir so nicht ausgesucht. ich liebe.

@agapi
wo bitte, in irgendeinem meiner Beiträge, habe ich geschrieben, dass die Geliebte an irgend etwas schuld ist?
Ich habe mich bei all meinen Darstellungen auf die Beziehung der Ehepartner bezogen, habe die Ansprüche dargelegt, die ich an eine Beziehung und meinen Partner.

Bitte projiziere deine eigenen Schuldgefühle nicht auf meine Aussagen.

Nimm vielleicht erst mal das rote Tuch ab, wenn dir eine betrogene Ehefrau von ihren Erfahrungen berichtet. Diese Schilderungen gehen nicht gegen dich, sondern sollen versuchen, dir die Dinge mal von der anderen Seite aus zu beleuchten.

Weder jammere ich, noch gebe ich der Geliebten Schuld, noch stelle ich einen Besitzanspruch an meinem Mann, noch will ich in einer Partnerschaft leben, in der ich nicht geliebt werde, all das sind Dinge, die du hinein interpretiert hast, wahrscheinlich weil es so in dein Weltbild passt, eine betrogene Ehefrau muss halt so sein...

Du bist es, die ständig mit dem Begriff "Schuld" um sich wirft und krampfhaft versucht, sich selbst und den Betrüger aus der Verantwortung zu entlassen und sie der Ehefrau zuzuschieben.

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1. Oktober 2007 um 10:36
In Antwort auf agapi1959

@usrsulapitschi und @moosi "weiß auch nicht..."
kann ich dir sagen, was ich raus gelesen habe. dass du gefrustet bist, weil du betrogen wurdest. da muss ich nicht mal deine geschichte kennen.
und ob mir deine bemerkungen, die du hier öffentlich mit moosi ausdiskutierst - und nicht mit ihr per privatkontakt - passen...grins, das weißt du auch. glückwunsch für diese feststellung.

ich habe hier um rat gebeten, wollte einen erfahrungsaustausch. keine antworten betrogener ehefrauen. das ist doch klar, dass das eine andere seite ist.
bleib doch auf deiner seite - tausche dich mit moosi und den anderen frauen aus, die auf die geliebte schimpfen und den ex-ehemann.

du kennst mich nicht und bildest dir ein urteil - steckst mich in eine schublade und jede andere geliebte auch. wir sind böse und die exefrauen gut.
so einfach ist das nicht - wir lieben alle und haben in unserem leben alle gute und schlechte zeiten mitgemacht. und als geliebte...glaubst du es ist sosssssssssoooo schön.

bist doch auch frau, liebst doch auch mit dem ganzen herzen. hast halt glück gehabt, dass du nicht die "geliebte" warst - sondern die offizielle frau an seiner seite.
ich will weder dich noch andere frauen angreifen - bleibt einfach auf eurer seite ... da habt ihr dann jegliches verständnis und müsst eich nicht mir der bösen geliebten herumstreiten.

ich stehe fest mit beiden beinen auf dem boden, erziehe meine drei kinder alleine, bin gut in meinem beruf, (wie du erkennen kannst habe ich mein selbstbewusstsein nicht verloren )bewältige mein leben alleine, muss meine "frau" stehen. das alleine berechtigt mich dazu "...Sie hat ja schon sehr genaue Vorstellungen davon, was sie hören will." mir hilft keiner und deine aussage trifft mich nicht. wenn ich keine vorstellungen hätte von meinem leben...wer dann??? ich denke viel. das ist manchmal von vorteil und verbissene antworten sind beleidigend. egal ob du es rauslesen kannst aus deinen antworten oder es als "realtiv neutral..." darstellen möchtest.

ich wusste deine geschichte nicht und konnte sie doch zwischen den zeilen rauslesen.
bleib auf deiner seite...bei deiner fraktion

Freue mich auf ehrliche antworten - auch wenn sie weh tun werden und manchmal unfair sind - danke
den zusatz - ehefrauen ausgeschlossen - hast du vergessen zu erwähnen. fyi, wir befinden uns in einem öffentlichen forum.

komm agapi, ich weiß jetzt echt nicht was das soll. zwischen sursu und moosi fand doch keine diskussion statt. ganz davon abgesehen finde ich das statement von sursu weder anschuldigend noch beleidigend.
ich finde deine unterstellungen völlig überflüssig und unangebracht.

vllt. sind die richtigen fragen gestellt worden und dich wühlt das zu sehr auf?

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1. Oktober 2007 um 13:09

HaHa...
Super cp!
Ehrliche, harte Worte, die es auf den Punkt bringen!

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1. Oktober 2007 um 13:26
In Antwort auf agapi1959

@usrsulapitschi und @moosi "weiß auch nicht..."
kann ich dir sagen, was ich raus gelesen habe. dass du gefrustet bist, weil du betrogen wurdest. da muss ich nicht mal deine geschichte kennen.
und ob mir deine bemerkungen, die du hier öffentlich mit moosi ausdiskutierst - und nicht mit ihr per privatkontakt - passen...grins, das weißt du auch. glückwunsch für diese feststellung.

ich habe hier um rat gebeten, wollte einen erfahrungsaustausch. keine antworten betrogener ehefrauen. das ist doch klar, dass das eine andere seite ist.
bleib doch auf deiner seite - tausche dich mit moosi und den anderen frauen aus, die auf die geliebte schimpfen und den ex-ehemann.

du kennst mich nicht und bildest dir ein urteil - steckst mich in eine schublade und jede andere geliebte auch. wir sind böse und die exefrauen gut.
so einfach ist das nicht - wir lieben alle und haben in unserem leben alle gute und schlechte zeiten mitgemacht. und als geliebte...glaubst du es ist sosssssssssoooo schön.

bist doch auch frau, liebst doch auch mit dem ganzen herzen. hast halt glück gehabt, dass du nicht die "geliebte" warst - sondern die offizielle frau an seiner seite.
ich will weder dich noch andere frauen angreifen - bleibt einfach auf eurer seite ... da habt ihr dann jegliches verständnis und müsst eich nicht mir der bösen geliebten herumstreiten.

ich stehe fest mit beiden beinen auf dem boden, erziehe meine drei kinder alleine, bin gut in meinem beruf, (wie du erkennen kannst habe ich mein selbstbewusstsein nicht verloren )bewältige mein leben alleine, muss meine "frau" stehen. das alleine berechtigt mich dazu "...Sie hat ja schon sehr genaue Vorstellungen davon, was sie hören will." mir hilft keiner und deine aussage trifft mich nicht. wenn ich keine vorstellungen hätte von meinem leben...wer dann??? ich denke viel. das ist manchmal von vorteil und verbissene antworten sind beleidigend. egal ob du es rauslesen kannst aus deinen antworten oder es als "realtiv neutral..." darstellen möchtest.

ich wusste deine geschichte nicht und konnte sie doch zwischen den zeilen rauslesen.
bleib auf deiner seite...bei deiner fraktion

Was soll das?
du willst ein forum nur für geliebte - dann such dir eins - hier bist du verkehrt!

dieses forum lebt von allen drei seiten - auch die betrüger melden sich hier zu wort und sind willkommen. aus diesem bunten erfahrungsbereich lernen wir.

sursu hatte dir fragen gestellt die dir in deiner situation helfen sollten. sie sind weder böse gemeint noch greifen sie dich an. aber du willst gar nicht darüber nachdenken, oder?

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1. Oktober 2007 um 13:32

@cp und mit"streiterinnen"
diese ordinäre sprache spricht nicht für euch. auf solche kommentare lege ich keinen wert. will hier einen austausch und keine fakalsprache.
jaja....schreibt mal schön euren kommentar...und haltet euch einen spiegel vor, wenn ihr es nicht lassen könnt

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1. Oktober 2007 um 14:21
In Antwort auf agapi1959

@cp und mit"streiterinnen"
diese ordinäre sprache spricht nicht für euch. auf solche kommentare lege ich keinen wert. will hier einen austausch und keine fakalsprache.
jaja....schreibt mal schön euren kommentar...und haltet euch einen spiegel vor, wenn ihr es nicht lassen könnt

Ach was...
Fäkalsprache ist auch sonst nicht unsere Art (kannst ja andere Beiträge von uns lesen...), aber Du bestehst hier auf Ehrlichkeit.
Für Dich ist es die wahre Liebe, seit 2 Jahren einen Mann zu lieben, der zu feige ist, seiner Frau die Wahrheit zu sagen.
Was soll das, darauf zu warten, dass seine Frau endlich mal was merkt und so zu einer Entscheidung zu kommen?
Die Tatsache, dass sie vielleicht bis jetzt wirklich nichts gemerkt hat, liegt vielleicht doch daran, dass er ein guter Schauspieler ist, oder?
So wie die meisten Betrüger.
Was soll die Unterstellung, sie sei gleichgültig?
Kennst Du sie persönlich oder nur aus seinen Erzählungen?
Warum trifft ER die Entscheidung nicht???
Also wenn ich die wahre und einzige große Liebe meines Lebens treffen würde, würde ich wohl meine kostbare Lebenszeit nicht mit einer gleichgültigen, ungeliebten Person verbringen wollen...
Soviel zum "Spiegel - vorhalten".

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1. Oktober 2007 um 18:34
In Antwort auf dorit_12559330

Ach was...
Fäkalsprache ist auch sonst nicht unsere Art (kannst ja andere Beiträge von uns lesen...), aber Du bestehst hier auf Ehrlichkeit.
Für Dich ist es die wahre Liebe, seit 2 Jahren einen Mann zu lieben, der zu feige ist, seiner Frau die Wahrheit zu sagen.
Was soll das, darauf zu warten, dass seine Frau endlich mal was merkt und so zu einer Entscheidung zu kommen?
Die Tatsache, dass sie vielleicht bis jetzt wirklich nichts gemerkt hat, liegt vielleicht doch daran, dass er ein guter Schauspieler ist, oder?
So wie die meisten Betrüger.
Was soll die Unterstellung, sie sei gleichgültig?
Kennst Du sie persönlich oder nur aus seinen Erzählungen?
Warum trifft ER die Entscheidung nicht???
Also wenn ich die wahre und einzige große Liebe meines Lebens treffen würde, würde ich wohl meine kostbare Lebenszeit nicht mit einer gleichgültigen, ungeliebten Person verbringen wollen...
Soviel zum "Spiegel - vorhalten".

....biene1966 und ratgeber
danke, tausend dank...was würde ich nur ohne euch machen...????
ich kenne seine frau vom sehen...er hat noch nie ein schlechtes wort über seine frau gesagt....
kann es nicht akzeptiert werden, von jeder seite, dass mann/frau sich in jemanden verliebt/liebt - auch mit ehering? ohne in den topf "triebgesteuert" zu werden? ja, ja..."Also wenn ich die wahre und einzige große Liebe meines Lebens treffen würde, würde ich wohl meine kostbare Lebenszeit nicht mit einer gleichgültigen, ungeliebten Person verbringen wollen..." ich liebe ihn über alles - ich kann nur für mich sprechen und seine familie zu verlassen...das habe ich noch nie verlangt...das muss von ihm kommmen und er wird es tun, wenn es ihm wichtig ist. und so lange es ihm nicht wichtig ist, käme er nur mit schuldgefühlen zu mir...und nicht aus wahrer liebe. ja, natürlich werde ich nicht warten bis zum nimmerleinstag. auch das weiß er...und ich kenne mich gut genug um dann die konsequenz zu ziehen. aber den zeitpunkt, den musst du mir überlassen. und nun kannst du herauslesen was du möchtest, es so interpretieren wie du möchtest. gerne - du kannst auch gerne deine meinung wieder dazu kundtun.

aber zum schluss...ich werde nicht mehr antworten, denkt was ihr wollt. ich muss mein leben leben, er seins und ihr eures. in vielen dingen habt ihr recht, in vielen nicht und hier scheint es, als gäbe es nur schwarz und weiß. die wenigsten bemühen sich alle seiten zu verstehen...und glaube mir, ich mache mir viele gedanken um seine frau - schließlich bin ich auch eine.

weder du noch ich wissen was die zukunft bringt. fakt ist für mich, dass wir 2 jahre zusammen sind, uns lieben und was daraus wird.., wir werden sehen.
danke nochmals für den versuch mit mir in einen "austausch" zu kommen. lege es aus, wie du möchtest.

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1. Oktober 2007 um 19:12

@apfel22
vielen dank. genau so sehe ich es und würde es bei meinem mann gespürt, gerochen oder gesehen haben. ausser...mann/frau kommt sich eben nicht nur phsychisch sondern auch nicht mehr physisch nahe. auch das gibt es, dass mann und frau sich aus dem weg gehen...und ehe er ins gemeinsame bett geht - da wäscht mann sich.
und eine familie nach mehr als 25 jahren zu verlassen...ist nicht leicht, vielleicht geht es ja auch gar nicht. nicht wegen geld - aus der verantwortung heraus. ganz einfach - ein simpler grund, dass mann - m a n n - seine frau zwar nicht mehr liebt, aber sie auch nicht verlassen kann. ich kann das verstehen...aber viele andere nicht. egal. dir sage ich danke für deine worte.

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1. Oktober 2007 um 19:54
In Antwort auf agapi1959

....biene1966 und ratgeber
danke, tausend dank...was würde ich nur ohne euch machen...????
ich kenne seine frau vom sehen...er hat noch nie ein schlechtes wort über seine frau gesagt....
kann es nicht akzeptiert werden, von jeder seite, dass mann/frau sich in jemanden verliebt/liebt - auch mit ehering? ohne in den topf "triebgesteuert" zu werden? ja, ja..."Also wenn ich die wahre und einzige große Liebe meines Lebens treffen würde, würde ich wohl meine kostbare Lebenszeit nicht mit einer gleichgültigen, ungeliebten Person verbringen wollen..." ich liebe ihn über alles - ich kann nur für mich sprechen und seine familie zu verlassen...das habe ich noch nie verlangt...das muss von ihm kommmen und er wird es tun, wenn es ihm wichtig ist. und so lange es ihm nicht wichtig ist, käme er nur mit schuldgefühlen zu mir...und nicht aus wahrer liebe. ja, natürlich werde ich nicht warten bis zum nimmerleinstag. auch das weiß er...und ich kenne mich gut genug um dann die konsequenz zu ziehen. aber den zeitpunkt, den musst du mir überlassen. und nun kannst du herauslesen was du möchtest, es so interpretieren wie du möchtest. gerne - du kannst auch gerne deine meinung wieder dazu kundtun.

aber zum schluss...ich werde nicht mehr antworten, denkt was ihr wollt. ich muss mein leben leben, er seins und ihr eures. in vielen dingen habt ihr recht, in vielen nicht und hier scheint es, als gäbe es nur schwarz und weiß. die wenigsten bemühen sich alle seiten zu verstehen...und glaube mir, ich mache mir viele gedanken um seine frau - schließlich bin ich auch eine.

weder du noch ich wissen was die zukunft bringt. fakt ist für mich, dass wir 2 jahre zusammen sind, uns lieben und was daraus wird.., wir werden sehen.
danke nochmals für den versuch mit mir in einen "austausch" zu kommen. lege es aus, wie du möchtest.

Warum so agressiv?
Habe ich Dich als Person angegriffen?
Habe ich daran gezweifelt, dass DU ihn wirklich liebst?
Kann ich in meinem Beitrag nicht sehen...
Du bist frustriert, was durchaus verständlich ist.
Du liebst ihn über alles und er Dich angeblich auch, er wird aber erst zu Dir kommen, "wenn es ihm wichtig ist" (deine Worte...).
Im Moment ist es ihm also nicht wichtig und das tut Dir weh.
Denn genau das und die Tatsache, dass er nicht den Mumm hat, es seiner Frau zu sagen, sondern wartet, "bis sie es merkt", ist eine nicht so liebenswerte Eigenschaft, oder?
Insofern haben meine Beiträge hier nichts mit "ratgeben" zu tun - davon bin ich weit entfernt!
Jeder von uns hat eine andere Geschichte, aber ich bin es wirklich leid den Betrüger und seine Opferrolle, seine Feigheit vor der Wahrheit und den daraus resultierenden Konsequenzen hier schönzureden.
Der Ärmste - er kann nicht anders.
Wir alle hier haben es mit einem Betrüger zutun - ob als Geliebte oder als Betrogene.
Die eine hält er hin - der anderen sagt er es nicht.
Was gibt es da auszulegen?
Dies alles hat für mich mit Liebe nichts zutun - und deshalb habe ich cinderellaprincess recht gegeben!

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1. Oktober 2007 um 20:06

@apfel
Geübte Betrüger duschen nach dem Sex mit einer anderen. Meiner war ja offiziell beim Sport, also kam er frisch geduscht heim, da fand ich nix AUßergewöhnliches dran.

Es gibt genug Männer, die ein Doppelleben führen, und je nach Situation umstellen können. Komplett.
Es ist doch Quark zu sagen, man spürt es, wenn einem ein Körper nicht allein gehört. Eine Geliebte merkt auch nicht, wenn der Mann noch mit seiner Frau schläft, obwohl sie von der Existenz dieser Frau ja sogar weiß. Die meisten glauben ganz fest, dass zwischen den Eheleuten keinerlei Zärtlichkeiten ausgetauscht werden.
Die Geliebte meines Mannes wusste ja zum Beispiel ganz genau, dass er nach dem Sex mit ihr nach Hause zu mir geht. Sie habe das verdrängt, hat sie zu mir gesagt.
Man kann nur etwas merken, was auch innerhalb der eigenen Vorstellung ist.

Und generell verstehe ich einfach nicht, warum diese Frage, wieso die Frau nichts merkt, so wichtig ist? Nehmen wir mal an, sie merkt es nicht, weil der Mann sie nicht mehr interessiert? Ja und dann? Ist der Betrug dann okay? Ich habe diese Frage hier ja schon ein paarmal gestellt und nie eine Antwort bekommen. Ist es denn wirklich Sache des Betrogenen, den Betrug zu merken? Und trägt man dann dafür eine Verantwortung?
Mir ist dieses Denken fremd, jeder trägt doch die Verantwortung für sein eigenes Handeln. Ein erwachsener Mensch sollte in der Lage sein, in wichtigen emotionalen Dingen Position zu beziehen, und es nicht den anderen überlassen, diese Positionen zu erraten.

Mir fällt eben oft auf an den Beiträgen von Geliebten auf, dass sie kaum von der Beziehung zwischen ihnen und dem Mann schreiben, sondern dass es ständig um dessen Beziehung zu seiner Frau geht. Das ist doch bizarr, wenn sie einerseits der Meinung sind, dass in einer intakten Beziehung kein Platz für eine dritte Person ist und sich dann wissentlich in eine Dreiecksbeziehung einlassen, eine angeblich so innige Liebesbeziehung leben, die sich aber hauptsächlich um eine dritte Person zu drehen scheint.

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1. Oktober 2007 um 20:31
In Antwort auf sursulapitschi

@apfel
Geübte Betrüger duschen nach dem Sex mit einer anderen. Meiner war ja offiziell beim Sport, also kam er frisch geduscht heim, da fand ich nix AUßergewöhnliches dran.

Es gibt genug Männer, die ein Doppelleben führen, und je nach Situation umstellen können. Komplett.
Es ist doch Quark zu sagen, man spürt es, wenn einem ein Körper nicht allein gehört. Eine Geliebte merkt auch nicht, wenn der Mann noch mit seiner Frau schläft, obwohl sie von der Existenz dieser Frau ja sogar weiß. Die meisten glauben ganz fest, dass zwischen den Eheleuten keinerlei Zärtlichkeiten ausgetauscht werden.
Die Geliebte meines Mannes wusste ja zum Beispiel ganz genau, dass er nach dem Sex mit ihr nach Hause zu mir geht. Sie habe das verdrängt, hat sie zu mir gesagt.
Man kann nur etwas merken, was auch innerhalb der eigenen Vorstellung ist.

Und generell verstehe ich einfach nicht, warum diese Frage, wieso die Frau nichts merkt, so wichtig ist? Nehmen wir mal an, sie merkt es nicht, weil der Mann sie nicht mehr interessiert? Ja und dann? Ist der Betrug dann okay? Ich habe diese Frage hier ja schon ein paarmal gestellt und nie eine Antwort bekommen. Ist es denn wirklich Sache des Betrogenen, den Betrug zu merken? Und trägt man dann dafür eine Verantwortung?
Mir ist dieses Denken fremd, jeder trägt doch die Verantwortung für sein eigenes Handeln. Ein erwachsener Mensch sollte in der Lage sein, in wichtigen emotionalen Dingen Position zu beziehen, und es nicht den anderen überlassen, diese Positionen zu erraten.

Mir fällt eben oft auf an den Beiträgen von Geliebten auf, dass sie kaum von der Beziehung zwischen ihnen und dem Mann schreiben, sondern dass es ständig um dessen Beziehung zu seiner Frau geht. Das ist doch bizarr, wenn sie einerseits der Meinung sind, dass in einer intakten Beziehung kein Platz für eine dritte Person ist und sich dann wissentlich in eine Dreiecksbeziehung einlassen, eine angeblich so innige Liebesbeziehung leben, die sich aber hauptsächlich um eine dritte Person zu drehen scheint.

Bizarr...
Viele Frauen merken schon, dass mit ihrem Mann etwas "nicht stimmt".
Aber da sind wir wieder beim Thema Vertrauen.
Auch ich habe es schon lange vorher gemerkt - aber habe ich an Betrug bzw. eine Geliebte gedacht?
Nein!
Denn ich habe auf ihn und unsere Beziehung vertraut - habe seine Ausreden von zuviel Stress, zuviel Arbeit, "bin einfach kaputt" geglaubt!
War weder gleichgültig noch desinteressiert.
Es war tatsächlich "außerhalb meiner Vorstellung"...
Insofern kann man den Betrug eben nicht immer "erraten", sondern erfährt durch einen Zufall davon.

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1. Oktober 2007 um 20:58

Abstand...
Er war schon immer regelmäßig beim Sport. So wie ich. Da haben wir uns ursprünglich kennengelernt. Als dann die Kinder da waren, bin ich am Wochenende gegangen, wenn er sie hüten konnte, und er ist abends in seinem Verein. Das hat er seit Jahren gemacht. So wie ich auch. Da gab es auch nichts über sportliche Erfolge oder so zu sprechen. Wir haben halt beide regelmäßig Sport gemacht. Am Wochenende sind wir auch immer mal gemeinsam gegangen.

Er hat nach seinem Training mit Leuten vom Verein noch etwas getrunken. Von denen hat er auch oft erzählt. Ich wollte alle mal einladen, aber er meinte, das sei alles ziemlich oberflächlich, für ein bisschen plaudern nach dem Training okay, aber nicht mehr.
Ich muss auch nicht alle Leute kennen, die er kennt. Ich kann jemandem gut seine Freiräume zugestehen, weil ich sie auch brauche.
Ich fand das alles nicht ungewöhnlich. Er hat immer wieder mal von diesen Leuten erzählt. Er kam nach Hause, hat mir erzählt, wieviele Bahnen er geschwommen ist, ob es voll war, und was man danach noch so geplaudert hat. Er hat seine nassen Badesachen aufgehängt. In der Schwangerschaft und auch mit den kleinen Kindern war ich nachts viel wach, und habe das ja alles mitgekriegt. Wir haben dann immer noch geredet und er hat sich an mich gekuschelt.
Ich hätte mir nie träumen lassen, dass das alles gelogen war, und er direkt von einer anderen Frau kam.

Dass zwischen uns keine richtige Nähe war, ist mir natürlich aufgefallen. Ich habe ihn immer wieder drauf angesprochen. Es sei die Umstellung wegen der Kinder, hat er stets gesagt. Er bräuchte halt Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Es habe nichts mit uns zu tun. Und viel Zeit für Nähe ist mit zwei Säuglingen eben nicht.
Gut, was macht man dann? Gleich vermuten, dass eine andere Frau dahinter steckt?
Mir fiel die Umstellung mit den Kindern ja auch schwer, mir leuchtete das als Grund durchaus ein.
Es ist so, wie es Biene weiter unten schildert. Die Veränderung fällt auf, man fragt und fragt und fragt - und erhält nur Ausflüchte. Erst hinterher passt alles zusammen.

Und genau, weil es so schwierig ist, so etwas zu merken, habe ich mich auch von ihm getrennt. In Zukunft müsste ich ihn ja bei jedem Anflug von schlechter Laune, jedesmal, wenn er keine Lust auf Sex hat, jedesmal, wenn er mal eine berufliche schlechte Phase oder sonst irgendetwas hat, verdächtigen, eine Geliebte zu haben. Ich müsste stets jedes kleinste Detail wahrnehmen, müsste meine Augen überall haben, nichts dürfte mir entgehen, jede noch so kleine Tiefphase wäre Anlass zu großinquisitorischen Befragungen.
Das ist mir zu anstrengend. Es ist seine Aufgabe, mir so etwas mitzuteilen. Punkt.
Ich möchte es nicht erraten müssen.

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1. Oktober 2007 um 21:30

Ich denke...
es gibt wirklich nichts, wie ich diesen Betrug hätte verhindern können.

Klar, ich hätte mal beim Sport auftauchen können. (wobei man dazu sagen muss, dass das eine Dreiviertelstunde Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln gewesen wäre, nichts, was man abends um 21 Uhr mit zwei Säuglingen gern unternimmt).
Dann wäre der Betrug eben früher aufgeflogen.
Oder ich hätte ihn generell mehr "kontrollieren" können. Dann wäre er sicher noch vorsichtiger gewesen oder die beiden hätten sich seltener getroffen.
Aber all das hätte den Betrug ja nicht verhindert.

Ich hätte auch nicht aufmerksamer oder entgegenkommender oder liebevoller oder so etwas sein können, denn eigentlich war genau das der Fehler. Ich war immer viel zu nett zu ihm. Und wenn es tatsächlich eins gibt, was ich wirklich anders machen würde beim nächsten Mal, was ich mir auch fest vorgenommen habe, dann wäre es, dass ich es einem Mann nie wieder so bequem machen würde. Dass ich nie wieder die Verantwortung dafür, dass die Beziehung gut läuft, zu einem Großteil auf meine eigene SChultern laden würde. Ich würde viel mehr fordern, wäre viel unbequemer, würde viel mehr meine eigenen Ansprüche einfordern. Weil ich im nachhinein schon gesehen habe, dass die Hauptantriebskraft dieser Beziehung ich war. Die Gestaltung war komplett mir überlassen, und er hat sich mitschleifen lassen. Weil es für ihn angenehm und bequem war, aber sobald er nicht mehr die volle ungeteilte Aufmerksamkeit von mir hatte, sobald ich von ihm auch etwas verlangt habe, hat er sich verzogen. Hat sich diese ungeteilte Aufmerksamkeit bei jemand anderem geholt.
Ich bin selbst schuld, dass er diese Anspruchshaltung so lange kultiviert hat. Er hat nie begriffen, dass auch er etwas investieren muss. Dass er nicht nur nehmen kann, sondern auch geben muss.

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1. Oktober 2007 um 22:07

Immer
sicherlich nicht.
Aber ist Vertrauen in den Partner gleichzusetzen mit Dummheit?
Natürlich stimmt meistens etwas in der Beziehung nicht.
Das Problem ist aber, dass der Partner nicht darüber redet und man deshalb als Betrogene(r) einfach keine Chance hat.
Soviel zum Thema "erraten"...
Auch wenn man sein "allerbestes" für eine gute Beziehung gegeben hat...
Wie soll man auch direkt auf einen Betrug kommen?
Es wäre doch krank, wenn man diesen Verdacht in einer Beziehung, in der vorher NICHTS darauf schliessen liess, sofort hätte.
Sicher, hinterher ist man immer schlauer und in Zukunft wird dies auch immer im Hinterkopf sein.
Aber vor diesem Ereignis war es eben nicht vorstellbar - deshalb hat man auch solange nichts davon gemerkt!
Und noch was - wenn der Betrüger so unzufrieden ist, wenn seiner Meinung nach in der Beziehung etwas wesentliches fehlt (was auch immer) - warum sind sie nicht in der Lage zu REDEN???
Darum geht es doch hier.
Bei meinem war es nicht die große Liebe, sondern eine sexuelle Abwechslung, nichts für die Zukunft.
D. h., er hätte sich von mir trennen können, aber ich bin mir sicher, er wusste genau, dass das mit seiner jungen Geliebten nur eine kurze Sache war.
Bei agapi ist es wohl anders...
Deshalb kann ich die Feigheit solcher Männer nicht nachvollziehen - und die 1000 Entschuldigungen für ihn als Geliebte auch nicht.
Sorry...

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1. Oktober 2007 um 22:46

Du liegst verkehrt
wenn du bei sursu die ausnahme siehst. der betrüger ist ein guter lügner und schauspieler. nur das ermöglicht, dass die frau zu hause glaubt und die geliebte draußen eben auch.

vertrauen in einer beziehung ist grundvoraussetzung, egal ob als geliebte oder als ehefrau. deshalb finde ich, weder geliebte noch ehefrau sind beziehungsunfähig, allein der betrüger ist es!

du hast weiter oben eine situation beschrieben wie du von hinten bis zum lachen empfangen wurdest und glaubst, dass ein betrüger dazu nicht fähig wäre. hey - gerade ein betrüger ist darin super gut, denn er ist mit sich so glücklich und zufrieden das er sein glück unbedingt teilen muss.

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1. Oktober 2007 um 23:04
In Antwort auf alya_12708452

Du liegst verkehrt
wenn du bei sursu die ausnahme siehst. der betrüger ist ein guter lügner und schauspieler. nur das ermöglicht, dass die frau zu hause glaubt und die geliebte draußen eben auch.

vertrauen in einer beziehung ist grundvoraussetzung, egal ob als geliebte oder als ehefrau. deshalb finde ich, weder geliebte noch ehefrau sind beziehungsunfähig, allein der betrüger ist es!

du hast weiter oben eine situation beschrieben wie du von hinten bis zum lachen empfangen wurdest und glaubst, dass ein betrüger dazu nicht fähig wäre. hey - gerade ein betrüger ist darin super gut, denn er ist mit sich so glücklich und zufrieden das er sein glück unbedingt teilen muss.

Rike
Seufz...
Man kommt nicht dagegen an.
Ich weiss, ehrlich gesagt auch nicht, warum man als Ehefrau bzw. "offizielle" Partnerin als beziehungsunfähig eingestuft wird.
Aber ich denke, es ist für Geliebte einfacher, daran zu glauben...
Warum versteht keine der Geliebten, die hier schreiben, dass der Betrüger derjenige ist, der ALLE belügt?
Der all seine Energie in die "Zweitbeziehung" steckt anstatt ehrlich und fair zu sein?
Das er der EINZIGE ist, der sagen kann "Mir fehlt was, ich fühle mich von einer anderen angezogen" oder was weiss ich.
Warum wird er mit seinen Schwächen von der Geliebten in den Himmel gehoben?
Die große Liebe - mein Gott!
Frauen, die schon viele Jahre mit ihm verbracht haben und sich damals in ihn verliebt haben - ja, wir erinnern uns an damals und wissen, warum wir ihn lieben.
Aber von vorne herein zu wissen, das ist ein Mensch, der lügt, betrügt, der nicht in der Lage ist, eine Entscheidung zu fällen, der uns hinhält und ständig auf die Zukunft vertröstet - das kann ich nicht nachvollziehen.
Bin zwar - zusammen mit cp in diesem thread die Böse - aber was soll`s.
Dieses "große - Liebe" - Geschwafel über einen Menschen, der schwach ist, der entscheidungsunfähig ist und ewig darauf warten wird, dass ihm die Entscheidung von jemand anderen abgenommen wird, ist unerträglich.

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1. Oktober 2007 um 23:13

@apfel
Habe ja auch nie gesagt, dass alles wunderbar war.
Nur konnte ich vor 5 Jahren wissen, dass ich mich in einen Betrüger verliebe?
Bin immer jemand gewesen, der über Probleme reden will.
Wenn man aber nicht die Chance dazu kriegt?
Wenn man es versucht und es kommt keine Resonanz?
Und dann erfahren muss, dass man über Monate betrogen wurde?
Insofern wehre ich mich über pauschale Aussagen wie Gleichgültigkeit, Desinteresse usw. der Ehefrau.
Auch merci

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1. Oktober 2007 um 23:13

Doch du schnallst schon
dass er wenig zeit hat, leidest evlt. mit ihm weil er probleme zu haben scheint, willst ihm helfen und er will dich nicht damit belasten.

es gibt soviele möglichkeiten und so viele erklärungen. aber die nähe war in meiner beziehung immer vorhanden, sowohl emotional als auch körperlich. darin ist der betrüger nunmal perfekt, dich glauben zu lassen, dass du ihm wichtig bist und er dich liebt.

aber geh ruhig schlafen, morgen schau ich auch wieder rein *gutsnächtle*

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1. Oktober 2007 um 23:16
In Antwort auf dorit_12559330

Rike
Seufz...
Man kommt nicht dagegen an.
Ich weiss, ehrlich gesagt auch nicht, warum man als Ehefrau bzw. "offizielle" Partnerin als beziehungsunfähig eingestuft wird.
Aber ich denke, es ist für Geliebte einfacher, daran zu glauben...
Warum versteht keine der Geliebten, die hier schreiben, dass der Betrüger derjenige ist, der ALLE belügt?
Der all seine Energie in die "Zweitbeziehung" steckt anstatt ehrlich und fair zu sein?
Das er der EINZIGE ist, der sagen kann "Mir fehlt was, ich fühle mich von einer anderen angezogen" oder was weiss ich.
Warum wird er mit seinen Schwächen von der Geliebten in den Himmel gehoben?
Die große Liebe - mein Gott!
Frauen, die schon viele Jahre mit ihm verbracht haben und sich damals in ihn verliebt haben - ja, wir erinnern uns an damals und wissen, warum wir ihn lieben.
Aber von vorne herein zu wissen, das ist ein Mensch, der lügt, betrügt, der nicht in der Lage ist, eine Entscheidung zu fällen, der uns hinhält und ständig auf die Zukunft vertröstet - das kann ich nicht nachvollziehen.
Bin zwar - zusammen mit cp in diesem thread die Böse - aber was soll`s.
Dieses "große - Liebe" - Geschwafel über einen Menschen, der schwach ist, der entscheidungsunfähig ist und ewig darauf warten wird, dass ihm die Entscheidung von jemand anderen abgenommen wird, ist unerträglich.

Biene
nun mach dir nix draus. wenn du nicht die möglichkeit gehabt hättest hinter einer solchen fassade zu schauen, würdest du es auch nicht glauben können.

insofern sind wir eben reich an erfahrung

ich wünsch dir eine gute nacht

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1. Oktober 2007 um 23:19
In Antwort auf alya_12708452

Biene
nun mach dir nix draus. wenn du nicht die möglichkeit gehabt hättest hinter einer solchen fassade zu schauen, würdest du es auch nicht glauben können.

insofern sind wir eben reich an erfahrung

ich wünsch dir eine gute nacht

Wünsche
Dir auch eine gute Nacht!
Habe morgen Spätdienst und werde vormittags nochmal reinschauen...
Gruß,
die böse Biene

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2. Oktober 2007 um 9:29

Von einer betrogenen Ehefrau...
Wieso gleubst Du zu wissen, dass seine Ehefrau nichts merkt oder nichts weiss? -Weil ER es sagt???

Ich gehöre zu der Gattung betrogene Ehefrau. Ich habe es im übrigen sofort gemerkt, dass mein Mann mich betrügt. Ich habe ihn auch direkt darauf angesprochen - nur hat mein Mann es abgestritten (unnötig zuzufügen, dass ich NICHT daran glaube, dass mein Mann mit seiner Freunding über meine Verdachtsäusserung gesprochen hat)

Also habe ich etwas getan, was ich zuvor noch nie getan habe und auch nie tun wollte: Ich habe in sein Handy gesehen (Mein Mann ist auch sooooooo doof) und habe seine SMSen (Trophäen ) gelesen. Die waren eigentlich eindeutig. Danach gab es natürlich Mega-Stunk Zuhause. Mein Mann hat natürlich mal wieder alles abgestritten, er ist ja in Übung. Er hat mir irgendetwas von einer sehr guten Sportsfreundin erzählt, die ihim sehr wichtig ist.

Ich habe mir das wieder mal ein paar Wochen angesehen und wieder eine SMS gefunden, die noch eindeutiger war als alle anderen. Ich habe ihn um Trennung gebeten - er will das ums verrecken nicht!

die letzten Monate hat er sich in unserer Ehe sehr positiv verändert: Er kommt viel früher nach Hause, wir reden sehr viel miteinander, wenn er nicht da ist telefonieren wir häufig am Tag! Er ist endlich ein guter Vater für unsere Tochter geworden (um die er sich eine Zeit viel zu wenig gekümmert hat) Er macht mir wirklich viele Komplimente und wir unternehmen viel zusammen - eigentlich ist alles perfekt!

trotzdem denke ich dass ich mich bald trennen werde! Denn auch die andere Frau ist noch da - nicht mehr in seinem Bett - aber er telefoniert auch täglich mit ihr und sieht sie beim Sport! und das tut weh! Aber es ist schwer einen Mann zu verlassen, mit dem man gerade wieder glücklich sein könnte (wenn da nicht...) (abgesehen davon, dass mein Mann auch immer wieder sagt, eine Trennung kommt für ihn überhaupt nicht in Frage, dazu liebt er mich/uns zu sehr)

So, und nun die Gretchenfrage:

Meinst Du seine Freundin weiss, dass er mir jedentag eine Liebeserklärung macht? Dass ER derjenige ist, der Urlaube für uns bucht, mir jeden Tag eine Rose hinter den Spiegel steckt? und dass ER derjenige ist, der die Trennung nicht will? (Kann man jetzt so fort führen)

Ist denn die Geliebte diejenige, die gar nicht sssssooooooo ein Interesse am Geliebten hat??

Alles Gute Dir
Trottelchen

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2. Oktober 2007 um 9:55

Guten Morgen Apfel,
sicher gibt es viele verschiedene Szenarien und man kann nie sagen, genau so läuft ein Betrug ab. Jeder Fall ist anders. Aber es gibt gewisse Grundmuster, und wenn man eine Weile in diesem Forum liest, dass entgegen der landläufigen Meinung eine Beziehung nicht zerrüttet oder besonders schlecht laufend sein muss, damit einer der Partner eine Affäre beginnt.

Mir ist schon klar, dass das Außenstehenden schwer zu vermitteln ist.

Und natürlich ist es für jeden Betrogenen auch ein ganz sensibles Thema, ständig mit dem latenten Vorwurf konfrontiert zu sein, du hast dich nicht genug gekümmert, warst nicht interessiert genug, hast die Augen zugemacht,usw...
ICh gebe zu, ich ärgere mich mittlerweile auch sehr darüber, weil dahinter stets die unausgesprochene Auffassung steckt, dass es Sache der Frau ist, die Beziehung zu erhalten.

Eine Frau wurde betrogen? Was kriegt man zu hören: Vielleicht hat sie sich nicht mehr gepflegt, nicht hübsch gemacht, war ihm sexuell nicht immer zu Diensten, hat ihn nicht genug umsorgt, hat ihm nicht genug zugehört, ist vielleicht dick geworden, hat zuviel Zeit für Kinder und Haushalt verwendet, hat ihm keine Anerkennung gegeben und und und...

Und solange so viele Frauen selbst der Auffassung sind, dass sie einfach nur möglichst viel tun müssen und möglichst gut genug sein müssen, um einen Mann zu "halten", solange werden Männer keine Verantwortung in der Beziehung übernehmen, weil es von ihnen ja nicht gefordert wird und weil an jeder Ecke ja schon die nächste steht, die ihm suggeriert - ich bin besser, ich tue mehr für mich, ich gebe dir mehr usw.

Ich gebe auch gern zu, dass ich selbst in diesem Grundmuster verfangen war.
Denn wie habe ich reagiert, als ich merkte, dass er immer motziger und abwesender wurde? Ich habe versucht, ihm alles noch mehr recht zu machen. Habe versucht, mehr Zeit für uns zu schaffen, ihm wieder näher zu kommen.
Und, was ist dann passiert? Auch ein Grundmuster in solchen Fällen: ich konnte ihm nichts recht machen.

Habe eine Putzfrau engagiert, weil es ihn genervt hat, dass der Haushalt wegen der Kinder vernachlässigt wurde. Fand er nicht gut, weil es für ihn unmoralisch ist, eine Putzfrau zu haben.
Er hat stets geklagt, dass die Kinder seine Zeit wegfressen und ich für ihn nicht da bin. Habe meine Mutter zum Kinderhüten einbestellt. Da hat er gemeckert, weil ihn meine Mutter gestört hat.
Habe die Kinder frühzeitig in der Kita angemeldet. Fand er schlecht, weil ich eine Rabenmutter bin.
Habe einen Babysitter engagiert, damit wir abends gemeinsam weg können. Da hing er leblos auf seinem Stuhl rum, hat kaum den Mund aufgekriegt, auf Nachfrage hieß es dann, er sei müde, alles sei so anstrengend und er könne nicht auf einmal den Hebel umlegen und spritzig sein.
Das Freibad macht auf, ich regte einen Besuch an, fand er unpassend, weil das Wetter nicht gut genug sei (strahlender Sonnenschein). Ließ sich dann überreden, packte aber seine Badesachen gar nicht erst ein, hing dann schlecht gelaunt rum und meckerte ständig nur, dass man in diesem Becken eh nicht schwimmen könne (früher ist er da auch gern hingegangen).

Man rennt gegen Wände, Apfel. Man strampelt und versucht, und kommt nicht an den Mann ran.
Im nachhinein hat er mir erklärt, dass er immer, wenn ich was Nettes für ihn gemacht habe, so von seinem schlechten Gewissen aufgefressen war, dass er nur pampig und abweisend reagieren konnte. Dass er stets dafür sorgen musste, dass zwischen uns miese Stimmung war, damit er den Betrug vor sich rechtfertigen konnte.



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2. Oktober 2007 um 9:56

Keinen fehler?
im nachhinein - bestimmt, denn da ist man immer schlauer, aber währenddessen - keine sichtbaren.

um in der jeweiligen rolle authentisch zu sein legte mein mann den schalter im kopf um und trat somit in sein "anderes" leben. er beschrieb es selbst so, dass er die tür zu machte und somit ein ganz anderer war. nur so hätte er jeweils der sein können, der in dem jeweiligen szenario "gewünscht" wurde. es gab keine familie mehr, schon gar kein schlechtes gewissen, keine freunde und ER schlüpfte in die rolle seines lebens. eine ambivalenz die er selbst so nicht kannte. wieder zu hause war es nicht anders. natürlich brauchte er in jener zeit immer mal wieder "kleine auszeiten" um sich du regenerieren, aber die konnte er immer gut begründen. das eigene unterbewusstsein registriert, arbeitet auf hochtouren und das puzzle wird teil für teil zusammengesetzt. gespräche und gezielte fragen lässt man/n ins leere laufen, oder fühlt sich zu unrecht "befragt".

um eine außenbeziehung lange geheim zu halten muss der betrüger mehr als gut im täuschen sein um sich schleichend immer mehr freiheiten zu verschaffen und das glaubhaft.

wenn sich die partnerschaft verändert denkt man nicht sofort an betrug und vieles was damit zu tun hat traut man dem partner einfach nicht zu, bis man eines besseren belehrt wird. dann ist natürlich alles logisch und erklärbar und man fragt sich wie man so lange so blöde sein konnte.

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2. Oktober 2007 um 10:14
In Antwort auf delice_12483977

Von einer betrogenen Ehefrau...
Wieso gleubst Du zu wissen, dass seine Ehefrau nichts merkt oder nichts weiss? -Weil ER es sagt???

Ich gehöre zu der Gattung betrogene Ehefrau. Ich habe es im übrigen sofort gemerkt, dass mein Mann mich betrügt. Ich habe ihn auch direkt darauf angesprochen - nur hat mein Mann es abgestritten (unnötig zuzufügen, dass ich NICHT daran glaube, dass mein Mann mit seiner Freunding über meine Verdachtsäusserung gesprochen hat)

Also habe ich etwas getan, was ich zuvor noch nie getan habe und auch nie tun wollte: Ich habe in sein Handy gesehen (Mein Mann ist auch sooooooo doof) und habe seine SMSen (Trophäen ) gelesen. Die waren eigentlich eindeutig. Danach gab es natürlich Mega-Stunk Zuhause. Mein Mann hat natürlich mal wieder alles abgestritten, er ist ja in Übung. Er hat mir irgendetwas von einer sehr guten Sportsfreundin erzählt, die ihim sehr wichtig ist.

Ich habe mir das wieder mal ein paar Wochen angesehen und wieder eine SMS gefunden, die noch eindeutiger war als alle anderen. Ich habe ihn um Trennung gebeten - er will das ums verrecken nicht!

die letzten Monate hat er sich in unserer Ehe sehr positiv verändert: Er kommt viel früher nach Hause, wir reden sehr viel miteinander, wenn er nicht da ist telefonieren wir häufig am Tag! Er ist endlich ein guter Vater für unsere Tochter geworden (um die er sich eine Zeit viel zu wenig gekümmert hat) Er macht mir wirklich viele Komplimente und wir unternehmen viel zusammen - eigentlich ist alles perfekt!

trotzdem denke ich dass ich mich bald trennen werde! Denn auch die andere Frau ist noch da - nicht mehr in seinem Bett - aber er telefoniert auch täglich mit ihr und sieht sie beim Sport! und das tut weh! Aber es ist schwer einen Mann zu verlassen, mit dem man gerade wieder glücklich sein könnte (wenn da nicht...) (abgesehen davon, dass mein Mann auch immer wieder sagt, eine Trennung kommt für ihn überhaupt nicht in Frage, dazu liebt er mich/uns zu sehr)

So, und nun die Gretchenfrage:

Meinst Du seine Freundin weiss, dass er mir jedentag eine Liebeserklärung macht? Dass ER derjenige ist, der Urlaube für uns bucht, mir jeden Tag eine Rose hinter den Spiegel steckt? und dass ER derjenige ist, der die Trennung nicht will? (Kann man jetzt so fort führen)

Ist denn die Geliebte diejenige, die gar nicht sssssooooooo ein Interesse am Geliebten hat??

Alles Gute Dir
Trottelchen

@trottelchen
Hmm, vielleicht ibn ich da eine Ausnahme, aber mein damaliger Betrüger hat mir immer ehrlich gesagt, das er seiner Frau Komplimente machte, sich sehr angestrengt hat um es so aussehen zu lassen, als wenn von seiner Seite aus wieder alles in Ordnung wäre. Ist, wie deiner, früh nach Hause gefahren...aber es gab Mittagspausen und sehr ruhige Stellen im Fitnesscenter, die man nutzen konnte. Um "das" durchzuführen, findet sich immer eine Gelegenheit. Du solltest daher nicht so sicher sein, das die beiden nicht doch noch Sex haben.

Aber ich glaube auch, das viele Betrüger das ihrer Geliebten nicht erzählen, schon aus Angst, sie könnte gehen. Ist ja auch gemütlich: daheim die Frau, die seine Socken und Buxen wäscht, ein paar Komplimente etc und schon ist sie schön brav "still" (und er sich "sicher") und auf der anderen Seite die Freundin, mit der er nur die schönen Sachen teilt und hin und wieder mal ein Problemchen. Aber ehrlich, normalerweise werden diese Problemchen doch lieber daheim abgeladen.
Und da genau liegt das Problem: ist eine Affaire doch wunderschön und einfach, kann der Schuß hinterher nach hinten losgehen, wenn der Alltag kommt. Und vor dem haben viele Männer Angst und trennen sich lieber nicht von dem, was sie haben. Wer weiß, was kommt, wenn man mit der Freundin jeden Tag teilt, wenn sie erst mal ein paar mal die Wäsche von ihm gewaschen hat. Schwupps ist der Alltag wieder da. Und damit die Frage, "überleben" sie den Alltag zusammen.
Da ist es doch einfacher, bei der Ehefrau zu bleiben. Da weiß Mann, was er hat, muß nicht soviel kämpfen, weiß, wie die Ehefrau tickt, welche Strippe man ziehen muß, welches Kompliment Mann bringen muß, welche Kleinigkeiten für sie wichtig sind. Männer sind und bleiben Gewohnheitsmenschen.

Jen

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2. Oktober 2007 um 10:29
In Antwort auf alenka_12291850

@trottelchen
Hmm, vielleicht ibn ich da eine Ausnahme, aber mein damaliger Betrüger hat mir immer ehrlich gesagt, das er seiner Frau Komplimente machte, sich sehr angestrengt hat um es so aussehen zu lassen, als wenn von seiner Seite aus wieder alles in Ordnung wäre. Ist, wie deiner, früh nach Hause gefahren...aber es gab Mittagspausen und sehr ruhige Stellen im Fitnesscenter, die man nutzen konnte. Um "das" durchzuführen, findet sich immer eine Gelegenheit. Du solltest daher nicht so sicher sein, das die beiden nicht doch noch Sex haben.

Aber ich glaube auch, das viele Betrüger das ihrer Geliebten nicht erzählen, schon aus Angst, sie könnte gehen. Ist ja auch gemütlich: daheim die Frau, die seine Socken und Buxen wäscht, ein paar Komplimente etc und schon ist sie schön brav "still" (und er sich "sicher") und auf der anderen Seite die Freundin, mit der er nur die schönen Sachen teilt und hin und wieder mal ein Problemchen. Aber ehrlich, normalerweise werden diese Problemchen doch lieber daheim abgeladen.
Und da genau liegt das Problem: ist eine Affaire doch wunderschön und einfach, kann der Schuß hinterher nach hinten losgehen, wenn der Alltag kommt. Und vor dem haben viele Männer Angst und trennen sich lieber nicht von dem, was sie haben. Wer weiß, was kommt, wenn man mit der Freundin jeden Tag teilt, wenn sie erst mal ein paar mal die Wäsche von ihm gewaschen hat. Schwupps ist der Alltag wieder da. Und damit die Frage, "überleben" sie den Alltag zusammen.
Da ist es doch einfacher, bei der Ehefrau zu bleiben. Da weiß Mann, was er hat, muß nicht soviel kämpfen, weiß, wie die Ehefrau tickt, welche Strippe man ziehen muß, welches Kompliment Mann bringen muß, welche Kleinigkeiten für sie wichtig sind. Männer sind und bleiben Gewohnheitsmenschen.

Jen

@jensyme
vielen Dank für deinen Beitrag.

Bin immer wieder ganz angetan davon, dass du zwar selbst Geliebte warst, aber diese Situation dennoch versuchst, kritisch und mit Abstand einzuschätzen, dass du nicht wie so viele andere versuchst, den Betrug als unvermeidlich zu erklären und den Betrüger als Unschuldslamm in den Himmel hebst und die Ehefrau zum Feindbild erklärst.

Ich denke auch, dass es für die neue Beziehung wahrscheinlich viel bereichender ist, sich die damaligen Defizite im Umgang mit Konflikten einzugestehen, auch zu gucken, wo die eigene Verantwortung lag und zu versuchen, daraus auch etwas zu lernen, um es in Zukunft anders machen zu können.

Ich wünsche dir ganz viel Glück mit eurem Baby!

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2. Oktober 2007 um 10:33

Morgen!
Hallo Apfel,
ich sag gar nicht, bei mir war es so und so, deswegen ist es bei allen so...
Aber ich denke, der Frauentyp, den Du beschreibst, ist wohl eher die Ausnahme.
Die berechnende Ehefrau, die allein aus materiellen Gründen mit dem Mann zusammen ist, ihn nicht liebt, ihn aber auch nicht freigeben will, um ihren Status nicht zu verlieren ?!?
Ich weiss nicht...
Ich kann da nur den heutigen Beitrag von sursu unterschreiben - das Verhalten ihres Mannes kenne ich nur allzu gut.
Man kann es ihm einfach nicht recht machen, auch wenn man sich bemüht - alles ist falsch, unpassend usw..
Auch Dinge, die früher süß, liebenswert und toll waren, sind auf einmal komisch und nerven ihn.
Ich denke auch, dass dieses Verhalten typisch für einen Betrüger ist, damit er sein schlechtes Gewissen wenigstens ein bißchen beruhigen kann...

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2. Oktober 2007 um 10:37

Du sprichst mir aus der Seele...
Ich würde gerne mal sagen, daß Geliebte grundsätzlich schlechte, rücksichtslose Frauen sind, die sich einfach nehmen, was sie wollen, stimmt einfach so nicht!!!

Sie machen sich sicher oft mehr Gedanken um die Ehefrauen, als manchmal deren Männer!!

Die Sehnsucht nach einem liebevollen Mann, der immer da ist, ist wohl bei allen Frauen vorhanden. Das will die Ehefrau genauso, wie die Geliebte!

Ich selber bin eine Ehefrau und Mutter eines dreijährigen Kindes. Meine Ehe ist soweit ganz glücklich. Wir verstehen uns gut, nur ist mein Mann leider seit langem impotent und auch Zärtlichkeiten finden nicht mehr statt.
Wir sind eher so ein gutes Alltagsteam.

Wir haben alle Behandlungen und Therapien durch und NATÜRLICH wollte ich meine Ehe nicht nur wegen fehlendem Sex aufgeben.

Aber ich bin 39 Jahre alt und die Vorstellung den Rest meines Lebens auf Sex zu verziechten war für mich einfach nicht vorstellbar !!

Also habe ich nach einer Affaire gesucht - allerdings mit dem Wissen und Einverständnis meines Mannes.

Denn Lügerei ist nichts für mich.

Dabei habe ich festgestellt, daß ich Sex und Liebe nicht trennen kann - wie wohl die meisten Frauen.

Also ist nichts gelaufen mit dem Mann....ABER wir haben uns verliebt !

Ja!Sch....so war das nicht geplant!! Ist aber trotzdem passiert!

Das Ganze geht jetzt seit mehreren Monaten. Es passt einfach alles. Hobbies, Einstelleungen, Freunde, der Sex, mein Kind liebt ihn heiss und innig und nun bekommt ER es nicht hin, sich von seiner Partnerin zu trennen.

So bin ich von der " normalen" Ehefrau plötzlich zur Geliebten geworden.

Ich würde meinen freund nie zur Trennung zwingen. Vielleicht könnte ich sogar ne zeitlang noch ganz gut so leben, aber was mir fehlt ist einfach, ihn mal spontan anrufen zu können, wenn die Kleine nen süßen Spruch gemacht hat oder ich Sehnsucht habe. Ein Wochenende mit ihm zu verbringen oder daß ab nachmittags und am Wochenende keine SMS mehr kommen.

Die Gründe dafür kenne und verstehe ich, trotzdem verletzen sie mich und ich kann nur sehr schwer damit leben!

Wem geht es genauso?





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2. Oktober 2007 um 10:48
In Antwort auf sursulapitschi

@jensyme
vielen Dank für deinen Beitrag.

Bin immer wieder ganz angetan davon, dass du zwar selbst Geliebte warst, aber diese Situation dennoch versuchst, kritisch und mit Abstand einzuschätzen, dass du nicht wie so viele andere versuchst, den Betrug als unvermeidlich zu erklären und den Betrüger als Unschuldslamm in den Himmel hebst und die Ehefrau zum Feindbild erklärst.

Ich denke auch, dass es für die neue Beziehung wahrscheinlich viel bereichender ist, sich die damaligen Defizite im Umgang mit Konflikten einzugestehen, auch zu gucken, wo die eigene Verantwortung lag und zu versuchen, daraus auch etwas zu lernen, um es in Zukunft anders machen zu können.

Ich wünsche dir ganz viel Glück mit eurem Baby!

@sursu
Ich versuche es kritisch zu sehen, weil es kritisch ist. Liebe ist sehr vielschichtig, und nur schwarz und weiß zu sehen wäre einfach falsch. Wenn man, wie ich, selbst dringesteckt hat - auch beide Seiten kennengelernt hat erst als betrogene Ehefrau dann als Geliebte - sieht man die vielen verschiedenen Schattierungen über die immer wieder diskutiert wird.

Ich finde einfach, das viele eine festgefahrene Meinung haben. Die Ehefrau schiebt die ganze Schuld der Geliebten zu, die Geliebte wiederum der Ehefrau; beide werden blind dargestellt, doch das sind sie gar nicht. Es sind Frauen wie du und ich. Frauen, bei denen man sich so eine Konstellation überhaupt nicht vorstellen kann. Frauen, die ihr Leben meistern, mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Es ist auch kein genetischer Defekt, es passiert einfach.

Natürlich ist es eine fruchtbare Situation, aber für alle beide. Oder alle drei, wenn wirkliche Liebe im Spiel ist (es sei denn, es geht dem Mann wirklich nur um die sexuelle Befriedigung). Alle drei befinden sich in einem Dilemma.
Und natürlich wäre es besser/schöner/intelligenter, der Betrüger würde erst die Ehe beenden und sich dann einer anderen zuwenden, doch so spielt das Leben nun mal nicht. Weswegen auch immer. Ich glaube einfach, das Menschen wirklich aus Gewohnheit reagieren und agieren. Erst einmal an dem einen festhalten und sich das andere sichern, als sich selbst ins kalte Wasser zu werfen und dann zu gucken, ob es funktioniert.

Ich spreche niemandem ab, das als falsch zu erachten, aber doch finde ich es...menschlich.

Jen

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2. Oktober 2007 um 10:58
In Antwort auf delice_12483977

Von einer betrogenen Ehefrau...
Wieso gleubst Du zu wissen, dass seine Ehefrau nichts merkt oder nichts weiss? -Weil ER es sagt???

Ich gehöre zu der Gattung betrogene Ehefrau. Ich habe es im übrigen sofort gemerkt, dass mein Mann mich betrügt. Ich habe ihn auch direkt darauf angesprochen - nur hat mein Mann es abgestritten (unnötig zuzufügen, dass ich NICHT daran glaube, dass mein Mann mit seiner Freunding über meine Verdachtsäusserung gesprochen hat)

Also habe ich etwas getan, was ich zuvor noch nie getan habe und auch nie tun wollte: Ich habe in sein Handy gesehen (Mein Mann ist auch sooooooo doof) und habe seine SMSen (Trophäen ) gelesen. Die waren eigentlich eindeutig. Danach gab es natürlich Mega-Stunk Zuhause. Mein Mann hat natürlich mal wieder alles abgestritten, er ist ja in Übung. Er hat mir irgendetwas von einer sehr guten Sportsfreundin erzählt, die ihim sehr wichtig ist.

Ich habe mir das wieder mal ein paar Wochen angesehen und wieder eine SMS gefunden, die noch eindeutiger war als alle anderen. Ich habe ihn um Trennung gebeten - er will das ums verrecken nicht!

die letzten Monate hat er sich in unserer Ehe sehr positiv verändert: Er kommt viel früher nach Hause, wir reden sehr viel miteinander, wenn er nicht da ist telefonieren wir häufig am Tag! Er ist endlich ein guter Vater für unsere Tochter geworden (um die er sich eine Zeit viel zu wenig gekümmert hat) Er macht mir wirklich viele Komplimente und wir unternehmen viel zusammen - eigentlich ist alles perfekt!

trotzdem denke ich dass ich mich bald trennen werde! Denn auch die andere Frau ist noch da - nicht mehr in seinem Bett - aber er telefoniert auch täglich mit ihr und sieht sie beim Sport! und das tut weh! Aber es ist schwer einen Mann zu verlassen, mit dem man gerade wieder glücklich sein könnte (wenn da nicht...) (abgesehen davon, dass mein Mann auch immer wieder sagt, eine Trennung kommt für ihn überhaupt nicht in Frage, dazu liebt er mich/uns zu sehr)

So, und nun die Gretchenfrage:

Meinst Du seine Freundin weiss, dass er mir jedentag eine Liebeserklärung macht? Dass ER derjenige ist, der Urlaube für uns bucht, mir jeden Tag eine Rose hinter den Spiegel steckt? und dass ER derjenige ist, der die Trennung nicht will? (Kann man jetzt so fort führen)

Ist denn die Geliebte diejenige, die gar nicht sssssooooooo ein Interesse am Geliebten hat??

Alles Gute Dir
Trottelchen

Von..
Kein sooooo grosses Interesse am Geliebten? Das kann ich so nicht bestätigen! Ich habe einiges hinterfragt,aber er hat immer nur das erzählt.was er erzählen wollte!Ich habe mir daraus ein Bild gemacht-und bin zu dem Schluss gekommen,das seine Ehe soo grottenschlecht nicht sein konnte.Er hat ja auch nie schlecht über die Ehefrau geredet.Man hat da oft sogar einen gewissen Respekt rausgehört-TROTZDEM HAT ER SIE 8JAHRE BETROGEN!!!! Wie passt sowas zusammen???
Ich schätze auch,das er zuhause alles getan hat,damit sie zufrieden ist.Das einzige,was ich mit Sicherheit weiss,ist ,das es im Bett nicht geklappt hat.Was aber an ihm lag,nicht an ihr!!!Geliebt habe ich ihn trotzdem .Vielleicht ist er deswegen immer wieder zu mir gekommen?Obwohl,in einer guten Partnerschaft kann man auch über solche Sachen wie Impotenz reden.Oder sehe ich das falsch?Mit mir,hat er ganz offen geredet,nicht mit seiner Frau.

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2. Oktober 2007 um 11:10
In Antwort auf alenka_12291850

@sursu
Ich versuche es kritisch zu sehen, weil es kritisch ist. Liebe ist sehr vielschichtig, und nur schwarz und weiß zu sehen wäre einfach falsch. Wenn man, wie ich, selbst dringesteckt hat - auch beide Seiten kennengelernt hat erst als betrogene Ehefrau dann als Geliebte - sieht man die vielen verschiedenen Schattierungen über die immer wieder diskutiert wird.

Ich finde einfach, das viele eine festgefahrene Meinung haben. Die Ehefrau schiebt die ganze Schuld der Geliebten zu, die Geliebte wiederum der Ehefrau; beide werden blind dargestellt, doch das sind sie gar nicht. Es sind Frauen wie du und ich. Frauen, bei denen man sich so eine Konstellation überhaupt nicht vorstellen kann. Frauen, die ihr Leben meistern, mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Es ist auch kein genetischer Defekt, es passiert einfach.

Natürlich ist es eine fruchtbare Situation, aber für alle beide. Oder alle drei, wenn wirkliche Liebe im Spiel ist (es sei denn, es geht dem Mann wirklich nur um die sexuelle Befriedigung). Alle drei befinden sich in einem Dilemma.
Und natürlich wäre es besser/schöner/intelligenter, der Betrüger würde erst die Ehe beenden und sich dann einer anderen zuwenden, doch so spielt das Leben nun mal nicht. Weswegen auch immer. Ich glaube einfach, das Menschen wirklich aus Gewohnheit reagieren und agieren. Erst einmal an dem einen festhalten und sich das andere sichern, als sich selbst ins kalte Wasser zu werfen und dann zu gucken, ob es funktioniert.

Ich spreche niemandem ab, das als falsch zu erachten, aber doch finde ich es...menschlich.

Jen

Klar ist es menschlich...
erst mal festzuhalten und zu gucken, was sich ergibt.
Trotzdem ist es dem anderen gegenüber extrem unfair.

Und witzigerweise wird der Vorwurf des Besitzanspruchsdenkens stets der Ehefrau gemacht. Nicht dem Mann, der krampfhaft festhält. Der ihr überhaupt nicht die Gelegenheit gibt, zu entscheiden, weil er so Angst hat, am Ende vielleicht alleine dazustehen. Nein, es ist immer die Ehefrau, die den armen Mann nicht freigibt.
Das finde ich wirklich unglaublich.

Und im übrigen gibt es Menschen, die jemand anderen kennenlernen, sich verlieben, und dies dem Partner mitteilen, bevor sie überhaupt wissen, wie es weitergehen wird.
Einem Freund von mir ist es so ergangen. Nach 12 Jahren Beziehung hat er eine andere Frau kennengelernt. Und bevor er mit ihr eine Beziehung eingegangen ist oder ihr eine Zukunft versprochen hat, hat er seine Freundin darüber informiert. Die beiden haben dann noch monatelang miteinander gerungen, haben viel Gespräche geführt, sind gemeinsam in den Urlaub gefahren, sie haben sich wirklich beide sehr gequält. Alles stand auf dem Prüfstand. Mit der anderen Frau war in der gesamten Zeit kein Kontakt von seiner Seite aus. Dennoch hat er sich nach fünf Monaten zur Trennung von seiner Freundin entschieden. Weil er keine Zukunft mehr mit ihr gesehen hat. Weil die Gefühle für die andere zu stark waren.
Er hat den Konflikt da ausdiskutiert, wo er hingehört. Hat zuerst das eine beendet. Natürlich gehört dazu viel Charakterstärke, die meisten können das nicht. Und für seine langjährige Freundin war es auch ganz schrecklich, sie hat furchtbar gelitten, unbestreitbar.

Aber es war ein transparenter Prozess, er hat sie an seiner Entscheidungsfindung teilhaben lassen, und so kann man es eben auch machen. Es ist nicht vorprogrammiert, dass man den anderen so lange belügen muss, bis man selbst weiß, was man will.
Es wird oft so dargestellt, als ob es keine andere Möglichkeit geben würde, aber das stimmt einfach nicht. Jeder hat die Wahl und jeder trägt die Verantwortung für sein eigenes Handeln.

Vielleicht spielte bei meinem Freund auch eine Rolle, dass er selbst als Kind miterlebt hat, wie sein Vater seine Mutter betrogen hat. Hat ihn beim heimlichen Telefonieren mit einer anderen Frau überrascht. Hat ihn in einem Restaurant mit einer anderen gesehen. Das hat ihn als Kind furchtbar belastet, dieses Wissen, er hat tagtäglich mit erlebt, wie sein Vater seiner Mutter etwas vorspielt und er selbst konnte nichts tun, weil er Angst hatte, die Ehe von seinen Eltern zu zerstören. Er wusste stets, dass er auf einer Bombe sitzt.
Er meint, das hat ihn so sehr geprägt, diese Atmosphäre des Lügens, dass er das auf keinen Fall wiederholen wollte.

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2. Oktober 2007 um 11:29
In Antwort auf alenka_12291850

@sursu
Ich versuche es kritisch zu sehen, weil es kritisch ist. Liebe ist sehr vielschichtig, und nur schwarz und weiß zu sehen wäre einfach falsch. Wenn man, wie ich, selbst dringesteckt hat - auch beide Seiten kennengelernt hat erst als betrogene Ehefrau dann als Geliebte - sieht man die vielen verschiedenen Schattierungen über die immer wieder diskutiert wird.

Ich finde einfach, das viele eine festgefahrene Meinung haben. Die Ehefrau schiebt die ganze Schuld der Geliebten zu, die Geliebte wiederum der Ehefrau; beide werden blind dargestellt, doch das sind sie gar nicht. Es sind Frauen wie du und ich. Frauen, bei denen man sich so eine Konstellation überhaupt nicht vorstellen kann. Frauen, die ihr Leben meistern, mit beiden Beinen fest im Leben stehen. Es ist auch kein genetischer Defekt, es passiert einfach.

Natürlich ist es eine fruchtbare Situation, aber für alle beide. Oder alle drei, wenn wirkliche Liebe im Spiel ist (es sei denn, es geht dem Mann wirklich nur um die sexuelle Befriedigung). Alle drei befinden sich in einem Dilemma.
Und natürlich wäre es besser/schöner/intelligenter, der Betrüger würde erst die Ehe beenden und sich dann einer anderen zuwenden, doch so spielt das Leben nun mal nicht. Weswegen auch immer. Ich glaube einfach, das Menschen wirklich aus Gewohnheit reagieren und agieren. Erst einmal an dem einen festhalten und sich das andere sichern, als sich selbst ins kalte Wasser zu werfen und dann zu gucken, ob es funktioniert.

Ich spreche niemandem ab, das als falsch zu erachten, aber doch finde ich es...menschlich.

Jen

Liebe Jensyme
ich gebe Dir Recht und natürlich kann ich nicht 100 % beschwören, dass mein Mann und seine Freundin nicht irgendwo ein ruhige Plätzchen im Fitnessstudio finden...

Ich gehe einfach nur davon aus, weil sich zwischen meinem Mann und mir im Gegensatz zu der Zeit vor einigen Wochen vieles geändert hat u.a. dass wir wieder täglich miteinander (sehr schönen) Sex haben! (Im Vertrauen: Mein Mann hat schon in sehr frühen Jahren darunter gelitten, dass er nur einmal am Tag einen hoch kriegt )

Ich verurteile auch die Geliebte meines Mannes nicht! Sie ist definitiv nicht Schuld an unseren Problemen! Ich verurteile nur Einstellungen wie oben beschrieben!! Denn ich habe meinen Mann geheiratet und habe wirklich sehr schwierige Zeiten mit ihm durchgemacht und natürlich auch sehr schöne Zeiten. Ich billige mir Sogar zu, ein kleines bisschen daran mitgewirkt zu haben, dass er so ist wie er jetzt ist. Natürlich habe ich ein Interesse an meinem Mann; aber ich kann ja nicht mein komplettes Leben nur damit verbringen zu versuchen in ihm zu lesen... Wenn ich das täte wäre ich arbeitslos und einsam!!

Ich habe aber auch kein Mitleidmit einer Geliebten!!! Denn eine Geliebte weiss im Zweifel, worauf sie sich einlässt!! Es gibt eben in einem Dreieck meißtens Spielregeln in denen die Ehefrau geschont wird (die macht ja auch so Einiges mit... Schließlich sorgt sie zB. dafür, dass Euch KEINES seiner Kinder stört, oder dass seine Unterhose aus der der Ehemann geschält wird sorgsam gewaschen ist und gut duftet )

Die Geliebte - so wichtig wie sie sich jetzt vielleicht auch fühlen mag - ist (häufig) einfach nur ein Mittel zum Zweck um das Selbsbewusstsein aufzubauen und tote Schmetterlinge wiederzubeleben und sie würde sich umgucken, wenn Sie eines Tages merkt, dass auch der ach so begehrte Mann nur mit Wasser kocht und er gar nicht so einfach ist!

Mein Mann und ich kennen uns auch schon sehr lange - lange bevor wir ein Paar wurden - und ich weiss, dass er eigentlich jede seiner vorherigen Freundinen betrogen hat! Klar denkt man "bei mir wird hoffentlich alles anders" aber irgendwie bewahrheitet sich leider die These "Ein Betrüger betrügt (meißtens) doch immer wieder"! Mein Mann braucht einfach sehr viel Selbstbestätigung, Kompliemente usw. denn mit seinem Selbsbewusstsein ist es nicht weit her!

Ich möchte nichts pauschalisieren - was ich schreibe habe in der letzten Zeit einfach so mitbekommen... Ich habe allerdings auch eine Freundin, bei der sich der Freund für Sie von seiner Frau getrennt hat! DAS Allerdings auch schon zwei Monate nachdem er sie kennengelernt hat, denn seine Ehe war definitiv nicht mehr zu retten.

Liebe Grüße
Trottelchen

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2. Oktober 2007 um 11:36
In Antwort auf sursulapitschi

Klar ist es menschlich...
erst mal festzuhalten und zu gucken, was sich ergibt.
Trotzdem ist es dem anderen gegenüber extrem unfair.

Und witzigerweise wird der Vorwurf des Besitzanspruchsdenkens stets der Ehefrau gemacht. Nicht dem Mann, der krampfhaft festhält. Der ihr überhaupt nicht die Gelegenheit gibt, zu entscheiden, weil er so Angst hat, am Ende vielleicht alleine dazustehen. Nein, es ist immer die Ehefrau, die den armen Mann nicht freigibt.
Das finde ich wirklich unglaublich.

Und im übrigen gibt es Menschen, die jemand anderen kennenlernen, sich verlieben, und dies dem Partner mitteilen, bevor sie überhaupt wissen, wie es weitergehen wird.
Einem Freund von mir ist es so ergangen. Nach 12 Jahren Beziehung hat er eine andere Frau kennengelernt. Und bevor er mit ihr eine Beziehung eingegangen ist oder ihr eine Zukunft versprochen hat, hat er seine Freundin darüber informiert. Die beiden haben dann noch monatelang miteinander gerungen, haben viel Gespräche geführt, sind gemeinsam in den Urlaub gefahren, sie haben sich wirklich beide sehr gequält. Alles stand auf dem Prüfstand. Mit der anderen Frau war in der gesamten Zeit kein Kontakt von seiner Seite aus. Dennoch hat er sich nach fünf Monaten zur Trennung von seiner Freundin entschieden. Weil er keine Zukunft mehr mit ihr gesehen hat. Weil die Gefühle für die andere zu stark waren.
Er hat den Konflikt da ausdiskutiert, wo er hingehört. Hat zuerst das eine beendet. Natürlich gehört dazu viel Charakterstärke, die meisten können das nicht. Und für seine langjährige Freundin war es auch ganz schrecklich, sie hat furchtbar gelitten, unbestreitbar.

Aber es war ein transparenter Prozess, er hat sie an seiner Entscheidungsfindung teilhaben lassen, und so kann man es eben auch machen. Es ist nicht vorprogrammiert, dass man den anderen so lange belügen muss, bis man selbst weiß, was man will.
Es wird oft so dargestellt, als ob es keine andere Möglichkeit geben würde, aber das stimmt einfach nicht. Jeder hat die Wahl und jeder trägt die Verantwortung für sein eigenes Handeln.

Vielleicht spielte bei meinem Freund auch eine Rolle, dass er selbst als Kind miterlebt hat, wie sein Vater seine Mutter betrogen hat. Hat ihn beim heimlichen Telefonieren mit einer anderen Frau überrascht. Hat ihn in einem Restaurant mit einer anderen gesehen. Das hat ihn als Kind furchtbar belastet, dieses Wissen, er hat tagtäglich mit erlebt, wie sein Vater seiner Mutter etwas vorspielt und er selbst konnte nichts tun, weil er Angst hatte, die Ehe von seinen Eltern zu zerstören. Er wusste stets, dass er auf einer Bombe sitzt.
Er meint, das hat ihn so sehr geprägt, diese Atmosphäre des Lügens, dass er das auf keinen Fall wiederholen wollte.

Danke!
Du sprichst mir aus der Seele!! Denn dass ist das Einzige wass ich z.B. meinem Mann wirklich vorwerfe und was das Ganze auch so schrecklich, und letztendlich auch zum "Betrug" macht!

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2. Oktober 2007 um 15:08

Hallo
hallo,

ich bin mit meinem mann seit 15 jahren zusammenn und seit 12 jahren verheiratet. Glücklich. ja ja ja hört sich komplett dumm an wenn du weiterliest.

vor 5 wochen bekam die geliebte meines mannes ein kind von ihm. das war der tag an dem ich von seiner affaire, die fast zwei jahre dauerte erfahren hab. tja, wie ich mich gefühlt hab und immer noch fühle kannst du dir wahrscheinlich vorstellen. ich geb ich gerne zu, daß ich es beschissen finde sich einen verheirateten mann zu angeln. nicht erst seit ich verheiratet bin sondern so denke ich schon immer.

so, bevor ich mich jetzt verzettle will ich dir nur sagen, daß ich NICHTS gemerkt habe. es gab abende an denen er später heim kam, allerdings vielleicht nur drei oder vier in der ganzen zeit. Er war immer zärtlich und liebevoll, wir redeten immer über alles (na ja ... fast alles), hatten sex, unternahmen viel, lachten und und und. ich war die ganze zeit nie unglücklich in dieser zeit.

nachdem mein mann mir alles gestanden hatte (blieb ihm ja fast nichts anders übrig was?) meinte er, die "andere" hätte ihn immer damit erpresst, mit alles zu erzählen. Ich hab ihm natürlich kein wort geglaubt. Bei einem telefonat mit ihr (frag nicht wie schwer das war) stellte ich dann aber fest, daß er ihr immer gesagt hatte, daß er mich nicht verlassen würde. ihre gefühle waren anscheinend so stark und irgendwie war sie so davon überzeugt, daß sie für ihn mehr war als eine affaire, daß sie sich auch vieles einredete. wer weiß vielleicht hätte das ganze noch lange gedauert, wenn sie nicht (absichtlich) schwanger geworden wäre.

Wahrscheinlich frägst du dich jetzt wie es meinem mann und mir geht und dazu kann ich dir nur sagen, es ist schwer. sehr schwer, aber trotz alledem lieben wir uns und wahrscheinlich halten mich jetzt alle die das hier lesen für komplett verrückt, aber wir sind glücklich. unsere bindung ist noch viel stärker und uns ist noch bewußter geworden wieviel uns verbindet und wie sehr wir uns brauchen.

tja, ich hab keine ahnung ob dir das weiterhilft, aber ich denke wenn ein mann seine frau betrügt, heißt daß nicht automatisch, daß er zu seiner Geliebten ehrlich ist.

machs gut und vielleicht läuft dir ja ein super singlemann über den weg!

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2. Oktober 2007 um 15:27
In Antwort auf kaja45

Hallo
hallo,

ich bin mit meinem mann seit 15 jahren zusammenn und seit 12 jahren verheiratet. Glücklich. ja ja ja hört sich komplett dumm an wenn du weiterliest.

vor 5 wochen bekam die geliebte meines mannes ein kind von ihm. das war der tag an dem ich von seiner affaire, die fast zwei jahre dauerte erfahren hab. tja, wie ich mich gefühlt hab und immer noch fühle kannst du dir wahrscheinlich vorstellen. ich geb ich gerne zu, daß ich es beschissen finde sich einen verheirateten mann zu angeln. nicht erst seit ich verheiratet bin sondern so denke ich schon immer.

so, bevor ich mich jetzt verzettle will ich dir nur sagen, daß ich NICHTS gemerkt habe. es gab abende an denen er später heim kam, allerdings vielleicht nur drei oder vier in der ganzen zeit. Er war immer zärtlich und liebevoll, wir redeten immer über alles (na ja ... fast alles), hatten sex, unternahmen viel, lachten und und und. ich war die ganze zeit nie unglücklich in dieser zeit.

nachdem mein mann mir alles gestanden hatte (blieb ihm ja fast nichts anders übrig was?) meinte er, die "andere" hätte ihn immer damit erpresst, mit alles zu erzählen. Ich hab ihm natürlich kein wort geglaubt. Bei einem telefonat mit ihr (frag nicht wie schwer das war) stellte ich dann aber fest, daß er ihr immer gesagt hatte, daß er mich nicht verlassen würde. ihre gefühle waren anscheinend so stark und irgendwie war sie so davon überzeugt, daß sie für ihn mehr war als eine affaire, daß sie sich auch vieles einredete. wer weiß vielleicht hätte das ganze noch lange gedauert, wenn sie nicht (absichtlich) schwanger geworden wäre.

Wahrscheinlich frägst du dich jetzt wie es meinem mann und mir geht und dazu kann ich dir nur sagen, es ist schwer. sehr schwer, aber trotz alledem lieben wir uns und wahrscheinlich halten mich jetzt alle die das hier lesen für komplett verrückt, aber wir sind glücklich. unsere bindung ist noch viel stärker und uns ist noch bewußter geworden wieviel uns verbindet und wie sehr wir uns brauchen.

tja, ich hab keine ahnung ob dir das weiterhilft, aber ich denke wenn ein mann seine frau betrügt, heißt daß nicht automatisch, daß er zu seiner Geliebten ehrlich ist.

machs gut und vielleicht läuft dir ja ein super singlemann über den weg!

Erst einmal...
...alle Achtung, das du weiterhin mit ihm zusammen sein kannst. Das könnte nicht jeder, und dazu zähle ich auch mich. Das wird vielleicht schwer zu verstehen sein, da ich selbst Geliebte war, doch so ist es. Ich könnte und würde einen Betrug selbst nicht verzeihen. Paradox, nicht wahr?
Doch deshalb halte ich dich nicht für verrückt.

Ob sie absichtlich schwanger geworden ist, wirklich sagen kann dir das keiner. Aber eigentlich glaube ich das nicht. So, wie du dich sicher mit ihm gefühlt hast, wird sie es auch gefühlt haben. Er hat dir Sicherheit gegeben, keinen Grund an ihm zu zweifeln. Und du siehst, was dir das gebracht hat. Nämlich nichts. Und aus Erfahrungen kann ich dir sagen, das 99% der Betrüger immer gesagt haben, das sie ihre Ehfrauen nicht verlassen würden, es aber dann doch getan haben. Meiner war auch einer dieser Spezie (aber ich bin jetzt erst schwanger geworden, lange, nachdem wir schon ganz offiziell zusammen waren). Soviel dazu.

Nur zweifel ich an der Liebe deines Mannes. Er hat dir erst davon erzählt, als das Kind geboren wurde?? Und was hat er die 10 Monate vorher gemacht? Na, sie wird nicht gestern schwanger geworden sein und hat schon morgen geworfen. 'Tschuldigung für den Ausdruck geworfen, aber ich als selbst-schwangere habe das Gefühl, ich bekomme einen Elefanten - das passt der Ausdruck geworfen schon wirklich sehr gut...und ich habe noch Wochen vor mir...aber lassen wir das, das ist nicht das Thema.

Fakt ist, er hat es dir wohl oder übel sagen müssen. Was, wenn sie nicht schwanger geworden wäre; wie lange wäre es weiter gegangen. Er hat dir 10 Monate lang sein Kind verschwiegen. Hat ihn jemand vertraglich zur Schweigepflicht gezwungen? Das kann ich mir nicht vorstellen. 10 Monate, in denen er dir nichts gesagt, aber auf heile Welt gemacht hat. Für mich, unverständlich.

Es ist vollkommen in Ordnung, wenn man zusammenbleibt. Es ist auch nicht die Frage, ob du ihm wieder vertrauen kannst - Vertrauen muß man sich erarbeiten, daher ist das eh eine Frage, die nur die Zeit beantworten kann. Doch er hat dich getäuscht - monatelang - und es ist die Frage, ob er sich so schnell von heute auf morgen in der Hinsicht wirklich geändert hat.

Ich wünsche euch trotzdem viel Glück. Aber vergesst nicht, das auch dieses kleine Baby, das unschuldig ist, ein Recht auf seinen Vater hat. Und auf dich als gute Stiefmutter sicherlich auch. Das Kind kann nichts dafür, haltet euch das bitte immer vor Augen. Denn nichts ist verwerflicher, als ein Kind für einen Fehler leiden zu lassen. Das ist noch viel schlimmer, als ein Betrug an sich!

Jen




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2. Oktober 2007 um 16:06
In Antwort auf sursulapitschi

Klar ist es menschlich...
erst mal festzuhalten und zu gucken, was sich ergibt.
Trotzdem ist es dem anderen gegenüber extrem unfair.

Und witzigerweise wird der Vorwurf des Besitzanspruchsdenkens stets der Ehefrau gemacht. Nicht dem Mann, der krampfhaft festhält. Der ihr überhaupt nicht die Gelegenheit gibt, zu entscheiden, weil er so Angst hat, am Ende vielleicht alleine dazustehen. Nein, es ist immer die Ehefrau, die den armen Mann nicht freigibt.
Das finde ich wirklich unglaublich.

Und im übrigen gibt es Menschen, die jemand anderen kennenlernen, sich verlieben, und dies dem Partner mitteilen, bevor sie überhaupt wissen, wie es weitergehen wird.
Einem Freund von mir ist es so ergangen. Nach 12 Jahren Beziehung hat er eine andere Frau kennengelernt. Und bevor er mit ihr eine Beziehung eingegangen ist oder ihr eine Zukunft versprochen hat, hat er seine Freundin darüber informiert. Die beiden haben dann noch monatelang miteinander gerungen, haben viel Gespräche geführt, sind gemeinsam in den Urlaub gefahren, sie haben sich wirklich beide sehr gequält. Alles stand auf dem Prüfstand. Mit der anderen Frau war in der gesamten Zeit kein Kontakt von seiner Seite aus. Dennoch hat er sich nach fünf Monaten zur Trennung von seiner Freundin entschieden. Weil er keine Zukunft mehr mit ihr gesehen hat. Weil die Gefühle für die andere zu stark waren.
Er hat den Konflikt da ausdiskutiert, wo er hingehört. Hat zuerst das eine beendet. Natürlich gehört dazu viel Charakterstärke, die meisten können das nicht. Und für seine langjährige Freundin war es auch ganz schrecklich, sie hat furchtbar gelitten, unbestreitbar.

Aber es war ein transparenter Prozess, er hat sie an seiner Entscheidungsfindung teilhaben lassen, und so kann man es eben auch machen. Es ist nicht vorprogrammiert, dass man den anderen so lange belügen muss, bis man selbst weiß, was man will.
Es wird oft so dargestellt, als ob es keine andere Möglichkeit geben würde, aber das stimmt einfach nicht. Jeder hat die Wahl und jeder trägt die Verantwortung für sein eigenes Handeln.

Vielleicht spielte bei meinem Freund auch eine Rolle, dass er selbst als Kind miterlebt hat, wie sein Vater seine Mutter betrogen hat. Hat ihn beim heimlichen Telefonieren mit einer anderen Frau überrascht. Hat ihn in einem Restaurant mit einer anderen gesehen. Das hat ihn als Kind furchtbar belastet, dieses Wissen, er hat tagtäglich mit erlebt, wie sein Vater seiner Mutter etwas vorspielt und er selbst konnte nichts tun, weil er Angst hatte, die Ehe von seinen Eltern zu zerstören. Er wusste stets, dass er auf einer Bombe sitzt.
Er meint, das hat ihn so sehr geprägt, diese Atmosphäre des Lügens, dass er das auf keinen Fall wiederholen wollte.

Wenn man als Kind so etwas erlebt hat, ...
geht man auch ganz anders an Beziehungen heran, man setzt auch andere Maßstäbe an.

Ich habe als Heranwachsender auch erleben müssen, wie die Affaire meines Vaters mein Elternhaus zerstört hat. Meine Geschwister und ich haben Sachen erlebt, die ich nie meinen Kindern antun würde.

In meinen Beziehungen war ich immer treu, ich benutzte einfach das nette Wörtchen "NEIN", wenn eine Frau mehr von mir wollte.

Meine Frau ist mir damals besonders durch ihre ( manchmal gnadenlose ) Ehrlichkeit und Direktheit aufgefallen, ich fand so etwas wunderbar - es unterschied sie von allen anderen.

Als später dann ( nach 15 Jahren ) erste Zweifel aufkamen, sagte ich mir immer, sie ist ehrlich, sie würde dir sagen, wenn da jemand anderes ist ...

Ich musste dann allerdings selbst herausfinden, dass sie mich zwei Jahre lang betrogen hat.
Neben der Enttäuschung ist für mich besonders schmezhaft, dass ich jetzt mit jemanden zusammenlebe, der mir eigentlich fremd ist.

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