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Geliebte

27. August 2007 um 16:29

Hallo an alle!

Habe einfach mal eine Frage, da mich das interessiert und ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann. Habe hier nun schon so viel in diesem Forum gelesen...

Wie wird man eigentlich Geliebte/r? Und wieso?
Kommt man sich dabei nicht doof vor?
Denkt ihr nicht auch mal an die betrogenen Frauen/Männer "zuhause"?
Wie würdet ihr euch in einer umgekehrten Situation fühlen?
Ist es nicht ätzend zu wissen, dass der begehrte Mann bzw. die begehrte Frau auch noch Sex mit seinem Ehepartner o.ä. hat?
Hofft ihr immer, dass er/sie sich trennt oder ist das für euch einfach nur Abenteuer?

Freue mich auch Antworten...

LG

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27. August 2007 um 16:37

Meine Antworten:
Wie wird man eigentlich Geliebte/r? Und wieso?

Habe ich mir nicht ausgesucht. Als ich mich in ihn verliebte, war er Single.
Dass er dann mit einer anderen Frau zusammengekommen ist, hat er mir verheimlicht. Und als ich es rausfand, war ich schon zu sehr verstrickt...


Kommt man sich dabei nicht doof vor?

Ja. Manchmal schäme ich mich in Grund und Boden. Für meine Armut, meine Naivität.

Denkt ihr nicht auch mal an die betrogenen Frauen/Männer "zuhause"?

Ja, ab und zu denke ich an Sie. Dann bin ich neidisch. Ich beneide diese Frau, weil sie mehr von ihm hat als ich. Weil sie das hat, was ich mir so sehr wünsche.

Wie würdet ihr euch in einer umgekehrten Situation fühlen?

Beschissen. Würde ihm wahrscheinlich die Beziehung vor die Füße werfen.

Ist es nicht ätzend zu wissen, dass der begehrte Mann bzw. die begehrte Frau auch noch Sex mit seinem Ehepartner o.ä. hat?

Ja, das ist ätzend. So etwas verdrängt man dann.


Hofft ihr immer, dass er/sie sich trennt oder ist das für euch einfach nur Abenteuer?

Ich habe gehofft, dass ich ihn für mich gewinnen kann.
Habe aber festgestellt, dass er sich nicht trennen wird, deswegen versuche ich jetzt mich von ihm zu lösen.

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27. August 2007 um 18:22

Antworten!
Wie wird man eigentlich Geliebte/r? Und wieso?

Weil man sich verliebt, genauso wie in einen Nicht-vergebenen Mann auch und dagegen leider machtlos ist auch wenn man noch so gerne möchte

Kommt man sich dabei nicht doof vor?

Also ich komme mir nicht doof vor wenn ich mich verliebe. Ich bin oft traurig und weiß nicht wie ich das länger ertragen kann, aber wieso doof?

Denkt ihr nicht auch mal an die betrogenen Frauen/Männer "zuhause"?

ja nur zu oft und mein Gewissen ist auch nicht das beste...

Wie würdet ihr euch in einer umgekehrten Situation fühlen?

Ich war selber schon in der situaion und man fühlt sich total beschissen, vor den Kopf gestoßen, eine welt bricht zusammen...

Ist es nicht ätzend zu wissen, dass der begehrte Mann bzw. die begehrte Frau auch noch Sex mit seinem Ehepartner o.ä. hat?

JA!
Hofft ihr immer, dass er/sie sich trennt oder ist das für euch einfach nur Abenteuer

Ich hoffe das er sich trennt...

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27. August 2007 um 19:16

@traurigesie3
Ich meine doof, weil die Geliebte doch immer nur "das fünfte Rad am Wagen" ist und der Mann dann grundsätzlich (ich meine nach eurem Treffen) immer wieder zu seiner Frau und eventuell den Kindern nach Hause geht...

Wenn dir das selbe schon mal passiert ist, wieso hast du es dann zugelassen? Wenn man weiß, dass die Gefühle "falsch" sind bzw. nicht sein sollten, weil der Mann in einer Beziehung ist, geht man ihm dann nicht lieber aus dem Weg?

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27. August 2007 um 20:06

Hallo Linda
Heimliche Liebschaft
Leben als Geliebte

LebensArt vom 17. August 2004

Studiogast: Nicole Maibaum, Fachautorin
Michael Thiel/Psychologe

Ihre Liebe teilen sie mit niemandem. Sie genießen sie allein, meist heimlich, im Verborgenen. Die Geliebte und ihr Lover. Das Klischee von der Frau, die ihr Leben verpfuscht mit dem Warten auf den verheirateten Mann, stimmt nicht immer. Leben als Geliebte kann auch heißen: Liebesglück fernab des ehelichen Alltags. Gemeinsame Stunden, die bewusst genossen werden. Keine Abhängigkeit von einem Mann, der das Wort Leidenschaft längst vergessen hat. Frei sein für ein eigenes Leben an den Wochenenden, wo "Er" seine Pflichten als Familienvater erfüllen muss. Nicole Maibaum zeichnet ein positives Bild von der so gefürchteten und begehrten Geliebten.

Camilla Parker Bowles, Verena K. oder Madame de Pompadour

Es hat sie zu allen Zeiten gegeben: die Geliebte. Die "andere" Frau ist so alt wie die Ehe selbst. Bereits in der griechischen und römischen Mythologie gab es sie, die sterblichen oder göttlichen Geliebten: Aphrodite, Psyche oder Smele, die Geliebte von Zeus. Und sie waren selbstbewusst und gerne Geliebte. Im frühen Mittelalter war es Héloise, welche die Sehnsucht nach einem Leben als heimliche Geliebte personifizierte. Sie schrieb an Abaerland, ihren heimlichen Geliebten: "In dem Namen Gattin hören manche vielleicht das Hehre, Dauernde; mir war es immer der Inbegriff aller Süße, Deine Geliebte zu heißen, ja, bitte zürne nicht! - Deine Schlafbuhle, Deine Dirne." Und dann gab es da natürlich die Mätressen, die königlichen Geliebten, allen voran "die Pompadour", ihres Zeichens Geliebte von Ludwig dem XIV. Sie waren nicht nur schön und begehrenswert, sie hatten Einfluss, Macht und sorgten selbstbewusst für ihr Leben. Der Name "Maitresse" war Programm - maîtresse heißt "Herrscherin, Gebieterin, Eigentümerin". Sie wählten ihren Status als Geliebte freiwillig und genossen ihn selbstbewusst. Ein Vorbild? Zumindest aber ein Ansatz, das Leben als Geliebte auch einmal von dieser Seite zu sehen.


Warum wird man Geliebte?
Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Gründe, warum eine Frau Geliebte wird. Vor allem hängt es von der Persönlichkeitsstruktur und dem Lebensentwurf ab. Aus psychologischer Sicht kann man allerdings unterschiedliche Motivationsstränge herauskristallisieren, die in den Biografien von Geliebten immer wieder auftauchen:

Da gibt es die Angst vor zuviel Nähe, vor Einengung oder Ausnutzung durch einen Partner. Daher suchen sich diese Frauen Männer, die für eine dauerhafte Beziehung nicht in Frage kommen. Sie wollen oder können keine enge Beziehung mit einem Partner eingehen. Aber nicht nur Bindungsangst oder Beziehungsunfähigkeit können Auslöser sein, sondern auch Verlustängste. Die Wahl, eine unverbindliche Beziehung zu führen, die jederzeit gelöst werden kann (eben auch von der Geliebten selbst), kann in diesem Fall Selbstschutz sein. Sie bleiben bei sich und fühlen sich dadurch vor Ablehnung oder Verletzung geschützt, nach dem Motto "Ich kann ja jederzeit gehen, wenn ich will." Auch wenn das in der Geliebtenpraxis keineswegs immer der Fall ist, denn es können sich Abhängigkeiten bilden. Oft sind es Erfahrungen aus der Kindheit, die Bindungs- und Verlustängste verursachen können. Die Scheidung der Eltern kann als "Im-Stich-gelassen-werden" empfunden werden und/oder als Beweis dafür stehen, dass eine dauerhafte Beziehung zwischen Partnern sowieso nicht funktionieren kann. Warum also erst den steinigen Weg betreten. Für den Psychologen C.C. Jung spielt noch ein Faktor eine Rolle: Eine übermäßige Konzentration auf den weiblichen Elternteil, die Eifersucht auf die Mutter und den Wunsch nach Übertrumpfung derselben auslösen kann. Die Frau wird zur Rivalin, die es auszustechen gilt. Die Buchautorin Victoria Griffin schreibt hierzu: "Tatsächlich scheint der Drang, die Mutter auszubooten, um die ausschließliche Bezugsperson des Vaters zu werden, im Leben sehr vieler Frauen, die später zu Geliebte wurden, eine wichtige Rolle gespielt zu haben." Die Liebe und Aufmerksamkeit des Vaters spielt also eine zentrale Rolle. Die Parallele liegt auf der Hand: Der Beziehung zu dem Geliebten haftet etwas Ungewisses, Unverbindliches an. Bleibt er? Wird er mich verlassen? Viele Frauen, die zu heimlichen Geliebten wurden, glaubten als Kinder, sich die Liebe des Vaters verdienen zu müssen (oder es tatsächlich auch mussten) und dieses Schema wird nun übertragen.

Natürlich gibt es neben diesen Erklärungsmustern viele andere Gründe, warum man Geliebte wird: Weil man den Kick des sich neu Verliebens möglichst lange erhalten will. Weil man Freiraum, Ungebundenheit und Selbstbestimmung höher einstuft als Gebundenheit im "Wir". Weil man keinen Status als Ehefrau möchte. Weil man damit nur Hemdenbügeln, Alltagstrott und Kinderprobleme verbindet. Weil man lieber verführt, begehrt und ins Theater ausgeführt werden will. Weil der Sex aufregender, da ohne Routine, ist. Weil man Geheimnisse und das Verbotene aufregend findet. Oder weil es einfach nur gefunkt hat und man nicht wiederstehen kann eine Zufallsgeliebte eben. Ob bewusst oder ungewollt, ob alternative weibliche Lebensform, Bindungsangst oder einfach die große Liebe - es gibt viele Wege, eine Geliebte zu werden.

Wer ist die Geliebte?

Natürlich gibt es nicht "die" Geliebte. Es gibt nicht einen generellen Typ "Geliebte". Da gibt es Singles, die in der Regel Anfang 20 bis Mitte 30 Jahre sind, meist berufstätig und noch kinderlos. Bei ihnen kommt es im Laufe ihres Geliebtendaseins oft dazu, dass sie "mehr" von ihrem Geliebten wollen. Sie fordern nicht selten die Scheidung, um die "Eine" zu werden und ihren Wunsch nach Familie am Schluss doch noch zu verwirklichen. Der Leidensdruck wird hier oftmals groß und überlagert die positiven Elemente der Geliebtenbeziehung. Allerdings gibt es auch unter ihnen Frauen, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen, weil es ihrem Lebenskonzept entspricht. Dann gibt es die Frauen über 40 Jahren, die meistens ihre Erfahrung in punkto Ehe, Familie, Kinder gemacht haben und die Geliebtenbeziehung als positive Bereicherung oder Ergänzung sehen, keineswegs aber als eine mögliche Familienperspektive. Und natürlich können auch verheiratete Frauen eine Geliebte sein. Die beiden letzten "Gruppen" richten ihr Leben nicht ausschließlich auf den Partner aus und sind meistens nicht daran interessiert, ihren Status zu verändern. Unter ihnen sind zahlreiche Frauen, die sich ein Zusammenleben mit ihrem Geliebten überhaupt nicht vorstellen können und wollen. Sie genießen ihren Status als Geliebte und wollen ganz bewusst den "unverfügbaren" Mann. Untersuchungen haben ergeben: Geliebte sind meistens gebildet, selbständig, finanziell unabhängig und gehören der Mittel- und Oberschicht an. In rund 80 Prozent der Fälle haben sie ihren Beruf nach Neigung und Interesse ausgewählt.

Zweite Geige oder erste Sahne?

Willenloses Objekt männlicher Begierde, ewig Wartende, skrupellose Amazone, subversives Objekt oder männervernaschende Emanze - die Etikettierung "der Geliebten" ist ebenso schillernd wie vielfältig. Gutgemeinte Ratschläge von Eingeweihten nach dem Motto "Der nutzt Dich doch nur aus" bis hin zur moralisierenden Verachtung "Wie kannst Du nur eine Ehe zerstören!" begleiten die Geliebte, wenn sie sich anderen mit ihrem "Geheimnis" anvertraut. Wie sich die Geliebtenbeziehung dann tatsächlich gestaltet, welche Wünsche und Erwartungen erfüllt werden oder nicht, hängt auch hier von der Persönlichkeitsstruktur und dem Lebensentwurf der Geliebten ab.

Das Geliebtendasein durchläuft unterschiedliche Phasen: Am Anfang ist Verliebtheit, Anziehung, Euphorie. Die heimlichen Treffen werden genossen, es prickelt und kribbelt, Euphorie pur. Liebe ohne Sicherheit und Verpflichtung kennt zunächst keine Gewöhnung, die Abnutzungserscheinungen lassen deutlich länger auf sich warten. Zu Beginn haben diese Beziehungen nichts Alltägliches, sie sind eine Art künstlicher Raum, ein Schonraum, in dem Geliebte und Geliebter frei von Normen, Konventionen, Rollenerwartungen, Alltag, Leistungsverpflichtungen ihre Gefühle, Wünsche und Phantasien gemeinsam ausleben können. Wenn aus der anfänglichen Affäre aber eine regelrechte Geliebtenbeziehung entsteht, dann kann sich im Laufe der Zeit auch so etwas wie ein Geliebtenalltag einschleichen. Immer gleiche Rituale kehren auch hier wieder, der gleiche Ablauf der Treffen, der gleiche Ort, vielleicht auch die gleichen Gespräche. Vor allem dann, wenn der Geliebte verheiratet ist und Kinder hat, wird die Geliebte bald die festen Termine und Rituale seiner Ehe kennen lernen und akzeptieren müssen. Das berühmte "Sonntags nie" - auch das ist letztlich ein Ritual. Und von wegen nur Schokoladenseite: Nicht selten werden Geliebte im Laufe der Zeit zu seelischen Mülleimern ihrer Partner. Man denke an all die Geliebten von Politikern, die im Büro als umsichtige und unterstützende Sekretärin, Assistentin oder Praktikantin den Übergang zur emotionalen Stütze und Bettgefährtin absolvieren. Oder die Geliebten, die am Telefon sitzen und auf den erlösenden Anruf warten und damit eine passive Rolle einnehmen. Stichwort Abhängigkeit und Stagnation. Auch von diesen Schattenseiten berichten viele Geliebte. Umso wichtiger ist es, folgende Aspekte zu beherzigen:

Wichtig ist, dass der Partner und der eigene Status als Geliebte nicht zum einzigen Lebensinhalt werden. Es gilt, eigene Kontakte zu pflegen, eigene Interessen zu verfolgen. Kurz: ein vom Partner unabhängiges Leben weiter zu pflegen. Das ist ganz wichtig, um in keine Abhängigkeit zu geraten, denn das ist es ja gerade, was die Geliebte in der Regel eigentlich nicht möchte.

Klare Absprachen zwischen der Geliebten und ihrem Partner erleichtern das Miteinander in einer Geliebtenbeziehung. Sie sind hier besonders wichtig, weil die Stabilität einer festen Partnerschaft fehlt. Zuviel Unsicherheit ist nicht mehr prickelnd und kann krank machen.

Als Geliebte sollte man sich immer vorbehalten, auch mal "Nein" zu sagen. Die ewige Verfügbarkeit ist ja gerade das, was irgendwann langweilt. Der eheliche Kalender des Partners darf die Beziehung nicht dominieren.

Bloß nicht immer die "Eitel-Sonnenschein-Maske" aufsetzen, denn auch in der Geliebtenbeziehung kann es zu Dissonanzen kommen. Viele Geliebte spielen das Spiel allerdings aus Angst, den Partner zu verlieren, mit.

Vielen Geliebten fällt es schwer, dem Partner ihre Ansichten, Wünsche und Kritikpunkte zu vermitteln. Und manche Partner scheinen das Monopol auf schlechte Laune, Gewissensbisse, Stress zu Hause gepachtet zu haben. Hier sollten Geliebte ihr Selbstbewusstsein einschalten und sich ihres Handlungsspielraums bewusst sein.

Auch die Gewissensbisse gibt es, oder die nagenden Fragen: Wie ist seine Frau? Warum betrügt er sie? Hat er neben mir noch andere Geliebte? Sie gehören dazu, sollten den eigenen Gefühlshaushalt aber nicht dominieren.

Feiertage nicht grübelnd oder schmachtend in der Ecke sitzen, sondern endlich mal wieder was für sich tun!

Die Geliebte als künftige Ehefrau?
Dem Wesen der Geliebten liegt ein Paradoxon zugrunde. Schließlich besteht der Reiz eines Geliebtenlebens gerade aus der Freiheit, Unabhängigkeit und, wie der Psychologe Wolfgang Schmidbauer es ausdrückt, der "schwankenden Verlässlichkeit der heimlichen Liebe, leicht und schön, weil hier den Ursprüngen des Spiels, die Freiheit von Besitz, die Angst vor dem Verlust begegnet". Nichts tödlicher also, als der heimlichen Liebe, diesem freien Spiel der Kräfte, durch das Band der Ehe das Zaumzeug anzulegen und sie damit letztlich zu zerstören. Und nicht selten wird aus der geehelichten Geliebten dann die Betrogene. Aber sie hat dann ja einen Trost. Laut diverser Studien und Erfahrungsberichten von Betroffenen haben Geliebte auch einen positiven Einfluss auf die Ehe: Der Mann ist ausgeglichener, weil seine Bedürfnisse befriedigt sind, und, sein schlechtes Gewissen kann ihn dazu veranlassen, seiner Ehefrau mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Geliebte als Eheretterin. Auch eine Sichtweise.

Eine Geliebte hat auch Rechte

Meistens ist die Geliebte die Frau im Schatten, die, von der keiner etwas wissen darf. Oft fehlt der Austausch nach außen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich Geliebte auch über ihre Rechte informieren, falls es hart auf hart kommt. Wenn eine Geliebte beispielsweise ein Kind von ihrem Partner bekommt, so ist er verpflichtet, Unterhalt zu zahlen für das Kind und die Mutter. Die Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind besteht bis zum Abschluss seiner Ausbildung, in Sonderfällen auch länger, etwa bei Krankheit oder Behinderung des Kindes. Der Unterhaltsanspruch der Mutter eines nichtehelichen Kindes ist in der Regel auf drei Jahre ab der Geburt des Kindes begrenzt. In Ausnahmefällen kann eine Verlängerung erfolgen. Das Kind ist ebenso wie eheliche Kinder gesetzlicher Erbe. In Bezug auf das Umgangsrecht des Vaters mit dem Kind gelten die gleichen Regeln wie bei ehelichen Kindern. Experten verweisen zudem darauf, dass sich Geliebte auch bei Körperverletzung, Verleumdung, übler Nachrede rechtlich wehren können. In der Praxis werden solche Verfahren jedoch selten angestrebt und oftmals wegen Geringfügigkeit eingestellt. Thema Erbe: Die Geliebte zählt nicht zu den gesetzlichen Erben und hat demnach keinen Anspruch auf den Pflichtteil. Das sogenannten "Geliebtentestament" gilt in der neueren Rechtsprechung allerdings nicht mehr als sittenwidrig. Einschränkung: Wenn nachgewiesen werden kann, dass der außereheliche Geschlechtsverkehr ausschließlich gewährt wurde, um eine Belohnung in Form des Erbes zu erlangen, wenn im Testament eine familienfeindliche Gesinnung zum Ausdruck kommt oder durch das Testament nahe Angehörige unangemessen benachteiligt werden, ist das Geliebtentestament nach wie vor sittenwidrig. Die Geliebte kann maximal das erben, was nach Abzug des Pflichtteils übrig bleibt.

Geliebte - Ehefrauen - Partner: Austausch im Netz

Oft fühlen sich Beteiligte von Dreiecksbeziehungen allein und zum Schweigen verdammt. Schließlich befindet man sich in einer gesellschaftlich nach wie vor tabuisierten oder verteufelten Situation. Außenstehende können oftmals mit dem Thema nicht umgehen, entweder aus Angst, auch einmal in eine derartige Situation zu geraten, oder aus moralischen Bedenken. Auf der Internetseite www.diegeliebte.de, die 2000 von Barbara Unterberger ins Leben gerufen wurde, können sich alle, die mit dem Thema Dreiecksbeziehung zu tun haben, ganz unverbindlich und in der Anonymität des Internets austauschen. Geliebte, Partner, Ehefrauen/-männer finden hier, wenn sie wollen, ein gemeinsames Forum. Die Seite bietet unterschiedliche Chatforen, so auch einen "virtuellen Tisch", an dem sich Geliebte und Ehefrauen treffen können. Die Seite bietet zudem Gedichte von Betroffenen für Betroffene, Literaturtipps, Adressen und Ratschläge rund um das Thema. Inzwischen werden von www.diegeliebte.de auch bundesweit "Stammtische" organisiert. Hier kann man sich dann auch im realen Leben austauschen.


Literaturtipps:

Nicole Maibaum
Am liebsten Geliebte. Glücklich ohne Ehealltag.
Knaur Taschenbuch 2003
ISBN 3-4267-7664-2
8,90

Maja Langsdorff
Die Geliebte. Was es heißt, die Andere zu sein.
Book on Demand 2002
ISBN 3-8981-1541-0
14,80

Victoria Griffin
Sonntags nie. Die Geschichte der heimlichen Geliebten.
Aufbau Taschenbuch Verlag 2001
ISBN 3-7466-8069-7
8,50

Hans Jellouschek
Die Rolle der Geliebten in der Dreiecksbeziehung.
Kreuz Verlag 2004
ISBN 3-7831-2351-8
16,90

Antje Brauers
Geliebte ist das falsche Wort. Roman
Books on Demand 2003
ISBN 3-8334-0427-2
9,80

Claudia Suppus-Mayer
Geliebte und Geliebter
Books on Demand 2001
ISBN 3-8311-2899-5
10,10



Adressen:

Pro Familia
Stresemannallee 3
60596 Frankfurt/Main
Tel.: 069 - 63 90 02
Fax: 069 - 63 98 52
Email: info@profamilia.de
Internet: www.profamilia.de

Trialog
Arbeitskreis sozialer Bildung und Beratung e.V.
Von-Vincke-Str. 6
48143 Münster
Tel.: 0251 - 51 14 14
Fax: 0251 - 48 44 96 50
Email: trialog@muenster.de


Hörerinnen und Hörer können sich live an der Sendung beteiligen über das kostenlose WDR 5 Aktionstelefon 0800/5678-555


Redaktion: Jürgen Orthaus

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28. August 2007 um 9:08

Weil es jetzt nichts zum vor die Füße werfen gibt...
Verstehst du?
Ich hatte ihn nicht. Was soll ich da hinwerfen?

Es schwieriger was loslassen was man nie hatte...

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28. August 2007 um 9:13

Er ist nicht verheiratet und hat auch kein Kind mit ihr
Als ich ihn kennenlernte, kannte er sie schon, war aber nicht mit ihr zusammen.
Er hat sich mit mir von ihr abgelenkt. Und dann fand er mich auch ganz gut.
Letztlich ist er dann mit ihr zusammengekommen und hat vergessen mich darüber zu informieren
Ich habe es dann zufällig selbst rausgefunden.
Und statt ihm eine reinzuhauen habe ich mich auf die Affäre eingelassen, weil ich dachte, ich könnte das Ruder noch rumreissen.
Schön doof - ich weiß....

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28. August 2007 um 10:58

@ aliablue + zaubermoosi
Ihr habt sicher nicht Unrecht.
Es gibt eine Menge zu werfen.

Und ich bin dabei alles hinzuwerfen.
Aber ich kann eben nur HIN werfen. Ich kann es ihm nicht vor die Füße werfen.
Weil ich das gerade mit mir alleine austrage muss.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich ihn noch liebe (ich Idiotin) mach ich gerade im stillen Kämmerlein alles mit mir alleine aus.
Ich kann ihn nicht anschreien, ich kann kein Schluss machen. Und warum? Weil er nicht da ist. Weil er nie da war. Bei mir.
Selbst wenn ich ihn jetzt in meine Wohnung zerren würde und ihm das alles an den Kopf knallen würde. Es würde an ihm abperlen, er würde wahrscheinlich mit den Schultern zucken, sagen, dass es ihm leid tut, aber ich ja vorher gewusst hätte, auf was ich mich einlasse.

Für mich bedeutet, jemanden etwas vor die Füße zu werfen, dass es für diesen jemand dann auch ein Verlust darstellt. Du hast Scheiße gebaut, also ist das jetzt die Konsequenz. Aktion Reaktion.
Und diese Möglichkeit habe ich in der momentanen Situation nicht.
Ihm ist es nämlich relativ gleichgültig, das denke ich jedenfalls.

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28. August 2007 um 11:08

Viele Eheleute haben nach ein paar Jahren...
... gar keinen Sex mehr. Das ist doch der Kern des ganzen Problems. Zwei Menschen, die Jahre lang zusammen leben, finden sich nach einer gewissen Zeit nicht mehr sonderlich erotisch.

Dieses Problem ist nicht lösbar. Die ständig grosse Liebe, dieses Wahnsinnsgefühl aufrecht zu erhalten, ist unmöglich. Auf der anderen Seite ist es heutzutage genauso unmöglich, dem erotischen Angebot zu entkommen. Diese Industrie legt es direkt darauf an, den Leuten permanent Erotik unter die Nase zu reiben.

Kein Mensch, keine Frau hat überhaupt noch die leiseste Chance, da über einen längeren Zeitraum mithalten zu können. Seitensprünge sind somit vorprogrammiert. Entweder man akzeptiert es von vornherein oder man bleibt am besten alleine...

Anne

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28. August 2007 um 11:30
In Antwort auf alys_12669196

Hallo Linda
Heimliche Liebschaft
Leben als Geliebte

LebensArt vom 17. August 2004

Studiogast: Nicole Maibaum, Fachautorin
Michael Thiel/Psychologe

Ihre Liebe teilen sie mit niemandem. Sie genießen sie allein, meist heimlich, im Verborgenen. Die Geliebte und ihr Lover. Das Klischee von der Frau, die ihr Leben verpfuscht mit dem Warten auf den verheirateten Mann, stimmt nicht immer. Leben als Geliebte kann auch heißen: Liebesglück fernab des ehelichen Alltags. Gemeinsame Stunden, die bewusst genossen werden. Keine Abhängigkeit von einem Mann, der das Wort Leidenschaft längst vergessen hat. Frei sein für ein eigenes Leben an den Wochenenden, wo "Er" seine Pflichten als Familienvater erfüllen muss. Nicole Maibaum zeichnet ein positives Bild von der so gefürchteten und begehrten Geliebten.

Camilla Parker Bowles, Verena K. oder Madame de Pompadour

Es hat sie zu allen Zeiten gegeben: die Geliebte. Die "andere" Frau ist so alt wie die Ehe selbst. Bereits in der griechischen und römischen Mythologie gab es sie, die sterblichen oder göttlichen Geliebten: Aphrodite, Psyche oder Smele, die Geliebte von Zeus. Und sie waren selbstbewusst und gerne Geliebte. Im frühen Mittelalter war es Héloise, welche die Sehnsucht nach einem Leben als heimliche Geliebte personifizierte. Sie schrieb an Abaerland, ihren heimlichen Geliebten: "In dem Namen Gattin hören manche vielleicht das Hehre, Dauernde; mir war es immer der Inbegriff aller Süße, Deine Geliebte zu heißen, ja, bitte zürne nicht! - Deine Schlafbuhle, Deine Dirne." Und dann gab es da natürlich die Mätressen, die königlichen Geliebten, allen voran "die Pompadour", ihres Zeichens Geliebte von Ludwig dem XIV. Sie waren nicht nur schön und begehrenswert, sie hatten Einfluss, Macht und sorgten selbstbewusst für ihr Leben. Der Name "Maitresse" war Programm - maîtresse heißt "Herrscherin, Gebieterin, Eigentümerin". Sie wählten ihren Status als Geliebte freiwillig und genossen ihn selbstbewusst. Ein Vorbild? Zumindest aber ein Ansatz, das Leben als Geliebte auch einmal von dieser Seite zu sehen.


Warum wird man Geliebte?
Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Gründe, warum eine Frau Geliebte wird. Vor allem hängt es von der Persönlichkeitsstruktur und dem Lebensentwurf ab. Aus psychologischer Sicht kann man allerdings unterschiedliche Motivationsstränge herauskristallisieren, die in den Biografien von Geliebten immer wieder auftauchen:

Da gibt es die Angst vor zuviel Nähe, vor Einengung oder Ausnutzung durch einen Partner. Daher suchen sich diese Frauen Männer, die für eine dauerhafte Beziehung nicht in Frage kommen. Sie wollen oder können keine enge Beziehung mit einem Partner eingehen. Aber nicht nur Bindungsangst oder Beziehungsunfähigkeit können Auslöser sein, sondern auch Verlustängste. Die Wahl, eine unverbindliche Beziehung zu führen, die jederzeit gelöst werden kann (eben auch von der Geliebten selbst), kann in diesem Fall Selbstschutz sein. Sie bleiben bei sich und fühlen sich dadurch vor Ablehnung oder Verletzung geschützt, nach dem Motto "Ich kann ja jederzeit gehen, wenn ich will." Auch wenn das in der Geliebtenpraxis keineswegs immer der Fall ist, denn es können sich Abhängigkeiten bilden. Oft sind es Erfahrungen aus der Kindheit, die Bindungs- und Verlustängste verursachen können. Die Scheidung der Eltern kann als "Im-Stich-gelassen-werden" empfunden werden und/oder als Beweis dafür stehen, dass eine dauerhafte Beziehung zwischen Partnern sowieso nicht funktionieren kann. Warum also erst den steinigen Weg betreten. Für den Psychologen C.C. Jung spielt noch ein Faktor eine Rolle: Eine übermäßige Konzentration auf den weiblichen Elternteil, die Eifersucht auf die Mutter und den Wunsch nach Übertrumpfung derselben auslösen kann. Die Frau wird zur Rivalin, die es auszustechen gilt. Die Buchautorin Victoria Griffin schreibt hierzu: "Tatsächlich scheint der Drang, die Mutter auszubooten, um die ausschließliche Bezugsperson des Vaters zu werden, im Leben sehr vieler Frauen, die später zu Geliebte wurden, eine wichtige Rolle gespielt zu haben." Die Liebe und Aufmerksamkeit des Vaters spielt also eine zentrale Rolle. Die Parallele liegt auf der Hand: Der Beziehung zu dem Geliebten haftet etwas Ungewisses, Unverbindliches an. Bleibt er? Wird er mich verlassen? Viele Frauen, die zu heimlichen Geliebten wurden, glaubten als Kinder, sich die Liebe des Vaters verdienen zu müssen (oder es tatsächlich auch mussten) und dieses Schema wird nun übertragen.

Natürlich gibt es neben diesen Erklärungsmustern viele andere Gründe, warum man Geliebte wird: Weil man den Kick des sich neu Verliebens möglichst lange erhalten will. Weil man Freiraum, Ungebundenheit und Selbstbestimmung höher einstuft als Gebundenheit im "Wir". Weil man keinen Status als Ehefrau möchte. Weil man damit nur Hemdenbügeln, Alltagstrott und Kinderprobleme verbindet. Weil man lieber verführt, begehrt und ins Theater ausgeführt werden will. Weil der Sex aufregender, da ohne Routine, ist. Weil man Geheimnisse und das Verbotene aufregend findet. Oder weil es einfach nur gefunkt hat und man nicht wiederstehen kann eine Zufallsgeliebte eben. Ob bewusst oder ungewollt, ob alternative weibliche Lebensform, Bindungsangst oder einfach die große Liebe - es gibt viele Wege, eine Geliebte zu werden.

Wer ist die Geliebte?

Natürlich gibt es nicht "die" Geliebte. Es gibt nicht einen generellen Typ "Geliebte". Da gibt es Singles, die in der Regel Anfang 20 bis Mitte 30 Jahre sind, meist berufstätig und noch kinderlos. Bei ihnen kommt es im Laufe ihres Geliebtendaseins oft dazu, dass sie "mehr" von ihrem Geliebten wollen. Sie fordern nicht selten die Scheidung, um die "Eine" zu werden und ihren Wunsch nach Familie am Schluss doch noch zu verwirklichen. Der Leidensdruck wird hier oftmals groß und überlagert die positiven Elemente der Geliebtenbeziehung. Allerdings gibt es auch unter ihnen Frauen, die ihre Unabhängigkeit bewahren wollen, weil es ihrem Lebenskonzept entspricht. Dann gibt es die Frauen über 40 Jahren, die meistens ihre Erfahrung in punkto Ehe, Familie, Kinder gemacht haben und die Geliebtenbeziehung als positive Bereicherung oder Ergänzung sehen, keineswegs aber als eine mögliche Familienperspektive. Und natürlich können auch verheiratete Frauen eine Geliebte sein. Die beiden letzten "Gruppen" richten ihr Leben nicht ausschließlich auf den Partner aus und sind meistens nicht daran interessiert, ihren Status zu verändern. Unter ihnen sind zahlreiche Frauen, die sich ein Zusammenleben mit ihrem Geliebten überhaupt nicht vorstellen können und wollen. Sie genießen ihren Status als Geliebte und wollen ganz bewusst den "unverfügbaren" Mann. Untersuchungen haben ergeben: Geliebte sind meistens gebildet, selbständig, finanziell unabhängig und gehören der Mittel- und Oberschicht an. In rund 80 Prozent der Fälle haben sie ihren Beruf nach Neigung und Interesse ausgewählt.

Zweite Geige oder erste Sahne?

Willenloses Objekt männlicher Begierde, ewig Wartende, skrupellose Amazone, subversives Objekt oder männervernaschende Emanze - die Etikettierung "der Geliebten" ist ebenso schillernd wie vielfältig. Gutgemeinte Ratschläge von Eingeweihten nach dem Motto "Der nutzt Dich doch nur aus" bis hin zur moralisierenden Verachtung "Wie kannst Du nur eine Ehe zerstören!" begleiten die Geliebte, wenn sie sich anderen mit ihrem "Geheimnis" anvertraut. Wie sich die Geliebtenbeziehung dann tatsächlich gestaltet, welche Wünsche und Erwartungen erfüllt werden oder nicht, hängt auch hier von der Persönlichkeitsstruktur und dem Lebensentwurf der Geliebten ab.

Das Geliebtendasein durchläuft unterschiedliche Phasen: Am Anfang ist Verliebtheit, Anziehung, Euphorie. Die heimlichen Treffen werden genossen, es prickelt und kribbelt, Euphorie pur. Liebe ohne Sicherheit und Verpflichtung kennt zunächst keine Gewöhnung, die Abnutzungserscheinungen lassen deutlich länger auf sich warten. Zu Beginn haben diese Beziehungen nichts Alltägliches, sie sind eine Art künstlicher Raum, ein Schonraum, in dem Geliebte und Geliebter frei von Normen, Konventionen, Rollenerwartungen, Alltag, Leistungsverpflichtungen ihre Gefühle, Wünsche und Phantasien gemeinsam ausleben können. Wenn aus der anfänglichen Affäre aber eine regelrechte Geliebtenbeziehung entsteht, dann kann sich im Laufe der Zeit auch so etwas wie ein Geliebtenalltag einschleichen. Immer gleiche Rituale kehren auch hier wieder, der gleiche Ablauf der Treffen, der gleiche Ort, vielleicht auch die gleichen Gespräche. Vor allem dann, wenn der Geliebte verheiratet ist und Kinder hat, wird die Geliebte bald die festen Termine und Rituale seiner Ehe kennen lernen und akzeptieren müssen. Das berühmte "Sonntags nie" - auch das ist letztlich ein Ritual. Und von wegen nur Schokoladenseite: Nicht selten werden Geliebte im Laufe der Zeit zu seelischen Mülleimern ihrer Partner. Man denke an all die Geliebten von Politikern, die im Büro als umsichtige und unterstützende Sekretärin, Assistentin oder Praktikantin den Übergang zur emotionalen Stütze und Bettgefährtin absolvieren. Oder die Geliebten, die am Telefon sitzen und auf den erlösenden Anruf warten und damit eine passive Rolle einnehmen. Stichwort Abhängigkeit und Stagnation. Auch von diesen Schattenseiten berichten viele Geliebte. Umso wichtiger ist es, folgende Aspekte zu beherzigen:

Wichtig ist, dass der Partner und der eigene Status als Geliebte nicht zum einzigen Lebensinhalt werden. Es gilt, eigene Kontakte zu pflegen, eigene Interessen zu verfolgen. Kurz: ein vom Partner unabhängiges Leben weiter zu pflegen. Das ist ganz wichtig, um in keine Abhängigkeit zu geraten, denn das ist es ja gerade, was die Geliebte in der Regel eigentlich nicht möchte.

Klare Absprachen zwischen der Geliebten und ihrem Partner erleichtern das Miteinander in einer Geliebtenbeziehung. Sie sind hier besonders wichtig, weil die Stabilität einer festen Partnerschaft fehlt. Zuviel Unsicherheit ist nicht mehr prickelnd und kann krank machen.

Als Geliebte sollte man sich immer vorbehalten, auch mal "Nein" zu sagen. Die ewige Verfügbarkeit ist ja gerade das, was irgendwann langweilt. Der eheliche Kalender des Partners darf die Beziehung nicht dominieren.

Bloß nicht immer die "Eitel-Sonnenschein-Maske" aufsetzen, denn auch in der Geliebtenbeziehung kann es zu Dissonanzen kommen. Viele Geliebte spielen das Spiel allerdings aus Angst, den Partner zu verlieren, mit.

Vielen Geliebten fällt es schwer, dem Partner ihre Ansichten, Wünsche und Kritikpunkte zu vermitteln. Und manche Partner scheinen das Monopol auf schlechte Laune, Gewissensbisse, Stress zu Hause gepachtet zu haben. Hier sollten Geliebte ihr Selbstbewusstsein einschalten und sich ihres Handlungsspielraums bewusst sein.

Auch die Gewissensbisse gibt es, oder die nagenden Fragen: Wie ist seine Frau? Warum betrügt er sie? Hat er neben mir noch andere Geliebte? Sie gehören dazu, sollten den eigenen Gefühlshaushalt aber nicht dominieren.

Feiertage nicht grübelnd oder schmachtend in der Ecke sitzen, sondern endlich mal wieder was für sich tun!

Die Geliebte als künftige Ehefrau?
Dem Wesen der Geliebten liegt ein Paradoxon zugrunde. Schließlich besteht der Reiz eines Geliebtenlebens gerade aus der Freiheit, Unabhängigkeit und, wie der Psychologe Wolfgang Schmidbauer es ausdrückt, der "schwankenden Verlässlichkeit der heimlichen Liebe, leicht und schön, weil hier den Ursprüngen des Spiels, die Freiheit von Besitz, die Angst vor dem Verlust begegnet". Nichts tödlicher also, als der heimlichen Liebe, diesem freien Spiel der Kräfte, durch das Band der Ehe das Zaumzeug anzulegen und sie damit letztlich zu zerstören. Und nicht selten wird aus der geehelichten Geliebten dann die Betrogene. Aber sie hat dann ja einen Trost. Laut diverser Studien und Erfahrungsberichten von Betroffenen haben Geliebte auch einen positiven Einfluss auf die Ehe: Der Mann ist ausgeglichener, weil seine Bedürfnisse befriedigt sind, und, sein schlechtes Gewissen kann ihn dazu veranlassen, seiner Ehefrau mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Geliebte als Eheretterin. Auch eine Sichtweise.

Eine Geliebte hat auch Rechte

Meistens ist die Geliebte die Frau im Schatten, die, von der keiner etwas wissen darf. Oft fehlt der Austausch nach außen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich Geliebte auch über ihre Rechte informieren, falls es hart auf hart kommt. Wenn eine Geliebte beispielsweise ein Kind von ihrem Partner bekommt, so ist er verpflichtet, Unterhalt zu zahlen für das Kind und die Mutter. Die Unterhaltspflicht gegenüber dem Kind besteht bis zum Abschluss seiner Ausbildung, in Sonderfällen auch länger, etwa bei Krankheit oder Behinderung des Kindes. Der Unterhaltsanspruch der Mutter eines nichtehelichen Kindes ist in der Regel auf drei Jahre ab der Geburt des Kindes begrenzt. In Ausnahmefällen kann eine Verlängerung erfolgen. Das Kind ist ebenso wie eheliche Kinder gesetzlicher Erbe. In Bezug auf das Umgangsrecht des Vaters mit dem Kind gelten die gleichen Regeln wie bei ehelichen Kindern. Experten verweisen zudem darauf, dass sich Geliebte auch bei Körperverletzung, Verleumdung, übler Nachrede rechtlich wehren können. In der Praxis werden solche Verfahren jedoch selten angestrebt und oftmals wegen Geringfügigkeit eingestellt. Thema Erbe: Die Geliebte zählt nicht zu den gesetzlichen Erben und hat demnach keinen Anspruch auf den Pflichtteil. Das sogenannten "Geliebtentestament" gilt in der neueren Rechtsprechung allerdings nicht mehr als sittenwidrig. Einschränkung: Wenn nachgewiesen werden kann, dass der außereheliche Geschlechtsverkehr ausschließlich gewährt wurde, um eine Belohnung in Form des Erbes zu erlangen, wenn im Testament eine familienfeindliche Gesinnung zum Ausdruck kommt oder durch das Testament nahe Angehörige unangemessen benachteiligt werden, ist das Geliebtentestament nach wie vor sittenwidrig. Die Geliebte kann maximal das erben, was nach Abzug des Pflichtteils übrig bleibt.

Geliebte - Ehefrauen - Partner: Austausch im Netz

Oft fühlen sich Beteiligte von Dreiecksbeziehungen allein und zum Schweigen verdammt. Schließlich befindet man sich in einer gesellschaftlich nach wie vor tabuisierten oder verteufelten Situation. Außenstehende können oftmals mit dem Thema nicht umgehen, entweder aus Angst, auch einmal in eine derartige Situation zu geraten, oder aus moralischen Bedenken. Auf der Internetseite www.diegeliebte.de, die 2000 von Barbara Unterberger ins Leben gerufen wurde, können sich alle, die mit dem Thema Dreiecksbeziehung zu tun haben, ganz unverbindlich und in der Anonymität des Internets austauschen. Geliebte, Partner, Ehefrauen/-männer finden hier, wenn sie wollen, ein gemeinsames Forum. Die Seite bietet unterschiedliche Chatforen, so auch einen "virtuellen Tisch", an dem sich Geliebte und Ehefrauen treffen können. Die Seite bietet zudem Gedichte von Betroffenen für Betroffene, Literaturtipps, Adressen und Ratschläge rund um das Thema. Inzwischen werden von www.diegeliebte.de auch bundesweit "Stammtische" organisiert. Hier kann man sich dann auch im realen Leben austauschen.


Literaturtipps:

Nicole Maibaum
Am liebsten Geliebte. Glücklich ohne Ehealltag.
Knaur Taschenbuch 2003
ISBN 3-4267-7664-2
8,90

Maja Langsdorff
Die Geliebte. Was es heißt, die Andere zu sein.
Book on Demand 2002
ISBN 3-8981-1541-0
14,80

Victoria Griffin
Sonntags nie. Die Geschichte der heimlichen Geliebten.
Aufbau Taschenbuch Verlag 2001
ISBN 3-7466-8069-7
8,50

Hans Jellouschek
Die Rolle der Geliebten in der Dreiecksbeziehung.
Kreuz Verlag 2004
ISBN 3-7831-2351-8
16,90

Antje Brauers
Geliebte ist das falsche Wort. Roman
Books on Demand 2003
ISBN 3-8334-0427-2
9,80

Claudia Suppus-Mayer
Geliebte und Geliebter
Books on Demand 2001
ISBN 3-8311-2899-5
10,10



Adressen:

Pro Familia
Stresemannallee 3
60596 Frankfurt/Main
Tel.: 069 - 63 90 02
Fax: 069 - 63 98 52
Email: info@profamilia.de
Internet: www.profamilia.de

Trialog
Arbeitskreis sozialer Bildung und Beratung e.V.
Von-Vincke-Str. 6
48143 Münster
Tel.: 0251 - 51 14 14
Fax: 0251 - 48 44 96 50
Email: trialog@muenster.de


Hörerinnen und Hörer können sich live an der Sendung beteiligen über das kostenlose WDR 5 Aktionstelefon 0800/5678-555


Redaktion: Jürgen Orthaus

Danke Tatoo...
... das war einer der interessantesten Beiträge, die ich hier je gelesen habe.

Anne

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28. August 2007 um 13:29

Was sind das denn für fragen ?

frag mal einen alki, warum er säuft ?

frag mal einen junkie, warum der drogen nimmt ?

frag mal einen raser, warum er immer zu schnell fährt ?

frag mal einen kleptomanen, warum er klaut ?

frag mal einen raucher, warum er raucht ?

frag mal einen mann, warum er fremdgeht ?

frag mal eine frau, warum sie fremdgeht ?

frag mal einen hundebesitzer, warum er seinen hundehaufen nicht weg macht ?

frag mal einen masochisten, warum er schmerzen toll findet ?

frag mal einen steuerhinterzieher, warum der keine steuern zahlt ?

frag mal einen geschassten vorstandsvorsitzenden, warum der millionen für seine wirtschaftsverbrechen bekommt ?


ich frag mich gerade, warum ich überhaupt hier antworte ? höre daher auf.

lg
h


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28. August 2007 um 18:09

15 Jahre verheiratet
Nach 15 Jahre Ehe ist nun mal der sexuelle Reiz verloren. Wenn dich dann ein Typ anmacht und dir zeigt, dass du noch begehrenswert bist, dann springt man total schnell an. Mir ging es so und er ist auch verheiratet. Der Sex mit ihm war himmlisch. Dieses prickeln wenn er mich nur berührt hat. Nach paar Monaten wars vorbei. Aber ich habe die Zeit mit ihm sehr genossen. Ab und zu seh ich ihn. Er wohnt im selben Ort. Ist ja egal. Wenn man sich verliebt, dann denkst du nicht an seine Frau. Hatte schlechtes Gewissen meinem Mann gegenüber. Nicht aber seiner Frau. Schließlich hat er mich angemacht. Er muß dann auch wissen was er tut. Übrigens auch mein Mann hat Sehnsucht nach einer anderen Frau. Und trotzdem lieben wir uns. Und verstehen uns super. Jeder soll so leben wie es ihn glücklich macht.

Lg sani

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28. August 2007 um 18:11
In Antwort auf aeron_11940124

Was sind das denn für fragen ?

frag mal einen alki, warum er säuft ?

frag mal einen junkie, warum der drogen nimmt ?

frag mal einen raser, warum er immer zu schnell fährt ?

frag mal einen kleptomanen, warum er klaut ?

frag mal einen raucher, warum er raucht ?

frag mal einen mann, warum er fremdgeht ?

frag mal eine frau, warum sie fremdgeht ?

frag mal einen hundebesitzer, warum er seinen hundehaufen nicht weg macht ?

frag mal einen masochisten, warum er schmerzen toll findet ?

frag mal einen steuerhinterzieher, warum der keine steuern zahlt ?

frag mal einen geschassten vorstandsvorsitzenden, warum der millionen für seine wirtschaftsverbrechen bekommt ?


ich frag mich gerade, warum ich überhaupt hier antworte ? höre daher auf.

lg
h


Den Beitrag...
...hättest du dir auch sparen können. Wenn du zu dem Thema nichts zu sagen hast, dann lass es einfach!

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28. August 2007 um 18:17

@seestern
Du hast recht, die doofen sind die Frauen. Ich habe mich auch schon oft gefragt, wieso sich die Frauen nicht zusammentun und gegen den Mann "vorgehen". Eigentlich müssten die beiden echt zusammenhalten und ihn in die Wüste schicken... Aber wieso macht das bloß fast keiner? Sind die Männer wirklich sooo wichtig?

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31. August 2007 um 19:39
In Antwort auf aeron_11940124

Was sind das denn für fragen ?

frag mal einen alki, warum er säuft ?

frag mal einen junkie, warum der drogen nimmt ?

frag mal einen raser, warum er immer zu schnell fährt ?

frag mal einen kleptomanen, warum er klaut ?

frag mal einen raucher, warum er raucht ?

frag mal einen mann, warum er fremdgeht ?

frag mal eine frau, warum sie fremdgeht ?

frag mal einen hundebesitzer, warum er seinen hundehaufen nicht weg macht ?

frag mal einen masochisten, warum er schmerzen toll findet ?

frag mal einen steuerhinterzieher, warum der keine steuern zahlt ?

frag mal einen geschassten vorstandsvorsitzenden, warum der millionen für seine wirtschaftsverbrechen bekommt ?


ich frag mich gerade, warum ich überhaupt hier antworte ? höre daher auf.

lg
h


Was sind denn das für antworten
geliebte sein ist keine krankheit.

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31. August 2007 um 19:51
In Antwort auf myf_11895328

Danke Tatoo...
... das war einer der interessantesten Beiträge, die ich hier je gelesen habe.

Anne

Schließe mich an
bringt alle formen auf den punkt

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31. August 2007 um 20:46

Immer diese Moral
Natuerlich hat Geliebte\Geliebter sein einen immensen Abenteuer Faktor. Bekanntlich sind die suessesten Fruechte die verbotenen!!! Einmal angefangen kann man nicht mehr aufhoeren

Ich glaube vorallem der Nervenkitzel ist der Reitz und natuerlich das neue.
Ich sehe das frei nach dem Motto, was der Partner zu Hause nicht weiss, macht ihn nicht heiss. Ich glaube in dieser Hinsicht ist es fuer eine Beziehung immer besser seine Affairen fuer sich zu behalten, man verletzt den anderen nur. Ausserdem geht fremdgehen nicht mit einem nicht lieben des Partners Hand in Hand.
Sicher kommen jetzt gleich die ersten Aufschreie wie unmoeglich, gemeim, unmoralisch etc. dieses Verhalten ist, aber man sollte sich dazu mal ueberlegen das die Moral in unsrer Gesellschaft schlicht anerzogen ist. Ich glaube in dieser Hinsicht muss jeder eigene Richtlinien finden.

lg c

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31. August 2007 um 20:47
In Antwort auf shadia_12857281

Was sind denn das für antworten
geliebte sein ist keine krankheit.

Das weiss ich
steuern hinterziehen auch nicht.
ich fand einfach die fragestellung oberflächlich und unkonkret.
deswegen habe ich mich auch nicht mehr dazu geäußert. und werde es in diesem thread auch nicht mehr tun.

lg
h

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1. September 2007 um 10:23

Ahh, wenigstens du
hast die ironie erkannt. daaanke dir.

für uns alle ein superschönes we, nutzen wir unsere lebenszeit *g*, bis bald chaos,

lg
h

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2. September 2007 um 13:27
In Antwort auf aeron_11940124

Das weiss ich
steuern hinterziehen auch nicht.
ich fand einfach die fragestellung oberflächlich und unkonkret.
deswegen habe ich mich auch nicht mehr dazu geäußert. und werde es in diesem thread auch nicht mehr tun.

lg
h

Danke...
...manche brauchen halt etwas länger, um zu merken, dass sie fehl am Platz sind...

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3. September 2007 um 23:31

Sina0307
sina0307 Es ist doch so sei mal ehrlich
das DU bei irgendeinem tüpen auf die schnauze
gefallen bist einer wo dir Gott und die Welt
versprochen hat und dich dann ;Umstände; halber
sitzen Lis. Buuu und jetzt sind alle Männer so wie der eine.
Nur dein götterfreund der ist der Held. Da er ja immer zu dir gehalten hat.
Ach und bei dir fallen mir immer die bassenden Lieder ein
Songtext: La Fee - HEUL DOCH
Lg tom

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