Forum / Liebe & Beziehung

Geldaufteilung in der Partnerschaft während der Karenz/Teilzeit

Letzte Nachricht: 30. August um 14:51
28.08.21 um 19:29

Liebe Leute, ich darf euch hier kurz um eure Meinungen bitten, da ich mir mittlerweile nicht mehr ganz sicher bin ob hier das Problem bei mir liegt oder nicht.
Mein Mann und ich haben früher ungefähr das gleiche verdient, ich sogar etwas besser als er (ca 2300 netto). Für uns war es klar dass wir gemeinsame Kosten wie Miete, Strom, Essen etc auch gemeinsam zahlen und jeder sein eigenes Konto für Sonderausgaben und Spielereien, sparen etc. behält für die er sich auch nicht rechtfertigen muss.
Seit ich in Karenz bin bin verdiene ich ich natürlich um einiges weniger, würde sagen ca 1800 pro monat und die ganzen Boni/sommer/Winter und Bereitschaftsdienst fällt weg, also insgesamt kriege ich minimum 14.000€ weniger, und das nur in der Zeit der Karenz. Seit 2 Monaten arbeite ich früher als geplant geringfügig, bekomme also wieder ein paar Hundert dazu. Wenn ich in ca 6 Monaten wieder Teilzeit arbeite, bekomme ich insgesamt nochmal weniger, würde sagen ca 1550€ alles zusammen. Und dann kommt ja vielleicht noch ein zweites Kind und dann noch weniger Geld.

Bisher ist es allerdings immer noch so, dass ich die gemeinsam Kosten zur Hälfte trage und mein Mann macht keine Anstalten, dass wir das irgendwie anders regeln könnten. Als ich es mal angesprochen habe war er eigentlich echt sauer und hat gefragt ob ich denn jetzt Angst habe, dass ich zu wenig bekomme oder um was es mir genau und das halt jetzt mal er mehr als ich verdient was seiner Meinung nachher okay ist. Ich brauche ja nicht so viel Geld wie er, war noch nie im Minus deswegen und überhaupt darf ich ja beim Kind bleiben, was ja nicht nur Arbeit sondern auch sehr schön ist, und ich arbeite ja auch weniger. Da ist mir dann schon blöd vorgekommen und ich habe ihm auch gesagt, dass es da einfach auch um Anerkennung und Gerechtigkeit geht.
Er gibt sein Geld gerne für seine Werkstatt aus, das ist ja legitim, ich glaube er hat Angst, dass ich ihn da zukünftig limitierten würde.

Gleichzeitig sagt er, dass er das nie könnte, den ganzen Tag zu Hause mit Kind und mich total bewundert. Und vor ein paar Wochen hat er sich beschwert, dass er kein Geld mehr hat weil er 2 Monate in Karenz war und dadurch auch weniger gekriegt hat als sonst, da hab ich gesagt mir geht's seit Monaten so, hallo?? 

Außerdem sieht er sich denke ich schon als "Versorger" der Familie und betont gerne wie viel er arbeitet, wobei ich von dem Geld ja de facto gar nichts habe, weil jeder einfach weiterhin die Hälfte bezahlt. Wenn ich das sagen würde würden wir uns aber gewaltig fetzen denke ich. Ich komme mit meinem Geld aus, da ich recht sparsam bin, daher brauche ich sein Geld auch nicht und alleine aus Stolz würde ich ihn nicht um Geld bitten wenn ich es nicht wirklich bräuchte.

Mir geht es aber ehrlich gesagt hier auch ums PRINZIP, wir sind eine Familie und ich will keine Bittstellerin sein und meine Pension wird sich dadurch, dass ich im Endeffekt die meiste Zeit beim Kind bin natürlich auch schmälern irgendwann...

Andererseits denke iCh mir ist ist es vielleicht kleinlich von mir, mir darüber darüber überhaupt Gedanken zu machen wenn ich das Geld ja wirklich nicht brauche und spätestens in der Teilzeit muss er eh was dazu zahlen weils sich dann wirklich nicht mehr ausgehen wird..

Wie sind denn da eure Erfahrungen mit sowas?
Liebe Grüße 

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28.08.21 um 19:50
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Liebe Leute, ich darf euch hier kurz um eure Meinungen bitten, da ich mir mittlerweile nicht mehr ganz sicher bin ob hier das Problem bei mir liegt oder nicht.
Mein Mann und ich haben früher ungefähr das gleiche verdient, ich sogar etwas besser als er (ca 2300 netto). Für uns war es klar dass wir gemeinsame Kosten wie Miete, Strom, Essen etc auch gemeinsam zahlen und jeder sein eigenes Konto für Sonderausgaben und Spielereien, sparen etc. behält für die er sich auch nicht rechtfertigen muss.
Seit ich in Karenz bin bin verdiene ich ich natürlich um einiges weniger, würde sagen ca 1800 pro monat und die ganzen Boni/sommer/Winter und Bereitschaftsdienst fällt weg, also insgesamt kriege ich minimum 14.000€ weniger, und das nur in der Zeit der Karenz. Seit 2 Monaten arbeite ich früher als geplant geringfügig, bekomme also wieder ein paar Hundert dazu. Wenn ich in ca 6 Monaten wieder Teilzeit arbeite, bekomme ich insgesamt nochmal weniger, würde sagen ca 1550€ alles zusammen. Und dann kommt ja vielleicht noch ein zweites Kind und dann noch weniger Geld.

Bisher ist es allerdings immer noch so, dass ich die gemeinsam Kosten zur Hälfte trage und mein Mann macht keine Anstalten, dass wir das irgendwie anders regeln könnten. Als ich es mal angesprochen habe war er eigentlich echt sauer und hat gefragt ob ich denn jetzt Angst habe, dass ich zu wenig bekomme oder um was es mir genau und das halt jetzt mal er mehr als ich verdient was seiner Meinung nachher okay ist. Ich brauche ja nicht so viel Geld wie er, war noch nie im Minus deswegen und überhaupt darf ich ja beim Kind bleiben, was ja nicht nur Arbeit sondern auch sehr schön ist, und ich arbeite ja auch weniger. Da ist mir dann schon blöd vorgekommen und ich habe ihm auch gesagt, dass es da einfach auch um Anerkennung und Gerechtigkeit geht.
Er gibt sein Geld gerne für seine Werkstatt aus, das ist ja legitim, ich glaube er hat Angst, dass ich ihn da zukünftig limitierten würde.

Gleichzeitig sagt er, dass er das nie könnte, den ganzen Tag zu Hause mit Kind und mich total bewundert. Und vor ein paar Wochen hat er sich beschwert, dass er kein Geld mehr hat weil er 2 Monate in Karenz war und dadurch auch weniger gekriegt hat als sonst, da hab ich gesagt mir geht's seit Monaten so, hallo?? 

Außerdem sieht er sich denke ich schon als "Versorger" der Familie und betont gerne wie viel er arbeitet, wobei ich von dem Geld ja de facto gar nichts habe, weil jeder einfach weiterhin die Hälfte bezahlt. Wenn ich das sagen würde würden wir uns aber gewaltig fetzen denke ich. Ich komme mit meinem Geld aus, da ich recht sparsam bin, daher brauche ich sein Geld auch nicht und alleine aus Stolz würde ich ihn nicht um Geld bitten wenn ich es nicht wirklich bräuchte.

Mir geht es aber ehrlich gesagt hier auch ums PRINZIP, wir sind eine Familie und ich will keine Bittstellerin sein und meine Pension wird sich dadurch, dass ich im Endeffekt die meiste Zeit beim Kind bin natürlich auch schmälern irgendwann...

Andererseits denke iCh mir ist ist es vielleicht kleinlich von mir, mir darüber darüber überhaupt Gedanken zu machen wenn ich das Geld ja wirklich nicht brauche und spätestens in der Teilzeit muss er eh was dazu zahlen weils sich dann wirklich nicht mehr ausgehen wird..

Wie sind denn da eure Erfahrungen mit sowas?
Liebe Grüße 

Bitte übrigens nicht falsch verstehen, mir geht es hier prinzipiell nicht darum, dass es schlimm ist weniger zu verdienen wenn man ein Kind bekommt. Wenn es mir darum ginge würde ich keine Kinder bekommen sondern Karriere machen, das Kind ist jeden Cent Gehaltseinbuße wert. Ich hätte nur gedacht, dass mein Partner das genauso sieht, bzw dass ich ihm das auch wert bin und dass es jetzt nicht so ist irritiert mich ehrlich gesagt etwas... es geht ja immerhin auch in meine Altersvorsorge und ich würde sowieso das meiste wiederum für unsere Familie zu Seite legen

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28.08.21 um 23:44

Keine Ahnung was ihr da lebt, aber das ist keine Partnerschaft. Vielleicht eine Wohngemeinschaft mit Kind?

Das ist auch sein Kind und du kümmerst dich um euer Kind. Natürlich sollte er von sich aus finanziell ausgleichen was du weniger hast. 

Unglaublich was manche Frauen akzeptieren. 

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29.08.21 um 7:59

Lillybeth hat ja schon angedeutet, dass sie eure Aufteilung nicht versteht, und ich als Mann schließe mich da gerne an.

Am Einfachsten ist, wenn die Ausgaben des gemeinsamen Haushalts im Verhältnis der Einkommen aufgeteilt werden. Das muss nicht zu beckmesserisch betrieben werden, aber einmal im Halbjahr sollte man schon die Fixkosten und die variablen Kosten überprüfen und dann einen Ausgleich herbeiführen.

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29.08.21 um 9:52
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Liebe Leute, ich darf euch hier kurz um eure Meinungen bitten, da ich mir mittlerweile nicht mehr ganz sicher bin ob hier das Problem bei mir liegt oder nicht.
Mein Mann und ich haben früher ungefähr das gleiche verdient, ich sogar etwas besser als er (ca 2300 netto). Für uns war es klar dass wir gemeinsame Kosten wie Miete, Strom, Essen etc auch gemeinsam zahlen und jeder sein eigenes Konto für Sonderausgaben und Spielereien, sparen etc. behält für die er sich auch nicht rechtfertigen muss.
Seit ich in Karenz bin bin verdiene ich ich natürlich um einiges weniger, würde sagen ca 1800 pro monat und die ganzen Boni/sommer/Winter und Bereitschaftsdienst fällt weg, also insgesamt kriege ich minimum 14.000€ weniger, und das nur in der Zeit der Karenz. Seit 2 Monaten arbeite ich früher als geplant geringfügig, bekomme also wieder ein paar Hundert dazu. Wenn ich in ca 6 Monaten wieder Teilzeit arbeite, bekomme ich insgesamt nochmal weniger, würde sagen ca 1550€ alles zusammen. Und dann kommt ja vielleicht noch ein zweites Kind und dann noch weniger Geld.

Bisher ist es allerdings immer noch so, dass ich die gemeinsam Kosten zur Hälfte trage und mein Mann macht keine Anstalten, dass wir das irgendwie anders regeln könnten. Als ich es mal angesprochen habe war er eigentlich echt sauer und hat gefragt ob ich denn jetzt Angst habe, dass ich zu wenig bekomme oder um was es mir genau und das halt jetzt mal er mehr als ich verdient was seiner Meinung nachher okay ist. Ich brauche ja nicht so viel Geld wie er, war noch nie im Minus deswegen und überhaupt darf ich ja beim Kind bleiben, was ja nicht nur Arbeit sondern auch sehr schön ist, und ich arbeite ja auch weniger. Da ist mir dann schon blöd vorgekommen und ich habe ihm auch gesagt, dass es da einfach auch um Anerkennung und Gerechtigkeit geht.
Er gibt sein Geld gerne für seine Werkstatt aus, das ist ja legitim, ich glaube er hat Angst, dass ich ihn da zukünftig limitierten würde.

Gleichzeitig sagt er, dass er das nie könnte, den ganzen Tag zu Hause mit Kind und mich total bewundert. Und vor ein paar Wochen hat er sich beschwert, dass er kein Geld mehr hat weil er 2 Monate in Karenz war und dadurch auch weniger gekriegt hat als sonst, da hab ich gesagt mir geht's seit Monaten so, hallo?? 

Außerdem sieht er sich denke ich schon als "Versorger" der Familie und betont gerne wie viel er arbeitet, wobei ich von dem Geld ja de facto gar nichts habe, weil jeder einfach weiterhin die Hälfte bezahlt. Wenn ich das sagen würde würden wir uns aber gewaltig fetzen denke ich. Ich komme mit meinem Geld aus, da ich recht sparsam bin, daher brauche ich sein Geld auch nicht und alleine aus Stolz würde ich ihn nicht um Geld bitten wenn ich es nicht wirklich bräuchte.

Mir geht es aber ehrlich gesagt hier auch ums PRINZIP, wir sind eine Familie und ich will keine Bittstellerin sein und meine Pension wird sich dadurch, dass ich im Endeffekt die meiste Zeit beim Kind bin natürlich auch schmälern irgendwann...

Andererseits denke iCh mir ist ist es vielleicht kleinlich von mir, mir darüber darüber überhaupt Gedanken zu machen wenn ich das Geld ja wirklich nicht brauche und spätestens in der Teilzeit muss er eh was dazu zahlen weils sich dann wirklich nicht mehr ausgehen wird..

Wie sind denn da eure Erfahrungen mit sowas?
Liebe Grüße 

Meine Meinung: Scheint mir nicht gerecht, wie es bei euch abläuft.

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29.08.21 um 10:14

Was du da schreibst macht mich richtig wütend. Wütend, weil es immer noch Männer gibt, die so denken und Frauen, die sich damit arrangieren.
Bitte lass dir das nicht gefallen und tappe nicht in die Betreuungsfalle. Lass es dir nicht gefallen, dass nur weil du jetzt zuhause beim GEMEINSAMEN Kind bist und dadurch weniger verdienst, plötzlich kein vollwertiges Mitspracherecht bei finanziellen Dingen hast.
Wir praktizieren es so, dass alle Einkünfte auf ein gemeinsames Haushaltskonto fließen und von dort gehen alle Zahlungen weg. Jeder hat darf außerdem einen monatlich fixen und für beide selbstverständlich GLEICHEN Betrag auf sein persönliches Konto überweisen als "Taschengeld".
Ich bin der Meinung es würde dir sogar die Hälfte seiner pensionszahlungen zustehen, Sprichwort Pensionssplitting. Ich weiß nicht wie das in Deutschland geregelt ist, in Österreich ist das leider nur freiwillig derzeit.

Sprich nochmal in Ruhe und ohne Vorwürfe mit ihm darüber, evtl auch mit Unterstützung eines Freundes oder so. Falls er sich in keinster Weise komptomissbereit zeigt, wäre das für mich persönlich ein Grund an der Partnerschaft zu zweifeln.

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30.08.21 um 14:51

Liebe Leute, danke für eure Antworten. Ich habe die monatliche Abrechnung der gemeinsamen Kosten gestern genutzt um meine Bedenken anzusprechen und mein Mann hat gemeint, dass ich mir keine Sorgen machen soll und wir einen Modus finden werden, bei dem er mehr zahlt. Ich glaube, das mit der Pension und dass mir am Ende wirklich sehr viel weniger übrig bleibt als ihm hatte er so nicht am Schirm. Genauso wenig, dass mich das wirklich stört/gekränkt hat. Ich bin dabei eine Aufstellung zu machen die zeigt, was mir über die nächsten Jahre im Vergleich zu ihm weniger bleiben wird und wir werden das gerecht lösen, vermutlich in dem er den Großteil der gemeinsamen Kosten tragen wird...

Wie teilt ihr euch das so auf? 
Hab schon von Leuten gehört, die alles zusammen werfen und dann alles was nach Abzug der gemeinsamen Kosten übrig bleibt auf die 2 Konten aufteilen. 
Das klingt eigentlich auch ganz gut, die Pensionslücke schließt es aber auch nicht wirklich.. 
Das mit dem Pensionssplitting werden wir aber vermutlich machen, ja. 

Liebe Grüße 

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