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Geiz als Gewalt?

3. April 2008 um 15:42

Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren miteinander bekannt und seit 2 Jahren verheiratet - nicht glücklich, wie ich meine. Seit einem halben Jahr habe ich einen Zweitwohnsitz, aber ich wohne zeitweise auch noch im gemeinsamen Haus (steinigt mich bitte nicht für die Inkonsequenz). Ich möchte mich scheiden lassen, aber ich habe absolut keinen Rückhalt, wenn es hart auf hart kommt.

Um unser Problem zu verstehen, muss man meine Lebensgeschichte kennen. Nach meinem Studium war es sehr schwer für mich, eine adäquate Stelle zu finden. Als Kulturwissenschaftlerin hat man es leider nicht leicht, auch nicht mit ausgezeichneten Zeugnissen und Referenzen. Ich musste leider Jobs annehmen, die unter meinem Ausbildungsniveau waren, und habe mich zudem aufgrund der Notwendigkeit selbständig gemacht, um Geld zu verdienen und unabhängig zu bleiben. Erst jetzt, drei Jahre nach dem Studium, habe ein wirklich gutes Jobangebot, das mich auch fachlich herausfordert.

Unser Kernproblem war schon immer "Geld". Ich stamme aus einer gutsituierten Familie (beide eltern Akademiker), habe jedoch aufgrund schwerwiegender persönlicher Differenzen keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern. Er hingegen stammt aus einer einfacheren Familie, in der das Lebensmotto das "Hocharbeiten" galt, hatte jedoch das Glück, dass seine generöse Mutter ihm fast ihr gesamtes Erbe vermacht hat. Während meine Eltern prinzipiell vermögender waren als seine, hat er dennoch immer mehr Besitztümer gehabt. Und obwohl ich ein Einzelkind bin und er einen Bruder hat, kann ich gut mit anderen Menschen teilen, er aber überhaupt nicht. Hinzu kommt, dass er, während meiner Jahre der engagierten Jobsuche und Selbständigkeit, stets einen gutbezahlten, krisensicheren Arbeitsplatz innehatte und weder Krisen noch Mobbing noch Ängste kannte.

Von Anfang an offenbarte er, dass es ihm unmöglich ist, zu teilen. Im Grunde denke ich mit einem Lächeln daran: den Cappucchino beim ersten Date wollte er tatsächlich nur hälftig bezahlen. Während vieler Jahre der Beziehung ist er sage und schreibe nur ein einziges Mal mit mir zusammen einkaufen gegangen und hat mir eine Tasche gekauft, aber das war mir aufgrund seines ablehnend-gezwungenen Verhaltens so unangenehm, dass ich den Verlauf nicht nochmals wiederholen möchte. Manche Situationen sind noch weniger scherzhaft. Auch innerhalb unserer Ehe herrschen klare "Geldverteilungen": was ich verdiene, gehört mir, und wenn ich darüberhinaus Geld benötige, muss ich es ihm zurückzahlen. Auch das ginge noch an, doch es nimmt grössere Ausmasse an. Während meiner Phase der Selbständigkeit, als es nicht so gut lief, terrorisierte er mich fast. Er wird sofort aggressiv, sobald er den eindruck gewinnt, dass ich nicht genug "einbringe" und etwa von ihm abhängig werden könnte. Als ich z.B. einmal eine Kooperation ausschlug, weil ich ein ungutes Bauchgefühl dabei hatte, hat er mich angebrüllt und mit Blicken und Gesten schikaniert. Noch gestern wurde er aggressiv, weil er derzeit viele Rechnungen zu bezahlen hat und ich beruflich noch nicht so etabliert bin, dass ich ihn unterstützen kann.

In Gedanken nannte ich ihn schon manchmal "Zuhälter". Das ist böse und unangemessen, ich weiss. Aber es scheint doch so, dass er nur mit einer sehr vermögenden oder exorbitant gut verdienenden Frau ein glückliches Leben zu führen imstande ist. Heute ist mir etwas passiert, was mir die Dringlichkeit unseres Problems bewusst gemacht hat. Ich arbeite neben dem neuen Job noch auf 400-Eur-Basis selbständig. Aufgrund seiner fortgesetzten Szenen wegen angeblicher Geldknappheit habe ich nun meinen Kooperationspartner entgegen meiner ursprünglichen Absicht mit einem unaufgeforderten Arbeitsauftrag "überfahren", woraufhin er verständlicherweise sehr ungehalten reagiert hat. Ich schäme mich fast für mein Verhalten, denn eigentlich bin ich weder materialistisch, noch unhöflich, aber der druck lässt mich unangemessen handeln. Durch diesen anhaltenden Terror, aber wohl auch meine eigene Unfähigkeit, mich dem zu entziehen, reagiere ich schon nicht mehr so, wie ich das von mir gewöhnt bin und wie es situationsangemessen ist.

Ich habe manchmal Angst, nicht seelisch gesund bleiben zu können, wenn ich in dieser Ehe bleibe. Nein, ich werde NICHt geschlagen, aber ich habe seit Jahren nicht mehr gelacht. Ich fühle mich wie ein Dienstbote, der missachtend behandelt wird. Andererseits habe ich tatsächlich Existenzängste, wenn ich mich trenne...so sicher ist die berufliche Perspektive nun auch nicht...es ist einfach alles ungewiss.

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3. April 2008 um 15:59

Reden?
Kann man mit ihm reden, oder wird er gleich Aggressiv? Denn das wäre im Normalfall die beste Lösung, da ich selbst einen Partner habe, der bei Gesprächen schnell aggressiv reagiert, kann ich es nachvollziehen, wenn das nicht klappt.

Psychologisch erkläre ich mir sein Verhalten so:
1. Er ist in einer nicht so reichen Familie aufgewachsen und weiß wie es ist kein Geld zu haben. Deshalb hat er Angst davor, dass ihr pleite geht (wenn auch unbegründet). Du hingegen bist finanziell sicher aufgewachsen, deshalb misst du Geld nicht soviel Bedeutung bei (das ist auch richtig so).
2. Er hat Angst davor ausgenutzt zu werden. Vielleicht hat er ein schlechtes Selbstwertgefühl und bildet sich ein, du könntest nur wegen des Geldes mit ihm zusammen sein.

Auf jeden Fall ist sein Geiz jedoch krankhaft. Leider ist mir dieses Verhalten schon oft aufgefallen bei anderen Menschen, die entweder reich oder arm waren. Woran es liegt? Ich weiß es nicht. Vielleicht auch einfach Egoismus, aber bei einer Freundin ist es ähnlich wie bei dir. Sie heult mir ständig die Ohren voll, dass ihr Freund ihr nie was schenkt, dabei geht es ihr nur um die Geste. Aber nichts. Ich glaube schon, dass er Dich liebt, aber viele Männer heutzutage sind leider absolut egofixiert. Für sie zählt nur: Ihr Vergnügen, sie wollen der Mittelpunkt sein... Du bist halt für ihn etwas, dass ihm Genuss bereitet, aber er ist nicht bereit dafür etwas von sich herzugeben.

Wenn du es als Terror empfindest, wenn du so unglücklich bist, dann würde ich ernsthaft über eine Trennung nachdenken.
Wenn da aber noch Gefühle sind, dann versuche ihm zu zeigen, dass du ihn auch ohne Geld lieben würdest, aber dass du nicht für seine Rechnungen verantwortlich bist, solange er sein Geld nur für sich ausgibt.

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3. April 2008 um 16:12
In Antwort auf mayla_11873833

Reden?
Kann man mit ihm reden, oder wird er gleich Aggressiv? Denn das wäre im Normalfall die beste Lösung, da ich selbst einen Partner habe, der bei Gesprächen schnell aggressiv reagiert, kann ich es nachvollziehen, wenn das nicht klappt.

Psychologisch erkläre ich mir sein Verhalten so:
1. Er ist in einer nicht so reichen Familie aufgewachsen und weiß wie es ist kein Geld zu haben. Deshalb hat er Angst davor, dass ihr pleite geht (wenn auch unbegründet). Du hingegen bist finanziell sicher aufgewachsen, deshalb misst du Geld nicht soviel Bedeutung bei (das ist auch richtig so).
2. Er hat Angst davor ausgenutzt zu werden. Vielleicht hat er ein schlechtes Selbstwertgefühl und bildet sich ein, du könntest nur wegen des Geldes mit ihm zusammen sein.

Auf jeden Fall ist sein Geiz jedoch krankhaft. Leider ist mir dieses Verhalten schon oft aufgefallen bei anderen Menschen, die entweder reich oder arm waren. Woran es liegt? Ich weiß es nicht. Vielleicht auch einfach Egoismus, aber bei einer Freundin ist es ähnlich wie bei dir. Sie heult mir ständig die Ohren voll, dass ihr Freund ihr nie was schenkt, dabei geht es ihr nur um die Geste. Aber nichts. Ich glaube schon, dass er Dich liebt, aber viele Männer heutzutage sind leider absolut egofixiert. Für sie zählt nur: Ihr Vergnügen, sie wollen der Mittelpunkt sein... Du bist halt für ihn etwas, dass ihm Genuss bereitet, aber er ist nicht bereit dafür etwas von sich herzugeben.

Wenn du es als Terror empfindest, wenn du so unglücklich bist, dann würde ich ernsthaft über eine Trennung nachdenken.
Wenn da aber noch Gefühle sind, dann versuche ihm zu zeigen, dass du ihn auch ohne Geld lieben würdest, aber dass du nicht für seine Rechnungen verantwortlich bist, solange er sein Geld nur für sich ausgibt.

Bilanz
Hab vielen Dank für deine gute, informative Antwort. Ich denke mir auch, dass unsere unterschiedlichen Prägungen in Bezug auf Materielles sehr stark auf unseren Alltag einwirken.

Ich denke momentan sehr intensiv über unsere Beziehung im allgemeinen nach und erkenne mehr und mehr, dass diese zwar nicht katastrophal schlecht, aber einfach nicht bedürfnisadäquat ist.

Es ist ja nicht damit getan, dass es einem gut geht, oder? Ihm geht es hervorragend. Ich bin für ihn der Hauptgewinn. Und er für mich...? Nein, er ist kein schlechter Charakter, kein Säufer oder schläger, nicht einmal besonders unordentlich oder flirtaktiv, aber unsere Bilanz ist völlig unausgewogen. Meine Bilanz genauergesagt. Er bringt mir nicht genug entgegen: nicht genug reife, nicht genug Einfühlung, nicht genug Männlichkeit. Ich komme mir vor wie dienstbiotin und versorgende Mutti, aber keinesfalls als umwiorbene Frau. Fallen lassen kann ich mich nie. Ich weiss, dass er mich nicht auffängt...es nicht kann, will und auch überhaupt nicht versteht...er ist nicht erwachsen genug für mich.

Ich weiss nicht, ob man das grundlegende Ungleichgewicht mit einer Eheberatung austarieren kann...

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3. April 2008 um 16:23

Hallo sonnenblume293 ,
ja was meinst du denn was seinerseits geschieht wenn du wirklich mal keinen Job hast? Setzt er dich dann vor die Tür? Da stellt sich mir die Frage, ob es nicht besser ist du ziehst aus.

Solltest du unbedingt bei ihm bleiben wollen, wird das Verhältnis ja wohl eher grauenhafter als besser, da sich seine "Macke" eher ausweiten wird als zurückgehen.

Eoher willst du denn wissen, dass du nach einer Trennung Existenzängste haben wirst? Genauso ist es möglich, dass du wieder aufblühst und lachen kannst. Eine Beziehung in der nicht gelacht wird ist eindeutuig krankmachend.

Der Druck unter dem du leidest scheint mir hausgemacht zu sein. Schau ich mir meine finanzielle Situation an, so müsste ich nach deinen Wertvorstellungen längst untergegangen sein. Bin ich aber nicht!

Wie kommt es eigentlich, dass du neben deinem eigentlichen Einkommen noch einen 400 Job haben kannst? Das kann sich ja kaum lohnen, da ja der Nebenjob + Hauptjob zusammen gerechnet werden. Sonst könnte man ja einfach mehrere 400 Jobs machen und wär Abgabenmäßig fein aus dem Schneider.

Meiner Empfindung nach wäre es gut du würdest ihn so schnell wie möglich verlassen. Ich schreib sowas normalerweise nicht, doch hier trifft es zu. Du versuchst in ihm einen Halt - hauptsächlich finanziell- zu haben. Er verweigert dir dies und von deiner Sicht aus bist du genauso im elend wie ohne ihn.

Mal abgesehen von euren persönlichen Problemen, soweit mir bekannt ist man in einer Ehe verpflichtet auch für den anderen einzustehen.
Erinnere ihn mal daran!
LG

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3. April 2008 um 16:23
In Antwort auf sonnenblume293

Bilanz
Hab vielen Dank für deine gute, informative Antwort. Ich denke mir auch, dass unsere unterschiedlichen Prägungen in Bezug auf Materielles sehr stark auf unseren Alltag einwirken.

Ich denke momentan sehr intensiv über unsere Beziehung im allgemeinen nach und erkenne mehr und mehr, dass diese zwar nicht katastrophal schlecht, aber einfach nicht bedürfnisadäquat ist.

Es ist ja nicht damit getan, dass es einem gut geht, oder? Ihm geht es hervorragend. Ich bin für ihn der Hauptgewinn. Und er für mich...? Nein, er ist kein schlechter Charakter, kein Säufer oder schläger, nicht einmal besonders unordentlich oder flirtaktiv, aber unsere Bilanz ist völlig unausgewogen. Meine Bilanz genauergesagt. Er bringt mir nicht genug entgegen: nicht genug reife, nicht genug Einfühlung, nicht genug Männlichkeit. Ich komme mir vor wie dienstbiotin und versorgende Mutti, aber keinesfalls als umwiorbene Frau. Fallen lassen kann ich mich nie. Ich weiss, dass er mich nicht auffängt...es nicht kann, will und auch überhaupt nicht versteht...er ist nicht erwachsen genug für mich.

Ich weiss nicht, ob man das grundlegende Ungleichgewicht mit einer Eheberatung austarieren kann...

Die Frage ist auch
ob deine Gefühle stark genug sind. Ich habe mir gerade nochmal die letzten Sätze deines Hauptbeitrages angesehen und da klingt so durch, dass du eventuell tatsächlich nur noch mit ihm zusammen bist, weil du eine finanziell ungesicherte Zukunft vor dir hast. Das finde ich nicht schlimm, jeder kennt solche Gedanken und heutzutage muss man gerade als Akademiker oft sehen wo man bleibt. Aber vielleicht spürt er ja diese Einstellung in dir, diese Zweifel und ahnt, dass du tatsächlich finanziell abschätzt ob es nicht schlauer wäre mit ihm zusammenzubleiben.

Wenn du die Beziehung retten willst, dann musst du ihm das Gegenteil beweisen.

Dass man einen Mann als nicht männlich genug empfindet hat oft etwas damit zu tun, dass er einem zu wenig Aufmerksamkeit schenkt, zu wenig Komplimente, zu wenig Begierde und Leidenschaft. Ich bin selbst kein Profi darin, wie man sich einem Mann gegenüber in diesem Fall verhalten soll, meine Beziehung ist im Moment ebenfalls ziemlich daneben.

Sollst du dich zurückziehen? Oder ihm mehr Aufmerksamkeit deinerseits schenken? Ihn vor die Wahl stellen? Wie hat er auf die getrennten Wohnungen reagiert, was hat dich einmal an ihm gereizt, dass ihr ein Paar geworden seid, wieviel ist davon noch übrig?

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3. April 2008 um 16:28
In Antwort auf alte_12534643

Hallo sonnenblume293 ,
ja was meinst du denn was seinerseits geschieht wenn du wirklich mal keinen Job hast? Setzt er dich dann vor die Tür? Da stellt sich mir die Frage, ob es nicht besser ist du ziehst aus.

Solltest du unbedingt bei ihm bleiben wollen, wird das Verhältnis ja wohl eher grauenhafter als besser, da sich seine "Macke" eher ausweiten wird als zurückgehen.

Eoher willst du denn wissen, dass du nach einer Trennung Existenzängste haben wirst? Genauso ist es möglich, dass du wieder aufblühst und lachen kannst. Eine Beziehung in der nicht gelacht wird ist eindeutuig krankmachend.

Der Druck unter dem du leidest scheint mir hausgemacht zu sein. Schau ich mir meine finanzielle Situation an, so müsste ich nach deinen Wertvorstellungen längst untergegangen sein. Bin ich aber nicht!

Wie kommt es eigentlich, dass du neben deinem eigentlichen Einkommen noch einen 400 Job haben kannst? Das kann sich ja kaum lohnen, da ja der Nebenjob + Hauptjob zusammen gerechnet werden. Sonst könnte man ja einfach mehrere 400 Jobs machen und wär Abgabenmäßig fein aus dem Schneider.

Meiner Empfindung nach wäre es gut du würdest ihn so schnell wie möglich verlassen. Ich schreib sowas normalerweise nicht, doch hier trifft es zu. Du versuchst in ihm einen Halt - hauptsächlich finanziell- zu haben. Er verweigert dir dies und von deiner Sicht aus bist du genauso im elend wie ohne ihn.

Mal abgesehen von euren persönlichen Problemen, soweit mir bekannt ist man in einer Ehe verpflichtet auch für den anderen einzustehen.
Erinnere ihn mal daran!
LG

Zum 400 -Job
einmalig Darf ein Mini-Job zur Hauptbeschäftigung dazu ausgeübt werden. Jeder weitere wird dazugerechnet.

@Topic:
Wenn du seit Jahren nicht mehr lachen konntest ist das doch kein Leben mehr. Trenne dich von dem A....

LG

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3. April 2008 um 16:29
In Antwort auf mayla_11873833

Die Frage ist auch
ob deine Gefühle stark genug sind. Ich habe mir gerade nochmal die letzten Sätze deines Hauptbeitrages angesehen und da klingt so durch, dass du eventuell tatsächlich nur noch mit ihm zusammen bist, weil du eine finanziell ungesicherte Zukunft vor dir hast. Das finde ich nicht schlimm, jeder kennt solche Gedanken und heutzutage muss man gerade als Akademiker oft sehen wo man bleibt. Aber vielleicht spürt er ja diese Einstellung in dir, diese Zweifel und ahnt, dass du tatsächlich finanziell abschätzt ob es nicht schlauer wäre mit ihm zusammenzubleiben.

Wenn du die Beziehung retten willst, dann musst du ihm das Gegenteil beweisen.

Dass man einen Mann als nicht männlich genug empfindet hat oft etwas damit zu tun, dass er einem zu wenig Aufmerksamkeit schenkt, zu wenig Komplimente, zu wenig Begierde und Leidenschaft. Ich bin selbst kein Profi darin, wie man sich einem Mann gegenüber in diesem Fall verhalten soll, meine Beziehung ist im Moment ebenfalls ziemlich daneben.

Sollst du dich zurückziehen? Oder ihm mehr Aufmerksamkeit deinerseits schenken? Ihn vor die Wahl stellen? Wie hat er auf die getrennten Wohnungen reagiert, was hat dich einmal an ihm gereizt, dass ihr ein Paar geworden seid, wieviel ist davon noch übrig?

Ach ja, finanziell
gesehen, wärst du nach einer Scheidung ja dann auch durch ihn gesichert, wenn es nur um das Geld geht. Und wenn alle Stricke reißen ist ja auch noch das Arbeitsamt da. So wenig Geld bekommst du da ja auch nicht. Ich finde das überhaupt nicht problematisch da etwas anzunehmen. Ohne ihn bist du auch unabhängiger und kannst ggf. in eine andere Stadt, weiter weg, ziehen, vielleicht Berlin, da gibt es mehr Jobs (natürlich wenn, vorher Job suchen). Das müsste er auch bei fortlaufender Beziehung verstehen.

Wir leben zum Glück nicht im Mittelalter, wie du dich auch entscheidest, verhungern wirst du in keinem Fall. Außerdem würde ich dir vielleicht raten auf Dauer den Kontakt zu deinen Eltern wieder aufzubauen, ich weiß allerdings nicht was da passiert es, wenn es etwas schlimmes war natürlich nicht. Aber es hört sich so an, als hättest du eine schöne Kindheit gehabt, warum nicht wieder da anknüpfen?

So oder so, wichtig ist, dass du an dich glaubst! Du hast dein Studium durchgezogen und zwar ein sehr interessantes, dass Du sicherlich freiwillig und gerne gemacht hast, sei stolz darauf!

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3. April 2008 um 16:59
In Antwort auf becca_11849415

Zum 400 -Job
einmalig Darf ein Mini-Job zur Hauptbeschäftigung dazu ausgeübt werden. Jeder weitere wird dazugerechnet.

@Topic:
Wenn du seit Jahren nicht mehr lachen konntest ist das doch kein Leben mehr. Trenne dich von dem A....

LG

Danke..
für die Info. Find ich trotzdem etwas eingenartig vom Gesetzgeber, da mehrer Mini-Jobs ja nicht möglich sind.
LG

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3. April 2008 um 18:04
In Antwort auf mayla_11873833

Ach ja, finanziell
gesehen, wärst du nach einer Scheidung ja dann auch durch ihn gesichert, wenn es nur um das Geld geht. Und wenn alle Stricke reißen ist ja auch noch das Arbeitsamt da. So wenig Geld bekommst du da ja auch nicht. Ich finde das überhaupt nicht problematisch da etwas anzunehmen. Ohne ihn bist du auch unabhängiger und kannst ggf. in eine andere Stadt, weiter weg, ziehen, vielleicht Berlin, da gibt es mehr Jobs (natürlich wenn, vorher Job suchen). Das müsste er auch bei fortlaufender Beziehung verstehen.

Wir leben zum Glück nicht im Mittelalter, wie du dich auch entscheidest, verhungern wirst du in keinem Fall. Außerdem würde ich dir vielleicht raten auf Dauer den Kontakt zu deinen Eltern wieder aufzubauen, ich weiß allerdings nicht was da passiert es, wenn es etwas schlimmes war natürlich nicht. Aber es hört sich so an, als hättest du eine schöne Kindheit gehabt, warum nicht wieder da anknüpfen?

So oder so, wichtig ist, dass du an dich glaubst! Du hast dein Studium durchgezogen und zwar ein sehr interessantes, dass Du sicherlich freiwillig und gerne gemacht hast, sei stolz darauf!

Danke
Danke Lyrah, für deine freundlichen und aufbauenden Worte.

Rein rechtlich schuldet er mir nichts und ich ihm nichts. Weder wäre ich "gesichert" nach einer Trennung, noch er, Ansprüche habe ich keine.

Da ich noch in der Probezeit bin, mache ich mir natürlich Sorgen, wie tragfähig die berufliche Seite einmal sein wird, zumal das in dieser Branche niemals wirklich feststeht...ich bin nicht leichtsinnig. Geld von einem Amt habe ich noch nie angenommen und käme mir auch sehr seltsam dabei vor - schuldig.

Den Kontakt zu meinen Eltern kann ich nicht wieder aufnehmen...das ist ein anderes Thema. Leider unmöglich. Es würde mir momentan auch nicht helfen, sondern mich nur weiter deprimieren.

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