Home / Forum / Liebe & Beziehung / Geht der Trend zur Zweitfrau?

Geht der Trend zur Zweitfrau?

10. Dezember 2007 um 0:16

Hallo Zusammen,

geht der Trend zur Zweitfrau? diese Frage beschäftigt mich aus aktuellem Anlass sehr.

Es passiert immer öfter, dass mir Männer, die in einer Beziehung sind, begegnen, die auf der Suche nach einer optimalen Ergänzung zu Ihrer eigentlichen Partnerin sind.

Dabei gibt es zwei Typen.

Typ 1: Er sagt von Anfang an, dass er sich in einer mehr oder weniger glücklichen Beziehung befindet. Diese möchte er auch nicht aufgeben. Er ist auf der Suche nach einer Frau für die schönen Dinge des Lebens.

Typ 2: Er verheimlicht erstmal seine Beziehung und lässt den Dingen seinen Lauf. Wenn es sich dann nicht mehr vermeiden lässt, gibt er es zu, dass er bereits eine Partnerschaft hat. Aber auch er möchte die Anwesenheit einer zweiten Frau nicht missen und alle damit verbundenen Annehmlichkeiten weiterhin genießen.

Bei beiden Typen geht es nicht vorrangig um Sex, sondern ebenso um nette Gespräche, Essen gehen oder Kino. Also um alles, was den Alltag ein wenig lebenswerter macht.

Dass sich bei beiden Fällen um Männer handelt, die die Vertrautheit einer festen Partnerschaft erhalten wollen, gleichzeitig aber auch den Reiz des Neuen erleben wollen, habe ich erkannt.

Die Frage nach dem Warum bleibt!

Insbesondere beschäftigt mich die Frage, weil es sich bei meinen Begegnungen um junge Männer handelte, deren Beziehung auf Grund Ihrer kurzen Dauer eigentlich noch gar keine klassische Routine aufweisen sollte.

Kann man seine Partnerin wirklich lieben, wenn man so vorsätzlich ihr Vertrauen missbraucht? Ist man glücklich in seiner Beziehung, wenn einem eine Menge zu fehlen scheint? Warum trennt man sich nicht, wenn einem der Partner nicht alles geben kann?

Ich bin auf Eure Erklärungsversuche und Erfahrungen gespannt.
Besonders interessant wäre natürlich die Meinung eines Mannes, der sein Leben wie beschrieben gestaltet.

Viele Grüße

Mehr lesen

10. Dezember 2007 um 11:07

Gute Frage
Ich antworte mal etwas unpopulistisch:

Warum man eine "Zweitfrau" möchte, wenn die eigentliche Beziehung noch jung und frisch ist, entzieht sich leider vollständig meiner Kenntnis und Vorstellungskraft. Mir ist schon bewusst, dass es das gibt, aber nachvollziehen kann ich es gerade nicht.

Verstehen hingegen kann ich es dann, wenn man eine lange, feste und vetraute Beziehung hat und das Gefühl des Frisch-Verliebt-Seins vermisst.
Und da mag ich behaupten, dass es nicht unbedingt der männliche Trend zur Zweitfrau ist, sondern der allgemeine Trend in unserer Gesellschaft, der dazu geht, dass man alles gleichzeitig haben will.
Frauen wollen eine super Karriere und gleichzeitig eine glückliche Familie mit vielen Kindern.
Dass das nur sehr selten so funktioniert, dass nichts zu kurz kommt, sagt uns keiner.
Stattdessen werden in Zeitschriften junge Karrierefrauen bewundert, weil sie ihre Familie und ihren Job so sper toll unter einen Hut bekommen.
Ob das wirklich immer so reibungslos funktioniert, oder wasx da evtl. an Bediensteten und Helfern hintendran hängt, wird verschwiegen.
Und eben genauso wollen Männer die liebevolle, fürsorgliche Ehefrau, und die leidenschaftliche Geliebte gleichzeitig. Wir sehen Stars aus Musik und Film oder Sport und Wirtschaft, die ihre Abende mit jungen Sexbomben verbringen und die Wochenenden auf dem Land mit Frau und Kindern.
Menschen wie Jagger, Beckenbauer, Hitzfeld, Clinton, meinem Chef und selbst meinem Vater, denen es allen über lange/längere Zeiträume gelungen scheint, beides zu haben. Männer des öffentlichen Lebens haben über Jahrzehnte ihre Frauen betrogen und sind doch nicht verlassen worden z.B.
Das wollen wir dann naturgemäß natürlich auch, und weil wir das an allen Ecken als Selbstverständlichkeit vorgelebt bekommen, finden wir das auch weniger schlimm.
Dadurch, dass es "alle machen", bekommt es eine andere, neue Moral, was die Wertigkeit von Vertauensmissbrauch deutlich absenkt.
Denn sie weiß ja von nichts, so schlimm ist das ja auch gar nicht, sie hat doch alles ...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Dezember 2007 um 21:14
In Antwort auf viorel_12735269

Gute Frage
Ich antworte mal etwas unpopulistisch:

Warum man eine "Zweitfrau" möchte, wenn die eigentliche Beziehung noch jung und frisch ist, entzieht sich leider vollständig meiner Kenntnis und Vorstellungskraft. Mir ist schon bewusst, dass es das gibt, aber nachvollziehen kann ich es gerade nicht.

Verstehen hingegen kann ich es dann, wenn man eine lange, feste und vetraute Beziehung hat und das Gefühl des Frisch-Verliebt-Seins vermisst.
Und da mag ich behaupten, dass es nicht unbedingt der männliche Trend zur Zweitfrau ist, sondern der allgemeine Trend in unserer Gesellschaft, der dazu geht, dass man alles gleichzeitig haben will.
Frauen wollen eine super Karriere und gleichzeitig eine glückliche Familie mit vielen Kindern.
Dass das nur sehr selten so funktioniert, dass nichts zu kurz kommt, sagt uns keiner.
Stattdessen werden in Zeitschriften junge Karrierefrauen bewundert, weil sie ihre Familie und ihren Job so sper toll unter einen Hut bekommen.
Ob das wirklich immer so reibungslos funktioniert, oder wasx da evtl. an Bediensteten und Helfern hintendran hängt, wird verschwiegen.
Und eben genauso wollen Männer die liebevolle, fürsorgliche Ehefrau, und die leidenschaftliche Geliebte gleichzeitig. Wir sehen Stars aus Musik und Film oder Sport und Wirtschaft, die ihre Abende mit jungen Sexbomben verbringen und die Wochenenden auf dem Land mit Frau und Kindern.
Menschen wie Jagger, Beckenbauer, Hitzfeld, Clinton, meinem Chef und selbst meinem Vater, denen es allen über lange/längere Zeiträume gelungen scheint, beides zu haben. Männer des öffentlichen Lebens haben über Jahrzehnte ihre Frauen betrogen und sind doch nicht verlassen worden z.B.
Das wollen wir dann naturgemäß natürlich auch, und weil wir das an allen Ecken als Selbstverständlichkeit vorgelebt bekommen, finden wir das auch weniger schlimm.
Dadurch, dass es "alle machen", bekommt es eine andere, neue Moral, was die Wertigkeit von Vertauensmissbrauch deutlich absenkt.
Denn sie weiß ja von nichts, so schlimm ist das ja auch gar nicht, sie hat doch alles ...

....ein sehr interessanter Gedanke
...da wäre ich gerne selber drauf gekommen.

Es kann wirklich gut sein, dass Personen des öffentlichen Lebens und der Einfluss der Medien die eigenen Wertvorstellungen beeinflussen oder auch die Hemmschwelle senken.

Es lässt sich eben einiges schönreden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Dezember 2007 um 22:11

Was mich noch mehr interessiert:
geht der Trend auch zum Zweitmann?

Was ihr hier schreibt ist ja alles richtig. Männer scheinen oft als weiteres Statussymbol (neben Haus, Familie, fettes auto etc) eine zweitfrau zu benötigen, einfach fürs Ego, einfach zum Spielen.

Findet man dieses Phänomen eigentlich genauso oft bei Frauen?.
Klischees gibt es ja hierfür auch: die reiche Ehefrau und der junge Gärtner z.B.

Ich selbst, obwohl auch schon betrogen worden, kann es mir überhaupt nicht vorstellen, mit einem anderen Mann außer dem meinem im Bett zu sein...

gruß,
Michaela

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Dezember 2007 um 22:33
In Antwort auf brandt_12917936

Was mich noch mehr interessiert:
geht der Trend auch zum Zweitmann?

Was ihr hier schreibt ist ja alles richtig. Männer scheinen oft als weiteres Statussymbol (neben Haus, Familie, fettes auto etc) eine zweitfrau zu benötigen, einfach fürs Ego, einfach zum Spielen.

Findet man dieses Phänomen eigentlich genauso oft bei Frauen?.
Klischees gibt es ja hierfür auch: die reiche Ehefrau und der junge Gärtner z.B.

Ich selbst, obwohl auch schon betrogen worden, kann es mir überhaupt nicht vorstellen, mit einem anderen Mann außer dem meinem im Bett zu sein...

gruß,
Michaela

Zweitmann???
Hallo Michaela,

ein "Zweitmann" ist für mich auch unvorstellbar. Würde dieses Bedürfnis aufkommen, würde ich mir die Frage stellen: Warum?

Außerdem wäre dieser Wunsch für mich ein Anzeichen, dass in meiner Beziehung etwas Grundlegendes schief läuft. Folge wäre reden, reden und nochmals reden. Sollte das ganze Reden nichts nützen, müsste wohl eine Trennung folgen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. Dezember 2007 um 12:27
In Antwort auf jemma_11905120

Zweitmann???
Hallo Michaela,

ein "Zweitmann" ist für mich auch unvorstellbar. Würde dieses Bedürfnis aufkommen, würde ich mir die Frage stellen: Warum?

Außerdem wäre dieser Wunsch für mich ein Anzeichen, dass in meiner Beziehung etwas Grundlegendes schief läuft. Folge wäre reden, reden und nochmals reden. Sollte das ganze Reden nichts nützen, müsste wohl eine Trennung folgen.

Hmmm
...das wird zwar sehr gerne als willkommen Ausrede von Männern benutzt, aber dennoch denke ich, dass wir uns nicht von jeder, von der Natur gelegten Vorgabe befreien können.
Unbestritten dürfte sein, dass Frauen im Allgemeinen deutlich kommunikativer sind als Männer.
Und sie nutzen Sex auch als Kommunikationsmittel, um ihre Liebe, Vertrauen, Nähe, Geborgenheit etc. auszudrücken. Das machen Männer erfahrungsgemäß weit weniger bis kaum/gar nicht.
Ich glaube man muss sich davon befreien, die Motive des anderen Geschlechts mit den eigenen zu vergleichen.
Männer und Frauen sind gleichberechtigt, aber eben nicht gleich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. Dezember 2007 um 15:04

TYP 3
Du hast den TYP 3 vergessen.

Das ist jener, der mehrere gleichberechtigte Partnerschaften am Laufen hat. Das ist zwar stressig, jedoch ein positiver, sehr gesunder Streß.

Nein ernsthaft, nätürlich geht der Trend zum Zweit-, Drittpartner oder Viertpartner und zwar bei Männern und Frauen. Es ist eine relativ unüberraschende Begleiterscheinung unserer immer individualistischer werdenden Gesellschaft.

Ausserdem ändert sich auch die Berufswelt. Wer alle paar Jahre umzieht, den Job wechselt und viel in seine Ausbildung investiert hat, der weiß, dass nichts für ewig ist und Nebenpartnerschaften für alle Beteiligten eine große Bereicherung sein können.

Aber es gilt auch hier: Jeder wie er es mag! Und bitte keine Moralpredigten von Leuten, die anders Leben (wollen).

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. April 2008 um 16:04

Ganz klar
ja, aber ich weiß nicht, ob es ein Trend ist, ich glaube, es liegt an vielen Dingen.
Ich kenne in meinem Umfeld nur wenige Männer, die nicht würden/haben, wenn sie die Gelegenheit bekommen/hätten und gleichzeitig wüssten, dass die Erstbeziehung zumindest anfangs unbeschadet bliebe.
Frauen sind da jedoch nicht anders. je unabhängiger, selbstbewusster, umso mehr gehen sie ihren Weg in Richtung emotionale, sexuelle Befriedigunhg, ohne deshalb ihr komplettes Leben auf den Kopf zu stellen.

aus meiner Beobachtung, Erfahrung im Bekannten-/KOllegenkreis sind besonders Schwangerschaften, die Zeiten kurz nach Eheschließungen/Zsammenziehen, Midlife-Alter Zeiten, in denen Männer besonders empfänglich sind. Für manche ist es eine Flucth aus der Verbindlichkeiten, für manche nur ein sich nehmen, was einem ganz allein gehört, quasi vorübergehender Ausstieg aus der übertriebenen "Wir-Orgie"
Es gibt jedoch auch solche, die von Anfang Treue auf Dauer für sich ausschließen und permanent offen sind, da sind es dann einzig Gelegenheiten, die den Ausschlag geben. Die Ehe/Beziehung im Hintergrund spielt natürlich auch eine Rolle, jedoch längst nicth so, wie oft angenommen. Es ist halt schon so, dass wenn es einmal passiert es, die Tür dazu offen ist, die "Gefahr", der Verlockung wieder zu erliegen, ist dann fast unausweichlich.

Ich hatte letztes Jahr eine Affäre zu einem Kollegen, von dem ich nicht mal wusste, dass seine Frau schwanger war... Kurz vor der Geburt erfuhr ich davon, er zog sich zurück. nun ist das Kind geboren, und ginge es nach ihm, würden wir uns wieder/weiter treffen. Damit komme ich aber nicht klar.
er ist übrigens nicht mal ein Jahr verheiratet und Anfang 30.... also nicht das, was man erwarten möchte.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

5. April 2008 um 20:39

Es gibt auch noch
Typ 3 : An ihn bin ich geraten.

Er sagte von Anfang an, dass er in einer Beziehung ist, sich aber sowieso trennen will wegen seiner Tochter, die seine Freundin hasst.

Also sein Motto: Ich trenne mich auf jeden Fall und Du (also ich) bist nicht mal Schuld daran.

Tja, das verspricht er seit Ende November und ich warte immer noch verzweifelt!!!

Und jetzt? Hilfe!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. April 2008 um 21:53

Vielleicht
liegts einfach daran,dass die meisten männer einfach zu dumm sind um beziehungen zu führen.erst zu feige das maul aufzumachen und zu sagen was nicht passt und dann hintenrum ne andere ... typisch mann.aber gibt ja auch immer die passende dumme,die sich so nen schlappschwanz angelacht hat.
also,wenn er so ein versager ist,sofort wegschmeissen und sich was besseres besorgen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. April 2008 um 2:36

Es gibt keinen Trend, das war schon immer so ..
Diverse historische Quellen belegen, daß der Mensch nie 100% monogam war und diverse Kulturformen haben einen deutlich lockereren Umgang mit der Sexualität als unsere von christlichen Werten geprägte "westliche Welt" gehabt.

Und da es ungefähr genausoviel Männlein wie Weiblein gibt, muss schon aus mathematischen Gründen davon ausgegangen werden, daß Frauen genauso gerne und oft fremdgehen. Es sei denn, all die verheirateten Fremdgänger kopulieren vorwiegend mit Single-Frauen (die müssten dann allerdings extrem ausgelastet sein ). Bedenkt man nun, daß Männer gewisse Altersgruppe bevorzugen, so kommt man zu dem Schluss, daß Frauen von 20-40 sogar mehr verschiedene Partner haben müssten, was sich auch statistisch belegen lässt. Nur zugeben dürfen sie es nicht, da aus evolutionär bedingten Gründen "untreue Schlampen" für Männer unattraktiv sind (es geht Ihm ja im Kern darum *seinen* Samen zu platzieren und möglichst keine Kuckuckskinder aufzuziehen).

Von daher: Entspannt euch. Fremdgehen gehört zum ganz normalen Verhaltensspektrum eines Menschleins.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram