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Gehen oder Kämpfen? Nach Umzug Krise - Brandenburg vs Bayern!

17. November 2014 um 10:59 Letzte Antwort: 18. November 2014 um 19:41

Hallo liebe Gofemininer...

wie einige hier wahrscheinlich suche ich Hilfe. Ich weiss gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll, deshalb schreibe ich erstmal wirr drauf los.

Ich bin ende Zwanzig. Habe bisher mein Leben gut gelebt. 2 fest Partner gehabt, einen guten Job mit sehr guter Bezahlung. Abi und Studium auf der Abendschule, Beförderung, gute Freunde etc.. Meinen besten Freund hatte ich auf der Arbeit und alte Schulfreunde und feste Menschen in meinem Leben waren um mich und liebten mich. 2010 zerbrach die Beziehung mit meinem Ex. Wir hatten alles, was ein paar sich wünschen könnte, außer leidenschaft füreinander. Nun sind wir gute Freunde. Mein leben und andere Freunde blieben und ich genoß das Singleleben. Damals ging es auch los mit einer Angststörung, welche ich 2 Jahre bis 2012 therapieren lassen habe. Das war auch erfolgreich. In diesen 2 Jahren single-Dasein habe ich einiges erlebt an Vollidioten die man kennenlernt, Krisen die man durchläuft und so weiter. U.a. war ich irgendwann 6 Wochen krankgeschrieben auf Grund depressiver Verstimmung und überforderung.

Nun habe ich Anfang 2013 aus meinem Job, welcher mir zwar Spass aber auch großen Druck bereitete, eine Pause gesucht und bin länger ins Ausland gegangen im letzten Jahr. Dort lernte ich ohne Vorahnung und Wollen meinen jetzigen Freund kennen. Einen Bayer. Wir haben uns sofort ineinander verliebt. Er war anders, klar, da die Bayern ganz anders sind als die Mentalität in meiner heimat. Wir kamen uns näher und ich zog irgendwann weiter. Nach 4 wochen emails und Skype beschlossen wir, dass ich ihn besuchen fliege in Deutschland. Das tat ich. Ich kam dort an, es war eine verrauchte kleine Wohnung und ich fühlte mich zunächst sehr unwohl. Dieses Gefühl kam im Wechsel zu absolutem Wohlfühlen bei ihm. Nach 3 Wochen flog ich zurück und blieb im Ausland. Er besuchte mich dann im September noch einmal. Wir waren ein Paar. Trotzdem es gerade gar nicht für ihn gepasst hat, flog er zu mir und nahm viel Geld und zeit in die Hand. Ich spürte wie verliebt er ist. Und ich war es auch. Ängste machten sich in mir zwar immer wieder breit, jedoch ignorierte ich sie.

Dezember letzten Jahres zog ich dann zu ihm nach reiflicher Überlegung. Ein Risiko hat man immer. Und ein Rückgang in meinen Job hätte für uns keine Zukunft bedeutet, da wir für eine Fernbeziehung beide keine Zeit hatten. Die Entscheidung fiel trotz einiger erstaunter Blicke in meinem Umfeld. Ich zog zunächst zu ihm in das Dorf. Dort fühlte ich mich absolut unwohl. Es ist und war absoluzt nicht meine Welt. Die bayrische Mentalität und meine fast Berliner Art. Ich war Großstadt gewohnt, Offenheit, schwul-schwarz-klein-dick-Toleranz, Konzerte und nun war ich auf diesem Dorf. Alle eher verhalten, wenn auch supernette leute darunter. Aber ich für mich konnte mir noch nie ein Dorf vorstellen. Ich habe geweint, geheult und Krämpfe erlebt. Dann fand ich einen übergangsjob (mein Job daheim war derweil ein 2. Jahr beurlaubt) im CallCenter, was absolut nicht meiner Quali entsprach. Dort wurden die Leute behandelt wie Arbeitsvieh, was für mich verwöhnte öDlerin unaussprechbar schlimm war. Die Tränen rannen noch mehr. Mein Freund war mir dabei immer ein verständnisvoller zuhöhrer, hatte viel Geduld, hat mich immer wieder getröstet und mir gezeigt,wie sehr er mich liebt. Es kam zur WOhnungs- und Jobsuche in der nächstgrößeren Stadt. Wir hatten vorher vereinbart, dass wir def. In die nächstgrößere Stadt ziehen, wenn ich da bin.

Der Job und eine superschöne Wohnung fanden sich und wir zogen ins ca. 60km entfernte Großstädtchen. Die Wohnung ist supershcön und wir haben es uns sehr toll eingerichtet. Leider hat fast alles mien Freund bezahlt, so dass ich ihm nun eine große Menge geld schulde, welche ich monatlich abzahle. Auch das belastet mich.
Dort fing ich im öffentl. Dienst an und kam vom früheren Beratungsdienst in die reine Aktenbearbeitung. Ich lernte, dass hier Beamte einen höheren Stellenwert haben und ich trotz 3 Abschlüssen erstmal wieder bei Null anfange. Ich fühlte, wie sehr hier die Kluft zw. Karriere der männer und frauen noch driftete und das alles schlug mir immer mehr aufs Gemüt. Es herrschen Hierarchien, welche ich aus meiner Heimat nicht kenne. Nun verdiente ich 300 Euro weniger (netto) und hatte das Gefühl, der letzte Depp zu sein.nicht nur weil ich mit der Einarbeitung Probleme habe und immer wieder weinte auf Arbeit.

Die Beziehung und auch mein Gefühl hatten sich gebessert. Es kam der Sommer, viele Freunde besuchten mich/uns und ich fühlte mich einigermaßen Wohl. Wenn es um Aktivitäten mit meinen Freunden ging, wofür wir weiter fahren müssten war mein Freund nie wirklich begeistert und es kam oft zu Diskussionen. Ich vermisse sie so sehr und war schon immer ein eher aktiver Typ. Er braucht das Socialising nicht so und verbringt gern zeit mit mir. Bekamen wir aber besuch, war er auch immer präsent.

Trotzdem : Ständig kreisen mir die Bilder im Kopf , seit Monaten habe ich sehr oft ein stechendes schmerzendes Gefühl in der Brust, in der Seele, wenn ich an meine alte Arbeit denke. Vertraute gesichter, meine Freunde, alte Kollegen, meine Familie.
Hier ist es eher unpersönlich. Zu Geburstagen werden keine Runden gemacht bzw. Geld gesammelt und für denjenigen etwas Kleines gekauft vom Team. Sowas macht man hier nicht. Hier sind Freunde eher verhalten und ruhig. Gemütlich halt, wie die Bayern gern sagen. Das möchte ich nichtmal runtermachen. Es geht ja hier nur um mein Gefühl. Ich möchte weissgott niemanden beleidigen. Es geht wirklich nur um mein Gefühl. Ich muss es loswerden und brauche hilfe. Ich habe das geüfhl, mein Leben ist in einen Scherbenhaufen zerbrochen. Das ganze Selbstbewusstsein was ich mal hatte, die Lebensfreude und das mich selbst Lieben ist weg oder schwindet. Das leben hier fühlt sich für mich so trist an , obwohl (und jetzt kommen wir zu meiner Beziehung): Mein Freund ist immer für mich da. Er gibt sich größte Mühe. Er ist im handwerklichen Bereich und sowohl männlich, als auch sehr sensibel. Er ist mir wirklich ein guter Freund. Wir kochen gern zusammen und gehen gern saunieren.
Ich habe nicht das gleiche gefühl wie für meinen Ex. Was vll daran liegt, dass es damals die große Liebe war oder das ich einfach jünger war. Es ist eine andere Liebe. Aber ich liebe ihn. Trotzdem gibt es auch Streitpunkte. Oft am Wochenende. Oder dinge die mich stören. zB das er soviel raucht. Das er sich oft nicht so pflegt. Durch dieses ganze Gefühl hier, mache cih selbst mich auch kaum noch schick. Oder ziehe mal was stylischeres an, weil ich das geüfhl habe, es geht in meinem Umfeld eh nur um gemütlich. Nun hat vor ein paar Monaten (nachdem ich gerade mal ein halbes jahr bei ihm bin und wir mit dem Ausland 1,5 Jahre zsamm waren) der Sex abgenommen (was ja bei meinem Ex mein Trennungsgrund war, was ich jedoch bereute, da es überall abflacht, wie ich ja weiss) So fühle ich mich langsam in jeglicher Form abgelehnt. Von ihm sexuell (obwohl ich weiss, er schläft GERN mit mir und ist einfach müde von der Arbeit), dann habe cih mir einen Verein geushct, um besser reinzukommen, welcher mir die Aufnahme ablehnte und in der Arbeit habe cih auch das Gefühl, nicht dazuzugehören, wenig zu verstehen und da ich keine Beamtin sondern weibl. Angestellte bin, sowieso nie voranzukommen Dazu muss ich sagen, ich bin lösungsorientiert, bewerbe mich schon seit Monaten weiter auf eine andere Stelle bei einem anderen Arbeitgeber.

Dazu kam nun auch noch die Angststörung seit September. Panikattacken, Bauchweh, Muskelverspannungen, zitteranfälle (Angstzustände) und Tränen. Nun nehme ich seit Monaten wieder ein leicht angstlösendes Medikament und suche mir erneut einen Psychotherapeuten. Nur bin ich nicht sicher, ob das eine vom anderen oder das andere vom Einen kommt.

Nachdem ich Freitag auf der Arbeit wieder einen Niederschlag erlebt habe, indem mein Kollege mir dinge wie im Kindergarten erklärt hat und cih irgendwann sagte, ich sei nicht doof, dass ich diese Grund-grundlagen natürlich weiss (was ist eine Kostenübernahme!) , kam cih mit einem schlimmen Heulanfall nach Hause. Ich war so verzweifelt, dass ich eine halbe Flasche Prosecco getrunken und mich bei ihm ausgeheult habe. Das ganze wochenende darauf war ich aggressiv und respektlos ihm gegenüber, weil mich die ganze Situation so belastet. Ich habe regelmäßig angstzustände, Zittern, Kopfweh, Träume und ständiges Grübeln...

Gestern ist dann der Knoten geplatzt. Wir setzten uns auf die Couch undredeten. Er sagte mir, was er schonmal getan hat, dass er sieht wie unglücklich ich bin. Wegen ihm und wegen Bayern und weil ich mich nicht wohlfühle. Und das letzte was er wolle ist, dass ich unglücklich sei. Er wolle, das ich zurückgehe, wenn ich merke, das es an dem HIER sein liegt. Er selbst wolle natürlich nicht, das ich gehe. Er liebt mich. Aber das kann er nicht ertragen. Nun saß ich da, Tränen in den Augen. Im Hinterkopf der Gedanken daran, zurück bzw. in eine andere Stadt zurück im Osten zu gehen, wo alte Freunde lebem, wo ich schon 100 Mal war und mich heimisch fühle, aber ohne ihn. Wieder Single.! Wieder diese hölle. Und dann, wenn ich es wieder bereuen würde wie die Trennung von meinem Ex, weil ich vll doch net richtig richtig gekämpft habe?! Wir nahmen uns fest in den Arm. Meine Single-Freundinnen hier würden sich beide Finger lecken nach einem Mann wie meinem. Ich denke dann an die Worte derer, die sagen: Schau, was du alles hast. Guten job, tollen Mann, tolle Wohnung Ich will ihn nicht verlieren!

Aber was kann ich für mein Gefühl. Ich tue alles mögliche um endlich nicht mehr unglücklich zu sein ich sehe alle fakten klar vor mir Aber unglücklich sein will ich auch nichtUnd mein ICH möchte ich auch nicht verlieren

Könnt ihr mir helfen. Könnt ihr mir eure Empfindung zu diesem Text sagen?
Ich bin völlig fertig und weiss nicht mehr, was ich machen soll. Zu Hause spiele ich halbwegs allen vor,das alles ok ist bis auf ein wenig Heimweh und hier schmerzt es so sehr Es ist wie von grün auf Gelb

Sorry für den langen Text, aber das ganze ist so komplex...
Liebe Grüße

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17. November 2014 um 13:56

Das mag sein...
Bemühe mich bereits um n Termin beim Therapeuten und achte natürlich auch auf mich und wie ich für mich andere Ansichten trainieren kann, Entspannung üben und Differenzierte Betrachtung der Dinge. Aber...
Die Umstände sind vorhanden und belasten mich sehr!

1. wie sähe das "fand bei dir selbst an" denn für dich aus?
2. woraus genau entnimmst du die Sicherheit, das es nicht vll doch einer od mehrere der Faktoren sind,die den Zustand herbeiführen?

Ich weiss es ja selbst nicht, deshalb frage ich. Ist nicht provokant gemeint.

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17. November 2014 um 15:25

Es ist so...
Das was ich bei ihm abzahl, ist was greifbares, wie ein Auto und nach meiner Reise ein fixbetrag für etwas. Ich verdiene für eine Frau eigentlich ganz gut.
Den Rest an Kosten (Essen gehen, Sauna, Sprit) trägt meist er. Da ist er schon anstandslos... Das er mir die o.g. Sachen erlässt, würde cih nicht zulassen,da ich wie gesagt, schon ziemlich gut verdiene.

Wie meinst du das, ich gebe zuviel? (i.S.v. zu sehr das Ruder in der Hand?) und wenn ich mich etwas zurücknehme, welchen Bereich könnte das ändern, deiner Meinung nach?

An kinder denken wir eigentlich auch. Wenn ich jetzt nicht so zweifeln würde...

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17. November 2014 um 17:20

Mal eine frage:
Wieso zieht er nicht mit dir in die andere Stadt?? kann ja sein dass er selbstständig ist oder so,aber dann soll er das doch aufgeben und sich dort einen Job suchen bzw nochmal was aufbauen?? mein mann und ich wohnten damals zwar nur 150km voneinander,aber er ist auch mir zu liebe in ein Mini Dorf gezogen. Er selber kommt aus der Großstadt. dort haben wir dann 4 Jahre gewohnt,er ist jeden Tag 300km gependelt und manchmal erst sehr sehr spät nach hause gekommen,er ist selbstständig. das war uns zu teuer und ich bin ihm zu liebe aus meinem Dorf weg gezogen.

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17. November 2014 um 17:24

Etwas zu anmaßend...
Dafür kennst mich net u weißt zu wenig. Ich habe zB schonmal eine Therapie gemacht. Verhaltenstherapie wg angststörung. Diese damit auch ganz gut in den Griff bekommen. Das ist vll etwas zu weitgehend, so weitereilende Einschätzungen abzugeben! Du weißt nicht , was ich beruflich mache und was ich für ein Mensch bin. Das ist für alle Menschen mit derartigen Problemen etwas beleidigend.
Ich bin durchaus reflektiert u habe Werkzeuge an der Hand. Jedoch jeder der eine angststörung kennt weiß, das es hier immer wieder an sich zu feilen gilt und man sich immer wieder in Achtsamkeit zu prüfen.
Der Psychiater ist hier nicht nötig .
Dennoch ist es momentan notwendig, nochmal mit jmd professionellen zu sprechen, um evtl selbst auf die Knackpunkte gebracht zu werden.

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17. November 2014 um 19:52

Kopf hoch
Hallo Brabay,
Verzwickte Situation die du da hast.
Ich könnte mir vorstellen, dass du in deiner alten Heimat deine Angststörung gut im Griff hattest(ich hatte das auch schon, mit Therapie etc. Weiß also wie es dir geht, hab aber nie Medikamente genommen) aber jetzt hast du eine komplett andere Umgebung, dann "komische" Leute bzw. andere Mentalität und dann noch der Job. Das heißt das einzige von den ganz wichtigen punkten im Leben die du momentan hast, ist deine Beziehung, und auch das stimmt es vlt. Nicht mehr so 100% ig (was aber warscheinlich aber auch zum Großteil an der gesamtsitiuation liegt)
Ich kenn einige Leute die "krank" geworden sind als sie ihr "altes" Leben aufgegeben und neu angefangen haben. Wahrscheinlich denkst du unterbewusst auch : man jetzt hab ich alles aufgegeben und bekomm eigentlich nicht das zurück was ich erwartet hab bzw. steht mir doch nach dem was ich auf mich genommen hab wenigstens auch ein bisschen Anerkennung zu! Und dass mit dem Sex ist auch so ein Punkt. Man fühlt sich eh schon schlecht und als Frau fühlt man sich gleich irgendwie minderwertig (mir fällt grad kein besseres Wort ein) wenn der Partner dann nicht möchte. Bei uns leidet dann oft schnell das Selbstwertgefühl, vor allem wenn es eh schon angekratzt ist.
Ich würde vorschlagen: gib dir noch ein bisschen zeit, mach eine Therapie und schau wie es dir geht. Gib dem ganzen noch eine Chance. Aber wenn es wirklich nicht geht dann quäl dich nicht unnötig. Ich find es schade dass dein Partner anscheinend in keinster weise in Erwägung zieht mit dir mit zurück zu gehen. Aber auch dafür wird er sicher gründe haben.

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18. November 2014 um 8:46
In Antwort auf yelena_12713910

Kopf hoch
Hallo Brabay,
Verzwickte Situation die du da hast.
Ich könnte mir vorstellen, dass du in deiner alten Heimat deine Angststörung gut im Griff hattest(ich hatte das auch schon, mit Therapie etc. Weiß also wie es dir geht, hab aber nie Medikamente genommen) aber jetzt hast du eine komplett andere Umgebung, dann "komische" Leute bzw. andere Mentalität und dann noch der Job. Das heißt das einzige von den ganz wichtigen punkten im Leben die du momentan hast, ist deine Beziehung, und auch das stimmt es vlt. Nicht mehr so 100% ig (was aber warscheinlich aber auch zum Großteil an der gesamtsitiuation liegt)
Ich kenn einige Leute die "krank" geworden sind als sie ihr "altes" Leben aufgegeben und neu angefangen haben. Wahrscheinlich denkst du unterbewusst auch : man jetzt hab ich alles aufgegeben und bekomm eigentlich nicht das zurück was ich erwartet hab bzw. steht mir doch nach dem was ich auf mich genommen hab wenigstens auch ein bisschen Anerkennung zu! Und dass mit dem Sex ist auch so ein Punkt. Man fühlt sich eh schon schlecht und als Frau fühlt man sich gleich irgendwie minderwertig (mir fällt grad kein besseres Wort ein) wenn der Partner dann nicht möchte. Bei uns leidet dann oft schnell das Selbstwertgefühl, vor allem wenn es eh schon angekratzt ist.
Ich würde vorschlagen: gib dir noch ein bisschen zeit, mach eine Therapie und schau wie es dir geht. Gib dem ganzen noch eine Chance. Aber wenn es wirklich nicht geht dann quäl dich nicht unnötig. Ich find es schade dass dein Partner anscheinend in keinster weise in Erwägung zieht mit dir mit zurück zu gehen. Aber auch dafür wird er sicher gründe haben.

Erstmal DANKE
für deinen Beitrag. Es beschreibt ganz gut die Gesamtsituation. Nämlich, dass man sich tatsächlich auch abgelehnt fühlt und das noch zusätzlich durch "Ablehnung" sexuell. AUch wenn es keine böse Absicht ist und da sicher auch unsere große Belastung reinspielt.m
Ja, in meiner Heimat hatte cih die angststörung rel. im Griff. Aber neue Umstände, neues "Glück".
Therapeuten sind kontaktiert und da bleibe ich dran. Meine innere Stimme summt mir im Moment "gib auf, zieh um, dahin wo du dich wohlfühlst" ins ohr. Aber ich will noch kämpfen.

Mein Partner hat einen Beruf, den man(fast) nur in Bayern ausüben kann. Wer einmal selbständig ist und die Connections hat wie er, dem es nicht an Aufträgen mangelt, der geht nicht in ein wirtschaftlich evtl. schwächeres Land, wo er der "Ausländer" ohne Kontakte ist und das würd ich auch nicht verlangen... Es gibt nur ein gemeinsames Bayern oder jeden von uns allein.

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18. November 2014 um 8:53

Dir auch...Danke für deinen Beitrag!
Zu deiner ersten Frage. Weiss man immer genau was man willl? Eigentlich und wenn man micht kennt, tu ich das schon. trotzdem neige ich - u da hast du nicht unrecht- zu Ambivalenz.
Ja, es war so. Ihm zuliebe aber freiwillig. eher der LIEBE zuliebe. Es war eine Diskussion bei uns. Aber als feststand, dass er sich selbständig macht, war klar, er kann fast nur in seiner Reegion bleiben.

ZUMAL, ich vergaß, er mit mir ja schon in die größere Stadt (45 min von seinem Heimatort) gezogen ist und dort Aufträge bekommen und Kontakte knüpfen musste. Dadurch das er in dem Umkreis aber noch gut Kontakte von Kontakten hat, hat es geklappt und die Selbst. läuft gut.

Heimweh ist es schon. aber nichtmal direkt nach meiner Heimatstadt. Denn dort sind mittlerweile auch alle weg. Mein bester Freund wird bald ein Kind bekommen und weniger zeit haben und es wäre ein totaler Rückschritt. Es ist eher der Osten. Berlin, Leipzig , Dresden wonach ich mich sehne. Die Mentalität. Das , was ich mir einbilde und hoffe, dort zu finden. Mich nicht mehr so fremd zu fühlen.

"Du wagst irgendwelche unausgegorenen Schritte, nur um sie im Nachhinein zu bereuen. Dann überlegst du dir etwas Neues um das Alte damit zu überdecken. Klappt nie!!!!"
Das versteh ich nicht ganz. Ich weiss schon, das ich es etwas bereue. aber unausgegoren find ich es nicht. Es war und ist Mutig. Wenn es schief geht, ist das Leben nunmal so. Aber klar hat man davor Angst. Geht es nicht jedem so?

Die Bayern sind ein tolles Völkchen. Nur ich selbst werde einfach nicht warm. ich entwickle mittlerweile einen regelrechten "Hass" (BITTE nicht falsch verstehen). Die Menschen können nix dafür und ich bin auch freundlich und integriere mich. Ich bin ein sehr aufgeschlossener Mensch und habe hier sogar schon eine Traube an Freunden/Bekanntschaften gesammelt um die ich mich bemühe. Nichtsdestotrotz nervt mich diese Gemütlichkeit. ICh finde die Bayern einfach (nicht alle!!! und sorry dafür, aber wenn nicht hier wo darf man dann ehrlich sein?!): UNCOOL. Klar, auf ihre Art haben viele was tolles. Aber ...oh man... Der Unterschied zwischen einem Bayer und einem Berliner Kumpel?! Den versteht man doch sicher, oder?

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18. November 2014 um 9:01

Vielen dank auch für deinen Beitrag.
Hallo ungespielt,
Alsoich arbeite mich mal durch alles durch.

Der Gefallen galt der Liebe. Nicht ihm direkt. Es stand fest, er kann nicht zu mir , da er dort beruzflich gar keine Möglichkeiten hat, deshalb bin ich nach Bayern und er später mit mir auch in eine neue Stadt gezogen. Das war für mich 80% und für ihn 20% entgegenkommen.
Was stimmt ist, das ich etwas ambivalent bin. Ja. Ich meine, ich versuche es. Es gehört viel Mut dazu. Deshalb seh ich es auch nicht aus unausgegorene Entscheidung. Es war mutig. Sollte es schief gehen, werde ich ihm keine Vorwürfe machen.
Es ist Heimweh. Aber nicht nach meiner direkten heimatstadt. Sondern nach der Mentalität im östlicheren Teil Deutschlands.
Ob unzufriedenheit oder das werde ich hoffentlich bei einer erneuten Therapie herausfinden. Aber ihc weich, dass mich die Gemütlichkeit in Bayern nervt. Es ist ein nettes Völkchen. Aber ich werde nicht warm. Das soll kein Vorwurf sein und dafür kann keiner was. Aber die Art der Bayern. Diese Gemütlichkeit Diese Lagerfeuermentalität gefällt mir nur bedingt. Ok Wie kann man es verdeutlichen. Jeder kennt den Unterschied zw. Berlinern und Bayern. Ich würde Berliner vorziehen, da es eher meine Mentalität ist. Es ist ein Meilenunterschied. Was nicht heisst, das die Bayr. Mentalität doof ist. Nur FÜR MICH Ich werde damit einfach nicht warm.
Die Angststörung hat damit vll auch zu tun. Bzw. haben die Umstände alle diese gefördert. Ich grüble, wäge ab, fühle mich unwohl und das befördert die Beschwerden körperlich hinauf nur wo fängt es an. Was war zuerst da? Huhn oder Ei
ICH kämpfe auch noch weiter.Versprochen.

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18. November 2014 um 9:06

Danke für deinen Beitrag Mathilda
Hi Mathilda 789
Danke für deine Nachricht.
Ja, da hast du recht. Ich habe shcon viel versucht.
Also ich bin im Fitnessstudio, hab regelm. Kontakt mit Freunden meines Freundes bzw. von mir gewonnen Kontakten. Auch wenn es schleppend ist, da die Kontakte mit ende 20 sich nie so finden werden, wie mit Anfang 20 oder die Schulfreunde. Und die Mentalität hier ist verhaltener. Dann war ich in einem Verein zum Singen. Die waren die, die mich mangels Talent abgelehnt haben.
Zum Thema Großstadt. Da sind wir komplett anders. Ich mag Großstädte , er nicht. ER möchte bauen in den nächsten Jahren. Was ich mir zwar irgendwann vorstellen kann. Aber dafür muss viel passieren. Da muss ich mich wohlfühlen.
Zum Thema das er mitkommt in eine andere Stadt hab ich weiter oben schon etwas beantwortet. Das ist ausgeschlossen. Auch wenn er mich über alles liebt. Das geht leider nicht.
Zum Rest was du schreibst über die Anpassung und die Mentalität muss ich dir leider recht geben. So ist es. Ständig werde ich agitiert von irgendwelchen Klugscheissern: hier bestellt man keine Brezel, das heisst BrezeN Man bestellt hier keine 1 Weisswurst, sondern immer ein paar Naja bei euch im Osten sind ja einfach auch viele Arbeitslos und deshalb ist der Kitabeitrag so gering! ICH war im Osten weitaus besser dastehend als hier. Das verletzt mich und verhindert, das ich hier warm werde.

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18. November 2014 um 9:11

Danke derwillnurspielen... Die Deppen, ja die Deppen
die gibt es überall, das stimmt.

Also dem kann ich zur Hälfte zustimmen. KLAR, wenn man sich einmal reingesteigert hat, sieht man nur noch das Negative. Dazu muss ich sagen, dass ich seit Monaten versuche, jeden Tag wieder aufzustehen und neutral ranzugehen. Aber dann kommen die Bilder von meinem früheren Leben oder ich bekomme wieder n Seitenstich.
habe ja weiter oben schon ein wenig etwas geschildert. Ich entwickle schon regelrecht eine kleine Abneigung. Dieses ganze auf Dörfern leben und dieses gemütliche Gschiss, das geht mir einfach auf die Nerven. Ich komme aus ner rel. Großstadt und lebe ja auch in einer. Aber in der arbeiten und leben zum Großteil eben auch Leute, die irgendwann mal auf nem Dorf in Hinterpfifpfing gelebt haben und dorthin zurück wollen.
hier ziehen menschen erst in ihr gemeinsam erbautes Haus das 1. Mal zusammen... Sowas ist mir fremd und lässt mich schaudern.
Mal abgesehen von den Strukturen in meiner Arbeit:
Befördert wird erst,wer 20 Jahre auf einem Stuhl saß... Männer werden def. bevorzugt und ZITAT "Frauen sind ja auch für was anderes im Leben beschaffen!"... ^^.
Entschuldige, aber wenn man den Vergleich hat, wie ich, ist sowas schwer zu schlucken...

Zur Option beide in neuer Umgebung schrieb ich oben schon.
er ist ja auch entgegengekommen,da wir aus seinem Ort hierher gezogen sind. Das sind 50 km Entfernung. Aber er hat hier schon kumpels, die früher schon hergezogen sind. und er ist ein BAYER!

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18. November 2014 um 9:17

Gelassenheit
...ist etwas, das ich tatsächlich noch mehr lernen müsste. Ich hab einfach nicht so ein geduldiges Gemüt. Und auch kein gemüptliches. Deshalb geht mir das ja bei den Bayern auch auf die Nerven.
Dein mittlerer Absatz: Also unsere Wohnung ist nicht überteuert und liegt für hiesige Verhältnisse dicke in unserem Budget. Die SChulden kamen nach der Reise, als ich erstmal keine Arbeit hatte und dort aufm Dorf ein Auto brauchte. Das ist jetzt so und zahl ich ab. Glücklicherweise hab ich ein gutes Gehalt,was das ermöglicht.

"Unter dem Strich kommt sie abends nach Hause, um den Tag öde zu finden. Vielleicht auch Angst vor den Kollegen zu haben, zitternd am Schreibtisch zu sitzen usw. Sie hockt dann Feierabends dann in ihrer Wohnung, um das Umfeld auch noch öde zu finden. Das gesamte Leben halt negativ zu empfinden und nichts ändern zu können. Das ist Stress pur."
-> DAS stimmt. Zwar unternehm ich auch etrwas. geh auf kleine Konzerte. Zum Sport. Zum Singen (bis sie mich ablehnten) und versuhce es. Aber es hindert mich. Je unwohler ich mich fühle, umso fertiger bin ich und will abends meine Ruhe. Wenn ich mich hier wohler fühlen UND mein freund aktiver wäre (er arbeitet tägl. 12 std mit Fahrtzeit... Da ist nix mit abend noch Sport gemeinsam oder Konzerte), sähe es vll ganz anders aus. Dann würde ich vll meine Freunde gar nicht so vermissen... !

"Akzeptieren, Ändern oder Ablehnen.

Die ersten beiden Dingen haben bei ihr nichts gebracht, da bleibt nur die letzte Option. Und für sich selbst auch zu sagen, dieser Lebensabschnitt hat mir nichts gebracht. Es war ein Versuch, aber Familie und eigene Heimat sind für mein Seelenheil wichtig. Ist eine wichtige Erkenntnis und kein Scheitern. "

... Gut formuliert! Dafüber werde ich nachdenken!
Was jetzt als FAZIT nicht heissen soll, dass ich meine Entscheidung bereits getroffen habe. auch wenn es teilweise so klingt. Ich schreib mir den Frust von der Seele. Trotzdem möchte und will ich noch kämpfen und auf ein wunder hoffen. Vll male ich es auch nur schwarz...

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18. November 2014 um 9:18
In Antwort auf an0N_1256791999z

Mal eine frage:
Wieso zieht er nicht mit dir in die andere Stadt?? kann ja sein dass er selbstständig ist oder so,aber dann soll er das doch aufgeben und sich dort einen Job suchen bzw nochmal was aufbauen?? mein mann und ich wohnten damals zwar nur 150km voneinander,aber er ist auch mir zu liebe in ein Mini Dorf gezogen. Er selber kommt aus der Großstadt. dort haben wir dann 4 Jahre gewohnt,er ist jeden Tag 300km gependelt und manchmal erst sehr sehr spät nach hause gekommen,er ist selbstständig. das war uns zu teuer und ich bin ihm zu liebe aus meinem Dorf weg gezogen.

Danke für deinen Beitrag Ninal
Hi Ninahl,
Schau mal oben. Und 300 km reichen da leider nicht. Meine Heimat ist in d. nähe von Berlin und ich wohne in d nähe von München. Da sind WELTEN dazwischen wie ich schmerzhaft lernen durfte. Auf jeden Fall stehen weiter oben schon die Gründe, warum das eben nicht geht und ich auch nicht verlangen würde.

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18. November 2014 um 9:24

Was will ich eigentlich...
bin ja oben schon etwas darauf eingegangen.
Womit du mir Hoffnung machst, ist , dass es normal ist, das man zweifelt und das es im neuen Job eine weile dauert.
Problematisch ist im Job dabei, das die gesamte Struktur und Hierarchie hier für mich gar nicht gehen. und da bin ich nicht die einzige.
"ich frage mich: was willst du eigentlich? WILLST du überhaupt hier in bayern heimisch werden? oder nicht?"
Das ist eine durchaus gute Frage, wenn auch provokant . Ich WILL schon, klar. Bin kein Eigenbrödler. Tue auch genug dafür (schau oben), binde mich ein, Organisiere Treffen, interessiere mich für die Kultur etc.
Andererseits muss ich sagen, durch diese langsame Abneigung und Antisympathie fällt es mir immer schwerer, die Hoffnung zu behalten, das ich mir hier jemals heimisch fühlen werde. ICh finde die Bayern- sorry derwillnurspielen nicht persönlich nehmen: UNCOOL! nicht jeden. Und das hat auch nix mit Cap und hoodie zu tun. Einfach von ihrer Art. Eher verklemmt, eher altmodisch , eher konservativ. Ich kann deren Humor nicht teilen. Das sind für mich grundlegende Dinge ...
Denkst nicht, das mich das auch unheimlich traurig macht. ICH hab alles aufgegeben und möchte es weissgott. ICh wünsche mir das alles gut wird... Aber das ist die Wahrheit.

"immerhin bist du ja wohl schon vor dem letzen job geflüchtet... das würde ich nicht all zu oft wiederholen... " --> Das stimmt so nicht. Muss ich mal kurz einhaken. Ich hab zwar n Sabbatical gemacht. Aber nur weil ich die ersten 10 Jahre auf der Überholspur gelebt habe. Karrieremäßig. Hab n Großteil auf der Abendschule/uni gemacht und bin rel. schnell gestiegen. Ich wollte einfach nochmal das,was viele in der Unizeit JAhrelang hatten. Reisen, entspannen, mich kennenlernen. Das hatte nix mit flüchten zu tun.

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18. November 2014 um 9:28

gegen minderwertige Ossis, die alle auf der Wurschsuppm dohergschwomm sind.

Naja ich bin mitm Turkish Airline -Flieger direkt in den goldenen Westen geflogen. Ist ja auch fast ne Wurschtsuppn

ein bisschen Spass muss sein. Verstehe das derwillnurspielen sich da angegriffen fühlt, auch wenn du mE etwas recht hast.

Kurze Anekdote:
Ich wurde vorher gewarnt. Ein Kumpel meinte zu mir "oh Gott, geh nicht nach Bayern. Da will jeder ossi auch nach 10 Jahren noch weg und meine Eltern habens auch versucht. Wir sind da nicht zu Hause"
Damals war ich sauer auf ihn. Heut weiss ich was er meint. Rede aber mit niemandem von daheim darüber, weil es mir auch unangenehm ist und ich mich schäme... Und ja, jeder mit dem ich hier bisher geredet habe, obn aus Sachsen, Meck-Pom oder Brandenburg sagt selbt nach 10-12 Jahren
"Würde ich eine Stelle in meiner Heimat oder nähe bekommen,w äre ich weg hier. Aber man schlägt sich halt so durch! Angekommen?! Bin ich nie so richtig!"

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18. November 2014 um 9:33

Liebe Matomasi
Danke für deine Antwort. ihr helft mir alle ein stück. Sowohl eine Entscheidung zu treffen,wie es weitergeht, als acuh das ganze objektiver zu betrachten:

Zu dem "ob er mitkommen kann" habe ich oben schon was geschrieben. Fernbeziehung kommt nicht in Frage. Er hat ne 6 Tage Woche und das bis abends. Das stand und steht fest. Der Rückscdhritt wäre für uns beide ausgeschlossen. Das zerstört für usn die Beziehung.

Das mit dem Jahr ist quatsch. Gab es noch nie. Weder unter BAT, noch jetzt im TVÖD. Stufen muss man aushandeln. Wenn man natürlich lange bei einem Arbeitgeber war, hat man eine gewisse Stufe, welche man beim neuen nicht unbedingt bekommt. Dann steigt man ein mit 2/3 mit Glück 4.

"Wenn ihr über Kinder nachdenkt, wird das in Bayern vermutlich noch mal schlimmer werden"

Das Nächste was mir riesenangst macht. Er ist immer so spät daheim. und ich werde das alles stämmen müssen, da die Kinderbetreuung auch nicht so gegeben ist, richtig. Oder schweineteuer. Die Sache wird sowieso aufgeschoben, bis ich mich entweder akzeptabel wohl fühle... Vorher ist es eben zu riskant. Was nützt es mir dann,wenn ich am ende als Alleinerziehende zurück gehe. Dann haben wir unser beiden Leben ne Delle verpasst.

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18. November 2014 um 9:38

Ti3ini3pvri Danke
Also ich weiss, das ich die Frau bin, die er heiraten würde. Ich weiss, dass er finanziell wahnsinnig hinter mir steht. Wie noch kein Mann. Das ist nämlich etwas , was wirklich in Bayern noch sehr vertreten ist, dass der Mann das Essen bezahlt, wenn man mal ausgeht. Keine Notwendigkeit aber das macht er schon alles. und wir sind uns auch einig, dass es was fürs leben sein soll. nur ICH mir im Mopment nicht mehr so ganz auf Grund der ganzen lang und breit geschilderten Tatsachen, die mich nun sogar an ihm und uns zweifeln lassen.

Ich weiss einerseits, das ich so einen tollen Mann nicht 10 Mal im LEben treffen werde. Andererseits weiss ich , das irgendwas in der Harmonie und Anhimmlung nicht stimmt. Es ist zuviel Last schon von Anfang an auf unserer Beziehung. Von Anfang an heule ich hier und fühle mich unwohl und schimpfe über Bayern. zitat mein Freund "Du hasst es hier zu sein!". und er ist nicht gerade der, der öfter mal n Städtetrip macht oder gern mit mir nach Berlin fährt.


Andererseits denke ich mir auch. mit 30 nochmal neue anfangen. Nochmal irgendwohin ziehen. Auf Bräutigamschau gehen? Was will man? Man muss auch mal abstriche machen. Das weiss ich. Es ist verflixt. Es könnte in dem Fall hypotetisch auch der Fehler meines Lebens sein. (laut gedacht)

Ich lass das einfach mal so im Raum stehen.

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18. November 2014 um 9:45

Hallo Siew1010
Danke für deine Antwort.

Zu deinem 1. Absatz: das ist momentan das Problem was noch dazzukommt. Wiegt die Liebe Tatsache schwerer als mein Gefühl für eine Umgebung... KANN die Liebe überleben,wenn mein Gefühl die Umgebung ablehnt...?

Zu der Kritik. Die richtete sich nur gegen den Beitrag, der bestimment und prophezeiend dinge angab, welche so doch sehr genau und explizit festgesetzt wurden. Das ging mir etwas zu weit. Und das sie schrieb, ich köne mir nicht wahllos einen Ther. suchen (ich kenne ja mein Problemen mittlerweile) und brauche einen Psychiater (vll kennt sie den unterschied nicht. aber einen Psychiater brauch ich nicht. Einen Psychotherapeuten schon...) und solle bloss keien Kinder kriegen. Das ging mir def. zu weit. Es fehlt nur: "Lass dich sofort in Sicherheitsverwahrung nehmen!"
Ich stimme def. in dem Punkt zu, dass man eine Angststörung überall mit hinnimmt. AUch im Ausland war sie da. Aber iim Griff und mal in neuen Situationen. von da weiss ich acuh, dass ich es vor allem auch bekomme, wenn sich größeres Verändert. Daher def. nimmt man eine Angststörung überall mithin... Hier ist es jedoch anders. hier hab ich noch dieses nicht-zuhause-gefühl. Dieses gefühl, ich gehörte nicht dazu.
Es ist also beides. Wie weiter oben schonmal geschrieben. Was liegt nun woran. Fühl ich mich nicht wohl wg der Anststörung oder wird die Angststörung gefördert dadurch, dass cih mich hier einfach nicht wohl fühle.
Die Fakten des wohlfühlens kann ich ja sogar benennen. Es ist also greifbar und nicht "ich fühl mich hier irgendwie unwohl und weiss nicht warum...!"
Verstehst du mich?

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18. November 2014 um 9:47

Acso...
Wie meinst du das? er hat mir keinen vorschlag gemacht, das hast falsch verstanden. Er hjofft einfach, dass es wird. und sagt sonst völlig reflektiert: "Wenn es nicht geht, musst du zurück gehen." Das hiesse wir trennen uns. Das wissen wir beide.
Wie meinst du das? "Ich meine, dass dein Freund einen sehr fairen Vorschlag macht, dich ausprobieren zu lassen, wie du dich in der alten Heimat fühlst, aber eben noch ohne ihn, denn seine Zelte aufs Geratewohl in Bayern abzubrechen in einer Phase, in der du dir unsicher bist mit allem, wäre eine zusätzliche Belastung für dich. "
Wie soll ich es ausprobieren ohne meine Zelte hier abzubrechen?

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18. November 2014 um 11:40

Das ist lieb
ich bin im Fitnessstudio. Heut erst wiedser mit einer einheimischen zum Laufen veabredet. Ich hab mich in einem Singverein angemeldet, die mich abgelehnt haben mangels Talent (naja ich weiss, das ist nicht beeinflussbar)

Ein neu gebauter Komplex ist so gar nicht unser Geschmack mangels Individualität. Aber wir haben n Haus in dem Tatsache 2 Paare mit uns wohnen die auch nicht von hier sind. Beide sind verh. und haben 2 Kinder. Das ist supernett. aber die Mentalität und das es irgendwie zusammen "fetzt" ist nicht so richtig da. Aber wir verstehen uns super, haben im Sommer auch zsamm gegrillt usw.

Darüber hinaus habe ich mich schon bei 2,3 Stammtischen eingefunden. Das passt schon. aber die Grundstimmung ist eben irgendwie... nicht meins. Eben gerade diese Idylle. Ich brauch nicht an jeder Wand Graffitis wie in Berlin oder hohe Kriminalität um mich wohlzufühlen . Es ist so schwer zu beschreiben. Es sind alle so patriotischl. Kaum jmd war schon mal richtig im rest deutshclands (ich weiss, dass es nicht auf alle zutrifft!), kaum jmd war geschweigedenn mal im OSTEN! alle lieben Bayern und lassen da nix drüberkommen. Selbst im Radio heisst es nimmer "bayrisches" hier und da. Das ist in Brandenburg oder Sachsen zB nicht. DA wird nicht alle pfurzlang betont, wie toll Sachsen doch ist. Klar ist Bayern wirtschaftlich stark, klar haben sie sich was aufgebaut. Aber das war anderen Mitbürgern des heutigen Deutschlands leider früher verwehrt! Und das bekommt man zu spüren.

Werde auch nicht von oben herab behandelt. Superviele Leute sind sehr nett. Ich bin ja auch selbst schuld,wenn ich in meinem zB sehr komplexen Arbeitsbereich fordere, das ich da sofort 100% fit sein muss. Das ist auch ein Punkt. Da bin ich einfach überfordert. Es ist sehr kompliziert und ich mache noch Fehler. Das belastet mich, zumal es dir auch nur 1-2 Mal mit geduld erklärt wird.

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18. November 2014 um 19:41
In Antwort auf an0N_1214321499z

Erstmal DANKE
für deinen Beitrag. Es beschreibt ganz gut die Gesamtsituation. Nämlich, dass man sich tatsächlich auch abgelehnt fühlt und das noch zusätzlich durch "Ablehnung" sexuell. AUch wenn es keine böse Absicht ist und da sicher auch unsere große Belastung reinspielt.m
Ja, in meiner Heimat hatte cih die angststörung rel. im Griff. Aber neue Umstände, neues "Glück".
Therapeuten sind kontaktiert und da bleibe ich dran. Meine innere Stimme summt mir im Moment "gib auf, zieh um, dahin wo du dich wohlfühlst" ins ohr. Aber ich will noch kämpfen.

Mein Partner hat einen Beruf, den man(fast) nur in Bayern ausüben kann. Wer einmal selbständig ist und die Connections hat wie er, dem es nicht an Aufträgen mangelt, der geht nicht in ein wirtschaftlich evtl. schwächeres Land, wo er der "Ausländer" ohne Kontakte ist und das würd ich auch nicht verlangen... Es gibt nur ein gemeinsames Bayern oder jeden von uns allein.

Testlauf
Und wenn du wirklich einen kleinen Testlauf machst, sprich dir vlt. Nen Monat oder so frei nimmst und dann schaust wie es dir in deiner alten Heimat geht? Also ich weiß in meiner schlimmsten Phase wo es mir wirklich nicht gut ging, da hab ich es nicht mal ein paar Tage woanders ausgehalten. Wollte nur nach Hause und meine Angstgefühle und Depressionen wurden immer größer. Jetzt wo ich das Thema hinter mir habe und es mir wieder gut geht, ich wieder die alte bin, könnt ich mir vorstellen überall hinzugehen. Ich hab damals sogar an meiner Arbeit , (Selbständigkeit) gezweifelt, obwohl ich meinen Job mehr liebe als alles andere und nie was anderes tun will, aber die Angst lässt einem an allem zweifeln und man weiß nicht mehr was richtig oder falsch ist.
Sprich, du musst für dich rausfinden: ist es die Angst in deinem Kopf oder sind es wirklich die Umstände?! Meine Freundin die von Berlin Richtung Schwarzwald gezogen ist, war für ein paar Tage hier und wollte gar nicht mehr zurück. Sie hat Freunde/einen Teil ihrer Familie und noch ein paar andere Sachen aufgegeben. Würde glaub ich sofort wieder herkommen, muss aber beruflich erstmal dort bleiben. Sie sagt aber auch, sie fühlt sich wie gefangen, und jetzt kriselts auch schon länger mit ihrem Mann.von Berlin(oder Brandenburg) auf so ein Dorf zu ziehen ist kein einfacher schritt, vor allem nicht wenn einem die Angststörung oder psychische Probleme im Wege stehen.
Aber wenn dein Partner dich in allem unterstützt dann Versuch noch durchzuhalten. Du kannst nur daran wachsen. Sonst würdest du dich sicher jedesmal fragen:was wäre wenn ich geblieben wäre? Hab ich jetzt meine große Liebe verloren und war es das wert?
Triff für dich!!! Die richtige Entscheidung und ganz ehrlich, verstell dich nicht für die anderen. Solche Leute sind oft Kleingeistig und mögen keine Veränderung. Die warten nur darauf dass sie wieder tratschen können, weil auf ihrem Dorf sonst wenig los ist. Aber Freunde dich mit dem Gedanken an, dass es nicht einfach sein wird neue Freundschaften dort aufzubauen.
Arbeite an dir, und sei es nur für dich! Du schaffst das!

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