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Gehen oder bleiben ?

9. Dezember 2006 um 19:45 Letzte Antwort: 11. Dezember 2006 um 16:53

Lieben oder Loslassen ?

Habe seit einiger Zeit eine Beziehung zu einem Mann. Wir arbeiten intensiv zusammen und stehen praktisch in permanentem Kontakt. Seine Ehe war, wie ich lange genug selbst miterleben konnte, ein Disaster. Trennung, ohne schönfärben zu wollen derzeit aus finanziellen Gründen derzeit kaum realisierbar. Natürlich lies sich das mit uns nicht verheimlichen, er sprach auch von Trennung etc., seit seine Frau es weiß ist sie plötzlich die Höflichkeit in Person. Plötzlich erhält er statt ständiger Vorwürfen auch Hilfe, statt permanenten Streitereien, Liebe und Verständnis, sie verfolgt ihn auf Schritt und Tritt und mauserte sich von einer wirklich unausstehlichen Zicke, zu einem gutgelaunten, umgänglichen Menschen etc. Doch er blockte ab weil Sie ihm so lange jede Nettigkeit, Hilfe etc. versagt hat. Nun wird Sie seit einiger Zeit sehr massiv und erlebe natürlich nur einen Teil mit und er erzählt mir sicher auch nur Bruchstücke dessen was Zuhause abläuft. Seine Mutter wurde jetzt auch involviert und beide nehmen ihn in die Mangel. Geht inzwischen soweit, dass er ganz massive gesundheitliche Probleme hat.
Auf der einen Seite sagt er mich zu lieben, will mich nicht verlieren, auf der anderen Seite höre ich plötzlich nichts mehr von Trennung, sobald Sie weg ist ist er zwar bei mir, doch SMS und Anrufe nur noch dann, wenn er sich absolut sicher ist, dass Sie es nicht mitbekommt.

Mir drängen sich viele Fragen auf.
Auf der einen Seite, mit mir Schluss machen will er nicht und lies er mich bisher auch nicht machen.
Die Probleme hat er wegen mir, darf ich jetzt das Handtuch überhaupt werfen ?
Er sagt immer, das eine ist ein Problem das gelöst werden muss, mich braucht er aber zum Leben. Warum dann nicht gleich jetzt wo alles so eskaliert Nägel mit Köpfen machen ? Warum jetzt plötzlich so zuvorkommend zu ihr sein, obwohl er Schweißausbrüche und Hustenanfälle bekommt wenn Sie erscheint ? Warum alles tun damit Sie "befriedet" ist und lieber mich verletzen ?
Ist es besser für ihn, für mich, wenn ich Schluss mache. Habe ich gerade jetzt die Verpflichtung da zu sein ?

Ich weiß es nicht. Was meint ihr ? Finde das Verhalten so dermaßen widersprüchlich dass ich nicht mehr weiß was ich denken, fühlen oder tun soll.

Wäre über jede Erfahrung, Rat dankbar. Aber bitte nur brauchbare.
Weil auf Bemerkungen wie... och, ein verheirateter Mann, schlechtes Gewissen und ähnlichen Kram kann ich nun wirklich verzichten.

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9. Dezember 2006 um 20:46

Ganz klar lieben!
also er wusste bestimmt schon vorher,das eine trennung von seiner frau nicht einfach wird!und obwohl er das wusste,war er bereit den ganzen ärger in kauf zu nehmen-für DICH!also du solltest auf jeden fall jetzt für ihn da sein.wenn ihr es schafft das gemeinsam durchzustehen,überwindet ihr auch in eurer zukunft noch ganz andere dinge.streng dich an verständnisvoll zu sein,aber irgendwann muss er natürlich auch zu seiner entscheidung stehen.aber ich würde noch warten,wenn du ihn jetzt drängst führt es nachher nur dazu,das er bei seiner frau bleibt. Viel Glück lg

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9. Dezember 2006 um 23:41

Erstmal
vielen lieben Dank für eure Antworten !!!

Weißt Du seit vielen Monaten vergesse ich meine Probleme, stehe ihm immer bei allem zur Seite, Eheprobleme sind leider nicht die einzigen, in einer Art und Weise die teilweise wirklich schon an Selbstverleugnung grenzt. Stelle meinen finanziellen, gesundheitlichen Interessen, einfach alles immer hinten an. Ich habe jetzt halt einfach irgendwie das Gefühl, dass ich vielleicht mehr Last, Verpflichtung bin, vielleicht auch eine Art von Dankbarkeit und ja schlechtem Gewissen mir gegenüber.
Ich würde ja zu ihm stehen, im helfen, wie bisher auch. Gar keine Frage.
Nur stellt sich mir die Frage... Trennung, Leben ändern, das war bisher alles doch recht theoretisch und jetzt wo die Probleme wirklich auftauchen... er ist der der irgendwie verschwindet und nur noch die Dinge tut, die relativ ungefährlich sind. Plötzlich keine zig SMS und Anrufe mehr wie sehr er mich vermisst, wie schrecklich es, fast unter Tränen ist, mich nicht bei sich zu haben, wie wenig er ohne mich leben kann und dass was geändert werden muss.
Jetzt wo es eigentlich ums Eingemachte gehen würde, nur noch ein Anruf insofern er ja nicht auffallen könnte. Keine SMS mehr mitten in der Nacht. Klar, Sie kontrolliert mittlerweile alles. Vom Handy bis zum Müll. Denke jetzt wird ihm klar was Trennung bedeuten würde, vielleicht hat Sie ihm auch ein dementsprechendes Szenario geschildert, weiß es nicht, er redet nicht wirklich drüber und habe den Eindruck... jetzt gibt er lieber klein bei. Bin mir dadurch nicht mal mehr sicher ob er unsere Treffen wirklich will oder ob er sich nicht vielleicht verpflichtet fühlt. Wenn ihr versteht was ich meine ?
Er wollte mich unbedingt und es hat fast Jahre gedauert. Ein verheiratet Mann war für mich absolut tabu. Vor Wochen dann noch, wir müssen uns was überlegen und jetzt ? Fährt er mit ihr plötzlich wieder auf Christkindlsmärkte und das sogar in Eigeninitiative !?
Ich bin für ihn da. Wenn er weiß was er will, doch derzeit weiß ich nicht wo ich stehe und auch nicht ob es ihm vielleicht nicht doch lieber wäre das "Problem" - mich - vom Hals zu haben ? Ich will ihn und auch mich nicht völlig aufreiben und weiß einfach nicht was er will oder vielleicht nicht tun kann und mich völlig aufgeben kann ich doch nun auch nicht ?
Wenn er jetzt am entscheidenden Punkt merkt, dass er doch lieber das Alte behält um in Frieden leben zu können ? Das zwischen uns einfach nicht reicht um all den emotional, psychischen und finanziellen Ärger auf sich zu nehmen.
Doch das weiß ich eben nicht.
Ich weiß, dass da niemand wirklich rein schauen kann. Würde nur sein Verhalten zu gern verstehen. Dann wüsste ich auch wie ich mich am besten für alle Beteiligten verhalten könnte.
Vermutlich, kam mir erst als ich den Beitrag geschrieben habe, muss ich ihn einfach fragen. Doch fürchte ich bekomme keine Antworten. Er will über das Thema nicht wirklich Reden.

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9. Dezember 2006 um 23:43
In Antwort auf elsa_12299240

Ganz klar lieben!
also er wusste bestimmt schon vorher,das eine trennung von seiner frau nicht einfach wird!und obwohl er das wusste,war er bereit den ganzen ärger in kauf zu nehmen-für DICH!also du solltest auf jeden fall jetzt für ihn da sein.wenn ihr es schafft das gemeinsam durchzustehen,überwindet ihr auch in eurer zukunft noch ganz andere dinge.streng dich an verständnisvoll zu sein,aber irgendwann muss er natürlich auch zu seiner entscheidung stehen.aber ich würde noch warten,wenn du ihn jetzt drängst führt es nachher nur dazu,das er bei seiner frau bleibt. Viel Glück lg

Lieben Dank
für deine Antwort. Da steckt viel Positives und hoffnungsvolles drin.

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10. Dezember 2006 um 9:08

Du weißt es doch
inzwischen selbst: Er wird sich nicht von seiner Frau trennen! Das ist für dich bitter, weil Du im Grunde nur mißbraucht wurdest.
Sieh es mal so: Irgendwann werden die Beiden aus Liebe? geheiratet haben, haben sich weiter entwickelt und dabei die Liebe für den Partner aus den Augen verloren haben. Irgendwelche sich selbst eingeredeten Zwänge haben aber dazu geführt dass sie immer noch zusammen lebten. Er scheint ein sehr schwacher Mensch zu sein (zumindest nach deinen Beschreibungen) und hat deshalb den für sich einfachsten Weg gewählt und sich dich zugelegt, statt seine/ihre gemeinsamen Probleme aktiv anzugehen. Nun haben sie aber festgestellt das wenn man miteinander an der Beziehung arbeitet, diese wohl noch aufrecht zu erhalten ist.
Jetzt kommt aber wieder seine Schwäche zum Vorschein, nämlich dir gegenüber. Statt dir klar zu sagen was Sache ist, stellt er den Kontakt mehr oder minder ein und erzählt dir milde, rührseelige Storys. Ist auch klar, da er sich ansonsten ja mit deiner Kritik an seiner Person auseinander setzen müßte.

Mein Tipp an dich kann nur lauten: Laß bloß die Finger von der Geschichte und sieh zu dass Du nie wieder Kontakt mit ihm hast. Denn sobald er wieder irgendwelche Probleme in seiner Beziehung hat, wird er wieder bei dir angeschi**en kommen, aber wieder ohne klare Entscheidung, wieder den einfachsten Weg gehend. Und wieder setzt er dir die Pappnase auf.
Wenn ihm seine Ehe wirklich so zur Hölle geworden wäre wie er dir erzählt hat, hätte er sie beendet, auch ohne dich. Aber das brauchte er ja nicht. Tu dir selbst den Gefallen und laß dich von ihm nie wieder so ausnutzen!

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10. Dezember 2006 um 9:39
In Antwort auf lionce_12156125

Du weißt es doch
inzwischen selbst: Er wird sich nicht von seiner Frau trennen! Das ist für dich bitter, weil Du im Grunde nur mißbraucht wurdest.
Sieh es mal so: Irgendwann werden die Beiden aus Liebe? geheiratet haben, haben sich weiter entwickelt und dabei die Liebe für den Partner aus den Augen verloren haben. Irgendwelche sich selbst eingeredeten Zwänge haben aber dazu geführt dass sie immer noch zusammen lebten. Er scheint ein sehr schwacher Mensch zu sein (zumindest nach deinen Beschreibungen) und hat deshalb den für sich einfachsten Weg gewählt und sich dich zugelegt, statt seine/ihre gemeinsamen Probleme aktiv anzugehen. Nun haben sie aber festgestellt das wenn man miteinander an der Beziehung arbeitet, diese wohl noch aufrecht zu erhalten ist.
Jetzt kommt aber wieder seine Schwäche zum Vorschein, nämlich dir gegenüber. Statt dir klar zu sagen was Sache ist, stellt er den Kontakt mehr oder minder ein und erzählt dir milde, rührseelige Storys. Ist auch klar, da er sich ansonsten ja mit deiner Kritik an seiner Person auseinander setzen müßte.

Mein Tipp an dich kann nur lauten: Laß bloß die Finger von der Geschichte und sieh zu dass Du nie wieder Kontakt mit ihm hast. Denn sobald er wieder irgendwelche Probleme in seiner Beziehung hat, wird er wieder bei dir angeschi**en kommen, aber wieder ohne klare Entscheidung, wieder den einfachsten Weg gehend. Und wieder setzt er dir die Pappnase auf.
Wenn ihm seine Ehe wirklich so zur Hölle geworden wäre wie er dir erzählt hat, hätte er sie beendet, auch ohne dich. Aber das brauchte er ja nicht. Tu dir selbst den Gefallen und laß dich von ihm nie wieder so ausnutzen!

Du hast teils
sehr recht mit dem was Du schreibst. Und zwar in der Hinsicht, dass er auf eine gewisse Weise ein schwacher Mensch ist, oder zu friedliebend, wie auch immer man das nennen mag. Ich kenne ja die Beziehung und seine Frau, von daher habe ich auch seit Jahren Einblick in die Ehe.
Sie hat ihn immer schon wie eine Marionette benutzt. Nie Rücksicht genommen was er will, wie es ihm geht, was er für Probleme hat etc. etc. Er hat sich nie wirklich zur Wehr gesetzt und sich mehr oder weniger immer angepasst. Kam aber auch erschwerend dazu, dass ihr die Hälfte seiner Firma gehört und so wie Sie ist hätte er im Fall einer Trennung den Laden vermutlich dicht machen können.
Nun gut, jetzt stellte er sich das erst Mal seit vielen, vielen Jahren sehr konsequent auf die Hinterfüsse. Das war Sie natürlich nicht gewohnt. Das war wohl auch das sicherste Zeichen für Sie, dass es da jemanden geben musste, der ihm den Rücken stärkt. Er hat sich in einem Maß durchgesetzt das mich sehr erstaunt hat. Es war soweit, getrennte Betten, getrennte Freizeit, gerade mal noch gleiches Haus. Ja, bis es dann eben anging, dass Sie auch einen Gang zugelegt hat, die Familie und Freunde in das Ganze involvierte und eine regelrechte Hetzjagd veranstaltet.
Es geht mir hier auch nicht nur um mich. Um meine Interessen. Wenn ich wüsste, dass es für uns beide besser ist das Ganze zu beenden würde ich es tun. Ich könnte es dann auch.
Ich kann es nicht, wenn er wegen mir diesen nicht gekannten Mut aufbringt, dadurch in seiner Ehe eine Situation hat die es so noch nie gegeben hat - ich kennen die beiden seit bald 20 Jahren - und ich ihn dann im Stich lasse.
Tatsache ist, dass er Marionette ist, der Druck kann durch massive finanzielle Forderungen von ihr aufgebaut werden und sie ihn ob Trennung oder nicht benutzt. Sie hat es all die Jahre vorher getan, wenn wir uns trennen wird Sie es weiter tun. Wenn er sich trennt wird Sie ihm das Leben genauso zur Hölle machen. Es geht nicht um gutes Verstehen in der Ehe. Es geht darum dass Sie dieses und jenes möchte, er es zu erfüllen hat, in allen Belangen und wenn er es nicht tut gibt es Terror. Sie betrachtet ihn als ihr Eigentum und jetzt ist es so schlimm ist, dass er eine beinahe lebensbedrohliche gesundheitliche Situation hat. Auch dass ist ihr gleichgültig. Vermutlich würde Sie ihn lieber krepieren statt ihn sein Leben leben zu lassen, dann könnt Sie noch die arme Witwe spielen, Lebensversicherungen kassieren und Sie hätte Recht behalten... er war bis zum Schluss ihr Eigentum.
Ich kann deine Gedanken gut verstehen und wenn mich mal wieder die Wut packt argumentiere ich ähnlich... von wegen wenn Ehe die Hölle ist etc. nur leider ist es nicht so einfach. Ich hab auch nicht den finanziellen Backround, dass ich in dem Fall Stütze sein könnte und wie gesagt, ich erlebe die Beziehung live mit. Ich hör mir nicht nur die Geschichten an, ich erlebe was abläuft und leider hat die Situation Ausmaße angenommen die ich nicht für möglich gehalten hätte. Auch nicht, dass sich ein Mensch so verhalten kann wie Sie es tut und sicher ist er ihr auch nicht wirklich gewachsen. Und ohne das ganze dramatisieren zu wollen habe ich manchmal Angst dass er durchdreht, nen Herzkasper kriegt oder sonstiges.
Sicher, er kann jetzt sagen, sch... drauf, dann geh ich pleite - das wäre nämlich der Fall - wart 7 Jahre, sie bekommt dann auch nix und dann sehen wir weiter. Nur darf man dabei nicht vergessen, dass er bald den 6er vorn dran stehen hat und seine Optionen im Leben noch groß was zu ändern oder zu derreißen nicht mehr so üppig sind.
Ich hab nicht vor mein Leben wegzuwerfen, ich hab aber einfach auch nicht vor ihn gerade jetzt hängen zu lassen. Denn bei den massivsten Auswirkungen die unsere Beziehung mittlerweile hat, hätte er wenn es ihm um die Bequemlichkeit geht schon längst das Handtuch ganz weit weg werfen müssen.

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10. Dezember 2006 um 16:49

Jaja das kann ich mir denken,
dass du auf diese sprüche gut verzichten kannst. aber dennoch werden sie dir wohl nicht erspart bleiben.

er WIRD seine frau nicht verlassen. und dich hält er bei der stange.

ein mann, dem es wirklich ernst ist, der macht nägel mit köpfen und schwafelt nicht so einen quatsch daher von wegen problem, welches man lösen muss. das hätte er dann längst getan.

du kannst dich natürlich weiterhin ausnutzen lassen. nützen wird es dir letztendlich dennoch nicht. aber diese erfahrung musst du wohl selbst machen....

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10. Dezember 2006 um 17:11

Hallo Polly,
ja unlogisch trifft den Nagel auf den Kopf. Irgendwie legt er ein völlig absurdes Verhalten an den Tag die letzten 3-4 Wochen.
Ich würd es akzeptieren wenn er sagt, er bleibt wo er ist, aus diesen und jenen Gründen.
Wäre da wenn er sagt, ich trenne mich, egal was da auf einen zukommt.
Doch was er da tut ?
Vermute fast, sich in sein Schicksal fügen oder aber er hofft die Lösung fällt vom Himmel. Weiß es nicht.

Denke, ich halte mich am besten jetzt einfach ganz ruhig, warte eine Weile ab, zieh mich zurück und entweder Sie geht ihm so auf den Wecker, dass er handelt oder aber Sie zermürbt ihn völlig und dann ist es auch klar. Momentan kommt er mir schon etwas durchgedreht vor.

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10. Dezember 2006 um 17:50

Tu es für dich
und schaff dir selbst endlich Klarheit. Hab dir ja schon in meiner PN gesagt wie ich die Lage sehe. Aber nur DU kannst dich aus dieser Geschichte befreien. WARUM sollte ER etwas ändern? Alles ist aus seiner Sicht bequem: Er hat SIE und die Sicherheit zuhause und er hat DICH und das Abenteuer wenn ER es möchte. Es ist deine Entscheidung ob du noch länger diese Nebenrolle spielen willst. Nur wenn DU es definitiv beendest und jeden Kontakt meidest wirst du erfahren ob er dann um dich kämpft und zwar nach DEINEN Regeln. Und deine erste Regel sollte dann heißen: Trenn dich von deiner Frau wenn du mich liebst. Ich hab ja auch meine bitteren Erfahrungen gemacht und nun realisiert dass es zu nix führt wenn nicht beide Partner bereit sind, sich konsequent aus den alten Beziehungen zu lösen. Ein gebundener Mann wäre für mich in Zukunft absolut tabu. Die erzählen einem alles was man hören will, aber oft sind es halt nur Worte und die Taten folgen nicht. Ich denke du hast es verdient die Hauptrolle im Leben eines Mannes zu sein und mehr als nur der Spielball in einer Dreiecksgeschichte. Dein Pseudonym "gedankenvoll" passt so gut, denn du machst dir soviele liebe Gedanken um IHN - aber denkt ER nur halbsoviel darüber nach, was er da mit dir anstellt und wie es DIR dabei geht? Wohl kaum oder? Tut mir leid, dass ich eurer Beziehung nichts positives abgewinnen kann, aber ich denke die "objektiven" Tatsachen sprechen leider gegen dich. Du hast viel mehr verdient als das. Du weißt ich drück dir die Daumen und wir hören uns sicher noch. Nimm die Beine in die Hand und lauf...in eine bessere Zukunft!!! LG missyouso

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10. Dezember 2006 um 19:29

Kann dir gar nicht sagen,
wie froh ich um Beiträge und Gedanken wie deine bin. Danke dir !!!
Ja genau dass ist mein Problem, ich kann dieser Quälerei beinahe nicht mehr zusehen. Gestern ging es wohl sogar soweit, dass Handgreiflichkeiten ins Spiel kamen und mache mir über seinen gesundheitlichen und psychischen Zustand wirklich ganz ernorm Sorgen. Er überfordert sich einfach auch beruflich auf eine Art die, jetzt ist es auch offensichtlich geworden, höchst ungesund ist. Hab einfach Angst vor einer Art Kollaps oder etwas in der Art und fürchte das zu unterstützen.
Ich für meinen Teil habe vor ihr keinerlei Angst. Bisserl Terror mir gegenüber kann sein, aber daran verschwende ich gar keinen Gedanken.
Wir kämpfen seit zig Monaten gegen eine Pleite an und manchmal denke ich es wäre besser wenn es einfach passieren würde. Weil auch ich der Meinung bin, Gesundheit ist mit nichts aufzuwiegen. Wäre bereit auch die Beziehung sein zu lassen, damit er mit seiner Frau wieder zusammenfinden kann. Doch entweder ist das unmöglich oder er will es nach allem was passiert ist nicht mehr. Das war derzeit passiert zwischen Ihnen nannte er gerade "Formalismus".
Tja, ich kann wohl nichts anderes tun als Stütze zu sein, so gut ich kann und dem ganzen Elend zuzusehen und irgendwie machtlos daneben zu stehen. Nicht schön. Aber schätze brauch einfach auch soviel Distanz um selber wenigstens noch klar denken zu können. Wenn ich auch noch durchdreh ist keinem geholfen.
Wo seine Kraft her kommt, gerade nach Zeiten die auch schon ganz anderst ausgesehen haben und er praktisch aufgegeben hat ist mir ein Rätsel. Vielleicht ist es die Verzweiflung die das freisetzt. Nach dem Motto entweder oder. Bemerkungen wie: Entweder wir stehen das Alles jetzt gemeinsam durch oder gar nicht machen mir manchmal einfach doppelt Angst. Ich wollte ihn aus seiner Passivität holen und jetzt sowas !
Dein Posting spricht mir aus dem Herzen und dein Ratschlag hilft mir ehrlich weiter !
Nochmal, vielen vielen Dank !!!

Frag mich gerade wo deine Einstellung herkommt. Was da wohl für eine Geschichte dahinter steckt ? Muss gestehen dass ich die Beiträge hier nur hie mal da lese.

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10. Dezember 2006 um 22:26

Das klingt
sehr danach, als könnten wir zwei uns die Hand reichen.
Die andere Seite, sprich einer solchen Beziehung, wirklich annähernd einem "Gefägnis", ausgesetzt zu sein habe ich allerdings noch nicht erlebt. Darum ist es für mich auch oft so schwer nachvollziehbar wie man so etwas überhaupt über längeren Zeitraum ertragen kann. Habe in der Familie schon mal einen solchen Fall beobachten können und stellte entsetzt fest, dass es bis zur völligen Selbstaufgabe, Zerstörung sämtlicher anderen Kontakte und Einflüsse, Hobbies etc. gehen kann.
Da deine Zeilen irgendwie viel Sicherheit ausstrahlen -in Bezug auf deinen jetzigen Freund- vermute ich, dass dies auch daher kommt, dass Du beide Seiten kennst ? Hast Du ab und an Zweifel ? Ob es richtig ist, für dich, für ihn ?

Na ja, ich kenne diese Erpressung, psychische und finanzielle Abhängigkeit schon. Aus meiner Kindheit und Jugend. Da hat sehr konsequentes Verhalten von mir, als ich einfach nicht mehr anders konnte, die Situation gewendet, wobei ich sicher auch Glück hatte, hätte auch anders enden können. Sobald es dann in Beziehungen auch nur danach roch ähnlich zu werden war ich immer ganz schnell weg, weil ich sowas nicht nochmal ertragen könnte. Auch diese mit viel Streit verbundene Loslösung war wirklich schlimm. Vielleicht müsste ich öfter daran denken ? Kommt mir das erste Mal in den Sinn, dass eine Beziehung damit vergleichbar sein könnte. Von einer Liebesbeziehung kann in einem solchen Fall definitiv nicht die Rede sein. Schon nett, ausgerechnet bei ihm kann ich das erste Mal wirkliche, echte Verpflichtungen eingehen. All die Jahre war Unabhängigkeit das Wichtigste um ja nicht nochmal sowas ausgeliefert zu sein.

Was war bei dir denn der Auslöser, dass Du es nicht mehr zugelassen hast ? Also falls dir das zu intim ist... einfach überlesen . Find es halt auch generell sehr interessant, wie es soweit kommen kann, wieviel man im Laufe der Zeit zulässt, wie man sich aus solchen "Abhängigheiten" befreien kann etc. Sowas hat ja schon absolut krankhafte Züge an sich.

viele liebe Grüße

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10. Dezember 2006 um 22:34
In Antwort auf cindy_12051194

Das klingt
sehr danach, als könnten wir zwei uns die Hand reichen.
Die andere Seite, sprich einer solchen Beziehung, wirklich annähernd einem "Gefägnis", ausgesetzt zu sein habe ich allerdings noch nicht erlebt. Darum ist es für mich auch oft so schwer nachvollziehbar wie man so etwas überhaupt über längeren Zeitraum ertragen kann. Habe in der Familie schon mal einen solchen Fall beobachten können und stellte entsetzt fest, dass es bis zur völligen Selbstaufgabe, Zerstörung sämtlicher anderen Kontakte und Einflüsse, Hobbies etc. gehen kann.
Da deine Zeilen irgendwie viel Sicherheit ausstrahlen -in Bezug auf deinen jetzigen Freund- vermute ich, dass dies auch daher kommt, dass Du beide Seiten kennst ? Hast Du ab und an Zweifel ? Ob es richtig ist, für dich, für ihn ?

Na ja, ich kenne diese Erpressung, psychische und finanzielle Abhängigkeit schon. Aus meiner Kindheit und Jugend. Da hat sehr konsequentes Verhalten von mir, als ich einfach nicht mehr anders konnte, die Situation gewendet, wobei ich sicher auch Glück hatte, hätte auch anders enden können. Sobald es dann in Beziehungen auch nur danach roch ähnlich zu werden war ich immer ganz schnell weg, weil ich sowas nicht nochmal ertragen könnte. Auch diese mit viel Streit verbundene Loslösung war wirklich schlimm. Vielleicht müsste ich öfter daran denken ? Kommt mir das erste Mal in den Sinn, dass eine Beziehung damit vergleichbar sein könnte. Von einer Liebesbeziehung kann in einem solchen Fall definitiv nicht die Rede sein. Schon nett, ausgerechnet bei ihm kann ich das erste Mal wirkliche, echte Verpflichtungen eingehen. All die Jahre war Unabhängigkeit das Wichtigste um ja nicht nochmal sowas ausgeliefert zu sein.

Was war bei dir denn der Auslöser, dass Du es nicht mehr zugelassen hast ? Also falls dir das zu intim ist... einfach überlesen . Find es halt auch generell sehr interessant, wie es soweit kommen kann, wieviel man im Laufe der Zeit zulässt, wie man sich aus solchen "Abhängigheiten" befreien kann etc. Sowas hat ja schon absolut krankhafte Züge an sich.

viele liebe Grüße

PS:
überhaupt erschreckend wie sehr der Partner das Selbstbewusstsein zunichte machen kann und auch wie sehr es zugelassen wird. Wenn ich an den Beginn unserer Beziehung zurückdenke... unglaublich was ihm anscheinend alles vorgehalten wurde und wieviele Komplexe er hatte die so völlig und absolut unbegründet waren ! Er kam mir vor wie ein geprügelter Hund. Oft schon von der gesamten Mimik und Körpersprache. Na ja, das wäre ein Thema zu dem man noch viel sagen könnte.

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10. Dezember 2006 um 23:18
In Antwort auf an0N_1249371999z

Jaja das kann ich mir denken,
dass du auf diese sprüche gut verzichten kannst. aber dennoch werden sie dir wohl nicht erspart bleiben.

er WIRD seine frau nicht verlassen. und dich hält er bei der stange.

ein mann, dem es wirklich ernst ist, der macht nägel mit köpfen und schwafelt nicht so einen quatsch daher von wegen problem, welches man lösen muss. das hätte er dann längst getan.

du kannst dich natürlich weiterhin ausnutzen lassen. nützen wird es dir letztendlich dennoch nicht. aber diese erfahrung musst du wohl selbst machen....

Ja genau,
so sieht es aus, bei einem Mann der gelernt hat Vertrauen zu haben.

In sich, in andere, ins Leben, darin geliebt werden zu können so wie er ist.
Niemand dem man Jahre eingetrichtert hat, dass er ein Versager ist um ihn endlich handzahm und gefügig zu machen.
Niemand der echte Schicksalsschläge hinnehmen musste und sich für Gott und die Welt und jeden Fehler verantwortlich fühlt.
Niemand der darüber irgendwann aufgehört hat an sich zu glauben.
Niemand der sich in nachweisbaren Abhängigkeiten befindet aus denen er nicht weiß wie rauskommen.

Und wenn hier wer wen bei der Stange hält, dann schon ich mich selber und mit Sicherheit schon längst nicht mehr aus purer Rosarotigkeit. Und ob er seine Frau verlässt oder nicht ist für mich mittlerweile schon so absolut sekundär. Aber das sollte aus meinen Zeilen eigentlich hervorgehen. Es stellt sich hier nicht die Frage einer Kosten- Nutzenrechnung.

Ja, Erfahrungen sammle ich und wesentlich anstrengendere, aber auch wertvollere als ich es von meinen meisten Beziehungen behaupten könnte.

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11. Dezember 2006 um 16:53

@Gedankenvoll
toller Beitrag, vor allem der letzte Satz

Liebe Grüße Stern
Wünsche dir viel Glück

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