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"Geheime" Verwandte?

11. Februar 2004 um 11:35 Letzte Antwort: 18. Februar 2004 um 8:57

Hi an Euch,

habt Ihr in Eurem Leben auch einen "geheimen" Verwandten, jemanden, der verloren gegangen ist oder verschwiegen wurde, aus welchen Gründen auch immer?
Macht Ihr Euch auf die Suche?
Ich meine das jetzt hauptsächlich bezogen auf evtl. Halbgeschwister, die man vielleicht durch Zufall entdeckt oder auch den verschollenen/verschwiegenen Vater...
Würde mich über Eure Erfahrungen sehr freuen und ggf. auch über Erfolgserlebnisse?
Bin nämlich auch auf der Suche..leider ohne Erfolg, ist zu schwierig, zu lange her und habe zuwenig Angaben, diejenigen die noch Auskunft geben könnten, aber nie getan haben (weitere Frage: warum nicht?), leben leider nicht mehr.

Gruß von
Natasha

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11. Februar 2004 um 14:46

Warum bist du auf der suche?
das würde mich interessieren...

"geheime" verwandet habe ich nicht, ich wusste seit ich klein bin, dass ich zwei halbgeschwister habe. kontakt habe ich zu beiden eigentlich nie gehabt, ich weiss auch kaum etwas über sie.

allerding habe ich auch nie das bedürfniss gehabt, sie kennenzulernen...

LG
sparkling

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11. Februar 2004 um 15:02
In Antwort auf janene_12645599

Warum bist du auf der suche?
das würde mich interessieren...

"geheime" verwandet habe ich nicht, ich wusste seit ich klein bin, dass ich zwei halbgeschwister habe. kontakt habe ich zu beiden eigentlich nie gehabt, ich weiss auch kaum etwas über sie.

allerding habe ich auch nie das bedürfniss gehabt, sie kennenzulernen...

LG
sparkling

...
Mein Interesse daran poppt immer mal alle paar jahre hoch und verebbt dann wieder, weil ich nicht weiter komme, die zuständigen Behörden geben keine Infos raus. Also, ich kann selbstverständlich damit leben, nie Näheres zu erfahren, aber ich hab grad gestern einen Bericht in TV gesehen, wo leute wirklich heftige Probleme haben, weil sie nicht "abschließen" können, das Problem habe ich aber nicht.
Aber die Erfolgsstories waren schon bewegend, wahnsinn!!
LG, Natasha

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12. Februar 2004 um 9:08
In Antwort auf dania_12469605

...
Mein Interesse daran poppt immer mal alle paar jahre hoch und verebbt dann wieder, weil ich nicht weiter komme, die zuständigen Behörden geben keine Infos raus. Also, ich kann selbstverständlich damit leben, nie Näheres zu erfahren, aber ich hab grad gestern einen Bericht in TV gesehen, wo leute wirklich heftige Probleme haben, weil sie nicht "abschließen" können, das Problem habe ich aber nicht.
Aber die Erfolgsstories waren schon bewegend, wahnsinn!!
LG, Natasha

Das Einwohnermeldeamt gibt dir keine Infos?
achte wenn man dort seinen Ausweis vorzeigt, tun die dies?

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12. Februar 2004 um 9:20

Hi Du Süße!
Mein Vater ist amerikanischer Soldat gewesen,damals, als ich auf die Welt kam und alles, was ich von ihm habe und weiß, sind zwar super schöne Äußerungen meiner Mutter (gott sei Dank) und ein paar Bilder, aber das wars auch schon, mit den bissi Angaben finde ich ihn nicht, habe ich schon versucht. Aber wie gesagt, es ist völlig okay für mich, es nagt nicht oder dergleichen, ich habe mich da schon lange mit abgefunden, kann mir aber vorstellen, daß es nicht für jeden so einfach ist. Es fehlt einfach ein Puzzleteil, das stimmt schon, man würde gerne wissen, wo die andere Seite der "Wurzel" ist, aber okay, iss halt nicht.
Meine beiden Geschwister sind auch Halbgeschwister, aber da wir trotzdem zusammen aufgewachsen sind, waren das einfach immer meine richtigen Geschwister, da gibt es für mich keinerlei Unterschied (ich kenne da andere Stories).

Was ich wirklich schlimm finde, sind Mütter, die ein Kind haben von einem Mann (oder auch alles umgekehrt, klar), den sie nicht outen wollen,weil sie eben enttäuscht wurden von ihm, verlassen, betrogen, was auch immer. Sicher keine schöne Sache, um Gottes Willen, aber sie reden dann nie wieder ein Wort über ihn und das ist doch das Schlimmste für das Kind, stell ich mir vor. Der wird dann echt "geheim" gehalten...
Ich bin daher echt heilfroh, daß meine Mutter immer nur total schön über ihn gesprochen hat, egal, was aus ihm geworden ist, entweder weiß das keiner oder sie wollten mir das nie sagen, aber das ist mir eigentlich egal, ich habe trotzdem meine ganze Kindheit über ein tolles Bild von ihm gehabt und auch heute noch behalten. Leider ist meine Mutter gestorben, als ich 11 war, denn ich bin sicher, sie hätte mir im Laufe der Jahre mehr erzählt, wenn ich eben größer geworden wäre.
Ich finde es einfach super wichtig, daß Eltern generell ihren evtl. Frust mit dem Vater des Kindes nicht an dem Kind auslassen sollten, das ist wirklich grausam und egoistisch.
Solange der Vater nun nicht richtig kriminell oder so ist und man ihm von dem Kind fernhalten muß, das wäre selbstverständlich eine Ausnahme, aber jeglicher anderer Frust sollte doch zwischen den Erwachsenen alleine gehandelt werden, oder nicht?
Ist das wirklich so schwer, ich weiß es ja nicht, aber gerade wenn ich mein Kind liebe, dann will ich ihm nicht den Vater oder die Mutter nehmen oder schlecht machen...das finde ich arg....

Liebe Grüße und dickes Bussi!!!
Natasha

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12. Februar 2004 um 15:29

Bei mir ganz ähnlich
Hi,
meine Situation ist ähnlich. Mir wurde über meinen Vater durchweg nur positives erzählt, obwohl er sich eigentlich nie um mich gekümmert hat, bis auf mehr oder weniger regelmäßige Besuche bis zu meiner Einschulung. Unterhalt hat er zwar immer fleissig gezahlt, aber nie einen Anruf oder eine Karte etc. In meinem Leben gab es immer wieder Phasen in denen ich ihn unbedingt kennenlernen wollte und auch immer die Initiative übernommen habe und mit 18 das erste Mal ein Feedback von ihm bekam - leider negativ, da er mir nur vorgerechnet hat wieviel Unterhalt er in all den Jahren bezahlt hat . Diese Narben, die die nicht vorhandene Beziehung mit meinem Vater bei mir hinterlassen hat, schlägt sich m.E. auch immer wieder auf meine Beziehungen nieder. Dieses Gefühl ungeliebt zu sein und das Wissen darum, dass er drei Kinder aus erster Ehe hat, mit den er ein prima Verhältnis hat. Warum mit mir nicht, was habe ich getan, ich bin doch ohne Schuld....

Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass eine Frau, die einen "unbekannten" Vater hat irgendwann darüber hinweg kommen kann, aber das es für eine Frau, die ihren Vater kennt und nicht akzeptiert wird, eine lebenslange Kränkung ist. Genauso sehe ich das bei mir auch. Ich habe immer wieder versucht eine Beziehung aufzubauen und bin immer wieder abgewiesen worden, obwohl dieser Mann mich als mein Vater eigentlich bedingungslos lieben sollte...

Leider ist er auch nicht mehr der jüngste und ich fürchte es wird niemals ein klärendes Gespräch um das "Warum" geben und vermutlich nimmt er die Antwort auf mein Warum mit ins Grab. Ich befürchte nur, dass ich selbst durch seinen Tod nicht damit abschliessen kann.

Ebenfalls, viel geschrieben und nichts gesagt

mavi3

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12. Februar 2004 um 16:18
In Antwort auf dania_12469605

Hi Du Süße!
Mein Vater ist amerikanischer Soldat gewesen,damals, als ich auf die Welt kam und alles, was ich von ihm habe und weiß, sind zwar super schöne Äußerungen meiner Mutter (gott sei Dank) und ein paar Bilder, aber das wars auch schon, mit den bissi Angaben finde ich ihn nicht, habe ich schon versucht. Aber wie gesagt, es ist völlig okay für mich, es nagt nicht oder dergleichen, ich habe mich da schon lange mit abgefunden, kann mir aber vorstellen, daß es nicht für jeden so einfach ist. Es fehlt einfach ein Puzzleteil, das stimmt schon, man würde gerne wissen, wo die andere Seite der "Wurzel" ist, aber okay, iss halt nicht.
Meine beiden Geschwister sind auch Halbgeschwister, aber da wir trotzdem zusammen aufgewachsen sind, waren das einfach immer meine richtigen Geschwister, da gibt es für mich keinerlei Unterschied (ich kenne da andere Stories).

Was ich wirklich schlimm finde, sind Mütter, die ein Kind haben von einem Mann (oder auch alles umgekehrt, klar), den sie nicht outen wollen,weil sie eben enttäuscht wurden von ihm, verlassen, betrogen, was auch immer. Sicher keine schöne Sache, um Gottes Willen, aber sie reden dann nie wieder ein Wort über ihn und das ist doch das Schlimmste für das Kind, stell ich mir vor. Der wird dann echt "geheim" gehalten...
Ich bin daher echt heilfroh, daß meine Mutter immer nur total schön über ihn gesprochen hat, egal, was aus ihm geworden ist, entweder weiß das keiner oder sie wollten mir das nie sagen, aber das ist mir eigentlich egal, ich habe trotzdem meine ganze Kindheit über ein tolles Bild von ihm gehabt und auch heute noch behalten. Leider ist meine Mutter gestorben, als ich 11 war, denn ich bin sicher, sie hätte mir im Laufe der Jahre mehr erzählt, wenn ich eben größer geworden wäre.
Ich finde es einfach super wichtig, daß Eltern generell ihren evtl. Frust mit dem Vater des Kindes nicht an dem Kind auslassen sollten, das ist wirklich grausam und egoistisch.
Solange der Vater nun nicht richtig kriminell oder so ist und man ihm von dem Kind fernhalten muß, das wäre selbstverständlich eine Ausnahme, aber jeglicher anderer Frust sollte doch zwischen den Erwachsenen alleine gehandelt werden, oder nicht?
Ist das wirklich so schwer, ich weiß es ja nicht, aber gerade wenn ich mein Kind liebe, dann will ich ihm nicht den Vater oder die Mutter nehmen oder schlecht machen...das finde ich arg....

Liebe Grüße und dickes Bussi!!!
Natasha

Howdy
amerikan girl.

das ist ja echt ne blöde (auf jeden fall auch bischen traurig) geschichte. kannst du denn überhaupt nicht mehr rausbekommen, wo dein vater stationiert war? oder einen ehem. kumpel ausfindig machen?

was ist denn mit freundinnen deiner mutter?
wissen die denn gar nix? mit einem namen muß du doch weiterkommen.

lg

lily

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12. Februar 2004 um 16:23
In Antwort auf aslaug_12484254

Bei mir ganz ähnlich
Hi,
meine Situation ist ähnlich. Mir wurde über meinen Vater durchweg nur positives erzählt, obwohl er sich eigentlich nie um mich gekümmert hat, bis auf mehr oder weniger regelmäßige Besuche bis zu meiner Einschulung. Unterhalt hat er zwar immer fleissig gezahlt, aber nie einen Anruf oder eine Karte etc. In meinem Leben gab es immer wieder Phasen in denen ich ihn unbedingt kennenlernen wollte und auch immer die Initiative übernommen habe und mit 18 das erste Mal ein Feedback von ihm bekam - leider negativ, da er mir nur vorgerechnet hat wieviel Unterhalt er in all den Jahren bezahlt hat . Diese Narben, die die nicht vorhandene Beziehung mit meinem Vater bei mir hinterlassen hat, schlägt sich m.E. auch immer wieder auf meine Beziehungen nieder. Dieses Gefühl ungeliebt zu sein und das Wissen darum, dass er drei Kinder aus erster Ehe hat, mit den er ein prima Verhältnis hat. Warum mit mir nicht, was habe ich getan, ich bin doch ohne Schuld....

Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass eine Frau, die einen "unbekannten" Vater hat irgendwann darüber hinweg kommen kann, aber das es für eine Frau, die ihren Vater kennt und nicht akzeptiert wird, eine lebenslange Kränkung ist. Genauso sehe ich das bei mir auch. Ich habe immer wieder versucht eine Beziehung aufzubauen und bin immer wieder abgewiesen worden, obwohl dieser Mann mich als mein Vater eigentlich bedingungslos lieben sollte...

Leider ist er auch nicht mehr der jüngste und ich fürchte es wird niemals ein klärendes Gespräch um das "Warum" geben und vermutlich nimmt er die Antwort auf mein Warum mit ins Grab. Ich befürchte nur, dass ich selbst durch seinen Tod nicht damit abschliessen kann.

Ebenfalls, viel geschrieben und nichts gesagt

mavi3

Liebe Mavi
Du hast doch sehr viel gesagt!! (Sun-Puppa auch!!)
Das ist natürlich eine noch ärgere Form der Zurückweisung, das tut mir sehr leid, daß Dein Vater so reagiert hat...mein Gott, zählt da echt so das Geld???
Kann ich nie begreifen, immerhin wächst doch da ein Mensch, der mein Wesen tragen könnte, auf den ich positiven Einfluss nehmen kann, das ist doch keine Maschine, die man halt mal finanzieren muß...finde ich wirklich schlimm sowas. Ein Mensch, ein Kind, mein Kind..
Ich bin sicher, viele Kinder hätten sich viel mehr gefreut, wenn der Vater oder die Mutter, je nachdem, sich persönlich gekümmert hätten anstatt regelmäßig Geld zu schicken oder zu überweisen und sonst nix persönliches rüberkommt...
Mir hat in Kinder- und Jugendjahren ein Vater sehr gefehlt, ich hatte jahrelang einen Vaterkomplex und hatte nur wesentlich ältere Männer in Beziehungen, heute bin ich davon weg.
Ich bin sicher, auch allein erziehende Mütter/Väter, die nun mal "gezwungen" sind, machen einen prima Erziehungsjob (blödes Wort), aber ich persönlich aus meiner Erfahrung heraus, als Kind ohne Vater (meine Geschwister sehen das genauso) habe das sehr vermisst, deswegen kann ich die Meinung vieler Mütter nicht teilen, das einer alleine das genauso hinbekommt.
Es ist nämlich wahnsinnig schwer, irgendwo fehlt einfach das männliche/weibliche Dasein, warum auch immer...
Mütter sind wahnsinnig toll und ich hatte einen Heidenrespekt vor ihr und sie sehr geliebt, aber ich habe einfach einen Vater vermisst, warum auch immer...ein Familienleben wie bei anderen in meinem Freundeskreis fand ich einfach toll. Aber okay, es ging halt nicht und sie hat das Beste draus gemacht, heute weiß ich erst wie schwer das war.
Aber ich finde die Generation heute, die meint, auch ohne Mann kann man Kinder prima erziehen, nicht so gut, aber es gibt selbstverständlich Ausnahmen, Kinder die super damit leben können ohne väterliche/männliche Bezugsperson.
Besser alleine als mit einem gewalttätigen oder so, ist auch klar, aber ich persönlich würde nie eine Schwangerschaft schon von Beginn an ohne Mann planen...
Tja, so hat halt jeder seine Erfahrungen...ich bin da sicher spießig eingestellt und finde es super, wenn Familie intakt ist, leider heute nicht mehr soooo die Regel.
Mein Patenkind, 6 jahre, ist ein seltener fall von intakter Familie, die Freundinnen aus dem Kiga sind oft schon in geschiedenen Ehen oder leider auch mit Mutter alleine.
Aber das ist natürlich ein vollkommen anderes Thema...
Liebe Grüße
Natasha

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13. Februar 2004 um 8:54

Erzeuger
Hi,
ich denke meine Ma hat einen wunderbaren Job in meiner Erziehung geleistet und ich bewundere sie für die Kraft, die es sie gekostet hat mich alleine zu erziehen. Mein geliebter Großvater hat, so glaube ich, mir all die Dinge beigebracht, die mir mein Vater hätte beibringen müssen und dennoch hätte mir ein präsenter Vater nicht geschadet. Als Kind habe ich mir immer die wildesten Geschichten über meinen Vater ausgedacht, wenn ich gefragt wurde warum ich denn keinen Papa habe.

Ich hätte die Abwesenheit meines Vaters vielleicht verstehen können, wenn er sehr jung gewesen wäre, aber er war 42 als ich auf die Welt kam und bereits dreifacher fürsorglicher Vater für meine Halbgeschwister. Warum verdiene ich seine Liebe und Aufmerksamkeit nicht?? Wahrscheinlich ist es deshalb auch für mich einfacher damit umzugehen, wenn mich jemand nicht mag, als dass mich jemand mag. Wie kann mich jemand mögen oder lieben, wenn mein eigenes Fleisch und Blut mich sozusagen verraten hat. Dennoch möchte ich so gerne so viel über ihn Wissen als Mensch, um auch mehr über mich zu erfahren, aber die Tür ist mir schon so oft vor der Nase zugeschlagen worden, dass ich diesen Schmerz nicht noch einmal riskieren möchte.

Zitat Walkingonsunshine:
Das kann ich ja nun überhaupt gar nicht verstehen. Wie kann man nur so kalt dem eigenen Fleisch und blut gegenüber sein? Ich versteh immern icht, wie diese Leute auch Menschen sind.

Und genau das macht mir manchmal Angst! Ich bin Teil von ihm, also zur Hälfte meine Ma und zur Hälfte er...!

Wie gesagt, sind meine Beziehungen zu Männern aufgrund dieser Vater/Tochter Problematik immer etwas problembehaftet, aber ich hoffe, dass ich eines Tages damit umgehen kann...!

Ich frage mich gerade, ob es für solche Fälle Selbsthilfegruppen gibt, denn der Austausch mit Betroffenen ist meiner Meinung nach hilfreicher als ein Gespräch mit einem Therapeuten! Muss ich ja gleich mal googlen.

mavi3

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13. Februar 2004 um 9:03
In Antwort auf oxana_12753055

Howdy
amerikan girl.

das ist ja echt ne blöde (auf jeden fall auch bischen traurig) geschichte. kannst du denn überhaupt nicht mehr rausbekommen, wo dein vater stationiert war? oder einen ehem. kumpel ausfindig machen?

was ist denn mit freundinnen deiner mutter?
wissen die denn gar nix? mit einem namen muß du doch weiterkommen.

lg

lily

H9 Sweetie...
Nee, ich hab zwar so ne Art Adresse, aber da kann keiner was mit anfangen, ist ja schon vor 1968 gewesen...die amerikanischen Behörden/Kasernen werden bombardiert mit solchen Anfragen von Kindern, die ihre Väter suchen...die rücken nix raus und wollen das auch nicht so..
Ich habe keinerlei Kontakte mehr zu jemandem, der ihn kannte. Verwandte, die ihn kannten, leben nicht mehr, die haben mir ja schon zu Lebzeiten nix gesagt, ob sie mehr wußten oder nicht,weiß ich wiederum nicht.
Ich habe einige wenige Bilder und sehe ihm sehr ähnlich, meine Mutter hat das auch immer betont und mir immer deutlich gesagt, daß sie beide sich sehr geliebt hatten udn er ein toller Mensch war, das haben die verwandten auch immer damals bestätigt. Er war hier stationiert und ist dann zurück nach USA, Er hat schriftlich noch auf meine Geburt reagiert und sich super gefreut, dann wollten sie heiraten und während der Zusendung der papiere ist etwas schiefgelaufen, also ich habe heute den realistischen Eindruck, er hat sie verlassen. Aber wenn es so war und sie auch den Eindruck hatte und darüber verbittert gewesen wäre, hat sie das nie geäußert!
Und ich bin sicher, sie wußte, was passiert war. Aber er ist trotzdem in meinem Herzen so wie sie auch, was auch immer passiert sein mag. Vielleicht haben sie sich ja schon wieder getroffen...schöne Vorstellung!
Liebste Grüße an Dich,
Natasga

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13. Februar 2004 um 9:13
In Antwort auf aslaug_12484254

Erzeuger
Hi,
ich denke meine Ma hat einen wunderbaren Job in meiner Erziehung geleistet und ich bewundere sie für die Kraft, die es sie gekostet hat mich alleine zu erziehen. Mein geliebter Großvater hat, so glaube ich, mir all die Dinge beigebracht, die mir mein Vater hätte beibringen müssen und dennoch hätte mir ein präsenter Vater nicht geschadet. Als Kind habe ich mir immer die wildesten Geschichten über meinen Vater ausgedacht, wenn ich gefragt wurde warum ich denn keinen Papa habe.

Ich hätte die Abwesenheit meines Vaters vielleicht verstehen können, wenn er sehr jung gewesen wäre, aber er war 42 als ich auf die Welt kam und bereits dreifacher fürsorglicher Vater für meine Halbgeschwister. Warum verdiene ich seine Liebe und Aufmerksamkeit nicht?? Wahrscheinlich ist es deshalb auch für mich einfacher damit umzugehen, wenn mich jemand nicht mag, als dass mich jemand mag. Wie kann mich jemand mögen oder lieben, wenn mein eigenes Fleisch und Blut mich sozusagen verraten hat. Dennoch möchte ich so gerne so viel über ihn Wissen als Mensch, um auch mehr über mich zu erfahren, aber die Tür ist mir schon so oft vor der Nase zugeschlagen worden, dass ich diesen Schmerz nicht noch einmal riskieren möchte.

Zitat Walkingonsunshine:
Das kann ich ja nun überhaupt gar nicht verstehen. Wie kann man nur so kalt dem eigenen Fleisch und blut gegenüber sein? Ich versteh immern icht, wie diese Leute auch Menschen sind.

Und genau das macht mir manchmal Angst! Ich bin Teil von ihm, also zur Hälfte meine Ma und zur Hälfte er...!

Wie gesagt, sind meine Beziehungen zu Männern aufgrund dieser Vater/Tochter Problematik immer etwas problembehaftet, aber ich hoffe, dass ich eines Tages damit umgehen kann...!

Ich frage mich gerade, ob es für solche Fälle Selbsthilfegruppen gibt, denn der Austausch mit Betroffenen ist meiner Meinung nach hilfreicher als ein Gespräch mit einem Therapeuten! Muss ich ja gleich mal googlen.

mavi3

Hi Ihr beiden!
@Sun-Puppa:
Ich habe imme rlange jahre den absoluten hang zu Amerika gehabt, und glaubst Du es, ich habe beides vereinbart...habe nämlich einen Ami geheiratte, der 22 Jhare älter war als ich...grins..volle packung sozusagen...
Aber es war gut so, denn ich bin nun von meinem Vaterkomplex geheilt und USA habe ich auch erlebt in einem jahr, als ich dort lebte. Als ich den mann damals kennenlernte, glaubte ich wirklich, meine Mum hätte mir nen Wink geschickt, ehrlich, so naiv war ich...heute weiß ich, daß sie wahrscheinlich alles getan hätte um mich davon abzuhalten...smile..
Sie hat mir shcon als Kind bescheinigt, ich hätte Eigenheiten meines vaters, würde z.B. aussehen wie er (stimtm auch, habe Bilder), würde wie er laufen und da waren so die einigen Dinger...
Finde ich eine sehr shcöne Vorstellung!

@Mavi
Es darf nicht sein, daß Du Dich wegen dieser argen Erfahrung fragst, ob Du generell nicht liebenswert sein kannst, bitte tu das nicht!!
Es ist schwer, kann ich mir vorstellen, aber bitte halte Dir vor Augen, er ist nur ein Mensch und einfach nicht in der lage, so zu reagieren, wie es sinnvoll und richtig/wichtig wäre...er kann einem da doch leid tun, aber auch das wäre zuviel. Münze das bitte nicht auf Dich persönlich!!!
Es gibt durchaus Anlaufstellen für diese Problematik, so viele leiden darunter,d aß sie von den Eltern nicht angenommen werden, wie mans ich das so vorstellt. Welche Dinge müssen da in ihm ablaufen, wenn er seine Kinde rnromal behandelt aber Dich nicht?
Darüber kann Dir aber, wie Du schilderst, leider keiner Auskunft geben, diese Türe wird Dir vielleicht nie geöffnet werden, leider. Ich finde das wahnsinnig schade, aber bitte zweifel nicht an DIR und Deiner Person!
Ich hoffe sehr, Du findest Ansprechpartner!!!
Alles Gute!!
natasha

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13. Februar 2004 um 11:27
In Antwort auf dania_12469605

Hi Ihr beiden!
@Sun-Puppa:
Ich habe imme rlange jahre den absoluten hang zu Amerika gehabt, und glaubst Du es, ich habe beides vereinbart...habe nämlich einen Ami geheiratte, der 22 Jhare älter war als ich...grins..volle packung sozusagen...
Aber es war gut so, denn ich bin nun von meinem Vaterkomplex geheilt und USA habe ich auch erlebt in einem jahr, als ich dort lebte. Als ich den mann damals kennenlernte, glaubte ich wirklich, meine Mum hätte mir nen Wink geschickt, ehrlich, so naiv war ich...heute weiß ich, daß sie wahrscheinlich alles getan hätte um mich davon abzuhalten...smile..
Sie hat mir shcon als Kind bescheinigt, ich hätte Eigenheiten meines vaters, würde z.B. aussehen wie er (stimtm auch, habe Bilder), würde wie er laufen und da waren so die einigen Dinger...
Finde ich eine sehr shcöne Vorstellung!

@Mavi
Es darf nicht sein, daß Du Dich wegen dieser argen Erfahrung fragst, ob Du generell nicht liebenswert sein kannst, bitte tu das nicht!!
Es ist schwer, kann ich mir vorstellen, aber bitte halte Dir vor Augen, er ist nur ein Mensch und einfach nicht in der lage, so zu reagieren, wie es sinnvoll und richtig/wichtig wäre...er kann einem da doch leid tun, aber auch das wäre zuviel. Münze das bitte nicht auf Dich persönlich!!!
Es gibt durchaus Anlaufstellen für diese Problematik, so viele leiden darunter,d aß sie von den Eltern nicht angenommen werden, wie mans ich das so vorstellt. Welche Dinge müssen da in ihm ablaufen, wenn er seine Kinde rnromal behandelt aber Dich nicht?
Darüber kann Dir aber, wie Du schilderst, leider keiner Auskunft geben, diese Türe wird Dir vielleicht nie geöffnet werden, leider. Ich finde das wahnsinnig schade, aber bitte zweifel nicht an DIR und Deiner Person!
Ich hoffe sehr, Du findest Ansprechpartner!!!
Alles Gute!!
natasha

USA
Hi Natasha,

das ist ja lustig, ich bin meinem Vaterkomplex auch mit einem älteren Amerikaner zu Leibe gerückt . Meiner war allerdings nur 10 Jahre älter, hat ein super Verhältnis zu seinen Kindern aus erster Ehe (für mich war das ein Schock, wie kann ein Vater für seine Kinder Liebe empfinden). Die Beziehung hielt sieben Jahre, die Ehe allerdings nur 1,5 Jahre. Heute sind wir die besten Freunde und ich kann sagen, dass er der einzige Mann bisher war/ist, der Verständnis für mein "Problem" und immer ein offenes Ohr hat. Strange World!

Habe vor einem halben Jahr ungefähr mal nach dem Namen von meinem Vater gegoogelt und da er in seinem Heimatland recht bekannt ist, habe ich ein Interview, dass man mit ihm anlässlich eines Jubiläums geführt hat, gelesen. Es ist hart, wenn er in diesem Interview von seinen 3 (DREI) Kindern spricht und meine Existenz einfach so ignoriert wird. Ich war die vierte und er war verdammt nochmal alt genug für sein Tun Verantwortung zu übernehmen. Er war ja sogar noch dreist genug, die Vaterschaft abzustreiten, sodass meine Mutter vor Gericht eine eidesstattliche Versicherung abgeben musste, dass sie während der Empfängniszeit ausschließlich Geschlechtsverkehr mit meinem Vater hatte (wie demütigend). Warum sie das musste, bleibt mir ein Rätsel, schließlich wurde die Vaterschaft letztendlich per Vaterschaftstest festgestellt.

Ich bin froh mir das alles mal von der Seele zu schreiben, da ich selbst heute nicht darüber sprechen kann ohne zu heulen! Es macht mich wütend, dass es mir nicht egal ist, denn das heißt ja, dass es eine Gefühlsregung in mir verursacht und ich finde selbst meinen Hass oder jede andere Art der Aufmerksamkeit meinerseits hat er nicht verdient!

mavi3

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13. Februar 2004 um 11:37
In Antwort auf aslaug_12484254

USA
Hi Natasha,

das ist ja lustig, ich bin meinem Vaterkomplex auch mit einem älteren Amerikaner zu Leibe gerückt . Meiner war allerdings nur 10 Jahre älter, hat ein super Verhältnis zu seinen Kindern aus erster Ehe (für mich war das ein Schock, wie kann ein Vater für seine Kinder Liebe empfinden). Die Beziehung hielt sieben Jahre, die Ehe allerdings nur 1,5 Jahre. Heute sind wir die besten Freunde und ich kann sagen, dass er der einzige Mann bisher war/ist, der Verständnis für mein "Problem" und immer ein offenes Ohr hat. Strange World!

Habe vor einem halben Jahr ungefähr mal nach dem Namen von meinem Vater gegoogelt und da er in seinem Heimatland recht bekannt ist, habe ich ein Interview, dass man mit ihm anlässlich eines Jubiläums geführt hat, gelesen. Es ist hart, wenn er in diesem Interview von seinen 3 (DREI) Kindern spricht und meine Existenz einfach so ignoriert wird. Ich war die vierte und er war verdammt nochmal alt genug für sein Tun Verantwortung zu übernehmen. Er war ja sogar noch dreist genug, die Vaterschaft abzustreiten, sodass meine Mutter vor Gericht eine eidesstattliche Versicherung abgeben musste, dass sie während der Empfängniszeit ausschließlich Geschlechtsverkehr mit meinem Vater hatte (wie demütigend). Warum sie das musste, bleibt mir ein Rätsel, schließlich wurde die Vaterschaft letztendlich per Vaterschaftstest festgestellt.

Ich bin froh mir das alles mal von der Seele zu schreiben, da ich selbst heute nicht darüber sprechen kann ohne zu heulen! Es macht mich wütend, dass es mir nicht egal ist, denn das heißt ja, dass es eine Gefühlsregung in mir verursacht und ich finde selbst meinen Hass oder jede andere Art der Aufmerksamkeit meinerseits hat er nicht verdient!

mavi3

Liebe Mavi...
...oh Mann, Du kannst auch noch was lesen, das ist ja echt heavy, tut mir wirklich leid. Ich kann die Wut und auch mal die Trauer sehr gut verstehen...da könnt ich selber hingehen und den Typen durchschütteln bis er klaren Kopf bekommt..
Aber sie sind es eigentlich nicht wert...trotzdem wollen diese gefühle ja irgendwohin,...bloß nicht verdrängen...hilft nix, weißt du ja selbst..
Also, Köpfel hoch und lass es raus,wenn es raus muß!!!!...gut gebrüllt, Löwe...
Liebste Grüße und alle guten Wünsche!!
natasha

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17. Februar 2004 um 14:24

Hi Sun,
ist Dein Beitrag für mich? DAs mt dem Gesicht wahren habe ich jetzt nicht begriffen. Wieso sollte ich mein Gesicht wahren, ich habe mir nichts vorzuwerfen. So böse das jetzt auch klingt, aber statt mit meiner Mutter zu sprechen, könnte ich genauso gut mit der leeren Wasserflasche die vor mir steht, sprechen. Meine Mutter ist mit beiden Elternteilen aufgewachsen und kann mein Verlangen nach meiner Identitätsfindung nicht nachvollziehen. Daraus mache ich ihr aber keinen Vorwurf. Es gibt ein zwei Freunde, deren Situation ähnlich ist, aber die Umstände waren meist andere. Meine einzige Hoffnung ist nur noch, dass er merkt wenn sich sein Leben dem Ende zuneigt, dass er etwas gutzumachen hat. Und diese Hoffnung stirbt erst, wenn er ebenfalls stirbt...

Es gibt ein "Gebet bei den AA's", das mir in meiner Situation schon manches Mal geholfen hat:

God grant me the serenity to accept the things I cannot change, the courage to change the things I can and the wisdom to know the difference.

Mavi, genug gejammert!

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17. Februar 2004 um 15:31

Suche Vater!
Hallo ihr lieben,

tu ja heut zu allen meinen Senf geben.
Hab zwar auch keine Geheime Verwanden oder ich weis nix davon. Aber meinen Vater such ich auch. Leider ist er scheinbar in Italien untergetaucht und die Adressen die ich haben sind alle nicht mehr aktuell.
Er hat sich immer mal gemeldet als ich noch ein Kind war. Doch dann ist der Kontakt abgebrochen.
Er wurde aus Deutschland ausgewiesen wegen Drogen oder so...
Jetzt will ich ihn aber trozdem kennenlernen, da ich mit meinen anderen (halb) Geschwistern (meine Schwester sieht ihrem Vater und dessen Verwandschaft sehr ähnlich, mein Bruder geht in die Seite unsere Mutter) (und auch mit meiner Mutter weder äuserlich noch
Charakterlich irgendwelche Ahnlichkeiten habe, und da möchte man schon gern die andere Seite kennenlernen. Muß noch dazu sagen, daß ich heute absolut keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter und ihrer Familie habe.
Versteh jeden der Sucht oder nicht Sucht sehr gut. Sollte ich irgendwelche Tipps haben, werd ich sie gerne weitergeben.

LG Fischifrau

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18. Februar 2004 um 8:57

@ Sun
Guten Morgen Sun,

Ich hoffe einfach, dass mein Vater vor seinem Tod einfach zu Sinnen kommt und einsieht, dass er einen Fehler gemacht hat. Am liebsten wäre es mir ja, wenn er mich um Verzeihung bittet. Es ist nicht so, dass ich darauf warte und ich bin mir bewusst, dass dieser Fall zu 99,9% nicht eintreten wird, aber....

Mensch Du hast es aber auch nicht leicht - ich könnte mir nicht vorstellen, dass meine Mutter zu meinem Vater zurückgehen würde, aber wenn sie es täte, dann wäre sie definitiv für mich gestorben. Das wäre ja ein Verrat an mir! Wie kann sie den Mann lieben, der mir soviel Leid zugefügt hat?! Das ist echt tough.

Das Deine Therapeutin gesagt hat, Du sollst ihn Papa nennen ist ja auch echt der Hammer. Als ich meinen Erzeuger das letzte Mal gesehen habe (ist ja mittlerweile 10 Jahre her), wusste ich gar nicht wie ich ihn ansprechen soll - mit seinem Vornamen, siezen, Papa?? Naja, Papa war eigentlich keine Option, deshalb bin ich beim Du und seinem Vornamen geblieben.

Natürlich habe ich auch schon über Therapie nachgedacht, aber ich bin noch nicht soweit, dass ich mir helfen lasse. Da bin ich noch zu uneinsichtig und ausserdem fürchte ich, dass dieses Thema nicht die einzige Leiche in meinem Keller ist und habe Angst was da noch so alles ausgegraben werden könnte. Ich war vor zwei Jahren mal bei einer Psychologin zu einem Erstgespräch und habe eine Stunde lang nur heulend gesessen und geredet und geredet. Danach ging es mir auch besser, weil einfach jemand zum zuhören da war. Im nachhinein brauche ich aber Lösungsansätze oder eine Anleitung wie ich darüber hinwegkommen kann, denn bei diesem Thema kann ich mir ja leider nicht selbst helfen.

"ich bin erst liebenswert, wenn er mich auch lieben kann" - Ohja, Du sagst es, aber es ist nicht einfach sich von alten Mustern zu trennen.

Und jetzt habe ich den Faden verloren .

LG
mavi3

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