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"Gefühlskälte" und Betrug

12. Februar 2007 um 10:58 Letzte Antwort: 13. Februar 2007 um 20:42

Da in einigen threads in der letzten Zeit immer wieder von der angeblichen Gefühlskälte der Ehefrauen / Partnerinnen zu lesen war, möchte ich hier kurz nochmal nachfragen...
Die meisten Betrüger beschweren sich ja anscheinend bei der Geliebten darüber, dass die Situation zuhause unerträglich ist.
"Selbstverständlich" wegen des Verhaltens der Partnerin - gefühlskalt, zickig, langweilig, streitsüchtig usw., usw..
Ist denn aber nicht oft so, dass dieses Verhalten von dem Betrug herrührt?
Der / die Betrogene weiss noch von nichts, merkt aber dass der Partner sich verändert hat.
Er ist anders als sonst, abwesend, wehrt Zärtlichkeiten ab.
Sie weiss nicht, was los ist und auf Fragen bekommt sie keine Antwort.
"Lass mich in Ruhe" oder ähnlich konstruktive Vorschläge sind an der Tagesordnung.
Sie ist überfordert mit der Situation, weiss nicht was sie richtig macht und was falsch ist, kann die Situation nicht verändern...
Wie auch, wenn sie den Grund für die Veränderung des Partners nicht kennt?
Wer ahnt denn schon, dass es jemand anderen im Leben des Partners gibt?
Gut - manche Frauen arrangieren sich mit der Situation oder resignieren einfach.
Andere - zu denen auch ich gehörte - tun dies nicht, sondern fragen immer wieder nach.
Wenn man dann keine befriedigenden Antworten bekommt, fängt man an zu streiten oder "zickt" rum.
Dies ist dann für den Betrüger wiederrum ein Grund, zur Geliebten zu fliehen, weil es ja zuhause nicht auszuhalten ist...
Verkehrte Welt?

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12. Februar 2007 um 11:09

Biene... ich verstehe nicht was du uns sagen willst
du bist eine frau mit "tiefgang" fragst nach nimmst nicht alles einfach so hin! soweit habe ich das verstanden, also solle dein partner genau wissen, das du hintergründig bist nachfaßt und ihm auf den zahn fühlst. was ist daran schlecht?

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12. Februar 2007 um 11:48

Hallo!
Es ist nicht meine Absicht, hier "allgemein gültige Feststellungen machen zu wollen".
Ich wollte nur kurz beschreiben, wie es bei mir war.
Ich fand einfach, dass es ungerecht ist, die "Schuld" am Betrug in der angeblichen Gefühlskälte des Betrogenen zu suchen, denn wie gesagt, bei uns war es eben nicht so...
ICH hätte mir mehr "Gefühl" gewünscht...
Es gibt eben auch andere Gründe, mit denen der Betrüger seinen Betrug rechtfertigt - es ist nicht immer so, dass er zuhause jemanden sitzen hat, der kein Interesse an Sex oder Zärtlichkeiten hat.
Wieso ihm dies nicht reicht und er sich das woanders holen "muss", ist eine andere Frage...
Insofern gebe ich Dir recht, dass es sicher viele Gründe für Untreue gibt.



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12. Februar 2007 um 12:11
In Antwort auf elvin_12157156

Biene... ich verstehe nicht was du uns sagen willst
du bist eine frau mit "tiefgang" fragst nach nimmst nicht alles einfach so hin! soweit habe ich das verstanden, also solle dein partner genau wissen, das du hintergründig bist nachfaßt und ihm auf den zahn fühlst. was ist daran schlecht?

Was ist daran schlecht?
Schlecht daran ist, dass zuviel "Tiefgang" vielleicht manchmal gar nicht gefragt ist...
Als ich damals meinen ersten Beitrag geschrieben habe, hast Du mir geantwortet, dass ich mich vielleicht habe gehen lassen.
Ich solle mir doch neue Dessous zulegen, sexuell wieder interessanter werden usw..
Warum sonst hat mich mein Partner betrogen?
Ihm fehlte was in der Beziehung, also guck, dass du wieder interessant für ihn wirst...
Ich finde, dass diese "Tipps" typisch sind, denn sie machen die Sache einfach.
Du wurdest betrogen? Kein Wunder, schließlich hast du kein Interesse mehr an Sex, ziehst dich unmöglich an und lässt dich gehen...
Es ist aber oft nicht so.
Ich wollte damit nur sagen, dass diese "Rechtfertigungen" eines Betrügers und die Tatsache, dass die Geliebten dies nur allzu gerne glauben, eben oft nicht stimmen.
Wenn die Zeit für den Betrug gekommen ist, ob aus Langeweile, Selbstbestätigung oder was für Gründen auch immer, ist es völlig egal, wie die Person "zuhause" ist...

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12. Februar 2007 um 12:41
In Antwort auf dorit_12559330

Was ist daran schlecht?
Schlecht daran ist, dass zuviel "Tiefgang" vielleicht manchmal gar nicht gefragt ist...
Als ich damals meinen ersten Beitrag geschrieben habe, hast Du mir geantwortet, dass ich mich vielleicht habe gehen lassen.
Ich solle mir doch neue Dessous zulegen, sexuell wieder interessanter werden usw..
Warum sonst hat mich mein Partner betrogen?
Ihm fehlte was in der Beziehung, also guck, dass du wieder interessant für ihn wirst...
Ich finde, dass diese "Tipps" typisch sind, denn sie machen die Sache einfach.
Du wurdest betrogen? Kein Wunder, schließlich hast du kein Interesse mehr an Sex, ziehst dich unmöglich an und lässt dich gehen...
Es ist aber oft nicht so.
Ich wollte damit nur sagen, dass diese "Rechtfertigungen" eines Betrügers und die Tatsache, dass die Geliebten dies nur allzu gerne glauben, eben oft nicht stimmen.
Wenn die Zeit für den Betrug gekommen ist, ob aus Langeweile, Selbstbestätigung oder was für Gründen auch immer, ist es völlig egal, wie die Person "zuhause" ist...

Bin ich da in ein fettnäpfchen getreten
vielleicht warst du zu taff für deinen partner, soll es ja wohl auch geben und ich habe nicht im geringsten etwas gegen selbstbewußte frauen. an deinen alten thread kann ich mich so nicht erinnern aber was ist den dagegn einzuwenden wenn eine frau dessous trägt und sich weiblich kleidet. natürlich setzt das voraus das der mann auch nicht sich als couchpotate gebrädet und was für sich tut... das auge ißt eben mit auch im bett!!! oder??

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12. Februar 2007 um 12:58

Hallo,
ich war eine von denen, die von der gefühlskälte der Lebenspartnerin meines freundes schrieb.
es ist nicht das was er mir erzählt, sondern eigene erfahrungen mit ihr, erzählungen von anderen.
sie war schon immer so und es hat ihn nicht gestört, weil er seine freiheiten genießen konnte. aber er war ja eh nie so lange zu haus, dass sie ihn nerven konnte. das hat schon sehr sehr lange vor mir begonnen und hat sich natürlich auch festgefahren. ich merke immer wieder, dass zwischenmenschliche sachen, die eigentlich normal sind, von ihm gar nich kommen. es war wohl nie wichtig, es gab nie einen wachstumsprozess bei den beiden. hauptsache nach außen stimmt alles und gut.
und das sind auch die gründe, warum sie das ganze auch nicht bemerkt-denke ich.

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12. Februar 2007 um 13:05

Irgendwie
mus sich der Betrügende oder die betrügerin ja herausreden.

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12. Februar 2007 um 14:05

Die veränderung
findet meines erachtens nicht erst dann statt, wenn der betrug tatsächlich passiert, sondern schon weit davor. wenn paare jahrelang zusammen sind sehen sie den anderen manchmal als selbstverständlich an, kleine aufmerksamkeiten und liebesbeweise werden seltener und hören ganz auf, man unternimmt ncihts mehr gemeinsam und fristet sein dasein gemeinsam vor dem fernseher, weil beide so fertig vom tag sind....
man konzentriert sich nur noch auf sich selbst, nicht mehr auf das gemeinsame. anfangs fällt es vielleicht noch auf, man versucht etwas zu ändern, aber irgendwann ist es dann wie ein sog, alles wird immer trister und grauer. und DANN hat ein dritter natürlich eine unglaublich große chance, sich in das leben zu drängen, alles ist neu, aufregend, er/sie interessiert sich für einen....

ja, ich weiß, es sind alles keine GRÜNDE fürs fremdgehen. aber genau so ist es bei mir abgelaufen...
im gegenteil, während meiner affaire war ich viel fröhlicher, gelöster, der frische wind drang bis in meine ehe, zumindest meine gute laune. traurig, aber wahr.

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12. Februar 2007 um 14:51

Hallo widdericks!
Genau das meine ich ja...
Seufz.
Bei mir war es genauso, von der Logik her wäre ich auch diejenige gewesen, die hätte fremdgehen müssen.
Was machen wir also falsch?
Ich bin auch keine Frau, die, wie gentleman vermutet, zu taff ist oder zuhause die Hosen anhat.
Das könnte ja manche Männer durchaus abschrecken...
Aber ich bin eben auch kein Mäuschen, das zu allem Ja und Amen sagt.
Es ist schwierig und manchmal weiss ich einfach nicht, was ich noch tun soll.






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12. Februar 2007 um 15:27
In Antwort auf dorit_12559330

Hallo widdericks!
Genau das meine ich ja...
Seufz.
Bei mir war es genauso, von der Logik her wäre ich auch diejenige gewesen, die hätte fremdgehen müssen.
Was machen wir also falsch?
Ich bin auch keine Frau, die, wie gentleman vermutet, zu taff ist oder zuhause die Hosen anhat.
Das könnte ja manche Männer durchaus abschrecken...
Aber ich bin eben auch kein Mäuschen, das zu allem Ja und Amen sagt.
Es ist schwierig und manchmal weiss ich einfach nicht, was ich noch tun soll.






Sorry aber offensichtlich war es für deinen mann
dann doch nicht das richtig. akzeptiere das ihr euch auseinander entwickelt habt. das muß doch nicht heißen das der eine oder andere nicht attektiv, begeherenswert, sexy ist. einfach in der konstellation ist etwas verloren gegangen und deshalb klappt es bei euch nicht mehr....
hast du durch die affäre minderwertigkeitskomplexe????

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12. Februar 2007 um 15:41
In Antwort auf ieuan_12535603

Die veränderung
findet meines erachtens nicht erst dann statt, wenn der betrug tatsächlich passiert, sondern schon weit davor. wenn paare jahrelang zusammen sind sehen sie den anderen manchmal als selbstverständlich an, kleine aufmerksamkeiten und liebesbeweise werden seltener und hören ganz auf, man unternimmt ncihts mehr gemeinsam und fristet sein dasein gemeinsam vor dem fernseher, weil beide so fertig vom tag sind....
man konzentriert sich nur noch auf sich selbst, nicht mehr auf das gemeinsame. anfangs fällt es vielleicht noch auf, man versucht etwas zu ändern, aber irgendwann ist es dann wie ein sog, alles wird immer trister und grauer. und DANN hat ein dritter natürlich eine unglaublich große chance, sich in das leben zu drängen, alles ist neu, aufregend, er/sie interessiert sich für einen....

ja, ich weiß, es sind alles keine GRÜNDE fürs fremdgehen. aber genau so ist es bei mir abgelaufen...
im gegenteil, während meiner affaire war ich viel fröhlicher, gelöster, der frische wind drang bis in meine ehe, zumindest meine gute laune. traurig, aber wahr.

Hi Micha!
Ich habe Deine Beiträge verfolgt und ich wünschte mir, mein Mann hätte sich nach dem Betrug genauso verhalten wie Du!
Leider ist dies nicht so...
Im Grunde stimme ich mit dem, was Du sagst überein - die Zeit vor dem Betrug ist sicherlich die ausschlaggebende und das, was Du beschreibst, kenne ich auch.
Es ist ja nicht so, dass es mir im Nachhinein völlig unbegreiflich und schleierhaft ist, was schiefgelaufen ist.
IN der Zeit des Betruges aber, wusste ich eben nicht, was er eigentlich will.
Ich hatte ja keine Ahnung von seinem Doppelleben und meine Hilflosigkeit und Ratlosigkeit ist halt oft auch in Streitereien geendet.
Ein Teufelskreis...
Trotzdem fällt mir auch hier auf:
und DANN hat ein dritter natürlich eine unglaublich große chance, sich in das leben zu drängen,
Es mag ja sein, dass jemand versucht, "sich hineinzudrängen",
aber der Betrüger muss dies auch zulassen, oder?
Nichts für ungut... ;o)
Gruß,
biene

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12. Februar 2007 um 15:44
In Antwort auf elvin_12157156

Sorry aber offensichtlich war es für deinen mann
dann doch nicht das richtig. akzeptiere das ihr euch auseinander entwickelt habt. das muß doch nicht heißen das der eine oder andere nicht attektiv, begeherenswert, sexy ist. einfach in der konstellation ist etwas verloren gegangen und deshalb klappt es bei euch nicht mehr....
hast du durch die affäre minderwertigkeitskomplexe????

@gentleman...
Ja - habe ich tatsächlich...
Was schliesst Du daraus?

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12. Februar 2007 um 15:47
In Antwort auf dorit_12559330

@gentleman...
Ja - habe ich tatsächlich...
Was schliesst Du daraus?

Deine große gier auf erklärung
es leigt sicher nicht an dir an deinem äußeren oder an den dessous. es ist die zeit die ihr gemeinsam verbracht habt und die jeder anderes verarbeitet hat. akzeptiere das es immer wieder so laufen kann oder wird. diese sprüche "bis das der tod euch scheidet" ist antiquiert.... solange das gemeinsame leben gut läuft genieße es und wenn man nicht mehr miteinander sprechen kann - dann sollte man sich trennen...

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12. Februar 2007 um 16:02
In Antwort auf dorit_12559330

Hi Micha!
Ich habe Deine Beiträge verfolgt und ich wünschte mir, mein Mann hätte sich nach dem Betrug genauso verhalten wie Du!
Leider ist dies nicht so...
Im Grunde stimme ich mit dem, was Du sagst überein - die Zeit vor dem Betrug ist sicherlich die ausschlaggebende und das, was Du beschreibst, kenne ich auch.
Es ist ja nicht so, dass es mir im Nachhinein völlig unbegreiflich und schleierhaft ist, was schiefgelaufen ist.
IN der Zeit des Betruges aber, wusste ich eben nicht, was er eigentlich will.
Ich hatte ja keine Ahnung von seinem Doppelleben und meine Hilflosigkeit und Ratlosigkeit ist halt oft auch in Streitereien geendet.
Ein Teufelskreis...
Trotzdem fällt mir auch hier auf:
und DANN hat ein dritter natürlich eine unglaublich große chance, sich in das leben zu drängen,
Es mag ja sein, dass jemand versucht, "sich hineinzudrängen",
aber der Betrüger muss dies auch zulassen, oder?
Nichts für ungut... ;o)
Gruß,
biene

Hi biene,
ja sicher lässt der betrüger das zu. leider. und nur ER ist der ausschlaggebene faktor. ja, natürlich, die andere frau (um mal hier aus der sicht des fremdgehenden mannes zu schreiben) macht es ihm vielleicht leicht - aber letzten endes kann ich als mann immer noch NEIn sagen, man hat mich schließlich nicht zum sex gezwungen.

wie gesagt biene, meine ausführungen sollen keine rechtfertigungen meines handelns sein. ich habe nur versucht dir aufzuzeigen dass die gefühlskälte, die manche hier beschreiben, auf die zeit abzielen, die dem betrug vorausgeht.

jeder mann ist anders, wenn er eine affaire hat. es gibt solche, die ein schlechtes gewissen haben und nicht mehr in den spiegel sehen können. es gibt die weltklasse-verdränger. es gibt die alle-schuld-bei-der-ehefrau-sucher. es gibt die, die nur sex wollen, und dies auch klar äußern. es gibt die, die ihren geliebten hoffnungen machen und auch nicht nur ihre ehefrauen, sondern eben auch noch die affairen hinsichtlich ihrer absichten belügen. und es gibt die, die für die andere frau wirklich alles aufgeben und dann den schritt auch wirklich tun!
fakt ist und bleibt für mich: fremdgeher haben irgendwo in ihrem charakter eine seite, die ich nicht mag. die ich auch AN MIR nicht mag. es hat mir bei weitem keinen spaß gemacht diese seite kennenzulernen, aber ich versuche wirklich daraus zu lernen. das macht es aber nicht ungeschehen.

was unheimlich wichtig ist, ist das "warum" später mit der ehefrau zu besprechen, wenn es herausgekommen sein sollte und man sich entschieden hat die ehe weiter zu führen. ich denke, für die frauen ist es immer wieder unheimlich wichtig zu erfahren, warum zum teufel der mann fremd gegangen ist. nicht, um sich selbst zu verletzten, sondern, um damit abschließen zu können. und DAS können meiner artgenossen nämlich meistens nicht, sie reden nicht gerne über ihre fehler, denn kein mensch gibt gerne zu dass er fehler gemacht hat.
eine wirklich beschis.sene situation, ohne frage!

wie verhält sich denn dein mann heute? redet ihr über seinen betrug? weißt du, was ihn dazu "getrieben" hat? hat er es aus freien stücken beendet?
sorry, ich habe deine beiträge nicht alle verfolgt, deswegen klaffen da bei mir ein paar lücken...

vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage dass ich meine frau zu keinem zeitpunkt nicht geliebt habe. ich habe nie eine trennung erwogen, wirklich gefühlsmäßig hat mir die andere nicht das bedeutet, was meine frau mir bedeutet. ich hab es mal irgendwann als "grundliebe" beschrieben, und die war immer vorhanden.

lieben gruß, micha

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12. Februar 2007 um 16:04
In Antwort auf dorit_12559330

Hi Micha!
Ich habe Deine Beiträge verfolgt und ich wünschte mir, mein Mann hätte sich nach dem Betrug genauso verhalten wie Du!
Leider ist dies nicht so...
Im Grunde stimme ich mit dem, was Du sagst überein - die Zeit vor dem Betrug ist sicherlich die ausschlaggebende und das, was Du beschreibst, kenne ich auch.
Es ist ja nicht so, dass es mir im Nachhinein völlig unbegreiflich und schleierhaft ist, was schiefgelaufen ist.
IN der Zeit des Betruges aber, wusste ich eben nicht, was er eigentlich will.
Ich hatte ja keine Ahnung von seinem Doppelleben und meine Hilflosigkeit und Ratlosigkeit ist halt oft auch in Streitereien geendet.
Ein Teufelskreis...
Trotzdem fällt mir auch hier auf:
und DANN hat ein dritter natürlich eine unglaublich große chance, sich in das leben zu drängen,
Es mag ja sein, dass jemand versucht, "sich hineinzudrängen",
aber der Betrüger muss dies auch zulassen, oder?
Nichts für ungut... ;o)
Gruß,
biene

Biene
ich kenne deine geschichte jetzt nicht, möchte dich aber trotzdem fragen, ob DU noch eine gemeinsame zukunft in deiner partnerschaft siehst?

ich bin der meinung, wenn der dialog stirbt, wenn keine gemeinsame basis mehr gegeben ist, wenn dein partner es als kavaliersdelikt hinstellt und mit dir nicht schritt hält, es nur noch ein nebeneinander anstatt ein miteinenander ist, du dir andere fragen stellen solltest.

lg

sadie

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12. Februar 2007 um 16:12
In Antwort auf dorit_12559330

Hi Micha!
Ich habe Deine Beiträge verfolgt und ich wünschte mir, mein Mann hätte sich nach dem Betrug genauso verhalten wie Du!
Leider ist dies nicht so...
Im Grunde stimme ich mit dem, was Du sagst überein - die Zeit vor dem Betrug ist sicherlich die ausschlaggebende und das, was Du beschreibst, kenne ich auch.
Es ist ja nicht so, dass es mir im Nachhinein völlig unbegreiflich und schleierhaft ist, was schiefgelaufen ist.
IN der Zeit des Betruges aber, wusste ich eben nicht, was er eigentlich will.
Ich hatte ja keine Ahnung von seinem Doppelleben und meine Hilflosigkeit und Ratlosigkeit ist halt oft auch in Streitereien geendet.
Ein Teufelskreis...
Trotzdem fällt mir auch hier auf:
und DANN hat ein dritter natürlich eine unglaublich große chance, sich in das leben zu drängen,
Es mag ja sein, dass jemand versucht, "sich hineinzudrängen",
aber der Betrüger muss dies auch zulassen, oder?
Nichts für ungut... ;o)
Gruß,
biene

Den Betrug zulassen
Ich glaube, dieser Spruch ist auch nur einer von den vielen typischen. Genau wie die Geliebte das Märchen von "der Ehe, die nur noch auf dem Papier besteht" glauben möchte, ist dies das Trostpflästerchen für die Seele der Ehefrau, die diese Ausrede des Betrügers gerne hören will. Auch sie kann sich nur schwer mit dem Gedanken anfreunden, daß ihr Mann tatsächlich so niederträchtig ist und sie ganz bewußt hintergeht. Die Illusion, daß "er eigentlich nichts dafür kann und eine intrigente Frau Schuld ihn versucht ihr wegzunehmen" lindert ihren Schmerz ein wenig. Auch sie sucht händeringend nach Gründen, die erst mal das Fortbestehen der Partnerschaft möglich machen. Wie soll sie mit offensichtlichen Betrüger sonst weiterleben? Hier wird so oft von Geliebten berichtet, daß die Initiative vom Betrüger ausging. Auch meiner hat das immer wieder erzählt, daß es "ihm einfach so passiert ist", er konnte sich nicht dagegen wehren, daß er sich bis über beide Ohren in mich verliebt hat. Dass dem Betrug aber heftige Flirterei vorausgeht und diese Männer mächtig auf der Suche sind, wird dabei nur zu gern unter den Tisch gekehrt. Dass die Geliebte in der Regel den Anfang macht, ihn verführt und sich in die Ehe drängt, halte ich für fraglich. Meiner Meinung nach wird der größte Teil da von ihm mittels falscher Versprechen hereingezogen.

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12. Februar 2007 um 16:18

So verschieden die menschen sind...
...so verschieden sind die gründe, warum sie fremdgehen. es gibt nie eine garantie auf treue.

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12. Februar 2007 um 16:22
In Antwort auf dorit_12559330

Hallo widdericks!
Genau das meine ich ja...
Seufz.
Bei mir war es genauso, von der Logik her wäre ich auch diejenige gewesen, die hätte fremdgehen müssen.
Was machen wir also falsch?
Ich bin auch keine Frau, die, wie gentleman vermutet, zu taff ist oder zuhause die Hosen anhat.
Das könnte ja manche Männer durchaus abschrecken...
Aber ich bin eben auch kein Mäuschen, das zu allem Ja und Amen sagt.
Es ist schwierig und manchmal weiss ich einfach nicht, was ich noch tun soll.






Es ist schwierig und manchmal weiss ich einfach nicht, was ich noch tun soll.
Eben das ist die typische Reaktion einer Frau (ich schließe mich dabei natürlich nicht aus). Meine feste Überzeugung ist: Du kannst tun, was Du willst, neue Akrobatiken im Bett einstudieren, Dich neu einkleiden, Dir die Nase operieren lassen, ihm ein Diplom in Atomphysik vorlegen, das Du mal eben neben Haushalt und Beruf erworben hast - er wird Eure Ehe und Dich als eingefahren und langweilig bezeichnen, weil er betrügen will und dafür eine Entschuldigung braucht, um das vor seiner gesamten Umwelt und letztendlich auch vor sich selber zu rechtfertigen. Nicht Du bist der Grund für das Fremdgehen und auch nicht die Geliebte, sondern er. Soll sich was ändern, dann muß ER dazu bereit sein. Dann könnt ihr das zusammen angehen. Sollte er dazu nicht bereit sein, dann kannst Du Purzelbäume schlagen und Dich in Marilyn Monroe verwandeln, wenn er sich daran gewöhnt hat, wird er wieder außerhalb auf die Jagd gehen.

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12. Februar 2007 um 16:42
In Antwort auf lys_11956303

Es ist schwierig und manchmal weiss ich einfach nicht, was ich noch tun soll.
Eben das ist die typische Reaktion einer Frau (ich schließe mich dabei natürlich nicht aus). Meine feste Überzeugung ist: Du kannst tun, was Du willst, neue Akrobatiken im Bett einstudieren, Dich neu einkleiden, Dir die Nase operieren lassen, ihm ein Diplom in Atomphysik vorlegen, das Du mal eben neben Haushalt und Beruf erworben hast - er wird Eure Ehe und Dich als eingefahren und langweilig bezeichnen, weil er betrügen will und dafür eine Entschuldigung braucht, um das vor seiner gesamten Umwelt und letztendlich auch vor sich selber zu rechtfertigen. Nicht Du bist der Grund für das Fremdgehen und auch nicht die Geliebte, sondern er. Soll sich was ändern, dann muß ER dazu bereit sein. Dann könnt ihr das zusammen angehen. Sollte er dazu nicht bereit sein, dann kannst Du Purzelbäume schlagen und Dich in Marilyn Monroe verwandeln, wenn er sich daran gewöhnt hat, wird er wieder außerhalb auf die Jagd gehen.

@zelda
Das sind ja frustrierende Aussichten...
Das Traurige an meiner Beziehung - und das kristallisiert sich immer mehr heraus - ist, dass ich, obwohl ich ihn immer noch liebe, mir eingestehen muss, dass ich mit seinem Verhalten in solchen "Krisensituationen" nicht klarkomme.
Wie ich schon ein paar mal geschrieben habe, hätte ich mir gewünscht, wir hätten einmal "richtig" über das Thema geredet...
Dann hätte ich es vielleicht besser verarbeiten können...
Dieses Totschweigen macht mich verrückt.
Und das ist auch der Grund dafür, dass es immer wieder hochkommt...
Erst am Wochenende hatten wir wieder Streit deswegen.
Ich hatte gehofft, dass er nach einem dreiviertel Jahr vielleicht doch mal mit mir darüber redet.
Ich war nicht aggressiv oder zickig, sondern wollte einfach nochmal darüber sprechen.
Oh Gott! Was habe ich da wieder getan!
Alles wieder aufgewärmt, obwohl es doch schon "so lange" her ist...
Lebt man vielleicht wirklich besser damit, wenn man gute Miene zum bösen Spiel macht?
Mag sein - aber ich kann das nicht...

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12. Februar 2007 um 17:00

Viele Gründe
Nach 10 Jahren absoluter Treue, überwiegend gemeinsamen Unternehmungen,geteilter Hausarbeit,schönen Urlauben, beidseitiger körperlicher Attraktivität, kleinen und größeren Geschenken und Aufmersamkeiten meinerseits, usw. habe ich dennoch immer weniger von dem bekommen,was ich mir wünschte. Auch reden und reden half nichts.Taube Ohren waren mein Gesprächspartner und ich war schlicht langweilig für sie geworden. Mein letztes Gespräch dauerte 2 Stunden...

Und dann habe ich ganz bewußt, gezielt und geplant jemanden gesucht für das, was mir fehlte.


Das Ergebnis war verblüffend

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12. Februar 2007 um 17:29
In Antwort auf dorit_12559330

@zelda
Das sind ja frustrierende Aussichten...
Das Traurige an meiner Beziehung - und das kristallisiert sich immer mehr heraus - ist, dass ich, obwohl ich ihn immer noch liebe, mir eingestehen muss, dass ich mit seinem Verhalten in solchen "Krisensituationen" nicht klarkomme.
Wie ich schon ein paar mal geschrieben habe, hätte ich mir gewünscht, wir hätten einmal "richtig" über das Thema geredet...
Dann hätte ich es vielleicht besser verarbeiten können...
Dieses Totschweigen macht mich verrückt.
Und das ist auch der Grund dafür, dass es immer wieder hochkommt...
Erst am Wochenende hatten wir wieder Streit deswegen.
Ich hatte gehofft, dass er nach einem dreiviertel Jahr vielleicht doch mal mit mir darüber redet.
Ich war nicht aggressiv oder zickig, sondern wollte einfach nochmal darüber sprechen.
Oh Gott! Was habe ich da wieder getan!
Alles wieder aufgewärmt, obwohl es doch schon "so lange" her ist...
Lebt man vielleicht wirklich besser damit, wenn man gute Miene zum bösen Spiel macht?
Mag sein - aber ich kann das nicht...

Liebe biene
Gute Miene zum bösen Spiel kann wohl niemals das Mittel der Wahl sein, das hält keiner auf Dauer durch. Alle Ehefrauen, die davon berichten daß sie einen Neuanfang nach dem Betrug gemacht haben, erzählen davon, daß das nur mit ganz viel Aufarbeitung und vielen vielen Gesprächen möglich war - und eben, daß er dazu bereit war. Vielleicht tauschst Du Dich da besser nochmal mit den betrogenen Ehefrauen aus als mit mir, da fehlt mir einfach der Hintergrund. Ich kann halt auch immer nur davon berichten, wie es mir ging und was meine Erfahrungen sind. Die Rolle der betrogenen Ehefrau ist mir Gott sei Dank bisher erspart geblieben, ich weiß eben nur von der Ehe meines Betrügers, in der die Ehefrau ihr Heil in der Resignation gesucht hat. Allerdings hatte sie sich auch schon vorher mit einer Basis des gegenseitigen "Zweckerfüllens" arrangiert, sie hatte sich mit unserem Verhältnis irgendwann abgefunden und aufgehört zu kämpfen. Ich denke nicht, daß es da nach 5 Jahren, in denen sie fast 4 Jahre lang Bescheid wußte, im Nachhinein viel aufzuarbeiten gab. Und ich bin fest davon überzeugt, daß er ihr nicht ab jetzt ein treuer und loyaler Gefährte sein wird. Sie lebt Dein oben genanntes Motto, das kann es aber meiner Vorstellung nach nicht sein und das ist ja auch nicht das, was Du Dir wünschst. Aber das ist deren Geschichte und deren Arrangement, ich denke schon, daß man / Du es auch besser machen kann/st.

Viel Glück dabei, Zelda.

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12. Februar 2007 um 17:55

Richtig gibt es nicht!!!
ladies
richtige ehefrau gibt es nicht, ein hausmütterchen gibt sicherheit aber ist langweilig, eine unabhängige frau ist anziehend aber bedrohlich etc etc, wie es auch keine richtigen männer gibt.
ich glaube fremdgehen ist "normal", sorry, das tönt jetzt hart, aber vielleicht ist der mensch einfach nicht monogam per natur.
vielleicht sollten wir uns einfach nicht auf einen mann festlegen.
ich habe den bericht über parallelbeziehungen geschrieben.

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12. Februar 2007 um 18:08

Das würde aber bedeuten...
...betrüger bleibt betrüger, oder? oder würde dann jemand der mal fremdgegangen ist und dann treu ist, diesen charakterzug nur unterdrücken?

hmmm, sag niemals nie

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12. Februar 2007 um 18:10

Die Gefühlskälte
kam erst mit dem "Geständnis", hatte aber auch seine Vorgeschichte, die Lügen, das mich-für-dumm-verkaufen wollen (so beschreibe ich das immer). Es legt sich wieder, aber obwohl ich das nicht beabsichtigt hatte, tat ihm diese Gefühlskälte weh. Aber was hat er erwartet? Das ich ihm im Arm nehmen und ihm tröste? Ich glaube nicht. Das war abzusehen von seiner Seite aus, denke ich.

LG,
Tess.

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12. Februar 2007 um 18:45

Ich weiss es nicht...
...es gibt menschen, die sind mal fremd gegangen und waren dann treu, es gibt menschen, die gehen immer wieder fremd und es gibt menschen, die waren lange treu und gingen dann fremd. ok, und dann gibt es noch die menschen, die nie fremdgegangen sind. ich denke einfach, dass alles in jedem von uns steckt. es gibt einfach nicht DEN betrüger.

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12. Februar 2007 um 18:50
In Antwort auf ieuan_12535603

Hi biene,
ja sicher lässt der betrüger das zu. leider. und nur ER ist der ausschlaggebene faktor. ja, natürlich, die andere frau (um mal hier aus der sicht des fremdgehenden mannes zu schreiben) macht es ihm vielleicht leicht - aber letzten endes kann ich als mann immer noch NEIn sagen, man hat mich schließlich nicht zum sex gezwungen.

wie gesagt biene, meine ausführungen sollen keine rechtfertigungen meines handelns sein. ich habe nur versucht dir aufzuzeigen dass die gefühlskälte, die manche hier beschreiben, auf die zeit abzielen, die dem betrug vorausgeht.

jeder mann ist anders, wenn er eine affaire hat. es gibt solche, die ein schlechtes gewissen haben und nicht mehr in den spiegel sehen können. es gibt die weltklasse-verdränger. es gibt die alle-schuld-bei-der-ehefrau-sucher. es gibt die, die nur sex wollen, und dies auch klar äußern. es gibt die, die ihren geliebten hoffnungen machen und auch nicht nur ihre ehefrauen, sondern eben auch noch die affairen hinsichtlich ihrer absichten belügen. und es gibt die, die für die andere frau wirklich alles aufgeben und dann den schritt auch wirklich tun!
fakt ist und bleibt für mich: fremdgeher haben irgendwo in ihrem charakter eine seite, die ich nicht mag. die ich auch AN MIR nicht mag. es hat mir bei weitem keinen spaß gemacht diese seite kennenzulernen, aber ich versuche wirklich daraus zu lernen. das macht es aber nicht ungeschehen.

was unheimlich wichtig ist, ist das "warum" später mit der ehefrau zu besprechen, wenn es herausgekommen sein sollte und man sich entschieden hat die ehe weiter zu führen. ich denke, für die frauen ist es immer wieder unheimlich wichtig zu erfahren, warum zum teufel der mann fremd gegangen ist. nicht, um sich selbst zu verletzten, sondern, um damit abschließen zu können. und DAS können meiner artgenossen nämlich meistens nicht, sie reden nicht gerne über ihre fehler, denn kein mensch gibt gerne zu dass er fehler gemacht hat.
eine wirklich beschis.sene situation, ohne frage!

wie verhält sich denn dein mann heute? redet ihr über seinen betrug? weißt du, was ihn dazu "getrieben" hat? hat er es aus freien stücken beendet?
sorry, ich habe deine beiträge nicht alle verfolgt, deswegen klaffen da bei mir ein paar lücken...

vielleicht hilft es dir, wenn ich dir sage dass ich meine frau zu keinem zeitpunkt nicht geliebt habe. ich habe nie eine trennung erwogen, wirklich gefühlsmäßig hat mir die andere nicht das bedeutet, was meine frau mir bedeutet. ich hab es mal irgendwann als "grundliebe" beschrieben, und die war immer vorhanden.

lieben gruß, micha

@micha
So sehe ich das auch.
Der / die Betrogene möchte die Gründe erfahren.
Nicht um immer wieder für den Rest des Lebens darauf herumzuhacken, sondern um endlich abschliessen zu können.
Kurze Zusammenfassung:
Mein Freund ist 41, hat mich mit einer 19jährigen betrogen, die wurde auf Dauer wohl zu anstrengend und hat auch noch versucht, ihn mit einer angeblichen Schwangerschaft zu erpressen.
Dies hat sich als Lüge herausgestellt, was sie damit eigentlich bezwecken wollte, lässt sich nur erahnen...
Manche sagen jetzt vielleicht, hey, du bist doch alt genug, es war eine Sexgeschichte und mehr nicht.
Da stehst du doch drüber.
Er hat sie doch nicht geliebt, sondern wollte sich nochmal selbst beweisen, vorgezogene Midlifecrisis usw..
Ist wahrscheinlich auch so.
Übertreibe ich vielleicht tatsächlich, wenn ich die Sache nicht ad acta legen kann?
Ist "so ein" Betrug weniger schlimm, als wenn sich der Partner wirklich verliebt?
Vom Verstand her bestimmt...
"Leider" bestehen wir aber nicht nur aus Verstand, sondern auch aus Gefühl.
Biene

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12. Februar 2007 um 22:03
In Antwort auf jaana_11887320

Ich weiss es nicht...
...es gibt menschen, die sind mal fremd gegangen und waren dann treu, es gibt menschen, die gehen immer wieder fremd und es gibt menschen, die waren lange treu und gingen dann fremd. ok, und dann gibt es noch die menschen, die nie fremdgegangen sind. ich denke einfach, dass alles in jedem von uns steckt. es gibt einfach nicht DEN betrüger.

Tigerle
da kann ich dir nicht ganz zustimmen. weil es menschen mit fehlern und einem gewissen gibt. das sind keine betrüger. sie haben vielleicht mal aus einer not heraus gelogen, aber sich bald wieder selbst gefunden. sie trennen sich dann oder beichten und leben mit den konsequenzen, anders wäre es für diese menschen nicht zu ertragen.

der betrüger aber hat kein schlechtes gewissen, er redet sich ein, recht zu tun. er lügt aus überzeugung. er plant den betrug, erstellt eine scheinwelt nach der anderen, eine für sich, eine für die partnerin und eine für die geliebte.

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13. Februar 2007 um 9:39
In Antwort auf dorit_12559330

@micha
So sehe ich das auch.
Der / die Betrogene möchte die Gründe erfahren.
Nicht um immer wieder für den Rest des Lebens darauf herumzuhacken, sondern um endlich abschliessen zu können.
Kurze Zusammenfassung:
Mein Freund ist 41, hat mich mit einer 19jährigen betrogen, die wurde auf Dauer wohl zu anstrengend und hat auch noch versucht, ihn mit einer angeblichen Schwangerschaft zu erpressen.
Dies hat sich als Lüge herausgestellt, was sie damit eigentlich bezwecken wollte, lässt sich nur erahnen...
Manche sagen jetzt vielleicht, hey, du bist doch alt genug, es war eine Sexgeschichte und mehr nicht.
Da stehst du doch drüber.
Er hat sie doch nicht geliebt, sondern wollte sich nochmal selbst beweisen, vorgezogene Midlifecrisis usw..
Ist wahrscheinlich auch so.
Übertreibe ich vielleicht tatsächlich, wenn ich die Sache nicht ad acta legen kann?
Ist "so ein" Betrug weniger schlimm, als wenn sich der Partner wirklich verliebt?
Vom Verstand her bestimmt...
"Leider" bestehen wir aber nicht nur aus Verstand, sondern auch aus Gefühl.
Biene

@biene
ich finde nicht, dass du überreagierst. betrug ist immer das furchtbarste was man seinem partner antun kann, egal, ob es ein ONS war, eine kurze flüchtige affaire oder über jahre hinweg. worauf es MIR ankommen würde, wäre die zeit DANACH. DA zeigt sich dann, ob der kerl rückgrat hat oder nicht!
hat er dir aus freien stücken davon erzählt? wie ehrlich war er? wie offen? du sagst, sie wäre ihm auf dauer "wohl" zu anstregend geworden, er hätte sich "wahrscheinlich" in einer midlifecrisis befunden...ich spüre bei dir noch tausend fragezeichen, und solange du deine fragen nciht VON IHM beantwortet bekommst kannst DU die geschichte auch nicht abschließend verarbeiten.

zu der frage, ob der betrug dann weniger schlimm ist: ja, ich glaube schon. zumindest hat er nie mit dem gedanken gespielt dich für sie zu verlassen, er hat keine liebe empfunden. ich kann das ein wenig verstehen, mir ging es auch vordergründig um die körperliche befriedigung, männer können das glaube ich eher trennen als frauen. ich mochte die andere frau auch gerne - aber liebe ist etwas grundlegend anderes.

wie lange ist das bei euch denn her? vielleicht sagst du ihm einfach, dass du damit nicht abschließen kannst, und bittest ihn um ein letztes klärendes gespräch darüber? er wird sich sträuben, keine frage, aber da muss er eben durch - für euch!

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13. Februar 2007 um 11:45
In Antwort auf alya_12708452

Tigerle
da kann ich dir nicht ganz zustimmen. weil es menschen mit fehlern und einem gewissen gibt. das sind keine betrüger. sie haben vielleicht mal aus einer not heraus gelogen, aber sich bald wieder selbst gefunden. sie trennen sich dann oder beichten und leben mit den konsequenzen, anders wäre es für diese menschen nicht zu ertragen.

der betrüger aber hat kein schlechtes gewissen, er redet sich ein, recht zu tun. er lügt aus überzeugung. er plant den betrug, erstellt eine scheinwelt nach der anderen, eine für sich, eine für die partnerin und eine für die geliebte.

Tigerle,
genau so ist es und das ist so verdammt traurig. Was osll man von so einem Menschen überhaupt noch halten? Was ist alles, was er sagt, noch wert? Lügt er dort, wo es ihm zum Wohle gereicht, immer? Ist er mal ehrlich und mal nicht und wenn ja, wann nicht? Sie, die Betrüger, qualifizieren sich menschlich einfach völlig ab.

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13. Februar 2007 um 11:52

NEUGIER!!!
was hast du für Schlüsse aus der untreue deines Mannes gezogen??? Seid ihr noch zusammen??

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13. Februar 2007 um 19:54
In Antwort auf elvin_12157156

NEUGIER!!!
was hast du für Schlüsse aus der untreue deines Mannes gezogen??? Seid ihr noch zusammen??

Eine einfache Frage,
aber noch sehr schwierig für mich zu beantworten...
Ja, wir sind noch zusammen.
Aber es hat sich was verändert, vor allem in mir.
Das Bild, dass ich vorher von ihm hatte, stimmt nicht mehr.
Obwohl ich durchaus so vernünftig bin und zumindest vom Verstand her die kleine Affäre so sehe, wie sie wohl auch war (Sexgeschichte, Sich - Jung - fühlen, Bewundertwerden - wollen, Selbstbestätigung usw.), ist ein ganz wichtiges Gefühl weg: Vertrauen.
Oder andersherum: Es ist diese Unsicherheit geblieben, ob sowas nochmal vorkommt.
Die Erkenntnis, dass der Partner in der Lage ist, mich eiskalt zu belügen, zu hintergehen und dies über viele Wochen, ist erschreckend.
Das Wissen, dass sich jemand so verstellen kann, den ich immer als verlässlich und als starke Schulter gesehen habe, auch.
Vielleicht trifft es mich auch, dass mich meine eigene Naivität so ärgert - wenn ich im Rückblick an einige Situationen denke, die mir damals komisch vorkamen, wo ich aber seine Erklärungen geglaubt habe, wird mir jetzt noch schlecht...
Auch nochmal an Micha:
Es sind tatsächlich noch viel zu viele Fragen offen, denn das meiste, was ich weiss, habe ich selber herausgefunden oder es sind einfach Vermutungen.
Wirklich wissen tue ich eigentlich gar nichts - mein Freund ist ein Verdrängungskünstler.
Am Wochenende hat er aber zumindest gesagt, dass wir vielleicht doch eine Paartherapie machen könnten.
Vielleicht kann er in Anwesenheit eines Dritten reden.
Mit mir alleine kann er es zumindest nicht.
Vielleicht hofft er, dass dann das Ganze nicht eskaliert, ich weiss es nicht...
Denn ich muss zugeben, dass ich psychologisch gesehen vielleicht mit meinen Fragen eher das Gegenteil bewirke.
Ich weiss manchmal nicht, wann ich aufhören sollte und schon ist man wieder mitten drin - in den gegenseitigen Vorwürfen und statt Erklärungen zu bekommen, streitet man wieder, obwohl ich genau das Gegenteil wollte...
Schwierig - wir sind beide Widder und denen sagt man ja eine gewisse Dickköpfigkeit und Sturheit nach...

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13. Februar 2007 um 20:42

Jeep!
*knutsch*...endlich mal jemand der versteht was ich meine!

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