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Gefühlskälte ggnüber großer Liebe

23. Februar 2016 um 16:03

Hallo liebe Leidensgenossen,
ich habe ein großes Problem. Vor 2 Tagen hat mich meine Ex aus ihrer Wohnung geschmissen, Ich hatte ihr gebeichtet, dass ich am Freitag eine Lüge erfunden habe um Zeit mit meinen Brüdern zu verbringen Ich weiß, es hört sich doof an. Ich erklärs mal...
Wir waren bis vor 4 Jahren bereits einmal zusammen, dann hatte ich Schluss gemacht, weil ich nicht bereit war (Sie ist etwas älter als ich, hat ein Kind und ist anderen Glaubens). Ich hatte zu der Zeit mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen, von denen ich ihr damals nichts gesagt habe). Als ich nach sehr schwerem Kampf meine Psyche wieder in den Griff kriegte entschied ich mich ihr zu schreiben, da ich die ganzen Jahre nicht von ihr wegkam und ständig an unsere Zeit dachte. Ich kämpfte mit Zwangsgedanken, Depression und Burn-Out, und dachte dass alles wieder in Ordnung sei und ich wollte es wieder mit ihr versuchen. Mir ging es so schlecht, dass ich Emotionen sozusagen neu erlernen musste weil ich über Jahre absolut verloren war. Wir trafen uns und ich gestand ihr und erzählte ihr alles. Ich sagte ihr sie sei die Liebe eines Lebens, was ich da auch dachte und sie ebenso. Nach nun 8 Monaten ist es wohl endgültig vorbei. Sie hatte bereits Kinder- und Hochzeitswunsch (sie ist 10 Jahre älter als ich) und ich nicht, das hat uns wohl distanziert. Es gab oft Diskussionen und ausweglose Situationen. Habe sehr viel versucht um die Beziehung zu halten, sie auch. Als ich Zeit für mich brauchte (da ich seit meiner psychischen Krise immer noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen habe und dadurch meinen Platz brauche) hat sich das oft so verstanden, dass ich nicht bei ihr sein möchte, obwohl ich lediglich Zeit für mich brauchte. Diesen Freitag log ich sie an, dass Besuch aus dem Ausland kommt und ich Zeit mit ihnen verbringen muss, dabei hatte ich meine Brüder zu mir in die Wohnung geladen. Als wir uns am Sonntag sahen, und sie merkte, dass ich gelogen hatte, da ich ein schlechter Lügner bin, gestand ich ihr. Sie warf mich aus ihrer Wohnung und will nichts mehr von mir wissen. Wir hatten schwere Zeiten, da wir beide schwere Persönlichkeiten sind aber auch unglaublich schöne Zeiten. Ich kämpfte oft um die Beziehung, würde mich gerne bei ihr melden, doch weiß selber nicht mehr ob ich sie noch zurück will. Ich bin nebenbei ein emotionales Chaos aufgrund meiner psychischen Vorgeschichte und habe diesen 'Dämon' in mir, durch den ich kaum Liebe zulassen kann. Ich weiß, dass ich sie liebe, kann das Gefühl aber nur selten zulassen, und wenn ich es schaffe es kurz zuzulassen ist es überwältigend. Ich hätte sie gerne zurück, müsste aber mein emotionales Chaos aufräumen, was leidergottes, nicht immer in meiner Macht liegt. Was soll ich tun? Ich habe ihr von meinen psychischen Problemen erzählt, sie hat Verständnis, kann es aber klarerweise nicht verstehen (ist schwer wenn man es nicht kennt). Dass sie Verständnis hat kann ich aber nicht ausnutzen, damit sie meine Sch**sse mitmachen muss. Würde ihr gerne schreiben, dass es mit leidtut, dass ich so bin und die Lüge. Es war 1 Lüge in 8 Monaten Beziehung, Würde sie gerne wiedersehen, aber dann ereilt mich so ein schlechtes Gefühl, denn ich weiß ich sollte meine Psyche "in Ordnung" bringen, damit es sich was bringt. Ob ich das so einfach kann, weiß ich nicht. MfG...

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23. Februar 2016 um 16:40

An muglintar
Das war die erste Lüge. Ich war immer ehrlich zu ihr. Mir ist absolut klar, dass ihre Uhr tickt. Ich bin noch nicht bereit für Kinder. Ich wünschte nur ich hätte ihr ein besserer Partner sein können, da sie mir wirklich sehr am Herzen liegt und das beste ist was mir im Leben passiert ist. Ich schaffe es einfach nicht meine Gefühle aus mir rauszukriegen. Teilweise sah ich ihr in die Augen und sah meine Ehefrau und die Person mit der ich den Rest meines Lebens verbringen will und dieses Gefühl ist wunderschön. Dann verschwinden meine Gefühle aber wieder in mir und ich mache wieder zu. Als würde ich wissen, dass ich sie liebe, es aber nicht zeigen können und vollkommen neben mir stehen.

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23. Februar 2016 um 17:23

1 Lüge
es war diese 1 lüge. Mir wurde er druck zu viel, sie will jetzt kinder haben, bald eine ehe, ich will noch mein studium abschließen und einen ordentlichen job finden und dann kinderwunsch etc. Aufgrunddessen hing der haussegen schon recht schief. Wir haben verschiedene erwartungen für die nahe zukunft. Als wir uns ausgesprochen hatten und jeder seine erwartungen kurz wegsteckte war es der himmel auf erden, jedes mal als die beziehung wieder tiefer wurde kamen aber wieder die erwartungen und wir kamen nicht weiter. Dazu kommt noch meine riesige psychische barriere nähe zuzulassen. Wir konnten wohl beide keine nähe mehr zulassen, da uns unsere verschiedenen zukunftspläne vewusst wurden. Ich wollte meine anpassen, aber es war wohl zu viel. Ich liebe diese frau wirklich, und wünschte wir hätten es geschafft...

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23. Februar 2016 um 18:15

Antworten
Keine drogen
Eigene wohnung
Hätte keinen grund zu lügen da mich hier ja niemand kennt. Mir ist klar dass ich ihr wehgetan habe durch meine unsicherheiten. Ich habs versucht zu ändern und habe ihr von meiner inneren zerrissenheit erzählt. Sind beide chaoten auf unterschiedliche art und weise. Dämonen deshalb, weil es meine psyche am besten beschreibt wenns mir schlecht geht. Mit ihr war ich sehr glUcklich, aber die umstände waren schwer.

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24. Februar 2016 um 8:15

Hallo lieber Leidensgenosse...
erste und wichtigste Frage: könntest Du (mal rein von Dir aus, alles andere ausgeblendet) sagen, dass Du schon wieder so weit bist, eine Beziehung zu führen? Wenn ja: warum glaubst Du das? (letztere Frage für Dich, ist ev. zu persönlich für ein offenes Forum, ich habe von der Antwort eh nichts Aber Du solltest darüber nachdenken, was genau sich für Dich geändert hat, so dass Du jetzt die Einschätzung hast, dass es wieder passt und das nicht so "diffus" lassen)

Ein weiterer wichtiger Punkt: Auch nicht wenige völlig gesunde Menschen brauchen in einer Beziehung Rückzugsräume, auch mal Zeit allein, getrennte Hobbies - es sind auch nicht so wenige, wie einem gern glauben gemacht wird, die einen Teil ihres Urlaubes getrennt verbringen - und deren Beziehung glücklich und erfüllt ist. Das ist auch eine Frage des Menschentyps, nicht nur von Krankheiten. ABER: das geht nur mit einem Partner, der genau so tickt und den das nicht verletzt - gehört die Dame, von der Du sprichst grundsätzlich dazu oder ist ihr das (auch wenn man alle anderen Umstände mal weg lässt) nicht möglich?

Wenn Du Liebe nicht so zeigen kannst, lassen sich meist andere Wege finden. Wenn Du sie aber nicht zulassen kannst, bist Du (noch) nicht fähig, eine Beziehung zu führen. Sorry, wenn ich das so straight sage, aber da hilft auch kein schicker Anstrich mit Geschenkverpackung. Wenn die Dämonen ab und an an ihren Käfigtüren rütteln mag das in vielen Fällen noch gehen, wenn sie die meiste Zeit am Steuerrad sitzen, nicht.

Nein, wer solche psych. Probleme nicht kennt, kann sie nicht verstehen, nicht nachvollziehen - aber auch wenn da im Grunde beide nichts dafür können, leiden beide unter den Folgen. Also wenn man psychisch und / oder chronisch krank ist, hilft nur eines: von Anfang an Butter bei de Fische. Der Partner in Spe muss wissen, worauf er sich einlässt - und muss auch fähig sein, rational darüber nachzudenken, ob er / sie das kann. Da hilft kein "ich kann ihn doch nicht im Stich lassen, weil er krank ist" sondern klipp und klar: was bedeutet es für uns, was bedeutet es für mich, kann und will ich damit leben - ja / nein. Und in der Verantwortung des Betroffenen liegt es immer, die Folgen für alle anderen soweit wie möglich abzufangen. Auch wenn man nichts für seine Krankheit kann und auch wenn es ganz sicher nie zu 100% klappen wird.

"denn ich weiß ich sollte meine Psyche "in Ordnung" bringen, damit es sich was bringt. Ob ich das so einfach kann, weiß ich nicht."
=> Ganz sicher nicht. Wenn das "einfach" ginge, hättest Du keine Probleme sondern nur lange Weile ^^. Davon abgesehen sind die meisten psychischen Krankheiten / Störungen schrecklich unpraktisch. Man kann nicht zum Doc gehen und 2 Wochen Medikamente schlucken und dann ist es wieder gut oder ins Krankenhaus gehen, in Narkoseschlaf fallen, wieder aufwachen, noch 3 Tage Aua und fertig - man muss mit sich selbst kämpfen - der härteste Gegner ever. Ständig. Immer wieder. Man muss sich in gewisser Weise selbst heilen, Ärzte, Psychiater, Psychologen, Psychotherepeuthen ... können einem den Weg zeigen, unterstützen und anleiten - aber nicht viel mehr. Im eigentlichen Sinne heilen kann man nur selbst.

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24. Februar 2016 um 18:48

Nein
war der Anlass, nicht der Grund. Der Grund steht schon im Eingangsbeitrag: sie fühlt sich verletzt und zurückgewiesen, wenn er auf Distanz geht. Daran hat im Grunde keiner Schuld, aber verständlich ist das eigentlich trotzdem. Denke ich zumindest.

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