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Gefühlschaos wegen Arbeitskollegen

9. Mai 2011 um 12:08

Hallo an alle!

Ich (26) stecke in der Klemme. Seit einiger Zeit verbringe ich während der Arbeit (soweit es möglich ist) viel Zeit mit meinem Arbeitskollegen (34). Auch nach der Arbeit, haben wir uns noch Zeit füreinander genommen um miteinander zu reden.

Klingt ja alles noch sehr banal, wenn das Problem nicht gegeben wäre, dass er laut eigener Aussage unglücklich verheiratet ist (keine eigene Kinder) und ich glücklich in einer Beziehung bin.

Nun ist es so, dass er mir oft Komplimente macht und mich unter Vorwand oft berührt, aber nie aufdringlich. Das geht vom umarmen, Hand halten, bis hin zum streicheln am Rücken entlang. Bislang habe ich das alles eher freundschaftlich aufgenommen, bis an jenem Abend, an welchen wir uns fast geküsst hätten. Obwohl ich kurz darauf war, seinen Kuss zu erwidern, konnte ich mich daran entsinnen, dass er verheiratet ist und ich glücklich vergeben. So habe ich ihn nun alleine stehen lassen und könnte nur noch vage seinen gequälten und traurigen Gesichtsausdruck wahrnehmen, denn ich nicht genau zuordnen kann.

Was mich belastet, ist die Frage, wie ich nun handeln soll. Klar streite ich nicht ab, dass aus Sympathie etwas tiefgründigeres entstanden ist, dennoch habe ich Angst, ihm meine "Gefühle" zu offenbaren, weil ich mir zusätzlich vor Augen halte, dass er einfach gern mit mir spielen könnte und generell sein Charme gegenüber Frauen spielen lässt, obwohl er mir mitgeteilt hat, dass er der schüchterne Typ sei und es sonst nicht gewöhnt ist, jemanden so oft zu berühren wie es bei mir der Fall ist.

Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, welcher mich einfach nicht zur Ruhe kommen lässt. Er arbeitet sehr viel, sehe ihn aber kaum bis selten, habe keine Telefonnummer oder Email-Adresse. Das heißt eine klare Aussprache ist erst in nächster Zeit gegeben, wenn ich ihn während der Arbeit abfange. Privat möchte ich ihm nicht dazwischen funken, vor Respekt seiner Frau gegenüber.

Ich würde gerne wissen, wie ihr in dieser Lage handeln würdet und mir aufzeigen, wie ich aus dieser Misslage komme, ohne jemanden zu verletzten. Denn um keinen Preis möchte ich meine Beziehung aufs Spiel setzen, auch wenn Gefühle für den verheirateten Mann gegeben sind....

Liebe Grüße

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9. Mai 2011 um 13:18

Hmmm...
...bist Du Dir sicher, dass Du Deine Beziehung weiterhin aufrecht erhalten willst? Oder gibt es da etwas, was nicht so ganz stimmt, denn warum sonst würdest Du Dir solche Berührungen von einem "fremden" Mann gefallen lassen? Denn für mich sind diese Berührungen ganz und garnicht mehr freundschaftlich. Wenn alles gut läuft bei Dir und Deinem Partner, warum entwickelst Du Gefühle für Deinen Kollegen?

Schau erstmal, dass Du herausfindest, was Du willst. Ob die Beziehung wirklich so glücklich ist, wie Du schreibst. Horche in Dich hinein.

Und wenn Du dann feststellst, dass Du definitiv Deine Beziehung willst, dann versuch Deinem Kollegen unter allen Umständen aus dem Weg zu gehen, in jeglicher Hinsicht, bis sich bei Dir die Gefühle verflüchtigt haben und weise ihn auch deutlich in seine Schranken, sage ihm, dass Du in einer glücklichen Beziehung bist und diese Nähe nicht willst.

Wenn Du feststellst, dass Deine Beziehung doch garnicht so glücklich ist, wie Du Dir vllt selber einredest (versteh das bitte nicht falsch!), dann solltest Du evtl über eine Trennung nachdenken. Aber auch, wenn Du Dich gegen deinen Partner entscheidest, würde ich von dem Kollegen die Finger lassen.

Was erhoffst Du Dir von ihm? Was, wenn aus Eurer "Liebelei" eine Affaire wird? Was, wenn er sich tatsächlich von seiner Frau trennt - hättest Du dann nicht Angst, dass er Dich irgendwann auch so behandeln würde?

Alles Gute,

Luby

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9. Mai 2011 um 15:20

Hmmm...
Mir geht es weitgehend darum, wie ich meinem Arbeitskollegen nun entgegen treten soll. Ich empfinde bzw empfand für ihn aufrichtige Sympathie, was aber auch schon das höchste Maß an Gefühl ist, was ich für ihn aufbringe, zumal er optisch meinem Geschmack nicht entspricht. Und ich würde nicht einen Augenblick zögern, um mich für meine Beziehung zu entscheiden, nur befinde ich mich eben in einem Gefühlschaos.. fühle mich vlt auch nur von meinem Arbeitskollegen ausgenützt, da ich ihm gegenüber auch kein Geheimnis gemacht habe, dass ich ihn als "Arbeitskollegen" sehr schätze, Nähe zugelassen habe und mich im nachhinein womöglich dafür schäme.

Mein Problem liegt darin, dass meine tägliche Arbeiten mich unwillkürlich an ihn erinnern, was mir auch nicht mehr ermöglicht, mit Freude meinen Arbeitsalltag anzugehen.

Ihm unter allen Umständen aus dem Weg zu gehen, stellt für mich nicht das Problem dar, nur sehne ich mich nach einer Aussprache. Ihm sagen, dass das alles außer Kontrolle geraten ist und ihn darum bitten zu kündigen... Habe einfach Bedenken, wie ich nun handeln soll....

Und nein, eine Beziehung, Affäre oder sonst etwas würde für mich nie in Frage mit diesem Mann kommen... Ein Mann der in der Lage ist, seine Frau zu betrügen, wäre zu skrupellos für meinen Geschmack.

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9. Mai 2011 um 19:04

Beim lesen...
...des Textes hab ich irgendwie ein paar Parallelen zu meiner jetzigen Situation gefunden.
Ich hab auch einen Kollegen mit dem ich mich bisher immer gut verstanden habe. Konnten über alles reden und auch mal rumalbern. Auch die Gesten, die du erfahren hast, erhielt ich. Ich hab mich auch immer passiv verhalten. Aus meiner Sicht sind wir Freunde (aber Freundschaft zwischen Männern und Frauen gibt es nicht, wie mir jetzt klar wurde).
Die anfangs kleinen Gesten wurden dann immer mehr. Bei Umarmungen drehe ich mich weg oder versuche mich loszureißen. Er hat mir mittlerweile sogar schon einen Kuss auf die Wange gegeben. Ich versuche ein wenig Distanz zu schaffen, aber bei meiner Arbeit ist das schwierig, zumal wir in einem Team arbeiten.
Mein Kollege ist 20Jahre älter und ebenfalls verheiratet (aber nicht glücklich). Ich bin Single, aber nicht krampfhaft auf der Suche nach einem Partner.

Die Gesten habe ich anfangs auch nicht als Ernst aufgefasst. Dachte, dass gehört dazu, wenn man sich gut versteht.
Bin auch auf der Suche nach einer Möglichkeit aus dieser Sache herauszukommen ohne ihn zu verletzten. Wie gesagt, aus dem Weg gehen, kann ich ihm nicht, leider.

Ich würde nie etwas mit einem Kollegen anfangen, mit dem ich in Zukunft auch noch zusammen arbeiten muss.
Ich würde auch nie die Beziehung von jemandem Zerstören (Das hab ich schonmal gemacht, und keiner ist dabei glücklich geworden).

Wenn du wirklich so glücklich bist in deiner Beziehung, dann bleib da. Das wäre besser für dich.

Würde dir gerne besser weiterhelfen, aber wenn man da selber drinsteckt, kann man wenigstens mitfühlen.

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