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Gefühlschaos--Gefühlskalt

26. Mai 2008 um 19:00

Hallo zusammen

dies ist mein erster Beitrag ich wäre auch nie drauf gekommen so ein Forum mal zu benutzen aber da bin ich.

Mein Problem ist ... weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Einfach drauf los is am besten.

Ich führe nun meine 4. Beziehung. Kurz zum Hergang mein erster Freund hat mich geschlagen mit ihm war ich 4 Jahre zusammen, mein zweiter hat mich betrogen und belogen mit ihm war ich zwei Jahre zusammen und mein dritter war eigentlich meine Liebe. Ich war mit ihm 2 1/2 Jahre zusammen wir haben zusammen gewohnt sind recht schnell nach einem dreiviertel Jahr zusammen gezogen. Wir waren zu Beginn sehr glücklich das große Problem war nur er war selbstständig und kaum bei mir zu Hause wir hatten zudem noch unterschiedliche Arbeitszeiten er nachmittags bis nachts ich normal vormittags bis abends. Wir haben uns auseinander gelebt und er hat die Beziehung beendet weil er mich nicht mehr liebte. Ihn hab ihn sehr geliebt und war der Meinung wir würden heiraten Kinder kriegen etc.
Ich habe nun meine vierte Beziehung seit 5 Monaten und da liegen die Probleme ...

Er ist ein super toller lieber Mann er ist für mich da und liest mir jeden Wunsch von den Augen ab. Er ist ein richtiger Glücksgriff im Grunde hat er alle Eigenschaften die ich mir wünsche. Er ist toll aber ich das Problem.
Ich mag ihn und habe ihn lieb...das ist das erste normalerweise sage ich nach 3 Monaten diese berühmten drei Worte "Ich liebe dich". Das tue ich nicht ich bin mir nicht sicher ob ich es so fühle, vielleicht dauert es einfach noch bis ich es fühle vielleicht bin ich vorsichtiger?

Das große Problem was ich habe ist das mir alles manchmal zu anstrengend ist. Mir einfach zu nah ist. Wenn er mit mir kuscheln will blocke ich ab ich hab das Gefühl bedrängt zu werden was er nicht tut. Ich hab das Gefühl weg zu müssen.
Bin ich länger als zwei drei Tage mit ihm zusammen zick ich rum will alleine sein will meine Ruhe haben. Meine WOhnung mit meinen zwei Katzen wo keiner ist.
Ich hab ihn lieb aber manchmal will ich einfach nur fliehen nicht vor ihm sondern vor Nähe. Ich weiß nicht was ich dagegen tun soll.

Bisher war es immer so das irgendwann es anfing das mein Drang nach kuscheln und so nachliess meist wenn die Männer für mich nicht mehr das Wahre waren. Bei den ersten beiden verständlich bei dem letzten weil ich mich alleine fühlte. Ich hatte das Gefühl wenn er mal da war musste ich für ihn springen. er meinte hinterher ich wäre Gefühlskalt.

Ich will nicht das das wieder los geht. Was kann ich machen gegen meine Blockade, ich will den Mann nicht verlieren ich weiß nur einfach nicht was mit mir los ist.
Ich hab schon überlegt mal zum Psychiater zu gehen ... ich weiß einfach nicht mehr weiter...ich setze mich selbst unter Druck das ich lieben muss, dass es normal werden muss.

Kann mir irgendwer helfen
Danke und sry das es so lang wurde

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26. Mai 2008 um 23:35

Danke
Mein Freund weiß Bescheid, er versteht mich auch und ich hab heute zum ersten Mal ein wenig mit ihm geredet drüber. Per Mail weil so direkt finde ich die Worte nicht ich bin irgendwie im Schreiben besser als im Reden.
Er hat Verständnis er will mich nicht verlieren und sagt mir müssen drüber reden.
Das Problem ist ich weiß nicht wieso ich mich so verhalte ich weiß nicht was der ausschlaggebende Punkt ist das ich mich so verhalte. Manchmal bin ich richtig genervt auch von ihm. Und er kann nichts dafür ich hab dann ein schlechtes Gewissen komme aber aus meinem Teufelskreis nicht heraus.
Er sagte ich soll ihm sofort sagen wenn mir was unangehm ist oder ich mich bedrängt fühle aber ich befürchte das seine Bedürfnisse zu kurz kommen. Er hat doch ein Recht auf Liebe und Nähe und Kuscheln mit seiner Freundin.

Ich bin echt verzweifelt. Ich kann mich manchmal gar nicht auf ihn freuen. Meist sehen wir uns am Wochenende sobald ich bei ihm bin bin ich genervt. Wovon weiß ich nicht. So Samstag abends oder Sonntag morgens will ich einfach mal meine Ruhe haben und freu mich schon aufs nach Hause fahren. Ich bn froh wenn er weg ist. Aber bin ich die Woche über alleine dann vermiss ich ihn doch.
Genauso geht es mir auf die Nerven jeden Tag zu telefonieren. Ich ruf ihn dann nicht an und später tu ich es doch weil ich es dann doch möchte.

Was ist bloss los mit mir...

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26. Mai 2008 um 23:45

Ich fühl mich nicht wohl dabei
Ich mache mir eher Sorgen das ich mich nicht wohl dabei fühle. Ich meine es ist so ich bin genervt ich gehe auf Abstand und irgendwann ist er auch enttäuscht. Ich weiß ich bin ungerecht zu ihm mit dem was ich mache. Aber ich komm nicht über den Schatten mich mal in den Arm nehmen zu lassen. Ich kann mich nicht mal massieren lassen oder in den Arm oder einfach mal lieb haben lassen ohne das ich denke der will mit dir ins Bett...was aber nicht so ist... das ist alles so verrückt und ich weiß halt selbst nicht was ist los und wieso reagiere ich nur so.
Ich hab ihn unheimlich lieb ich denke nur ich setz mich unter Druck das ich jetzt funktionieren muss, das ich jetzt lieben muss. Ich bin generell ein sehr ruheloser Mensch ich bin immer was am machen finde kaum Ruhe und kann nicht mal abschalten.
Wobei in seinen Armen ich wohl am besten abschalten kann wenn ich einfach nur festgehalten werde. Ich weiß es aber kann es nicht umsetzen...

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27. Mai 2008 um 7:23

Umkehrung Opfer-Täter Rolle
ich kenne genau diese Situation vom Anfang meiner jetzigen Beziehung.

In den vorherigen Beziehungen war ich diejenige, die gemacht und getan hat, der man evtl. vorgeworfen hat zu klammern. Mein Mann hat sich dann sehr um mich bemüht und ich war völlig überfordert. Ich fühlte mich bedrängt und eingeengt.

Glaube mir, dieses "Vergöttern" fährt irgendwann auf Normal zurück und dann gehts. Kein Mann hält das ewig durch..lach. Heute vermisse ich das manchmal schon ein bisschen.

Deine (und meine) paradoxe Reaktion hat meiner Ansicht nach eine recht simple Erklärung:

In den vorherigen Beziehungen warst du das Opfer. Die Männer haben sich so mies benommen, dass du jeden Tag einen Grund gehabt hättest zu gehen. Du warst die Heilige, die immer recht hatte. Deine emotionale Beschäftigung in diesen Beziehungen, wird ab einem bestimmten Punkt nur noch gewesen sein, wie trenne ich mich von dem Typen.
Du hast dich sicherlich nicht für deren Emotionen verantwortlich gefühlt.
Das ist eine gewisse Form von Freiheit, da die Trennung immer gerechtfertigt scheint und einen Sieg bedeutet.

Dein jetziger Partner zeigt dir, dass du nicht per se recht hast und die Gute bist.
Der Heiligenschein bekommt Flecke und du fühlst dich für die Gefühle deines Partners verantwortlich.
Das überfordert dich, du hast das Gefühl zu ersticken.
Du willst anderen nicht weh tun und suchst dir daher Männer, denen du nicht wehtun kannst, bzw. wenn du es tust, dann zurecht.
Jetzt bist du Täterin, du verletzt deinen Partner und siehst seinen Schmerz, das fühlt sich Scheisse an.
Du hast ein schlechte Gewissen, vielleicht sogar Mitleid. du meinst aber, keinen Mann lieben zu können, mit dem du Mitleid hast.

Tolle Neuigkeit: Dein Partner ist Erwachsen und für sich selbst verantwortlich.
Niemand kann dich zwingen bei jemandem zu bleiben. du darfst jederzeit gehen.
Ich glaube dein Partner wäre ganz schön sauer, wenn du ihm die Verantwortung für seine Gefühle abnimmst.

Du bist jetzt ein ganz normaler Mensch und keine Heilige mehr. Das fühlt sich erstmal mies an, aber nur so kann eine Beziehung funktionieren. Beide sind Täter und Opfer. Jeder verletzt mal den anderen und wird verletzt.

Natürlich hat dein Verhalten Konsequenzen für deinen Partner, aber er ist erwachsen und kann für sich entscheiden, wie er darauf reagiert.

Glaube mir, irgendwann wird er dich in deine Schranken weisen und du wirst erstmal dankbar sein

Kleiner Tipp: Bewahre einen der schönen Rosensträusse auf, du wirst sie irgendwann vermissen...lach

Ich wünsche euch viel Glück

wow lange Antwort, sorry

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27. Mai 2008 um 9:19
In Antwort auf rin_12346900

Umkehrung Opfer-Täter Rolle
ich kenne genau diese Situation vom Anfang meiner jetzigen Beziehung.

In den vorherigen Beziehungen war ich diejenige, die gemacht und getan hat, der man evtl. vorgeworfen hat zu klammern. Mein Mann hat sich dann sehr um mich bemüht und ich war völlig überfordert. Ich fühlte mich bedrängt und eingeengt.

Glaube mir, dieses "Vergöttern" fährt irgendwann auf Normal zurück und dann gehts. Kein Mann hält das ewig durch..lach. Heute vermisse ich das manchmal schon ein bisschen.

Deine (und meine) paradoxe Reaktion hat meiner Ansicht nach eine recht simple Erklärung:

In den vorherigen Beziehungen warst du das Opfer. Die Männer haben sich so mies benommen, dass du jeden Tag einen Grund gehabt hättest zu gehen. Du warst die Heilige, die immer recht hatte. Deine emotionale Beschäftigung in diesen Beziehungen, wird ab einem bestimmten Punkt nur noch gewesen sein, wie trenne ich mich von dem Typen.
Du hast dich sicherlich nicht für deren Emotionen verantwortlich gefühlt.
Das ist eine gewisse Form von Freiheit, da die Trennung immer gerechtfertigt scheint und einen Sieg bedeutet.

Dein jetziger Partner zeigt dir, dass du nicht per se recht hast und die Gute bist.
Der Heiligenschein bekommt Flecke und du fühlst dich für die Gefühle deines Partners verantwortlich.
Das überfordert dich, du hast das Gefühl zu ersticken.
Du willst anderen nicht weh tun und suchst dir daher Männer, denen du nicht wehtun kannst, bzw. wenn du es tust, dann zurecht.
Jetzt bist du Täterin, du verletzt deinen Partner und siehst seinen Schmerz, das fühlt sich Scheisse an.
Du hast ein schlechte Gewissen, vielleicht sogar Mitleid. du meinst aber, keinen Mann lieben zu können, mit dem du Mitleid hast.

Tolle Neuigkeit: Dein Partner ist Erwachsen und für sich selbst verantwortlich.
Niemand kann dich zwingen bei jemandem zu bleiben. du darfst jederzeit gehen.
Ich glaube dein Partner wäre ganz schön sauer, wenn du ihm die Verantwortung für seine Gefühle abnimmst.

Du bist jetzt ein ganz normaler Mensch und keine Heilige mehr. Das fühlt sich erstmal mies an, aber nur so kann eine Beziehung funktionieren. Beide sind Täter und Opfer. Jeder verletzt mal den anderen und wird verletzt.

Natürlich hat dein Verhalten Konsequenzen für deinen Partner, aber er ist erwachsen und kann für sich entscheiden, wie er darauf reagiert.

Glaube mir, irgendwann wird er dich in deine Schranken weisen und du wirst erstmal dankbar sein

Kleiner Tipp: Bewahre einen der schönen Rosensträusse auf, du wirst sie irgendwann vermissen...lach

Ich wünsche euch viel Glück

wow lange Antwort, sorry

Vieles stimmt ...
...was ihr schreibt. Ich bin auch echt dankbar für. Es stimmt ich war nach meinen Beziehungen nie lange alleine. Den ersten hab ich nicht verlassen weil er mich geschlagen hat sondern weil ich einen anderen kennen gelernt habe. Nach dem zweiten war ich zwei Monate alleine. Nach der letzten Trennung dachte ich jetzt bleibst erst mal alleine aber ich lernte meinen Freund kennen und nach zwei Monaten war ich wieder in einer Beziehung. Ich wollte das nicht so schnell aber ich kann es nicht ändern. Kann ja schlecht sagen warten wir noch ein halbes Jahr. Wahrscheinlich bin ich auch ein Mensch der trotz allem nicht alleine sein kann.

Was auch öfter ein passender Begriff für mein Verhalten ist wäre Gehässigkeit. Manchmal bin ich so gehässig zu ihm. Mir wird langsam klar ich tue viele Dinge die mich verletzt haben bei ihm nun.
Zb. habe ich nicht verstanden wieso mein Ex noch Kontakt zu seiner Ex hat und mir tat es weh ich handel diesmal genauso.
Mir tat es weh das ich oft alleine gelassen wurde und mein Ex sich nicht bei mir meldete wenn es abgesprochen war ich handel nun genauso. Ich versuche also meinem jetztigen Freund weh zu tun mit Dingen die mir weh taten. Aber wie kann ich das lernen das zu lassen?
Und wie kann ich lernen auf ihn zu zu gehen?

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