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Gefühle kommen und gehen

14. April 2013 um 22:33

Hallo alle zusammen, bin neu hier. Habe schon viele Beiträge gelesen und würde gerne eure Hilfe in Anspruch nehmen. Ich schilder mein Problem mal in Kurzfassung: April 2012 hab ich meinen Freund kennen gelernt. 3 Monate später waren wir zusammen. Unsere Beziehung würde ich durch folgendes definieren: viel Spaß/Humor, Offenheit, tiefgründige Gespräche, Respekt, Harmonie... etc. Eigentlich ist alles perfekt. Der Sex ist auch gut. Die Gefühle sind immer stärker geworden, allerdings wohnen wir auch ca. 100 km auseinander und sehen uns nur am Wochenende, weswegen es schwerer ist, sich kennen zu lernen, wie ich persönlich finde. Wir telefonieren aber jeden Tag. Wie gesagt, es läuft alles irgendwie super, klar zickt man sich mal an, aber seeehr selten. Er nervt mich nie. Nichts. Alles super. Vor den Osterferien diesen Jahres war ich bei ihm am Wochenende, es war wunderschön, ich war so verliebt, hab ihn noch gepflegt weil er etwas krank war. Einfach total innig dieses Wochenende, das kennt ihr bestimmt. DIe Woche darauf kam er zu mir und wir wollten die "Osterferien" miteinander verbringen(sind Studenten). Innerhalb dieser einen Woche haben sich meine Gefühle total verändert. Ich war etwas ablehnend, hatten weniger Sex, war total gereizt und hab auf einmal nicht mehr diese starken Gefühle für ihn empfunden, wie eine Woche vorher. Jetzt war ich nach den Osterferien wieder bei ihm und es war etwas besser, Gefühle kamen wieder, aber irgendwie nicht mehr so ganz wie vor den Osterferien. Kann mir auch nicht vorstellen, ohne ihn zu sein. Hab ab und zu mal Phasen, in denen ich "mehr liebe" und manchmal weniger. Das hatte ich bei meinem ersten Freund auch, mit der Konsequenz, dass ich dreimal mit dem armen Kerl Schluss gemacht hab und wir immer wieder zusammen kamen. Das würde ich diesmal gerne vermeiden! Info nebenbei: leide(litt) seit Jahren an Essstörungen und Depressionen (latent vorhanden, war in Therapie, Therapie wurde beendet).
Frage: Wie kann es sein, dass sich meine Gefühle innerhalb einer Woche so verändern?
Hat das vielleicht etwas mit meinen psychischen Krankheiten zu tun??
Kennt ihr sowas auch?
Wenn ja, was macht ihr?

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14. April 2013 um 23:37

Du machst dir zu viele Gedanken!!!
Ihr kennt euch schon eine ganze Zeit und immer nur am WE sehen, ist auch schön. Es gibt dann nichts anderes als Zweisamkeit, Unternehmungen, ... .
Nun habt ihr eine längere Zeit miteinander verbracht, das nennt man "Alltag". Der Alltag tritt irgendwann immer ein. Es ist normal, dass man sich gefühlsmäßig auch mal voneinander entfernt und dann wieder den Partner ganz nah bei sich haben möchte.
Vielleicht ist auch einfach die große Verliebtheit ein bisschen verblasst und du fängst an, die Realität zu sehen und nicht nur Rosa-Wolken.
Mach dir nicht so viele Gedanken. Das Leben, eine Beziehung ändert sich. Abhängig davon, was in eurem Alltag passiert (Beruf, Stress, ...). Möchte man eine Beziehung haben, muss man ständig daran arbeiten. So ist das Leben!
Dass das etwas mit deiner Krankheit zu tun hat, vermute ich mal nicht. .

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14. April 2013 um 23:38


Warum verwundert dich das?

Wenn man es sich mal genauer anschaut, verändern sich Gefühle noch viel schneller als man denkt.
Z.B.:
Am Morgen ist man noch total muffelig und will am liebsten die Uhr an die Wand klatschen und schon nach der Dusche ist man eher hungrig und gespannt wie ein Flitzebogen. Auf der Arbeit dann ernüchert, weil es ja doch immer wieder das gleiche ist und wenn Feierabend ist, überkommt einem die Lust etwas mit seinen Mitmenschen zu unternehmen...

Ok, das sieht vielleicht bei jedem etwas anders aus, aber im Grunde kommen und gehen Gefühle innerhalb von Minuten! Es scheint ihre Natur, so flüchtig wie ein Duft im Wind zu sein.
Wenn das Stimmt (und das kann jeder mal für sich überprüfen), sind sie nicht die beste Grundlage für eine solide Beziehung. Sie können die Entscheidungen die wir treffen versüßen, oder verderben und begleiten uns in allen Lebenssituationen, in die wir uns auch begeben wollen, aber sie werden nie bleiben wie sie mal waren. So wie der Wind nie stehen bleiben kann, werden unsere Gefühle sich ständig wandeln.

Sich gegen den Wandel deiner Gefühle zu stellen, ist wie mit Windmühlen kämpfen. Sinnlos. Frag den guten Don Quichote, der hat damit Erfahrung. So benutze deinen gesunden Menschenverstand und steig einfach nicht auf die (Gefühls)Achterbahn auf. Dein Leben wird dadurch einiges an Dramatik verlieren, aber die Fragezeichen werden auch weniger, das garantiere ich dir...

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