Home / Forum / Liebe & Beziehung / Gefangen in meinen Gedanken

Gefangen in meinen Gedanken

27. Dezember 2013 um 23:29

Hallöchen ich hoffe ihr hatte schöne Weihnachten.

Ich sitzte in meinen Gedanken ganz alleine gefangen und komme nicht mehr raus.

Und ich hoffe Ihr könnt mir ein wenig helfen.

Ich bin 18 Jahre alt und habe seit einem Jahr einen Freund. Ich habe ihn kennen gelernt und für mich stand fest mit dem komme ich zusammen. Nicht weil der Blitz eingeschlagen hat, nein, sondern weil ich ihm von anfang an vertrauen konnte, mir alles mit ihm vorstellen konnte und ich eine Gleichheit gespührt habe.

Nun erst wenige Monate zuvor ging meine erste Beziehung hin, eine sehr komische Sache. Er hatte mich gesehen, fand ich toll, lernten uns kennen, kamen zusammen, trennten uns weil ich nicht die Gefühle hatte wie er. Machten immer noch was zusammen, ich entwickelte Gefühle, knall rosa, die fette rosa Brille, vertraute ihm wie keinem, war das wichtigste überhaupt. So das zog sich ein dreiviertel Jahr. Er hatte mich nur verarscht, wollte nur das eine. Meine erste Erfahrung war demnach nicht die Beste. Ich habe da viele Sachen bzw. Verhaltensmuster mit raugenommen wie: Alles muss immer toll sein, man muss eins werden, der andere ist das mit abstand das Wichtigste im Leben, man muss den anderen als perfekt sehen sonst passt es nicht, den anderen immer schmerzlich vermissen, alle zeit miteinander Teilen, und immer ein Hochgefühl haben.

So ich will weder in noch die Zeit jedoch zurück, ich wäre sonst ja selten dämlich.

Mein jetziger Freund ist genau das gegenteil, Er redet mir nicht nach dem Mund, und ist nicht immer der Verständnisvolle, und trägt mich nicht auf händen, liebt mich jedoch wie kein anderer. Er ist realist, sehr genau, intelligent, zielbewusst und sehr ergeizig, wie mein Vater. Wir leben eine Beziehung in der Realität, nicht wie meine erste Beziehung in der Abhängigkeit.

Nun gab es jedoch kurz nach dem Sommer und auch im Sommer eine Zeit in der wir uns voll uns ganz uns widmen konnte. Ich war überglücklich, da bei uns Zeit sehr knapp bemessen ist und ich da die möglichkeit hatte, ein Art zusammenleben und viel Zeit mit ihm genießen zudürfen. Da diese Zeit nun wieder vorbei ist und der Stress und der Alltag wieder da ist, und er seine Aufmerksamkeit wieder auf andere Dinge lenkt wie nur auf mich, sehne ich mich sehr nach dieser Zeit und projeziere diese Verhaltensweisen in diese Erinnerung. Und pusche sie somit nach oben dass sie in meinen Gedanken immer besser, toller wird. Auch ich widme meine Aufmerksamkeit wieder anderen Dingen nur mir fällt es schwer das zu akzeptieren da ich zur Zeit der Vorstellung einer Beziehung wie oben beschrieben hinter her jage, was natürlich nicht lebbar ist.

Wie komme ich aus den Gedanken raus weil so mache ich alle kaputt, da ich die realität nicht mehr sehe.

Mehr lesen

27. Dezember 2013 um 23:39

Wow
selten jemanden erlebt, der mit 18 so reflektiert und sich seiner Verhaltensweisen so aktiv bewusst ist.
Conratulations *den virtuellen Hut zieht*

Was genau fehlt Dir im Moment am meisten? Nicht die Zeit im Sommer allgemein - sondern welcher Aspekt?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. Dezember 2013 um 23:50
In Antwort auf avarrassterne

Wow
selten jemanden erlebt, der mit 18 so reflektiert und sich seiner Verhaltensweisen so aktiv bewusst ist.
Conratulations *den virtuellen Hut zieht*

Was genau fehlt Dir im Moment am meisten? Nicht die Zeit im Sommer allgemein - sondern welcher Aspekt?


mhh, sonst wäre ich mit meinem Durcheinander wohl aufgeschmissen, wenn ich nicht auf Ursachenforschung gehen würden.

Dieses Dem anderen die volle Aufmerksamkeit schenken, und für den anderen voll und ganz da sein, vorallem seinerseits, da wenn er gestresst ist oft mir gegenüber kalt wird, um den Stress zu bewältigen, was aber eine plausible Erklärung der Stressbewältigung ist. Und ich versuche mit aller Kraft diesen Zustand der vollen Aufmerksamkeit hervorzurufen, was jedoch immer mit enttäuschungen verbunden ist, da es nicht möglich ist durch äußere Umstände, ich mich dann jedoch vor ihm verschließe.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. Dezember 2013 um 23:53
In Antwort auf june19961


mhh, sonst wäre ich mit meinem Durcheinander wohl aufgeschmissen, wenn ich nicht auf Ursachenforschung gehen würden.

Dieses Dem anderen die volle Aufmerksamkeit schenken, und für den anderen voll und ganz da sein, vorallem seinerseits, da wenn er gestresst ist oft mir gegenüber kalt wird, um den Stress zu bewältigen, was aber eine plausible Erklärung der Stressbewältigung ist. Und ich versuche mit aller Kraft diesen Zustand der vollen Aufmerksamkeit hervorzurufen, was jedoch immer mit enttäuschungen verbunden ist, da es nicht möglich ist durch äußere Umstände, ich mich dann jedoch vor ihm verschließe.

Eben
in meine vituelle pink rosa Welt in der realen Welt leben zu können. Das immer schöne Beziehungsleben, das grinsende, total überzogene Dauergrinsen,..., immer in Hochform auflaufen mit Kribbel und so weiter, warum auch immer ich das so extrem aus der ersten Erfahrung so mitgenommen habe und dem hinterher jage

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. Dezember 2013 um 0:19
In Antwort auf june19961

Eben
in meine vituelle pink rosa Welt in der realen Welt leben zu können. Das immer schöne Beziehungsleben, das grinsende, total überzogene Dauergrinsen,..., immer in Hochform auflaufen mit Kribbel und so weiter, warum auch immer ich das so extrem aus der ersten Erfahrung so mitgenommen habe und dem hinterher jage


noch nie darüber gestaunt, wie viele das in grösserem Durcheinander auch mit 30+ nicht hin kriegen?

Dem anderen die volle Aufmerksamkeit schenken
=> interessante Formulierung. Ich hätte "erhalten" erwartet. Zumal Du Dich dann auch eher auf das beziehst, was Du erhälst (bzw. aktuell eben nicht)
Im nächsten Post springst Du wieder zu dem ... Kick, dem Du nachläufst (sry für die Formulierung, Du weisst, was ich meine?) - was eigentlich ... wie sag ichs... der erste Teil klingt nach "es ist Alltag und Stress, ich erhalte (gefühlt) unterdurchschnittlich viel." - der zweite ist: "ich will maxium Overdrive" - okay, das ist eine grosse Lücke

Nach Aufmerksamkeit und Liebe "fischen" (weisst Du was gemeint ist?) geht nahezu grundsätzlich gegen die Wand, hau Dir auf die Finger, wenn Du Dich dabei erwischst.

Was den Rest angeht... pink rosa Welt? Vor wieviel in Dir selbst, was mit der Beziehung eigentlich nichts zu tun hat, willst Du fliehen? => erster Ansatzpunkt

Was gibt es Dir / Was fehlt Dir?`Das Gefühl, etwas besonderes zu sein? => Selbstbewusstsein? Verlustängste? - wäre auch ein Ansatzpunkt

Und der dritte: Schafft Euch kleine "pink rosa" Inseln. Es muss nicht immer ein Sommer sein. Nehmt Euch 3 oder 4h in der Woche, die aber nicht "nebenbei" und alltäglich, sondern sehr bewusst. Als Stressabbau tut Ihr Euch damit beide einen Gefallen und was Euch beide angeht, auch.

Und Du selbst: schaff Dir auch Inseln. Zusätzliche und andere. Es muss noch etwas geben, was pink und rosa ist - hol es Dir

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Ich lasse mich viel zu sehr beeinflussen!!!
Von: june19961
neu
25. April 2014 um 23:52
Liebe ist ernüchternd
Von: june19961
neu
6. April 2014 um 20:05
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper