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Geduld, um Ehe Chance zu geben

25. August 2007 um 21:51

Hallo,

vor 8 Wochen habe ich erfahren, dass mein Mann mich betrügt. Wir haben zwei kleine Kinder und ich habe unsere Ehe für derzeit angespannt, aber allgemein stabil erachtet und bin dann aus allen Wolken gefallen.

Mein Mann hat beteuert, dass er mich und die Kinder nicht verlieren will und ihm die Freundin nicht das bedeutet, was ihm unsere Beziehung bedeutet. Wir haben uns dann entschlossen, uns eine Chance zu geben. Aber dann ging es erstmal richtig bergab, weil er trotz anderer Beteuerungen seine Affäre nicht beendet hat.

Wie dem auch sei, mein eigentliches Problem ist, dass ich wirklich fest entschlossen bin, um unsere Ehe zu kämpfen, uns beiden Zeit einzuräumen, um an uns alleine und als Paar zu arbeiten, aber ich falle ständig in Löcher und frage mich dann, ob ich das wirklich schaffe.

Ich lese hier viele Beiträge nach dem Motto 'Männer sind eh Schweine und werden sich nie ändern' oder 'Das wird doch eh nichts mehr, sowas kann man doch sein Leben lang nicht vergessen'. Solche Beiträge will und brauche ich nicht, denn derzeit bin ich bereit zu kämpfen und glaube (noch), dass das wirklich funktionieren kann.

Wer macht mir Mut, durchzuhalten, auch wenn ich wieder mal denke, dass ich das nicht mehr schaffe? Wer hat es geschafft, seine Ehe aus einer solchen Situation heraus zu retten bzw. ist auf dem Weg dazu? Was hat geholfen und was nicht? Okay, und wer hat gekämpft und ist doch gescheitert (ich glaube, zu viel Verdrängung darf denn doch nicht sein).

Gruß,

pointlobos

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26. August 2007 um 9:40

Auf Dauer mag das stimmen,...
aber ich glaube auch, dass man zumindest eine Weile auch alleine um eine Ehe kämpfen kann, es vielleicht sogar tun muss. Zeit ist ein großer Faktor und keine Ehe lässt sich von heute auf morgen wieder kitten, wenn sie einen Riss hat - egal ob mit oder ohne Geliebte.

Außerdem kämpfe ich ja auch nicht allein. Wir haben uns beide therapeutische Hilfe genommen und ich weiß, dass mein Mann nicht leichtfertig mit dem Thema umgeht. Er kämpft auch, aber zurzeit noch an zwei Fronten.

Ich finde deinen Kommentar nicht hilfreich, denn es sind genau diese Totschlag-Argumente, die einem die Geduld und Kraft zum Kämpfen rauben. Wie gesagt, ich brauche Geduld, muss schwierige Zeiten durchstehen/nutzen. Also bitte keine Abwürger, so werde ich nur entmutigt. Negative Gedanken, die mich zweifeln lassen, habe ich selbst genug!

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26. August 2007 um 11:08

Ich wünsch dir viel kraft
ja es gibt paare die das wieder geschafft haben. meine lieblings cousine hat ziemlich das gleiche erlebt wie du. obwohl ihr mann jedoch dann die finger von seiner affäre liess, aber diese affäre dauerte ziemlich lange an. doch die beiden haben es wieder geschafft richtig zusammen zu kommen und das wohl nur weil sie dran geglaubt hat und ihn nicht einfach fallen liess! doch ihr vertrauen war lange, lange angeknackst doch er war es dann der mit der zeit ihr dieses vertrauen wieder geben konnte.

ich habe gelesen das ihr eine therapie macht, was für eine, eine zusammen, eine eheberatung?

meine eltern hatten so was leider mal nötig, nein mein vater ging nicht fremd, da waren andere probleme da, worüber ich mich hier jedoch nicht äussern möchte. es waren jedoch arge probleme, er musste sich ändern, er musste grosse schritte machen um diese ehe noch zu retten und obwohl ich nie an eheberatung glaubte, seither tu ich es! mein vater hätte ohne diese hilfe nicht den richtigen weg einschlagen können.

fremde hilfe ist daher oft mal notwendig, leider sehen das viele nicht ein.

ich hoffe für dich das alles wieder gut kommt und wünsch dir viel kraft!

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26. August 2007 um 12:35

Zugegeben,
ich muss reflektieren, dass ich Dinge nicht steuern kann, das aber zu oft getan habe/versucht habe. Das ist auch eine der ersten kritischen Erkenntnisse für mich aus dieser Krise, da sehe ich einen großen Anteil Schuld auch bei mir.

Und genau das meine ich aber auch mit Kämpfen: reflektieren, kritisch sich selbst und anderen gegenüber sein. Das braucht Zeit und ich suche hier die Unterstützung dafür, diese Zeit durchzustehen.

Ich stelle mich der Auseinandersetzung gerne. Deine Anmerkung, dass man alleine nicht kämpfen kann, hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich bin da nicht Deiner Meinung und das ist okay so.

Gruß,
pointlobos

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26. August 2007 um 13:16

Danke chaosherz!
Es tut sehr gut, Deinen Beitrag zu lesen! Diese Ermutigung brauche ich von Zeit zu Zeit, denn noch ist jeder Tag schwer.

Ich war für einige Tage nicht zuhause gewesen und hatte in dieser Zeit meinen Entschluss gefasst, die Ehe nicht vorschnell aufzugeben. Ich habe mich stark und entschieden gefühlt, aber seit ich wieder zurück bin, werden meine Stärke und mein Entschluss täglich mehrfach auf die Probe gestellt. Ich sage mir dann immer, dass ich da durch muss, aber manchmal fühle ich mich so schwach, da suche ich dann verzweifelt nach Unterstützung.

Ich werde mir Deine Geschichte durchlesen, ich habe das Gefühl, da viel lernen zu können.

Hoffentlich bis bald, Gruß,

pointlobos

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26. August 2007 um 13:28
In Antwort auf habiba_11924851

Ich wünsch dir viel kraft
ja es gibt paare die das wieder geschafft haben. meine lieblings cousine hat ziemlich das gleiche erlebt wie du. obwohl ihr mann jedoch dann die finger von seiner affäre liess, aber diese affäre dauerte ziemlich lange an. doch die beiden haben es wieder geschafft richtig zusammen zu kommen und das wohl nur weil sie dran geglaubt hat und ihn nicht einfach fallen liess! doch ihr vertrauen war lange, lange angeknackst doch er war es dann der mit der zeit ihr dieses vertrauen wieder geben konnte.

ich habe gelesen das ihr eine therapie macht, was für eine, eine zusammen, eine eheberatung?

meine eltern hatten so was leider mal nötig, nein mein vater ging nicht fremd, da waren andere probleme da, worüber ich mich hier jedoch nicht äussern möchte. es waren jedoch arge probleme, er musste sich ändern, er musste grosse schritte machen um diese ehe noch zu retten und obwohl ich nie an eheberatung glaubte, seither tu ich es! mein vater hätte ohne diese hilfe nicht den richtigen weg einschlagen können.

fremde hilfe ist daher oft mal notwendig, leider sehen das viele nicht ein.

ich hoffe für dich das alles wieder gut kommt und wünsch dir viel kraft!

Wir machen jeder Einzeltherapie...
...nachdem uns ein Therapeut geraten hat, jeder solle zunächst mal auf sich schauen und erst im zweiten Schritt auf die Beziehung. Ich halte das auch vorerst für sinnvoll, da sowohl für meinen Mann als auch für mich nichts mehr ist, wie es mal war. Mein Mann ist in einer großen Umbruchphase, hat Stress, muss sich neu in Job und privatem Umfeld orientieren. Und meine Welt steht jetzt sowieso Kopf.

Die Konzentration auf sich selbst finde ich rational betrachtet richtig und sinnvoll, sie ist aber auch sehr schwer. Natürlich würde ich ma liebsten direkt an der Beziehung arbeiten, das Gefühl haben, dass es bergauf mit uns geht. Aber ich weiß auch, dass es nur mit uns beiden bergauf gehen kann, wenn jeder für sich wieder mit sich im Reinen ist - und das sind wir derzeit nicht.

Wenn jeder für sich selbst ein Stück weiter gekommen ist, wollen wir auch gemeinsam eine Therapie angehen, so zumindest jetzt der Plan. Deine Erfahrungen zeigen ja, dass es was bringen kann.

Danke auch für Deine guten Wünsche - das tut gut!

LG,
pointlobos

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26. August 2007 um 14:29
In Antwort auf ilise_11896935

Wir machen jeder Einzeltherapie...
...nachdem uns ein Therapeut geraten hat, jeder solle zunächst mal auf sich schauen und erst im zweiten Schritt auf die Beziehung. Ich halte das auch vorerst für sinnvoll, da sowohl für meinen Mann als auch für mich nichts mehr ist, wie es mal war. Mein Mann ist in einer großen Umbruchphase, hat Stress, muss sich neu in Job und privatem Umfeld orientieren. Und meine Welt steht jetzt sowieso Kopf.

Die Konzentration auf sich selbst finde ich rational betrachtet richtig und sinnvoll, sie ist aber auch sehr schwer. Natürlich würde ich ma liebsten direkt an der Beziehung arbeiten, das Gefühl haben, dass es bergauf mit uns geht. Aber ich weiß auch, dass es nur mit uns beiden bergauf gehen kann, wenn jeder für sich wieder mit sich im Reinen ist - und das sind wir derzeit nicht.

Wenn jeder für sich selbst ein Stück weiter gekommen ist, wollen wir auch gemeinsam eine Therapie angehen, so zumindest jetzt der Plan. Deine Erfahrungen zeigen ja, dass es was bringen kann.

Danke auch für Deine guten Wünsche - das tut gut!

LG,
pointlobos

Ja
das hört sich nach einer guten beratung an und nur mit so einer hilfe werdet ihr dies auch meistern können, denn ohne fremde hilfe würdet ihr wieder zurück ins alte muster fallen, ich kann mir vorstellen das du eigentlich zur beziehung schauen möchtest, doch du siehst ja ein, dass ihr zunächst an euch selber "arbeiten" müsst um danach wieder den weg zu zweit weiter gehen zu können.

ihr seid auf dem richtigen weg! jetzt mag das alles noch schwierig sein, aber es wird leichter werden. vorallem hat dein mann den schritt zum therapeut gewagt, das ist ein sehr gutes zeichen, viele männer würden diesen schritt nicht tun.

weiter so!

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26. August 2007 um 17:49

So kann ich besser diskutieren
"SCHULd, dieses wort solltest du schnellstens streichen.
tausch es gegen verantwortung.
das wird dir aber mit sicherheit dein thera sagen"

na, jetzt hast Du es mir ja gesagt

Mit Deiner ausführlicheren Meinung kann ich viel besser umgehen, als mit dem zuerst hingeworfenen Satz.

Unterstützung brauche ich derzeit noch stark von außen, denn von meinem Mann kann ich sie noch nicht akzeptieren oder einfordern, dafür ist alles noch zu frisch. Ich glaube, wenn ich soweit bin, ihn darum bitten zu können, habe ich schon einen riesigen Schritt gemacht.

Ich hoffe, dass ich mich nicht darin aufreiben werde, zuviel Verantwortung für unsere Beziehung tragen zu wollen. Unter Verantwotung verstehe ich auch die Verantwortung für mein eigenes Wohlergehen und auch das lerne ich im Moment, mal wieder was für mich zu tun. Nur dass mir das halt auch noch schwer fällt, aus Gewohnheit und aus der Situation heraus, die mir viel Kraft raubt. Aber ich gebe mich selbst auch nicht auf!

pointlobos

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27. August 2007 um 21:44

Geduld!
"wenn der mann es nicht kapiert JETZT JETZT unterstützend, stützend, erklärend, entschuldigend, erklärend, unterstützend sich für eure ehe zu engagieren, wann dann?"

Dann wenn ER dazu bereit ist. Das ist genau der Punkt, warum ich GEDULD brauche, weil ich akzeptiert habe, dass ich ihm nicht vorschreiben kann, was er zu fühlen hat. Soll ich von ihm verlangen, sich zu entschuldigen, wenn er das noch gar nicht kann? Was sollte ich davon haben? Dann gehen doch eigentlich die Lügen nur weioter!

Natürlich dachte ich auch, dass er JETZT alles tun muss, um unsere Ehe zu erhalten. Aber er ist ja ebenfalls in einem riesigen Gefühlchaos, das er erst mal FÜR SICH ordnen muss.

Ich hoffe einfach, dass wir noch Zeit haben/uns Zeit geben können, Dinge zu erkennen, die wir JETZT nicht sehen können!

Gruß,
pointlobos

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28. August 2007 um 11:37

Sehr schwer
wird der Weg den Du gehen willst. Habe ähnliches durchgemacht, mich jedoch sofort räumlich getrennt, als ich von der Affäre meines Mannes erfahren habe. Er mußte ausziehen. Zudem habe ich ganz konsequent leglichen Kontakt zu mir untersagt. Diese Trennung war genau der richtige Weg für uns.
Dein Mann muß Dich vermissen und die Beziehung zur Geliebten sofort beenden. Wenn er das nicht schafft, würde ich mich trennen an Deine stelle. Wie leidensfähig bist Du? Muß er Dir jetzt unbedingt noch weh tun? Muß er sich noch ein bißchen ausleben? Das kann es doch nicht sein, oder?
Der Neuanfang funktioniert nur, wenn Ihr beide es wollt und daran arbeitet. Stelle ihn vor die Wahl, "Du oder Sie" sonst gehst Du daran kaputt. Er würde doch sicher dieses Theater wenn Du einen Liebhaber hättest, auch nicht ertragen! Du schreibst selbst Verdrängung darf nicht sein. Nein Du kannst nicht nur verdrängen, Du mußt seine Liebe spüren. Er muß sich entscheiden und dann kann es gut werden. Lb. Grüße

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28. August 2007 um 13:40

Ich erlebe gerade..
...Ähnliches wie Du.Nur sind wir schon ein paar Monate weiter.Anfangs war jeder Tag ein Kampf.Beim Aufstehen wusste ich überhaupt nicht was der Tag Neues und vielleicht Schmerzhaftes bringt.Inzwischen, nach 9 Monaten, ist es etwas besser.Wir machen auch jeder eine Therapie und haben uns vor drei Monaten räumlich getrennt.Das tut uns beiden gut.Jeder konzentriert sich so mehr auf sich und wird für sich selbstständiger.Inzwischen können wir viel besser und sachlicher miteinander reden, die Qualität unserer Gespräche ist besser als je zuvor.Ich kann Dir nur sagen: Halte durch! Es kann sich auf jeden Fall lohnen, auch wenn der Weg extrem schmerzhaft ist und es nur langsam voran geht.
Mir hat außerdem geholfen, mit einigen wenigen guten Freundinnen zu sprechen und es gibt gute Literatur zu dem Thema Dreiecksbeziehungen/Untreue.
Alles Gute und viel ,viel Kraft!!

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28. August 2007 um 20:38
In Antwort auf bella2741

Sehr schwer
wird der Weg den Du gehen willst. Habe ähnliches durchgemacht, mich jedoch sofort räumlich getrennt, als ich von der Affäre meines Mannes erfahren habe. Er mußte ausziehen. Zudem habe ich ganz konsequent leglichen Kontakt zu mir untersagt. Diese Trennung war genau der richtige Weg für uns.
Dein Mann muß Dich vermissen und die Beziehung zur Geliebten sofort beenden. Wenn er das nicht schafft, würde ich mich trennen an Deine stelle. Wie leidensfähig bist Du? Muß er Dir jetzt unbedingt noch weh tun? Muß er sich noch ein bißchen ausleben? Das kann es doch nicht sein, oder?
Der Neuanfang funktioniert nur, wenn Ihr beide es wollt und daran arbeitet. Stelle ihn vor die Wahl, "Du oder Sie" sonst gehst Du daran kaputt. Er würde doch sicher dieses Theater wenn Du einen Liebhaber hättest, auch nicht ertragen! Du schreibst selbst Verdrängung darf nicht sein. Nein Du kannst nicht nur verdrängen, Du mußt seine Liebe spüren. Er muß sich entscheiden und dann kann es gut werden. Lb. Grüße

Hallo lioba und bella
Ihr habt Euch beide von eurem Mann zeitweise getrennt, das sieht bei mir anders aus und das macht es mir auch extrem schwer. Ich war nur kurze Zeit weg, es war allerdings die bisher beste zeit für mich, weil ich da am besten etwas für mich tun konnte und es dabei manchmal sogar geschafft haben, nicht ständig an ihn zu denken.

Wir haben uns allerdings dazu entschieden, zunächst zusammen zu leben. Hauptsächlich wegen der Kinder, aber wahrscheinlich auch aus Angst!

Ich schwanke immer wieder zwischen dem Bedürfnis, mich von ihm zurückzuziehen und dem Bedürfnis, ihm zu zeigen, dass ich weiter hinter unserer Ehe stehe, ihm auch meine Liebe zu zeigen. Das kehrt sich natürlich oft ins Gegenteil und dann denke ich, dass wir uns auf Distanz eigentlich besser zoffen könnten und ich danach wenigstens für mich wieder leichter Ruhe finden könnte.

Was die Wahl angeht "Ich oder sie", so hat er diese Wahl nun angeblich getroffen. Ich werde nicht kontrollieren, ob das stimmt, werde ihm aber zu gegebener Zeit fragen, ob es wirklich so ist. Kann nur hoffen, dass er dann wie vereinbart ehrlich sein wird.

Ich bin gerade dabei, mir viel mehr meine eigenen Freiräume zu schaffen. So grenze ich mich wenigstens ein bisschen von ihm ab. Aber ich farge mich immer wieder, ob mir die ständige Konfrotation mit ihm derzeit nicht mehr schadet als hilft.

LG,
pointlobos

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28. August 2007 um 20:55

Ich habe mich auch selbst betrogen
Ich sehe sogar einen riesigen Bedarf an Arbeit bei mir selbst. Zunächst einmal, weil ich meinem Mann glaube, dass ihm das nicht einfach nur so 'passiert' ist, sondern dass er einfach viele Dinge an mir vermisst hat, die ihm wichtig sind. Dinge, die er früher bei mir gefunden hat.

Das ist aber nur der Auslöser. Der eigentliche Grund, warum ich was tun muss, bin aber nur ICH SELBST. Ich habe mich selbst völlig aus den Augen verloren, bin in den letzten jahren zum Muttertier mutiert. Jetzt da ich vor den Scherben meiner Ehe stehe, frage ich mich nicht nur, was aus uns geworden ist, sonder auch, was aus mir geworden ist. Ich habe mir selbst etwas vorgemacht, mich selbst betrogen mit der Vorstellung, alles sei schon okay so und wenn denn die Kinder erst mal aus dem gröbsten sind, ja dann würde ich mich mal wieder richtig um mich und meine beziehung kümmern.

Wo ist eigentlich die FRAU geblieben, die ich einmal war? Ich habe in den letzten Jahren meine Bedürfnisse, mein Äußeres, mein Interesse an vielem außerhalb der Familie vernachlässigt. Das habe ich zwar auch vor dem Betrug gemerkt, aber ich konnte nicht konstruktiv damit umgehen, habe meinem Mann unterschwellig Vorwürfe dafür gemacht, dass er mir nicht hilft, wieder anders zu sein.

Aber da kann letztlich nur ich mir helfen. Und zwar nicht, um unsere Ehe zu retten, sondern um mich selbst zu retten. Ganz gleich, ob ich mit meinem Mann zusammen bleiben werde oder nicht, so wie jetzt kann ich nicht weiter machen, weder als Ehefrau, noch als Mutter, noch als Alleinerziehende. Wenn ich die gleichen Muster fahre wie bisher, werde ich spätestens in 2 bis 3 Jahren am Ende sein.

Gruß,
pointlobos

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28. August 2007 um 21:06

Bedürfnis nach mehr
"jemand hat hier geschrieben (ich glaube, es war equi), daß fremdgehen ein bedürfnis ist. nein, ist es nicht! bedürfnisse sind hunger, durst, atmen etc."

Mein Mann hat mir einige der Bedürfnisse genannt, die seine Geliebte befriedigt hat und ich nicht (mehr). Bedürfnis nach Anerkennung, Liebe, Geborgenheit, Aufmerksamkeit, Leichtigkeit. Das nehme ich auch ernst. Ich weiß, dass ich ihm das alles mal gegeben habe, dass ich ihm das auch glaubte weiter zu geben, aber erkennen konnte er das nicht. Denn was ich ihm in erster Linie gezeigt habe, waren Frust, Überlastung, Enttäuschung.

Damit wäre ich dann auch bei meinen eigenen Bedürfnissen und die muss er ebenso respektieren. Ob er das kann oder überhaupt will, weiß ich im Moment nicht. Aber wenn er die nicht anfängt zu sehen und auf sie einzugehen, dann wird es kein Zurück mehr geben!

LG,
pointlobos

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28. August 2007 um 22:45
In Antwort auf ilise_11896935

Hallo lioba und bella
Ihr habt Euch beide von eurem Mann zeitweise getrennt, das sieht bei mir anders aus und das macht es mir auch extrem schwer. Ich war nur kurze Zeit weg, es war allerdings die bisher beste zeit für mich, weil ich da am besten etwas für mich tun konnte und es dabei manchmal sogar geschafft haben, nicht ständig an ihn zu denken.

Wir haben uns allerdings dazu entschieden, zunächst zusammen zu leben. Hauptsächlich wegen der Kinder, aber wahrscheinlich auch aus Angst!

Ich schwanke immer wieder zwischen dem Bedürfnis, mich von ihm zurückzuziehen und dem Bedürfnis, ihm zu zeigen, dass ich weiter hinter unserer Ehe stehe, ihm auch meine Liebe zu zeigen. Das kehrt sich natürlich oft ins Gegenteil und dann denke ich, dass wir uns auf Distanz eigentlich besser zoffen könnten und ich danach wenigstens für mich wieder leichter Ruhe finden könnte.

Was die Wahl angeht "Ich oder sie", so hat er diese Wahl nun angeblich getroffen. Ich werde nicht kontrollieren, ob das stimmt, werde ihm aber zu gegebener Zeit fragen, ob es wirklich so ist. Kann nur hoffen, dass er dann wie vereinbart ehrlich sein wird.

Ich bin gerade dabei, mir viel mehr meine eigenen Freiräume zu schaffen. So grenze ich mich wenigstens ein bisschen von ihm ab. Aber ich farge mich immer wieder, ob mir die ständige Konfrotation mit ihm derzeit nicht mehr schadet als hilft.

LG,
pointlobos

Hallo Pointlobos
will Dir noch kurz was schreiben. Nachdem mein Mann und ich uns getrennt hatten, hatte ich mit der Ehe abgeschlossen. Er hat das dann gespürt und ich merkte, dass ihm das überhaupt nicht recht war. Als er dann anfing um mich zu kämpfen, habe ich ihm unmissverständlich gesagt, dass ich alles erklärt haben will. Warum ist es soweit gekommen mit uns? Was hat sie wohl besser gemacht? u.u.u. Dann hat die Geliebte nicht locker gelassen und mein Mann versprach mir, mir jede SMS zu zeigen und mir über jeden Anruf zu berichten. Er war ab sofort ehrlich. Heute denke ich, dass ist absolute Voraussetzung für den Neuanfang. Keine Lügen mehr, keine Heimlichkeiten mehr. Mein Mann weiß, dass ich aus dem Stand gehen würde. Du darfst Dich jetzt nicht abgrenzen. Wenn Du neu beginnen willst, mußt Du ihm zeigen, dass Du bereit bist zu verzeihen. Ein Neuanfang bedeutet auch, neue Dinge mit dem Partner zu unternehmen. Ich nehme mir jetzt einfach mehr Zeit für uns. Wir reden sehr viel, aber kaum noch über die Geliebte. Ich will es auch garnicht wissen. Es war ein Lebensabschnitt und ähnlich wie eine Krankheit. Du mußt unbedingt wieder Vertrauen zu Deinem Mann bekommen.Zoffen hat jetzt keinen Sinn mehr. Es ist passiert und aus. Das Du Groll hast, kann ich verstehen, aber ekel ihn jetzt nicht aus dem Haus. Gib ihm die Chance und zwar in Ruhe. Wenn er wieder fremdgeht, trenne Dich für immer. Ich drücke Dir alle Daumen. Gruß Bella

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29. August 2007 um 22:04
In Antwort auf bella2741

Hallo Pointlobos
will Dir noch kurz was schreiben. Nachdem mein Mann und ich uns getrennt hatten, hatte ich mit der Ehe abgeschlossen. Er hat das dann gespürt und ich merkte, dass ihm das überhaupt nicht recht war. Als er dann anfing um mich zu kämpfen, habe ich ihm unmissverständlich gesagt, dass ich alles erklärt haben will. Warum ist es soweit gekommen mit uns? Was hat sie wohl besser gemacht? u.u.u. Dann hat die Geliebte nicht locker gelassen und mein Mann versprach mir, mir jede SMS zu zeigen und mir über jeden Anruf zu berichten. Er war ab sofort ehrlich. Heute denke ich, dass ist absolute Voraussetzung für den Neuanfang. Keine Lügen mehr, keine Heimlichkeiten mehr. Mein Mann weiß, dass ich aus dem Stand gehen würde. Du darfst Dich jetzt nicht abgrenzen. Wenn Du neu beginnen willst, mußt Du ihm zeigen, dass Du bereit bist zu verzeihen. Ein Neuanfang bedeutet auch, neue Dinge mit dem Partner zu unternehmen. Ich nehme mir jetzt einfach mehr Zeit für uns. Wir reden sehr viel, aber kaum noch über die Geliebte. Ich will es auch garnicht wissen. Es war ein Lebensabschnitt und ähnlich wie eine Krankheit. Du mußt unbedingt wieder Vertrauen zu Deinem Mann bekommen.Zoffen hat jetzt keinen Sinn mehr. Es ist passiert und aus. Das Du Groll hast, kann ich verstehen, aber ekel ihn jetzt nicht aus dem Haus. Gib ihm die Chance und zwar in Ruhe. Wenn er wieder fremdgeht, trenne Dich für immer. Ich drücke Dir alle Daumen. Gruß Bella

Liebe bella
Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden, zumindest, was das Aufbauen von Vertrauen angeht. Es fällt mir sehr schwer, das auszuhalten, aber ich verlange derzeit von ihm keinerlei Beweise dafür, dass er sich wirklich getrennt hat. Ich möchte, dass er frei entscheidet, was er wirklich will. Und wenn er lügt, dann sehe ich das als sein Problem an, seine zwei Welten und Wahrheiten irgendwie zusammenhalten zu müssen. Da will ich ihm nicht bei helfen, aus dieser Zwickmühle rauszukommen. Das ist jetzt natürlich eine sehr idealisierte Darstelleung, in meinem Inneren kämpfe ich gegen den Drang an, alles wissen zu wollen und mir seiner Treue sicher sein zu können.

Ich sage mir aber, kann ich mir sicher sein, dass jemand mir treu ist, mich liebt, NUR weil ich ihn kontrolliere, weil ich vermeindliche Beweise dafür habe? Ich kann schließlich niemandes Gedanken und Gefühle kontrollieren und daher versuche ich auch, ihn ansonsten loszulassen.

Du sagst, zoffen hat jetzt keinen Sinn mehr, da hast Du mit Sicherheit Recht, wenn es darum geht, sich Vorhaltungen zu machen. Trotzdem schaffen wir es derzeit einfach nicht, uns ohne gegenseitige Schuldzuweisungen über die Ursachen und Wirkungen des Betrugs zu unterhalten. Wie seid ihr denn aus der Schuld-Spirale rausgekommen? Habt ihr den Blick nur nach vorne gerichtet oder habt ihr auch eure Vergangheit ohne Streit bereden können?

Gruß,
pointlobos

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30. August 2007 um 9:44
In Antwort auf ilise_11896935

Liebe bella
Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden, zumindest, was das Aufbauen von Vertrauen angeht. Es fällt mir sehr schwer, das auszuhalten, aber ich verlange derzeit von ihm keinerlei Beweise dafür, dass er sich wirklich getrennt hat. Ich möchte, dass er frei entscheidet, was er wirklich will. Und wenn er lügt, dann sehe ich das als sein Problem an, seine zwei Welten und Wahrheiten irgendwie zusammenhalten zu müssen. Da will ich ihm nicht bei helfen, aus dieser Zwickmühle rauszukommen. Das ist jetzt natürlich eine sehr idealisierte Darstelleung, in meinem Inneren kämpfe ich gegen den Drang an, alles wissen zu wollen und mir seiner Treue sicher sein zu können.

Ich sage mir aber, kann ich mir sicher sein, dass jemand mir treu ist, mich liebt, NUR weil ich ihn kontrolliere, weil ich vermeindliche Beweise dafür habe? Ich kann schließlich niemandes Gedanken und Gefühle kontrollieren und daher versuche ich auch, ihn ansonsten loszulassen.

Du sagst, zoffen hat jetzt keinen Sinn mehr, da hast Du mit Sicherheit Recht, wenn es darum geht, sich Vorhaltungen zu machen. Trotzdem schaffen wir es derzeit einfach nicht, uns ohne gegenseitige Schuldzuweisungen über die Ursachen und Wirkungen des Betrugs zu unterhalten. Wie seid ihr denn aus der Schuld-Spirale rausgekommen? Habt ihr den Blick nur nach vorne gerichtet oder habt ihr auch eure Vergangheit ohne Streit bereden können?

Gruß,
pointlobos

Liebe P.
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Gruß Bella

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