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Gedicht

2. Oktober 2013 um 0:36

ich habe ein gedicht von Erich Fried interpertiert, bitte bleibt sachlich bezieht euch auf das Gedicht und unterlasst jegliche Beleidigungen.

Versaut nicht meinen Thread nicht mit unqalifizierten Bekerkungen ansonsten werde ich einen neuen Thread eröffnen und keine Kommentare zu hirnrissen Aussagen tätigen.

Ich habe Geduld!

Kommen wir nun zum Gedicht:


Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe


Das Gedicht von Erich Fried Was es ist thematisiert grundlegende menschliche Emotionen und stellt sie dem Verstand als eine Art Dualismus gegenüber.

(Ich lasse den Aufbau weg, da es zu technisch ist, Versen Strophen usw. wir sind ja nicht in der Naturwissenschaft).

Unsinn Vernunft werden gegenübergestellt

Unglück Berechnung

Schmerz Angst

Aussichtslosigkeit Einsicht

Etwas sei lächerlich - Stolz

Leichtsinnigkeit Vorsicht

Unmöglichkeit Erfahrung

In diesem Dualismus werden Emotionen des Menschen durch eine gegenübergestellte Vernunft in Ihrer Wirkung gebremst und letztendlich außer kraft gesetzt. Die Vernunft stoppt den Unsinn, die Berechnung verhindert das Unglück. Die Angst weist auf den Schmerz hin als eine emotionale oder physische Erfahrung. Die Einsicht warnt vor Aussichtslosigkeit. Der Stolz verhindere dass man sich lächerliche mache. Die Vorsicht warnt vor einer Leichtsinnigen Handlung. Die Erfahrung warnt davor, dass etwas unmöglich sei.

Das lyrische Ich* befindet sich in einem Zwiespalt zwischen den Emotionen und der Vernunft. Die Vernunft findet ihren Ausdruck in der Berechnung, Angst, Einsicht, im Stolz, in der Vorsicht und in der Erfahrung.

Mit Hilfe der Vernunft möchte sich das lyrische Ich vor Unglück, Schmerz, Aussichtslosigkeit usw. bewahren.

Wenn wir die Emotionen mit der jeweils letzten zwei Strophen gegenüberstellen, sehen wir recht deutlich noch mal den Unterschied zu der Vernunft.

In dem folgendem Beispiel haben wir die Vernunft ausgeschaltet und Stellen den Emotionen die letzten zwei Verse der drei Strophen als Dualismus gegenüber.

Unsinn Es ist was es ist
sagt die Liebe

Unglück Es ist was es ist
sagt die Liebe

Schmerz Es ist was es ist
sagt die Liebe

Aussichtslosigkeit Es ist was es ist
sagt die Liebe
Etwas sei lächerlich - Es ist was es ist
sagt die Liebe

Leichtsinnigkeit Es ist was es ist
sagt die Liebe

Unmöglichkeit Es ist was es ist
sagt die Liebe

Man kommt zu der Einsicht dass die personifizierte Liebe die Aussagen der personifizierten Vernunft widerspricht und Emotionen, auf die die Vernunft mit Vorsicht reagiert, als etwas gegebenes, darstellt.

Es muss hier auch deutlich werden, dass die Liebe nicht sprechen kann, sie wird personifiziert. Ebenso wird nicht deutlich ob das lyrische ich männlich oder Weiblich ist.

Im Gedicht wird die Paarbeziehung nicht explizit angesprochen. Es ist weder vom Mann noch von der Frau die Rede, sondern von einem Dialog der Emotionen des Menschen, begeleitet von seiner Vernunft und der Antwort der personifizierten Liebe darauf.

Wenn die Liebe sagt, es ist was es ist so versucht es die Vernunft auszuschalten und die Erscheinungen auf die die Vernunft mit Angst, oder Berechnung reagiert, als etwas gegebenes hinzunehmen und es anzunehmen.

Anzunehmen bedeutet, dass die Liebe jede Erscheinung, ob es nun eine Situation ist, ein Objekt oder ein Subjekt (Mensch) vorurteilsfrei und losgelöst von der eigenen Erfahrung annimmt wie etwas ist, und nicht durch Ängste verstellt wird.

Das lyrische Ich sieht sich konfrontiert mit Ängsten und Unsicherheiten die bereits genannt worden sind. Die Liebe versucht die Ängste zu besiegen und das lyrische Ich, davon zu lösen.

Wenn die Berechnung etwas als ein Unglück interpretiert und davor warnt, so handelt es sich um eine Bewertung. Ebenso wenn die Einsicht von der Aussichtslosigkeit spricht. Die Vernunft basiert auf etwas bereits erleben, als wenn ein Kind an die heiße Herdplatte fasst und dann davor angst hat, weil es weiß, dass der Herd heiß ist und man sich verletzten kann.

Die Erfahrung und Berechnung versuchen die Gefahr einzuschätzen und etwas nicht zu tun um sich dieser Gefahr nicht auszusetzen.

Die personifizierte Liebe, die zu der Vernunft spricht und sagt Es ist was es ist, löst den Konflikt auf und versucht das lyrische Ich von zweifeln zu befreien.

Daraus lässt sich die These ableiten, dass das lyrische Ich in seinen Empfindungen die Realität verstellt, auch wenn die Vernunft etwas als Unmöglich ansieht, versucht die Liebe den Dingen ohne der vorgeschalteten Vernunft zu begegnen damit das Gegenüber nicht mehr durch eigene Ängste (Angst, Vorsicht, Erfahrung) verstellt wird.

Dadurch wird es dem lyrischen ich möglich, die Angst zu überwinden, frei zu handeln und etwas anzunehmen ohne es gleich zu beurteilen.

Insofern hilft die Liebe dem lyrischen Ich frei zu sein, da es vorher durch die Vernunft eingeschränkt wurde. Daraus lässt sich die These ableiten, dass Rationalität und Emotionen eine antagonistische Beziehung darstellen. Rationalität möchte auf der einen Seite, das lyrische Ich vor Schmerzen schützen, dadurch ist jedoch das lyrische ich in seiner freien Handlungsfähigkeit beraubt. Erst wenn das lyrische Ich, etwas annimmt, so wie es ist, und nicht durch eigene Ängste und Wünsche verstellt befreit es sich von dem Kampf zwischen den Emotionen und der berechenbaren Rationalität (Vernunft) und wird dadurch freier, weil das lyrische Ich nicht mehr zwischen der Abwägung der Emotionen und der Vernunft gefangen ist.

Mehr lesen

2. Oktober 2013 um 1:19

Darf
ich fragen warum du das hier reinstellst?

Willst du entdeckt werden in einem Forum?

ODER WAS SONST?

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2. Oktober 2013 um 7:20

.....
Der Ausdruck*Lyrisches Ich*bezeichnet in einer Traditionslinie derLiteraturwissenschaft
den fiktiven"Sprecher"oder die"Stimme"eines Gedichts (Lyrik
) oder Textes (beispielsweise eines Liedtextes). Ursprünglich eingeführt zur Unterscheidung des formalen Ichs von einem empirischen Ich ist es bis in die Gegenwart immer wieder gleichgesetzt worden mit der Identität des Autors, mit der Authentizität des Ausgesagten sowie mit dem rezeptiven Nacherleben desselben. Der Begriff wurde in Folge äußerst kontrovers behandelt, ist derart belastet und verwischt, so dass vermehrt seit den siebziger Jahren Abstand von ihm genommen wurde und er heute in der Literaturwissenschaft eher vermieden wird. Burdorf rät gar dazu, diesen Begriff fallenzulassen und das Problem mit einer neuen Begrifflichkeit anzugehen

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2. Oktober 2013 um 10:08

Gedicht (Kurzfassung)
Vater und Kind,
reiten im Wind.

Fragt böser Mann
ob er Bubi haben kann.

Vater verneint,
Bubi weint.
Pferd tot.

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2. Oktober 2013 um 10:54

Der..
...gute, alte Goethe würde sich wohl im Grab umdrehen, wenn er sähe, in welchem Thread er hier herhalten muss!

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2. Oktober 2013 um 13:07

Sag mal maddox,
wozu schwallst du jetzt den zweiten Beitrag zu diesem Fried-Gedicht ins Forum? Textlich mag dir eine nette Parodie auf Lyrikinterpretationen gelungen sein, notwendig für das Forum ist deine Übung allerdings nicht.

Trotzdem einen schönen Feiertag und schönes, verlängertes WE!
Christoph

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2. Oktober 2013 um 13:18
In Antwort auf py158

Sag mal maddox,
wozu schwallst du jetzt den zweiten Beitrag zu diesem Fried-Gedicht ins Forum? Textlich mag dir eine nette Parodie auf Lyrikinterpretationen gelungen sein, notwendig für das Forum ist deine Übung allerdings nicht.

Trotzdem einen schönen Feiertag und schönes, verlängertes WE!
Christoph


Es ist schon der 3.!!! Thread.

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