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Gedankenkarussell

27. August 2007 um 12:51

Hmmm ... bin heute auf diese Seite gestoßen und hoffe einfach, dass Ihr mir helfen könnt ... helfen könnt, vielleicht ein bisschen Klarheit in meine Gedanken zu bringen. Ich bin nicht eine Frau, die verlassen wird, sondern eine Frau, die die Trennung von ihren Mann wünscht und gerade dabei ist, sie durchzusetzen. Aber wenn Ihr glaubt, dass das einfacher ist, kann es sein, dass Ihr Eucht täuscht ... Ganz kurz zu meiner Vorgeschichte ...
Unsere Ehe ist schon länger eingeschlafen ... Wir sind schon 19 Jahre zusammen, 11 Jahre verheiratet und haben drei Kinder im Alter von 7, 4 und 2 1/2 Jahren. Zeitgleich mit der Geburt unseres ersten Kindes, begann mein Mann seine Karriereleiter hochzustolpern ... eigentlich ungewollt, aber es passierte dennoch ... Für uns als kleine Familie bedeutete das einen häufigen Verzicht auf seine Anwesenheit, denn der Beruf forderte mehr und mehr seiner Zeit ... Er war auch häufig auf Dienstreisen und selbst in seiner Freizeit und an den Wochenenden war er zwar bei uns, aber sein Kopf arbeitete für die Firma weiter. Ich will sagen, er war ständig angespannt und mit seinen Gedanken im Job und leider nicht bei uns.
Immer wieder versuchte ich mit ihm ins Gespräch zu kommen, aber auch dafür hatten wir keine wirkliche Zeit. Mein Mann verstand überhaupt nicht, was ich meinte und er vertröstete mich immer mit der Aussage, dass das alles bald wieder besser werden würde ... Ich wurde in unserer Beziehung immer einsamer, hatte ich in meinem Mann doch schon längst den Partner verloren, der Interesse an mir und meiner Person hatte ... der sich wirklich darum kümmerte, wie es mir ging ... der mir zuhören wollte und der mit mir reden wollte ... der ausreichend Zeit für unsere kleine Familie hatte. Aber gut, naiv oder dumm wie ich war, dachte ich tatsächlich, dass es sich nur um eine anstrengende Phase handeln würde und bald alles besser werden würde. So wurde unsere Tochter geboren und ja, die erste Zeit mit ihr war auch ganz toll und klasse und sogar mein Mann schränkte kurzzeitig sein enormes Arbeitspensum ein. Unsere dritte Kind wurde - ich gebe es zu - in einer Phase geboren, die schon wieder nicht so optimal verlief und wären wir ehrlich zu uns gewesen, entwickelten sich da schon die Wege von meinem Mann und mir in völlig unterschiedliche Richtungen. Immer wieder bat ich um Gehör und versuchte ihm aufzuzeigen, dass unsere Ehe dabei wäre, den Bach runterzugehen ... Aber er nahm mich und meine Worte nicht ernst und wir machten weiter wie bisher. Es gab viele Verletzungen zwischen uns. Es gab Desinteresse und auch unsere Streitigkeiten nahmen zu. Mein Mann vergaß mir und den Kindern wichtige Termine. Sagte seinen Kindern schon einmal seine Teilnahme an irgendeiner Veranstaltung zu und konnte es dann doch nicht einhalten, denn immer war die Arbeit wichtiger als wir es waren. Er entschuldigte alles mit seinem Job und das er das alles nur für uns tun würde. Nur, dass niemand von uns das jemals verlangt hätte. Und wir konnten nicht miteinander reden. Mein Mann hatte seinen Job, der ihn voll und ganz ausfüllte ... ich hatte den Haushalt und die Kinder ... und da mir das nicht ausreichte, begann ich eigene Wege zu gehen. Ich baute mein Sportprogramm immer weiter aus, traf mich mit Freundinnen und Bekannten zum Reden, fing an zu malen, baute meinen Bekanntenkreis aus und ja, suchte auf diesem Wege Menschen, mit denen ich endlich reden konnte, denn mit meinem Mann war es so gut wie gar nicht mehr möglich ... Irgendwann stellte ich fest, dass mein Mann und ich uns total weit voneinander entfernt hatte. Ich ging ihm so oft es nur ging aus dem Weg und wir verbrachten so gut wie gar keine Zeit mehr miteinander (außer gemeinsame Termine als Familie). Und ja, irgendwann stellte ich mir die alles entscheidende Frage und war geschockt, als ich feststellte, dass ich für meinen Mann nichts anderes mehr außer freundschaftlichen Gefühlen besaß ... ich liebte ihn nicht mehr und es war mir egal, wie lange er arbeitete und wie häufig er auf Dienstreisen war. All das, was mich vorher traurig und einsam gemacht hatte, störte mich nicht mehr im geringsten. Nein, es war sogar so, dass ich viel befreiter und gelöster war, wenn er weg war ... War er da, fühlte ich mich belastet und unglücklich und suchte so schnell wie möglich irgendeine Ablenkung, um raus zu kommen ... Vor einem 3/4 Jahre sprach ich ihn das erste Mal auf eine Trennung an und erläuterte ihm meine Gedanken. Für ihn brach eine Welt zusammen und ich hatte das Gefühl, dass er mich und meine Gefühle das erste Mal in seinem Leben ernst nehmen würde. Er versprach mir, sich zu ändern, bat mich um den gemeinsamen Besuch einer Paartherapie, schränkte sein Arbeitspensum ein, reduzierte drastisch seine Dienstreisen und ja, zunächst ließ ich mich darauf ein, hoffte ich doch auch darauf, dass vielleicht meine nicht mehr vorhandenen Gefühle für ihn wieder erwachen könnten ... Aber es war zu spät ... zu spät dafür, all das, was in den vergangenen Jahren eingeschlafen oder sogar abgestorben war, wieder aufzuwecken ... Auch, wenn es sich jetzt ziemlich hart anhört, ich versuchte wirklich, auf meinen Mann einzugehen und unsere Ehe zu retten. Aber ich konnte es nicht mehr. Es war sogar manchmal so, dass ich die Anwesenheit meines Mannes nicht mehr ertragen konnte, es versuchte mir Unbehagen und unsere gemeinsame Zeit endete oft in einem Streit über irgendetwas, was den Streit gar nicht wert war. Ich war wirklich immer froh, wenn mein Mann nicht in meiner Nähe war. Und dabei bemühte er sich wirklich sehr ... hätte er doch nur in den vergangenen 7 Jahren ansatzweise so ein Verhalten gezeigt, ich bin überzeugt davon, dass unsere Ehe niemals so verlaufen wäre ... Nun ja, vor ein paar Wochen lernte ich einen Mann kennen und verliebte mich ich ihn, denn dieser Mann gab mir alles, was ich bei meinen Mann in den vergangenen Jahren so sehr vermisst hatte. Er hörte mir zu, er berührte mich, er sprach gerne mit mir, er lachte mit mir, er überschüttete mich mit Komplimenten, es war ihm wichtig, wie es mir ging und wie ich fühlte, er tat mir so gut und ließ mein Herz vor Glück übersprudeln ... Wir Beide entwickelten füreinander so starke Gefühle, wie ich es nie für möglich gehalten hätte ... und ja, wir Beide entschlossen uns, unsere Partner darüber zu informieren und um die Trennung zu bitten ... Hmmm, gesagt, getan ... und nun brechen mit einer unvorstellbaren Wucht Sorgen, Probleme, Beschimpfungen, Unverständnis, Ärger, Wut, Hass über uns herein, denn niemand kann verstehen, dass man eine gesicherte und finanziell gut geregelte Existenz für einen Menschen, den man liebt, aufgeben kann und will ... In den Augen unserer Umwelt sind wir die Bösen, die nur aus reiner Lust und ohne nachzudenken bereit sind, viele Leben zu zerstören oder drastisch zu verändern ... Hinzu kommt noch eine räumliche Trennung zu dem Mann, den ich über alles liebe von 200 km, was das Ganze nicht gerade leichter macht. Außerdem will mein Mann nicht auf seine Kinder verzichten und er hat riesige Angst davor, dass ich mit ihnen in die Nähe meines neuen Partners ziehen werde. Aber ich will meinen Kindern gar nicht ihren Vater entziehen. Er hat ein Recht auf sie und er hat auch ein Recht darauf, an ihrer Entwicklung und ihrem Leben teilzuhaben ... Ich bin so hin- und hergerissen. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als in die Nähe meiner neuen Liebe zu ziehen und so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen zu dürfen, aber ich kann auch nicht auf meine Kinder verzichten und ohne sie gehen. Selbst diesen Gedanken versuche ich durchzuspielen, aber eine Mutter kann doch nicht einfach ihre Kinder zurücklassen und ja, selbst, wenn ich es nicht genau weiß, aber ich fühle, dass eine Trennung von meinen Kindern mir über kurz oder lang das Herz zerreißen würde ... Die Gedanken in meinem Kopf fahren Karussell und es ist einfach keine vernünftige Lösung in Sicht .. Hat vielleicht jemand von Euch Ähnliches erlebt und mag mir vielleicht über seine Erfahrungen, über seine Gedanken und mögliche Lösungsansätze berichten ...??? Es ist schon wirklich komisch, finde ich. Da trifft man auf die Liebe seines Lebens und kann sie dennoch kaum erreichen, weil sich so vieles dagegen stellt, so einschränkt und sogar handlungsunfähig macht.

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27. August 2007 um 13:19

Komisch...
das erste was mir auffiel, waren die Wörter....


Ich habe versucht, ich habe gemacht, ich habe zurück gesteckt.....

Freunschaftliche Gefühle...... Niemals "unsere Kinder" Immer nur meine Kinder, seine Kinder.....

Neue Liebe, neuer Mann....


Alles in allem so eine Art Rechtfertigung, für eine Trennung....
-----------------------------------

Du willst ihn doch gar nicht mehr... egal was er tun würde....

Eine gute Mutter denkt an ihre Kinder, eine gute Mutter tut so etwas nicht......

Sind doch deine Gedanken, oder?

Fakt ist: Die Kinder werden leiden, dein Mann wird leiden, weil er es so gar nicht richtig verstehen kann...

und auf der anderen Seite, die neuen Gefühle.... es kribbelt so schön im Bauch.....

Was ist, wenn es nicht hält?? Was ist wenn die rosarote Brille weg ist?

Rede mit deinem Mann, sei offen und ehrlich....

Ihr könntet auch freundschaftlich Zusammenleben, zum Wohle der Kinder...

und wenn der "Neue" dich wirklich liebt. Zieht er in deine Nähe.....

Und dann finde heraus, ob es wirklich Liebe ist und nicht nur das Gefühl, das dir lange gefehlt hat...


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27. August 2007 um 14:05
In Antwort auf naomh_12744558

Komisch...
das erste was mir auffiel, waren die Wörter....


Ich habe versucht, ich habe gemacht, ich habe zurück gesteckt.....

Freunschaftliche Gefühle...... Niemals "unsere Kinder" Immer nur meine Kinder, seine Kinder.....

Neue Liebe, neuer Mann....


Alles in allem so eine Art Rechtfertigung, für eine Trennung....
-----------------------------------

Du willst ihn doch gar nicht mehr... egal was er tun würde....

Eine gute Mutter denkt an ihre Kinder, eine gute Mutter tut so etwas nicht......

Sind doch deine Gedanken, oder?

Fakt ist: Die Kinder werden leiden, dein Mann wird leiden, weil er es so gar nicht richtig verstehen kann...

und auf der anderen Seite, die neuen Gefühle.... es kribbelt so schön im Bauch.....

Was ist, wenn es nicht hält?? Was ist wenn die rosarote Brille weg ist?

Rede mit deinem Mann, sei offen und ehrlich....

Ihr könntet auch freundschaftlich Zusammenleben, zum Wohle der Kinder...

und wenn der "Neue" dich wirklich liebt. Zieht er in deine Nähe.....

Und dann finde heraus, ob es wirklich Liebe ist und nicht nur das Gefühl, das dir lange gefehlt hat...


Genau ...
Natürlich gibt es für eine Trennung eine Rechtfertigung ... daran ist doch nichts Verwerfliches und es ist auch völlig normal, oder? Wer würde sich denn schon ohne Grund trennen??? Und ja, natürlich mache ich mir Gedanken, wie ich mich als Mutter richtig verhalte und wie meine Kinder diese Situation am besten durchstehen können. Diese Gedanken finde ich auch völlig normal und ja, gerade die Gesellschaft gibt uns doch ganz genau vor, wie wir uns als Frau und Mutter zu verhalten haben ... nicht wahr? Aber muss das immer unbedingt richtig sein ...??? Weißt Du, saraa33 ... Deine Worte sind genau so wie von den meisten Menschen. Gut, mag sein, dass Ihr alle Recht habt und natürlich stelle ich mir auch diese Fragen, was ist, wenn die rosarote Brille der Verliebtheit weg ist ...??? Aber weißt Du, was ich wirklich schade finde, dass diese Gefühle, die man kennenlernen darf, wenn man sich in einen anderen Menschen verliebt, als "Kribbeln im Bauch" bezeichnet und damit auch ziemlich lächerlich abgetan werden. Mein Mann und ich hatten in der vergangenen Woche noch einen Paartherapietermin und teilten unserem Therapeuten unsere Situation mit und weißt Du, was er sagte? Er meinte, dass, wenn man eine Beziehung eingeht, sich die Seele des einen Partner an der Seele des anderen ernähren will und stärken will. Man will zusammen wachsen und sich weiter entwickeln und solange das gegenseitig funktioniert, ist es optimal. Aber, wenn die eine Seele die andere nicht mehr satt machen oder erfüllen kann, dann sucht sich diese Seele etwas, was sie weiter beflügeln und bestärken kann oder sie gibt auf, zerbricht an ihrer Situation und sucht in Krankheiten oder anderen Mitteln einen Ausweg ... Ich weiß, hört sich jetzt für Dich wahrscheinlich sehr dramatisch und überspitzt an, aber diese Tatsache ist leider bewiesen ... Schau Dir doch einmal an, woran Menschen leiden, die in ihrer Beziehung unglücklich sind ... Depressionen, Drogen oder auch Krebserkrankungen haben nachweislich und erwiesen damit zu tun ... Glaubst Du im Ernst, dass es immer gut ist, nur nach dem Verstand zu entscheiden ...? Meiner Meinung nach berücksichtigst Du nicht die Folgen für Körper und Geist in einer Beziehung, die unglücklich ist ...!!! Und auch was die Kinder betrifft ... eine klare saubere Trennung ist für ihre kleinen Seelen oftmals besser, als das Schauspiel, was manche Eltern ihren Kindern bieten und die Kleinen doch ganz genau merken, dass etwas ganz Entscheidenes zwischen den Eltern nicht mehr stimmt ... Gut, mag sein, dass ein freundschaftliches Zusammenleben funktionieren kann, aber die Gewissheit hast Du auch hier nicht ... denn auch hier lässt sich nicht absehen, in welche Richtung sich die Gefühle der freundschaftlich Verbundenen Partner entwickeln.

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27. August 2007 um 15:34
In Antwort auf jesusa_12362565

Genau ...
Natürlich gibt es für eine Trennung eine Rechtfertigung ... daran ist doch nichts Verwerfliches und es ist auch völlig normal, oder? Wer würde sich denn schon ohne Grund trennen??? Und ja, natürlich mache ich mir Gedanken, wie ich mich als Mutter richtig verhalte und wie meine Kinder diese Situation am besten durchstehen können. Diese Gedanken finde ich auch völlig normal und ja, gerade die Gesellschaft gibt uns doch ganz genau vor, wie wir uns als Frau und Mutter zu verhalten haben ... nicht wahr? Aber muss das immer unbedingt richtig sein ...??? Weißt Du, saraa33 ... Deine Worte sind genau so wie von den meisten Menschen. Gut, mag sein, dass Ihr alle Recht habt und natürlich stelle ich mir auch diese Fragen, was ist, wenn die rosarote Brille der Verliebtheit weg ist ...??? Aber weißt Du, was ich wirklich schade finde, dass diese Gefühle, die man kennenlernen darf, wenn man sich in einen anderen Menschen verliebt, als "Kribbeln im Bauch" bezeichnet und damit auch ziemlich lächerlich abgetan werden. Mein Mann und ich hatten in der vergangenen Woche noch einen Paartherapietermin und teilten unserem Therapeuten unsere Situation mit und weißt Du, was er sagte? Er meinte, dass, wenn man eine Beziehung eingeht, sich die Seele des einen Partner an der Seele des anderen ernähren will und stärken will. Man will zusammen wachsen und sich weiter entwickeln und solange das gegenseitig funktioniert, ist es optimal. Aber, wenn die eine Seele die andere nicht mehr satt machen oder erfüllen kann, dann sucht sich diese Seele etwas, was sie weiter beflügeln und bestärken kann oder sie gibt auf, zerbricht an ihrer Situation und sucht in Krankheiten oder anderen Mitteln einen Ausweg ... Ich weiß, hört sich jetzt für Dich wahrscheinlich sehr dramatisch und überspitzt an, aber diese Tatsache ist leider bewiesen ... Schau Dir doch einmal an, woran Menschen leiden, die in ihrer Beziehung unglücklich sind ... Depressionen, Drogen oder auch Krebserkrankungen haben nachweislich und erwiesen damit zu tun ... Glaubst Du im Ernst, dass es immer gut ist, nur nach dem Verstand zu entscheiden ...? Meiner Meinung nach berücksichtigst Du nicht die Folgen für Körper und Geist in einer Beziehung, die unglücklich ist ...!!! Und auch was die Kinder betrifft ... eine klare saubere Trennung ist für ihre kleinen Seelen oftmals besser, als das Schauspiel, was manche Eltern ihren Kindern bieten und die Kleinen doch ganz genau merken, dass etwas ganz Entscheidenes zwischen den Eltern nicht mehr stimmt ... Gut, mag sein, dass ein freundschaftliches Zusammenleben funktionieren kann, aber die Gewissheit hast Du auch hier nicht ... denn auch hier lässt sich nicht absehen, in welche Richtung sich die Gefühle der freundschaftlich Verbundenen Partner entwickeln.

Du hast Recht,
mit dem, was Du bezüglich der Kinder sagst. So eine vorgespielte Familie ist, Entschuldigung für den Ausdruck, zum kotzen. Ich habe das erlebt bei einer sehr guten Freundin. Ich war als Kind sehr oft bei ihr und ihre Eltern waren nur noch zusammen, wegen dem Kind. Das wusste aber damals niemand. Ich kann mich noch an das furchtbare Klima in diesem Haus erinnern. Die Absprache war, so lange zusammen zu bleiben, bis das Kind seine Ausbildung fertig hat... und das Kind machte Abitur und kurz vor dem Abschluss: peng! Die Bombe ging hoch. Meine Freundin klammerte sich nicht nur an die falschen Freunde, sondern auch noch an Drogen... Sie hat es geschafft... mehr oder weniger, aber eine psyschischen Schaden hat sie allemal und wohl für immer weg.
Wenn es Zeit ist zu gehen, muss man gehen und das ist zu Wohl aller Beteiligter. Wenn eine Trennung sauber verläuft (Was ja leider meistens nicht der Fall ist) und keiner negativ über den Ex-Partner herzieht und die Kinder verwirrt, dann kommen die sehr wohl klar mit den neuen Situationen. Die sind wohl anpassungsfähiger als mancher Erwachsene und haben schnell den Dreh raus, das Beste aus der Situation zu machen. Wohl gmerkt gilt das nur, wenn sich die Eltern ansztändig verhalten. Wenn an den Kindern herumanimuliert wird, dann geht es immer auf deren Kosten, dann werden sie innerlich zerrissen.
Ich hoffe Du bekommst das hin. Aber wenn Du an den Kindern hängst, dann kannst Du sie wohl kaum einfach zurück lassen. Zumal DU ja sagst der Vater habe so viel zu tun... Am Ende fristen sie dann ihr Dasein bei einem Babysitter?
Ich kenne das, mit der Entfernung... bei mir waren es 150 KM und davon etliche Landstraße...
Vielleicht könnt ihr euch ja erst mal am WE sehen? Einmal Du zu ihm, einmal er zu Dir?
Und wenn das gut geht und Ihr merkt, das ist es wirklich, dann findet sich von ganz alleine ein Weg... so war das bei mir. Das Leben hat mich schließlich geradezu gezwungen zu meinem Glück...
Halt die Ohren steif und lass Dir nicht den Blödsinn einreden, Du seiest eine schlechte Mutter.
Das einzige, was wichtig ist im Hinblick auf die Kinder und für sich selbst, ist ehrlich zu seinem alten Partner zu sein, damit man alles mit ihm regeln kann.

Ciao Aelia

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27. August 2007 um 16:07
In Antwort auf jesusa_12362565

Genau ...
Natürlich gibt es für eine Trennung eine Rechtfertigung ... daran ist doch nichts Verwerfliches und es ist auch völlig normal, oder? Wer würde sich denn schon ohne Grund trennen??? Und ja, natürlich mache ich mir Gedanken, wie ich mich als Mutter richtig verhalte und wie meine Kinder diese Situation am besten durchstehen können. Diese Gedanken finde ich auch völlig normal und ja, gerade die Gesellschaft gibt uns doch ganz genau vor, wie wir uns als Frau und Mutter zu verhalten haben ... nicht wahr? Aber muss das immer unbedingt richtig sein ...??? Weißt Du, saraa33 ... Deine Worte sind genau so wie von den meisten Menschen. Gut, mag sein, dass Ihr alle Recht habt und natürlich stelle ich mir auch diese Fragen, was ist, wenn die rosarote Brille der Verliebtheit weg ist ...??? Aber weißt Du, was ich wirklich schade finde, dass diese Gefühle, die man kennenlernen darf, wenn man sich in einen anderen Menschen verliebt, als "Kribbeln im Bauch" bezeichnet und damit auch ziemlich lächerlich abgetan werden. Mein Mann und ich hatten in der vergangenen Woche noch einen Paartherapietermin und teilten unserem Therapeuten unsere Situation mit und weißt Du, was er sagte? Er meinte, dass, wenn man eine Beziehung eingeht, sich die Seele des einen Partner an der Seele des anderen ernähren will und stärken will. Man will zusammen wachsen und sich weiter entwickeln und solange das gegenseitig funktioniert, ist es optimal. Aber, wenn die eine Seele die andere nicht mehr satt machen oder erfüllen kann, dann sucht sich diese Seele etwas, was sie weiter beflügeln und bestärken kann oder sie gibt auf, zerbricht an ihrer Situation und sucht in Krankheiten oder anderen Mitteln einen Ausweg ... Ich weiß, hört sich jetzt für Dich wahrscheinlich sehr dramatisch und überspitzt an, aber diese Tatsache ist leider bewiesen ... Schau Dir doch einmal an, woran Menschen leiden, die in ihrer Beziehung unglücklich sind ... Depressionen, Drogen oder auch Krebserkrankungen haben nachweislich und erwiesen damit zu tun ... Glaubst Du im Ernst, dass es immer gut ist, nur nach dem Verstand zu entscheiden ...? Meiner Meinung nach berücksichtigst Du nicht die Folgen für Körper und Geist in einer Beziehung, die unglücklich ist ...!!! Und auch was die Kinder betrifft ... eine klare saubere Trennung ist für ihre kleinen Seelen oftmals besser, als das Schauspiel, was manche Eltern ihren Kindern bieten und die Kleinen doch ganz genau merken, dass etwas ganz Entscheidenes zwischen den Eltern nicht mehr stimmt ... Gut, mag sein, dass ein freundschaftliches Zusammenleben funktionieren kann, aber die Gewissheit hast Du auch hier nicht ... denn auch hier lässt sich nicht absehen, in welche Richtung sich die Gefühle der freundschaftlich Verbundenen Partner entwickeln.

Ich bin seit 14 Jahren geschieden
und meine Kinder sind jetzt schon gross....


Ich weiss, was man Kinder antun kann.... Wie sie darunter leiden..

Und die zweite Beziehung hielt nicht lange.... er kam mit den Kindern nicht klar und sie nicht mit ihm.....Es ging sogar soweit, dass meine Tochter mich verließ und zu ihrem Vater ging..Und das alles wegen ein bischen Schmetterlinge im Bauch und weil ein Mann so schön reden kann?

Heute ist sie gross und wirft mir es immer noch vor... ich habe sie im Stich gelassen. Nicht nur sie sondern die ganze Familie....Und ich hätte ihr einen neuen Vater einfach so vor die Nase gesetzt. Sie hat ihren Vater geliebt, obwohl er damals mehr gearbeitet hat, als das er Zuhause war....

Und bei 200 km Entfernung nimmst du den Kindern den Vater....

Kinder verzeihen nicht, Kinder sind grausam....

Und es gibt keine saubere Trennung..

Glaub mir, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte, würde ich es tun...

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3. September 2007 um 20:07
In Antwort auf jesusa_12362565

Genau ...
Natürlich gibt es für eine Trennung eine Rechtfertigung ... daran ist doch nichts Verwerfliches und es ist auch völlig normal, oder? Wer würde sich denn schon ohne Grund trennen??? Und ja, natürlich mache ich mir Gedanken, wie ich mich als Mutter richtig verhalte und wie meine Kinder diese Situation am besten durchstehen können. Diese Gedanken finde ich auch völlig normal und ja, gerade die Gesellschaft gibt uns doch ganz genau vor, wie wir uns als Frau und Mutter zu verhalten haben ... nicht wahr? Aber muss das immer unbedingt richtig sein ...??? Weißt Du, saraa33 ... Deine Worte sind genau so wie von den meisten Menschen. Gut, mag sein, dass Ihr alle Recht habt und natürlich stelle ich mir auch diese Fragen, was ist, wenn die rosarote Brille der Verliebtheit weg ist ...??? Aber weißt Du, was ich wirklich schade finde, dass diese Gefühle, die man kennenlernen darf, wenn man sich in einen anderen Menschen verliebt, als "Kribbeln im Bauch" bezeichnet und damit auch ziemlich lächerlich abgetan werden. Mein Mann und ich hatten in der vergangenen Woche noch einen Paartherapietermin und teilten unserem Therapeuten unsere Situation mit und weißt Du, was er sagte? Er meinte, dass, wenn man eine Beziehung eingeht, sich die Seele des einen Partner an der Seele des anderen ernähren will und stärken will. Man will zusammen wachsen und sich weiter entwickeln und solange das gegenseitig funktioniert, ist es optimal. Aber, wenn die eine Seele die andere nicht mehr satt machen oder erfüllen kann, dann sucht sich diese Seele etwas, was sie weiter beflügeln und bestärken kann oder sie gibt auf, zerbricht an ihrer Situation und sucht in Krankheiten oder anderen Mitteln einen Ausweg ... Ich weiß, hört sich jetzt für Dich wahrscheinlich sehr dramatisch und überspitzt an, aber diese Tatsache ist leider bewiesen ... Schau Dir doch einmal an, woran Menschen leiden, die in ihrer Beziehung unglücklich sind ... Depressionen, Drogen oder auch Krebserkrankungen haben nachweislich und erwiesen damit zu tun ... Glaubst Du im Ernst, dass es immer gut ist, nur nach dem Verstand zu entscheiden ...? Meiner Meinung nach berücksichtigst Du nicht die Folgen für Körper und Geist in einer Beziehung, die unglücklich ist ...!!! Und auch was die Kinder betrifft ... eine klare saubere Trennung ist für ihre kleinen Seelen oftmals besser, als das Schauspiel, was manche Eltern ihren Kindern bieten und die Kleinen doch ganz genau merken, dass etwas ganz Entscheidenes zwischen den Eltern nicht mehr stimmt ... Gut, mag sein, dass ein freundschaftliches Zusammenleben funktionieren kann, aber die Gewissheit hast Du auch hier nicht ... denn auch hier lässt sich nicht absehen, in welche Richtung sich die Gefühle der freundschaftlich Verbundenen Partner entwickeln.

Depressionen
und Drogen gehe ich ja noch mit aber Krebs?
Glaub da bist Du auf dem Holzweg, aber ganz gewaltig.
Ist zwar nix zum Thema aber sollte mal raus

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13. September 2007 um 11:44

Gedankenkarussell
Oh mein Gott, kann ich dir nachfühlen. Ich befinde mich genau in der selben Situation. Hoffnungslos, auswegslos. Ich habe meinem Mann vor ca. 4 Wochen gesagt, dass ich ihn nicht mehr liebe, und war mir sicher, er würde sich freuen, dass endlich einer von uns beiden das ganze ausspricht! Aber Fehlanzeige. Für ihn ist eine Welt zusammengebrochen, er hat plötzlich seine Liebe zu mir entdeckt, möchte sich ändern, hat die Fehler erkannt. ABER ich kann und will nimmer. Seit 14 Jahren (1. Schwangerschaft) hat er mich nicht mehr wahrgenommen, hatte in dieser Zeit auch schon Affären. 2 Versuche hatten wir schon, beide gescheitert. Auch ich habe eine neue Liebe in ca. 300 km entfernung, jede faser meines Körpers möchte dahin! Auch ich habe ein total schlechtes Gewissen, was mit meinen Kindern passiert, was mit dem Haus passiert, wie das alles zu regeln ist. Ich bin total planlos! Mein Mann lässt mich nicht los, er kämpft, doch ich möchte niemehr so Leben. Alle Welt schreit genau wie bei dir, das kannst du doch nicht machen??? Doch wer denkt dabei an uns? Jahrelang den Rücken des Gatten freigehalten, Jahrelanger entzug von Zärtlichkeit, Jahrelang der "Fussabtreter" gewesen - das sieht keiner!!Auch wir wohnen unter einem Dach, wie das zu regeln ist, keine Ahnung. Aber es ist die Hölle. Nach 20 Jahren Ehe liebe ich meinen Mann nicht mehr, aber ihn so leiden zu sehen macht auch keinen Spass. Für Väter ist es leicht zu gehen, aber was machen wir Mütter? Wie immer erdulden. Die Kinder zurücklassen - klar kommt der Gedanke schonmal - aber das ist utopie. Keine Mutter der Welt kann das!!! Also bleiben wir wo wir sind und warten ab, was passiert. Ich warte bis mein Mann feststellt, dass er mich nicht liebt, sondern solche Emotionen hat, wegen PrestigeVerlust, Statusverlust, Hausverlust etc. Ich für meinen Teil glaube nicht, dass er mich liebt, denn wo war denn diese Liebe in den letzten Jahren? Meine jetztige Entscheidung ist folgende: Ich höre nicht auf andere, ich lass mir nix einreden, endlich hatte ich den Mut auszusprechen, was ich empfinde und stehe dazu! Ich wünsch dir viel Glück und sag dazu nur:

Kopf hoch und wenn der Hals noch so dreckig ist!!

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