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Gedanken im alleine sein

7. Oktober 2008 um 23:35

also gut...einmal im jahr (na gut: mittlerweile schon das 3. mal ) schau ich auf irgendeine internetseite und heule mich bei irgendjemandem aus...das schlimme daran: ich merke wie blödsinnig das ist und schreibe weiter, aber egal: ich habe gemerkt, dass es gut tut, zu sagen was man denkt und andere an seinen gedanken teilhaben zu lassen, also mache ich es weiterhin, denn es spendet trost in zeiten, die ich unnötig mit trauer zutrage...

aaaaalso...
ich bin 14 (was schon mal meine erste entschuldigung ist für alles was folgt) und ich bin ein sehr emotionaler junge, der sich sehr leicht verliebt!
mein 1. problem nachdem ich mich verliebe:
ich denke nach! ich denke sachen wie: wahrscheinlich bin ich gar nicht verliebt, sondern schwärme nur ein wenig...
das stimmt möglicherweise sogar...aber wenn ich mich dann tagelang nur mit ihr beschäftige und nächte damit zubringe, ein perfektes date zu planen (restaurant, park, taxi, etc...was halt dazugehört), dann verliebe ich mich tatsächlich in sie...sehe sie stundenlang an und wenn ich um 2 uhr von der schule nach hause komme setze ich mich vor meinen computer, höre schlechten pop und guck mir ihr bild an...dann spiel ich irgendwelche computergames und warte, bis die sonne untergeht...hör noch mal 3 poplieder und gehe mit ihrem bild als letzten anblick vor dem schlafen gehen...wenn ich dann aufstehe sprüh ich mich mit irgendeinem ultraausgefallenen geruch ein (ätherische öle auf die brust, teebaumöl in den mund...eben kranke, kranke dinge auf die ausser mir niemand kommen würde)

mein 2. problem, wenn ich mich verliebe:
früher einmal:
ich weiß nicht wie ich ihr sagen soll, dass ich sie liebe und habe angst, dass sie mich verletzt...

heute (das es jetzt anders ist ist der grund dafür, dass ich diesmal wirklich glauben kann, dass ich verliebt bin):
ich bin locker und hätte sicher den mut sie zu fragen, doch ich bin diesmal soweit, dass ich das nicht will, denn ich habe angst, SIE zu verletzten! habe angst, dass sie auch nur einen einzigen moment lang eingeschüchtert ist...ich weiß nicht, ob das überhaupt gerechtfertigt ist, aber das ist halt mein gedankengang...ich will auf keinen fall, dass sie verletzt wird!
wenn ich mir irgendetwas wünschen könnte, wäre das, dass sie jemanden findet, der perfekt für sie ist, bzw perfekt für sie zu sein...

also jedenfalls:
ich weiß (wie immer, wenn ich so was mache) nicht genau worauf ich hinaus will...ich wollte das einfach nur einmal hier hinschreiben, in der hoffnung jemand liest es...ich freue mich über jedes kommentar, aber bitte seid nicht böse, wenn ich nicht aus ihnen lerne...dafür bin ich leider einfach zu stur und zu sehr von mir selbst überzeugt...denn egal was ich versuche: ich beschütze meine eigenen fehler und will daran nichts ändern, denn sie machen mich zu dem menschen, der ich bin...auch wenn ich versuchen sollte meine fehler zu ändern um weise zu werden...

ach egal...danke für eure ohren...

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8. Oktober 2008 um 11:57

Du bist nicht krank, sondern beneidenswert!
Das meine ich ganz ernst. jemand, der mit 14 schon in der Lage ist, so tief zu empfinden und sich ganz in schöne (oder auch unschöne) Gefühle hineinzugeben, hat in jedem Fall nur wenig an sich, das man bedauern müsste.

Sicher, es ist immer einfacher, Gefühle erst gar nicht zuzulassen, weil man dann auch nicht verletzt werden kann. Es gibt Leute, die sagen: Ich hätte gerne einen Hund. ich kaufe mir aber keinen, weil er ja doch nur ein paar Jahre lebt, dann stirbt und ich total traurig bin. Es gibt sogar Leute, die sagen: Ich will mich nicht verlieben, ich habe Angst, dass man mir weh tut. Oder: Ich will nicht heiraten, man lässt sich ja doch wieder scheiden.

Vielleicht fällt dir auf, wie unsinnig das alles aussieht, wenn man es so aufgeschrieben da stehen hat. Es kommt im Leben nicht darauf an, dass man mit möglichst wenig Blessuren durchrutscht. Die Liebe und der Schmerz sind es erst, die unser Leben lebenswert machen. Jeder, der schonmal Liebeskummer hatte, weiß zwar, wie grausam der ist. Oder jeder, der einen geliebten Menschen durch den Tod verloren hat. Aber hast du schonmal jemanden sagen hören: Ich wünschte, ich hätte meine Oma gar nicht gekannt, dann müsste ich jetzt nicht weinen, weil sie gestorben ist? Bestimmt nicht.

Sicher, wenn man wirklich und bewusst verletzt wurde, dann kann man schon an der Welt verzweifeln. Dann wünscht man dieser Person vielleicht das Schlimmste. Dann leidet man wie verrückt. Aber das alles geht vorbei, und am Ende bleibt von den bitteren Gefühlen kaum etwas, sondern nur die Erinnerung an Liebe und Schmerz und Erfahrungen, die einem im Leben weiterhelfen.

Dass du all das schon mit 14 so intensiv empfinden kannst, macht dich wirklich reich. Sicher, wir "Erwachsenen" sehen auch, dass du dich bestimmt in viele Gefühle hineinsteigerst. Na und wenn schon. Denkst du, ein 35Jähriger oder eine 60Jährige steigern sich nicht in Gefühle hinein? Natürlich tickt man mit 14 anders, und es fehlt einfach noch viel Lebenserfahrung. Das macht aber für dich persönlich überhaupt nichts. Empfinde, liebe, leide und mach alle möglichen Verrücktheiten - das ist was tolles! Daran ist nichts "krank". Krank wäre das Gegenteil: nichts zu empfinden.

Deine Unsicherheiten sind auch völlig normal. Jeder Mensch hat Angst vor Zurückweisung. Was denkst du, in wie viele Jungs und Männer ich verliebt war, die bis heute nichts davon wissen. Eigentlich schade. Aber das muss nun jeder selber wissen, ob er sowas sagt oder nicht. Wenn du dich nicht traust, dann traust du dich nicht. Fertig. Ich hab mich auch oft nicht getraut. Aber wenn du dich traust, dann tu es! Und glaub mir eins: als Mädchen oder Frau fühlt man sich sehr geschmeichelt, wenn ein Junge oder ein Mann sagt, dass er in sie verliebt sei. Auch wenn man gar nichts für diesen Mann empfindet. Natürlich ist das ein bisschen blöd, man weiß dann nicht so recht, wie man mit dem anderen umgehen soll. Na und? Das ist das Leben! Du tust bestimmt niemandem weh, wenn du ihr sagst, dass du in sie verliebt bist. Und vielleicht mag sie dich ja auch!

Mach dir nicht so viele Gedanken, sondern genieße, dass du ein gesunder junger Mensch mit einer großen Emotionalität bist.

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8. Oktober 2008 um 13:46
In Antwort auf britta_12100163

Du bist nicht krank, sondern beneidenswert!
Das meine ich ganz ernst. jemand, der mit 14 schon in der Lage ist, so tief zu empfinden und sich ganz in schöne (oder auch unschöne) Gefühle hineinzugeben, hat in jedem Fall nur wenig an sich, das man bedauern müsste.

Sicher, es ist immer einfacher, Gefühle erst gar nicht zuzulassen, weil man dann auch nicht verletzt werden kann. Es gibt Leute, die sagen: Ich hätte gerne einen Hund. ich kaufe mir aber keinen, weil er ja doch nur ein paar Jahre lebt, dann stirbt und ich total traurig bin. Es gibt sogar Leute, die sagen: Ich will mich nicht verlieben, ich habe Angst, dass man mir weh tut. Oder: Ich will nicht heiraten, man lässt sich ja doch wieder scheiden.

Vielleicht fällt dir auf, wie unsinnig das alles aussieht, wenn man es so aufgeschrieben da stehen hat. Es kommt im Leben nicht darauf an, dass man mit möglichst wenig Blessuren durchrutscht. Die Liebe und der Schmerz sind es erst, die unser Leben lebenswert machen. Jeder, der schonmal Liebeskummer hatte, weiß zwar, wie grausam der ist. Oder jeder, der einen geliebten Menschen durch den Tod verloren hat. Aber hast du schonmal jemanden sagen hören: Ich wünschte, ich hätte meine Oma gar nicht gekannt, dann müsste ich jetzt nicht weinen, weil sie gestorben ist? Bestimmt nicht.

Sicher, wenn man wirklich und bewusst verletzt wurde, dann kann man schon an der Welt verzweifeln. Dann wünscht man dieser Person vielleicht das Schlimmste. Dann leidet man wie verrückt. Aber das alles geht vorbei, und am Ende bleibt von den bitteren Gefühlen kaum etwas, sondern nur die Erinnerung an Liebe und Schmerz und Erfahrungen, die einem im Leben weiterhelfen.

Dass du all das schon mit 14 so intensiv empfinden kannst, macht dich wirklich reich. Sicher, wir "Erwachsenen" sehen auch, dass du dich bestimmt in viele Gefühle hineinsteigerst. Na und wenn schon. Denkst du, ein 35Jähriger oder eine 60Jährige steigern sich nicht in Gefühle hinein? Natürlich tickt man mit 14 anders, und es fehlt einfach noch viel Lebenserfahrung. Das macht aber für dich persönlich überhaupt nichts. Empfinde, liebe, leide und mach alle möglichen Verrücktheiten - das ist was tolles! Daran ist nichts "krank". Krank wäre das Gegenteil: nichts zu empfinden.

Deine Unsicherheiten sind auch völlig normal. Jeder Mensch hat Angst vor Zurückweisung. Was denkst du, in wie viele Jungs und Männer ich verliebt war, die bis heute nichts davon wissen. Eigentlich schade. Aber das muss nun jeder selber wissen, ob er sowas sagt oder nicht. Wenn du dich nicht traust, dann traust du dich nicht. Fertig. Ich hab mich auch oft nicht getraut. Aber wenn du dich traust, dann tu es! Und glaub mir eins: als Mädchen oder Frau fühlt man sich sehr geschmeichelt, wenn ein Junge oder ein Mann sagt, dass er in sie verliebt sei. Auch wenn man gar nichts für diesen Mann empfindet. Natürlich ist das ein bisschen blöd, man weiß dann nicht so recht, wie man mit dem anderen umgehen soll. Na und? Das ist das Leben! Du tust bestimmt niemandem weh, wenn du ihr sagst, dass du in sie verliebt bist. Und vielleicht mag sie dich ja auch!

Mach dir nicht so viele Gedanken, sondern genieße, dass du ein gesunder junger Mensch mit einer großen Emotionalität bist.

Danke...
...für deine, wirklich erbauenden worte, aber das problem ist, dass wir in einer wirklich äusserst "kalten" welt leben, in der alle leute dieses selbstschutzmechanismus haben: Ich hätte gerne einen Hund. ich kaufe mir aber keinen, weil er ja doch nur ein paar Jahre lebt, dann stirbt und ich total traurig bin. Ich will mich nicht verlieben, ich habe Angst, dass man mir weh tut. Oder: Ich will nicht heiraten, man lässt sich ja doch wieder scheiden.
und so weiter...
und weil das so weit verbreitet ist fühle ich mich...ich würde sagen primitiv... weil ich diesen selbstschutz nicht habe...so empfinde ich einfach gar nicht...es ist übrigens gut, dass du das erwähnst: das buch, das ich vor kurzem las erzählt viel über diese art des selbstschutzes und ich habe mich gewundert, wie unecht diese ist...wenn du jetzt aber beispiele aus dem alltag nennst merke ich, dass das eine verbreitete art des versteckens ich, die ich nicht habe...
andererseits war es wiederum schlecht: ich merke, wie diese erkenntniss mein selbstbewusstsein noch mehr pusht -.-
naja egal: danke jedenfalls für deine worte

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