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Gedanken an Ex nach 4 Jahren neuer Beziehung

3. April 2018 um 12:21 Letzte Antwort: 3. April 2018 um 13:08

(vorsicht dies ist ausversehen ein sehr langer Post geworden!)

Hallo erstmal
Ich habe seit einiger Zeit ein Problem, weshalb ich mich gerade auch schon in einigen Foren als Mitleserin aufgehalten habe aber leider nie einen Beitrag gefunden habe, der mein Thema direkt anspricht. Leider habe ich auch im realen Leben keine Person mit der ich dieses unparteiisch besprechen könnte, darum bin ich gespannt auf eure Beiträge als Außenstehende

Seit mehreren Wochen bin ich (29) mir in meiner jetztigen Beziehung nicht mehr sicher. Ich muss ständig an meinen Exfreund (A.) denken und daran wie mein Leben wohl mit ihm anstatt mit meinem jetzigen Freund (B.) aussehen würde. Ich stelle mir auch vor wie A. in dieser oder jener Situation reagiert hätte und wie wir unsere Freizeit etc. gestalten würden. Ich mag meinen B. sehr gerne und ich war am Anfang unserer Beziehung auch sehr verliebt und hänge total an ihm, aber diese Gedanken sind ziemlich nervig und störend wie ihr euch sicher vorstellen könnt.... Beide wohnen nicht weit voneinander entfernt, ich wohne allerdings 300 km entfernt. Mit beiden ist eine Fernbeziehung angesagt. Die beiden sind komplett unterschiedlich. Auch ihre Lebensweißen. Ich möchte versuchen die beiden mal vorzustellen, vielleicht kann jemand seine Meinung zu der Situation schreiben. Vielen Dank schon mal fürs lesen <3 <3

A.
Beziehungsdauer: 2 Jahre;
Wie zusammengekommen: Er hat mich auf einer Studentenparty einfach geküsst, ich habe davor noch nie einen halb fremden geküsst und war natürlich hin und weg...  

Alter: 7 Jahre älter als ich

Bildung und Arbeit: Forstwirt + gleiches Studium wie ich, wärend unserer Beziehung Auftragsarbeiten als Forstwirt und Holzskulpturen anfertigen, jetzt fischereirechtlich Selbstständig und behördlicher Halbtagesjob.

Wohnsituation: wärend unserer Beziehung bei seiner Mutter+Schwester, jetzt im "eigenen" Mietshaus, immer auf dem Dorf. Ich habe in einer Stadt 15 km entfernt in einer WG gewohnt.

Freunde: gemeinsame Studienfreunde, seine Dorfkumpels (Fußball etc.) 

Charakter und Aussehen: für mich war er eine "coole Sau", männlich, witzig, ein bisschen Machohaft, arbeitet viel handwerklich, absolut kein Streber, bisschen Draufgänger, naturverbunden, verwurzelt in sein Dorf und seine Familie, war im Haushalt für die "männlichen" Dinge tätig, kocht aber gerne und gut, geputzt hat damals aber immer seine Schwester. Aussehen männlich, Schulter zum anlehnen, stark, aber treues hübsches Gesicht

Sex: ich kann mich gar nicht mehr richtig erinnern, war am Ende nicht mehr so viel. Ich fand ihn dann auch nicht mehr sexy. Allerdings sieht er auf aktuellen Bilder wieder sehr sexy aus finde ich

Beziehungssituation: Er nannte mich immer "seine Blume" und hätte mich wahrscheinlich auf Händen getragen, wenn er nicht ständig bekifft gewesen wäre. Wir waren in einer Zeit zusammen, in der er keinen festen Job hatte und ständig Verletzungen von seinen Arbeiten hatte. Er fing an sich hängen zu lassen und hat gegen Ende unserer Beziehung schon nach oder vor dem Mittagessen einen Joint geraucht. Da wir uns meist nur am Wochenende gesehen hatten, obwohl ich damals noch nur 15 km von im entfernt wohnte, fand ich das sehr verletzend und enttäuschend, da er dann zu nichts mehr zu gebrauchen war. Sprich er hat entweder gearbeitet oder gekifft. Das Kiffen ist mit jeder Verletztung mehr geworden. Ich fuhr anfangs immer Freitag nach der Arbeit zu ihm übers Wochenende. Unter der Woche hatte er meistens zu viel zu tun oder ich wollte lieber mit meiner WG zusammen sein. Er mochte die Stadt außerdem nicht. Als sich die Situation änderte (siehe B.) bin ich Freitag Abend noch in der Stadt geblieben zum feiern und dann Samstag mittag zu ihm gefahren. Er war dann meist noch am Arbeiten, emfing mich dann aber freudig und romantisch zB oft mit einem Geschenk. Abends wurde mit seiner Familie gegessen und dann schauten wir zu zweit Fernseh. Er kiffte und ich schlief irgendwann ein. Wir konnten nicht in einem Zimmer schlafen da er sehr laut schnarchte. Sonntags gab es mittagessen mit seiner Familie. Wenns schlecht lief saß er dann wieder kiffend vor seinem Fernseher oder musste noch was arbeiten. Wenns gut lief unternahmen wir etwas zusammen wie zB spazieren gehen. 

Gemeinsame Interessen: Natur

Gespräche: In meiner Erinnerung redete er eigentlich nur von Fischen oder Holz. Was mich irgendwann Null mehr interessierte. Da wir uns unter der Woche nicht sahen mussten wir telefonieren. In meiner Erinnerung wurde das irgendwann sehr anstrengend. Wir haben oder konnten auch nicht über unsere Beziehung sprechen. Er hat mir nie gesagt das er mich liebt. Bei Nachfragen kam auch nur gestotter. Irgendwann habe ich mich so vernachlässigt gefühlt (in einer schwierigen Lern- und Prüfungsphase), das ich rückfällig wurde und mich wie zu Teenie-Zeiten ritzte. Damit konnte er auch nicht umgehen. Er konnte überhaupt nicht über Gefühle reden, was mich teilweise wahnsinnig machte weil ich mit ihm nichtmal über irgendwelche alltäglichen Probleme reden konnte. 

Trennung: ich konnte mir mit ihm unter diesen Umständen keine Fernbeziehung vorstellen und wollte "ein neues Leben" in der neuen Stadt anfangen, in die ich wegen dem neuen Job ziehen musste. So wie ich ihn kannte hätte er mich in der neuen Stadt eher nie besucht und ich hätte immer zu ihm pendeln müssen. Wir (ich) habe vor dem Umzug Schluss gemacht.

B.
Beziehungsdauer: 4 Jahre; 
Wie zusammengekommen: Er ist in meine WG eingezogen und war von Anfang an sehr bemüht um mich. Irgendwann habe ich nachgegeben und die fehlende Nähe zu A. bei B. gesucht. Als ich in die neue Stadt ziehen musste ist er beim Umzug mitgefahren und ich habe ihn noch ein paar Mal besucht. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon gemeinsam Sex. Wir wollte es mit der Beziehung dann einfach mal ausprobieren

Alter: 3 Jahre jünger als ich

Bildung und Arbeit: Er studiert noch, und wird danach eine Arbeit finden, die wahrscheinlich nicht in meiner näheren Umgebung ist. Aber vllt. gibt es dann die möglichkeit das ich mich innerhalb von Bayern in seine Nähe versetzen lassen kann.

Wohnsituation: Er Wohnheim, ich Wohnung. Entferhnung 300 km. Wir versuchen uns so oft wie möglich gegenseitig zu besuchen.

Charakter und Aussehen: Ja, er ist so der Frauenversteher-Typ Viele weibliche Freundinnen, redet und philosophiert gerne, denkt viel über sich und äußere Umstände nach und wie er sein Verhalten darin verbessern kann, wird v.a. von älteren Frauen sehr gemocht und genießt das auch (auch wenn ich dabei bin), macht sich stets Sorgen das es einem gerade nicht gut gehen könnte (Standartfrage: "alles ok bei dir?", hat mich Anfangs echt tierisch genervt dieses ständige Gefrage). Hat eine Zeit lang viel meditiert und ist eigentlich offen für jede Art von Menschen und Arten wie diese Menschen leben. Außer die Art wie meine Mutter lebt. 
Ist sehr schmal gebaut, hübsches nachdenkliches Gesicht.
Sehr gewissenhaft in seinem Studium, allemöglichen Studiumsehrenämter (Fakultätsrat, Fachschaft, blabla) und nimmt diese sehr ernst. Ist oft eher nicht so der coole Typ sondern der der alles hinterfragt.

Sex: war und ist immer noch sehr gut

Beziehungssituation: Fernbeziehung. Wir reden zZ viel über unsere Beziehung und wie es damit weitergehen soll. Vorgestern sagte er er kann sich nicht vorstellen mit mit in 5 Jahren noch zusammen zu sein. Er weiß auch nicht ob er mit mir Kinder haben will. Leider weiß ich das auch alles nicht. Wenn wir einmal aufhören könnten über unsere Psyche zu sprechen und einfach zu leben(!) dann könnte ich es mir wahrscheinlich vorstellen. Leider benimmt und spricht er manchmal gegenüber fremden Leuten so seltsam, so als wüsste er schon alles und hat schon alles erlebt, was mich ziemlich nervt wenn ich dabei bin. Ich habe dann oft das Gefühl, Gespräche mit ihm sind nicht lustig, sondern gehen meist in die Tiefe, egal wie lange er die Person schon kennt. Frauen holen in seiner Gegenwart gerne mal irgendwelche vergrabenen Gefühle und Gedanken heraus. War ja bei mir nicht anders, als ich mit A. zusammen war und A. einfach überhaupt nicht über menschliche Dinge reden konnte. 
Wir telefonieren täglich miteinander, dabei hört er mir gut zu, und auch ich höre ihm zu, auch wenn ich von seinen Tagesthemen oft nicht alles verstehe, aber ich bin nie so total angenervt davon wie bei A. von seinen Fischen. Viel mehr nervt es mich, das er zwar jemand ist bei dem man sich ausquatschen kann, allerdings gibt er trotzdem keine "Schulter" zum anlehnen oder einen "Beschützer" ab, er erwartet von seiner/em Partner/in das diese/r ständig an sich selbst arbeitet und selbstständig bleibt.  
Er sagt mir sehr oft das er mich lieb hat, und ab und zu in besonderen Situationen hat er auch gesagt das er mich liebt. 

Gemeinsame Interessen: Spaziergänge, Reisen, Städte anschauen, einfach irgendwas zusammen tun, egal was.

Gespräche: Da unsere Beziehung quasi aus Gesprächen besteht, siehe oben Beziehungssituation. Ansonsten reden wir über WIRKLICH ALLES (!). Er weiß also auch, das ich nicht komplett über A. hinweg bin. Und ich weiß auch so einige Dinge über ihn, welche in anderen Beziehungen wahrscheinlich schon längst zum Aus geführt hätten.

Danke!
 

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3. April 2018 um 12:51

ja, wir telefonieren ab und zu und ich habe ihn im Sommer auch besucht. Ich glaube daraus das er immer noch so drauf ist wie damals, kifft aber weniger, da sein selbstständiges Geschäfft ja laufen muss. Aber natürlich: immer noch sehr viel Arbeit.

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3. April 2018 um 12:52

ja, wir telefonieren ab und zu mal und ich habe ihn im Sommer mal besucht.

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3. April 2018 um 12:56

du würdest dich also eher zu A zählen?  

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3. April 2018 um 13:08

Sehr gut! Ich meinte wegen Älterer Mann - Jüngere Frau. Kein Bürschchen und so.

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