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Furchtbare ehekrise

24. Juni 2014 um 23:43

seit letztem jahr ist nichts mehr wie es war. es war eine lange krise zwischen mir und meinem mann aber ich dachte immer, wir schaffen das irgendwie. naja, leicht hatte er es mit mir nicht. ich war einige monate furchtbar launisch und kalt. habe ihn angeschrien und keine nähe zugelassen. war auch oft gemein und immer am meckern. ich weiß selbst nicht was mit mir los war, ich war so unglücklich und gestresst. alles war irgendwie so festgefahren und alltäglich. mein mann hat versucht mir alles recht zu machen und mir einiges abzunehmen im alltag, aber irgendwie hat mich das noch mehr genervt. es war furchtbar, ich bin an meiner eigenen art verzweifelt und konnte trotzdem nicht anders. außerdem fühlte ich mich in dieser zeit auch zu einem anderen mann hingezogen. blieb aber treu. es hat ihn sehr verletzt. mehr als ich selbst dachte. er ist ein sehr zurückhaltender mensch. der viel in sich hineinfrisst. irgendwie hätte ich mir gewünscht, er hätte mal richtig auf den tisch gehauen und mir die meinung gesagt. aber so ist er eben nicht. irgendwann wurde es dann besser. ich fand wieder zu ihm zurück und entschuldigte mich und stellte ihn vor die wahl, ob er mich noch ertragen könnte fragte ich ihn. er wollte die ehe weiterführen und hoffte es würde nun wieder besser. aber, was er nicht sagte, er zweifelte seitdem sehr an meiner liebe.
leider blieb der alltag mit seinen problemen und ich kritisierte weiter viel an ihm herum und meckerte oft. anfang oktober kam dann, vielleicht meine strafe. ich erfuhr durch einen anruf, dass mein mann wochenlang eine affäre auf der arbeit hatte.
seitdem lebe ich irgendwie in einem albtraum. ich fühle mich so zerrissen und unglaublich traurig. sexuell gedemütigt, denn er schlief während der affäre zweimal mit mir. irgendwann davor und danach mit ihr. schnelle nummern in den pausen. jeden tag hatten sie sich gesehen. und ich habe nichts, gar nichts gemerkt. der schock hat mich völlig umgehauen. ich bin zusammengebrochen. musste tagelang immer wieder würgen und habe stundenlang geweint. haarausfall und kreislaufprobleme kamen dazu. in den nächten zitterte ich am ganzen körper und weinte im schlaf. morgens weinte ich gleich wieder. es ging wochenlang so weiter. es dauerte eine gefühlte ewigkeit bis es ganz langsam besser wurde. aber noch heute tut es tag für tag weh. obwohl die affäre seitdem vorbei ist und mein mann alles tut um mir zu helfen und mir zu zeigen, dass er kämpfen will und mir alle erdenkliche sicherheit zugesteht.
hat jemand ähnliches erlebt? wir versuchen unsere ehe zu retten und wollen zusammen bleiben, aber es ist unglaublich schwer und schmerzhaft. ob es wohl irgendwann leichter und wieder glücklicher wird?

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27. Juni 2014 um 13:51

Danke für die sehr vernünftigen und durchdachten antworten!
also, ja, ich bin mir sehr sicher das ich ihn noch liebe! und gerade deshalb macht mir die affäre so angst und tut so weh.. immer noch.. es ist ein auf und ab zwischen uns. es gibt stunden oder tage, an denen wir uns wieder ganz nah stehen und auch viel reden und uns vieles klar wird. auf beiden seiten. wir sind uns beide bewusst,dass beide fehler gemacht haben. gestehen sie uns auch zu und ein. unser beider selbstbewusstsein hat an uns sehr gelitten.das macht wohl viel aus.mein mann hat mir erklärt, dass es ihm nicht um den sex oder den körper der anderen ging, sondern um das gefühl von anerkennung und lachen, reden und einfach mal weg sein vom ärger mit mir.. trotzdem hat er mich noch geliebt und begehrt. ein satz fällt von ihm immer wieder: ich wollte das alles doch eigentlich von dir...
das gibt mir sehr zu denken.. was haltet ihr davon?
ich möchte noch vieles besser machen an ihm und ihm endlich richtig zeigen, was er mir bedeutet und das er auch viele wundervolle eigenschaften besitzt.. z. b. immerwährende hilfsbereitschaft, verständnis, mitgefühl, geduld, kraftgebend, liebevoll, humorvoll...
er hat mir gesagt, dass er es jeden tag bereut und es ihn auffrisst mich so traurig zu sehen. außerdem vermisst er meinen körper und unseren sex.
ich kann noch nicht auf ihn zugehen, wie ich es gern würde, aber ich vermisse ihn auch an mir..
er nimmt mich oft in den arm und küsst mich.weint über all das was geschehen ist.er hat mir damals auch aus meinen starken depressionen geholfen..
mir ist soviel bewusst geworden nachdem ich den schock überwunden hatte, nur der schmerz und die angst machen es oft noch so unsagbar schwer.
er findet an mir wärme, trost, kraft, ruhe, schönheit und humor, gemeinsamkeiten. das hat er mal gesagt.
neulich, ging es ihm abends sehr schlecht, er war sehr aufgeregt und konnte keine ruhe finden, da setzte ich mich zu ihm und legte meine hand auf seinen kopf. kurz darauf schlief er ein.. er sagte am nächsten tag, es hätte ihn beruhigt..

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