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Forum / Liebe & Beziehung

Führerscheinentzug und Belastung für die Ehe

Letzte Nachricht: 28. Juli 2012 um 18:00
A
an0N_1191404499z
27.07.12 um 9:04

Hallo,

ich bin schon eine lange "stille" Leserin und habe bisher immer irgendwie passende Beiträge gefunden die mir helfen konnten. Kompliment an euer tolles Forum

Nun habe ich/wir allerdings ein Problem oder eher Bedenken zu dem ich nichts passendes gefunden habe. Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps oder ähnlich geben,

Zu unserem Problem:

Mein Mann hatte gestern einen Verkehrunfall. Er war nicht schuld, ihm ist seitlich jemand ins Auto gefahren. Das wichtigste ist, es ist niemanden etwas passiert, nur Blechschaden.
Da mein Mann allerdings leider, leider vorbelastet ist was Alkohol im Straßenverkehr angeht (2005 und 2006 Führerscheinentzug wegen Alkohol am Steuer ohne Gefährdung)
wurde natürlich sofort der Alkomat gezückt.
Dieser ergab einen Wert von 1,1 Promille. MANN ich hätte meinen Mann zum Mond schiessen können! Es war 13,00 Uhr am Mittag!!!!!!
Ich habe meine Wut runter geschluckt weil ich seine Angst gesehen habe.

Er wurde dann zur Blutentnahme geschafft und der Führerschein wurde sofort einbehalten.
Der nette Polizist klärte uns noch auf was jetzt alles auf uns zukommt. Und das ist eine Menge!!!
- 2 Monatsgehälter Strafe
- ca. 15 Monate ohen Führerschein
- und mal wieder ein Idiotentest.
und natürlich Kosten!

Da ich auf keinen Fall möchte das mein mann seine Arbeit verliert (unbefristet angestellt mit sehr gutem Gehalt und er ist glücklich auf seiner Arbeit und hat sich dort hoch gearbeitet)
wird es wohl nun so sein das ich meinen restlichen Erziehungsurlaub damit verbringen werde ihn jeden Tag zur Arbeit zufahren und auch wieder abzuholen (30km eine Strecke). Das ganze bei Früh und Spätschichten.

Mein Mann ist total am boden. Er redet die ganze Zeit nur was von "wir schaffen das nicht" und "ich suche mir eine Brücke..." und all so ein Scheiss!
Ich rede seit gestern mit Engelszungen auf ihn ein, aber nichts hilft.

Ich bin jetzt auch endlich mal bestimmend in unserer Ehe geworden und habe Alkohol auf unserer Wohnung verbannt! Seine Begeisterung hielt sich in Grenzen...

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte meinen Mann nichts vorschreiben, aber wir haben zwei kleine Kinder und für die beiden müssen wir da sein und Vorbilder sein.

Ich weiß nicht direkt was ich euch dazu Fragen soll, ich habe einfach nur Angst! Angst vor dem was jetzt kommt und vor der Zeit in der er keinen Führerschein hat!
2006 (3 Monate ohne FS) waren so schlimm.

Ich hoffe nur das wir das durch halten und zusammen schaffen. Unsere Ehe war bis voriges Jahr in einer ziemlich heftigen Krise, aber ich möchte und werde ihn damit jetzt nicht alleine lassen!

Ich habe einfach nur Angst.

... sorry fürs ausheulen

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A
an0N_1282359699z
27.07.12 um 9:13

Hi
das ist eine blöde Sache. Kann gut verstehen, dass es Dir schlecht geht. Ich denke aber, Du solltest nicht mit Engelszungen auf Deinen Mann einreden, sondern Klartext sprechen! Ich befürchte, er MUSS einen Entzug machen, bevor irgendwann Schlimmeres passiert.
Sorry, 1,1 Promille bereits mittags? Das ist nicht normal. Vor allem, da er ein Wiederholungstäter ist. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber: Selber schuld! Dein Mann muss lernen, Eigenverantwortung zu übernehmen. Warum musst Du ihn eigentlich fahren? Gibts keine Busverbindung?
Soll er doch mit öffentlich Verkehrsmitteln fahren. Du lässt ihn deswegen nicht allein mit der Sache, aber ich denke, Du tust euch und vor allem ihm überhaupt keinen Gefallen, wenn Du ihn bei dieser Sache (die er verbockt hat) zuviel hilfst! Das macht es nur noch schlimmer.
Wie gesagt, ich denke, er muss einen Entzug machen und am eigenen Leib spüren, was er verbockt hat. Dann lernt er draus und das wär für ihn die größte Hilfe!
viele grüße

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J
jaana_11887320
27.07.12 um 9:41

Mittags 1,1 promille???
...ich bin entsetzt! ihr habe selbst 2 kleine kinder und dein mann setzt sich mit diesem alk-gehalt ans steuer...nach dem er eh schon vorbelastet ist??? wie kann man so dumm und blöd sein und das alles riskieren...ich fasse es nicht!

eigentlich ist die strafe noch zu milde....dein mann sollte dringend einen entzug machen, da er wohl definitiv ein großes problem mit dem alkohol hat!

schade nur wieder, dass am ende kinder darunter leiden! tja, da müsst ihr wohl nun durch! mit deinem mann habe ich kein mitleid...aber mit deinen kindern....und deine angst kann ich verstehen.

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J
jaana_11887320
27.07.12 um 10:05

Ähm...
...strafe muss sein! sorry, aber das ist kein kavaliersdelikt mehr!!! stell dir vor, ihm wäre mittags ein kind ins auto gelaufen? und ob er wirklich sooo unschuldig ist an dem unfall, wird sicher bei dem alk-gehalt noch geklärt.

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A
an0N_1191404499z
27.07.12 um 10:24

Danke für eure Antworten
an die Möglichkeit der Bus- und bahnverbindungen haben wir auch bereits gedacht.
Durch die Schichten die mein Mann arbeiten muss und unsere eher ländliche Gegend hier macht es leider unmöglich die öffentli. Verkehrmittel zu nutzen. Der erste Bus fährt eine halbe stunde nach seinem arbeitsbeginn und der letzte eine stunde vor seinem feierabend nachts.

Und da die Firma dirket an der Autobahn liegt müsste er erstmal durch die stadt, also noch mal 15 km mehr.

Er will sich jetzt um eine Mitfahrgelegenheit kümmern.

Ihr könnt mir glauben das ich meinen Mann gerade auf den Mond schiessen könnte!
Und ja er wird eine teilschuld an dem unfall bekommen, ohne Alkohol wäre die Schuldfrage ohne bedenken sofort geklärt gewesen.

Ich könnte meinem Mánn den "hals" umdrehen dafür das er seiner Familie das jetzt wieder an tut!

Und ja ihr habt recht, wir werden jetzt ein Problem nach den anderen angehen und dann schauen.

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A
afra_11971558
27.07.12 um 11:29

Äh...
...ich würde auch meinen, dass die Sache mit dem Führerschein die kleinere Krise ist (lästig, ok... aber gut, wird machbar sein)
Das viel größere Problem ist doch sein doch sehr leichtfertiger Umgang mit Alkohol... am Steuer! Mittags bereits 1,1 Promille..?! Aber hallo... DARAN gilts viel mehr zu arbeiten! Also ich würd mich schon mal fragen, was treibt meinen Mann dazu sich bereits mittags so volllaufen zu lassen

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A
afra_11971558
27.07.12 um 12:03

...
ok, als ziemlicher Antialkoholiker kann ich da nicht so mitreden, aber gut... kann sein, dass es kein volllaufen lassen war
Trotzdem: Ihm wurde bereits 2 mal der Führerschein wegen Alkohol am Steuer entzogen! Punkt! Da kann mir keiner erzählen, dass das irgendwie vertretbar ist und man die Kirche im Dorf lassen sollte... Firlefanz... klaaar

ps: und nein, ich habe keine unverarbeiteten Erfahrungen auf diesem Gebiet!

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U
umminti
27.07.12 um 14:32


volle Zustimmung meinerseits!

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py158
py158
28.07.12 um 17:34

Der Führerschein
scheint für viele Menschen das wichtigste Dokument von allen zu sein. Sozusagen die Lebensberechtigung zur Teilnahme am modernen Zeitalter.

Dein Mann hat ein ganz gravierendes Alkoholproblem und da ist die Tatsache, dass sie ihm endlich den Lappen weggenommen haben, noch das kleinste Problem. Ich tendiere eher zur Meinung, es ist ein Segen. Wer mittags bereits über ein Promille intus hat und seinen ach so geliebten Führerschein alkoholbedingt bereits zweimal hinterlegen musste, egal ob mit oder ohne Gefährdung, darf mit Fug und Recht als Gewohnheitssäufer betrachtet werden, der nun wirklich nicht hinters Steuer gehört. Mach ihm das ruhig mal klar. Offenbar hast du ja das Glück, dass er nicht zusätzlich noch aggressiv wird, wenn er gesoffen hat, sonst müsstest du ihn eh erschlagen oder dich von ihm trennen.

Falls er einen Entzug macht und sich dafür entscheidet, in Zukunft trocken zu leben, kann man es vielleicht nochmal vertreten, ihm den Lappen zu geben. Falls nicht, hat er am Steuer eines Autos nix verloren. Ach ja, und nochwas: du bist übrigens Co-Abhängige. Lass dich aufklären.

Diese Auskunft war gebührenfrei.

Freundliche Grüße,
Christoph

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M
melany_11934637
28.07.12 um 18:00
In Antwort auf py158

Der Führerschein
scheint für viele Menschen das wichtigste Dokument von allen zu sein. Sozusagen die Lebensberechtigung zur Teilnahme am modernen Zeitalter.

Dein Mann hat ein ganz gravierendes Alkoholproblem und da ist die Tatsache, dass sie ihm endlich den Lappen weggenommen haben, noch das kleinste Problem. Ich tendiere eher zur Meinung, es ist ein Segen. Wer mittags bereits über ein Promille intus hat und seinen ach so geliebten Führerschein alkoholbedingt bereits zweimal hinterlegen musste, egal ob mit oder ohne Gefährdung, darf mit Fug und Recht als Gewohnheitssäufer betrachtet werden, der nun wirklich nicht hinters Steuer gehört. Mach ihm das ruhig mal klar. Offenbar hast du ja das Glück, dass er nicht zusätzlich noch aggressiv wird, wenn er gesoffen hat, sonst müsstest du ihn eh erschlagen oder dich von ihm trennen.

Falls er einen Entzug macht und sich dafür entscheidet, in Zukunft trocken zu leben, kann man es vielleicht nochmal vertreten, ihm den Lappen zu geben. Falls nicht, hat er am Steuer eines Autos nix verloren. Ach ja, und nochwas: du bist übrigens Co-Abhängige. Lass dich aufklären.

Diese Auskunft war gebührenfrei.

Freundliche Grüße,
Christoph

Zustimm
und ich hoffe das er auf der Arbeit nicht mit irgendwelchen Maschinen arbeitet,super Gefährlich.
Liebe Te,ich weiß das es bei vielen Firmen Berater gibt,dort kann man auch über ein Alkoholproblem reden,die haben dort die gleiche Schweigepflicht,wie ein Arzt,vielleicht kannst du deinen Mann dazu überreden.
Dann könnte er doch auch auf der Arbeit fragen ob er bei einem Arbeitskollegen mit fahren kann mit Beteiligung der spritkosten.

Du solltest auch eine Beratungsstelle auf suchen und dich aufklären lassen.

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