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Forum / Liebe & Beziehung

Fühle mich von meinem Partner nicht respektiert

Letzte Nachricht: 22. Dezember 2022 um 14:18
K
kathi0577
18.12.22 um 14:04

Liebes Forum,
ich möchte mir hier mal Meinungen einholen, ob ich übertreibe oder meine Bedenken doch rational sind!

Mir ist seit einiger Zeit aufgefallen, dass mein Freund sich mir gegenüber in letzter Zeit äußerst wenig kompromissbereit verhält, bzw. wenn wir diskutieren, möchte er immer das letzte Wort haben. Dies war jedoch nicht immer so.

Um konkrete Beispiele zu nennen: Wie so viele Paare necken wir uns immer wieder in unserer Beziehung. Ich finde, sowas kann auch ganz schön sein und schweißt ein Paar irgendwo auch zusammen. Hin und wieder tätigt er jedoch Aussagen, bewusst auf meine Schwächen oder Unsicherheiten abgezielt, die mir manchmal etwas zu weit gehen. Wenn ich ihm dann sage, dass mir das jetzt ein bisschen zuviel war und ich das nicht so toll finde, reagiert er sofort extrem defensiv, und meint dann immer, dass das mein Problem sei wenn mich solche Kleinigkeiten schon "triggern". Dafür könne er nichts und das ist etwas, woran ich arbeiten müsse. 

Ich finde sowas eigentlich nicht sehr schön. Ich bin jemand der doch recht guteinstecken kann, aber wie jeder Mensch habe auch ich meine Unsicherheiten und finde es nicht nett, wenn dann genau darüber Witze gemacht werden. Wenn ich ihm zB sage, wenn mir was zuweit geht, versuche ich bewusst, nicht beleidigt zu sein sondern ihm das in einem möglichst neutralen Ton zu vermitteln. Mir würde als Antwort reichen:" Ok sorry kommt nicht wieder vor". Dann wäre die Sache für mich auch erledigt
Ich necke ihn ja auch. Er ist aber zB gerade sehr unsicher, da er extrem an Muskelmasse abgenommen hat, weil er nicht mehr ins Fitnessstudio geht. Ich würde nie auf die Idee kommen, ihn deshalb zu veräppeln, selbst wenn es nur spaßhalber ist.

Ein anderes Beispiel ist- er ist insofern sehr traditionell, dahingehend dass er meint, es gäbe extreme Unterschiede zwischen Mann und Frau. Er meint zB, dass seiner Meinung nach Frauen nicht bei der Polizei arbeiten sollten, weil die ja körperlich zu schwach wären um andere Leute zu verteidigen. Da kann man mit ihm diskutieren was man will, er hat da seine standfeste Meinung zu.

Jetzt waren wir zB einkaufen, und er hat die ganze Zeit meine schwere Einkaufstasche getragen. Irgendwann wollte ich sie ihm dann abnehmen mit den Worten "damit das ja auch ein bisschen ausgeglichen ist zwischen uns", seine Antwort darauf war:" Zwischen uns wird es nie ausgeglichen sein, ich bin ein Mann und du bist eine Frau, wieso willst du das nicht verstehen" und war dann gleich wieder am rummotzen. Ich verstehs halt nicht das so eine kleine Aussage sofort wieder eine Grundsatzdiskussion starten muss. Letztens hat er auch mal zu mir gesagt, dass er als "Familienoberhaupt" (wir sind ein junges Paar ohne Kinder) nunmal das letzte Wort habe, ich habe natürlich immer Mitspracherecht, aber er hätte IMMER das letzte Wort. Daraufhin ist dann auch ein Streit entstanden, weil ich diese Aussage sehr daneben fand. Habe ihm dann auch erklärt, dass wir ein Paar und somit ein Team sind, und Entscheidungen meiner Meinung nach immer gemeinsam zu treffen sind. Er weicht da aber 0 ab von seiner Meinung.

Ich weiß nicht, ob ich übertreibe- versteht ihr was ich meine?
Es kommt jedoch schon öfters vor und wenn ich dann mal etwas dazu sage dann schiebt er das quasi immer zurück zu mir, denn ich sei ja selber Schuld wenn ich so unsicher bin. 

Bin gespannt auf die Meinung anderer, danke im Voraus!

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K
kassandra80
18.12.22 um 16:59

Hallo Kathi

Du schreibst, dass Dein Freund sich nicht immer so verhalten hat. Wann hat sich das denn geändert und wie lange seid ihr jetzt zusammen? In den ersten Monaten zeigen sich die meisten Menschen ja von der besten Seite bzw. man neigt anfangs selbst dazu bestimmte Verhaltensweisen zu ignorieren oder sich schönzureden. Kennt man ja als sog. "rosa Brille".  

Ich kann nicht klar herauslesen, ob Du Deinem Freund klar und konkret gesagt hast, dass Du sein Verhalten respektlos findest und Du nicht so mit Dir umspringen lässt. Deine Aussagen mit "bisschen zuviel" und "finde ich nicht so toll" klingen für mich recht defensiv. Du musst Dich nicht dafür rechtfertigen dass Du Grenzen hast und möchtest, dass diese eingehalten werden, denn das ist völlig normal. Wenn Du aber zulässt, dass diese überschritten werden und nicht klar dazu stehst, dann musst Du Dich nicht wundern wenn jemand ständig darüber trampelt. Du musst Dir selbst klar werden wo Deine Grenzen liegen und wenn diese überschritten werden solltest Du auch wissen wie Du darauf reagierst. Das kann Dir keiner abnehmen. Nehmen wir mal an Deine Vermutung stimmt und Dein Partner weiss ganz genau wo Deine Grenzen liegen und ignoriert das regelhaft. Ich würde Dir raten Dich zu hinterfragen, welche Konsequenz Du daraus ziehen bzw. wie Du damit dann umgehen würdest. Und das dann auch um Deiner selbst willen durchzuziehen. 

Allerdings denke ich, dass das nur ein Teil des Problems ist. Es wird Dir nicht viel helfen, wenn ich Dir sage dass ich keinen Partner möchte, der über mich bestimmt weil er sich als "Familienoberhaupt" sieht. Für mich wäre das eigentlich alles was ich von ihm wissen müsste um zu entscheiden, dass wir nicht zusammenpassen. Du findest so eine Aussage daneben, aber das ist mit grosser Wahrscheinlichkeit seine Grundeinstellung und die wird er nicht durch eine Diskussion einfach verändern. Bist Du denn der Meinung ihr passt zusammen? 

Dein Freund hat Dir ganz viele Informationen gegeben die seine Grundeinstellung offen legen und in welcher Position Du Dich in Eurer Beziehung befindest. Du bist aus freien Stücken mit ihm zusammen und hast die Wahl ob Du Dich unterordnen kannst und möchtest oder nicht. Ob Liebe allein für Dich ausreicht musst Du selbst wissen. Ich persönlich bin der Meinung, dass zu einer Beziehung noch viel mehr gehört. Aber das legt jeder für sich selbst fest. 



 

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I
ich2022
18.12.22 um 17:18
In Antwort auf kathi0577

Liebes Forum,
ich möchte mir hier mal Meinungen einholen, ob ich übertreibe oder meine Bedenken doch rational sind!

Mir ist seit einiger Zeit aufgefallen, dass mein Freund sich mir gegenüber in letzter Zeit äußerst wenig kompromissbereit verhält, bzw. wenn wir diskutieren, möchte er immer das letzte Wort haben. Dies war jedoch nicht immer so.

Um konkrete Beispiele zu nennen: Wie so viele Paare necken wir uns immer wieder in unserer Beziehung. Ich finde, sowas kann auch ganz schön sein und schweißt ein Paar irgendwo auch zusammen. Hin und wieder tätigt er jedoch Aussagen, bewusst auf meine Schwächen oder Unsicherheiten abgezielt, die mir manchmal etwas zu weit gehen. Wenn ich ihm dann sage, dass mir das jetzt ein bisschen zuviel war und ich das nicht so toll finde, reagiert er sofort extrem defensiv, und meint dann immer, dass das mein Problem sei wenn mich solche Kleinigkeiten schon "triggern". Dafür könne er nichts und das ist etwas, woran ich arbeiten müsse. 

Ich finde sowas eigentlich nicht sehr schön. Ich bin jemand der doch recht guteinstecken kann, aber wie jeder Mensch habe auch ich meine Unsicherheiten und finde es nicht nett, wenn dann genau darüber Witze gemacht werden. Wenn ich ihm zB sage, wenn mir was zuweit geht, versuche ich bewusst, nicht beleidigt zu sein sondern ihm das in einem möglichst neutralen Ton zu vermitteln. Mir würde als Antwort reichen:" Ok sorry kommt nicht wieder vor". Dann wäre die Sache für mich auch erledigt
Ich necke ihn ja auch. Er ist aber zB gerade sehr unsicher, da er extrem an Muskelmasse abgenommen hat, weil er nicht mehr ins Fitnessstudio geht. Ich würde nie auf die Idee kommen, ihn deshalb zu veräppeln, selbst wenn es nur spaßhalber ist.

Ein anderes Beispiel ist- er ist insofern sehr traditionell, dahingehend dass er meint, es gäbe extreme Unterschiede zwischen Mann und Frau. Er meint zB, dass seiner Meinung nach Frauen nicht bei der Polizei arbeiten sollten, weil die ja körperlich zu schwach wären um andere Leute zu verteidigen. Da kann man mit ihm diskutieren was man will, er hat da seine standfeste Meinung zu.

Jetzt waren wir zB einkaufen, und er hat die ganze Zeit meine schwere Einkaufstasche getragen. Irgendwann wollte ich sie ihm dann abnehmen mit den Worten "damit das ja auch ein bisschen ausgeglichen ist zwischen uns", seine Antwort darauf war:" Zwischen uns wird es nie ausgeglichen sein, ich bin ein Mann und du bist eine Frau, wieso willst du das nicht verstehen" und war dann gleich wieder am rummotzen. Ich verstehs halt nicht das so eine kleine Aussage sofort wieder eine Grundsatzdiskussion starten muss. Letztens hat er auch mal zu mir gesagt, dass er als "Familienoberhaupt" (wir sind ein junges Paar ohne Kinder) nunmal das letzte Wort habe, ich habe natürlich immer Mitspracherecht, aber er hätte IMMER das letzte Wort. Daraufhin ist dann auch ein Streit entstanden, weil ich diese Aussage sehr daneben fand. Habe ihm dann auch erklärt, dass wir ein Paar und somit ein Team sind, und Entscheidungen meiner Meinung nach immer gemeinsam zu treffen sind. Er weicht da aber 0 ab von seiner Meinung.

Ich weiß nicht, ob ich übertreibe- versteht ihr was ich meine?
Es kommt jedoch schon öfters vor und wenn ich dann mal etwas dazu sage dann schiebt er das quasi immer zurück zu mir, denn ich sei ja selber Schuld wenn ich so unsicher bin. 

Bin gespannt auf die Meinung anderer, danke im Voraus!

und wie jeder Mensch hat Dein Partner auch seine Unsicherheiten.

Kann es sein dein, dass du ihm zu stark erscheinst und er sich im Rollenverhalten an eurem Freundes,- bzw Bekanntenkteis orientiert?
Oder einfach ein Zurücklehnen dessen, was ihm von seinen Eltern vorgelebt wurde 🤔

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I
ich2022
18.12.22 um 18:30
In Antwort auf ich2022

und wie jeder Mensch hat Dein Partner auch seine Unsicherheiten.

Kann es sein dein, dass du ihm zu stark erscheinst und er sich im Rollenverhalten an eurem Freundes,- bzw Bekanntenkteis orientiert?
Oder einfach ein Zurücklehnen dessen, was ihm von seinen Eltern vorgelebt wurde 🤔

und ich weiß nicht bzw äußerst du Dich nicht darüber, inwieweit sich eure Anziehungspunkte verändert haben.

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K
kathi0577
18.12.22 um 19:01
In Antwort auf kassandra80

Hallo Kathi

Du schreibst, dass Dein Freund sich nicht immer so verhalten hat. Wann hat sich das denn geändert und wie lange seid ihr jetzt zusammen? In den ersten Monaten zeigen sich die meisten Menschen ja von der besten Seite bzw. man neigt anfangs selbst dazu bestimmte Verhaltensweisen zu ignorieren oder sich schönzureden. Kennt man ja als sog. "rosa Brille".  

Ich kann nicht klar herauslesen, ob Du Deinem Freund klar und konkret gesagt hast, dass Du sein Verhalten respektlos findest und Du nicht so mit Dir umspringen lässt. Deine Aussagen mit "bisschen zuviel" und "finde ich nicht so toll" klingen für mich recht defensiv. Du musst Dich nicht dafür rechtfertigen dass Du Grenzen hast und möchtest, dass diese eingehalten werden, denn das ist völlig normal. Wenn Du aber zulässt, dass diese überschritten werden und nicht klar dazu stehst, dann musst Du Dich nicht wundern wenn jemand ständig darüber trampelt. Du musst Dir selbst klar werden wo Deine Grenzen liegen und wenn diese überschritten werden solltest Du auch wissen wie Du darauf reagierst. Das kann Dir keiner abnehmen. Nehmen wir mal an Deine Vermutung stimmt und Dein Partner weiss ganz genau wo Deine Grenzen liegen und ignoriert das regelhaft. Ich würde Dir raten Dich zu hinterfragen, welche Konsequenz Du daraus ziehen bzw. wie Du damit dann umgehen würdest. Und das dann auch um Deiner selbst willen durchzuziehen. 

Allerdings denke ich, dass das nur ein Teil des Problems ist. Es wird Dir nicht viel helfen, wenn ich Dir sage dass ich keinen Partner möchte, der über mich bestimmt weil er sich als "Familienoberhaupt" sieht. Für mich wäre das eigentlich alles was ich von ihm wissen müsste um zu entscheiden, dass wir nicht zusammenpassen. Du findest so eine Aussage daneben, aber das ist mit grosser Wahrscheinlichkeit seine Grundeinstellung und die wird er nicht durch eine Diskussion einfach verändern. Bist Du denn der Meinung ihr passt zusammen? 

Dein Freund hat Dir ganz viele Informationen gegeben die seine Grundeinstellung offen legen und in welcher Position Du Dich in Eurer Beziehung befindest. Du bist aus freien Stücken mit ihm zusammen und hast die Wahl ob Du Dich unterordnen kannst und möchtest oder nicht. Ob Liebe allein für Dich ausreicht musst Du selbst wissen. Ich persönlich bin der Meinung, dass zu einer Beziehung noch viel mehr gehört. Aber das legt jeder für sich selbst fest. 



 

Vielen lieben Dank für deine Antwort!! Schätze es sehr 

Wir sind erst seit 1,5 Jahren zusammen. Er hat sich in der Zeit sehr verändert, dass sagt er auch über sich selbst. Er meint, er würde sich jetzt erst zum richtigen Mann entwickeln, und würde sich quasi gerade in seiner Person festigen. Er ist 28 Jahre alt nur als Anmerkung. Mit einigen seiner "neuen" Ansätze kann ich mich auch ganz gut anfreunden, zB wünscht er sich, eine Familie zu gründen (da war er sich anfangs noch nicht so sicher) und schreibt allgemein Familie und Zusammenhalt sehr groß. Es gibt jedoch leider auch einige Ansichten, mit denen ich mich so garnicht anfreunden kann, zB seine Ansicht, dass "Familienoberhaut" zu sein, oder aber auch einigen politischen Einstellungen (das hat sich anfangs noch nicht so herauskristallisiert bzw. war es am Anfang noch nicht so ausgeprägt wie jetzt).
Ich habe ihm schon des Öfteren versucht, meine Grenzen klar zu machen, sowohl in Streitgesprächen, als auch in ruhigen Momenten. Er scheint sich da jedoch nicht in meine Lage versetzen zu können oder zu wollen. Sein Konter darauf ist jedesmal nur- "du bist zu sensibel, eingeschnappt. Du veräppelst mich ja auch immer wieder, wieso darfst du das, jedoch ich nicht". Eine Entschuldigung habe ich lange nicht gehört von seiner Seite.

Ich denke, du hast mit deiner Vermutung recht. Die Beziehung läuft seit einiger Zeit nicht mehr so gut, genau genommen seit ca. 6 Monaten, das ich auch der Zeitpunkt wo er begonnen hat sich in seinen Einstellungen sehr zu verändern. Natürlich hänge ich an ihm, vor allem auch, weil ich ihn anders kennengelernt habe, und möchte deshalb nicht sofort eine Trennung durchziehen. Bin auch erst seit einigen Wochen bereit, ehrlich zuzugeben, dass es nicht ganz optimal läuft, davor habe ich mich selbst sehr lange diesbezüglich angelogen. Habe das meinem Freund auch schon mitgeteilt, er scheint mir leider auch dahingehend nicht entgegen kommen zu wollen, meint dann immer wieder nur, ich muss wissen was ich tue und er wird die Beziehung von sich aus nicht beenden.
Die in meinem Ausgangspost beschriebene Problematik ist nur momentan sehr aktuell, weswegen ich das Ganze so geschildert habe.

Sorry für diese extrem lange Antwort meinerseits, merke gerade nur, dass es gut tut, das loszuwerden. Werde mir deine Worte jedenfalls zu Herzen nehmen!
Alles Liebe, Kathi

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K
kathi0577
18.12.22 um 19:06
In Antwort auf ich2022

und ich weiß nicht bzw äußerst du Dich nicht darüber, inwieweit sich eure Anziehungspunkte verändert haben.

Hallo,
danke dir auch für deine Antwort!

Ich weiß nicht genau, was er mit seinem Verhalten bewirken möchte bzw. an wem er sich da orientiert. Seine Eltern sind geschieden seitdem er 12 ist, da dürfte die Rollenverteilung in der Familie auch sehr traditionell gewesen sein (Mutter Hausfrau, Vater Hauptverdiener- dieser hatte dementsprechend immer das "letzte Wort", zumindest wenn es um Finanzen ging). Damit ließe sich das also eventuell erklären.

Unsere Anziehungspunkte haben sich insofern verändert, dass ich vor knapp 2 Jahren einen sehr offenen, besonnenen und liebevollen Mann kennengelernt habe, der mittlerweile leider nicht sehr offen gegenüber anderen ist, und auch in einigen Dingen sehr stur und fast schon rechthaberisch ist. Ich denke nicht, dass es nur die rosarote Brille ist, die jetzt wegfällt, sondern dass er sich tatsächlich verändert hat, das sagt er eben auch von sich selbst... 
LG Kathi

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H
holzmichel
19.12.22 um 9:09

So wie du deinen Partner beschreibst wird er dich vermutlich nie respektieren.
Du übertreibst in deiner Denke überhaupt nicht, er hat völlig hinterweltlich Ansichten, überhaupt kein Feingefühl und ist anscheinend auch noch stur wie ein Esel.

Du beschreibst einen Menschen ohne jegliche Selbstreflektion, der immer die Schuld bei den anderen sucht.

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Z
zauderer22
19.12.22 um 11:16

Der Meinung von Holzmichel kann ich mich als Mann ohne weiteres anschließen. Die Diskussion der Unterschiede "Mann - Frau" ist etwas für abgehobene Gender-Studies. Dabei muss man sich nur die Realität anschauen, die längst alte Anschauungen Lügen straft. In der Realität haben Frauen während der Kriege die industriellen Prozesse geschultert, die ihnen anschließend von Männern wieder abgenommen wurden. Die alten Germaninnen haben teilweise Seite an Seite mit ihren Männern gekämpft (obgleich sie meist physisch schwächer waren, was einfach eine biologische Binsenweisheit ist). Heutzutage fliegen Flugkapitäninnen Jumbo-Jets (ich kenne eine, die ist deshalb nicht männlich). Immer mehr junge Männer sind in Elternzeit, damit die Frau den Bezug zu ihrem Job nicht völlig verliert. - Ich selbst koche gerne und übernehme die einschlägigen Pflichten, putze auch einmal wöchentlich eine Hälfte des Hauses. Sprich: Drücke mich nicht, auch wenn das einige Kerle (zu feige vor solchen Verpflichtungen, weil das ihrem verkorksten Selbstbild nicht entspricht) als völlig unmännlich betrachten. Einige Frauen im übrigen auch, die mich hier im Kochforum schon als Weichei beschimpften. Ich bin über so eine Art von Typisierung vollkommen erhaben und wirke auf viele dennoch männlich.

Leute, die so denken wie Dein Freund, wollen Rollenverfestigung, weil so etwas die Orientierung in der Partnerschaft und allgemein im Leben einfacher macht. Aber so einfach darf und kann "mann" es sich heutzutage nicht mehr machen. Es existiert auch kein "Familienoberhaupt" mehr, sondern partnerschaftliche Klärung von allem, was die Familie und die Beziehung betrifft.

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newspirit
newspirit
19.12.22 um 12:25
In Antwort auf kathi0577

Vielen lieben Dank für deine Antwort!! Schätze es sehr 

Wir sind erst seit 1,5 Jahren zusammen. Er hat sich in der Zeit sehr verändert, dass sagt er auch über sich selbst. Er meint, er würde sich jetzt erst zum richtigen Mann entwickeln, und würde sich quasi gerade in seiner Person festigen. Er ist 28 Jahre alt nur als Anmerkung. Mit einigen seiner "neuen" Ansätze kann ich mich auch ganz gut anfreunden, zB wünscht er sich, eine Familie zu gründen (da war er sich anfangs noch nicht so sicher) und schreibt allgemein Familie und Zusammenhalt sehr groß. Es gibt jedoch leider auch einige Ansichten, mit denen ich mich so garnicht anfreunden kann, zB seine Ansicht, dass "Familienoberhaut" zu sein, oder aber auch einigen politischen Einstellungen (das hat sich anfangs noch nicht so herauskristallisiert bzw. war es am Anfang noch nicht so ausgeprägt wie jetzt).
Ich habe ihm schon des Öfteren versucht, meine Grenzen klar zu machen, sowohl in Streitgesprächen, als auch in ruhigen Momenten. Er scheint sich da jedoch nicht in meine Lage versetzen zu können oder zu wollen. Sein Konter darauf ist jedesmal nur- "du bist zu sensibel, eingeschnappt. Du veräppelst mich ja auch immer wieder, wieso darfst du das, jedoch ich nicht". Eine Entschuldigung habe ich lange nicht gehört von seiner Seite.

Ich denke, du hast mit deiner Vermutung recht. Die Beziehung läuft seit einiger Zeit nicht mehr so gut, genau genommen seit ca. 6 Monaten, das ich auch der Zeitpunkt wo er begonnen hat sich in seinen Einstellungen sehr zu verändern. Natürlich hänge ich an ihm, vor allem auch, weil ich ihn anders kennengelernt habe, und möchte deshalb nicht sofort eine Trennung durchziehen. Bin auch erst seit einigen Wochen bereit, ehrlich zuzugeben, dass es nicht ganz optimal läuft, davor habe ich mich selbst sehr lange diesbezüglich angelogen. Habe das meinem Freund auch schon mitgeteilt, er scheint mir leider auch dahingehend nicht entgegen kommen zu wollen, meint dann immer wieder nur, ich muss wissen was ich tue und er wird die Beziehung von sich aus nicht beenden.
Die in meinem Ausgangspost beschriebene Problematik ist nur momentan sehr aktuell, weswegen ich das Ganze so geschildert habe.

Sorry für diese extrem lange Antwort meinerseits, merke gerade nur, dass es gut tut, das loszuwerden. Werde mir deine Worte jedenfalls zu Herzen nehmen!
Alles Liebe, Kathi

Dein Freund scheint in seinem Inneren sehr unsicher zu sein, sonst müsste er nicht immer wieder klarstellen, dass er das Oberhaupt ist und dass er mit dir umgehen kann, wie er möchte. Seine fehlenden Entschuldigungen für seine verletzenden Aussagen und seine fehlende Wertschätzung dir gegenüber bedeuten Alarmstufe Rot. Er wird sich nicht verändern. Auf Grund seines fehlenden Selbstbewusstseins wird er sich immer mehr in die Rolle des starken Mannes (der er im Grunde nicht ist) hineinbegeben, keine Kompromisse eingehen und sich selbst auf die Brust schlagen. Wer wirklich stark ist, braucht das alles nicht. Such dir lieber eine Beziehung auf Augenhöhe, in der du dich gesehen und respektiert fühlst! Ändern kannst du ihn nicht.

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S
sisteronthefly
19.12.22 um 21:14

Hallo,

ich weiß viel zu wenig über eure Art zu kommunizieren. Was mir auffällst sind aber anscheinend kleine "Neckereien", die gar nicht so klein zu sein scheinen. Für mich klingt es allzu sehr nach Machtkämpfen und ich verstehe nicht, warum sie eine Beziehung beleben sollten. Für mich sieht es so aus, als würdet ihr eure Missverständnisse in diese Neckereien packen mit dem Ergebnis, dass ihr beide euch verständlicherweise dadurch angepackt fühlt. Man sollte sich schon klar sein, wie man miteinander reden möchte und vor allem, auf welche Stufe man sich dabei stellen möchte. 

Wenn er immer defensiv reagiert befindet er sich in einer Verteidigungshaltung. Das bedeutet, es muss im Vorfeld etwas gegeben haben, was ihn dazu getrieben hat. Der Ball geht an dich. Vielleicht solltet ihr euch beide zusammensetzen und einmal überlegen, warum ihr Witze übereinander macht. Was soll das? 

Arbeitest du bei der Polizei? Warum lässt du dich in eine handfeste Diskussion ein wenn du keine handfeste Meinung dazu hast? Natürlich arbeiten Frauen bei der Polizei und das sehr erfolgreich, wie auch in der Politik. Leider zu wenige, dann hätten wir nämlich vermutlich weniger Kriegshandlungen und Probleme.  

Vielleicht gestehst du ihm einfach seine Männlichkeit zu.  Dazu brauchst du nicht immer seiner Meinung sein, aber du könntest es ihn schon spüren lassen. Männer tragen gerne schwere Taschen für die Damen und wir freuen uns doch normalerweise über zuvorkommendes Verhalten. Lass ihn um Himmels Willen Dinge tun, die ihm etwas bedeuten. 

Ein Familienoberhaupt übernimmt große Verantwortung. Sieh es doch einmal so, dass er bereit dazu ist Verantwortung zu übernehmen. Beim letzten Wort ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.  Lass ihn tun und reg dich doch nicht so furchtbar darüber auf. Geht es schlussendlich um eine Entscheidung kannst du dein Veto einlegen. Dann könnt ihr diskutieren. Aber doch nicht schon vorher diskutieren, dass nicht diskutiert wird. 

LG Sis


 

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zauderer22
19.12.22 um 22:47
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

ich weiß viel zu wenig über eure Art zu kommunizieren. Was mir auffällst sind aber anscheinend kleine "Neckereien", die gar nicht so klein zu sein scheinen. Für mich klingt es allzu sehr nach Machtkämpfen und ich verstehe nicht, warum sie eine Beziehung beleben sollten. Für mich sieht es so aus, als würdet ihr eure Missverständnisse in diese Neckereien packen mit dem Ergebnis, dass ihr beide euch verständlicherweise dadurch angepackt fühlt. Man sollte sich schon klar sein, wie man miteinander reden möchte und vor allem, auf welche Stufe man sich dabei stellen möchte. 

Wenn er immer defensiv reagiert befindet er sich in einer Verteidigungshaltung. Das bedeutet, es muss im Vorfeld etwas gegeben haben, was ihn dazu getrieben hat. Der Ball geht an dich. Vielleicht solltet ihr euch beide zusammensetzen und einmal überlegen, warum ihr Witze übereinander macht. Was soll das? 

Arbeitest du bei der Polizei? Warum lässt du dich in eine handfeste Diskussion ein wenn du keine handfeste Meinung dazu hast? Natürlich arbeiten Frauen bei der Polizei und das sehr erfolgreich, wie auch in der Politik. Leider zu wenige, dann hätten wir nämlich vermutlich weniger Kriegshandlungen und Probleme.  

Vielleicht gestehst du ihm einfach seine Männlichkeit zu.  Dazu brauchst du nicht immer seiner Meinung sein, aber du könntest es ihn schon spüren lassen. Männer tragen gerne schwere Taschen für die Damen und wir freuen uns doch normalerweise über zuvorkommendes Verhalten. Lass ihn um Himmels Willen Dinge tun, die ihm etwas bedeuten. 

Ein Familienoberhaupt übernimmt große Verantwortung. Sieh es doch einmal so, dass er bereit dazu ist Verantwortung zu übernehmen. Beim letzten Wort ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.  Lass ihn tun und reg dich doch nicht so furchtbar darüber auf. Geht es schlussendlich um eine Entscheidung kannst du dein Veto einlegen. Dann könnt ihr diskutieren. Aber doch nicht schon vorher diskutieren, dass nicht diskutiert wird. 

LG Sis


 

Nebenthema. Es ist ein grundlegegender Irrtum, dass Frauen weniger Krieg führen würden. Dazu solltest Du Dir mal die Chefpropagandistin im russischen Fernsehen sowie ihre Widersacherinnen wie die Kriegsbefuerworterim Frau Major im deutschen TV anhören. 

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zauderer22
20.12.22 um 8:09
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

ich weiß viel zu wenig über eure Art zu kommunizieren. Was mir auffällst sind aber anscheinend kleine "Neckereien", die gar nicht so klein zu sein scheinen. Für mich klingt es allzu sehr nach Machtkämpfen und ich verstehe nicht, warum sie eine Beziehung beleben sollten. Für mich sieht es so aus, als würdet ihr eure Missverständnisse in diese Neckereien packen mit dem Ergebnis, dass ihr beide euch verständlicherweise dadurch angepackt fühlt. Man sollte sich schon klar sein, wie man miteinander reden möchte und vor allem, auf welche Stufe man sich dabei stellen möchte. 

Wenn er immer defensiv reagiert befindet er sich in einer Verteidigungshaltung. Das bedeutet, es muss im Vorfeld etwas gegeben haben, was ihn dazu getrieben hat. Der Ball geht an dich. Vielleicht solltet ihr euch beide zusammensetzen und einmal überlegen, warum ihr Witze übereinander macht. Was soll das? 

Arbeitest du bei der Polizei? Warum lässt du dich in eine handfeste Diskussion ein wenn du keine handfeste Meinung dazu hast? Natürlich arbeiten Frauen bei der Polizei und das sehr erfolgreich, wie auch in der Politik. Leider zu wenige, dann hätten wir nämlich vermutlich weniger Kriegshandlungen und Probleme.  

Vielleicht gestehst du ihm einfach seine Männlichkeit zu.  Dazu brauchst du nicht immer seiner Meinung sein, aber du könntest es ihn schon spüren lassen. Männer tragen gerne schwere Taschen für die Damen und wir freuen uns doch normalerweise über zuvorkommendes Verhalten. Lass ihn um Himmels Willen Dinge tun, die ihm etwas bedeuten. 

Ein Familienoberhaupt übernimmt große Verantwortung. Sieh es doch einmal so, dass er bereit dazu ist Verantwortung zu übernehmen. Beim letzten Wort ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.  Lass ihn tun und reg dich doch nicht so furchtbar darüber auf. Geht es schlussendlich um eine Entscheidung kannst du dein Veto einlegen. Dann könnt ihr diskutieren. Aber doch nicht schon vorher diskutieren, dass nicht diskutiert wird. 

LG Sis


 

Es ist doch offensichtlich, dass die TE sehr gut begründete Befürchtungen hat, was die Fähigkeit ihres Partners angeht, seine Freundin in Entscheidungen überhaupt mit einzubeziehen bzw. andere Ansichten mit zu berücksichtigen und zu tolerieren. Dies schien mit in dem Text und im Kontext ziemlich klar zu sein.
Ihm seine "Männlichkeitsrolle" einfach mal zuzugestehen, halte ich für eine ganz schlechte Idee. Diese Rolle gibt es, aber sie ist nur zu einem ganz kleinen Teil angeboren und in vieler Hinsicht heute nicht mehr legitim. Überhaupt definiert sich für mich ein Mann weder durch Muskelmasse noch durch höhere Aggressivitätspotential. Wer das nötig hat, ist im Prinzip eine Memme.

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zauderer22
20.12.22 um 8:19
In Antwort auf zauderer22

Es ist doch offensichtlich, dass die TE sehr gut begründete Befürchtungen hat, was die Fähigkeit ihres Partners angeht, seine Freundin in Entscheidungen überhaupt mit einzubeziehen bzw. andere Ansichten mit zu berücksichtigen und zu tolerieren. Dies schien mit in dem Text und im Kontext ziemlich klar zu sein.
Ihm seine "Männlichkeitsrolle" einfach mal zuzugestehen, halte ich für eine ganz schlechte Idee. Diese Rolle gibt es, aber sie ist nur zu einem ganz kleinen Teil angeboren und in vieler Hinsicht heute nicht mehr legitim. Überhaupt definiert sich für mich ein Mann weder durch Muskelmasse noch durch höhere Aggressivitätspotential. Wer das nötig hat, ist im Prinzip eine Memme.

Ergänzung: Nachdem ich unter diesem Diskussionsfaden einen anderen zum Thema "Gehen oder Bleiben wegen mangelnder Zärtlichkeit" gefunden habe, wurde mir klar, dass viele Männer keine Empathie-Helden sind, dass genau dies aber nur teilweise angeboren ist. Interessanterweise zeigen einige neuere Forschungsergebnisse, dass dafür Testosteron nur bedingt verantwortlich ist. Es wird daher Zeit, dass Männer sich mal in eine "sinnvollere" Richtung entwickeln als bisher. Sie können es, wenn sie wollen. (Schließlich nehme ich andererseits immer kriegslüsternere Frauen wahr. Da sind viele "aggressivere" Männer im Vergleich die besonneren).

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ich2022
20.12.22 um 20:16
In Antwort auf kathi0577

Hallo,
danke dir auch für deine Antwort!

Ich weiß nicht genau, was er mit seinem Verhalten bewirken möchte bzw. an wem er sich da orientiert. Seine Eltern sind geschieden seitdem er 12 ist, da dürfte die Rollenverteilung in der Familie auch sehr traditionell gewesen sein (Mutter Hausfrau, Vater Hauptverdiener- dieser hatte dementsprechend immer das "letzte Wort", zumindest wenn es um Finanzen ging). Damit ließe sich das also eventuell erklären.

Unsere Anziehungspunkte haben sich insofern verändert, dass ich vor knapp 2 Jahren einen sehr offenen, besonnenen und liebevollen Mann kennengelernt habe, der mittlerweile leider nicht sehr offen gegenüber anderen ist, und auch in einigen Dingen sehr stur und fast schon rechthaberisch ist. Ich denke nicht, dass es nur die rosarote Brille ist, die jetzt wegfällt, sondern dass er sich tatsächlich verändert hat, das sagt er eben auch von sich selbst... 
LG Kathi

danke dir auch, liebe Kathie, für deine Antwort. Du schreibst,dass dein Partner extrem am Muskelmasse verlor 🤔 

Wirkt er nun in deinen Augen zu schmächtig und hilfsbedürftig?

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I
ich2022
20.12.22 um 20:24
In Antwort auf ich2022

danke dir auch, liebe Kathie, für deine Antwort. Du schreibst,dass dein Partner extrem am Muskelmasse verlor 🤔 

Wirkt er nun in deinen Augen zu schmächtig und hilfsbedürftig?

und du entwickelst nun den Beschützerfunktion indem du die Rolle des Männlichen  übernimmst, was ansonst sich  nur Frauen in der Beziehung aneignen, wenn die sich ihrem Partner überlegen fühlen 👍

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ich2022
20.12.22 um 20:27
In Antwort auf ich2022

und du entwickelst nun den Beschützerfunktion indem du die Rolle des Männlichen  übernimmst, was ansonst sich  nur Frauen in der Beziehung aneignen, wenn die sich ihrem Partner überlegen fühlen 👍

wollte den Besitzerinstinkt schreiben anstatt funktion

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ich2022
20.12.22 um 20:40
In Antwort auf ich2022

wollte den Besitzerinstinkt schreiben anstatt funktion

und ganz klar, dass nicht die Muskelmasse entscheidend ist. 
 

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ich2022
20.12.22 um 20:49
In Antwort auf ich2022

und ganz klar, dass nicht die Muskelmasse entscheidend ist. 
 

Aber Frauen riechen das Testesteron beim Mann 😍 was sie schwach werden lässt und intensiven Sport sowie Ernährung u.a. verstärkt diesen.
Obgleich Frauen wie Männer über Tesstesteron und Östrogen verfügen - verteilt sich immer mehr durch Stress bei Frauen einen erhöhten Testesteronhaushalt und Männer verweichlichen immer mehr durch verstärktes Östrogen, bequemes Dasein  bzw durch die Ernährung siehe Biertrinker und östrogenhaltige Nahrung u.a.m.

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ich2022
20.12.22 um 20:59
In Antwort auf ich2022

Aber Frauen riechen das Testesteron beim Mann 😍 was sie schwach werden lässt und intensiven Sport sowie Ernährung u.a. verstärkt diesen.
Obgleich Frauen wie Männer über Tesstesteron und Östrogen verfügen - verteilt sich immer mehr durch Stress bei Frauen einen erhöhten Testesteronhaushalt und Männer verweichlichen immer mehr durch verstärktes Östrogen, bequemes Dasein  bzw durch die Ernährung siehe Biertrinker und östrogenhaltige Nahrung u.a.m.

Tipp bereite ihm ein leckeres Roastbeef und motiviere ihn zu sportlicher Bestätigung z.B. intensiven Sex 

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kathi0577
21.12.22 um 11:14
In Antwort auf zauderer22

Der Meinung von Holzmichel kann ich mich als Mann ohne weiteres anschließen. Die Diskussion der Unterschiede "Mann - Frau" ist etwas für abgehobene Gender-Studies. Dabei muss man sich nur die Realität anschauen, die längst alte Anschauungen Lügen straft. In der Realität haben Frauen während der Kriege die industriellen Prozesse geschultert, die ihnen anschließend von Männern wieder abgenommen wurden. Die alten Germaninnen haben teilweise Seite an Seite mit ihren Männern gekämpft (obgleich sie meist physisch schwächer waren, was einfach eine biologische Binsenweisheit ist). Heutzutage fliegen Flugkapitäninnen Jumbo-Jets (ich kenne eine, die ist deshalb nicht männlich). Immer mehr junge Männer sind in Elternzeit, damit die Frau den Bezug zu ihrem Job nicht völlig verliert. - Ich selbst koche gerne und übernehme die einschlägigen Pflichten, putze auch einmal wöchentlich eine Hälfte des Hauses. Sprich: Drücke mich nicht, auch wenn das einige Kerle (zu feige vor solchen Verpflichtungen, weil das ihrem verkorksten Selbstbild nicht entspricht) als völlig unmännlich betrachten. Einige Frauen im übrigen auch, die mich hier im Kochforum schon als Weichei beschimpften. Ich bin über so eine Art von Typisierung vollkommen erhaben und wirke auf viele dennoch männlich.

Leute, die so denken wie Dein Freund, wollen Rollenverfestigung, weil so etwas die Orientierung in der Partnerschaft und allgemein im Leben einfacher macht. Aber so einfach darf und kann "mann" es sich heutzutage nicht mehr machen. Es existiert auch kein "Familienoberhaupt" mehr, sondern partnerschaftliche Klärung von allem, was die Familie und die Beziehung betrifft.

Danke für deine Sichtweise. 
Ich sehe es nunmal sehr ähnlich wie du. Habe das meinem Partner oft genug auch schok klar gemacht, in teilweise auch schon sehr emotionalen Diskussionen 

Er sagt mir, wie auch schon in meinem ursprünglichen Thread darauf eigentlich nur immer wieder, dass er nicht versteht, warum ich das einfach nicht "zulassen" kann, er ja nicht über mich bestimmen würde (und das Gefühl habe ich auch nicht, dass er das tun würde!), aber er nunmal das letzte Wort habe. Selbst wenn ich mich nicht wirklich von ihm übergabgen fühle, was zB Entscheidungen betrifft, mir reicht es schon, dass er solche Aussagen tätigt, da ich merke, dass sich die Anziehung langsam aber sicher deutlich verringert, verglichen zum Anfang der Beziehung...

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kathi0577
21.12.22 um 11:29
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo,

ich weiß viel zu wenig über eure Art zu kommunizieren. Was mir auffällst sind aber anscheinend kleine "Neckereien", die gar nicht so klein zu sein scheinen. Für mich klingt es allzu sehr nach Machtkämpfen und ich verstehe nicht, warum sie eine Beziehung beleben sollten. Für mich sieht es so aus, als würdet ihr eure Missverständnisse in diese Neckereien packen mit dem Ergebnis, dass ihr beide euch verständlicherweise dadurch angepackt fühlt. Man sollte sich schon klar sein, wie man miteinander reden möchte und vor allem, auf welche Stufe man sich dabei stellen möchte. 

Wenn er immer defensiv reagiert befindet er sich in einer Verteidigungshaltung. Das bedeutet, es muss im Vorfeld etwas gegeben haben, was ihn dazu getrieben hat. Der Ball geht an dich. Vielleicht solltet ihr euch beide zusammensetzen und einmal überlegen, warum ihr Witze übereinander macht. Was soll das? 

Arbeitest du bei der Polizei? Warum lässt du dich in eine handfeste Diskussion ein wenn du keine handfeste Meinung dazu hast? Natürlich arbeiten Frauen bei der Polizei und das sehr erfolgreich, wie auch in der Politik. Leider zu wenige, dann hätten wir nämlich vermutlich weniger Kriegshandlungen und Probleme.  

Vielleicht gestehst du ihm einfach seine Männlichkeit zu.  Dazu brauchst du nicht immer seiner Meinung sein, aber du könntest es ihn schon spüren lassen. Männer tragen gerne schwere Taschen für die Damen und wir freuen uns doch normalerweise über zuvorkommendes Verhalten. Lass ihn um Himmels Willen Dinge tun, die ihm etwas bedeuten. 

Ein Familienoberhaupt übernimmt große Verantwortung. Sieh es doch einmal so, dass er bereit dazu ist Verantwortung zu übernehmen. Beim letzten Wort ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.  Lass ihn tun und reg dich doch nicht so furchtbar darüber auf. Geht es schlussendlich um eine Entscheidung kannst du dein Veto einlegen. Dann könnt ihr diskutieren. Aber doch nicht schon vorher diskutieren, dass nicht diskutiert wird. 

LG Sis


 

Danke für den Beitrag, den ich sehr interessant zum Lesen fand!

Ich tue mir tatsächlich sehr schwer meinem Partner seine "Männlichkeit" zuzugestehen... Ich bin selbst ohne Vater und auch ohne sonst jegliche männliche Bezugsperson aufgewachsen, meine Mama war alleinerziehend mit 2 Kindern und hat immer alles selbst geschupft. Autofahren, Schwimmen, Radfahren, Schifahren,.. Alles wurde mir von meiner Mama beigebracht. Auch bei meinen Umzügen habe ich bis jetzt immer "nur" Hilfe von ihr, Freunden oder meiner Schwester bekommen. 

Ich merke schon, dass es mir in meinen Beziehungen nun deshalb oft schwerfällt, auch mal etwas für mich "machen zu lassen" (zB in Bezug auf Einkaufstaschen für mich Tragen lassen). Da mir ja in meiner Kindheit vorgelebt wurde, dass es auch ohne "Mann" geht...

Ich bin sonst jemand, der sehr aufopfernd ist und sich viel um andere Leute kümmert, sicher auch meinem Beruf geschuldet (Krankenschwester). Ich habe auch das Gefühl, dass sich mein Partner deshalb auch sehr hat gehen lassen, was andere Bereiche unserer Beziehung betrifft, da oft ICH diejenige bin, die Treffen initiiert, ihm kleine Geschenke oder Aufmerksamkeiten mitbringt, für ihn kocht,... Ich mache diese Dinge auch sehr gerne, habe jedoch wie gesagt das Gefühl, dass er sich mittlerweile dahingehend stark zurück genommen hat. Wenn ich ihn mal um etwas bitte, wie zB mir meine neue Lampe im Badezimmer zu montieren, dann sagt er zwar "Ja mache ich", kommt aber nicht in die Gänge. Die neue Lampe steht seit einem Jahr im Keller und verstaubt... 

Mein Partner wohnt in der Stadt, und hat kein Auto. Ich wohne am Land und fahre seit ich 18 Jahre alt bin, überall mit dem Auto hin. Mein Partner hat zwar einen Führerschein, jedoch kaum Fahrpraxis, somit bleibt auch es da auch an mir hängen, wenn wir mal privat wo hinfahren, oder auch mal in den Urlaub fahren. Gerade in Bezug auf diese Tatsache finde ich seine traditionelle Einstellung ironisch, da demnach in seinem Weltbild er alles entscheidet, der starke Mann ist, etc.. aber die Frau sich ihre Lampen bitteschön selbst montieren soll und auch die ganzen Autofahrten übernehmen soll  Passt für mich demnach nicht zusammen.

Das war jetzt eine lange und wirre Nachricht, sorry dafür. Das ist mir jedoch noch auf der Seele gelegen, vielleicht versteht man meine ganze Geschichte dadurch noch etwas besser...
LG Kathi

 

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K
kathi0577
21.12.22 um 11:34
In Antwort auf ich2022

Tipp bereite ihm ein leckeres Roastbeef und motiviere ihn zu sportlicher Bestätigung z.B. intensiven Sex 

Ganz ehrlich- Ich habe ihn oft genug gut bekocht, und auch der Sex ist in Vergangenheit sicherlich nicht zu kurz gekommen. Aufgrund der von mir beschriebenen Problematik muss ich aber gestehen, dass mir die Lust nach Sex die letzten Wochen vergangen ist, aufgrund der Aussagen meines Partners, die ich teilweise als fragwürdig empfinde.
Ich kann da auch nicht wirklich abschalten, und das Problem hatte ich wirklich noch NIE! Ich war sonst immer ein offener Mensch, vor allem sexuell, aber momentan habe ich auf das echt keine Lust, was ich so auch selbst nicht von mir kenne 

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kathi0577
21.12.22 um 11:38
In Antwort auf ich2022

danke dir auch, liebe Kathie, für deine Antwort. Du schreibst,dass dein Partner extrem am Muskelmasse verlor 🤔 

Wirkt er nun in deinen Augen zu schmächtig und hilfsbedürftig?

Ich empfinde ihn deshalb überhaupt nicht als schmächtig oder hilfsbedürftig. Wie wir uns kennengelernt haben, steckte er auch gerade in einer Trainingspause und war sogar schlanker als jetzt. Deshalb habe ich ihn nicht als weniger attraktiv empfunden, und mich trotzdem in ihn verliebt.
Er hat erst einige Monate nach unserem ersten Kennenlernen wieder angefangen zu trainieren und demnach muskulös zu werden. Ich würde lügen wenn ich sage, dass er mir muskulös nicht gefallen hat, aber es beeinflusst meine Attraktivität zu ihm nicht. 

Ich habe in einer anderen Antwort geschrieben, dass mein Freund nicht mit dem Auto führt, aufgrund fehlender Fahrpraxis. Dahingehend muss ich tatsächlich gestehen, dass ihn das für mich manchmal unattraktiv macht... So unangenehm es mir ist das zuzugeben... Ich würde mir trotzdem manchmal wünschen, dass er mich irgendwo hin ausführt, ohne das ich mich selbst dorthin fahren muss...

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kathi0577
21.12.22 um 11:41
In Antwort auf zauderer22

Ergänzung: Nachdem ich unter diesem Diskussionsfaden einen anderen zum Thema "Gehen oder Bleiben wegen mangelnder Zärtlichkeit" gefunden habe, wurde mir klar, dass viele Männer keine Empathie-Helden sind, dass genau dies aber nur teilweise angeboren ist. Interessanterweise zeigen einige neuere Forschungsergebnisse, dass dafür Testosteron nur bedingt verantwortlich ist. Es wird daher Zeit, dass Männer sich mal in eine "sinnvollere" Richtung entwickeln als bisher. Sie können es, wenn sie wollen. (Schließlich nehme ich andererseits immer kriegslüsternere Frauen wahr. Da sind viele "aggressivere" Männer im Vergleich die besonneren).

Das ist mir leider auch schon oft genug aufgefallen... Spätestens wenn die ersten Monate vergangen sind und der Alltag in einer Beziehung eingekehrt ist, kommen die "Empathie-Helden" zum Vorschein- oder eben auch nicht 

Möchte da natürlich niemals alle in einen Topf werden!!! Die Ausnahme bestätigt die Regel. Ich persönlich habe es bis jetzt leider nicht anders erlebt.

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zauderer22
21.12.22 um 13:32
In Antwort auf kathi0577

Das ist mir leider auch schon oft genug aufgefallen... Spätestens wenn die ersten Monate vergangen sind und der Alltag in einer Beziehung eingekehrt ist, kommen die "Empathie-Helden" zum Vorschein- oder eben auch nicht 

Möchte da natürlich niemals alle in einen Topf werden!!! Die Ausnahme bestätigt die Regel. Ich persönlich habe es bis jetzt leider nicht anders erlebt.

Um Dich noch besser zu verstehen, habe ich einfach mal in Gedanken die Rollen vertauscht: Eine Partnerin würde mir sagen, dass ihr die "weibliche Rolle" zusteht und warum ich es ihr nicht gönnen würde, dass sie das "letzte Wort" hat, wenn es um diese sogenannte Rolle ginge.

Für mich wäre ein solches lächerliches Gespräch sofort beendet, da ich mich nicht mit niveaulosen Personen in meinem privaten Umfeld abgeben möchte.

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H
holzmichel
21.12.22 um 13:33
In Antwort auf kathi0577

Ich empfinde ihn deshalb überhaupt nicht als schmächtig oder hilfsbedürftig. Wie wir uns kennengelernt haben, steckte er auch gerade in einer Trainingspause und war sogar schlanker als jetzt. Deshalb habe ich ihn nicht als weniger attraktiv empfunden, und mich trotzdem in ihn verliebt.
Er hat erst einige Monate nach unserem ersten Kennenlernen wieder angefangen zu trainieren und demnach muskulös zu werden. Ich würde lügen wenn ich sage, dass er mir muskulös nicht gefallen hat, aber es beeinflusst meine Attraktivität zu ihm nicht. 

Ich habe in einer anderen Antwort geschrieben, dass mein Freund nicht mit dem Auto führt, aufgrund fehlender Fahrpraxis. Dahingehend muss ich tatsächlich gestehen, dass ihn das für mich manchmal unattraktiv macht... So unangenehm es mir ist das zuzugeben... Ich würde mir trotzdem manchmal wünschen, dass er mich irgendwo hin ausführt, ohne das ich mich selbst dorthin fahren muss...

Ich bin zwar keine Frau, kann aber sehr gut verstehen das du ihn, so wie du ihn beschreibst, nicht attraktiv findest.
Er wäre wahrscheinlich etwas für eine Frau sich gerne unterordnet und nichts was er sagt und tut, hinterfragt.
Diese könnte den tollen Hecht dann anhimmeln, wenn man sich sein Verhalten aber mal anschaut, wird jeder schnell feststellen das hinter seinen Sprüchen nicht viel steht, nicht mal eine Konsequenz in seiner ziemlich mittelalterlichen Denke hat er.
Ein offener Austausch ist zwischen euch leider auch nicht möglich, er hat keinen Respekt vor dir und deiner Meinung.
Wie sollst du ihn so sexy finden?
 

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eisbrecher
21.12.22 um 21:00

Also ehrlich gesagt liest sich das so, als wäre dein Freund echt ein widerlicher, frauenfeindlicher Macho. Was liebst du an ihm, wenn er sich dir gegenüber so verhält?

Ich denke, bei so jemandem kannst du nur mit gleicher Münze zurückschießen, also indem du auch bei seinen eigenen Unsicherheiten einhakst und dich über die lustig machst und wenn er dann verletzt reagiert, sagst du ihm, genau das, wa er dir auch immer sagt: Sein Problem, wenn ihn das verletzt, da müsse er eben dran arbeiten. Und dann erklärst du ihm, dass du jetzt genau das mit ihm gemacht hast, was er mir dir immer macht und ob er jetzt versteht, wie sich das für dich anfühlt.

Aber ehrlich gesagt wäre es mir zu mühsam, mich damit abzumühen. Ich glaube auch nicht, dass Gespräche bei einer solchen Machoeinstellung irgendwas bringen. 

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eisbrecher
21.12.22 um 21:04
In Antwort auf kathi0577

Vielen lieben Dank für deine Antwort!! Schätze es sehr 

Wir sind erst seit 1,5 Jahren zusammen. Er hat sich in der Zeit sehr verändert, dass sagt er auch über sich selbst. Er meint, er würde sich jetzt erst zum richtigen Mann entwickeln, und würde sich quasi gerade in seiner Person festigen. Er ist 28 Jahre alt nur als Anmerkung. Mit einigen seiner "neuen" Ansätze kann ich mich auch ganz gut anfreunden, zB wünscht er sich, eine Familie zu gründen (da war er sich anfangs noch nicht so sicher) und schreibt allgemein Familie und Zusammenhalt sehr groß. Es gibt jedoch leider auch einige Ansichten, mit denen ich mich so garnicht anfreunden kann, zB seine Ansicht, dass "Familienoberhaut" zu sein, oder aber auch einigen politischen Einstellungen (das hat sich anfangs noch nicht so herauskristallisiert bzw. war es am Anfang noch nicht so ausgeprägt wie jetzt).
Ich habe ihm schon des Öfteren versucht, meine Grenzen klar zu machen, sowohl in Streitgesprächen, als auch in ruhigen Momenten. Er scheint sich da jedoch nicht in meine Lage versetzen zu können oder zu wollen. Sein Konter darauf ist jedesmal nur- "du bist zu sensibel, eingeschnappt. Du veräppelst mich ja auch immer wieder, wieso darfst du das, jedoch ich nicht". Eine Entschuldigung habe ich lange nicht gehört von seiner Seite.

Ich denke, du hast mit deiner Vermutung recht. Die Beziehung läuft seit einiger Zeit nicht mehr so gut, genau genommen seit ca. 6 Monaten, das ich auch der Zeitpunkt wo er begonnen hat sich in seinen Einstellungen sehr zu verändern. Natürlich hänge ich an ihm, vor allem auch, weil ich ihn anders kennengelernt habe, und möchte deshalb nicht sofort eine Trennung durchziehen. Bin auch erst seit einigen Wochen bereit, ehrlich zuzugeben, dass es nicht ganz optimal läuft, davor habe ich mich selbst sehr lange diesbezüglich angelogen. Habe das meinem Freund auch schon mitgeteilt, er scheint mir leider auch dahingehend nicht entgegen kommen zu wollen, meint dann immer wieder nur, ich muss wissen was ich tue und er wird die Beziehung von sich aus nicht beenden.
Die in meinem Ausgangspost beschriebene Problematik ist nur momentan sehr aktuell, weswegen ich das Ganze so geschildert habe.

Sorry für diese extrem lange Antwort meinerseits, merke gerade nur, dass es gut tut, das loszuwerden. Werde mir deine Worte jedenfalls zu Herzen nehmen!
Alles Liebe, Kathi

Ich denke, dein Freund verwechselt da was: er wird nicht endlich erwachsen und zum richtigen Mann, nein - er mutiert langsam aber sicher zum frauenfeindlichen A-Loch. Keine Ahnung, was er daran erstrebenswert findet, aber die meisten Frauen finden sowas gar nicht gut. Vielleicht fragst du ihn mal danach, woher er die Idee nimmt, dass dieses Verhalten, das er zeigt, irgendwie besonders männlich und erwachsen wäre und warum er denkt, dass ihn das irgendwie attraktiv machen würde.

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E
eisbrecher
21.12.22 um 21:09
In Antwort auf zauderer22

Ergänzung: Nachdem ich unter diesem Diskussionsfaden einen anderen zum Thema "Gehen oder Bleiben wegen mangelnder Zärtlichkeit" gefunden habe, wurde mir klar, dass viele Männer keine Empathie-Helden sind, dass genau dies aber nur teilweise angeboren ist. Interessanterweise zeigen einige neuere Forschungsergebnisse, dass dafür Testosteron nur bedingt verantwortlich ist. Es wird daher Zeit, dass Männer sich mal in eine "sinnvollere" Richtung entwickeln als bisher. Sie können es, wenn sie wollen. (Schließlich nehme ich andererseits immer kriegslüsternere Frauen wahr. Da sind viele "aggressivere" Männer im Vergleich die besonneren).

Die Sozialisierung ist dafür verantwortlich und nicht die Hormone. Grundsätzlich sind bis auf ein paar Ausnahmen (zu wenig entwickelte Amygdala, Autismus...) alle Menschen empathiefähig. Ob sie aber lernen, Empathie zu zeigen, liegt daran, wie sie erzogen werden.

Es ist eine Tatsache, dass Jungen und Mädchen heute immer noch unterschiedlich sozialisiert werden und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Männer eben keine Empathie-Helden sind. 

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eisbrecher
21.12.22 um 21:20
In Antwort auf kathi0577

Danke für den Beitrag, den ich sehr interessant zum Lesen fand!

Ich tue mir tatsächlich sehr schwer meinem Partner seine "Männlichkeit" zuzugestehen... Ich bin selbst ohne Vater und auch ohne sonst jegliche männliche Bezugsperson aufgewachsen, meine Mama war alleinerziehend mit 2 Kindern und hat immer alles selbst geschupft. Autofahren, Schwimmen, Radfahren, Schifahren,.. Alles wurde mir von meiner Mama beigebracht. Auch bei meinen Umzügen habe ich bis jetzt immer "nur" Hilfe von ihr, Freunden oder meiner Schwester bekommen. 

Ich merke schon, dass es mir in meinen Beziehungen nun deshalb oft schwerfällt, auch mal etwas für mich "machen zu lassen" (zB in Bezug auf Einkaufstaschen für mich Tragen lassen). Da mir ja in meiner Kindheit vorgelebt wurde, dass es auch ohne "Mann" geht...

Ich bin sonst jemand, der sehr aufopfernd ist und sich viel um andere Leute kümmert, sicher auch meinem Beruf geschuldet (Krankenschwester). Ich habe auch das Gefühl, dass sich mein Partner deshalb auch sehr hat gehen lassen, was andere Bereiche unserer Beziehung betrifft, da oft ICH diejenige bin, die Treffen initiiert, ihm kleine Geschenke oder Aufmerksamkeiten mitbringt, für ihn kocht,... Ich mache diese Dinge auch sehr gerne, habe jedoch wie gesagt das Gefühl, dass er sich mittlerweile dahingehend stark zurück genommen hat. Wenn ich ihn mal um etwas bitte, wie zB mir meine neue Lampe im Badezimmer zu montieren, dann sagt er zwar "Ja mache ich", kommt aber nicht in die Gänge. Die neue Lampe steht seit einem Jahr im Keller und verstaubt... 

Mein Partner wohnt in der Stadt, und hat kein Auto. Ich wohne am Land und fahre seit ich 18 Jahre alt bin, überall mit dem Auto hin. Mein Partner hat zwar einen Führerschein, jedoch kaum Fahrpraxis, somit bleibt auch es da auch an mir hängen, wenn wir mal privat wo hinfahren, oder auch mal in den Urlaub fahren. Gerade in Bezug auf diese Tatsache finde ich seine traditionelle Einstellung ironisch, da demnach in seinem Weltbild er alles entscheidet, der starke Mann ist, etc.. aber die Frau sich ihre Lampen bitteschön selbst montieren soll und auch die ganzen Autofahrten übernehmen soll  Passt für mich demnach nicht zusammen.

Das war jetzt eine lange und wirre Nachricht, sorry dafür. Das ist mir jedoch noch auf der Seele gelegen, vielleicht versteht man meine ganze Geschichte dadurch noch etwas besser...
LG Kathi

 

Er hat doch nicht gesagt, dass du dir deine Lampe selbst montieren sollst oder dass du ihn fahren sollst, oder? 
Wie kommt er denn zu dir, wenn er nicht selbst fährt? Fährt er dann mit den Öffis?

Als erstes solltest du aufhören, ihn zu fahren. Wenn ihr gemeinsam wohin fahrt, okay. Aber hol ihn nicht ab und fahr nicht immer zu ihm, nur weil er nicht fahren will. Dann muss er eben mit den Öffis zu dir kommen und wenn er das nicht möchte, dann seht ihr euch halt nicht. 

Wegen der Lampe wird das Einzige sein, dass du ihn jedes Mal, wenn er bei dir ist, damit nervst: "Hängst du bitte heute meine Lampe auf?" Und dann auch wirklich darauf bestehst, dass er es jetzt macht, auch wenn er unwirsch und mürrisch drauf reagiert. Das ist leider öfter so, dass manche Menschen nichts auf die Reihe kriegen, wenn man sie nicht gefühlt jeden Tag daran erinnert. Das nervt und man fühlt sich dann wie ein Elternteil, aber wenn man es nicht tut, wird es nie erledigt. 

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ich2022
21.12.22 um 21:29
In Antwort auf kathi0577

Ich empfinde ihn deshalb überhaupt nicht als schmächtig oder hilfsbedürftig. Wie wir uns kennengelernt haben, steckte er auch gerade in einer Trainingspause und war sogar schlanker als jetzt. Deshalb habe ich ihn nicht als weniger attraktiv empfunden, und mich trotzdem in ihn verliebt.
Er hat erst einige Monate nach unserem ersten Kennenlernen wieder angefangen zu trainieren und demnach muskulös zu werden. Ich würde lügen wenn ich sage, dass er mir muskulös nicht gefallen hat, aber es beeinflusst meine Attraktivität zu ihm nicht. 

Ich habe in einer anderen Antwort geschrieben, dass mein Freund nicht mit dem Auto führt, aufgrund fehlender Fahrpraxis. Dahingehend muss ich tatsächlich gestehen, dass ihn das für mich manchmal unattraktiv macht... So unangenehm es mir ist das zuzugeben... Ich würde mir trotzdem manchmal wünschen, dass er mich irgendwo hin ausführt, ohne das ich mich selbst dorthin fahren muss...

Ich verstehe, Kathie.
Du wünschst dir, dass er durch Taten anstatt nur durch Worte seine Männlichkeit beweist, um ihn respektieren zu können

und er versucht durch Worte, das zu kompensieren, was ihm an Tatendrang fehlt bzw er sich ohnmächtig  bzw unterlegen fühlt 😔

Jedenfalls steht er EHRLICH zu seinem Wunsch und soo viele Männer beugen sich, da sie sich wenig getrauen dies ihrer Partnerin mitzuteilen und suchen auf anderen Wegen ihre Streicheleinheiten für ihre unmännliche " Männlichkeit" um sich zu bestätigen.
 

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eisbrecher
21.12.22 um 21:32
In Antwort auf ich2022

Ich verstehe, Kathie.
Du wünschst dir, dass er durch Taten anstatt nur durch Worte seine Männlichkeit beweist, um ihn respektieren zu können

und er versucht durch Worte, das zu kompensieren, was ihm an Tatendrang fehlt bzw er sich ohnmächtig  bzw unterlegen fühlt 😔

Jedenfalls steht er EHRLICH zu seinem Wunsch und soo viele Männer beugen sich, da sie sich wenig getrauen dies ihrer Partnerin mitzuteilen und suchen auf anderen Wegen ihre Streicheleinheiten für ihre unmännliche " Männlichkeit" um sich zu bestätigen.
 

Als Mann muss ich sagen, dass ich es erbärmlich finde, wenn ein Mann ständig Bestätigung für seine Männlichkeit braucht. Jemand, der das benötigt, ist kein Mann, sondern ein unsicheres Kind. Welche Frau tut sich so jemanden als Partner an?

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ich2022
21.12.22 um 21:33
In Antwort auf eisbrecher

Als Mann muss ich sagen, dass ich es erbärmlich finde, wenn ein Mann ständig Bestätigung für seine Männlichkeit braucht. Jemand, der das benötigt, ist kein Mann, sondern ein unsicheres Kind. Welche Frau tut sich so jemanden als Partner an?

Nun ich bestätige nicht deine Antwort - da du keinerlei Bestätigung benötigst .

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kassandra80
21.12.22 um 21:50
In Antwort auf ich2022

Ich verstehe, Kathie.
Du wünschst dir, dass er durch Taten anstatt nur durch Worte seine Männlichkeit beweist, um ihn respektieren zu können

und er versucht durch Worte, das zu kompensieren, was ihm an Tatendrang fehlt bzw er sich ohnmächtig  bzw unterlegen fühlt 😔

Jedenfalls steht er EHRLICH zu seinem Wunsch und soo viele Männer beugen sich, da sie sich wenig getrauen dies ihrer Partnerin mitzuteilen und suchen auf anderen Wegen ihre Streicheleinheiten für ihre unmännliche " Männlichkeit" um sich zu bestätigen.
 

Worte sind zumeist nur Schall und Rauch. Wenn man nicht fähig ist diese durch Taten zu untermauern macht man sich - egal ob Mann oder Frau - unglaubwürdig. Zu recht. 

Geschlechterunabhängig finde ich es nie gut, wenn einer der Partner seine Unsicherheiten dahingehend kompensiert indem er sein Gegenüber kleinredet, erniedrigt und verunsichert. Den Partner hier in seinem Verhalten zu bestärken nur damit er sich stärker vorkommt, fühlt sich für mich komplett falsch an. 

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ich2022
21.12.22 um 22:04
In Antwort auf kassandra80

Worte sind zumeist nur Schall und Rauch. Wenn man nicht fähig ist diese durch Taten zu untermauern macht man sich - egal ob Mann oder Frau - unglaubwürdig. Zu recht. 

Geschlechterunabhängig finde ich es nie gut, wenn einer der Partner seine Unsicherheiten dahingehend kompensiert indem er sein Gegenüber kleinredet, erniedrigt und verunsichert. Den Partner hier in seinem Verhalten zu bestärken nur damit er sich stärker vorkommt, fühlt sich für mich komplett falsch an. 

Hallo Kassandra,

weder du und ich kennen die Wahrheit, die Frustationstoleranz von Beiden und warum die "Beziehung" trotz all der Widrigkeiten fortdauert.





 

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ich2022
21.12.22 um 22:06
In Antwort auf ich2022

Hallo Kassandra,

weder du und ich kennen die Wahrheit, die Frustationstoleranz von Beiden und warum die "Beziehung" trotz all der Widrigkeiten fortdauert.





 

Frustrationstoleranz "r" vergessen

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M
m.h.7
21.12.22 um 22:10

kathi ist vermutlich gerade umgezogen, deswegen hat sie keine Zeit mehr zum Antworten....

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zauderer22
22.12.22 um 10:21
In Antwort auf eisbrecher

Die Sozialisierung ist dafür verantwortlich und nicht die Hormone. Grundsätzlich sind bis auf ein paar Ausnahmen (zu wenig entwickelte Amygdala, Autismus...) alle Menschen empathiefähig. Ob sie aber lernen, Empathie zu zeigen, liegt daran, wie sie erzogen werden.

Es ist eine Tatsache, dass Jungen und Mädchen heute immer noch unterschiedlich sozialisiert werden und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Männer eben keine Empathie-Helden sind. 

Völlige Übereinstimmung.

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S
sisteronthefly
22.12.22 um 10:57
In Antwort auf kathi0577

Danke für den Beitrag, den ich sehr interessant zum Lesen fand!

Ich tue mir tatsächlich sehr schwer meinem Partner seine "Männlichkeit" zuzugestehen... Ich bin selbst ohne Vater und auch ohne sonst jegliche männliche Bezugsperson aufgewachsen, meine Mama war alleinerziehend mit 2 Kindern und hat immer alles selbst geschupft. Autofahren, Schwimmen, Radfahren, Schifahren,.. Alles wurde mir von meiner Mama beigebracht. Auch bei meinen Umzügen habe ich bis jetzt immer "nur" Hilfe von ihr, Freunden oder meiner Schwester bekommen. 

Ich merke schon, dass es mir in meinen Beziehungen nun deshalb oft schwerfällt, auch mal etwas für mich "machen zu lassen" (zB in Bezug auf Einkaufstaschen für mich Tragen lassen). Da mir ja in meiner Kindheit vorgelebt wurde, dass es auch ohne "Mann" geht...

Ich bin sonst jemand, der sehr aufopfernd ist und sich viel um andere Leute kümmert, sicher auch meinem Beruf geschuldet (Krankenschwester). Ich habe auch das Gefühl, dass sich mein Partner deshalb auch sehr hat gehen lassen, was andere Bereiche unserer Beziehung betrifft, da oft ICH diejenige bin, die Treffen initiiert, ihm kleine Geschenke oder Aufmerksamkeiten mitbringt, für ihn kocht,... Ich mache diese Dinge auch sehr gerne, habe jedoch wie gesagt das Gefühl, dass er sich mittlerweile dahingehend stark zurück genommen hat. Wenn ich ihn mal um etwas bitte, wie zB mir meine neue Lampe im Badezimmer zu montieren, dann sagt er zwar "Ja mache ich", kommt aber nicht in die Gänge. Die neue Lampe steht seit einem Jahr im Keller und verstaubt... 

Mein Partner wohnt in der Stadt, und hat kein Auto. Ich wohne am Land und fahre seit ich 18 Jahre alt bin, überall mit dem Auto hin. Mein Partner hat zwar einen Führerschein, jedoch kaum Fahrpraxis, somit bleibt auch es da auch an mir hängen, wenn wir mal privat wo hinfahren, oder auch mal in den Urlaub fahren. Gerade in Bezug auf diese Tatsache finde ich seine traditionelle Einstellung ironisch, da demnach in seinem Weltbild er alles entscheidet, der starke Mann ist, etc.. aber die Frau sich ihre Lampen bitteschön selbst montieren soll und auch die ganzen Autofahrten übernehmen soll  Passt für mich demnach nicht zusammen.

Das war jetzt eine lange und wirre Nachricht, sorry dafür. Das ist mir jedoch noch auf der Seele gelegen, vielleicht versteht man meine ganze Geschichte dadurch noch etwas besser...
LG Kathi

 

Hallo kathi, 

ahja, es wird deutlicher. Du bist eine selbständige und starke Frau. Deine Mutter konnte dir viele tolle Eigenschaften mit auf deinen Lebensweg geben. Du lebst es, dich für andere einzusetzen und zu tun. Du bist im Prinzip ein Macher. Alles im Leben verfügt über Polaritäten. So wie Tag und Nacht, hell und dunkel, krank und gesund, Liebe und Hass usw. usf. gibt es auch Polaritäten in unseren Eigenschafte, wie z.B. männlich-weiblich. Die analytische Psychologie geht zum Beispiel davon aus, dass in der Seele eines jeden Menschen eine weibliche Seite und eine männliche Seite wohnt. Verschiedene Voraussetzungen und Entwicklungen in unserer Geschichte können dazu führen, dass eine dieser Seiten zu wenig Beachtung erhielt. Das sind in der Regel alles unbewusste Vorgänge aber man könnte sie durchaus beleuchten und dir dadurch einen Kontakt zu deiner weiblichen Seite ermöglichen.  C.G. Jung arbeitete mit seinen sogenannten Archetypen an Persönlichkeiten und nannte sie Schatten. Diese Schatten könnten aus dem Dunkeln herausgeholt werden. Ganz grob umrissen, indem man Teile seiner Persönlichkeit aus dem Dunkel ins Licht holt, sie somit integriert. Sehr, sehr kurz gefasst. Anima-weiblich und Animus-männlich heißen die beiden Archetypen. Du kannst ja mal stöbern und nachlesen, ob die Beschäftigung damit etwas in dir auslöst. Es sollte eigentlich auch Bücher geben, die sich darum handeln. Wenn wir uns eine vollständige Persönlichkeit als einen Kreis vorstellen und nun Anima und Animus als zusammengehörig betrachten fällt auf, dass ein wichtiges Stück oftmals fehlt. Du könntest dieses Projekt als Persönlichkeitsentwicklung betrachten und im Weiteren hilft es dir in Beziehungen. 

LG Sis

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Z
zauderer22
22.12.22 um 14:15
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo kathi, 

ahja, es wird deutlicher. Du bist eine selbständige und starke Frau. Deine Mutter konnte dir viele tolle Eigenschaften mit auf deinen Lebensweg geben. Du lebst es, dich für andere einzusetzen und zu tun. Du bist im Prinzip ein Macher. Alles im Leben verfügt über Polaritäten. So wie Tag und Nacht, hell und dunkel, krank und gesund, Liebe und Hass usw. usf. gibt es auch Polaritäten in unseren Eigenschafte, wie z.B. männlich-weiblich. Die analytische Psychologie geht zum Beispiel davon aus, dass in der Seele eines jeden Menschen eine weibliche Seite und eine männliche Seite wohnt. Verschiedene Voraussetzungen und Entwicklungen in unserer Geschichte können dazu führen, dass eine dieser Seiten zu wenig Beachtung erhielt. Das sind in der Regel alles unbewusste Vorgänge aber man könnte sie durchaus beleuchten und dir dadurch einen Kontakt zu deiner weiblichen Seite ermöglichen.  C.G. Jung arbeitete mit seinen sogenannten Archetypen an Persönlichkeiten und nannte sie Schatten. Diese Schatten könnten aus dem Dunkeln herausgeholt werden. Ganz grob umrissen, indem man Teile seiner Persönlichkeit aus dem Dunkel ins Licht holt, sie somit integriert. Sehr, sehr kurz gefasst. Anima-weiblich und Animus-männlich heißen die beiden Archetypen. Du kannst ja mal stöbern und nachlesen, ob die Beschäftigung damit etwas in dir auslöst. Es sollte eigentlich auch Bücher geben, die sich darum handeln. Wenn wir uns eine vollständige Persönlichkeit als einen Kreis vorstellen und nun Anima und Animus als zusammengehörig betrachten fällt auf, dass ein wichtiges Stück oftmals fehlt. Du könntest dieses Projekt als Persönlichkeitsentwicklung betrachten und im Weiteren hilft es dir in Beziehungen. 

LG Sis

C.G. Jung bei einem systemischen Problem zu Rate zu ziehen, ist zumindest akademisch interessant. Der hier geschilderte "Fall" ist aber so eindeutig, dass solcherlei ansonsten nette Betrachtungen wohl wenig hilfreich sein. In einer Bibliothek sitzend betrachte ich soeben Bilder aus einem uralten Schinken, den ich mir vor Jahrzehnten aneignete: "Der Mensch und seine Symbole." C.G. Jung spielt da die Hauptrolle. Solcherlei Machwerke, an die ich in der Jugend "glaubte", haben mir später viele Jahre lang eine positive Beschäftigung mit Psychologie verleidet. Da habe ich lange nicht mitbekommen, dass wir gefühlt 100 Jahre weiter sind auch in der analytischen und in der kognitiven Psychologie. Aber ich denke, solche Themen sollten wir besser im Psychologieforum ausdiskutieren.

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eisbrecher
22.12.22 um 14:18
In Antwort auf ich2022

Nun ich bestätige nicht deine Antwort - da du keinerlei Bestätigung benötigst .

Oh, vielen Dank dafür

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