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Fühle mich von Freundin ausgenutzt

21. Februar um 10:18 Letzte Antwort: 22. Februar um 16:18

So ihr Lieben,

ich habe mir vor ca. einem halben Jahr fast täglich ein Riesendrama von einer Freundin wegen eines Typens anhören dürfen. Sie hat mir damit den letzten Nerv geraubt, sodass ich  durch sie total gestresst war. Im Prinzip ging es die ganze Zeit darum, dass er nichts Festes von ihr wollte, sie aber partout nicht locker lassen wollte.
Ich kenn den Typ und weiss auch, dass er mit Depressionen zu kämpfen hat, und sich wharscheinlich deshalb nicht binden möchte und keine Verpflichtungen übernehmen möchte, weil es solchen Leuten schwer fällt sich "normal"  zu verhalten bzw. wie andere es erwarten und sie nicht noch mehr Stress gebrauchen können. Meine Freundin hatte vorher schon einen depressiven Freund und meiner Meinung nach fehlt ihr die Empathie mit so etwas umzugehen. Ich habe ihr auch gesagt, dass es nicht schlau ist, sich wieder so einen Typen zu nehmen.
Dann war ich ein halbes Jahr im Ausland und komme nun wieder. Die beiden sind zwar nicht offiziell zusammen, verhalten sich aber pärchenmäßig. 
Was mich daran nun stört, ist, dass ich mir ausgenutzt vorkomme. Und auch als ich sie bevor ich die beiden gesehen habe mal über whatsapp gefragt habe, ob es entspannt zwischen ihnen ist - weil ich auf eine Party wollte und beide dazu einladen wollte, aber eben nur, wenn es zwischen ihnen entspannt ist - hat sie nicht darauf geantwortet. Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich unverschämt und komme mir ausgenutzt vor mir nichts zu sagen, nachdem ich mir über 4 Monate Drama angehört habe.
Vielleicht sagt sie mir auch nichts, weil ich nichts von der Beziehung halte, ich denke, dass eine Beziehung nicht mit so viel Schmerz anfangen sollte. Außerdem unterstützt sie ihn in seinem depressiven Verhalten, da er meist flüchten will. Seine Standardaussage ist "Ich muss mal raus" und das auch nachdem er gerade weg war und im Urlaub war. Jetzt fahren die beiden ständig weg, was auch schön und gut ist, aber wichtiger wäre ja, wenn er seine Probleme mal bei der Wurzel packt.
Ich sehe das nächste Drama auch schon vor der Tür stehen und habe keinen Nerv dafür.
Ich bin ehrlich gesagt ziemlich sauer und möchte dieser "Freundin" kein einziges mal mehr zuhören, wenn es um ihren neuen "Partner" geht. Leider haben wir den gleichen Freundeskreis, es wird also zu Überschneidungen und Treffen kommen, aber abseits davon werde ich sie nun meiden und mich auch nur bei größerenTreffen dazugesellen.
Mein Gewissen zwickt mich, weil ich eine gute Freundin sein will, aber der Preis ist leider zu hoch, weil es mich gedanklich zu sehr beschäftigt und innerlich auffrisst. Mit ihr Reden bringt leider nicht viel, weil sie ein Dickkopf ist und sich nunmal in den Kopf gesetzt hat, dass sie diesen Typen will. Sie ist beratungsresistent und besessen von ihm meiner Meinung nach. Was sie sich hat gefallen lasssen, spricht für ein sehr schlechtes Selbstbewusstsein. Meine Gedanken dazu sind auch: lass sie machen und auf die Schnauze fallen, aber ich bin nicht mehr für dich da, wenn es Probleme gibt. Bin ich eine schlechte Freudin? Was sind eure Gedanken/ Meinungen dazu? Wie kann ich besser damit umgehen? Muss darüber wirklich (zu) viel nachdenken und bin einfach stinksauer, weil ich mir so ausgenutzt vorkomme. Vielleicht habe ich meine Grenzen vorher auch nicht gut genung gesetzt und mir zuviel angehört, weil ich den Anspruch habe eine gute Freundin zu sein?

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21. Februar um 11:26

Ich finde, du übertreibst ein wenig. Es ist doch normal, wenn man frisch in einer Beziehung ist (und so fühlt sich das für deine Freundin momentan wohl an), dass man sich in erster Linie um den neuen Partner kümmert und für Freunde weniger Zeit bleibt.

Sieh es doch einfach so: du hast ihr einen (meines Erachtens vernünftigen) Rat gegeben und sie hat ihn nicht angenommen. Ihr Pech. Sie wird mit den Konsequenzen leben müssen.

Lehn dich zurück und schau dir an, was daraus wird. Wenn das in die Hose geht, wie du vermutest, und sie kommt dann zu dir und will sich ausheulen, kannst du ihr ja immer noch sagen: "Hab ich dir ja gleich gesagt, du wolltest ja nicht hören!"

In Zukunft grenz dich besser ab und wenn deine Freundin dir wieder und wieder die Ohren volljammert, sag ihr doch mal, dass du davon die Nase langsam voll hast. Du musst dir das nicht anhören, vor allem dann nicht, wenn du den Eindruck hast, dass sich sowieso nichts ändert bei ihr. 

Wie sie ihre Beziehung führt, ob sie viel wegfahren oder nicht und was sie dir über ihre Beziehung erzählt, bleibt ganz allein ihr überlassen. Du hast weder irgendein Recht, etwas zu erfahren, noch geht es dich irgendwas an. Du bist nun nicht mehr die Hauptperson in ihrem Leben und das musst du akzeptieren. 
 

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21. Februar um 11:33

Du merkst es schon selbst, du musst lernen dich etwas besser abzugrenzen. Es ist lieb von dir, dass du dir die Zeit nimmst und für sie da bist, aber du solltest das in Zukunft nur noch in einem Rahmen tun, der dir selbst nicht zur Last fällt. Hättest du das in der Vergangenheit auch schon so gemacht, dann wärst du jetzt nicht sauer auf sie und kämst dir nicht ausgenutzt vor.
Das ist wichtig, denn sie ist es dir in keiner Weise schuldig Entscheidungen nach deiner "Beratung" klug zu treffen. Genauso wie du es ihr nicht schuldig bist, das Drama am Ende auszubaden. 

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21. Februar um 11:54

Ändern kannst du an der Beziehung zwischen den beiden nichts und solltest auch nicht versuchen es ihr auzureden etc. Wie du bereits sagtest, sie soll auf die Nase fallen und sellbst merken dass es nicht funktioniert.

Wenn sie dich wieder um Rat fragen sollte oder einfach nur ausheulen will, dann sag ihr einfach so was wie "du ich hab dich gern aber ich kann dir bei deinen Problemen nicht helfen und soll mit ihren Freund drüber sprechen und ihre Probleme ausdiskutieren"

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21. Februar um 16:13

ja dann melde dich doch einfach nicht bei ihr?  wo ist das Problem?

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22. Februar um 10:18

Vielen Dank, ich habe wohl auch aus der Emotion heraus geschrieben.

Dass ich nicht mehr die Hauptrolle spiele ist für mich eine Erleichterung, ich bin darüber überhaupt nicht böse, im Gegenteil. Ich habe mich vor der Abfahrt total geklammert gefühlt von ihr und wusste nicht, wie ich sie auf Abstand bringe. Während ich weg war habe ich mich auch nicht gemeldet. 

Ich will mich auch nicht in die Beziehung einmischen und sage auch nichts dazu, ich gebe nur meinen Rat, wenn ich gefragt werde... Und wie die Beziehung geführt wird ist mir an sich auch relativ egal. Ich sehe nur ungute Dynamiken und am Ende da große Drama warten und das will ich nicht ausbaden. Da muss ich mir gute Strategien überlgen, wie ich das ablehne, falls sie sich bei mir ausheulen will.

Der Fehler liegt einfach darin, dass ich mir das ganze bis zu Erschöpfung immer und immer wieder angehört habe, weil ich nett sein wollte. Das nächste mal bin ich nicht da. Habe die Beziehug zu ihr jetzt auch auf eine Art "Sachebene" gebracht und schneide manche Themen nicht mehr an. Das Einzige, was ich geschrieben habe, nachdem wir uns gemeinsam im Freundeskreis getroffen haben, ist, dass es ja sehr harmonisch zwischen den beiden ausgesehen hätte und ich mich freue, dass es sich so entwickelt hätte. Was nur auf Annahmen meinerseits beruht ich aber hoffe, dass damit das Thema abgefrühstückt ist. Ich habe signalisiert, dass ich es registriert habe, aber eben davon ausgehe, dass alles gut ist.

Ich hätte es einfach fair gefunden von ihr, wenn sie mir gesagt hätte "ach, übrigens, bei mir und .... ist jetzt alles gut. Danke, dass du mir zugehört hast."
 

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22. Februar um 14:02
In Antwort auf toasty1

Vielen Dank, ich habe wohl auch aus der Emotion heraus geschrieben.

Dass ich nicht mehr die Hauptrolle spiele ist für mich eine Erleichterung, ich bin darüber überhaupt nicht böse, im Gegenteil. Ich habe mich vor der Abfahrt total geklammert gefühlt von ihr und wusste nicht, wie ich sie auf Abstand bringe. Während ich weg war habe ich mich auch nicht gemeldet. 

Ich will mich auch nicht in die Beziehung einmischen und sage auch nichts dazu, ich gebe nur meinen Rat, wenn ich gefragt werde... Und wie die Beziehung geführt wird ist mir an sich auch relativ egal. Ich sehe nur ungute Dynamiken und am Ende da große Drama warten und das will ich nicht ausbaden. Da muss ich mir gute Strategien überlgen, wie ich das ablehne, falls sie sich bei mir ausheulen will.

Der Fehler liegt einfach darin, dass ich mir das ganze bis zu Erschöpfung immer und immer wieder angehört habe, weil ich nett sein wollte. Das nächste mal bin ich nicht da. Habe die Beziehug zu ihr jetzt auch auf eine Art "Sachebene" gebracht und schneide manche Themen nicht mehr an. Das Einzige, was ich geschrieben habe, nachdem wir uns gemeinsam im Freundeskreis getroffen haben, ist, dass es ja sehr harmonisch zwischen den beiden ausgesehen hätte und ich mich freue, dass es sich so entwickelt hätte. Was nur auf Annahmen meinerseits beruht ich aber hoffe, dass damit das Thema abgefrühstückt ist. Ich habe signalisiert, dass ich es registriert habe, aber eben davon ausgehe, dass alles gut ist.

Ich hätte es einfach fair gefunden von ihr, wenn sie mir gesagt hätte "ach, übrigens, bei mir und .... ist jetzt alles gut. Danke, dass du mir zugehört hast."
 

Aber genau das können viele Menschen einfach nicht. Sie nehmen es als selbstverständlich, wenn man ihnen zuhört.

Wie schon mehrfach geschrieben wurde und du auch selbst schreibst, musst du lernen, dich da abzugrenzen. Wenn du nicht mehr zuhören willst, weil dich das Thema nervt, dann darfst du das auch deutlich sagen! Eine Freundschaft muss das aushalten können. 

Wenn deine Freundin ein bestimmtes Thema anspricht und du nicht darüber sprechen möchtest, darfst du das ebenfalls sagen. Du kannst das ja auch begründen: Es wird geredet und geredet und gejammert und gejammert, aber es ändert sich nichts. Es bringt nichts, immer wieder dasselbe Thema durchzukauen, ohne dass sich jemals was ändert. 

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22. Februar um 16:18
Beste Antwort
In Antwort auf toasty1

Vielen Dank, ich habe wohl auch aus der Emotion heraus geschrieben.

Dass ich nicht mehr die Hauptrolle spiele ist für mich eine Erleichterung, ich bin darüber überhaupt nicht böse, im Gegenteil. Ich habe mich vor der Abfahrt total geklammert gefühlt von ihr und wusste nicht, wie ich sie auf Abstand bringe. Während ich weg war habe ich mich auch nicht gemeldet. 

Ich will mich auch nicht in die Beziehung einmischen und sage auch nichts dazu, ich gebe nur meinen Rat, wenn ich gefragt werde... Und wie die Beziehung geführt wird ist mir an sich auch relativ egal. Ich sehe nur ungute Dynamiken und am Ende da große Drama warten und das will ich nicht ausbaden. Da muss ich mir gute Strategien überlgen, wie ich das ablehne, falls sie sich bei mir ausheulen will.

Der Fehler liegt einfach darin, dass ich mir das ganze bis zu Erschöpfung immer und immer wieder angehört habe, weil ich nett sein wollte. Das nächste mal bin ich nicht da. Habe die Beziehug zu ihr jetzt auch auf eine Art "Sachebene" gebracht und schneide manche Themen nicht mehr an. Das Einzige, was ich geschrieben habe, nachdem wir uns gemeinsam im Freundeskreis getroffen haben, ist, dass es ja sehr harmonisch zwischen den beiden ausgesehen hätte und ich mich freue, dass es sich so entwickelt hätte. Was nur auf Annahmen meinerseits beruht ich aber hoffe, dass damit das Thema abgefrühstückt ist. Ich habe signalisiert, dass ich es registriert habe, aber eben davon ausgehe, dass alles gut ist.

Ich hätte es einfach fair gefunden von ihr, wenn sie mir gesagt hätte "ach, übrigens, bei mir und .... ist jetzt alles gut. Danke, dass du mir zugehört hast."
 

Haken dran!  sollte sie wieder ankommen und jammern weil sie Stress mit ihm hat,  sag ihr ganz klar dass du kein Ohr dafür hast

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