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Frisch Zusammengezogen - irgendwie nicht glücklich

18. November 2010 um 17:26 Letzte Antwort: 23. November 2010 um 10:21

Hallo Zusammen,

vielleicht können mir ja ein paar von Euch mit Ihren Erfahrungen weiter helfen

Könnte sehr ausschweifend werden...

Ich bin vor 3 Monaten zu meinem Freund gezogen. Da er Eigentum hat, hat sich das einfach angeboten, sonst hätte ich eigentlich lieber eine neue gemeinsame Wohnung gehabt. Aber gut... Wir haben alles renoviert und auch viele meiner Möbel mitgenommen, sodass ich mich inzwischen zuhause fühle und er gibt mir auch nie das Gefühl, dass das ja seine Wohnung ist.

Ich bin 25 und er 34, den Altersunterschied merkt man im Alltag aber nie. Er hatte vor mir sehr lange (über 6 Jahre) keine richtige Beziehung (war alles nichts) und wir waren echt unglaublich glücklich miteinander. Wir waren uns beide sicher, dass es das jetzt ist. Sonst wären wir ja auch nicht zusammengezogen.

Leider ist es jetzt so, dass wir glaube ich beide irgendwie unzufrieden sind. Wir reden kaum mehr miteinander und gehen uns auch auf die Nerven. Und das kann ich gar nicht verstehen, wir sind beide oft unterwegs und sehen uns so richtig nur 2-3 Abende die Woche. Da lerne ich aber oft für mein Studium. Gehen auch viel mit Freunden aus oder laden zu uns ein.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich als 'lockere' Freundin gelte. Mein Freund kann feiern gehen wie er will, er trifft sich mit den Jungs zum Fußball gucken etc... Aber trotzdem hatten wir schon zweimal riesigen Streit weil er mir Vorwürfe macht. Ich würde ihm alles verbieten und ihn einengen und nur motzen und meckern etc.
Klar mecker ich manchmal, wenn mal wieder in der ganzen Wohnung dreckige Wäsche liegt oder ich mal wieder sauber mache und er nur am Laptop hängt. Aber ich will mir natürlich auch nicht alles gefallen lassen.
Wenn ich ihn bitte, endlich mal die Lampen zu installieren oder so (ja, ihr lest richtig, wir sind nach 3 Monaten immer noch nicht fertig mit Einrichten - dabei haben wir alles gekauft), reagiert er total genervt. Ey hallo, ich habe die ganze Wohnung eingeräumt und entmüllt und kümmere mich fast alleine um die Hausarbeit, da ist das doch nicht zu viel verlangt.

Weiß nicht mehr was ich machen soll und habe inzwischen das Gefühl, dass es absolut falsch war, zusammenzuziehen.
Am Anfang dachte ich noch, dass es die Gewöhnungsphase ist. Wir haben beide lange alleine gewohnt und da prallen natürlich 2 Welten aufeinander. Aber inzwischen dürfte sich doch alles eingespielt haben.

Damit es nicht falsch rüber kommt, mein Freund ist keineswegs ein Macho oder so, er ist echt toll und ich liebe ihn wirklich (sonst hätte ich nicht alles aufgegeben für ihn), aber das macht mich alles echt fertig.

Vielen Dank für jeden, der sich diesen Roman angetan hat und vielleicht sogar einen Tipp für mich hat

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22. November 2010 um 11:22

Bei mir wars soooooo..
mein freund (24) und ich (20) sind nach einen halben jahr (september,2009) zusammengezogen, wir waren uns absolut sicher das es das richtige ist ! und siehe da ...... wir wohnen heute noch zusammen und erwarten jetzt sogar nachwuchs!
klar muss ich auch offfffffft meckern weil er sooo faul ist und ich alles alleine machen muss aber so sind männer nun mal !!!
also wenns absolut nicht geht dann würde ich eine räumliche trennung vorschlagen ! ? ich weis nicht genau....
Viel Glück euch zwei

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23. November 2010 um 10:21

Liebe?
Moin!
Seltsam, irgendwie gleichen sich die Geschichten...solche Storys habe ich schon oft gehört.

Meine Meinung dazu? Ich denke, dass es in Deinem Fall ein krasses Problem mit den Revieren gibt. Erstmal solltest Du daran denken das Du bei IHM eingezogen bist. Das ist schon mal eine schlechte Voraussetzung, da es schwer für Dich werden wird, ein vollwertiger Partner zu sein. Und dabei ist es völlig egal, ob er Dir dieses Gefühl gibt oder nicht! Du wirst noch eine lange Zeit der "Eindringling" bleiben.

Immerhin hat er eine lange Zeit ( sechs Jahre!) allein gewohnt und seinen eigenen Lebensrythmus aufgebaut. Und jetzt kommst Du und denkst, dass nach drei Monaten der Typ nach Deiner Pfeife tanzt? Ganz ehrlich: ein bischen blauäugig bist Du schon an die Sache rangegangen, gell?

Ganz einfache Geschichte: Dem Mann ist eine ordentliche Wohnung meistens nicht besonders wichtig. Und ob nun Designerlampen oder Renovierungsfassungen an der Decke baumeln ist auch keine Entscheidung über Leben und Tod.

Ein Tipp zum Aufhängen der Lampen: Wenn er zu Hause ist dann holst Du die Leiter und Werkzeug raus. Und dann gehst Du zu ihm und fragst: " Schatz, muß ich das Licht eigentlich ausschalten wenn ich die Lampe abschraube?" Spätestens dann wird er sich aus dem Sessel erheben. Alternativ kann man auch einen netten, gutaussehenden Nachbarn fragen...

Ich wünsche Dir viel Glück, aber es wird, fürchte ich, noch ein hartes Stück Arbeit für euch beide werden...

Gruß F.

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