Forum / Liebe & Beziehung

Freundschaft und zusammenwohnen mit Bindungsängstlichem Mann?

30. Dezember 2020 um 0:13 Letzte Antwort: 30. Dezember 2020 um 1:35

Liebes Forum,
gerne hätte ich einen Rat von Euch.
Momentan weiss ich nicht weiter.

Hole jetzt mal etwas aus:
Vor ca. 3 jahren habe ich eine gute Freundin in einer WG besucht und habe mich da sehr wohl gefühlt und mich mit Patrick (50) super verstanden.Ich war dann sehr oft zu Besuch und P. und ich waren ein Herz und eine Seele.Wenn ich ging war er traurig, als ich wieder kam, war die welt wieder in Ordnung.Bei mir auch.
Habe dann beschlossen, dorthin zu ziehen.Alle happy damit.
Bevor ich hinzog, habe ich ihm gesagt, dass ich gerade Gefühle entwickle.
Er hat gleich abgeblockt, ich solle mir keine Hoffnungen machen. er sei fertig mit beziehungen in seinem Leben.Ich traurig,aber dachte mir, naja okay, Freundschaften halten meist länger, dann weisst du jetzt wo du dran bist.

Beim nächsten besuch dann, wir hatten getrunken, ich wollte gerade ins Bett gehen, hielt er mich zurück und fragte, was denn jetzt mit uns sei.Ich sagte, er wolle ja nicht und somit sei es ja geschwätzt.Naja so habe er das ja gar nicht gemeint, er würde schon wollen, aber ganz langsam, ich sagte hey, kein Thema, wir müssen ja nicht gleich heiraten.

Ein Besuch später konnte er sich daran nicht mehr erinnern, weil er ja so betrunken war und sagte mir besser nur Freunde, sonst wird wieder nur jemand verletzt...
aha okay, tut weh, aber nun gut, hab das dann zuhause verdaut, irgendwie

Als ich dann dorthin gezogen bin, waren wir einfach befreundet.
Alle die ihn kennen haben gecheckt, dass er verliebt ist.Allen voran seine kinder, die meinten, sie hätten ihren vater so seit Jahren nicht mehr erlebt.

Ich hab bei einer Party mal jemanden kennen gelernt.
Das hat er dermaßen sabotiert, daß ich ihm danach eine Ansage gemacht habe.
Wenn er mich nicht will, dann soll er sich raushalten.Oder er gesteht sich jetzt mal ein, dass er mich wohl mehr mag, als er wolle.Und hab mich dann in sein Bett gelegt.

Dann ging das so weiter. Eine gute Freundschaft plus kuscheln.
Wir hattens gut.Bis er sich irgendwann zurück gezogen hat.
Glaub das ging ihm zu nah.
ich wollte darüber reden.Er hat komplett zu gemacht.Was ich denn wolle, er habe immer gesagt, er möchte keine beziehung.

Ich war sehr verletzt.Ich hab mich drei Monate komplett raus genommen, so gut es eben geht, wenn man zusammen wohnt.Bis zu einem Fest.Da war ich bissl weicher und zack war er da.Er vermisse mich so. Ich solle doch bei ihm schlafen.Ich zack wieder an der Angel.

Es wird aber immer komplizierter mit uns.Er redet nicht über uns.Es wird einfach weggeleugnet.Ich zieh mich immer mehr raus und bin mit Themen wie:
inneres Kind, Selbstwert, warum lass ich mich so behandeln?,
wo hat er entwicklungstraumata etc. beschäftigt.

Hab ihn aber so gerne.Aber ich konfrontiere ihn auch.Letztens meinte ich zu ihm, es werde immer schräger mit uns und wenn wir nicht reden miteinander und ehrlich zueinander sind, dann scheitert hier auch unsere Freundschaft.

Er kam zum reden.Er hat besser gesagt zugehört, denn von ihm kam nix.
Achselzucken seinerseits und die Aussage er wisse nicht was er tun soll.
Ziemlich unfähig.

Ich hab mich immer mehr zurück gezogen.

Letztens hab ich ihn reden hören über mich, da bin ich hin und meinte, ob er mir nicht selbst was sagen möchte, wenn es schon um mich ginge.
Ganz erschrocken meinte er, dass er die Situation mit uns ganz blöd findet.Da meinte ich dann: ach jetzt wo du das selbst spürst, wie blöd sich das anfühlt, dann auf einmal wirds bewusst, das es mir aber seit monaten schon so schlecht geht und ich ihm das auch schon gesagt habe, das ist ihm wohl egal.wenn man mit ignoranz in den wald ruft, dann kommt halt eben Ignoranz zurück!!! Ich war halt auch echt sauer....
Mit anderen kann er dann drüber reden und rumjammern.Warum redet er nicht mit mir?
Er sagte dann sowas wieu hast mich halt mehr lieb, wie ich dich.
Alter schwede, ich sagte dazu nur, naja ich hoffe für dich, das sich das nicht ändert, weil grad gehts in die Richtung....
Er stand dann auf und fragte mich, ob er mich in den Arm nehmen kann.Ich konnte gar nicht antworten, da hing er schon an mir.Dreimal hat er mich so feste gedrückt, das ich fast keine Luft mehr bekommen habe und hat dabei immer wieder gesagt: ich hab dich so lieb, ich hab dich so lieb.

Ich bin dann gegangen.Das ist doch total schizophren.

Denkt er das macht er dann so und alles ist wieder gut?Denkt der mann überhaupt?

Ich bin dann für einige Tage dorthin, wo ich vorher gewohnt habe.Abstand.
Kam zurück und bin dann aber nach ein paar Tage gleich wieder zurück.
Mir ist das alles zu viel.

Ich kann nicht einfach in einen Freundschaftsmodus wechseln.Das hat vertrauen gekostet und ich fühle mich auch nicht richtig gesehen.Und ganz ehrlich, wenn er ja immer so propagiert wir seien ja so gute Freunde.Verhält man sich so als Freund?

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?Wegziehen?

Ich gönne ihm das auch nicht, dass ich mich wieder einkriege, weil sauer sein so belastend ist und es dann wieder wie früher losgeht und er mich dann genau wieder da hat, schön unter Kontrolle.
welche Knöpfen er drücken muss, weiss er ja mittlerweile.
Ich weiss, es gehören zwei dazu. ist schwer, wenn man sich ja genau das wünscht....

Wir hatten es doch so gut, ich weiss gar nicht, wie sich das so entwickeln konnte.

Jetzt ist das doch sehr viel Text geworden.es hat auch einfach mal gut getan, sich das von der Seele zu schreiben. Freue mich von Euch zu hören

w,40
 

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30. Dezember 2020 um 1:35

Liebe Rubyblue,

ich könnte dir nur einen Rat geben, aber der ist schwer. Medizin schmeckt manchmal nicht, aber wem sag ich das!

Er scheint Schmuse-Kuschel-Sex einer ernsthaften Sache vorzuziehen. Wo er dich zärtlich anfassen  muß, weiß er jetzt. Du kannst nur etwas verändern, wenn du sein zärtliches Knöpfedrücken/Getue energisch abweist und ernsthafte Gespräche einforderst.

Ich bin mir fast sicher, daß er kneifen wird.

Was du daraus machst, ist deine Entscheidung. Falls du dich für's Knöpfedrücken entscheidest, dann akzeptiere es, du wärst nicht die erste, die den Spatz in der Hand nimmt und auf die Taube auf dem Dach verzichtet.

Ein schönes, erfülltes neues Jahr,

Pi
 

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