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Freundschaft, Liebe, Trennung...

6. Januar 2014 um 16:52

Seit gestern ist zwischen mir und meinem (Ex) Freund Schluss.
Wir kennen uns seit einem Jahr, ich ging im September zum Studium ins Ausland, und als er mich hier besuchen kam, hat es gefunkt. Wir hatten eine wunderschöne Zeit zusammen und beschlossen, dem Ganzen eine Chance zu geben, trotz der Distanz. Schmiedeten Zukunftspläne für die Zeit "danach" (wären nun noch 6 Monate gewesen). Nun habe ich herausgefunden, dass er nie 100% daran geglaubt hat - an uns geglaubt hat.
Begonnen, sich zurück zu ziehen, hat er schon vor Wochen. Nach einigen Meinungsverschiedenheiten war er oft tagelang kalt und beleidigend. Ich habe viel in die Beziehung investiert, viel Hoffnung hinein gesteckt, da ich ja glaubte, ihn schon gut zu kennen und endlich jemanden gefunden zu haben, der all das vereint, wonach ich in einem Mann suche. Auch wenn er unentschlossen wirkte, war ich immer guten Mutes, bin positiv und geduldig an die Sache herangegangen - er wollte es ja schließlich anfangs auch.
Wir haben uns an Silvester das erste Mal nach 2 Monaten wieder gesehen. Er hat mich gleich in dieser Nacht alleine gelassen und mich ins Taxi nach hause gesetzt, weil er lieber noch weiter feiern und saufen wollte. Wir hatten ein langes Gespräch und ich war nach den letzten Wochen selbst schon bereit, mir das nicht länger anzutun. Allerdings war es ein sehr gutes und klärendes Gespräch, er bat mich nicht zu gehen und er war danach wie ausgewechselt - die letzten Tage mit ihm waren schön und harmonisch.
Gestern war unser letzter Tag - ich fragte ihn morgens (scherzhaft) ob er mich denn vermissen würde und ich in 6 Wochen (hatte schon einen Flug, den er sogar anbot, zur Hälfte zu bezahlen) wiederkommen dürfe - er sagte, ja natürlich! Wir hatten Sex und verbrachten einen romantischen Tag am Strand, machten Fotos...ich war überzeugt, es würde wieder bergauf gehen nach dieser schwierigen Phase.
Als wir abends nach Hause kamen, machte er Schluss. Begründung: Es würde nicht für mehr reichen, er hätte nicht den Mut gehabt, es mir eher zu sagen. Er sei kompliziert und all unsere 'Streits' und mein Verhalten in diesen hätten ihm gezeigt, dass wir nicht zusammen gehören und er kann das nicht so einfach vergessen und weiter machen. Er würde aber gerne wieder zurück zu einer Freundschaft, weil er mich ja trotzdem noch gern hat.
Ich habe ihm gesagt, dass ich dies nicht kann, denn es würde mir das Herz brechen. Ich kann nicht verstehen, dass er es beendet hat, und das ist das Schlimmste. Es war so schön am Anfang, und nur wegen ein paar blöden Streits, mit denen er nicht umgehen konnte, ist nun alles vorbei, bevor es überhaupt richtig anfangen konnte.
Ich liebe ihn, sowohl als Freund als auch als Partner. Ich will ihn nicht aus meinem Leben streichen, da er mir nach wie vor wichtig ist. Doch er hat mich auch oft verletzt und allein die Vorstellung, ich könnte ihn irgendwann mit jemand anderem sehen, macht mich wahnsinnig.
Ich habe soviel in diese Beziehung investiert und er hat es anscheinend nie gesehen. Stattdessen versucht er gerade, mir die Schuld in die Schuhe zu schieben. Das ist so fies und macht mich noch mehr fertig. Trotzdem will er mich als Freund behalten. Ich weiß nicht mehr weiter, habe keine Kraft mehr...Ich bin seit gestern nur am Heulen und am Verzweifeln. Was soll ich bloß tun?

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7. Januar 2014 um 11:32

Danke für die Antwort...
Das Schlimme ist einfach, dass er danach immer wieder gesagt hat, es ist in Ordnung, er brauche nur etwas Zeit, es würde wieder gut werden - was es ja dann ja auch war, zumindest nach Außen hin.
Wegen 2 lächerlichen Streits, ohne mal persönlich und von Angesicht zu Angesicht darüber gesprochen zu haben, beendet man doch keine Beziehung

Dass er kompliziert ist, unterschreibe ich sofort...Er sagte auch noch, dass es ja schließlich einen Grund hätte, dass er mit 31 noch single sei, während alle seine Freunde als Pärchen oder sogar schon verheiratet durch die Gegend laufen. Das sagte er allerdings, als ich noch heulend bei ihm saß.

Gestern schob er dann viel Schuld auch wieder auf mich: Ich hätte gewusst, dass er es langsam angehen wolle, ich habe ihn gepusht (was das genau war, konnte er nicht sagen, halt so ein Gefühl), ihm Sachen in die Schuhe geschoben (im Streit), für die er nichts konnte...

Am Schlimmsten ist, dass er mir JETZT, also wo es zu spät ist, sagt, dass er ja dieselben Gefühle für mich gehabt hätte und genauso eine Zukunft mit mir wollte, mir aber immer gesagt hätte, er wolle es langsam angehen, gucken wohin es führt...und ich es letztendlich mit meiner Ungeduld zerstört habe.
Ich habe ihn immer gefragt, ihm immer gesagt, er solle mir sagen, wenn es zu viel werde - was ja schon bei so großer Distanz kaum möglich ist (dachte ich) Er hat es immer verneint. Mir immer gesagt, es sei alles ok, ich solle mir nicht so viele Gedanken machen. Selber den Kontakt jeden Tag gesucht. Nun wirft er MIR Egoismus vor - es ginge immer nur darum, was ich wolle. Das ist nicht wahr und so ungerecht, dass ich schreien will. Ich habe so viel gegeben, so viel eingesteckt und er sieht das alles nicht.

Anscheinend waren meine Gedanken aber berechtigt...er hat mir so selten mal gezeigt, dass er das alles wirklich mit ganzem Herzen will - ich wurde immer unsicherer und begann, nach Bestätigung zu suchen. Ich kann doch nicht riechen, was er will und fühlt über so eine große Distanz

Ich wünschte einfach, ich hätte noch mehr die Füße still gehalten, ihm vertraut, gewartet, dass er mehr von sich aus macht irgendwann. Hätte in Streitsituationen anders reagiert...Dann wäre er jetzt noch hier

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