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Freundin war ein paar Monate im Ausland - jetzt stellt sie alles in Frage

28. März 2007 um 15:43

Hallo,
habe viel bei Euch gelesen, und möchte Eure Meinung zu meiner Situation einholen:
Ich bin knapp über 30, sie knapp darunter. Wir sind seit 6 Jahren zusammen, und wohnen seit 5 Jahren zusammen, keine Kinder, nicht verheiratet. Aus meiner Sicht eine wunderbare Beziehung, die ich nie in Frage gestellt hätte.
Nun war meine Freundin ein paar Monate beruflich im Ausland tätig. Gemeinsam mit einer Kollegin hat sie dort in einer Wohnung gelebt, und sicher viel Spass gehabt, und einen tollen Job gemacht. Nun ist sie zurück, und steckt mitten in der grössten Krise ihres Lebens: Sie stellt alles in Frage: Unsere komplette Beziehung, mich, ihr gessamtes bisheriges Leben, einfach alles. Sie steckt mitten in der Midlife-crises! Mal will sie sich trennen, dann wieder nicht, sie sagt, dass sie mich nicht mehr liebt, und redet ständig von ihrem Auslandsaufenthalt. Nun ist sie bereits seit einigen Wochen wieder zurück, aber keine Veränderung: Hin- und her, sie weiss nicht, was sie will. Ich halte das nicht mehr lange aus, gehe daran kaputt.
Was ist da los? Ich denke nicht, dass sie einen Anderen hatte, als sie weg war, ich vertraue ihr total.
Hat sie "nur" eine Lebenskrise? Habe gelesen, dass sich bei Frauen der Hormonhaushalt umstellt, wenn sie um die 30 sind. Ist es "nur" eine Lebenskrise? Ich versuche die ganze Zeit stark zu sein, für sie "da" zu sein, wenn sie mich braucht, aber ihr ihre Freiräume zu lassen.
Eine Theorie besagt, dass es sich eigentlich um einen Kinderwunsch handelt - dieses "in Frage stellen" komme angeblich daher, um ganz sicher zu sein, den richtigen Vater gewählt zu haben. Kann das sein?
Ich weiss nicht mehr weiter, will das aber nicht alles aufgeben. Ich liebe sie sehr!

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28. März 2007 um 16:26

Lass sie es ausleben ...
... es kommt der Zeitpunkt, da weiß sie wieder, in welche Richtung es geht. Ich habe gestern schon zu einer Fernbeziehung gepostet. Mein Freund war auch ein Jahr im Ausland. Anfangs hat er mich total vermisst und richtig gelitten, nach ca. 3 Monaten hatte er seinen Platz dort gefunden. Er lebte in einer WG, machte auch einen hervorragenden Job, der ihm Spaß machte und leicht viel, ging zu vielen Partys, das Feeling, die Mentalität der Menschen dort. Er arbeitete mit Kollegen verschiedenster Nationalitäten, berufliche Aufstiegschancen in weite fremde Länder. Es faszinierte ihn alles, es gab Herausforderungen, die es hier nicht gab und irgendwie war es doch eine Ausnahmesituation.

Ich erkannte ihn nicht wieder, zumal unsere Beziehung gefestigt war bevor er ging und sehr harmonisch und glücklich verlief. Er meldete sich nach 3 Monaten kaum noch, obwohl wir zuvor täglich mehrmals telefonierten. Dass er Jemanden kennengelernt hatte schloss ich aus und er sagte mir nach langem langem drängen mit sehr komplizierten Worten, dass er plötzlich Ängste hätte sich beruflich/territorial, als auch beziehungstechnisch festzulegen. Es wäre alles offen für ihn und es gäbe viele Chancen.

Ich war traurig und enttäuscht, dass unsere traumhafte Beziehung an dem Auslandsaufenthalt kaputt gehen sollte. Auf jeden Fall rief ich ihn auch nicht mehr an, wenn er mich dann doch noch anrief, war ich fröhlich gut gelaunt, habe von meinem Tag erzählt, dass ich mit Freunden weggehe und dass es mir gut geht. Ich habe mich rar gemacht, habe ihn genauso behandelt, wie er mich behandelt hat. Das alles tat ich ohne Ziel und ohne Plan, aber ich habe gemerkt, dass er plötzlich wieder Feuer und Flamme für mich und für all das war, was wir uns immer vorgenommen und gewünscht hatten.

Denn: immer wenn ich "genervt" habe mit Fragen, warum er denn so ist, warum er sich verändert hat usw. usw. habe ich noch mehr Abneigung in ihm erzeugt.

Ich will damit sagen, ich durfte seinem Verhalten nichts beimessen. Und mach Du es doch genauso. Mach dich rar, versuch nicht die Situation zu klären, denn es gibt nichts zu klären, es sind die Eindrücke vom Ausland, die Pläne und Träumerein, die noch bei ihr sitzen. Deine Freundin beruhigt sich schon wieder und euer "normales" gewohntes Leben holt sie wieder ein. Lass sie.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ein Kinderwunsch dominant ist. Und so verrückt spielen die Hormone bei Ü-30-Frauen auch nicht!

Ich hoffe, du verstehst, wie ich das meinte und ich konnte dir helfen.

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28. März 2007 um 18:05
In Antwort auf anatu_11927525

Lass sie es ausleben ...
... es kommt der Zeitpunkt, da weiß sie wieder, in welche Richtung es geht. Ich habe gestern schon zu einer Fernbeziehung gepostet. Mein Freund war auch ein Jahr im Ausland. Anfangs hat er mich total vermisst und richtig gelitten, nach ca. 3 Monaten hatte er seinen Platz dort gefunden. Er lebte in einer WG, machte auch einen hervorragenden Job, der ihm Spaß machte und leicht viel, ging zu vielen Partys, das Feeling, die Mentalität der Menschen dort. Er arbeitete mit Kollegen verschiedenster Nationalitäten, berufliche Aufstiegschancen in weite fremde Länder. Es faszinierte ihn alles, es gab Herausforderungen, die es hier nicht gab und irgendwie war es doch eine Ausnahmesituation.

Ich erkannte ihn nicht wieder, zumal unsere Beziehung gefestigt war bevor er ging und sehr harmonisch und glücklich verlief. Er meldete sich nach 3 Monaten kaum noch, obwohl wir zuvor täglich mehrmals telefonierten. Dass er Jemanden kennengelernt hatte schloss ich aus und er sagte mir nach langem langem drängen mit sehr komplizierten Worten, dass er plötzlich Ängste hätte sich beruflich/territorial, als auch beziehungstechnisch festzulegen. Es wäre alles offen für ihn und es gäbe viele Chancen.

Ich war traurig und enttäuscht, dass unsere traumhafte Beziehung an dem Auslandsaufenthalt kaputt gehen sollte. Auf jeden Fall rief ich ihn auch nicht mehr an, wenn er mich dann doch noch anrief, war ich fröhlich gut gelaunt, habe von meinem Tag erzählt, dass ich mit Freunden weggehe und dass es mir gut geht. Ich habe mich rar gemacht, habe ihn genauso behandelt, wie er mich behandelt hat. Das alles tat ich ohne Ziel und ohne Plan, aber ich habe gemerkt, dass er plötzlich wieder Feuer und Flamme für mich und für all das war, was wir uns immer vorgenommen und gewünscht hatten.

Denn: immer wenn ich "genervt" habe mit Fragen, warum er denn so ist, warum er sich verändert hat usw. usw. habe ich noch mehr Abneigung in ihm erzeugt.

Ich will damit sagen, ich durfte seinem Verhalten nichts beimessen. Und mach Du es doch genauso. Mach dich rar, versuch nicht die Situation zu klären, denn es gibt nichts zu klären, es sind die Eindrücke vom Ausland, die Pläne und Träumerein, die noch bei ihr sitzen. Deine Freundin beruhigt sich schon wieder und euer "normales" gewohntes Leben holt sie wieder ein. Lass sie.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass ein Kinderwunsch dominant ist. Und so verrückt spielen die Hormone bei Ü-30-Frauen auch nicht!

Ich hoffe, du verstehst, wie ich das meinte und ich konnte dir helfen.

Auslandsaufenthalt
Also die Sache mit den Hormonen kannst du erstmal wieder vergessen... und für eine midlifecrisis ist deine Freundin wohl noch zu jung...

Ich denke, dass der Auslandsaufenthalt ihr erstmal gezeigt hat, wie kleinbürgerlich sie vielleicht gelebt hat und was sie, wenn sie dieses Leben wieder aufnähme, alles verpassen würde. Es ist zwar schade, dass sie momentan nicht mehr weiß, wo ihre Wurzeln sind und worauf Verlass ist, aber daran wirst du zur Zeit nichts ändern können. Es ist eine Frage der Zeit, wo sie sich wieder besinnen wird und zu dir zurückkehrt (vorausgesetzt sie hatte keinen anderen in der Zeit). Insofern hat glueckliche2 sicherlich Recht, dass es das Beste, wenn du sie in Ruhe lässt... Auch finde ich gut, dass du den Gutgelaunten und Ausgeglichenen spielst. Vielleicht schaffst du es ja, wirklich einer zu sein, indem du neue Aktivitäten für dich aufgreifst. Das wird dir über die Zeit des Wartens hinweghelfen.

Und wenn sie sich dann beruhigt hat und du sie dann noch haben willst, kann sie zurückkommen. Falls du in der Zwischenzeit jemanden kennengelernt hast, der nicht so schnell aus der Bahn geworfen werden kann - ich gönne es dir.

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