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Freundin stellt Beziehung zu meiner Familie in Frage...

10. Mai 2017 um 13:09 Letzte Antwort: 12. Mai 2017 um 17:30

Hallo zusammen,
meine Freundin (31) u ich (25) sind nun knapp ein Jahr zusammen. 
Letztens hatten wir ein paar Differenzen die mich wirklich fassungslos und auch enttäuscht gestimmt haben. Meine Freundin sah, dass meine Mutter mich in Whatsapp als "Schatz" ansprach. Auch im persönlichen Gespräch nennt sie mich auch zwischendurch "Schatz". Meine Oma spricht mich hin und wieder mit "mein Liebster" an. Für mich ist das einfach Normalität und ich sehe da kein Problem. Ich fände es genau so normal, wenn ihr Vater sie z.B. mit einem Kosenamen anschreiben würden... was aber anscheinend keiner aus ihrer Familie tut. Sie scheint in dem Punkt ganz anders sozialisiert worden zu sein. Jetzt stellte sie diese Umgangsform zwischen mir und meiner Mutter/Oma wortwörtlich als abartig, beschämend und völlig unnormal dar. Sie war richtig fassungslos als ich ihr ein bisschen davon erzählt habe. Sie warf mir vor mich nicht vernünftig von meiner Mutter abgenabelt zu haben. Meiner Mutter warf sie mir gegenüber ein grenzüberschreitendes Verhalten vor. Ich fand das alles schon ziemlich hart von ihr. 
Für sie gehört das Wort "Schatz" nur und ausschließlich in eine Beziehung zu seinem Partner. Sie sagte, sie wisse jetzt einfach nicht mehr wie sie dieses Wort ab jetzt zu deuten habe. 
Ein paar Tage später entschuldigte sie sich für ihr Verhalten und ihre Vorwürfe und versicherte mir, dass sie das alles nicht so gemeint habe. Ich habe versucht nochmal mit ihr drüber zu reden um ihr meinen Standpunkt klar zu machen. Da ging die ganze Sache wieder von vorne los. (Abnabeln/unnormales Verhalten/bescämend etc)

Ich empfinde den Kontakt zu meiner Mutter wirklich alles andere als"bedenklich". 
Ich bin mit 18 von zuhause zuhause ausgezogen und zog zu meiner damaligen Freundin mit der ich 5 Jahre zusammen war. Seit 1,5 Jahren lebe ich alleine. Die Wäsche mache ich alleine, ich koche, ich kaufe ein, zahle meine Rechnungen, ich habe eine Ausbildung, arbeite Vollzeit usw... ich möchte euch nur ein Bild von mir vermitteln. Meine Mutter sehe ich wenn's hochkommt 2-3 Mal im Monat. Meist so ca 1 Stunde zum Kaffeetrinken. Meine Oma sehe ich auch ca. 3 Mal im Monat. Wenn ich sie besuche, helfe ich ihr auch meist bei Kleinigkeiten im Haushalt. Ich empfinde das einfach als Normalität und sehe da kein Problem des nicht abgenabelt habens. 

Über die Mutter-Kind-Beziehung zu ihrer Mutter kann ich leider wenig sagen. Mutter und Vater sind genau wie bei mir getrennt seitdem sie 12 war. Sie sehen sich aufgrund der Distanz nur 2-3x im Jahr. Sie verstehen sich gut und telefonieren meist 1-2x im Monat für ca eine Stunde. Die Beziehung zu ihrem Vater ist kompliziert. Da möchte ich jetzt auch nicht zu viel privates erzählen. Er hat starke psychische und finanzielle Probleme und hat sie mit seinen Problemen wohl schon in ihrer frühsten Kindheit belastet. Nach ihren Erzählungen zu urteilen war sie immer sein erster Ansprechpartner. Er schreibt ihr fast täglich bei Whatsapp und ruft auch mal spontan an. Meistens telefonieren die beiden mehrere Stunden. Sie ist nach den Telefonaten oft so kaputt und durcheinander, dass sie sich fast direkt schlafen legt. Der erste Streit wegen dieses Themas begann auch unmittelbar nach einem Telefonat mit ihrem Vater. Ich habe schon darüber nachgedacht ob das ein Auslöser sein könnte. Ich weiß es nicht. Es sind wirklich extreme Probleme von denen er ihr erzählt. Ich versuche ihr da schon viel seelischen Beistand zu geben und vermittel ihr immer wieder, dass ich da bin wenn sie Hilfe braucht.

Ich wäre der letzte der über Familienverhältnisse urteilt und sie in Frage stellt. Es sei denn, sie sind völlig abnormal und krankhaft. Dass meine Freundin das tut verletzt mich wirklich sehr und ich habe mir auch die Frage gestellt, ob das auf der Basis noch weiter Bestand hat. Es fühlt sich so an, als möchte sie, dass ich den Kontakt zu meiner Familie einschränke und ab jetzt konform zu ihrer Sicht gestalte. Zudem lässt sie in kurzen Momenten immer wieder durcheinen, dass sie in gewisser Weise ein Problem mit dem Altersunterschied hat. Sie äußerte Angst zu haben, ich könne sie für eine andere verlassen nach dem Motto: "Klappt's mit der nicht, dann mit einer anderen/jüngeren."

Ich bin seitdem recht fassungslos. Hat jemand schonmal ähnliche Erlebnisse gehabt. Ich fände es auch schön eure unabhängigen Meinungen dazu zu hören. 

Guude.

 

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10. Mai 2017 um 13:59

Wieso genau rätst du eigentlich jedem zur Trennung?
Selber einsam?

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10. Mai 2017 um 14:15

Naja, ich glaube es ist recht offensichtlich, dass da ein gewisser Neid aus ihr spricht. Wenn sie sich selbst einredet, dass ihr anscheinend etwas komplizierter und distanzierter Umgang mit ihrer Familie die Norm ist und alles was mehr Wärme und Nähe beinhaltet abnormal ist, dann muss sie nicht über ihre eigene Situation traurig sein.

Wenn sie solche Sprüche raushaut a la "Dann suchst du dir später eine Jüngere" will sie auch nur eine Bestätigung hören, dass der Altersunterschied für dich kein Problem ist - fishing for compliments.

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10. Mai 2017 um 14:17
In Antwort auf guude

Hallo zusammen,
meine Freundin (31) u ich (25) sind nun knapp ein Jahr zusammen. 
Letztens hatten wir ein paar Differenzen die mich wirklich fassungslos und auch enttäuscht gestimmt haben. Meine Freundin sah, dass meine Mutter mich in Whatsapp als "Schatz" ansprach. Auch im persönlichen Gespräch nennt sie mich auch zwischendurch "Schatz". Meine Oma spricht mich hin und wieder mit "mein Liebster" an. Für mich ist das einfach Normalität und ich sehe da kein Problem. Ich fände es genau so normal, wenn ihr Vater sie z.B. mit einem Kosenamen anschreiben würden... was aber anscheinend keiner aus ihrer Familie tut. Sie scheint in dem Punkt ganz anders sozialisiert worden zu sein. Jetzt stellte sie diese Umgangsform zwischen mir und meiner Mutter/Oma wortwörtlich als abartig, beschämend und völlig unnormal dar. Sie war richtig fassungslos als ich ihr ein bisschen davon erzählt habe. Sie warf mir vor mich nicht vernünftig von meiner Mutter abgenabelt zu haben. Meiner Mutter warf sie mir gegenüber ein grenzüberschreitendes Verhalten vor. Ich fand das alles schon ziemlich hart von ihr. 
Für sie gehört das Wort "Schatz" nur und ausschließlich in eine Beziehung zu seinem Partner. Sie sagte, sie wisse jetzt einfach nicht mehr wie sie dieses Wort ab jetzt zu deuten habe. 
Ein paar Tage später entschuldigte sie sich für ihr Verhalten und ihre Vorwürfe und versicherte mir, dass sie das alles nicht so gemeint habe. Ich habe versucht nochmal mit ihr drüber zu reden um ihr meinen Standpunkt klar zu machen. Da ging die ganze Sache wieder von vorne los. (Abnabeln/unnormales Verhalten/bescämend etc)

Ich empfinde den Kontakt zu meiner Mutter wirklich alles andere als"bedenklich". 
Ich bin mit 18 von zuhause zuhause ausgezogen und zog zu meiner damaligen Freundin mit der ich 5 Jahre zusammen war. Seit 1,5 Jahren lebe ich alleine. Die Wäsche mache ich alleine, ich koche, ich kaufe ein, zahle meine Rechnungen, ich habe eine Ausbildung, arbeite Vollzeit usw... ich möchte euch nur ein Bild von mir vermitteln. Meine Mutter sehe ich wenn's hochkommt 2-3 Mal im Monat. Meist so ca 1 Stunde zum Kaffeetrinken. Meine Oma sehe ich auch ca. 3 Mal im Monat. Wenn ich sie besuche, helfe ich ihr auch meist bei Kleinigkeiten im Haushalt. Ich empfinde das einfach als Normalität und sehe da kein Problem des nicht abgenabelt habens. 

Über die Mutter-Kind-Beziehung zu ihrer Mutter kann ich leider wenig sagen. Mutter und Vater sind genau wie bei mir getrennt seitdem sie 12 war. Sie sehen sich aufgrund der Distanz nur 2-3x im Jahr. Sie verstehen sich gut und telefonieren meist 1-2x im Monat für ca eine Stunde. Die Beziehung zu ihrem Vater ist kompliziert. Da möchte ich jetzt auch nicht zu viel privates erzählen. Er hat starke psychische und finanzielle Probleme und hat sie mit seinen Problemen wohl schon in ihrer frühsten Kindheit belastet. Nach ihren Erzählungen zu urteilen war sie immer sein erster Ansprechpartner. Er schreibt ihr fast täglich bei Whatsapp und ruft auch mal spontan an. Meistens telefonieren die beiden mehrere Stunden. Sie ist nach den Telefonaten oft so kaputt und durcheinander, dass sie sich fast direkt schlafen legt. Der erste Streit wegen dieses Themas begann auch unmittelbar nach einem Telefonat mit ihrem Vater. Ich habe schon darüber nachgedacht ob das ein Auslöser sein könnte. Ich weiß es nicht. Es sind wirklich extreme Probleme von denen er ihr erzählt. Ich versuche ihr da schon viel seelischen Beistand zu geben und vermittel ihr immer wieder, dass ich da bin wenn sie Hilfe braucht.

Ich wäre der letzte der über Familienverhältnisse urteilt und sie in Frage stellt. Es sei denn, sie sind völlig abnormal und krankhaft. Dass meine Freundin das tut verletzt mich wirklich sehr und ich habe mir auch die Frage gestellt, ob das auf der Basis noch weiter Bestand hat. Es fühlt sich so an, als möchte sie, dass ich den Kontakt zu meiner Familie einschränke und ab jetzt konform zu ihrer Sicht gestalte. Zudem lässt sie in kurzen Momenten immer wieder durcheinen, dass sie in gewisser Weise ein Problem mit dem Altersunterschied hat. Sie äußerte Angst zu haben, ich könne sie für eine andere verlassen nach dem Motto: "Klappt's mit der nicht, dann mit einer anderen/jüngeren."

Ich bin seitdem recht fassungslos. Hat jemand schonmal ähnliche Erlebnisse gehabt. Ich fände es auch schön eure unabhängigen Meinungen dazu zu hören. 

Guude.

 

Ich würde auch vermuten, dass ihr Verhältnis zu ihrem Vater damit zu tun hat. Sie hat ein ernsthaftes Problem. Dass sie sich bei "Schatz" quasi ekelt, lässt sogar Schlimmes befürchten. 
 

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11. Mai 2017 um 9:49

Also ich finde deinen familiären umgang total normal. Auch in meiner familie und der meines partners spricht man sich hin und wieder mal mit kosenamen an. Ich finde das total in Ordnung. Man liebt diese personen ja und das drückt man eben auch auf diese Art und weise aus. Und ja, genau wie du bin ich definitiv gut von meinen Eltern abgenabelt und erwachsen geworden.
Würde mich meine mutter zb Schatz nennen, wäre das für meinen freund, denke ich, auch kein Problem weil er mich normal nicht schatz nennt sondern andere kosenamen für mich hat. Man kann das ja individualisieren. sie kann sich für dich ja was anderes überlegen wenn sie die Identität stört.

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11. Mai 2017 um 21:39
In Antwort auf guude

Hallo zusammen,
meine Freundin (31) u ich (25) sind nun knapp ein Jahr zusammen. 
Letztens hatten wir ein paar Differenzen die mich wirklich fassungslos und auch enttäuscht gestimmt haben. Meine Freundin sah, dass meine Mutter mich in Whatsapp als "Schatz" ansprach. Auch im persönlichen Gespräch nennt sie mich auch zwischendurch "Schatz". Meine Oma spricht mich hin und wieder mit "mein Liebster" an. Für mich ist das einfach Normalität und ich sehe da kein Problem. Ich fände es genau so normal, wenn ihr Vater sie z.B. mit einem Kosenamen anschreiben würden... was aber anscheinend keiner aus ihrer Familie tut. Sie scheint in dem Punkt ganz anders sozialisiert worden zu sein. Jetzt stellte sie diese Umgangsform zwischen mir und meiner Mutter/Oma wortwörtlich als abartig, beschämend und völlig unnormal dar. Sie war richtig fassungslos als ich ihr ein bisschen davon erzählt habe. Sie warf mir vor mich nicht vernünftig von meiner Mutter abgenabelt zu haben. Meiner Mutter warf sie mir gegenüber ein grenzüberschreitendes Verhalten vor. Ich fand das alles schon ziemlich hart von ihr. 
Für sie gehört das Wort "Schatz" nur und ausschließlich in eine Beziehung zu seinem Partner. Sie sagte, sie wisse jetzt einfach nicht mehr wie sie dieses Wort ab jetzt zu deuten habe. 
Ein paar Tage später entschuldigte sie sich für ihr Verhalten und ihre Vorwürfe und versicherte mir, dass sie das alles nicht so gemeint habe. Ich habe versucht nochmal mit ihr drüber zu reden um ihr meinen Standpunkt klar zu machen. Da ging die ganze Sache wieder von vorne los. (Abnabeln/unnormales Verhalten/bescämend etc)

Ich empfinde den Kontakt zu meiner Mutter wirklich alles andere als"bedenklich". 
Ich bin mit 18 von zuhause zuhause ausgezogen und zog zu meiner damaligen Freundin mit der ich 5 Jahre zusammen war. Seit 1,5 Jahren lebe ich alleine. Die Wäsche mache ich alleine, ich koche, ich kaufe ein, zahle meine Rechnungen, ich habe eine Ausbildung, arbeite Vollzeit usw... ich möchte euch nur ein Bild von mir vermitteln. Meine Mutter sehe ich wenn's hochkommt 2-3 Mal im Monat. Meist so ca 1 Stunde zum Kaffeetrinken. Meine Oma sehe ich auch ca. 3 Mal im Monat. Wenn ich sie besuche, helfe ich ihr auch meist bei Kleinigkeiten im Haushalt. Ich empfinde das einfach als Normalität und sehe da kein Problem des nicht abgenabelt habens. 

Über die Mutter-Kind-Beziehung zu ihrer Mutter kann ich leider wenig sagen. Mutter und Vater sind genau wie bei mir getrennt seitdem sie 12 war. Sie sehen sich aufgrund der Distanz nur 2-3x im Jahr. Sie verstehen sich gut und telefonieren meist 1-2x im Monat für ca eine Stunde. Die Beziehung zu ihrem Vater ist kompliziert. Da möchte ich jetzt auch nicht zu viel privates erzählen. Er hat starke psychische und finanzielle Probleme und hat sie mit seinen Problemen wohl schon in ihrer frühsten Kindheit belastet. Nach ihren Erzählungen zu urteilen war sie immer sein erster Ansprechpartner. Er schreibt ihr fast täglich bei Whatsapp und ruft auch mal spontan an. Meistens telefonieren die beiden mehrere Stunden. Sie ist nach den Telefonaten oft so kaputt und durcheinander, dass sie sich fast direkt schlafen legt. Der erste Streit wegen dieses Themas begann auch unmittelbar nach einem Telefonat mit ihrem Vater. Ich habe schon darüber nachgedacht ob das ein Auslöser sein könnte. Ich weiß es nicht. Es sind wirklich extreme Probleme von denen er ihr erzählt. Ich versuche ihr da schon viel seelischen Beistand zu geben und vermittel ihr immer wieder, dass ich da bin wenn sie Hilfe braucht.

Ich wäre der letzte der über Familienverhältnisse urteilt und sie in Frage stellt. Es sei denn, sie sind völlig abnormal und krankhaft. Dass meine Freundin das tut verletzt mich wirklich sehr und ich habe mir auch die Frage gestellt, ob das auf der Basis noch weiter Bestand hat. Es fühlt sich so an, als möchte sie, dass ich den Kontakt zu meiner Familie einschränke und ab jetzt konform zu ihrer Sicht gestalte. Zudem lässt sie in kurzen Momenten immer wieder durcheinen, dass sie in gewisser Weise ein Problem mit dem Altersunterschied hat. Sie äußerte Angst zu haben, ich könne sie für eine andere verlassen nach dem Motto: "Klappt's mit der nicht, dann mit einer anderen/jüngeren."

Ich bin seitdem recht fassungslos. Hat jemand schonmal ähnliche Erlebnisse gehabt. Ich fände es auch schön eure unabhängigen Meinungen dazu zu hören. 

Guude.

 

Dein Verhältnis zu deiner Familie klingt völlig normal. Meine Mutter nennt mich auch manchmal Schatz und ich meinen Sohn auch. Wo ist das Problem? Vielleicht erträgt deine Freundin euer normal/gutes Verhältnis nicht? Ich hätte am deiner Stelle auch ein Problem damit, wenn mein Partner mir in diesem Kontext so blöd kommen würde.  

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11. Mai 2017 um 21:40
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Hallo zusammen,
meine Freundin (31) u ich (25) sind nun knapp ein Jahr zusammen. 
Letztens hatten wir ein paar Differenzen die mich wirklich fassungslos und auch enttäuscht gestimmt haben. Meine Freundin sah, dass meine Mutter mich in Whatsapp als "Schatz" ansprach. Auch im persönlichen Gespräch nennt sie mich auch zwischendurch "Schatz". Meine Oma spricht mich hin und wieder mit "mein Liebster" an. Für mich ist das einfach Normalität und ich sehe da kein Problem. Ich fände es genau so normal, wenn ihr Vater sie z.B. mit einem Kosenamen anschreiben würden... was aber anscheinend keiner aus ihrer Familie tut. Sie scheint in dem Punkt ganz anders sozialisiert worden zu sein. Jetzt stellte sie diese Umgangsform zwischen mir und meiner Mutter/Oma wortwörtlich als abartig, beschämend und völlig unnormal dar. Sie war richtig fassungslos als ich ihr ein bisschen davon erzählt habe. Sie warf mir vor mich nicht vernünftig von meiner Mutter abgenabelt zu haben. Meiner Mutter warf sie mir gegenüber ein grenzüberschreitendes Verhalten vor. Ich fand das alles schon ziemlich hart von ihr. 
Für sie gehört das Wort "Schatz" nur und ausschließlich in eine Beziehung zu seinem Partner. Sie sagte, sie wisse jetzt einfach nicht mehr wie sie dieses Wort ab jetzt zu deuten habe. 
Ein paar Tage später entschuldigte sie sich für ihr Verhalten und ihre Vorwürfe und versicherte mir, dass sie das alles nicht so gemeint habe. Ich habe versucht nochmal mit ihr drüber zu reden um ihr meinen Standpunkt klar zu machen. Da ging die ganze Sache wieder von vorne los. (Abnabeln/unnormales Verhalten/bescämend etc)

Ich empfinde den Kontakt zu meiner Mutter wirklich alles andere als"bedenklich". 
Ich bin mit 18 von zuhause zuhause ausgezogen und zog zu meiner damaligen Freundin mit der ich 5 Jahre zusammen war. Seit 1,5 Jahren lebe ich alleine. Die Wäsche mache ich alleine, ich koche, ich kaufe ein, zahle meine Rechnungen, ich habe eine Ausbildung, arbeite Vollzeit usw... ich möchte euch nur ein Bild von mir vermitteln. Meine Mutter sehe ich wenn's hochkommt 2-3 Mal im Monat. Meist so ca 1 Stunde zum Kaffeetrinken. Meine Oma sehe ich auch ca. 3 Mal im Monat. Wenn ich sie besuche, helfe ich ihr auch meist bei Kleinigkeiten im Haushalt. Ich empfinde das einfach als Normalität und sehe da kein Problem des nicht abgenabelt habens. 

Über die Mutter-Kind-Beziehung zu ihrer Mutter kann ich leider wenig sagen. Mutter und Vater sind genau wie bei mir getrennt seitdem sie 12 war. Sie sehen sich aufgrund der Distanz nur 2-3x im Jahr. Sie verstehen sich gut und telefonieren meist 1-2x im Monat für ca eine Stunde. Die Beziehung zu ihrem Vater ist kompliziert. Da möchte ich jetzt auch nicht zu viel privates erzählen. Er hat starke psychische und finanzielle Probleme und hat sie mit seinen Problemen wohl schon in ihrer frühsten Kindheit belastet. Nach ihren Erzählungen zu urteilen war sie immer sein erster Ansprechpartner. Er schreibt ihr fast täglich bei Whatsapp und ruft auch mal spontan an. Meistens telefonieren die beiden mehrere Stunden. Sie ist nach den Telefonaten oft so kaputt und durcheinander, dass sie sich fast direkt schlafen legt. Der erste Streit wegen dieses Themas begann auch unmittelbar nach einem Telefonat mit ihrem Vater. Ich habe schon darüber nachgedacht ob das ein Auslöser sein könnte. Ich weiß es nicht. Es sind wirklich extreme Probleme von denen er ihr erzählt. Ich versuche ihr da schon viel seelischen Beistand zu geben und vermittel ihr immer wieder, dass ich da bin wenn sie Hilfe braucht.

Ich wäre der letzte der über Familienverhältnisse urteilt und sie in Frage stellt. Es sei denn, sie sind völlig abnormal und krankhaft. Dass meine Freundin das tut verletzt mich wirklich sehr und ich habe mir auch die Frage gestellt, ob das auf der Basis noch weiter Bestand hat. Es fühlt sich so an, als möchte sie, dass ich den Kontakt zu meiner Familie einschränke und ab jetzt konform zu ihrer Sicht gestalte. Zudem lässt sie in kurzen Momenten immer wieder durcheinen, dass sie in gewisser Weise ein Problem mit dem Altersunterschied hat. Sie äußerte Angst zu haben, ich könne sie für eine andere verlassen nach dem Motto: "Klappt's mit der nicht, dann mit einer anderen/jüngeren."

Ich bin seitdem recht fassungslos. Hat jemand schonmal ähnliche Erlebnisse gehabt. Ich fände es auch schön eure unabhängigen Meinungen dazu zu hören. 

Guude.

 

Dein Verhältnis zu deiner Familie klingt völlig normal. Meine Mutter nennt mich auch manchmal Schatz und ich meinen Sohn auch. Wo ist das Problem? Vielleicht erträgt deine Freundin euer normal/gutes Verhältnis nicht? Ich hätte am deiner Stelle auch ein Problem damit, wenn mein Partner mir in diesem Kontext so blöd kommen würde.  

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11. Mai 2017 um 21:44

Ach komm es gibt wirklich schlimmeres, als wenn die Omi einen so nennt. Meine Oma hat acht Kinder und spricht ihre Kinder fast nie mit Namen an immer irgendwas Liebes und Enkel und Urenkel auch. Was ist denn dran sowasüberhgriffig oder sexuell intim?

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12. Mai 2017 um 17:30

Wie man auf ein gutes Verhältnis und einen liebevollen Umgangston zwischen Eltern und Kidner eifersüchtig sein kann, erschließt sich mir partout nicht. Ich glaube Deine Freundin hat ein massives Problem mit ihrem eigenen Elternhaus.

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