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Freundin mit Panikattaken, weiss nicht mehr weiter!

6. Juni 2006 um 9:43

Hallo Ihr Lieben

ich hab ein Problem mit einer sehr guten Freundin , und weiss einfach nicht mehr weiter. Das geht jetzt schon seit Jahren so, das sie so Panikattaken hat (herzrasen, schwindel, hyperventilieren...) Sie traut sich kaum noch Auto zu fahren, und lebt erst seit 8 Monaten alleine (wird jetzt 30!) davor bei ihren Eltern. Ihr Problem ist, das sie keinen Partner findet, und auch noch nie eine gescheite Beziehung hatte (sie sucht sich immer so unfähige typen, die nix ernstes wollen) - das würde sie so belasten, das sie die Panikattaken entwickelt hat.
Sie ist auch in Therapie, aber ich bin der Meinung das die Therapeutin ihr nicht wirklich helfen kann, weil es ihr immer noch so schlecht geht! Ich verstehe ja auch, das sie unter diesem Zustand leidet, aber ehrlich gesagt, langsam geht mir das Gejammer aber auch tierisch auf den Keks! Jeden Tag dieselbe Leier, mir gehts so schlecht, ich bin auf Liebesentzug usw... Ich sag ihr dann immer , mach doch mal ein VHS Kurs, surf im Internet nach Foren, tu dies oder das... ich hab langsam das Gefühl sie will garnicht, das es besser wird! Und ihre doofe Therapeutin bemitleidet sie, als das sie mal gescheite Vorschläge macht!
Ich bin verheiratet, aber ich hab auch meine Probleme, jeder Mensch hat sorgen, aber sie meint ihr geht es am schlimmsten!
Mich zieht das langsam langsam selber runter und nervt es richtig!
Was denkt ihr darüber, bzw. was soll ich ihr denn noch sagen?

Danke

Liebe Grüsse
Schnuggl

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6. Juni 2006 um 10:01

Kenne das sehr gut
meine beste Freundin mit der ich in einer WG wohne ist auch ständig am Jammern. Ihr Problem sind Depressionen. Sie ist auch in Therapie und war jetzt auch zwei mal in stationärer Behandlung, aber es hat nichts gebracht. Es vergeht kein Tag in der sie nicht in Selbstmitleid zerfließt. Daher kann ich ihr Gejammer auch nicht mehr hören. Ich habe herausgefunden, dass sie sehr viel Aufmerksamkeit braucht. Egal von wem und dass das dann für viele Männer auch zuviel wird und diese sich dann wieder verabschieden. Dass man für jemanden da ist wenn es ihm schlecht geht ist eine Sache. Aber dass man eine unselbständige Person an sich kleben hat was anderes. Daher bin ich achu der Meinung, egal wie schlecht es einem geht und welche Probleme man hat. Man muss sich irgendwann mal rappeln. Kein Therapeut der Welt kann einem helfen. Er kann nur Tipps geben. Aber man selber kann nur etwas ändern.

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6. Juni 2006 um 11:32

Geduld und Verständnis...
Lieber Frittenwerfer,

da haperts eben nachdem ich mir seit zehn Jahren dasselbe anhöre. Ich hatte und habe auch öfter Depressionen aufgrund einiger schlimmer erlebnisse, aber ich heul ja auch nicht deswegen jeden Tag mein Umfeld zusammen...
Ich merk einfach, wie meine Geduld langsam am Ende ist, woher denn nehmen wenn ich keine mehr habe?
Sie verlangt auch einfach so viel von ihren Freunden, und wenn die dann mal keinen Nerv oder keine Zeit oder sonstwas haben, ist sie todesbeleidigt!

Grüssle
Schnuggl

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6. Juni 2006 um 13:52
In Antwort auf regena_12906800

Geduld und Verständnis...
Lieber Frittenwerfer,

da haperts eben nachdem ich mir seit zehn Jahren dasselbe anhöre. Ich hatte und habe auch öfter Depressionen aufgrund einiger schlimmer erlebnisse, aber ich heul ja auch nicht deswegen jeden Tag mein Umfeld zusammen...
Ich merk einfach, wie meine Geduld langsam am Ende ist, woher denn nehmen wenn ich keine mehr habe?
Sie verlangt auch einfach so viel von ihren Freunden, und wenn die dann mal keinen Nerv oder keine Zeit oder sonstwas haben, ist sie todesbeleidigt!

Grüssle
Schnuggl

Bin deiner Meinung
..klar ist man bei einer phsychischen Erkrankung öfters unmächtig.. aber dennoch denke ich dass man sich halt irgendwann mal rappeln muss.. denn auf Dauer hält kein Mensch so eine Person aus... da kann einem der Mensch noch so Leid tun.. mein Verständnis ist da dann auch am Ende

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6. Juni 2006 um 14:39

Danke !
Danke für euer Verständnis, hab nämlich ein total schlechtes Gewissen weil ich so denke!

In Therapie geht sie auch erst seit einem jahr knapp.
Mir tut es ja auch total leid für sie, und ich verstehe auch das es schlimm ist wenn man keinen Partner findet, aber das sie da nur noch ihre Opferrolle pflegt und sich auch in jeden kleinen Pups so reinsteigert, macht mich langsam auch krank!
ich weiss halt auch garnicht was ich ihr noch sagen soll oder wie ich mich verhalten soll! ich fange jetzt bald mit einer Kinderwunsch-Behandlung an, mit hormonen spritzen, eizellen absaugen usw... das belastet mich auch, und in dieser zeit kann ich das Gejammer erst recht nicht ertragen da brauch ich positive Menschen um mich rum, aber wie soll ich ihr das bitte beibringen das sie nicht gleich sauer ist?

danke!


Grüssle
Schnuggl

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7. Juni 2006 um 7:33

Sie sollte wirklich den Therapeuten wechseln.
Ich habe auch unter Panikattacken gelitten und habe das inzwischen(dank einer sehr guten Therapie) im Griff und benötige inzwischen auch keinerlei Hilfe mehr von aussen, denn ich kann mir selber helfen.
Das die Therapeutin sie bemitleidet, ist nun wirklich der falsche Weg.Sie muss lernen mit diesen Attacken umzugehen und ihnen entgegenzuwirken.Das habe ich alles während der Therapie gelernt.Wenn die eigene Angst vor der Panik erstmal verschwunden ist und man einen Weg gefunden hat der Attacke zuvorzukommen(z.b. durch sport, denn das hat auch viel mit der atmung zu tun, solch eine Attacke), dann werden diese Situationen immer seltener.
Wenn deine Freundin sich allerdings nicht helfen lassen möchte und lieber in Selbstmitleid ertrinkt, dann hilft auch die beste Therapie nichts.
Da stellt sich die Frage warum sie(wie es aussieht) nicht allein sein kann.Es muss doch einen Grund dafür geben, dass sie so lange bei den Eltern wohnte bzw. darauf fixiert ist, unbedingt eine Beziehung haben zu wollen. Es scheint,als ob sie viel Aufmerksamkeit benötigt bzw. sucht und die bekommt man ja auch oft, wenn man *krank* ist.
Es hört sich wirklich so an, als ob sie fast froh darüber ist, diese Panikattacken zu haben, so hat sie zumindest die Aufmerksamkeit (und das Mitleid) ihrer Therapeutin. Wenn sie keine Probleme hätte, würde sich wahrscheinlich niemand um sie *kümmern*.
Da sollte vielleicht einmal angesetzt werden, zu hinterfragen warum sie(vielleicht?) so denkt.

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