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Forum / Liebe & Beziehung

Freundin kann sich nicht öffnen

Letzte Nachricht: Gestern um 17:22
F
fridolin
21.12.22 um 14:51

Hallo zusammen,
ich wäre an eurer Einschätzung interessiert.
Ich treffe mich jetzt seit mehreren Monaten mit einer netten Frau. Wir fanden uns von Anfang an sehr sympathisch und es war auch direkt klar, dass wir uns weiter treffen würden. Am Anfang sind wir uns aber nicht näher gekommen als eine ziemlich steife Umarmung zur Verabschiedung. Es war klar, dass sie es langsam angehen möchte und bei körperlichen Dingen sehr unsicher ist, da sie (27, ich 32) wohl noch nie eine richtige Beziehung hatte. Fand ich alles nicht wirklich schlimm.
Zuerst dachte ich, das Hauptproblem sei, dass sie wegen ihrer Unsicherheit nur sehr sehr langsam körperliche Nähe zulassen kann. Aber sie hat mir mittlerweile in einem Gespräch erklärt (und ich habe es auch gemerkt), dass sie ganz große Probleme hat, emotionale Nähe zuzulassen. Unsere normalen Gespräche sind oft oberflächlich und erinnern mich an Smalltalk unter Freunden. Wir hatten dann aber das angesprochenen Gespräch über emotionale Nähe und offen überlegt, ob wir alles beenden, weil sie auch nicht meine Zeit vergeuden möchte, da es gut sein kann, dass es sich nie irgendwie normalisiert. Und ich möchte nicht, dass sie sich schlecht fühlt,weil sie meinetwegen versucht etwas zu erzwingen, was sie einfach nicht ist. Allerdings hat sie sich in dem Gespräch zumindest emotional geöffnet und wir haben darüber gesprochen, wie es für sie ist. Und wir sind uns einig, dass uns beiden am anderen sehr viel liegt und wir unsere Treffen genießen. Das sind solche Momente, in denen wir uns ziemlich nah fühlen, aber ich kann sie ja auch nicht bei jedem Treffen fragen, was Sex für sie bedeutet, warum sie so ist und ein ernstes psychologisches Gespräch anfangen, damit irgendetwas in der Beziehung passiert.
Mittlerweile gibt es bei jedem Treffen einen ganz schönen Kuss, aber an mehr ist nicht zu denken. Ich habe einen kleinen Funken Hoffnung, dass wir in Zukunft noch eine Reihe ganz kleiner Schritte in Richtung emotionale Offenheit und Sexualität machen können. Aber ich weiß es nicht.
Eigentlich weiß ich, wie das alles klingt. Dass es körperlich sehr langsam vorwärts geht, würde ich wahrscheinlich akzeptieren können (,wenn zumindest die Möglichkeit einer Besserung gibt). Aber ohne emotionale Nähe und Offenheit kann ich mir eigentlich nichts vorstellen. Ich mag sie wirklich und sie ist mir wichtig. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Und ich möchte ihr auch helfen und dafür sorgen, dass sie sich entwickelt und lernt, dass nichts passiert, wenn man sich der richtigen Person gegenüber öffnet. Vor allem bin ich auch ein eher unsicherer Mensch und kann mich sehr gut in sie hineinversetzen. Und ich würde ihr ja nie vorwerfen, dass sie so ist.
Was noch hinzu kommt, ist, dass ich im Sommer umgezogen bin und sie auch einfach der einzige Mensch im Umkreis von mehreren hundert Kilometern ist, den ich mag. Ich habe ohne Freunde oder Alternativen in der Nähe im Moment eigentlich nichts zu verlieren.
Kann ich ihr irgendwie helfen, sich zu öffnen und Nähe zuzulassen? Ist es idiotisch, es überhaupt noch zu versuchen? Bringt es ihr überhaupt etwas?
Ich weiß auch nicht, ob ich ihr mit all dem einen Gefallen tue. Einerseits sagt sie, dass sie ja Angst davor hat, alleine zu sterben und im ganzen Leben nie sowas wie Liebe zu erfahren. Von daher kann sie mit einem maximal geduldigen und verständnisvollen Mann wertvolle Erfahrungen sammeln und vielleicht wird sich irgendwann die Blockade in ihrem Kopf lösen. Andererseits kann es gut sein, dass sie schlicht asexuell und aromantisch ist und zu versuchen, da etwas zu erzwingen, schadet ihr nur. Wie kann/soll ich mit ihr weiter machen?


 

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P
pandabaer03
21.12.22 um 15:10

Ich kann dich sehr gut verstehen, ich hatte erst kürzlich eine ähnliche Situation.

Als ich bemerkt habe, dass sich da bei mir was in Richtung Verliebtheit/Gefühle entwickelt und bei ihm aber (noch) nicht, habe ich die Reißleine gezogen. Das Risiko, dass ich mich da gefühlstechnisch in etwas hineinstürze/mich auf etwas einlasse, was nie zum erhofften Ergebnis führen könnte und was mich dann, wenn man es in ein paar Monaten beenden würde, nur noch mehr verletzen würde als jetzt schon, war mir einfach zu groß.

Vielleicht denke ich als Frau da anders aber auch, wenn mein Herz gesagt hat, dass er derjenige ist, den ich als Partner haben möchte und ich ihm da irgendwie in seiner Situation auch helfen möchte, hat mein Kopf gesagt, dass es für mich besser ist die Sache zu beenden und auch, wenn es (zumindest in meinem Fall) schmerzhaft war, war es doch die richtige Entscheidung.

Ich würde dir daher raten es mit ihr weitee zu probieren, solange du dich wohl dabei fühlst. Aber sobald du gefühlstechnisch schon weiter bist als sie und es nicht absehbar ist, ob sie jemals das gleiche fühlen wird, würde ich die Sache beenden.

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H
holzmichel
21.12.22 um 15:33

Das du verliebt bist schreibst du nicht, gut du magst sie, das ist ein kleiner Anfang.
Was hast du denn außer Zeit zu verlieren, wenn du dich weiter mit ihr triffst?
 
Problematisch sehe ich das ihr keine Tiefgründigen Gespräche habt und euch nur oberflächlich unterhaltet.
Klingt bisschen so wie zwei, verzeihe mir die Wortwahl bitte, die übrig geblieben sind, du neu in der Stadt und noch ohne Anschluss, sie noch ohne Beziehung und nicht so richtig was miteinander anzufangen wissen.
Das du ihr helfen kannst Nähe zuzulassen wird sicher schwierig, da sie ja nicht offen mit dir sprechen kann und ich kann dich nur warnen ihren Therapeuten zu spielen.

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F
fridolin
21.12.22 um 16:32
In Antwort auf holzmichel

Das du verliebt bist schreibst du nicht, gut du magst sie, das ist ein kleiner Anfang.
Was hast du denn außer Zeit zu verlieren, wenn du dich weiter mit ihr triffst?
 
Problematisch sehe ich das ihr keine Tiefgründigen Gespräche habt und euch nur oberflächlich unterhaltet.
Klingt bisschen so wie zwei, verzeihe mir die Wortwahl bitte, die übrig geblieben sind, du neu in der Stadt und noch ohne Anschluss, sie noch ohne Beziehung und nicht so richtig was miteinander anzufangen wissen.
Das du ihr helfen kannst Nähe zuzulassen wird sicher schwierig, da sie ja nicht offen mit dir sprechen kann und ich kann dich nur warnen ihren Therapeuten zu spielen.

Das mit dem Therapeut spielen, ist bei mir immer eine Gefahr. Seit ich ein paar Bücher gelesen habe, mache ich das zu gerne, aber ich weiß, dass ich mit meinen Theorien sehr vorsichtig sein muss und sie besser für mich behalte. Gleichzeitig ist sie bei solchen ernsten Fragen in der Regel ehrlich und mir schwirren immer viele solcher Fragen im Kopf rum. Nicht weil ich sie therapieren möchte und (in erster Linie) nicht, weil ich wissen möchte, ob ich noch irgendwann Sex erwarten kann, sondern weil ich sie verstehen möchte.

Dass wir übrig geblieben sind, ist irgendwie ein legitimer Gedanke, an dem etwas dran ist. Die Erkenntnis hilft mir aber gerade nicht weiter

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F
fridolin
21.12.22 um 16:38
In Antwort auf pandabaer03

Ich kann dich sehr gut verstehen, ich hatte erst kürzlich eine ähnliche Situation.

Als ich bemerkt habe, dass sich da bei mir was in Richtung Verliebtheit/Gefühle entwickelt und bei ihm aber (noch) nicht, habe ich die Reißleine gezogen. Das Risiko, dass ich mich da gefühlstechnisch in etwas hineinstürze/mich auf etwas einlasse, was nie zum erhofften Ergebnis führen könnte und was mich dann, wenn man es in ein paar Monaten beenden würde, nur noch mehr verletzen würde als jetzt schon, war mir einfach zu groß.

Vielleicht denke ich als Frau da anders aber auch, wenn mein Herz gesagt hat, dass er derjenige ist, den ich als Partner haben möchte und ich ihm da irgendwie in seiner Situation auch helfen möchte, hat mein Kopf gesagt, dass es für mich besser ist die Sache zu beenden und auch, wenn es (zumindest in meinem Fall) schmerzhaft war, war es doch die richtige Entscheidung.

Ich würde dir daher raten es mit ihr weitee zu probieren, solange du dich wohl dabei fühlst. Aber sobald du gefühlstechnisch schon weiter bist als sie und es nicht absehbar ist, ob sie jemals das gleiche fühlen wird, würde ich die Sache beenden.

Danke für die verstädnisvolle Antwort.
Ja, das mit den Gefühlen ist so eine Sache. So 100% kann ich mich da nicht einschätzen, vielleicht ist ein bisschen Verliebtheit schon dabei. Ich glaube, würde sie mich nicht auf so auf Distanz halten, wäre ich da schon sehr weit.

Hast du eine Idee, warum es bei deinem Gegenüber so war? Kennst du das Gefühl, dass der andere einfach so in seinem Schneckenhaus einschließt, dass er einfach nciht merkt, wie "gut" und für eine Beziehung geeignet er ist?

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pandabaer03
21.12.22 um 19:07
In Antwort auf fridolin

Danke für die verstädnisvolle Antwort.
Ja, das mit den Gefühlen ist so eine Sache. So 100% kann ich mich da nicht einschätzen, vielleicht ist ein bisschen Verliebtheit schon dabei. Ich glaube, würde sie mich nicht auf so auf Distanz halten, wäre ich da schon sehr weit.

Hast du eine Idee, warum es bei deinem Gegenüber so war? Kennst du das Gefühl, dass der andere einfach so in seinem Schneckenhaus einschließt, dass er einfach nciht merkt, wie "gut" und für eine Beziehung geeignet er ist?

Mein Gegenüber hat immer nur gesagt, dass er lange brauchen würde um Gefühle zu entwickeln und nur eine Beziehung eingehen würde, wenn zu 100% alles passt. Ich vermute dahinter aber möglicherweise irgendwas in Richtung Bindungsangst etc. so richtig geöffnet hat er sich in diese Richtung aber nie.

Er hat mich auch "leider" nicht auf Distanz gehalten und hätte ich ihn nicht gezielt danach gefragt, was denn nun mit uns ist, würde ich auch heute noch glauben, dass er gleich fühlt wie ich.

Ja, das Gefühl kenne ich. Ich glaube auch jetzt noch, dass wir eigentlich sehr gut zusammengepasst hätten aber er sich die Sache selbst verbaut, indem er es nicht zulässt und sich zumindest gefühlstechnisch in sein Schneckenhaus verkriecht. Jemanden zu finden mit dem es zu 100% passt ist ja praktisch unmöglich, irgendwo muss man immer Kompromisse eingehen. Aber da muss er selbst drauf kommen. Wie gesagt, mir waren da meine eigenen Gefühle bzw das Bedürfnis nicht stärker als notwendig verletzt zu werden wichtiger.

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holzmichel
22.12.22 um 8:09
In Antwort auf fridolin

Das mit dem Therapeut spielen, ist bei mir immer eine Gefahr. Seit ich ein paar Bücher gelesen habe, mache ich das zu gerne, aber ich weiß, dass ich mit meinen Theorien sehr vorsichtig sein muss und sie besser für mich behalte. Gleichzeitig ist sie bei solchen ernsten Fragen in der Regel ehrlich und mir schwirren immer viele solcher Fragen im Kopf rum. Nicht weil ich sie therapieren möchte und (in erster Linie) nicht, weil ich wissen möchte, ob ich noch irgendwann Sex erwarten kann, sondern weil ich sie verstehen möchte.

Dass wir übrig geblieben sind, ist irgendwie ein legitimer Gedanke, an dem etwas dran ist. Die Erkenntnis hilft mir aber gerade nicht weiter

Vertsehe ich das das richtig, du willst gar nicht unbedingt helfen, du willst in erster Linie in ihr Bett?
Wenn das so ist, eine wahrhaft heldenhafte Einstellung.

Grundsätzlich noch dazu etwas, eine Partnerschaft wie du sie ja vielleicht anstrebst ist ein Sache auf Augenhöhe.
Zumindest sollte es das meiner Meinung nach sein, wenn du den Therapeuten gibst, aus welchen Gründen auch immer, wird sie vermutlich nie eine gleichberechtigte Rolle in eurer Beziehung sein. Außerdem besteht die Gefahr das du sie unbewusst manipulierst.
So wie sie beschreibst wird da wahrscheinlich auch kein, entschuldige das Wort, Hobbytherapeut wirklich helfen.
Es wäre sicher sinnvoller wenn sie erstmal ihre Probleme angeht und sich dann einen Partner sucht.
Das hat sie ja, so wie du schreibst, anscheinend auch sehr richtig erkannt, für mich wirkt es so das du dich ihr ziemlich aufdrängst.

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S
sisteronthefly
22.12.22 um 9:58

Hallo, 

warum kannst du sie eigentlich "nicht" fragen, was Sexualität für sie bedeutet? Je mehr Gespräche du mit ihr über Emotionen führen kannst, umso emotional näher könnt ihr euch kommen. Psychologische Gespräche sind das nicht, vielmehr sind das Gespräche über Gefühle, Emotionen und Bedürfnisse. Eigentlich sollte das in jeder Beziehung seinen Platz finden. Du hast diese Nähe schon gefühlt und beschrieben, als ihr euch über eure Empfindungen bezgl. eurer Treffen ausgetauscht habt. Du kannst an emotionaler Nähe jeden Tag arbeiten. Frag sie so oft wie möglich, was sie denkt, was sie fühlt. Das fördert Verbundenheit. Vielleicht hilft euch ein Gespräch darüber, was für jeden von euch emotionale Nähe überhaupt ist. Es ist nicht zwingend Sex. Ich bin aus deinen Wortennämlich nicht richtig schlau geworden, was du damit meinst. Was du auch versuchen kannst ist, euren oberflächlichen Gesprächen Tiefe zu verleihen durch die Qualität eurer Gespräche. Das könnte allerdings auch anstrengend empfunden werden. Aber genau hier zeigt sich, wie sehr jemand bereit ist sich einem anderen Menschen gegenüber zu öffnen. Emotional nicht verfügbare Menschen sprechen nicht über ihre Emotionen. Dann liegt die Entscheidung bei dir, wie du dein Leben führen möchtest. Erzwingen kannst du grundsätzlich nichts und selbst Sex wäre, wie bereits geschrieben nicht unbedingt emotinale Nähe. 

LG Sis

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sisteronthefly
22.12.22 um 10:07
In Antwort auf fridolin

Danke für die verstädnisvolle Antwort.
Ja, das mit den Gefühlen ist so eine Sache. So 100% kann ich mich da nicht einschätzen, vielleicht ist ein bisschen Verliebtheit schon dabei. Ich glaube, würde sie mich nicht auf so auf Distanz halten, wäre ich da schon sehr weit.

Hast du eine Idee, warum es bei deinem Gegenüber so war? Kennst du das Gefühl, dass der andere einfach so in seinem Schneckenhaus einschließt, dass er einfach nciht merkt, wie "gut" und für eine Beziehung geeignet er ist?

Hallo,
Was ist denn mit den Gefühlen so eine Sache?  
Brauchst du für dein Gefühl die Sicherheit ihrer Gefühle? 
Menschen spüren Unsicherheiten immer und es funktioniert immer auf die gleiche Weise. Reiz-Reaktion-Gegenreaktion. Wenn du nicht bereit bist dich einzulassen spürt das deine Freundin und es verunsichert sie. 
Was ändert Distanz an deinen Gefühlen? 

LG Sis

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F
fridolin
22.12.22 um 10:14
In Antwort auf holzmichel

Vertsehe ich das das richtig, du willst gar nicht unbedingt helfen, du willst in erster Linie in ihr Bett?
Wenn das so ist, eine wahrhaft heldenhafte Einstellung.

Grundsätzlich noch dazu etwas, eine Partnerschaft wie du sie ja vielleicht anstrebst ist ein Sache auf Augenhöhe.
Zumindest sollte es das meiner Meinung nach sein, wenn du den Therapeuten gibst, aus welchen Gründen auch immer, wird sie vermutlich nie eine gleichberechtigte Rolle in eurer Beziehung sein. Außerdem besteht die Gefahr das du sie unbewusst manipulierst.
So wie sie beschreibst wird da wahrscheinlich auch kein, entschuldige das Wort, Hobbytherapeut wirklich helfen.
Es wäre sicher sinnvoller wenn sie erstmal ihre Probleme angeht und sich dann einen Partner sucht.
Das hat sie ja, so wie du schreibst, anscheinend auch sehr richtig erkannt, für mich wirkt es so das du dich ihr ziemlich aufdrängst.

Dann habe ich mich entweder schlecht ausgedrückt, oder du hast mich falsch verstanden.
In dem einen Gespräch habe ich auch eher tendiert, es zu beenden. Eben weil ich mich nicht aufdrängen möchte und nicht möchte, dass sie sich unter Druck setzt oder gesetzt fühlt, dass es klappt. Aber sie meinte dann auch am nächsten Tag, dass sie das traurig machen würde. Das Gefühl, dass wir und mögen und unsere Treffen genießen, ist absolut beidseitig. Ich habe auch angeboten, dass wir das mit dem Küssen erst einmal sein lassen und es eher freundschaftlich belassen. Aber sie meinte, dass es so ja nie etwas "normales" wird und Routine reinkommt. In den Gesprächen sagt sie relativ klar, dass sie ja schon möchte. Vor drei Wochen hat sie mich auch mal bei einer Aktivität ihren Freundinnen vorgestellt, was ihre Idee war.

Diese Probleme, die sie hat, hat sie ja nicht erst, seit wir uns kennen und sie würden ja nicht ohne mich verschwinden. Ich habe halt immer das Gefühl, sie wirklich will, aber nicht kann und nicht weiß wie.
Und ich möchte halt auch kein Mann sein, der sich aus dem Staub macht, weil es ihm zu langsam geht oder weil nicht sicher ist, ob es jemals Sex geben wird. Natürlich frage ich mich bei all dem nach einigen Monaten, ob sich das GAnze noch weiterentwickeln kann, oder ob es maximal auf eine sexlose Beziehung hinaus läuft. Aber ich möchte eben auch, dass sie gute Erfahrungen mit körperlicher Nähe macht und sie zulassen kann (das meint definitiv nicht einfach nur Sex!). Weil ich finde, dass soetwas das Leben sehr bereichert.
Eine Beziehung kann ich mir generell nur auf Augenhöhe vorstellen. Hätte ich das Gefühl, sie möchte das alles nicht und ich dränge mich auf, würde ich es natürlich sofort beenden. Ich würde sie nie zu etwas drängen.

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sisteronthefly
22.12.22 um 10:24
In Antwort auf fridolin

Dann habe ich mich entweder schlecht ausgedrückt, oder du hast mich falsch verstanden.
In dem einen Gespräch habe ich auch eher tendiert, es zu beenden. Eben weil ich mich nicht aufdrängen möchte und nicht möchte, dass sie sich unter Druck setzt oder gesetzt fühlt, dass es klappt. Aber sie meinte dann auch am nächsten Tag, dass sie das traurig machen würde. Das Gefühl, dass wir und mögen und unsere Treffen genießen, ist absolut beidseitig. Ich habe auch angeboten, dass wir das mit dem Küssen erst einmal sein lassen und es eher freundschaftlich belassen. Aber sie meinte, dass es so ja nie etwas "normales" wird und Routine reinkommt. In den Gesprächen sagt sie relativ klar, dass sie ja schon möchte. Vor drei Wochen hat sie mich auch mal bei einer Aktivität ihren Freundinnen vorgestellt, was ihre Idee war.

Diese Probleme, die sie hat, hat sie ja nicht erst, seit wir uns kennen und sie würden ja nicht ohne mich verschwinden. Ich habe halt immer das Gefühl, sie wirklich will, aber nicht kann und nicht weiß wie.
Und ich möchte halt auch kein Mann sein, der sich aus dem Staub macht, weil es ihm zu langsam geht oder weil nicht sicher ist, ob es jemals Sex geben wird. Natürlich frage ich mich bei all dem nach einigen Monaten, ob sich das GAnze noch weiterentwickeln kann, oder ob es maximal auf eine sexlose Beziehung hinaus läuft. Aber ich möchte eben auch, dass sie gute Erfahrungen mit körperlicher Nähe macht und sie zulassen kann (das meint definitiv nicht einfach nur Sex!). Weil ich finde, dass soetwas das Leben sehr bereichert.
Eine Beziehung kann ich mir generell nur auf Augenhöhe vorstellen. Hätte ich das Gefühl, sie möchte das alles nicht und ich dränge mich auf, würde ich es natürlich sofort beenden. Ich würde sie nie zu etwas drängen.

Hallo, 

verstehe mich bitte nicht falsch aber ich würde dir raten, dass du dir einmal Gedanken über deine Gefühle machst unabhängig von deiner Freundin und unabhängig von körperlicher Intimität. 

Du gehst gerade in den Rückzug ohne ihr die wahren Gründe zu nennen. Verständlich das sie traurig ist. Dein Angebot die Sache rein freundschaftlich anzugehen war vermutlich nicht die klügste Entscheidung. 

LG Sis

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F
fridolin
22.12.22 um 11:15
In Antwort auf sisteronthefly

Hallo, 

warum kannst du sie eigentlich "nicht" fragen, was Sexualität für sie bedeutet? Je mehr Gespräche du mit ihr über Emotionen führen kannst, umso emotional näher könnt ihr euch kommen. Psychologische Gespräche sind das nicht, vielmehr sind das Gespräche über Gefühle, Emotionen und Bedürfnisse. Eigentlich sollte das in jeder Beziehung seinen Platz finden. Du hast diese Nähe schon gefühlt und beschrieben, als ihr euch über eure Empfindungen bezgl. eurer Treffen ausgetauscht habt. Du kannst an emotionaler Nähe jeden Tag arbeiten. Frag sie so oft wie möglich, was sie denkt, was sie fühlt. Das fördert Verbundenheit. Vielleicht hilft euch ein Gespräch darüber, was für jeden von euch emotionale Nähe überhaupt ist. Es ist nicht zwingend Sex. Ich bin aus deinen Wortennämlich nicht richtig schlau geworden, was du damit meinst. Was du auch versuchen kannst ist, euren oberflächlichen Gesprächen Tiefe zu verleihen durch die Qualität eurer Gespräche. Das könnte allerdings auch anstrengend empfunden werden. Aber genau hier zeigt sich, wie sehr jemand bereit ist sich einem anderen Menschen gegenüber zu öffnen. Emotional nicht verfügbare Menschen sprechen nicht über ihre Emotionen. Dann liegt die Entscheidung bei dir, wie du dein Leben führen möchtest. Erzwingen kannst du grundsätzlich nichts und selbst Sex wäre, wie bereits geschrieben nicht unbedingt emotinale Nähe. 

LG Sis

Hey Sis,

bei dem Gespräch kam halt häufiger sowas "Ich weiß es auch nicht genau." Würde ich zu sehr nahbohren und sie bei jedem Treffen fragen, was sie fühlt, hätte ich das GEfühl, ihr zu sehr auf die Pelle zu rücken. Ich habe gefragt, was ihr körperlich vielleicht gefallen würde (kuscheln, küssen, streicheln), aber sie denkt wohl nie an sowas und weiß es nicht. Ich habe die Sorge, wenn ich da immer weiter bohre, wirkt es, als sei ich zu sehr an Sex interessiert.
Wenn ich mal etwas über meine Gefühle schreibe, weiß sie nie, was sie darauf antworten soll. Ich merke halt auch, dass es ihr nicht wirklich leicht fällt, darüber zu reden --> sprich sich zu öffnen.
Sie meinte mal, dass sie dachte, das kommt alles mit der Zeit von selbst: körperliches Interesse, emotionale Nähe, Offenheit, Verliebtheit. Aber sie hat gemerkt, dass sich da bei ihr wenig tut. Für mich hängt da viel zusammen: um körperliche Nähe zuzulassen (natürlich nicht nur Sex), muss man auch emotionale Nähe zulassen und dafür muss man sich öffnen. Und auch Verliebtheit kommt halt nicht, wenn man sich regelmäßig trifft und über Filme, Musik, Arbeit spricht.
Die Idee, sie öfter zu fragen, was sie denkt und fühlt, ist gut. Natürlich tue ich das schon gelegentlich und ich glaube es fällt ihr nicht so leicht, auch darüber offen zu reden (sie tut es von sich aus nie). Vor ein paar Tagen habe ich extra noch einmal betont, sie kann mit mir immer offen über alles sprechen, aber nachfragen ist doch etwas anderes. Vieleicht müssen wir uns beide öfter aus unserer Komfort-Zone bewegen.

Ja, das mit den Emotionen ist so eine Sache. Ich bin bei ihr öfter unsicher, weil ich nicht weiß, woran wir so wirklich sind. Da es sich immer nur so halb anfühlt, hatte ich nach den ersten Treffen schon immer Angst, sie möchte es demnächst beenden. Vielleicht möchte ich mich auhc selbst davon abhalten, mich zu sehr in jemanden zu verlieben, der das nicht "kann" und sich davon vielleicht nur unter Druck gesetzt fühlt und ein schlechtes Gewissen bekommt, weil er (bzw. sie) die Gefühle nicht erwidert.
Vielleicht liegt es auch an der Distanz (nicht räumlich). Könntest du dich in jemanden verlieben, der vor allem oberflächliche Gespräche mit dir führt, der kaum in der LAge ist, zu flirten oder mal etwas liebevolles zu sagen und für den es schon sehr ungewöhnlich ist, mal 2 Minuten in deinem Arm zu liegen?
 

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T
theclaw
22.12.22 um 13:04

Mit wurde schon nach den ersten Zeilen klar wo es hakt. Sie brauch einfach -deutlich- mehr Zeit um klar zu werden. Du schreibst du bedrängst sie nicht, was ich lese- das du genau das tust. Mit deutlich mehr Zeit meine ich nicht Wochen sondern eher Monate wenn nicht sogar ein Jahr+. Es ist leichter gesagt als getan, aber nehm ihr auf jeden Fall den Druck. Es kommt dann irgentwann ganz von selbst,habe einfach Geduld.Schwierig aber machbar wenn dir wirklich was an Ihr liegt.Wünsche dir viel Glück

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E
eisbrecher
22.12.22 um 14:15

Ich denke, dass deine Freundin aus irgendwelchen Gründen (liegen möglicherweise in ihrer Vergangenheit/Kindheit) große Probleme mit sich rumschleppt, die sie weder alleine lösen kann, noch du für sie.

Die Lösung wäre eigentlich, dass sie sich in Therapie begibt, um diese Probleme aufzuarbeiten. Das kann nämlich nur sie alleine tun. Natürlich kannst du sie dabei begleiten und ihr ein Freund und eine Bezugsperson sein, aber du kannst nicht ihr Therapeut sein. Und ihr Beziehungspartner wohl für längere Zeit auch noch nicht (zumindest nicht, bis diese Therapie erste Erfolge zeigt).

Versuche nicht, sie retten oder heilen zu wollen, das kannst du nämlich nicht. Niemand kann das außer sie selbst - und wahrscheinlich auch nur mit professioneller Hilfe.

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H
holzmichel
22.12.22 um 14:53
In Antwort auf fridolin

Dann habe ich mich entweder schlecht ausgedrückt, oder du hast mich falsch verstanden.
In dem einen Gespräch habe ich auch eher tendiert, es zu beenden. Eben weil ich mich nicht aufdrängen möchte und nicht möchte, dass sie sich unter Druck setzt oder gesetzt fühlt, dass es klappt. Aber sie meinte dann auch am nächsten Tag, dass sie das traurig machen würde. Das Gefühl, dass wir und mögen und unsere Treffen genießen, ist absolut beidseitig. Ich habe auch angeboten, dass wir das mit dem Küssen erst einmal sein lassen und es eher freundschaftlich belassen. Aber sie meinte, dass es so ja nie etwas "normales" wird und Routine reinkommt. In den Gesprächen sagt sie relativ klar, dass sie ja schon möchte. Vor drei Wochen hat sie mich auch mal bei einer Aktivität ihren Freundinnen vorgestellt, was ihre Idee war.

Diese Probleme, die sie hat, hat sie ja nicht erst, seit wir uns kennen und sie würden ja nicht ohne mich verschwinden. Ich habe halt immer das Gefühl, sie wirklich will, aber nicht kann und nicht weiß wie.
Und ich möchte halt auch kein Mann sein, der sich aus dem Staub macht, weil es ihm zu langsam geht oder weil nicht sicher ist, ob es jemals Sex geben wird. Natürlich frage ich mich bei all dem nach einigen Monaten, ob sich das GAnze noch weiterentwickeln kann, oder ob es maximal auf eine sexlose Beziehung hinaus läuft. Aber ich möchte eben auch, dass sie gute Erfahrungen mit körperlicher Nähe macht und sie zulassen kann (das meint definitiv nicht einfach nur Sex!). Weil ich finde, dass soetwas das Leben sehr bereichert.
Eine Beziehung kann ich mir generell nur auf Augenhöhe vorstellen. Hätte ich das Gefühl, sie möchte das alles nicht und ich dränge mich auf, würde ich es natürlich sofort beenden. Ich würde sie nie zu etwas drängen.

Darum meine ich das sie erstmal besser ohne Partner aufgehoben ist, in einer Partnerschaft wird sie den Druck das etwas körperliches erwartet wird mit Sicherheit verspüren.
Und eine Partnerschaft ohne Körperlichkeit ist wie du richitg schreibst, für die meisten keine wirkliche Partnerschaft.
Wichtig ist halt das sie das Thema überhaupt angehen will.

Du kannts natürlich auch darauf warten das sich alles irgendwie regelt, was ich aber bei ihren derart massiven Problemen nicht erwarten würde.
Vielleicht kannst du es ja einfach als Freundschaft laufen lassen und schauen was passiert?
Solltest sie vorwärts kommen und du niemand anderes finden der als Partnerin in Frage kommt, könntet ihr es vielleicht probieren.
Ich persönlich würde nicht warten, dazu wäre mir das alles zu unsicher.

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F
fridolin
22.12.22 um 20:16
In Antwort auf theclaw

Mit wurde schon nach den ersten Zeilen klar wo es hakt. Sie brauch einfach -deutlich- mehr Zeit um klar zu werden. Du schreibst du bedrängst sie nicht, was ich lese- das du genau das tust. Mit deutlich mehr Zeit meine ich nicht Wochen sondern eher Monate wenn nicht sogar ein Jahr+. Es ist leichter gesagt als getan, aber nehm ihr auf jeden Fall den Druck. Es kommt dann irgentwann ganz von selbst,habe einfach Geduld.Schwierig aber machbar wenn dir wirklich was an Ihr liegt.Wünsche dir viel Glück

Danke. Ich hoffe, du hast recht, denn mir liegt wirklich viel an ihr.
Ich versuche sehr geduldig zu sein, aber es gelingt mir nicht immer komplett. Mein Problem ist eher die Unsicherheit. Ich habe auch die Sorge, dass ich monatelang viele Emotionen, Geduld, Energie in diese Hoffnung stecke und es am Ende zu nichts führt.
Ich sehe mich auch immer im Zwiespalt. Die bisherigen ERfahrungen zeigen, dass die Initiative und die ersten Schritte wohl von mir ausgehen müssen (zum Beispiel beim Thema Küssen, was dann aber gut für sie war). Aber gleichzeitg darf ich nicht übertreiben und sie unter Druck setzen.

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T
theclaw
22.12.22 um 22:49
In Antwort auf fridolin

Danke. Ich hoffe, du hast recht, denn mir liegt wirklich viel an ihr.
Ich versuche sehr geduldig zu sein, aber es gelingt mir nicht immer komplett. Mein Problem ist eher die Unsicherheit. Ich habe auch die Sorge, dass ich monatelang viele Emotionen, Geduld, Energie in diese Hoffnung stecke und es am Ende zu nichts führt.
Ich sehe mich auch immer im Zwiespalt. Die bisherigen ERfahrungen zeigen, dass die Initiative und die ersten Schritte wohl von mir ausgehen müssen (zum Beispiel beim Thema Küssen, was dann aber gut für sie war). Aber gleichzeitg darf ich nicht übertreiben und sie unter Druck setzen.

Das kenn ich. Ganz genau diese Situation. Es gibt nüchtern betrachtet 2 Möglichkeiten. 1. Du machst so weiter, irgentwann wird ihr das evt. zu viel und sie distanziert sich. Oder durch zuviel Missverständnisse z.b. im Chat oder deine Unsicherheit ziehts du die Reissleine mit der Folge das es zum Kontaktabbruch kommt, den du ja auf keinen Fall willst! Möglichkeit 2. Du geniesst die Zeit mit ihr, und achtest drauf sie tunlichst nicht zu bedrängen oder vor Entscheidungen zustellen.Lass sie kommen, wenn sie dich will kommt sie schon. Mit der Zeit erkennt sie hoffentlich dein Wert, und wenn nicht, dann wird es mit Möglichkeit 1. auch nicht funktionieren. Thats life. Und viele Frauen wollen einfach diese Zeit um Sicherheit zu haben. Wenn man für sich dann deutlich feststellt das wird nichts, sowas spürt -mann- halt,dann kann ich dir nur Raten den Kontakt abzubrechen, so bitter das dann auch ist. 

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E
eisbrecher
23.12.22 um 9:55
In Antwort auf fridolin

Danke. Ich hoffe, du hast recht, denn mir liegt wirklich viel an ihr.
Ich versuche sehr geduldig zu sein, aber es gelingt mir nicht immer komplett. Mein Problem ist eher die Unsicherheit. Ich habe auch die Sorge, dass ich monatelang viele Emotionen, Geduld, Energie in diese Hoffnung stecke und es am Ende zu nichts führt.
Ich sehe mich auch immer im Zwiespalt. Die bisherigen ERfahrungen zeigen, dass die Initiative und die ersten Schritte wohl von mir ausgehen müssen (zum Beispiel beim Thema Küssen, was dann aber gut für sie war). Aber gleichzeitg darf ich nicht übertreiben und sie unter Druck setzen.

Zwischenmenschliche Beziehungen haben kein Aufmerksamkeitskonto. Soll heißen: wenn du etwas zurückerwartest, weil du viel gibst, dann wirst du dir so ziemlich in jeder Beziehung unterbeschenkt vorkommen.

Gib, soviel du gerne gibst, aber erwarte nichts zurück. Wenn das für dich unbefriedigend ist, dann gehe eine solche Beziehung gar nicht erst ein. Sich von einem ganz offensichtlich gehemmten Menschen mit psychischen Problemen viel zu erwarten, ist unrealistisch. Diese junge Frau ist nicht beziehungsfähig, bevor sie nicht mindestens eine Therapie durchlaufen hat, um ihre eigenen Probleme anzugehen.

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I
ich2022
23.12.22 um 21:22
In Antwort auf fridolin

Hallo zusammen,
ich wäre an eurer Einschätzung interessiert.
Ich treffe mich jetzt seit mehreren Monaten mit einer netten Frau. Wir fanden uns von Anfang an sehr sympathisch und es war auch direkt klar, dass wir uns weiter treffen würden. Am Anfang sind wir uns aber nicht näher gekommen als eine ziemlich steife Umarmung zur Verabschiedung. Es war klar, dass sie es langsam angehen möchte und bei körperlichen Dingen sehr unsicher ist, da sie (27, ich 32) wohl noch nie eine richtige Beziehung hatte. Fand ich alles nicht wirklich schlimm.
Zuerst dachte ich, das Hauptproblem sei, dass sie wegen ihrer Unsicherheit nur sehr sehr langsam körperliche Nähe zulassen kann. Aber sie hat mir mittlerweile in einem Gespräch erklärt (und ich habe es auch gemerkt), dass sie ganz große Probleme hat, emotionale Nähe zuzulassen. Unsere normalen Gespräche sind oft oberflächlich und erinnern mich an Smalltalk unter Freunden. Wir hatten dann aber das angesprochenen Gespräch über emotionale Nähe und offen überlegt, ob wir alles beenden, weil sie auch nicht meine Zeit vergeuden möchte, da es gut sein kann, dass es sich nie irgendwie normalisiert. Und ich möchte nicht, dass sie sich schlecht fühlt,weil sie meinetwegen versucht etwas zu erzwingen, was sie einfach nicht ist. Allerdings hat sie sich in dem Gespräch zumindest emotional geöffnet und wir haben darüber gesprochen, wie es für sie ist. Und wir sind uns einig, dass uns beiden am anderen sehr viel liegt und wir unsere Treffen genießen. Das sind solche Momente, in denen wir uns ziemlich nah fühlen, aber ich kann sie ja auch nicht bei jedem Treffen fragen, was Sex für sie bedeutet, warum sie so ist und ein ernstes psychologisches Gespräch anfangen, damit irgendetwas in der Beziehung passiert.
Mittlerweile gibt es bei jedem Treffen einen ganz schönen Kuss, aber an mehr ist nicht zu denken. Ich habe einen kleinen Funken Hoffnung, dass wir in Zukunft noch eine Reihe ganz kleiner Schritte in Richtung emotionale Offenheit und Sexualität machen können. Aber ich weiß es nicht.
Eigentlich weiß ich, wie das alles klingt. Dass es körperlich sehr langsam vorwärts geht, würde ich wahrscheinlich akzeptieren können (,wenn zumindest die Möglichkeit einer Besserung gibt). Aber ohne emotionale Nähe und Offenheit kann ich mir eigentlich nichts vorstellen. Ich mag sie wirklich und sie ist mir wichtig. Und das beruht auf Gegenseitigkeit. Und ich möchte ihr auch helfen und dafür sorgen, dass sie sich entwickelt und lernt, dass nichts passiert, wenn man sich der richtigen Person gegenüber öffnet. Vor allem bin ich auch ein eher unsicherer Mensch und kann mich sehr gut in sie hineinversetzen. Und ich würde ihr ja nie vorwerfen, dass sie so ist.
Was noch hinzu kommt, ist, dass ich im Sommer umgezogen bin und sie auch einfach der einzige Mensch im Umkreis von mehreren hundert Kilometern ist, den ich mag. Ich habe ohne Freunde oder Alternativen in der Nähe im Moment eigentlich nichts zu verlieren.
Kann ich ihr irgendwie helfen, sich zu öffnen und Nähe zuzulassen? Ist es idiotisch, es überhaupt noch zu versuchen? Bringt es ihr überhaupt etwas?
Ich weiß auch nicht, ob ich ihr mit all dem einen Gefallen tue. Einerseits sagt sie, dass sie ja Angst davor hat, alleine zu sterben und im ganzen Leben nie sowas wie Liebe zu erfahren. Von daher kann sie mit einem maximal geduldigen und verständnisvollen Mann wertvolle Erfahrungen sammeln und vielleicht wird sich irgendwann die Blockade in ihrem Kopf lösen. Andererseits kann es gut sein, dass sie schlicht asexuell und aromantisch ist und zu versuchen, da etwas zu erzwingen, schadet ihr nur. Wie kann/soll ich mit ihr weiter machen?


 

Nimm es wie es ist und deine Worte:

"wir haben darüber gesprochen, wie es für sie ist. Und wir sind uns einig, dass uns beiden am anderen sehr viel liegt und wir unsere Treffen genießen."

jedoch nicht mehr

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ich2022
23.12.22 um 22:01
In Antwort auf ich2022

Nimm es wie es ist und deine Worte:

"wir haben darüber gesprochen, wie es für sie ist. Und wir sind uns einig, dass uns beiden am anderen sehr viel liegt und wir unsere Treffen genießen."

jedoch nicht mehr

Aber 😔 sorry
vielleicht bist du einfach wenig der Typ,
der in ihr die Leidenschaft erweckt und  sie vertraut ihren Gefühlen anstatt sich nur aus Angst vor dem Alleinsein- Dich durch Sex an sich zu binden.

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fridolin
24.12.22 um 10:11
In Antwort auf ich2022

Aber 😔 sorry
vielleicht bist du einfach wenig der Typ,
der in ihr die Leidenschaft erweckt und  sie vertraut ihren Gefühlen anstatt sich nur aus Angst vor dem Alleinsein- Dich durch Sex an sich zu binden.

Das kann man vermuten. Aber wenn sie mit 27 noch nie verliebt war und sich nie zu jemandem so hingezogen gefühlt hat, vermute ich, das Problem ist nicht einfach nur, dass ich nicht ihr Typ bin.
Sie hatte sich wohl für über einem Jahr schon mal regelmäßig mit jemandem getroffen, mit dem es ähnlich lief und er es dann lieber beenden wollte. Dass sie zufällig bisher noch überhaupt niemanden getroffen hat, der ihr Typ ist, finde ich dann unwahrscheinlich. Aber natürlich nciht unmöglich.

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eisbrecher
03.01.23 um 18:38
In Antwort auf fridolin

Das kann man vermuten. Aber wenn sie mit 27 noch nie verliebt war und sich nie zu jemandem so hingezogen gefühlt hat, vermute ich, das Problem ist nicht einfach nur, dass ich nicht ihr Typ bin.
Sie hatte sich wohl für über einem Jahr schon mal regelmäßig mit jemandem getroffen, mit dem es ähnlich lief und er es dann lieber beenden wollte. Dass sie zufällig bisher noch überhaupt niemanden getroffen hat, der ihr Typ ist, finde ich dann unwahrscheinlich. Aber natürlich nciht unmöglich.

Vielleicht war sie ja auch in den nicht verliebt? Aber im Endeffekt nützt es dir nicht viel, wenn das bei ihr nunmal so ist, dass sie sich schwer oder gar nicht verliebt. 

Manche Menschen sind aus verschiedenen Gründen eben nicht dazu fähig, sich zu verlieben oder Beziehungen einzugehen. Meist sind die Gründe dafür in ihrer Psyche verborgen und wenn sie etwas daran ändern möchten, müssen sie erst einmal diese Baustellen finden und aufarbeiten. 

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fridolin
23.01.23 um 16:53

Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Ich frage mich bei einigen Threats immer, wie es weiter gegangen ist. Falls es jemanden interessiert:

Anfang des Jahres haben wir ein schönes Gespräch geführt, bei dem wir uns emotional näher gekommen sind. Allerdings war Thema des Gesprächs, dass sie mir wohl nicht geben kann, was ich in einer Beziehung möchte (das bedeutet nicht nur Sex!). Ich glaube, wir beide hatten/haben die Sorge, was wir machen können, damit wir uns auch weiter so gut verstehen und regelmäßig treffen. Damals war etwas Unklarheit und es hieß erstmal "Weiter so", aber mittlerweile haben wir dann geklärt, dass wir uns nur noch als Freunde sehen. Und bevor jemand denkt, das unbedingt schreiben zu müssen: ja, ich weiß, dass es so besser ist und, dass das der einzig mögliche Weg ist. Mir iiegt viel an ihr und ich hoffe, das funktioniert einigermaßen.
In dem GEspräch fiel auch mal das Wort "Therapie". Sie meinte, dass sie manchmal schon gerne wissen würde, warum sie so ist. Aber ich habe ihr auch gesagt, dass sie das nicht tun muss. Wenn sie das alles nicht möchte, ist das absolut in Ordnung und kein Grund für eine Therapie. Wenn sie das möchte, aber nicht kann und darunter leidet, wäre es etwas anderes. Aber es steht mir nicht zu, da Tipps zu geben und zu urteilen.

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ich2022
Gestern um 17:19
In Antwort auf fridolin

Erstmal vielen Dank für die Antworten.
Ich frage mich bei einigen Threats immer, wie es weiter gegangen ist. Falls es jemanden interessiert:

Anfang des Jahres haben wir ein schönes Gespräch geführt, bei dem wir uns emotional näher gekommen sind. Allerdings war Thema des Gesprächs, dass sie mir wohl nicht geben kann, was ich in einer Beziehung möchte (das bedeutet nicht nur Sex!). Ich glaube, wir beide hatten/haben die Sorge, was wir machen können, damit wir uns auch weiter so gut verstehen und regelmäßig treffen. Damals war etwas Unklarheit und es hieß erstmal "Weiter so", aber mittlerweile haben wir dann geklärt, dass wir uns nur noch als Freunde sehen. Und bevor jemand denkt, das unbedingt schreiben zu müssen: ja, ich weiß, dass es so besser ist und, dass das der einzig mögliche Weg ist. Mir iiegt viel an ihr und ich hoffe, das funktioniert einigermaßen.
In dem GEspräch fiel auch mal das Wort "Therapie". Sie meinte, dass sie manchmal schon gerne wissen würde, warum sie so ist. Aber ich habe ihr auch gesagt, dass sie das nicht tun muss. Wenn sie das alles nicht möchte, ist das absolut in Ordnung und kein Grund für eine Therapie. Wenn sie das möchte, aber nicht kann und darunter leidet, wäre es etwas anderes. Aber es steht mir nicht zu, da Tipps zu geben und zu urteilen.

Hallo Fridolin,

mit deiner Aussage kein Recht zu haben - ihr Tipps zu geben bzw zu urteilen, wie sich sich verhalten sollte, würde sie wahrscheinlich nur noch mehr blockieren und eine eventuelle Veränderung könntest du nur bei dir selbst vornehmen, indem du vielleicht darüber reflektierst ob du selbst schon eine glückliche Beziehung vorweisen kannst und wenn ja -
warum sie nicht mehr vorhanden ist.


zu deinen Worten:
"Allerdings war Thema des Gesprächs, dass sie mir wohl nicht geben kann, was ich in einer Beziehung möchte (das bedeutet nicht nur Sex!)"

schützt sie vielleicht ihre Gefühlswelt,
da sie deine Erwartungen wenig nachvollziehen kann.

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ich2022
Gestern um 17:22
In Antwort auf ich2022

Hallo Fridolin,

mit deiner Aussage kein Recht zu haben - ihr Tipps zu geben bzw zu urteilen, wie sich sich verhalten sollte, würde sie wahrscheinlich nur noch mehr blockieren und eine eventuelle Veränderung könntest du nur bei dir selbst vornehmen, indem du vielleicht darüber reflektierst ob du selbst schon eine glückliche Beziehung vorweisen kannst und wenn ja -
warum sie nicht mehr vorhanden ist.


zu deinen Worten:
"Allerdings war Thema des Gesprächs, dass sie mir wohl nicht geben kann, was ich in einer Beziehung möchte (das bedeutet nicht nur Sex!)"

schützt sie vielleicht ihre Gefühlswelt,
da sie deine Erwartungen wenig nachvollziehen kann.

Wäre interessant auf welchem Wege ihr Euch kennenlernte - um ihre Zurückhaltung zu verstehen.

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