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Freundin ist Alkoholikerin? Oder doch nicht?

26. November 2011 um 19:25

Hallo,

es geht nicht um mich sondern um eine sehr, sehr gute Freundin von mir. Ich kenne sie seit gut einem Jahr und hab sie sehr lieb gewonnen.

Sie ist 22 Jahre alt und hat einiges durch in Ihrem Leben. Ihre Ma ist Alkoholikerin, sie wohnt aber schon seitdem sie 16 ist alleine. Sie hatte in ihrer Jugend schlimme Erfahrung mit einem erwachsenen Mann machen müssen und ist deswegen auch schon mehrmals in Therapie gewesen. Allgemein sind die Familienverhältnisse ziemlich zerüttet. Dennoch hat sie ein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter. Ihr leiblicher Vater und sie haben kaum bis garkeinen Kontakt.

Sie hatte dann einen Mann kennengelernt. Beruftstätig und alles war okay. Dieser war Alkoholiker. Ich kenne sie aber auch nur als Partymaus die gerne trinkt. Sie störte es sehr und hat es ihm immer vor den Kopf geworfen. Er wurde handgreiflich, Polizei musste sogar einmal kommen. Nun ist sie von ihm los und hat sich direkt ins nächste Abenteuer gestürzt. Gefühle entwickelt und gemerkt das er sie verarscht hat.

Das ist die Kurzfassung vom Leben. Sie hat früher öfter mal gekifft und ich habe nur am Wochenende mal ihren Alkoholkonsum mitbekommen.

Nun ist es aber so das ich seit einiger Zeit das Gefühl habe, dass sie jeden Abend trinkt. Ich hab sie vor ein paar Tagen darauf angesprochen. Auch auf das Zusammenwirken mit Ihren Antidepressiva. Sie wirkte ziemlich zerstreut. Sagte mir aber das sie innerhalb der Woche nur jeden Abend ein Becks trinkt weil sie es so gerne mag. Das glaube ich ihr aber irgendwie nicht. Es ist immer Alkohol im Haus. Sie war gestern absolut betrunken, ist es heute schon wieder. Sie packt sich selber zu mit Problemen. Ich wollte nächste Woche mit ihr ihr Leben aufräumen und alles erledigen was man so erledigen muss. Ihr neue Arbeit beschaffen, Ausbildungsstelle etc...

Nun brauchte eine Freundin von ihr Hilfe und wohnt nun da. Sie wohnt schon mit 1 Hund und 2 Katzen auf 45-50 qm Dachgeschoss. Hat keine Arbeit und ein sehr komisches Leben.

Ich will ihr gerne helfen. Ich habe Angst ihr zu sagen, dass ihr Lebenswandel sie kaputt macht.

Sie ist zwar sehr gepflegt und legt darauf auch sehr viel wert, dennoch bin ich mir ziemlich sicher und mein Gefühl sagt mir das sie Ihre Probleme mit Alkohol löst.

Wird ihr was zu viel, dann spricht sie irgendwann nicht mehr darüber und sagt das sie nun mit dem Hund rausgeht: Nachdenken.

Wenn sie morgens wach wird ist sie oftmals sehr fertig und andauernd klagt sie darüber das sie krank ist, das sie alles fertig macht und das es ihr sehr schlecht geht. Körperlich wie seelisch.

Sie war schon in Therapie. Ich würde ihr gerne helfen und frage daher hier um Rat was ihr zum Alkoholkosum so sagt? Ist das noch normal?

Ich selber ticke ganz anders. Trinke kaum bis garnicht und habe ein geregelteres Leben!

Ich freu mich auf eure Antworten!

Dankeschön!

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27. November 2011 um 13:55

Möglich...
Ich denke normal ist das nicht. Man sagt ja schon, dass eine Sucht beginnt wenn man regelmäsig am Wochenende trinkt.

Dein Beitrag hört sich für mich auch so an, dass sie versucht ihre Probleme im Alkohol zu ertränken.

Ich frage mich nur, ob ihr Therapeut das mitbekommt? Da habe ich nicht wirklich den Eindruck.

Wenn man ihr da wirklich helfen will würde ich versuchen ihr bei den Dingen die ihr schwer fallen zu helfen und zu zeigen dass es noch schöne Dinge gibt. Es wäre zwar sinnvoll ihr zu zeigen dass Alkohol nicht die Lösung ist, aber das wird schwer sein. Am besten wäre wenn es denn so ist eine Therapie, nur ohne Einsicht wird das kaum gehen.

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