Home / Forum / Liebe & Beziehung / Freundin hat schluss gemacht, weil mein Sohn jetzt bei mir wohnt

Freundin hat schluss gemacht, weil mein Sohn jetzt bei mir wohnt

14. Dezember 2016 um 13:27

Hallo zusammen,

erst einmal ein paar Infos zu mir: Ich bin 44J. alt, war 13 Jahre verheiratet, jedoch seit fast 4 Jahren getrennt und seit gut einem Jahr nun auch geschieden. Aus der Ehe habe ich zwei Kinder, einen Sohn, 13 1/2 Jahre alt, und eine Tochter 8 1/2 Jahre alt. Bisher haben die Kinder bei der Mutter gelebt, ich habe die Kinder jedes 2. Wochenende von Donnerstag bis Montag bei mir gehabt.

Seit fast drei Jahren hatte ich wieder eine neue Beziehung. Sie ist 8J. jünger als ich, selbstständig (Einzelhandel), nie verheiratet, keine Kinder, getrennte Wohnungen, die ca. 25km auseinander liegen (ohne Stau ne knappe halbe Stunde Fahrt). Gegen eigene Kinder hat sie sich ganz bewusst entschieden, da sie dies nicht mit ihrer Selbstständigkeit vereinbaren konnte. Die Tatsache, dass ich Kinder habe, war nie ein Problem, dachte ich zumindest. In unserer Anfangszeit hat sie noch das Ende des Sorgerechtsstreits mit meiner Ex-Frau um die Kinder mitbekommen. Sie wusste also, dass ich um die Kinder gekämpft hatte, und es war auch klar, dass eines Tages der Tag kommen würde, dass meine Kinder bei mir wohnen.

Das Zusammenspiel mit den Kindern hat bisher auch immer super geklappt, die Kinder haben sie voll akzeptiert und auch umgekehrt, sie hat sogar eigene Unternehmungen ohne mich mit den Kindern unternommen.

Beziehungstechnisch hat das bisher immer super geklappt, ich habe mich noch nie mit jemandem so gut verstanden wie mit ihr, wir haben nie gestritten, hatten sogar gemeinsame Visionen unseren Lebensabend betreffend.

Und nun wohnt mein Sohn seit rund 5 Wochen bei mir. Er kam mit seiner Mutter überhaupt nicht mehr klar, diese hat ihn sogar quasi vor die Tür gesetzt. (Meine Ex-Frau hatte oder hat mit psychischen Problemen zu kämpfen und ist einfach nur ein Kotzbrocken und unberechenbar, sorry für die drastischen Worte).

Kurz darauf hat meine Freundin die Beziehung zu mir beendet. Das sei nicht das Leben, das sie sich vorgestellt habe. Mittlerweile habe ich heraus bekommen, was dahinter steckt. Es ist die Angst davor, dass sie nun durch die Tatsache, dass mein Sohn bei mir wohnt, sie diejenige ist, die dann in der Regel fahren muss (Wir haben uns praktisch täglich gesehen, aber mit der Fahrerei abgewechselt) und fühlt sich überfordert. Durch ihre Selbstständigkeit hat sie in der Regel eine 60 Stunden-Woche. Sie meinte auch, sie sei schon länger nicht mehr glücklich und ihr Gefühl für mich sei abhanden gekommen. Auslöser hierfür war wohl auch unser erster gemeinsamer Urlaub mit Kindern im Sommer. Für sie war es das erste Mal im Leben Urlaub mit Kindern. Ich denke auch, dass das für sie ein Schock-Erlebnis war und sie andere Erwartungen hatte.

Jetzt ist es aber so, dass es ihr mit der Trennung auch total schlecht geht und sich nicht sicher ist, dass es die richtige Entscheidung war. Wir haben uns seitdem noch ein paar Mal getroffen. Ich erlebe sie dabei aber total schwankend. Mal lässt sie Nähe zu, dann ist sie wieder total distanziert. Ich habe dann die Reißleine gezogen, weil ich dieses hin und her nicht total fertig macht und ein bereits gebuchtes Silvester Wochenende wieder abgesagt. Sie fühlt sich jetzt dadurch total verletzt. Sie hat angeboten, dass wir uns ab und zu sehen und mal schauen, ob man sich wieder näher kommt. Sie hat auch Angst mich ganz zu verlieren. Ich habe ihr klar gemacht, dass ich mit einem "ja vielleicht, mal schauen" nichts anfangen kann und sie gebeten, sich darüber klar zu werden, ob sich mich noch liebt oder nicht. Ohne das macht ein Ausprobieren mit Kind keinen Sinn. Ich muss auch meine Kinder vor diesem hin und her schützen.

Seitdem herrscht Funkstille. Ich bin total verzweifelt. Mir geht es schlecht damit, ihr geht es schlecht damit. Wie kann oder soll es weitergehen? Hat hier jemand eine Idee? Mich würde vor allem vorrangig die weibliche Perspektive hierauf interessieren. Vielen Dank.

Mehr lesen

14. Dezember 2016 um 14:32

Sie ist ein Karriere-Mensch mit einer 60-Stunden-Woche. Das sagt, glaube ich, alles. Hätte sie jemals Kinder gewollt, dann hätte sie selbst welche bekommen. Bisher waren deine Kinder nicht allzu präsent in ihrem Leben, aber jetzt muss sie sich zumindest mit dem Daueraufenthalt deines Sohnes auseinandersetzen. Da kannst du nur verlieren.

Sorry, ich sehe NULL Chancen für euch.

SIE wird sich in ihre Arbeit reinhängen und die Trennung in einigen Wochen überwunden haben. Sieh´ du auch nach vorne. Alles andere bringt nix.

3 LikesGefällt mir

15. Dezember 2016 um 16:12

Sehr jung? Die Dame ist nach meiner Rechnung 36?! 

Aber egal; ich sehe es wie all die a

Gefällt mir

15. Dezember 2016 um 16:13
In Antwort auf coquette164

Sehr jung? Die Dame ist nach meiner Rechnung 36?! 

Aber egal; ich sehe es wie all die a

Zu früh gesendet.
Ich sehe es wie all die anderen auch. Dich gibt Es nur mit kindern und das ist offenbar kein Leben das sie sich vorstellen kann.

Gefällt mir

20. Dezember 2016 um 9:31

Hallo zusammen,

ersteinmal vielen Dank für die vielen Antworten. Ich bin angesichts der Resonanz echt überwältigt.

Ein paar Anmerkungen zu dem, was hier geschrieben wurde:

Ich habe nie verlangt, dass sie die Ersatzmutter spielen soll. Es sind nicht ihre Kinder und diese Rolle habe ich ihr auch nie zugedacht. Den Kindern eine gute Freundin zu sein, was sie auch war, hätte vollkommen gereicht. Alles andere ist mein Job. Und eine Mutter gibt es ja auch noch, wenn auch nicht die Allerbeste, aber dennoch die Mutter. Das Schlimme daran ist, dass auch meine Kinder mittlerweile total an ihr hängen, besonders meine Tochter. Für die ist das auch ganz schlimm, dass sie nicht mehr da ist.

Und wie es hier schon geschrieben wurde: Wenn es ihr mal zuviel ist, hat sie ja die komfortable Möglichkeit, sich auch mal zurück zu ziehen. Das habe ich ihr auch immer eingeräumt.

Sich nur zu treffen, wenn die Kinder bei der Mutter sind, ist halt nicht so häufig der Fall. Alle 14 Tage Samstag und Sonntag. Das ist für eine feste Beziehung nicht gerade viel, vor allem wenn man es gewohnt war, sich fast täglich zu sehen.

Und für alle Rechenkünstler: Sie wird im Januar 37 Jahre alt. Ein Alter also, wo ich von einer Frau schon erwarte, dass sie weiß, was sie will. Aber genau das weiß sie leider nicht. Wir haben uns letztes Wochenende getroffen, habe auch bei ihr übernachtet. Sie ist nach wie vor hin und her gerissen, und selbst auch total unglücklich. Sie isst kaum noch was, hat stark abgenommen (56 kg bei 175 cm Größe!), mittlerweile fallen ihr schon die Haare aus, hat Stresspickel im Gesicht, die nicht weggehen wollen. Ich mache mir mittlerweile sogar Sorgen um sie.

Sie kriegt Herz und Kopf nicht übereinander. Traut sich auch nicht, eine Entscheidung zu fällen, weil sie Angst hat, die falsche Entscheidung zu treffen. Ich habe mich schon gefragt, ob es nicht besser wäre, auch für sie, wenn ich ihr die Entscheidung abnehme, auch wenn das verdammt schwer fällt und weh tut, aber Hauptsache diesen Zustand zu beenden.

Ich weiß einfach nicht, ob es noch Sinn macht, ihr noch etwas Zeit einzuräumen, auf Abstand zu gehen und mal schauen, was sich bei ihr tut. Und versuchen, dass alles möglichst wenig an mich ranzulassen und nicht ständig aufs Handy zu starren, ob sie sich gemeldet hat. Vielleicht hilft eine Pause, um festzustellen, wie sehr man sich doch braucht und will, oder eben nicht. Dabei sich aber nicht in eine Warteschleife hängen lassen. Wenn jemand von uns dann jemand anderen kennenlernt, dann ist das halt so.

Auf der anderen Seite, funktioniert das? Wenn man mit dem Herzen jemandem noch so verhaftet ist? Eine richtige Scheiß-Situation...

Gefällt mir

20. Dezember 2016 um 9:59

Ich denke auch, dass dein Sohn nicht der Grund, sondern nur der Auslöser für das Beziehungsende war. Andererseits kann man ihr nicht wirklich abnehmen, dass ihre Gefühle für dich nicht ausreichen, wenn es ihr derzeit so schlecht geht. Kann es sein, dass sie ganz andere Probleme hat und diese auf eure Beziehung projiziert? Hat sie vielleicht Stress im Job? Eine 60-Stunden Woche ist ja schließlich nicht ohne.
Ich denke, es ist richtig von dir gewesen zu sagen, dass du keine Lust auf On/Off mit ihr hast. Das würde nicht nur dir uns deinen Kindern schaden, sondern sicherlich auch ihr selbst.
Ich wünsche euch viel Glück.

Gefällt mir

6. Januar 2017 um 16:24
In Antwort auf daddyalleinzuhaus

Hallo zusammen,

erst einmal ein paar Infos zu mir: Ich bin 44J. alt, war 13 Jahre verheiratet, jedoch seit fast 4 Jahren getrennt und seit gut einem Jahr nun auch geschieden. Aus der Ehe habe ich zwei Kinder, einen Sohn, 13 1/2 Jahre alt, und eine Tochter 8 1/2 Jahre alt. Bisher haben die Kinder bei der Mutter gelebt, ich habe die Kinder jedes 2. Wochenende von Donnerstag bis Montag bei mir gehabt.

Seit fast drei Jahren hatte ich wieder eine neue Beziehung. Sie ist 8J. jünger als ich, selbstständig (Einzelhandel), nie verheiratet, keine Kinder, getrennte Wohnungen, die ca. 25km auseinander liegen (ohne Stau ne knappe halbe Stunde Fahrt). Gegen eigene Kinder hat sie sich ganz bewusst entschieden, da sie dies nicht mit ihrer Selbstständigkeit vereinbaren konnte. Die Tatsache, dass ich Kinder habe, war nie ein Problem, dachte ich zumindest. In unserer Anfangszeit hat sie noch das Ende des Sorgerechtsstreits mit meiner Ex-Frau um die Kinder mitbekommen. Sie wusste also, dass ich um die Kinder gekämpft hatte, und es war auch klar, dass eines Tages der Tag kommen würde, dass meine Kinder bei mir wohnen.

Das Zusammenspiel mit den Kindern hat bisher auch immer super geklappt, die Kinder haben sie voll akzeptiert und auch umgekehrt, sie hat sogar eigene Unternehmungen ohne mich mit den Kindern unternommen.

Beziehungstechnisch hat das bisher immer super geklappt, ich habe mich noch nie mit jemandem so gut verstanden wie mit ihr, wir haben nie gestritten, hatten sogar gemeinsame Visionen unseren Lebensabend betreffend.

Und nun wohnt mein Sohn seit rund 5 Wochen bei mir. Er kam mit seiner Mutter überhaupt nicht mehr klar, diese hat ihn sogar quasi vor die Tür gesetzt. (Meine Ex-Frau hatte oder hat mit psychischen Problemen zu kämpfen und ist einfach nur ein Kotzbrocken und unberechenbar, sorry für die drastischen Worte).

Kurz darauf hat meine Freundin die Beziehung zu mir beendet. Das sei nicht das Leben, das sie sich vorgestellt habe. Mittlerweile habe ich heraus bekommen, was dahinter steckt. Es ist die Angst davor, dass sie nun durch die Tatsache, dass mein Sohn bei mir wohnt, sie diejenige ist, die dann in der Regel fahren muss (Wir haben uns praktisch täglich gesehen, aber mit der Fahrerei abgewechselt) und fühlt sich überfordert. Durch ihre Selbstständigkeit hat sie in der Regel eine 60 Stunden-Woche. Sie meinte auch, sie sei schon länger nicht mehr glücklich und ihr Gefühl für mich sei abhanden gekommen. Auslöser hierfür war wohl auch unser erster gemeinsamer Urlaub mit Kindern im Sommer. Für sie war es das erste Mal im Leben Urlaub mit Kindern. Ich denke auch, dass das für sie ein Schock-Erlebnis war und sie andere Erwartungen hatte.

Jetzt ist es aber so, dass es ihr mit der Trennung auch total schlecht geht und sich nicht sicher ist, dass es die richtige Entscheidung war. Wir haben uns seitdem noch ein paar Mal getroffen. Ich erlebe sie dabei aber total schwankend. Mal lässt sie Nähe zu, dann ist sie wieder total distanziert. Ich habe dann die Reißleine gezogen, weil ich dieses hin und her nicht total fertig macht und ein bereits gebuchtes Silvester Wochenende wieder abgesagt. Sie fühlt sich jetzt dadurch total verletzt. Sie hat angeboten, dass wir uns ab und zu sehen und mal schauen, ob man sich wieder näher kommt. Sie hat auch Angst mich ganz zu verlieren. Ich habe ihr klar gemacht, dass ich mit einem "ja vielleicht, mal schauen" nichts anfangen kann und sie gebeten, sich darüber klar zu werden, ob sich mich noch liebt oder nicht. Ohne das macht ein Ausprobieren mit Kind keinen Sinn. Ich muss auch meine Kinder vor diesem hin und her schützen.

Seitdem herrscht Funkstille. Ich bin total verzweifelt. Mir geht es schlecht damit, ihr geht es schlecht damit. Wie kann oder soll es weitergehen? Hat hier jemand eine Idee? Mich würde vor allem vorrangig die weibliche Perspektive hierauf interessieren. Vielen Dank.

Hallo daddyalleinzuhaus,
Dein Beitrag ist schon etwas älter, aber ich möchte Dir gern sagen, dass mich Deine Geschichte berührt hat. Vielleicht weil ich auch als Vater zweier Kinder eine Living-Apart-Together-Beziehung mit einer Frau führe, die ich sehr liebe. Auch was Du über die Mutter schreibst, kommt mir vertraut vor.
http://beziehung.gofeminin.de/forum/sie-fuhlt-sich-wertlos-mit-mir-fd939389
Auch ich kann sehr schwer damit umgehen, dass sie gelegentlich alles komplett in Frage stellt. Meine Kinder sind beide noch klein und ich fürchte auch um ihre Herzen. Auch möchte ich, dass sie ihr Leben und ihre Freunde nicht aufgibt, und sie es sich auch ohne uns gut gehen lässt, weil ich ihr nun mal nicht alles geben kann. Gott sei Dank hat sie schon ein Kind großgezogen, und weiß daher worauf sie sich einlässt.
Das ist bis jetzt der Weg der funktioniert. Ich letzter Zeit bespreche ich Trennungs- und Sorgerechtsthemen außerhalb möglichst außerhalb, versuche ihr das Gefühl zu geben, dass sie dazu gehört und habe ein offenes Ohr für ihre Themen. Ich danke ihr, dass sie in meinem Leben und dem Leben meiner Kinder ist. Ihr das zu sagen, war leider zuletzt sehr kurz gekommen.
Ich wünsche Dir, dass Ihr es hinbekommt. Ich finde es richtig und gut, dass Du ihr klar sagst, dass on/off nicht geht, vielleicht gelingt es Dir auch, ihr zu zeigen, dass Du für sie da bist und Du auf ihrer Seite bist. Ich habe die Vermutung, dass sie trotz taffer 60h, einen schwachen Punkt hat, der irgendwie mit der Tatsache zu tun hat, dass Du ein gestandener und fürsorglicher Vater bist. Bei uns ist es jedenfalls so, ohne Kinder wäre sie nie auf mich aufmerksam geworden.
Halte Euch die Daumen.
hm

Gefällt mir

8. Januar 2017 um 11:46

Ich verstehe euch beide :

Zu deinem punkt :
Sie wusste von Anfang an das du Kinder hast und das sie irgendwann bei dir leben werden. 

Zu ihrem punkt:
Sie will Karriere machen und kein Kinder und es ist ein unterschied wenn die Kinder alle 14 Tage für 2 Tage da sind oder täglich. Für jmd der keine Kinder hat ist es eine riesen Umstellung. Man kann nicht mehr nach Hause kommen und alles hinter sich lassen - nein man hat dann noch die Kinder die versorgt werden wollen und nach einer 60 std Woche ist es wirklich hart denn sie konnte sich nie in die Rolle einer Mutter rein setzen.

Als ich noch keine Kinder hatte aber mein Partner eine Tochter und wenn diese kam war ich auch froh wenn sie wieder weg war einfach weil ich Kinder damals als anstrengend empfand. 
Jetzt habe ich selber Kinder und wenn jmd so reagieren würde wie deine Freundin hätte er Pech und könnte gehen. Kinder sollten Priorität haben. Vergiss sie am besten denn das würde So lange deine Kinder bei dir leben nicht gut gehen. Ausser du willst eine Partnerin welche deine Kinder ala störend empfindet und sie im tiefsten innern gar nicht mag 

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Partner lässt mich jeden Tag alleine.
Von: gyyy
neu
8. Januar 2017 um 10:16

Geschenkbox

Teilen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen