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Freundin hat heimlich geraucht - Panikattacke

4. Juli 2016 um 4:03

Meine Freundin, mit der ich nun fast ein Jahr zusammen bin, hat, vor kurzem heimlich eine Zigarette geraucht, was bislang sie noch nie gemacht hat. Sie sagte, sie tue das einmal, zweimal im Jahr, als eine kindisch-läppische Angewohntheit um durchzuatmen.
In mir hat das einen Panikanfall ausgelöst (im tatsächlich klinischen Sinne). Ich habe traumatische Kindheitserfahrungen, die verbunden sind mit Zigarettenrauch. Der Gedanke ist mir unerträglich - und verursacht bei mir körperliche Schmerzen, Erbrechen, Herzrasen -, dass meine Freundin, die ich über alles liebe, raucht - und sei es nur sehr selten.
Nach meinem Panikanfall, klärte ich meine Freundin ueber meine Vergangenheit auf.

Wie würdet Ihr es empfinden, wenn in so einer Situation Euer Partner Euch bittet, zu versprechen, tatsächlich nie mehr eine Zigarette anzurühren?

Wäre das Eures Erachtens eine unangebrachte, übertriebene Bitte?
Ist es ein realistisch haltbares Versprechen?

Mir würde das Versprechen - so übertrieben es klingt - meinen Seelenfrieden wiederherstellen. Für mich ist die Vorstellung allein unerträglich.

VIelen Dank schon einmal!

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4. Juli 2016 um 9:43


Ebenfalls volle Zustimmung.

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4. Juli 2016 um 9:51

Ich würde auch eher sagen
Sie sorgt dafür, dass du davon nichts mitbekommst und du ignorierst es.

Abgesehen davon solltest du vielleicht mal versuchen, mit einem Psychologen an deinem Trauma zu arbeiten, denn es passiert ja schon ab und zu mal im täglichen Leben, dass man Zigarettenrauch ausgesetzt ist.

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4. Juli 2016 um 10:17

Re
Danke fuer Eure Antworten so weit.

Den Hintergrund meiner Reaktion habe ich ihr erklärt (Verlust der Eltern und schwere Missbrauchserfahrung, in beiden Faellen Zigaretten assoziiert). Wenn sie nur nach passivem Rauch riechen würde, waere es nicht so schlimm. Nur die Vorstellung, dass sie selbst rauchen wuerde, ist fuer mich verstoerend und macht mir zu schaffen.

Ich liebe sie ueber Alles und will auch ihre Freiheit nicht einschneiden in einer nicht zumutbaren Weise. Aber es belastet mich.

Koenntet Ihr als Partner eine solche Bitte nachvollziehen und einhalten? Sie selbst sagte, das Rauchen einmal im Jahr sei nur eine kindisch-läppische Sache.

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4. Juli 2016 um 10:31
In Antwort auf engin_12171500

Re
Danke fuer Eure Antworten so weit.

Den Hintergrund meiner Reaktion habe ich ihr erklärt (Verlust der Eltern und schwere Missbrauchserfahrung, in beiden Faellen Zigaretten assoziiert). Wenn sie nur nach passivem Rauch riechen würde, waere es nicht so schlimm. Nur die Vorstellung, dass sie selbst rauchen wuerde, ist fuer mich verstoerend und macht mir zu schaffen.

Ich liebe sie ueber Alles und will auch ihre Freiheit nicht einschneiden in einer nicht zumutbaren Weise. Aber es belastet mich.

Koenntet Ihr als Partner eine solche Bitte nachvollziehen und einhalten? Sie selbst sagte, das Rauchen einmal im Jahr sei nur eine kindisch-läppische Sache.

Du solltest...
die Antworten auch lesen!
Nochmal:
Es ist DEIN Problem, dass du lösen mußt und nicht das deiner Freundin. Wenn du ihr dieses Versprechen abnimmst, löst sich dein Problem mit Rauchen in keinster Weise.

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4. Juli 2016 um 10:50

Ah, ein leidensgenosse.
ielleicht kannst du mir auch etwas raten.
ich leide an panikattacken, besonders schlimm sind sie,wenn ich gezwungen bin, mit anderen menschen in engen räumlichkeiten sein zu müssen ohne möglichkeit zur flucht.

nun ist es, dass ich jeden tag mit dem zug zur arbeit fahren muss.
fändest du es vermessen, wenn ich alle reisenden bitten würde, an meiner haltestelle den zug zu verlassen, damit ich allein sein kann?

verstehst du, was ich dir damit sagen will?
wenn du ein problem hast, kannst du nicht die welt bitten, sich zu ändern. das musst DU tun, du musst lernen, dieses problem in den griff zu bekommen.

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4. Juli 2016 um 10:54

Kein Verbot
Es steht mir natuerlich nicht zu, ihr irgendetwas zu verbieten. Und ebenso kann ich verstehen, dass in Augen Anderer die Angelegenheit nichtig erscheint. Und ja: es ist das Einzige Problem, das zwischen uns bislang auftrat.
Ich kann nichts fuer die Erfahrungen, die fuer meine uebertriebene Reaktion verantwortlich sind.
In meiner Gegenwart rauchen meine Freunde nicht. Wenn sie nach Zigaretten riechen, ist mir das aeusserst unangenehm, aber ertraeglich.
Aber der Geruch, der Geschmack und das Wissen, dass der Mensch, der mir die Welt bedeutet, der mir so nahe ist wie sonst niemand, den ich ueber alles liebe, die Frau, die ich bald heiraten moechte: bei dieser Naehe, da ist meine Assoziation mit meinem Trauma zu stark, als dass ich sie zu bewaeltigen imstande waere.

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4. Juli 2016 um 11:17
In Antwort auf engin_12171500

Kein Verbot
Es steht mir natuerlich nicht zu, ihr irgendetwas zu verbieten. Und ebenso kann ich verstehen, dass in Augen Anderer die Angelegenheit nichtig erscheint. Und ja: es ist das Einzige Problem, das zwischen uns bislang auftrat.
Ich kann nichts fuer die Erfahrungen, die fuer meine uebertriebene Reaktion verantwortlich sind.
In meiner Gegenwart rauchen meine Freunde nicht. Wenn sie nach Zigaretten riechen, ist mir das aeusserst unangenehm, aber ertraeglich.
Aber der Geruch, der Geschmack und das Wissen, dass der Mensch, der mir die Welt bedeutet, der mir so nahe ist wie sonst niemand, den ich ueber alles liebe, die Frau, die ich bald heiraten moechte: bei dieser Naehe, da ist meine Assoziation mit meinem Trauma zu stark, als dass ich sie zu bewaeltigen imstande waere.

Was...
oder hast du überhaupt schon unternommen, um deine Erfahrungen zu verarbeiten?
Hast du je eine Therapie deswegen gemacht?

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4. Juli 2016 um 12:35

Ich bin
der Meinung (und das fällt mir wirklich nicht all zu leicht, das zu sagen, weil ich absolute Nichtraucherin bin und Zigaretten wirklich 'ne üble Sache finde und selbst keinen Raucher als Partner möchte), dass du dein Problem nicht auf sie abwälzen darfst. Es ist in Ordnung, wenn du sie aufgrund deiner Vergangenheit um Verständnis bittest, aber dieses Verständnis darf nicht so weit gehen, dass sie nie wieder rauchen darf, damit du keine Panikattacke kriegst, selbst kannst du dich aber zurück lehnen und musst nichts machen. Wenn du solche Probleme hast, dann kümmer dich um eine Therapie. So etwas sollte ohnehin aufgearbeitet werden. Dass du sie trotz Therapie dann darum bittest, nicht in deiner Gegenwart zu rauchen, würde ich dann in Ordnung finden. Insoweit kann sie auch auf dich und deine Bedürfnisse eingehen. Wobei sie es ja ohnehin nicht in deiner Anwesenheit gemacht hat, so wie ich das verstanden habe.

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4. Juli 2016 um 14:15

Ich würde ein Versprechen...
... irgend etwas "niemals im Leben" anzurühren nicht geben. Weil ich nicht das Gefühl hätte, dass ich jetzt für in x Jahren so etwas entscheiden kann.

Um es mal auf etwas zu beziehen, was für mich zutrifft: Selbst wenn ich jetzt z.B. nur ein paar Mal im Jahr Alkohol trinke und es mir (jetzt!) gewiss nicht schwer fallen würde, darauf zu verzichten - woher soll ich denn wissen, wie das in 10 Jahren aussieht?
Auch wenn es für mich nur eine "kindisch-läppische Angewohntheit um durchzuatmen" wäre - woher will ich wissen, ob ich nicht in 10 Jahren oder 3 Jahren oder 6 Monaten auf alles, was mich beim "Durchatmen" auch nur ein klitzekleines bißchen unterstützt, nicht dringend angewiesen bin?

Auch wenn mein Partner traumatisch darauf reagiert - vielleicht sind wir in 10 Jahren geschieden und ich müsste auf sein Trauma keine Rücksicht mehr nehmen?
Sollte man ein Trauma nicht sowieso besser aufarbeiten - für sich selbst - statt die Umgebung mit hineinzuziehen?

Käme mir einfach nur verlogen vor, so ein Versprechen zu machen - würde ich also nicht tun.

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4. Juli 2016 um 19:54

...
Ich bin ja echt überempfindlich, was das Rauchen betrifft und würde definitiv keine Beziehung mit einem Raucher führen, aber wegen ein oder zwei Zigaretten im Jahr den Seelenfrieden gefährdet zu sehen, ist schon reichlich übertrieben. Deine Forderung empfinde ich als lächerlich und überzogen.

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