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Freundin hat die Beziehung beendet - psychische Erkrankung

16. Oktober um 14:33

Hallo

wie der titel schon sagt, hat meine jetzige ex freundin (22) die beziehung vor 3 wochen beendet, jedoch ohne plausible erklärung und leider gottes hat sie alles über whatsapp beendet.. Schon als ich sie kennengelernt habe, wusste ich, dass sie in psychiatrischer behandlung war und sogar währen unserer beziehung für c.a 4 wochen, was ihr aber sehr gut getan hat, jedenfalls hatte ich den eindruck weil sie sehr glücklich schien. Danach waren wir sogar zusammen im urlaub und alles war perfekt.
Ich weiß nicht die genaue diagnose ihrer psychischen erkrankung, ich weiß nur, dass sie teilweise ein mangelndes selbstwertgefühl hatte und in jüngeren jahren hatte sie sich ein mal selbst verletzt, was sie aber danach nie wieder getan hat. Naja nach dem urlaub hatte sie ein praktikum angefangen und hat sich wohl sehr schnell dort eingelebt. Als wir uns dann das 1. und das 2. mal während des praktikums gesehen haben, hab ich gemerkt, dass sie auf einmal total aufgekratzt war und sehr viel dummes zeug geredet hat, was ich aber zu dieser zeit nur witzig fand. Mittlerweile ist mir aber klar, dass ich sie so nicht kennengelernt habe und, dass irgendwas mit ihr schon zu der zeit nicht stimmte.
Irgendwann hat sie angefangen sich nicht mehr so häufig wie sonst zu melden, worüber ich mir aber keine gedanken gemacht habe, weil ich mich für sie gefreut habe, dass sie sich so wohl fühlt mit ihrer arbeit im praktikum und ihren neuen arbeitskollegen. Irgendwann kam dann der Punkt an dem sie mir auf einmal geschrieben und gesagt hat, dass sie beziehungsunfähig sei. Ich bin daraufhin zu ihr gefahren, habe mit ihr darüber geredet und unter anderem meinte sie dann, dass sie angst hat verlassen zu werden. Ich hab ihr öfter gesagt, dass ich das nicht tun würde und hinter ihr stehe, egal was passiert. An dem tag war dann auch alles wieder gut. Das hat sich dann aber 1-2 wochen später wiederholt und sie hat vor mir geweint und meinte "auf der arbeit sehen mich alle als eine starke person und wie toll ich doch bin, aber ich bin in wirklichkeit nicht stark, ich hab ne schraube locker und bin total emotional." ich habe versucht sie zu trösten und habe ihr mut zugesprochen, am ende schien es auch so als wäre wieder alles in ordnung, nur meinte sie, dass sie es stresst, wenn sie drüber nachdenkt sich mit mir zu treffen. Ich habe ihr gesagt, ich werde etwas auf abstand gehen. Die tage darauf meinte sie nochmal über whatsapp zu mir wie viel halt und sicherheit ich ihr gebe und dass das gut tut. zu ihrer mitbewohnerin meinte sie auch noch wie schön es ist, was ich ihr gebe und sie würde sich emotional wieder näher zu mir fühlen. 2 Tage später hatte sie dann abends eine panikattacke und ich habe den tag darauf gefragt ob alles wieder okay sei und sie meinte "hat sich alles zugespitzt" und 2 stunden später hat sie alles beendet. Sie ist jeglichem versuch das alles unter 4 Augen persönlich zu klären aus dem weg gegangen und hat nur einen anruf von mir angenommen in dem sie unter anderem meinte "ich weiß nicht mal wie ich den nächsten tag überleben soll und überhaupt will."
Jetzt hat sie mich auf whatsapp blockiert und ich habe keine möglichkeit außer zu ihr zu fahren um mit ihr zu reden, was sie aber wahrscheinlich nur aggressiv machen und mich als stalker abstempeln würde.
Meine frage ist nun, was ihr denkt, was sie beschäftigt, was in ihr vorgeht? Und wie sollte ich am besten damit umgehen bzw. was sollte ich am besten tun? Sie hat niemanden in ihrem leben der davon weiß, dass sie in therapie war, außer ich und ihre wg-mitbewohnerin die sich einen sch*** drum kümmern würde. Ich will ihr einfach nur helfen, aber ich weiß nicht wie.

Danke schon mal im voraus für alle antworten!
LG

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16. Oktober um 14:47
Beste Antwort

Mal vorne weg, eine Wort-Wurst wie deine ist sehr schwer lesbar. Wenn du möchtest, dass viele Menschen hier deine Geschichte lesen und dir Tipps geben, solltest du den Text schon so gestalten, dass er sich auch einfach lesen lässt.

Du wirst in dem Fall nicht viel tun können, du bist kein Psychiater, deine Freundin gehört in professionelle Behandlung. Ich weiß nicht wie lange ihr zusammen wart, sie ist noch sehr jung, vielleicht hat sie auch gemerkt, dass sie sich noch nicht so fest binden möchte.

Ich würde ihr einen Brief schreiben in dem du ihr sagst, dass du für sie da ist wenn sie reden möchte und dass du sie liebst. Dann würde ich erstmal abwarten, sie wird sich vielleicht erstmal sortieren und über ihre Gefühle klar werden müssen.

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16. Oktober um 14:57
In Antwort auf vnhn_

Hallo

wie der titel schon sagt, hat meine jetzige ex freundin (22) die beziehung vor 3 wochen beendet, jedoch ohne plausible erklärung und leider gottes hat sie alles über whatsapp beendet.. Schon als ich sie kennengelernt habe, wusste ich, dass sie in psychiatrischer behandlung war und sogar währen unserer beziehung für c.a 4 wochen, was ihr aber sehr gut getan hat, jedenfalls hatte ich den eindruck weil sie sehr glücklich schien. Danach waren wir sogar zusammen im urlaub und alles war perfekt.
Ich weiß nicht die genaue diagnose ihrer psychischen erkrankung, ich weiß nur, dass sie teilweise ein mangelndes selbstwertgefühl hatte und in jüngeren jahren hatte sie sich ein mal selbst verletzt, was sie aber danach nie wieder getan hat. Naja nach dem urlaub hatte sie ein praktikum angefangen und hat sich wohl sehr schnell dort eingelebt. Als wir uns dann das 1. und das 2. mal während des praktikums gesehen haben, hab ich gemerkt, dass sie auf einmal total aufgekratzt war und sehr viel dummes zeug geredet hat, was ich aber zu dieser zeit nur witzig fand. Mittlerweile ist mir aber klar, dass ich sie so nicht kennengelernt habe und, dass irgendwas mit ihr schon zu der zeit nicht stimmte.
Irgendwann hat sie angefangen sich nicht mehr so häufig wie sonst zu melden, worüber ich mir aber keine gedanken gemacht habe, weil ich mich für sie gefreut habe, dass sie sich so wohl fühlt mit ihrer arbeit im praktikum und ihren neuen arbeitskollegen. Irgendwann kam dann der Punkt an dem sie mir auf einmal geschrieben und gesagt hat, dass sie beziehungsunfähig sei. Ich bin daraufhin zu ihr gefahren, habe mit ihr darüber geredet und unter anderem meinte sie dann, dass sie angst hat verlassen zu werden. Ich hab ihr öfter gesagt, dass ich das nicht tun würde und hinter ihr stehe, egal was passiert. An dem tag war dann auch alles wieder gut. Das hat sich dann aber 1-2 wochen später wiederholt und sie hat vor mir geweint und meinte "auf der arbeit sehen mich alle als eine starke person und wie toll ich doch bin, aber ich bin in wirklichkeit nicht stark, ich hab ne schraube locker und bin total emotional." ich habe versucht sie zu trösten und habe ihr mut zugesprochen, am ende schien es auch so als wäre wieder alles in ordnung, nur meinte sie, dass sie es stresst, wenn sie drüber nachdenkt sich mit mir zu treffen. Ich habe ihr gesagt, ich werde etwas auf abstand gehen. Die tage darauf meinte sie nochmal über whatsapp zu mir wie viel halt und sicherheit ich ihr gebe und dass das gut tut. zu ihrer mitbewohnerin meinte sie auch noch wie schön es ist, was ich ihr gebe und sie würde sich emotional wieder näher zu mir fühlen. 2 Tage später hatte sie dann abends eine panikattacke und ich habe den tag darauf gefragt ob alles wieder okay sei und sie meinte "hat sich alles zugespitzt" und 2 stunden später hat sie alles beendet. Sie ist jeglichem versuch das alles unter 4 Augen persönlich zu klären aus dem weg gegangen und hat nur einen anruf von mir angenommen in dem sie unter anderem meinte "ich weiß nicht mal wie ich den nächsten tag überleben soll und überhaupt will."
Jetzt hat sie mich auf whatsapp blockiert und ich habe keine möglichkeit außer zu ihr zu fahren um mit ihr zu reden, was sie aber wahrscheinlich nur aggressiv machen und mich als stalker abstempeln würde.
Meine frage ist nun, was ihr denkt, was sie beschäftigt, was in ihr vorgeht? Und wie sollte ich am besten damit umgehen bzw. was sollte ich am besten tun? Sie hat niemanden in ihrem leben der davon weiß, dass sie in therapie war, außer ich und ihre wg-mitbewohnerin die sich einen sch*** drum kümmern würde. Ich will ihr einfach nur helfen, aber ich weiß nicht wie.

Danke schon mal im voraus für alle antworten!
LG

Du kannst ihr nicht helfen.
Genausowenig wie Du ihr helfen könntest, wenn sie eine schwere körperliche Erkrankung hat, kannst Du ihr helfen, wenn sie eine schwere seelische Erkrankung hat. Ebensowenig die WG-Mitbewohnerin, ob sie sich jetzt dafür interessiert oder nicht oder sonst irgend wer außer ihr selbst und Fachärzten.

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16. Oktober um 15:35
In Antwort auf user22388

Mal vorne weg, eine Wort-Wurst wie deine ist sehr schwer lesbar. Wenn du möchtest, dass viele Menschen hier deine Geschichte lesen und dir Tipps geben, solltest du den Text schon so gestalten, dass er sich auch einfach lesen lässt.

Du wirst in dem Fall nicht viel tun können, du bist kein Psychiater, deine Freundin gehört in professionelle Behandlung. Ich weiß nicht wie lange ihr zusammen wart, sie ist noch sehr jung, vielleicht hat sie auch gemerkt, dass sie sich noch nicht so fest binden möchte.

Ich würde ihr einen Brief schreiben in dem du ihr sagst, dass du für sie da ist wenn sie reden möchte und dass du sie liebst. Dann würde ich erstmal abwarten, sie wird sich vielleicht erstmal sortieren und über ihre Gefühle klar werden müssen.

erstmal: tut mir leid wegen der "Wort-Wurst" und danke für deine antwort.

Ja, dass sie in professionelle behandlung muss ist mir sehr bewusst. nur kann ich entweder nur hoffen, dass sie es von alleine merkt und auch durchzieht, oder ich werde ihr dann wohl einen brief schreiben müssen.

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16. Oktober um 15:38
In Antwort auf avarrassterne1

Du kannst ihr nicht helfen.
Genausowenig wie Du ihr helfen könntest, wenn sie eine schwere körperliche Erkrankung hat, kannst Du ihr helfen, wenn sie eine schwere seelische Erkrankung hat. Ebensowenig die WG-Mitbewohnerin, ob sie sich jetzt dafür interessiert oder nicht oder sonst irgend wer außer ihr selbst und Fachärzten.

Ja da hast du vollkommen recht und zu den fachärzten gehöre ich auch nicht. Nur mache ich mir total sorgen um sie weil ich sie liebe und nicht möchte, dass sie in irgendein "Loch" fällt.

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16. Oktober um 15:48
In Antwort auf vnhn_

Ja da hast du vollkommen recht und zu den fachärzten gehöre ich auch nicht. Nur mache ich mir total sorgen um sie weil ich sie liebe und nicht möchte, dass sie in irgendein "Loch" fällt.

ja, normal dass man sich um Menschen, die einem nahe stehen, Sorgen macht.

Du würdest Dir auch Sorgen machen, wenn sie eine körperliche Erkrankung hätte.
Aber davon abgesehen würdest Du anders reagieren. Und DAS ist ein wichtiger Punkt.
Du hättest den Spruch mit der WG-Mitbewohnerin nicht gebracht, Du würdest Dich nicht verantwortlich fühlen, Du würdest nicht davon ausgehen, dass Du sie "retten" willst - u.dgl.m.
Bei einer seelischen Erkrankung tust Du das aber und das ist nichts weniger als gefährlich. Für beide Seiten.

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16. Oktober um 17:18
Beste Antwort

Sieh es erstmal "positiv"   sie muss sich jetzt selbst helfen.... gesund werden....   danach habt ihr vielleicht noch eine Chance.   in der momentanen Situation könntet ihr sowieso keine vernünftige Beziehung führen

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16. Oktober um 18:46

Für dich wäre es auch keine Option mit der Beziehung abzuschließen, wenn sie eben diese beendet hat?
Es ist doch auch sicher schwer mit dieser psychischen Erkrankung umzugehen oder?

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16. Oktober um 20:20
In Antwort auf phantom64

Für dich wäre es auch keine Option mit der Beziehung abzuschließen, wenn sie eben diese beendet hat?
Es ist doch auch sicher schwer mit dieser psychischen Erkrankung umzugehen oder?

naja, nach der Beschreibung des TE würde ich sagen, dass er die akuten Phasen gar nicht kennt.

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16. Oktober um 22:54
In Antwort auf jasmin7190

Sieh es erstmal "positiv"   sie muss sich jetzt selbst helfen.... gesund werden....   danach habt ihr vielleicht noch eine Chance.   in der momentanen Situation könntet ihr sowieso keine vernünftige Beziehung führen

eine vernünftige beziehung führen wäre schon fast unmöglich denke ich, aber ich verstehe nicht, wieso man einen menschen aus dem leben streicht der für einen da ist. Ich tue mich einfach schwer in dieser situation weil ich nich weiß, wie ich damit umgehen soll und was ich machen soll.
Ich hoffe, dass wir irgendwann noch eine chance haben, aber wenn sie selbst nicht sieht, dass sie ein "Problem" hat, dann könnte das sehr schwierig werden.

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16. Oktober um 22:58
In Antwort auf phantom64

Für dich wäre es auch keine Option mit der Beziehung abzuschließen, wenn sie eben diese beendet hat?
Es ist doch auch sicher schwer mit dieser psychischen Erkrankung umzugehen oder?

Naja auf der einen seite komme ich einigermaßen gut damit klar, dass die beziehung beendet wurde. Aber auf der anderen seite ist mir diese frau so wichtig, dass ich mir sorgen mache und ihr helfen möchte, weil es eben kein anderer kann außer sie selbst vielleicht.
Und was diese psychische erkrankung angeht... ich weiß wie gesagt nicht auf was sie diagnostiziert wurde, aber dass etwas gewaltig nicht stimmt, das weiß ich. Aber damit umgehen kann ich momentan überhaupt nicht. Ich weiß nur, dass ich ihr helfen möchte, aber nicht weiß wie..

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16. Oktober um 22:59
In Antwort auf avarrassterne1

naja, nach der Beschreibung des TE würde ich sagen, dass er die akuten Phasen gar nicht kennt.

was meinst du mit "die akuten Phasen" ?

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17. Oktober um 8:06
In Antwort auf vnhn_

was meinst du mit "die akuten Phasen" ?

die Phasen, in denen man nicht mehr aufhören kann zu heulen,
die Phasen, in denen die Todessehnsucht stärker ist als jede Ratio,
die Phasen, in denen die Angst so übermächtig ist, dass man das Haus nicht verlassen kann,
die Phasen, in denen die seelischen Schmerzen so groß sind, dass man sich selbst die Haut in Fetzen reißt, um es irgendwie zu ertragen,
die Phasen, in denen man sich zu ausgelaugt fühlt, um auch nur tgl. die Zähne zu putzen - und dennoch irgendwie kämpfen muss, weil es anders nicht raus geht,
die Phasen, wo man jede Hoffnung verliert,
die Phasen, in denen man im Gegenteil so manisch wird, dass man glaubt, ein neues, tolles Leben zu beginnen, während man in Wirklichkeit nur für verbrannte Erde sorgt
die Phasen, in denen die Wahrnehmung so verzerrt ist, dass man Freund und Feind gar nicht unterscheiden kann und nur noch (bildlich gesprochen) um sich schlägt, weil man überall nur noch Angriffe sieht

... was auch immer es bei ihr ist - mindestens 3 davon werden zutreffen bei einem akuten Schub

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17. Oktober um 14:10
In Antwort auf avarrassterne1

die Phasen, in denen man nicht mehr aufhören kann zu heulen,
die Phasen, in denen die Todessehnsucht stärker ist als jede Ratio,
die Phasen, in denen die Angst so übermächtig ist, dass man das Haus nicht verlassen kann,
die Phasen, in denen die seelischen Schmerzen so groß sind, dass man sich selbst die Haut in Fetzen reißt, um es irgendwie zu ertragen,
die Phasen, in denen man sich zu ausgelaugt fühlt, um auch nur tgl. die Zähne zu putzen - und dennoch irgendwie kämpfen muss, weil es anders nicht raus geht,
die Phasen, wo man jede Hoffnung verliert,
die Phasen, in denen man im Gegenteil so manisch wird, dass man glaubt, ein neues, tolles Leben zu beginnen, während man in Wirklichkeit nur für verbrannte Erde sorgt
die Phasen, in denen die Wahrnehmung so verzerrt ist, dass man Freund und Feind gar nicht unterscheiden kann und nur noch (bildlich gesprochen) um sich schlägt, weil man überall nur noch Angriffe sieht

... was auch immer es bei ihr ist - mindestens 3 davon werden zutreffen bei einem akuten Schub

Irgendwie erkenne ich sie in dem was du beschrieben hast wieder. Ich versuche das alles gerade zu verstehen, was in ihr vorgeht, aber ich glaube das ist sehr schwer so eine Person da nachvollziehen zu können.

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber kämpfst du auch mit solchen Phasen bzw. mit einzelnen von den oben genannten? Falls ja, wie erklärst du dann die Reaktion von ihr, mich direkt aus dem Leben zu streichen, obwohl sie noch meinte, dass sie in mich verliebt ist und, dass ich ihr gut tue?

Also wie gesagt, ich versuche gerade das alles zu verstehen, aber ich habe mich noch nie mit sowas auseinandergesetzt leider.

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17. Oktober um 15:59
In Antwort auf vnhn_

Irgendwie erkenne ich sie in dem was du beschrieben hast wieder. Ich versuche das alles gerade zu verstehen, was in ihr vorgeht, aber ich glaube das ist sehr schwer so eine Person da nachvollziehen zu können.

Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber kämpfst du auch mit solchen Phasen bzw. mit einzelnen von den oben genannten? Falls ja, wie erklärst du dann die Reaktion von ihr, mich direkt aus dem Leben zu streichen, obwohl sie noch meinte, dass sie in mich verliebt ist und, dass ich ihr gut tue?

Also wie gesagt, ich versuche gerade das alles zu verstehen, aber ich habe mich noch nie mit sowas auseinandergesetzt leider.

ja, mit den meisten der oben genannten, auch wenn ich in den letzten Jahren nur noch selten in einen Schub laufe, in fast allen Fällen kann ich es vorher abfangen.

Dennoch: ich werde bestimmt keinen Menschen "erklären", den ich gar nicht kenne! Ich kann Dir im besten Falle sagen, wie es bei mir ist oder anderen Menschen, die ich kenne - mag auf sie ganz oder in Teilen auch zutreffen oder auch nicht, das weiß ich schlicht nicht.

Zu nahe treten kann man mir über ein Forum aber eh nicht, mir kann hier keiner was tun und Fragen, die ich nicht beantworten möchte, werde ich auch nicht beantworten. Also nur zu, wenn Du Fragen hast - frag.

Das wichtigste bei psychischen Erkrankungen aus meiner Sicht ist, dass sie fast alle die Wahrnehmung übel verzerren.
Erklärt sich am besten an Beispielen, die auch jeder gesunde Mensch kennt:
was wir wahrnehmen, hängt immer von unserer Stimmung ab. Kennt jeder, es gibt so diese Tage, wo man am liebsten ... ****"!§$/!"!!!! Die gleich vor dem ersten Kaffe damit anfangen, das irgendwas schief geht und sich dann entzückend steigern....
Und es gibt so Tage, wo einem "die Sonne aus dem Ar*** scheint". Stell Dir vor, Du erlebst die gleiche Situation jeweils an Tag A und Tag B - in Deiner Wahrnehmung in diesem Moment ist sie so gar nicht gleich. Was an dem einen Tag nicht mal für eine gekräuselte Augenbraue reicht, ist an einem anderen Tag ... nun ja, je nach Temperament, aber jedenfalls nicht "egal". Stell Dir diesen Effekt noch mal ordentlich gesteigert vor....
Den gleichen Effekt gibt es noch mit Bewertung und Filtern. - Kurz unsere Wahrnehmung ERSCHEINT uns "objektiv" - aber eigentlich ist sie Äonen davon entfernt, das auch zu sein. Grundsätzlich normal, aber in der akuten Phase psych. Erkrankungen sind diese Verzerrungen meist auf Anschlag. Alle.
Das Ergebnis ist: ein Mensch, dem ich wirklich wichtig bin, kommt zu mir, will mir helfen, mich trösten... was auch immer - und ich reagiere auf einen bösen Angriff unter der Gürtellinie, weil es genau das ist, was ich wahrnehme. Nicht lustig - für alle Beteiligten. Einer der Gründe, warum ich mich in Akutphasen vor JEDEM Kontakt mit anderen Menschen möglichst zurück ziehe. Was alle, die mich besser kennen, auch wissen und erklärt bekommen haben.
Wobei die Verzerrung grundsätzlich in jede mögliche Richtung gehen kann. Mal nehme ich einen Angriff wahr, wenn jemand nett ist, mal eine böse und natürlich völlig unberechtigte Kritik, mal ein über mich lustig machen, ... je nach dem. Der gemeinsame Punkt: der Zusammenhang zwischen meiner Reaktion und dem auslösenden Ereignis ist für andere überhaupt nicht erkennbar. Auch nicht erklärbar (mal abgesehen davon, dass rethorische, logische und linguistische Fährigkeiten in dem Moment auch nicht gerade im Zenit stehen) - weil das, worauf ich reagiere ... nun einmal gar nicht existiert.
Das ganze macht einen nicht sonderlich gesellschaftstauglich.

Nur merkt man ja nicht, dass man gerade auf eine Fata Morgana einprügelt - in der Wahrnehmung ist das klar - und WAHR. Da blinkt keine rote Lampe rechts oben im Blickfeld, die anzeigt, dass man gerade in einer anderen Welt weilt als derjenige, mit dem man sich unterhält.
Führt dazu, dass man, bevor man das überhaupt selbst herausgefunden hat, schon jede Menge wertvolles Porzellan zerdeppert hat - weil man nahestehende Menschen völlig grundlos verletzt hat (psychisch, nicht phsyisch). Keine übermässig angenehme Erfahrung, aus dem Nebel wieder heraus zu kommen und zu gucken, welcher Scherbenhaufen sich inzwischen aufgetürmt hat... (und natürlich schon gar keine angenehme Erfahrung für die Menschen, die man zu Scherben verarbeitet hat!)

Aber man lernt daraus: wenn es zu stark wird: zieh Dich zurück. Auch wenn Du Dich nach Trost und Unterstützung und was auch immer sehnst: NEIN. Tatzen weg, das macht es nur schlimmer!

Dazu kommt, dass viele an der Stelle Beziehungen auch beenden, wenn sie in aktuten Phasen sind - die Wahrnehmung verzerrt sich in ALLEN Bereichen. Bei der Selbstwahrnehmung (von "er / sie hat etwas besseres verdient als mich, ich bin ja so von Übel..." bis "was will ich eigentlich mit so einem Looser, der bremst mich nur aus, dabei könnte ich mit was besserem endlich mal dem gerecht werden, was in mir steckt" ist da alles drin!), bei der Wahrnehmung der eigenen Gefühle (wobei überbordende Panik / Traurigkeit / ... nicht seltener sind als emotionale Taubheit - also "nichts" fühlen... Korrektur: Das Gefühl, nichts zu fühlen! ) usw. usw. usw.

Kurz: was auch immer Du tust, es ist nicht unwahrscheinlich, dass Du sie noch nicht einmal "erreichst" damit, weil das was Du sagst (was auch immer das sein mag) ziemlich sicher als etwas ganz anderes bei ihr ankommt. So etwas zu umgehen ist selbst für Profis wie Psychologen oder geschulte Rethoriker eine hohe Kunst, die bei weitem nicht immer gelingt, als Laie ist man da chancenlos.
Akzeptiere ihren Wunsch, sich zurück zu ziehen und warte, was passiert, wenn sie wieder da ist - Du kannst eh nichts tun.

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17. Oktober um 16:34
In Antwort auf avarrassterne1

ja, mit den meisten der oben genannten, auch wenn ich in den letzten Jahren nur noch selten in einen Schub laufe, in fast allen Fällen kann ich es vorher abfangen.

Dennoch: ich werde bestimmt keinen Menschen "erklären", den ich gar nicht kenne! Ich kann Dir im besten Falle sagen, wie es bei mir ist oder anderen Menschen, die ich kenne - mag auf sie ganz oder in Teilen auch zutreffen oder auch nicht, das weiß ich schlicht nicht.

Zu nahe treten kann man mir über ein Forum aber eh nicht, mir kann hier keiner was tun und Fragen, die ich nicht beantworten möchte, werde ich auch nicht beantworten. Also nur zu, wenn Du Fragen hast - frag.

Das wichtigste bei psychischen Erkrankungen aus meiner Sicht ist, dass sie fast alle die Wahrnehmung übel verzerren.
Erklärt sich am besten an Beispielen, die auch jeder gesunde Mensch kennt:
was wir wahrnehmen, hängt immer von unserer Stimmung ab. Kennt jeder, es gibt so diese Tage, wo man am liebsten ... ****"!§$/!"!!!! Die gleich vor dem ersten Kaffe damit anfangen, das irgendwas schief geht und sich dann entzückend steigern....
Und es gibt so Tage, wo einem "die Sonne aus dem Ar*** scheint". Stell Dir vor, Du erlebst die gleiche Situation jeweils an Tag A und Tag B - in Deiner Wahrnehmung in diesem Moment ist sie so gar nicht gleich. Was an dem einen Tag nicht mal für eine gekräuselte Augenbraue reicht, ist an einem anderen Tag ... nun ja, je nach Temperament, aber jedenfalls nicht "egal". Stell Dir diesen Effekt noch mal ordentlich gesteigert vor....
Den gleichen Effekt gibt es noch mit Bewertung und Filtern. - Kurz unsere Wahrnehmung ERSCHEINT uns "objektiv" - aber eigentlich ist sie Äonen davon entfernt, das auch zu sein. Grundsätzlich normal, aber in der akuten Phase psych. Erkrankungen sind diese Verzerrungen meist auf Anschlag. Alle.
Das Ergebnis ist: ein Mensch, dem ich wirklich wichtig bin, kommt zu mir, will mir helfen, mich trösten... was auch immer - und ich reagiere auf einen bösen Angriff unter der Gürtellinie, weil es genau das ist, was ich wahrnehme. Nicht lustig - für alle Beteiligten. Einer der Gründe, warum ich mich in Akutphasen vor JEDEM Kontakt mit anderen Menschen möglichst zurück ziehe. Was alle, die mich besser kennen, auch wissen und erklärt bekommen haben.
Wobei die Verzerrung grundsätzlich in jede mögliche Richtung gehen kann. Mal nehme ich einen Angriff wahr, wenn jemand nett ist, mal eine böse und natürlich völlig unberechtigte Kritik, mal ein über mich lustig machen, ... je nach dem. Der gemeinsame Punkt: der Zusammenhang zwischen meiner Reaktion und dem auslösenden Ereignis ist für andere überhaupt nicht erkennbar. Auch nicht erklärbar (mal abgesehen davon, dass rethorische, logische und linguistische Fährigkeiten in dem Moment auch nicht gerade im Zenit stehen) - weil das, worauf ich reagiere ... nun einmal gar nicht existiert.
Das ganze macht einen nicht sonderlich gesellschaftstauglich.

Nur merkt man ja nicht, dass man gerade auf eine Fata Morgana einprügelt - in der Wahrnehmung ist das klar - und WAHR. Da blinkt keine rote Lampe rechts oben im Blickfeld, die anzeigt, dass man gerade in einer anderen Welt weilt als derjenige, mit dem man sich unterhält.
Führt dazu, dass man, bevor man das überhaupt selbst herausgefunden hat, schon jede Menge wertvolles Porzellan zerdeppert hat - weil man nahestehende Menschen völlig grundlos verletzt hat (psychisch, nicht phsyisch). Keine übermässig angenehme Erfahrung, aus dem Nebel wieder heraus zu kommen und zu gucken, welcher Scherbenhaufen sich inzwischen aufgetürmt hat... (und natürlich schon gar keine angenehme Erfahrung für die Menschen, die man zu Scherben verarbeitet hat!)

Aber man lernt daraus: wenn es zu stark wird: zieh Dich zurück. Auch wenn Du Dich nach Trost und Unterstützung und was auch immer sehnst: NEIN. Tatzen weg, das macht es nur schlimmer!

Dazu kommt, dass viele an der Stelle Beziehungen auch beenden, wenn sie in aktuten Phasen sind - die Wahrnehmung verzerrt sich in ALLEN Bereichen. Bei der Selbstwahrnehmung (von "er / sie hat etwas besseres verdient als mich, ich bin ja so von Übel..." bis "was will ich eigentlich mit so einem Looser, der bremst mich nur aus, dabei könnte ich mit was besserem endlich mal dem gerecht werden, was in mir steckt" ist da alles drin!), bei der Wahrnehmung der eigenen Gefühle (wobei überbordende Panik / Traurigkeit / ... nicht seltener sind als emotionale Taubheit - also "nichts" fühlen... Korrektur: Das Gefühl, nichts zu fühlen! ) usw. usw. usw.

Kurz: was auch immer Du tust, es ist nicht unwahrscheinlich, dass Du sie noch nicht einmal "erreichst" damit, weil das was Du sagst (was auch immer das sein mag) ziemlich sicher als etwas ganz anderes bei ihr ankommt. So etwas zu umgehen ist selbst für Profis wie Psychologen oder geschulte Rethoriker eine hohe Kunst, die bei weitem nicht immer gelingt, als Laie ist man da chancenlos.
Akzeptiere ihren Wunsch, sich zurück zu ziehen und warte, was passiert, wenn sie wieder da ist - Du kannst eh nichts tun.

P.S. bei nicht wenigen psych. Erkrankungen ist die Wahrnehmung immer verzerrter als bei gesunden Menschen - aber außerhalb einer akuten Phase kann man das mit etwas Übung und den passenden Techniken noch kompensieren. In einer aktuen Phase hingegen gar nicht mehr. Kein bißchen.

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