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Freundin fühlt sich vernachlässigt, vernachlässigt mich aber?

13. Mai 2016 um 10:53 Letzte Antwort: 13. Mai 2016 um 15:00

Hey zusammen,
ich muss mir hier auch mal meinen Frust wegschreiben. Seit ca. 2 Monaten bin ich mit meiner Freundin zusammen (Sie 20 ich 23). Wir kennen uns aber bereits ein halbes Jahr. Nun ist es so, dass ich berufstätig bin, während sie momentan ein Studium absolviert, bei dem Sie super viel Freizeit hat. Sie hat extrem wenig Vorlesungen und arbeitet nebenbei im Nebenjob 2 Tage die Woche.

Letztens haben wir darüber gesprochen, dass wir vor allem unter der Woche zu wenig Zeit miteinander verbringen und uns gerne öfter bzw. länger sehen wollen. Dieses Problem besteht also von beiden Seiten. Momentan ist es so, dass wir uns unter der Woche immer nur so ab 20:00/21:00 Uhr sehen, manchmal auch noch später.
Ich habe ihr von Anfang an gesagt, dass ich eben arbeiten muss und der Alltag bei mir vorhanden ist. Das wusste Sie auch. Ich für meinen Teil tue alles in meiner Macht stehende, dass ich möglichst viel Zeit mit ihr verbringen kann. Ich arbeite unter Gleitzeit und kann die Arbeitszeit also teilweise selbst bestimmen. Die letzte Zeit habe ich mir einige Minusstunden gegönnt und bin morgens später zur Arbeit gefahren. So hatte ich wenigstens morgens mit ihr noch eine Stunde mehr. Wir gehen auch immer sehr spät ins Bett was ok für mich ist, weil ich die Zeit mit ihr auskosten will. Auch nachmittags bin ich meist früher von der Arbeit gefahren, ich kann dann so um 15:30 gehen.

Hier kommt aber auch das Problem ins Spiel:
Sie hat so einige Freundinnen, zu denen sie den Kontakt sehr intensiv pflegt (was ich auch gut finde!). Ihr Tagesplan sieht demnach so aus: Bis mittags schlafen, dann mit ner Freundin oder mehreren hintereinander treffen und mit diesen verbringt sie dann bis abends ihre Zeit. Danach bin ich dann dran. Im Streit meinte meine Freundin dann auch zu mir, dass sie selbst darauf oft gar keine Lust hat und ihre Zeit lieber mit mir verbringen will. Sie unternimmt aber was mit ihren Freundinnen, damit diese zufrieden sind und sie nicht für eine schlechte Freundin halten. Ich habe ihr dann vorgeschlagen, dass sie halt mal einen Tag in der Woche nicht mit ihren Freundinnen rumgammeln soll und wir dann direkt nach meiner Arbeit was machen. So hätten wir auch mehr Zeit. Daraufhin war sie aber eher genervt und meinte sehr energisch, dass sie das mit ihren Freundinnen nicht abstellen würde und das braucht.

Diese Situation macht mich ziemlich unzufrieden. Wenn wir uns dann abends sehen, bin ich erschöpft vom frühen Aufstehen und sie vom stundenlangen abhängen mit ihren Freundinnen. Allzuviel Körperkontakt geht dann natürlich auch nich mehr. Mir ist bewusst, dass es extrem wichtig ist in einer Beziehung die anderen sozialen Kontakte weiterhin zu pflegen. Aber braucht man nicht vorallem in der Anfangszeit viel Zeit miteinander, um die Beziehung zu intensivieren?

Was meint ihr? Übertreibe ich, wenn ich sage das macht mich unzufrieden?

Danke fürs Lesen!

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13. Mai 2016 um 11:24

Frag sie doch mal,
wozu sie mit dir befreundet sein will, wenn sie nicht bereit ist, sich wenigstens einen Tag in der Woche für euch freizuhalten.

Sieht für mich so aus, als ob sie noch sehr unreif wäre und dich nur als Freund hat, weil alle ihre Freundinnen auch einen haben und nicht als Außenstehende gelten will.

Ich frage mich auch, in welchem Studiengang man extrem wenige Vorlesungen hat und bis Mittags schlafen kann?

Da ihr erst seit zwei Monaten zusammen seid, liegt es an dir, klare Ansagen zu machen, unter welchen Bedingungen du bereit bist, diese Beziehung weiter zu führen.

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13. Mai 2016 um 12:01

Danke für eure Antworten.


Ich muss schon sagen, dass sie in bestimmten Themen recht unreif ist. Aber sie ist nicht mit mir zusammen, weil ihre Freundinnen auch Freunde haben. Die haben sie nämlich nicht. Wahrscheinlich ist auch gerade dass das Problem, da die Freundinnen sehr an ihr hängen und sich vernachlässigt fühlen.
Ich versteh einfach nicht, wieso sie sich nicht mal wenigstens einen Tag nicht mit irgendwelchen Leuten treffen kann und dafür ihre Zeit ab dem frühen Nachmittag mit mir verbringt. Dann wäre sie auch selbst viel zufriedener. Aber sie möchte ja lieber ihre Freundinnen zufriedenstellen

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13. Mai 2016 um 12:05

Natürlich
kann man nicht alle Studenten über einen Kamm scheren. Ich war selbst Student und weiß wie das ist, obwohl ich im Studium garkeine Freizeit hatte. Es geht mir auch nicht darum, dass sie so viel Freizeit hat. Das finde ich gut und ich wünsche mir für sie, dass das möglichst lange so bleibt.
Es geht einfach nur darum, dass sie diese Freizeit gegenüber mir unpraktisch nutzt.

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13. Mai 2016 um 15:00

Naja,
sie arbeitet 2 mal in der Woche. 4 h und 8 h am Tag. Also das ist noch recht wenig. Ich habe nochmal mit ihr gesprochen. Sie will eben ihre Freundinnen nicht enttäuschen und ist auch unzufrieden mit dem Studium, da sie nicht weiß was sie will (beruflich).
Im Endeffekt muss sie sich halt mehr an mich anpassen, sonst funktioniert es nicht.Ich selbst versuche ja schon das bestmögliche.

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