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Freundin fühlt sich ausgenutzt

29. Oktober um 11:09

Hallo ihr Lieben,

Ich, männlich, 28 Jahre, wohne jetzt seit knapp einem Jahr mit meiner Freundin (27) zusammen. Ein ständiger Streitpunkt ist der Haushalt. Nach meinem Empfinden ist sie zu unordentlich, lässt Wäscheberge, Verpackungen etc rumliegen. Ja, auch ich lasse Sachen rumliegen, räume sie aber weg und versuche mich in dem Punkt zu bessern indem ich alles sofort weg räume.
Wir haben einen Haushaltsplan erstellt; ich kümmere mich um den Müll, Geschirrspüler inklusive Geschirr rein und rausräumen, Bad und Küche putzen jeweils einmal die Woche. Ihre Aufgaben sind 2x die Woche Wäsche waschen, 1x Wäsche zusammen legen und 1x saugen und wischen. Oftmals schaffe ich meine Aufgaben recht zügig und biete ihr dann Hilfe bei ihren Aufgaben an, vorallem weil sie diesen sonst nicht nachkommt. Die Wäsche bleibt liegen, gesauft wird nur alle paar Wochen trotz zwei Katzen. Meist hat sie keine Lust, Zeit etc. und ist dann noch angefressen, wenn nicht sogar sauer, wenn ich ihr sage das der Haushalt schleift und ich mich so nicht wohl fühle.

Folgende Situation gestern: Wir waren verabredet um noch Paprika zu kaufen fürs Abendessen. Der Treffpunkt beim Supermarkt liegt für uns beide auf dem Weg, deswegen bietet sich das an. Sie bot an alleine einzukaufen wenn sie früher da ist. Nun hatte ich doch mehr Freizeit als gedacht und war schon früher zuhause. Ich fragte sie ob sie trotzdem einkaufen geht und sie bat mich einkaufen zu gehen. Kein Problem, ich bin dann nach Feierabend zum Lidl, eingekauft und nach Hause und dort die Küche etwas geputzt. Sie war nachmittags mit einer Freundin verabredet, dementsprechend war sie erst gegen 21 Uhr zuhause. Ich fing schon mal an alles für das Essen zu schnippeln, sie kam dann und kochte und ich habe Müll runtergebracht. Sie hat die Verpackungen vom kochen stehen gelassen, ich bat sie die noch weg zu schmeißen und sie sagte mir zu dies nach dem Essen zu tun.

Nach dem Essen war schon Zeit fürs Zähne putzen, ich war vor ihr bettfertig und wollte noch was vom Flur holen. Dabei sehe ich das die Verpackungen immer noch in der Küche rumliegen, direkt vor ihrem abgestellten Teller. Ich sprach sie darauf an und sie sagte 'ich hätte das doch weg schmeißen können'. Darauf hin entstand eine Diskussion weil ich es nicht einsehe ihr das hinter her zu räumen. Zu dem Zeitpunkt war sie super pissig, argumentierte sie würde das ja einfach wegräumen und warum ich das nicht gemacht hätte. Im folgenden Streit warf sie mir an den Kopf, sie fühle sich ausgenutzt weil ich sie in letzter Zeit so oft um etwas gebeten hätte umd sie fühle sich so nicht wohl und sei nicht glücklich und ab jetzt will sie nur noch Sachen angeboten bekommen und will nicht das ich sie um etwas frage.

Diese Aussage verletzt mich bis jetzt. Einmal weil ich immer für sie da war. Als kleines Beispiel: sie hat heftige Kopfschmerzattacken. Ich trat ihr in den Arsch damit sie zum Arzt geht, habe sie zu allen Arztterminen inklusive Zahnarzt, vor dem sie Angst hat, MRT, Neurologe etc begleitet. Ich habe sie begleitet als die ihr neues Auto abgeholt hat, es gab keine Situation in der ich ihr nicht zur Seite stand, sofern es mir möglich war. Ebenfalls hole ich jeden Abend ein Glas Wasser und gucke dabei ob sie auch welches hat und fülle das ggf auf. Ich bin, ohne mich selber zu loben, ein guter Freund. Ich bin zuvorkommend, spontan, viel mit ihr unterwegs, helfe wo ich kann, höre ihr zu und dann kommt so etwas?
Auf die Frage, warum sie sich ausgebeutet fühlt kamen schwammige Beispiele die ich alle widerlegen konnte und am Ende hieß es dann nur 'Ich fühle mich aber so.'.

Dieser Streit gestern und heute verletzt und verunsichert mich. Habe ich etwas falsch gemacht? Nutze ich sie wirklich aus und rede mir das schön? Hätte ich das einfach weg räumen sollen obwohl nicht so etwas ärgert?

Wie beurteilt ihr das?

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29. Oktober um 11:47

Also erstmal sehr zu loben, dass du viel im Haushalt mit machst. Ich kenne nämlich einige, die da fast gar nicht mithelfen.
Meiner Meinung nach hast du nicht überreagiert. Wenn sie dir gesagt hat, dass sie das später wegwirft, dann sollte sie das auch machen. Da du sie darum gebeten hast und sie dir versicherte die Verpackungen noch wegzuschmeißen, hast du das bestimmt nicht mehr ganz im Kopf gehabt, bis du die Verpackung halt noch da gesehen hast. Außerdem darf man das jetzt auch nicht so sehen, als wäre das ungereht von dir, nur weil du der Mann bist und sie die Frau.
Sie hat sich mit einer Freundin getroffen = sie hatte freizeit bevor sie nach hause kam.
Du bist nach der arbeit kurz zu hause gewesen, bist dann einkaufen gegangen und hast dann schon mal mit dem Kochen angefangen = hattest jetzt nicht wirklich Freizeit.

"...ab jetzt will sie nur noch Sachen angeboten bekommen und will nicht das ich sie um etwas frage"
Äh bitte??? Geben ist schöner, als empfangen. Ich mag generell dieses zurückerwarten nicht. Ich liebe es meinem Freund zu helfen und ihm weiter zu geben, OHNE, dass ich es für selbstverständlich nehme etwas zurück zu bekommen, denn ich mag es, wenn er durch mich glücklich ist. Natürlich achte ich darauf, ob er das für selbstverständlich nimmt nur zu kriegen und nicht zu geben. Aber zum Glück ist das nicht so. Er hilft mir und tut mir auch oft ein Gefallen, ohne, dass ich darum gebeten habe oder es nötig war. Genauso sollte es auch sein: Gegenseitig helfen und es NICHT FÜR SELBSTVERSTÄNDLICH zu nehmen. Außerdem achten wir gar nicht darauf, wer jetzt mehr gegeben hat und wer jetzt immer nur genommen hat. Wir machen einfach nach unserem Gefühl. Ich würde mich so schlecht fühlen, wenn ich zum meinem Freund sagen würde, dass ich jetzt nur noch sachen angeboten bekommen will und ihm keinen Gefallen mehr machen möchte.

IM FAZIT: Es sollte ein ständiges geben und nehmen sein. Und kein Zählen von TATEN.
Meiner Meinung nach reagiert sie falsch und du hast das echt gut gemacht.

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29. Oktober um 12:03

Das passt wohl nicht richtig. Entweder nimmst du sie wie sie ist oder du setzt ihr klare Grenzen, ihr müsst ja beide in dem Chaos leben.

Aber mal echt jetzt, nur einmal Bad und Küche jeweils in einer Woche? Mir wäre das zu unsauber, gerade an den Orten wo Hygiene so wichtig ist 

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29. Oktober um 13:11
In Antwort auf 1234567889

Hallo ihr Lieben,

Ich, männlich, 28 Jahre, wohne jetzt seit knapp einem Jahr mit meiner Freundin (27) zusammen. Ein ständiger Streitpunkt ist der Haushalt. Nach meinem Empfinden ist sie zu unordentlich, lässt Wäscheberge, Verpackungen etc rumliegen. Ja, auch ich lasse Sachen rumliegen, räume sie aber weg und versuche mich in dem Punkt zu bessern indem ich alles sofort weg räume. 
Wir haben einen Haushaltsplan erstellt; ich kümmere mich um den Müll, Geschirrspüler inklusive Geschirr rein und rausräumen, Bad und Küche putzen jeweils einmal die Woche. Ihre Aufgaben sind 2x die Woche Wäsche waschen, 1x Wäsche zusammen legen und 1x saugen und wischen. Oftmals schaffe ich meine Aufgaben recht zügig und biete ihr dann Hilfe bei ihren Aufgaben an, vorallem weil sie diesen sonst nicht nachkommt. Die Wäsche bleibt liegen, gesauft wird nur alle paar Wochen trotz zwei Katzen. Meist hat sie keine Lust, Zeit etc. und ist dann noch angefressen, wenn nicht sogar sauer, wenn ich ihr sage das der Haushalt schleift und ich mich so nicht wohl fühle. 

Folgende Situation gestern: Wir waren verabredet um noch Paprika zu kaufen fürs Abendessen. Der Treffpunkt beim Supermarkt liegt für uns beide auf dem Weg, deswegen bietet sich das an. Sie bot an alleine einzukaufen wenn sie früher da ist. Nun hatte ich doch mehr Freizeit als gedacht und war schon früher zuhause. Ich fragte sie ob sie trotzdem einkaufen geht und sie bat mich einkaufen zu gehen. Kein Problem, ich bin dann nach Feierabend zum Lidl, eingekauft und nach Hause und dort die Küche etwas geputzt. Sie war nachmittags mit einer Freundin verabredet, dementsprechend war sie erst gegen 21 Uhr zuhause. Ich fing schon mal an alles für das Essen zu schnippeln, sie kam dann und kochte und ich habe Müll runtergebracht. Sie hat die Verpackungen vom kochen stehen gelassen, ich bat sie die noch weg zu schmeißen und sie sagte mir zu dies nach dem Essen zu tun. 

Nach dem Essen war schon Zeit fürs Zähne putzen, ich war vor ihr bettfertig und wollte noch was vom Flur holen. Dabei sehe ich das die Verpackungen immer noch in der Küche rumliegen, direkt vor ihrem abgestellten Teller. Ich sprach sie darauf an und sie sagte 'ich hätte das doch weg schmeißen können'. Darauf hin entstand eine Diskussion weil ich es nicht einsehe ihr das hinter her zu räumen. Zu dem Zeitpunkt war sie super pissig, argumentierte sie würde das ja einfach wegräumen und warum ich das nicht gemacht hätte. Im folgenden Streit warf sie mir an den Kopf, sie fühle sich ausgenutzt weil ich sie in letzter Zeit so oft um etwas gebeten hätte umd sie fühle sich so nicht wohl und sei nicht glücklich und ab jetzt will sie nur noch Sachen angeboten bekommen und will nicht das ich sie um etwas frage.

Diese Aussage verletzt mich bis jetzt. Einmal weil ich immer für sie da war. Als kleines Beispiel: sie hat heftige Kopfschmerzattacken. Ich trat ihr in den Arsch damit sie zum Arzt geht, habe sie zu allen Arztterminen inklusive Zahnarzt, vor dem sie Angst hat, MRT, Neurologe etc begleitet. Ich habe sie begleitet als die ihr neues Auto abgeholt hat, es gab keine Situation in der ich ihr nicht zur Seite stand, sofern es mir möglich war. Ebenfalls hole ich jeden Abend ein Glas Wasser und gucke dabei ob sie auch welches hat und fülle das ggf auf. Ich bin, ohne mich selber zu loben, ein guter Freund. Ich bin zuvorkommend, spontan, viel mit ihr unterwegs, helfe wo ich kann, höre ihr zu und dann kommt so etwas? 
Auf die Frage, warum sie sich ausgebeutet fühlt kamen schwammige Beispiele die ich alle widerlegen konnte und am Ende hieß es dann nur 'Ich fühle mich aber so.'. 

Dieser Streit gestern und heute verletzt und verunsichert mich. Habe ich etwas falsch gemacht? Nutze ich sie wirklich aus und rede mir das schön? Hätte ich das einfach weg räumen sollen obwohl nicht so etwas ärgert?

Wie beurteilt ihr das?
 

sie ist eben so! und sie wird sich nicht ändern!
jeder hat da eine andere sicht...
und anscheinend passen eure beiden sichtweisen nicht zusammen

aber schon alleine dass man so einen haushaltsplan erstellen muss

ich kümmere mich um den Müll, Geschirrspüler inklusive Geschirr rein und rausräumen, Bad und Küche putzen jeweils einmal die Woche. Ihre Aufgaben sind 2x die Woche Wäsche waschen, 1x Wäsche zusammen legen und 1x saugen und wischen

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29. Oktober um 13:48

Ich glaube, Du tust nicht zu wenig sondern zuviel. Du bist zu nett, zu nachsichtig zu hilfsbereit. Sie sieht nicht was sie an Dir hat sondern, das was sich nicht hat. Es ist (ihr) lästig, wenn Du sie auf ihre Schlamperei hinweist usw. 
Bei ihrem Ansinnen hätte es bei mir richtig gekracht: Sie sieht sich als Prinzesschen der Du den ganzen Tag den A hinterhertragen sollst. Das ist keine (zeitgemässe) Beziehung auf Augenhöhe.
Vielleicht passt ihr wirklich nicht zusammen, der Haushalt ist ja nur ein Sympthom für das Thema Beziehungsverständnis und die Wahrnehmung des Partners. Du hast Dinge an ihr und Eurer Beziehung anders gesehen und bewertet als sie wirklich sind und das selbstlose von Dir hat manches auch kaschiert 

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29. Oktober um 14:09

Ebenfalls hole ich jeden Abend ein Glas Wasser und gucke dabei ob sie auch welches hat und fülle das ggf auf
Sorry aber da musste ich etwas schmunzeln, sowas ist doch normal 

Irgendwie ist das alles sehr verplant und strukturiert bei euch. Das man die Aufgaben aufteilt ist ja ok. Bei uns zB haben wir Anfangs besprochen, wer was nicht gerne macht und dann so aufgeteilt.
Vielleicht müsst ihr nochmals neu verteilen?

Du schreibst auch, du machst dieses jenes, bist für sie da, hörst ihr zu etc.
Und sie macht gar nichts dergleichen für dich? Wenn nicht, wieso seid ihr denn noch zusammen? Geht es hier wirklich nur um den Haushalt?

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29. Oktober um 14:47

Sie dreht aber mächtig was um. Sie fühle sich ausgenutzt?
Denke hat mehr ein Problem damit, das Du alles stramm - straff durchplanst. 
 

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29. Oktober um 15:24

Ich finde so eine strikte Aufgabenverteilung Käse.
Wenn zB genug Buntwäsche im Korb ist, wird die Waschmaschine angemacht.
Und wenn die Spülmscheine durch ist und Zeit da ist, wird sie ausgeräumt.
Müll kann man wegbringen, wenn man eh das Haus verlässt
Sind doch alles nur ein paar Minuten.

...wenn BEIDE denn die Arbeit sehen.
Meist gibt es ja solche Pläne, weil einer sonst noch viel weniger täte.

Deine Frau hat offenbar ein deutlich höheren Level bezüglich Schmutz und Ordnung als Du.

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29. Oktober um 16:23
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

Ich finde so eine strikte Aufgabenverteilung Käse.
Wenn zB genug Buntwäsche im Korb ist, wird die Waschmaschine angemacht.
Und wenn die Spülmscheine durch ist und Zeit da ist, wird sie ausgeräumt.
Müll kann man wegbringen, wenn man eh das Haus verlässt
Sind doch alles nur ein paar Minuten.

...wenn BEIDE denn die Arbeit sehen.
Meist gibt es ja solche Pläne, weil einer sonst noch viel weniger täte.

Deine Frau hat offenbar ein deutlich höheren Level bezüglich Schmutz und Ordnung als Du.

Wir handhaben es auch so - zB schauen wir Freitag-Abend wer von uns Zeit hat Samstags die Wäsche zu machen.
Ich koche und räume die Küche auf, mach ich gerne. Küche mach ich täglich nach dem kochen "perfekt" sauber, wenn man es von Anfang an so macht wirds auch nie richtig dreckig. Wenn er mal Zeit hat räumt er aber auch die Spülmaschine aus, etc. alles sehr flexibel. Da er früher Zuhause ist saugt er dann, meistens alle 2 tage.

Was wir fix aufgeteilt haben ist:
- alle 2 Wochen das Bad blitz und blank sauber machen (er macht das, da er Sanitär ist und das enstprechend gelernt hat)
- die täglichen Haustier-Arbeiten, wir haben auch 2 Katzen, mache ich
- abstauben wöchentlich, mach ich

Und der Rest ist wie gesagt flexibel. ABER das funktioniert auch nur dann, wenn nicht einer auf der faulen Haut liegt und der andere alles alleine macht.

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