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Freund zum 2.Mal in der Psychiatrie

6. Dezember 2006 um 14:03

Hallo.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und bin total verzweifelt.
Als ich mit meinem Freund vor 2 Jahren zusammen gekommen bin, war er drogenahängig.
Für mich hat er jedoch damit aufgehört und war lange Zeit clean.
Dieses Jahr ist er dann rückfällig geworden.
Er hat so übertrieben, dass er für 10 Wochen in die Psychiatrie zwangseingewiesen wurde.
Diese Zeit war hart, aber ich bin bei ihm geblieben und war fast täglich stundenlang bei ihm um ihm beizustehen, obwohl die Klinik sehr weit von mir entfernt ist.
Aber auch die Zeit davor, in der er wieder abhängig wurde, war sehr schwer.
Er hat auf meinen Gefühlen rumgetrampelt und mich oft verletzt mit seinem Verhalten.
Er hatte außerdem fast nie Zeit für mich.
So sehr, dass ich fast täglich geweint hab.
Tja, vor eeiner Woche wurde er aus der Psychiatrie entlassen und ich war natürlich glücklich.
Doch unser Beziehung blieb schwer und er tat mir immernoch sehr oft weh, sagte aber immer wie sehr er mich liebt und braucht.
Glücklich war ich aber lange nicht mehr.
Gestern ist es dann passiert.
Wir hatten uns mal wieder gestritten und er hat sich mit einem Messer tief in den auch gestochen und musste ins Krankenhaus.
Er hat das auch vorher oft getan, sich zu schneiden.
Ganz am Anfang unserer Beziehung(die ersten paar Monate) war nix von alledem.
Mir muss nieman sagen dass mein Freund psychisch krank ist bzw. psychische Probleme hat. Das weiß ich.
Aer ich weiß nicht was ich tun soll.
Einerseits liebe ich ihn und mir fällt es furchtbar schwer, mir ein Leben ohne ihn vorzustellen.
Andererseits ist das auch jetzt schon ein Leben ohne ihn, schließlich ist er schon wieder in der Psychiatrie gelandet.
Und ich weiß nicht, ob ich diesen Druck nochmal ertrage. Das tat und tut einfach weh.
Und ich will doch einen Partner, mit dem ich eine glückliche Zukunft haben kann.
Und ich weiß nicht ob das mit meinem Freund je möglich sein wird.
Aber ich liebe ihn doch... ich weiß echt nicht was ich tun soll.
Gehen bevor ich noch verzweifelter und traurig werden könnte oder bleiben und wieder für ihn da sein?
Wenn ich einfach gehe hab ich irgenwie das Gefühl ihn zu verraten.
Aber ich weiß nicht ob ich das alles nochmal ertrage.
Jetzt ist er eh wieder für einige Monate in der Psychiatrie.
Vielleicht fragt ihr euch, wofür und wieso ich ihn überhaupt liebe- man liebt einen Mnschen schließlich nicht nur in guten Zeiten und ich habe mich in ihn verliebt, als alles noch anders und schön war. Und so einfach kann man sich ja nicht entlieben.

Was würdet ihr mir raten bzw an meiner Stelle tun?
Ich bin dankbar für jede Art von Ratschlägen und Meinungen.

lG

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6. Dezember 2006 um 14:16

Liebe Kate Moss,
wenn Du aus Liebe nicht in der Lage bist, Dich zu trennen, dann musst Du diese Hölle eben ertragen.

Eine Alternative gibt es nicht...

Jammern und es anderen Leuten erzählen, bringt nichts. Du musst da durch - oder gehen.

Anne

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6. Dezember 2006 um 14:30

..
Ich jammere nicht, ich bitte euch um Rat.
Er hat sich ja bereits draußen psychologische Hilfe gesucht und auch damit begonnen, aber bisher hat es eben nix gebracht...

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6. Dezember 2006 um 14:53

Nutze die Zeit
in der er jetzt sowieso in der Klinik ist, um was für Dich zu tun. Er ist ja versorgt und muß sich um seine Sachen kümmern. Besorg Dir professionelle Hilfe und guck vor allem mal, ob es so was wie El-Anon (Selbsthilfegruppe der Angehörigen der Anonymen Alkoholiker) auch für Angehörige von Drogenabhängigen gibt - gibt es bestimmt. Die können Dir mit Sicherheit bessere Tipps geben als wir hier und Du hast eine Anlaufstelle, wenn es Dir nicht gut geht. Das schlechte Gewissen und das Gefühl Verantwortung für den anderen zu haben ist dort ein wichtiges Thema und ich glaube, daß Du besser damit klar kommst, wenn Du Dich mit Frauen austauschen kannst, die in der gleichen Situation stecken wie Du, bzw. die vielleicht schon weiter sind als Du.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute, Zelda.

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6. Dezember 2006 um 14:54

Liebe Moliqua
.... Dein Freund darf nicht wegen DIR mit den Drogen aufhören, er MUSS es für SICH GANZ ALLEINE wollen und schaffen!!!

Auf der einen Seite liebst Du ihn und er Dich, aber auf der anderen Seite leidet er und auch Du.

Ich persönlich rate Dir, Dich erst mal von ihm zu trennen mit der Option, dass Ihr einen erneuten Versuch wagt, wenn er wieder "gesund" ist!
Mit gesund meine ich, dass er alleine, für sich wieder clean wird und versucht zu verstehen warum dies alles geschieht und Wege findet ein halbwegs normales Leben zu führen.

Manchmal reicht Liebe allein nicht aus, um glücklich zu werden und zu bleiben.
Und bevor Du mit vor die Hunde gehst, würde ich Dir raten Dich zu distanzieren. Nicht weil Du ihn nicht mehr liebst, sondenr genau WEIL Du ihn liebst.
Er muss lernen ALLEINE und für niemanden sonst sein Leben in die Hand zu nehmen und zu meistern!

Trenn' Dich aus Eigenschutz und für ihn. Manchmal kann man Probleme erst bewältigen, wenn man auf sich alleine gestellt ist!!!


LG
Pluster

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6. Dezember 2006 um 16:28

Hallo Moliqua
Du steckst hier wohl ziemlich fest, zwischen Liebe und Verantwortungsgefühl Deinem Freund gegenüber.

Die Versuche von den Drogen wegzukommen, muss er ganz allein für sich schaffen.

Du bist nicht verantwortlich für ihn. Dafür gibt es die Klinik und wenn er es für sich selbst will, wegzukommen dann erst, wird es sich auch für ihn ändern und stabilisieren.

Zusehen, ist bei diesem Weg wohl das schwerste für Dich.

Dennoch rate ich Dir sehr eindringlich, mal auf Dich selbst zu schauen. Dir selbst mal was Gutes tun!

Du kannst leider nicht für ihn den Entzug machen!

Die Frage ist wie weit willst Du zusehen? Wie weit kannst Du noch gehen?

Du hast ein Recht darauf glücklich zu werden, das heisst nicht dass Du ihn im Stich lassen sollst,nun einfach mehr bei Dir bleiben, Dich mehr auf Dich konzentrieren und Dich bitte nicht mitreissen lassen in eine Co Abhängigkeit.

Es gibt sicher auch Beratungsstellen, die Dir hier weiter helfen können. Wende Dich auch dahin.

Alles Liebe
Fortunia

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6. Dezember 2006 um 18:16
In Antwort auf kaylyn_12128469

Hallo Moliqua
Du steckst hier wohl ziemlich fest, zwischen Liebe und Verantwortungsgefühl Deinem Freund gegenüber.

Die Versuche von den Drogen wegzukommen, muss er ganz allein für sich schaffen.

Du bist nicht verantwortlich für ihn. Dafür gibt es die Klinik und wenn er es für sich selbst will, wegzukommen dann erst, wird es sich auch für ihn ändern und stabilisieren.

Zusehen, ist bei diesem Weg wohl das schwerste für Dich.

Dennoch rate ich Dir sehr eindringlich, mal auf Dich selbst zu schauen. Dir selbst mal was Gutes tun!

Du kannst leider nicht für ihn den Entzug machen!

Die Frage ist wie weit willst Du zusehen? Wie weit kannst Du noch gehen?

Du hast ein Recht darauf glücklich zu werden, das heisst nicht dass Du ihn im Stich lassen sollst,nun einfach mehr bei Dir bleiben, Dich mehr auf Dich konzentrieren und Dich bitte nicht mitreissen lassen in eine Co Abhängigkeit.

Es gibt sicher auch Beratungsstellen, die Dir hier weiter helfen können. Wende Dich auch dahin.

Alles Liebe
Fortunia

Geht nicht um Entzug
Es geht doch garnicht mehr um einen Entzug, er hat doch schon eim letzten Klinikaufenthalt entzogen!
Er ist jetzt wieder in der Klinik wegen Selbstverletzung, nicht wegen Drogen.
Aber danke für deine Antwort.

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6. Dezember 2006 um 18:19
In Antwort auf alanis_12681975

Liebe Moliqua
.... Dein Freund darf nicht wegen DIR mit den Drogen aufhören, er MUSS es für SICH GANZ ALLEINE wollen und schaffen!!!

Auf der einen Seite liebst Du ihn und er Dich, aber auf der anderen Seite leidet er und auch Du.

Ich persönlich rate Dir, Dich erst mal von ihm zu trennen mit der Option, dass Ihr einen erneuten Versuch wagt, wenn er wieder "gesund" ist!
Mit gesund meine ich, dass er alleine, für sich wieder clean wird und versucht zu verstehen warum dies alles geschieht und Wege findet ein halbwegs normales Leben zu führen.

Manchmal reicht Liebe allein nicht aus, um glücklich zu werden und zu bleiben.
Und bevor Du mit vor die Hunde gehst, würde ich Dir raten Dich zu distanzieren. Nicht weil Du ihn nicht mehr liebst, sondenr genau WEIL Du ihn liebst.
Er muss lernen ALLEINE und für niemanden sonst sein Leben in die Hand zu nehmen und zu meistern!

Trenn' Dich aus Eigenschutz und für ihn. Manchmal kann man Probleme erst bewältigen, wenn man auf sich alleine gestellt ist!!!


LG
Pluster

...
wie gesagt... es geht nicht um Drogen.

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6. Dezember 2006 um 18:21
In Antwort auf tomasa_12242774

Geht nicht um Entzug
Es geht doch garnicht mehr um einen Entzug, er hat doch schon eim letzten Klinikaufenthalt entzogen!
Er ist jetzt wieder in der Klinik wegen Selbstverletzung, nicht wegen Drogen.
Aber danke für deine Antwort.

HMM, gut sorry, kam bei mir so an
"Dieses Jahr ist er dann rückfällig geworden.
Er hat so übertrieben, dass er für 10 Wochen in die Psychiatrie zwangseingewiesen wurde."

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6. Dezember 2006 um 20:26
In Antwort auf kaylyn_12128469

HMM, gut sorry, kam bei mir so an
"Dieses Jahr ist er dann rückfällig geworden.
Er hat so übertrieben, dass er für 10 Wochen in die Psychiatrie zwangseingewiesen wurde."

Nee
Ja, aber ich habe geschrieben dass er jetzt zum 2.(!!)Mal wegen SELBSTVERLETZUNG eingewiesen wurde.
Beim 1.(!)Mal war es wegn Drogen.

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6. Dezember 2006 um 20:30
In Antwort auf tomasa_12242774

Nee
Ja, aber ich habe geschrieben dass er jetzt zum 2.(!!)Mal wegen SELBSTVERLETZUNG eingewiesen wurde.
Beim 1.(!)Mal war es wegn Drogen.

Entschuldige bitte
dennoch ich finde Du solltest auch mal ein bisschen an Dich denken

ich wünsch Dir alles Liebe
Fortunia

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6. Dezember 2006 um 20:38
In Antwort auf kaylyn_12128469

Entschuldige bitte
dennoch ich finde Du solltest auch mal ein bisschen an Dich denken

ich wünsch Dir alles Liebe
Fortunia

Ich weiß
Das ist nur wahnsinnig schwer.. trotzdem danke.

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