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Freund will zusammenziehen - was kann man verlangen und was nicht

31. Mai 2017 um 22:00

Hallo an alle, ich habe hier ein paar allgemeine Fragen zum Zusammenziehen bzw. was man vom Partner dabei verlangen kann und was nicht.

Prinzipiell bin ich der Meinung man muss immer Kompromisse machen, den jedem in allen Punkten alles recht zu machen ist meist sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich.

Kurz zu mir und meinem Freund: Ich bin 25, berufstätig, verdiene gut, erhalte mich allein, habe eine 100m² Mietwohnung und zwei Katzen und wohne leider 200km von meinem Freund entfernt am Land, Er ist 38, berufstätig, verdient ebenfalls gut, hat eine 100m2 Eigentumswohnung 200km entfernt in der Stadt.

Wir führen also seit gut 2 Jahren eine tolle Fernbeziehung, sehen uns mindestens jedes zweites Wochenende und alles läuft hervorragend. Allerdings hat er nun geäußert das er eine Fernbeziehung auf Dauer nicht gut findet, und das er gerne zusammenziehen möchte. Prinzipiell genieße ich den Abstand sehr, denn ich arbeite sehr viel, auch zuhause, und bin deshalb unter der Woche auch meist mit mir und meiner Arbeit beschäftigt. Umso schöner sind die 2,5 Tage Wochenende, wo wir die Zeit nur für uns nutzen. Trotzdem kann ich mir auch gut vorstellen mit ihm zusammen zu ziehen, es ist aber noch kein inniger Wunsch und ich könnte noch 2 Jahre warten, ist aber kein Muss, prinzipiell ziehe ich gerne in den nächsten Monaten mit ihm zusammen wenn er sich danach sehnt. Allerdings gibt es ein paar Punkte, die etwas schwierig werden könnten:

1) Er will das ich zu ihm ziehe, da er eine Eigentumswohnung hat, die er erst vor einem halben Jahr komplett renoviert hat. Heißt für mich, ich muss leider meinen Job aufgeben, der mir sehr am Herzen liegt, da er mich tatsächlich seit 3 Jahren erfüllt und sehr glücklich macht. Ich kann viel reisen, lerne ständig neues, treffe viele Menschen, es ist wirklich ein super Klime, toller Vorgesetzter, extrem gute Bezahlung. Also Jackpot. Ich habe mehrmals darauf hingewiesen das ich das eigentlich nicht möchte, und den Vorschlag gebracht das wir in der Mitte in etwas neues Zusammenziehen. So braucht er 30 Minuten in die Arbeit, ich in etwa 55. Die Fahrzeit wäre es mir wert. Allerdings will er seine Wohnung natürlich nicht aufgeben, nachdem er sie aufwendig und kostenspielig renoviert hat. Sein Argument: Ich hatte immer vor Augen die nächsten 10 Jahr mit dir hier zu leben und unsere Familie zu gründen. Kann ich ihm, ohne Unmögliches zu wollen, sagen das es für mich eigentlich nicht in Frage kommt, meinen Job zu kündigen oder 2 Stunden pro Strecke zu fahren, und wenn er jetzt zusammenziehen will und nicht warten will bis ich bereit bin meinen Job ohne Bauchschmerzen aufzugeben, wir uns gemeinsam etwas suchen müssen, das in der Mitte liegt? (Er kann seine Wohnung mit Gewinn verkaufen, hätte also keinen materiellen Verlust, natürlich steckt viel Zeit und Arbeit drinnen!)

2) Unsere Haustiere. Bin ein Tiermensch, allerdings ist sein Kater für mich eine Herausforderung. Er wurde bis jetzt (9 Jahre) allein in der Wohnung gehalten und eigentlich ignoriert, er ist also sehr Verhaltensgeschädigt. Das äußert sich durch extremes Fressverhalten (fangt 3 Uhr nachts zum randalieren an bis 7 Uhr morgens, bis er gefüttert wird, so das man kaum schlafen kann) Zerstörungswut weil gefrustet (Taschen, Schuhe, Stoffe also Klamottem, Unterwäsche, Handtücher, Kosmetik, Cremes, Toilettenpapier, im Prinzip alles was irgendwie fressbar ist oder weich genug um zerbissen oder zerkratzt zu werden ist) und noch so vieles mehr, bis hin zu aggressionen gegen Menschen, die sicher nicht tödlich aber schmerzhaft und erschreckend sind.
Der Kater ist aber ganz ganz toll zu meinen Katzen (ich hatte ihn schon mehrere Wochen auf Pflege als mein Freund auf Dienstreise war) und so eigentlich sonst auch sehr leidlich. Kann ich von meinem Freund verlangen, das er seinen Kater hinauslässt (die Möglichkeit ist da) damit dieser ausgeglichener ist und nicht mehr so viel zerstört? Er möchte es nicht und sieht es nicht ein, das es mich in meiner Lebensqualität einschränkt wenn ich nichts mehr stehen lassen kann besonders wegen Punkt 3) (siehe unten) und sagt der Kater sei zu alt dafür weil er kein Interesse daran hat sich die Arbeit zu machen ihn vorsichtig an draußen zu gewöhnen? (Meine Katzen sind auch Freigänger)

3) Platz. Es gibt leider keinen Platz in seiner Wohnung für meine Möbel und teilweise auch für mein Inventar. Er hat viele alte Sammlerstücke als Möbel, die sehr kostspielig und selten sind, allerdings würde ich natürlich gern auch etwas eigenes mitbringen und meinen eigenen Wohnstil mit einbringen, um mich wohl zu fühlen. Zumindest mein Schreibtisch sollte drin sein. Er möchte sich von keinem Möbelstück trennen. Er hat einen begehbaren Kleiderschrank, der ziemlich voll ist da er sich auch hier von vielen sehr teueren Klamotten nicht trennen möchte (die er nicht trägt) und für mich eigentlich keinen Platz hat, Schrank möchte er aber keinen zusätzlichen heraussen aufstellen. Wie gehe ich dieses Thema an? Genauso wie einige kosmetische "Damenutensilien" ihren Platz bräuchten, der nicht vorhanden ist im Bad, heraußen stehen lassen geht nicht da kleine gefräßige Katze seinerseits, die er nicht aus dem Bad sperren möchte. Kann ich hier meine Frau stehen und ihm das NoGo vor die Nase halten wenn er unbedingt will das ich in diese Wohnung ziehe? Oder übertrieben?



Im Endeffekt waren das alle Themen, die es für mich gibt und die mir am Herzen liegen, und ein Zusammenziehen für mich derzeit einfach nicht in Frage kommen lassen. Er kennt die Themen und weiß bescheid, allerdings drängt er sehr aufs Zusammenziehen, und ich würde einfach gerne wissen, ob ich nun evtl. zu wenig Kompromissbereit bin, oder ihm Klartext sagen kann, das diese Dinge Voraussetzung sind?

Grüßchen, Lilly

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31. Mai 2017 um 22:42

Also speziell in deinem Fall kann ich gut nachvollziehen, wieso du momentan nicht zusammenziehen willst.
Zu 1.) Ich finde, man sollte einen Job, den man als Jackpot bezeichnet, nicht einfach aufgeben, wenn man nicht zu 100% hinter dieser Entscheidung stehen kann. Eine alte Bekannte von mir hat sogar ihre Fernbeziehung beendet, weil ihr damaliger Freund darauf drängte, dass sie ihren traumerfüllenden Job in einem Luxushotel aufgibt um zu ihm zu ziehen. Gut, ihr Ex hatte nicht so einen supertollen Job wie dein Freund wie es aussieht. Aber dies halt mal so am Rande, da dieses Thema nunmal Konsequenzen mit sich ziehen kann~

Was seine ach so tolle Wohnung betrifft: Scheinbar kein Ort für eine Frau. Er hat sich dort ein Männerreich geschaffen in dem du nur Gast wärst (du kannst deine eigenen Möbel und vieles anderes, was für dich ein zu Hause schafft nicht mit reinbringen). Allerdings solltet ihr euch beide in eurem Heim wohlfühlen. Also eine neue Wohnung beziehen sollte machbar sein. Die 30 Minuten zur Arbeit fahren ist ja immer noch fast ein Luxus und deine 55 Minuten sind ebenfalls vertretbar, mMn jedenfalls. Wärst damit ja nicht die einzige mit so einer Fahrtzeit. Ich an deiner Stelle würde jedenfalls nicht in seine Wohnung einziehen, wenn das für mich bedeuten würde, meinen Traumjob aufzugeben um dann wie ein Gast in einer Männerbude zu hausen.

Also, mal ganz davon ab, dass du dich eh nicht wirklich mit dem Gedanken anfreunden kannst, zusammenzuziehen, sprechen auch sehr grundlegende Dinge dagegen. Dein Kompromissvorschlag sieht in meinen Augen genau richtig aus, nämlich sich quasi in der Mitte treffen und ein neues zu Hause finden, sodass ihr beide eure Jobs behalten könnt. Darauf würde ich zumindest schon beharren.

Was die Tiere angeht. Naja, lange her, dass ich mal Katzen hatte. Ich kann nur sagen, dass ich es grausam finde, Katzen nur in der Wohnung zu lassen. Das sind kleine Jäger, die ihre Freiheit brauchen. Was passiert, wenn man sie einsperrt und ignoriert sieht man jetzt am Kater deines Freundes. Wie du ihn überzeugen kannst, es anders zu handhaben weiß ich leider nicht. Da ist es denke ich wie bei der Kindererziehung...man kann da anderen Leuten nicht reinreden.

 

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31. Mai 2017 um 23:41

1) Niemals würde ich einen Job kündigen, der sich wie ein Jackpot anfühlt - besonders, wenn man es selbst gar nicht will. Auch ich finde deinen Vorschlag, in der Mitte was neues zu suchen gut. Wenn er die Wohnung nicht verkaufen will, kann er sie ja vielleicht vermieten, dann profitiert er noch davon. Dann solltet ihr euch aber auf jeden Fall eine Wohnung suchen, die so groß ist, dass er seine Lieblingsstücke aufstellen kann und für deine Möbel auch noch Platz ist.
2) Könnt ihr seinen Kater nicht gemeinsam an den Freigang gewöhnen? Dann müsstest du zwar in der Anfangszeit noch alles in Sicherheit bringen, aber es wäre ein Ende in Sicht. Der Kater hat ja dann auch zwei Artgenossen, die wildniserprobt sind - sicher kein Nachteil.
3) Teilweise habe ich ja schon etwas dazu geschrieben. Du sagst, es wäre praktisch nicht einmal Platz für deine Kleidung in seinem Schrank? Wie stellt er sich denn das dann vor..? Sollst du aus nem Koffer leben, der irgendwo im Weg steht? Ich würde das ganze Platzproblem konkret mit ihm durchgehen. Ihm genau aufzeigen, wo du (mehr) Platz brauchst, als er dir anbieten kann. Und auch, dass du deine Möbel mitbringen willst.

Das alles ist DIR wichtig. Wenn er dich liebt, sollte es IHM also auch wichtig sein. Die ganze Thematik ist genauso sein Problem, wie deines. Bevor er dir keine konkreten Lösungen anbieten bzw sich mit dir einigen kann, sodass DU auch glücklich bist, könnt ihr nicht zusammenziehen. Mach ihm das klar. Er möchte natürlich seine gewohnte Umgebung genauso behalten + dich darin. Aber das ist genauso auch deine Entscheidung. Ihr müsst als Paar eine Entscheidung treffen. Gemeinsam.

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1. Juni 2017 um 4:42

Ich kann meinen Vorrednerinnen nur zustimmen.

Unter den jetzigen Bedingungen würde ich nicht zu ihm ziehen.

Er scheint ziemlich unflexibel zu sein. Du solltest dich für ihn nicht verbiegen.
 

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1. Juni 2017 um 10:13
In Antwort auf estanialilly

Hallo an alle, ich habe hier ein paar allgemeine Fragen zum Zusammenziehen bzw. was man vom Partner dabei verlangen kann und was nicht. 

Prinzipiell bin ich der Meinung man muss immer Kompromisse machen, den jedem in allen Punkten alles recht zu machen ist meist sehr schwer, wenn nicht gar unmöglich.

Kurz zu mir und meinem Freund: Ich bin 25, berufstätig, verdiene gut, erhalte mich allein, habe eine 100m² Mietwohnung und zwei Katzen und wohne leider 200km von meinem Freund entfernt am Land, Er ist 38, berufstätig, verdient ebenfalls gut, hat eine 100m2 Eigentumswohnung 200km entfernt in der Stadt.

Wir führen also seit gut 2 Jahren eine tolle Fernbeziehung, sehen uns mindestens jedes zweites Wochenende und alles läuft hervorragend. Allerdings hat er nun geäußert das er eine Fernbeziehung auf Dauer nicht gut findet, und das er gerne zusammenziehen möchte. Prinzipiell genieße ich den Abstand sehr, denn ich arbeite sehr viel, auch zuhause, und bin deshalb unter der Woche auch meist mit mir und meiner Arbeit beschäftigt. Umso schöner sind die 2,5 Tage Wochenende, wo wir die Zeit nur für uns nutzen. Trotzdem kann ich mir auch gut vorstellen mit ihm zusammen zu ziehen, es ist aber noch kein inniger Wunsch und ich könnte noch 2 Jahre warten, ist aber kein Muss, prinzipiell ziehe ich gerne in den nächsten Monaten mit ihm zusammen wenn er sich danach sehnt. Allerdings gibt es ein paar Punkte, die etwas schwierig werden könnten:

1) Er will das ich zu ihm ziehe, da er eine Eigentumswohnung hat, die er erst vor einem halben Jahr komplett renoviert hat. Heißt für mich, ich muss leider meinen Job aufgeben, der mir sehr am Herzen liegt, da er mich tatsächlich seit 3 Jahren erfüllt und sehr glücklich macht. Ich kann viel reisen, lerne ständig neues, treffe viele Menschen, es ist wirklich ein super Klime, toller Vorgesetzter, extrem gute Bezahlung. Also Jackpot. Ich habe mehrmals darauf hingewiesen das ich das eigentlich nicht möchte, und den Vorschlag gebracht das wir in der Mitte in etwas neues Zusammenziehen. So braucht er 30 Minuten in die Arbeit, ich in etwa 55. Die Fahrzeit wäre es mir wert. Allerdings will er seine Wohnung natürlich nicht aufgeben, nachdem er sie aufwendig und kostenspielig renoviert hat. Sein Argument: Ich hatte immer vor Augen die nächsten 10 Jahr mit dir hier zu leben und unsere Familie zu gründen. Kann ich ihm, ohne Unmögliches zu wollen, sagen das es für mich eigentlich nicht in Frage kommt, meinen Job zu kündigen oder 2 Stunden pro Strecke zu fahren, und wenn er jetzt zusammenziehen will und nicht warten will bis ich bereit bin meinen Job ohne Bauchschmerzen aufzugeben, wir uns gemeinsam etwas suchen müssen, das in der Mitte liegt? (Er kann seine Wohnung mit Gewinn verkaufen, hätte also keinen materiellen Verlust, natürlich steckt viel Zeit und Arbeit drinnen!) 

2) Unsere Haustiere. Bin ein Tiermensch, allerdings ist sein Kater für mich eine Herausforderung. Er wurde bis jetzt (9 Jahre) allein in der Wohnung gehalten und eigentlich ignoriert, er ist also sehr Verhaltensgeschädigt. Das äußert sich durch extremes Fressverhalten (fangt 3 Uhr nachts zum randalieren an bis 7 Uhr morgens, bis er gefüttert wird, so das man kaum schlafen kann) Zerstörungswut weil gefrustet (Taschen, Schuhe, Stoffe also Klamottem, Unterwäsche, Handtücher, Kosmetik, Cremes, Toilettenpapier, im Prinzip alles was irgendwie fressbar ist oder weich genug um zerbissen oder zerkratzt zu werden ist) und noch so vieles mehr, bis hin zu aggressionen gegen Menschen, die sicher nicht tödlich aber schmerzhaft und erschreckend sind. 
Der Kater ist aber ganz ganz toll zu meinen Katzen (ich hatte ihn schon mehrere Wochen auf Pflege als mein Freund auf Dienstreise war) und so eigentlich sonst auch sehr leidlich. Kann ich von meinem Freund verlangen, das er seinen Kater hinauslässt (die Möglichkeit ist da) damit dieser ausgeglichener ist und nicht mehr so viel zerstört? Er möchte es nicht und sieht es nicht ein, das es mich in meiner Lebensqualität einschränkt wenn ich nichts mehr stehen lassen kann besonders wegen Punkt 3) (siehe unten) und sagt der Kater sei zu alt dafür weil er kein Interesse daran hat sich die Arbeit zu machen ihn vorsichtig an draußen zu gewöhnen? (Meine Katzen sind auch Freigänger)

3) Platz. Es gibt leider keinen Platz in seiner Wohnung für meine Möbel und teilweise auch für mein Inventar. Er hat viele alte Sammlerstücke als Möbel, die sehr kostspielig und selten sind, allerdings würde ich natürlich gern auch etwas eigenes mitbringen und meinen eigenen Wohnstil mit einbringen, um mich wohl zu fühlen. Zumindest mein Schreibtisch sollte drin sein. Er möchte sich von keinem Möbelstück trennen. Er hat einen begehbaren Kleiderschrank, der ziemlich voll ist da er sich auch hier von vielen sehr teueren Klamotten nicht trennen möchte (die er nicht trägt) und für mich eigentlich keinen Platz hat, Schrank möchte er aber keinen zusätzlichen heraussen aufstellen. Wie gehe ich dieses Thema an? Genauso wie einige kosmetische "Damenutensilien" ihren Platz bräuchten, der nicht vorhanden ist im Bad, heraußen stehen lassen geht nicht da kleine gefräßige Katze seinerseits, die er nicht aus dem Bad sperren möchte. Kann ich hier meine Frau stehen und ihm das NoGo vor die Nase halten wenn er unbedingt will das ich in diese Wohnung ziehe? Oder übertrieben? 



Im Endeffekt waren das alle Themen, die es für mich gibt und die mir am Herzen liegen, und ein Zusammenziehen für mich derzeit einfach nicht in Frage kommen lassen. Er kennt die Themen und weiß bescheid, allerdings drängt er sehr aufs Zusammenziehen, und ich würde einfach gerne wissen, ob ich nun evtl. zu wenig Kompromissbereit bin, oder ihm Klartext sagen kann, das diese Dinge Voraussetzung sind? 

Grüßchen, Lilly

Tja, 3 wichtige Punkte - aber auch zumindest ein Punkt, wo es eigentlich nicht wirklich mögliche Kompromisse gibt.

Du willst Deinen Job nicht aufgeben - mehr als verständlich, er seine Wohnung aber auch nicht - auch verständlich. Geld ist da nicht unbedingt ein Argument - stell Dir mal vor, er würde damit argumentieren, dass Du jederzeit einen gleich oder besser bezahlten Job bei ihm in der Nähe finden könntest. Selbst wenn es stimmt, ist es nur ein kleiner Teil dessen, was wichtig ist. Also den Teil "er könnte mit Gewinn verkaufen" kannst Du glaube ich als irrelevant streichen.
Nun, wenn Dein Arbeitgeber nicht eine Filiale eröffnen möchte, die zufällig 200km in die richtige Richtung entfernt liegt und keiner die Wohnung (samt der Wohngegend ggf.) teleportiert - KANN es da keinen Kompromiss geben, denn das würde in jedem Falle bedeuten, dass zumindest einer von Euch etwas verlieren würde, wo "Herzblut" und persönliches Glück daran hängt. - und das wäre in beiden Fällen ein Stachel im Fleisch für die nächsten Jahre und damit ganz sicher (auch) eine verdammt starke Belastung für die Beziehung. Milde formuliert.

zum Punkt 3 sehe ich schon, dass es Kompromise geben kann (und ggf. sollte), was die Miez angeht - kann man eventuell kommunikationstechnisch auch lösen. Aber das mit dem Wohnort-in-Spe sehe ich gar nicht, wie eine Lösung auch nur in der Theorie möglich wäre.

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1. Juni 2017 um 10:22

Danke euch allen für die vielen Antworten! 

Ich sehe es eben auch so, Kompromisse muss man immer machen, aber wenn dann beide. Ich werde das Ganze am Wochenende ansprechen und berichten was er meinte.

Er ist ja eigentlich immer sehr verständnisvoll was solche Dinge angeht, aber hier könnte es tatsächlich schwierig werden für uns. Ich denke ob er die Wohnung verkauft oder vermietet ist theoretisch egal, weil er es so oder so als Verlust sehen wird, weil er sie sich wirklich perfekt renoviert hat und ich auch sehe wie sehr er sein zuhause mag und wie wichtig ihm das ist. Ich werde meinen Job aber sicher nicht aufgeben! Das kann niemand von mir verlangen und diese Entscheidung treffe ich allein. 

Den Kater mit ihm zusammen an draußen zu gewöhnen geht nicht. Wenn ich bei ihm bin geh ich immer mit dem Kater raus, er mag es auch und ist sehr neugierig nur natürlich noch unsicher. Er meckert nach 10 Minuten ihm sei langweilig und als ich ihn bat einfach täglich eine halbe Stunde in den Kater zu investieren, sagte er wortwörtlich "ich habe keine Lust meine Zeit mit soetwas zu verscheissen" ... der Kater braucht ihn aber, man merkt das er ihm vertraut denn geht mein Freund rein ist er sofort ängstlicher weil er mich auch nicht so gut kennt und nur unregelmäßig sieht. Dieses Thema ist auch ein Riesen Diskussions Thema bei uns, das uns öfter mal streiten lässt. einerseits will er dem Tier keine Zeit zuwenden, weil "verdchissene" Zeit. Andererseits hängt er auch so an ihm, das er ihn nicht einmal mir geben möchte, ich hatte ihm angeboten er solle bei mir leben damit er meine Katzen als Kumpels und Stütze hat und sich jemand richtig kümmert...

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1. Juni 2017 um 11:18

Klingt so, als eäre dein partner zu gar keinem kompromiss bereit. Er will mit dir zusammen wohnen, aber für ihn darf sich nicht mal die kleinste Kleinigkeit ändern. 

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1. Juni 2017 um 12:13

Wie sollst du denn zu ihm ziehen? Ohne Möbel und ohne Kleider oder wie??? Ich meine, ein bisschen was solltest du schon mitnehmen können, wenn da dein Herz dran hängt. Außerdem brauchst du auch irgendwo Platz für deine Sachen. Und man braucht auch seine eigenen Sachen irgendwie. 

Das mít der Katze: es ist eigentlich wirklich Tierquälerei eine einzelne Katze in der Wohnung zu halten, mit der man sich überhaupt nicht beschäftigt. Ich könnte mir ja schon vorstellen, dass die Katze ihr Verhalten verändert, wenn deine Katzen da sind (Spielkameraden, Abwechselung), aber auch vor allem, wenn man sich mal gescheit mit dem Tier beschäftigt. Das ist ja durchaus das problematische an der Wohnungshaltung: das Tier langweilt sich und sucht sich dann Beschäftigung. Die Katze kann einem echt nur leid tun. 

Mir ist ehrlich gesagt völlig schleierhaft, wie das Zusammenziehen in seine Wohnung funktionieren soll, solange er dir Null entgegen kommt. Er hat nur Forderungen und erwartet, dass du dich fügst. Darauf hätte ich keine Lust. 

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1. Juni 2017 um 16:02
In Antwort auf estanialilly

Danke euch allen für die vielen Antworten! 

Ich sehe es eben auch so, Kompromisse muss man immer machen, aber wenn dann beide. Ich werde das Ganze am Wochenende ansprechen und berichten was er meinte.

Er ist ja eigentlich immer sehr verständnisvoll was solche Dinge angeht, aber hier könnte es tatsächlich schwierig werden für uns. Ich denke ob er die Wohnung verkauft oder vermietet ist theoretisch egal, weil er es so oder so als Verlust sehen wird, weil er sie sich wirklich perfekt renoviert hat und ich auch sehe wie sehr er sein zuhause mag und wie wichtig ihm das ist. Ich werde meinen Job aber sicher nicht aufgeben! Das kann niemand von mir verlangen und diese Entscheidung treffe ich allein. 

Den Kater mit ihm zusammen an draußen zu gewöhnen geht nicht. Wenn ich bei ihm bin geh ich immer mit dem Kater raus, er mag es auch und ist sehr neugierig nur natürlich noch unsicher. Er meckert nach 10 Minuten ihm sei langweilig und als ich ihn bat einfach täglich eine halbe Stunde in den Kater zu investieren, sagte er wortwörtlich "ich habe keine Lust meine Zeit mit soetwas zu verscheissen" ... der Kater braucht ihn aber, man merkt das er ihm vertraut denn geht mein Freund rein ist er sofort ängstlicher weil er mich auch nicht so gut kennt und nur unregelmäßig sieht. Dieses Thema ist auch ein Riesen Diskussions Thema bei uns, das uns öfter mal streiten lässt. einerseits will er dem Tier keine Zeit zuwenden, weil "verdchissene" Zeit. Andererseits hängt er auch so an ihm, das er ihn nicht einmal mir geben möchte, ich hatte ihm angeboten er solle bei mir leben damit er meine Katzen als Kumpels und Stütze hat und sich jemand richtig kümmert...

Ich wäre wirklich interessiert daran, was dein Freund am Wochenende dazu sagt! Vielleicht sieht er ja doch ein, dass er eben auch einen Schritt auf dich zugehen muss, wenn ihm die Beziehung wichtig ist. Das hoffe ich jedenfalls sehr für dich!

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7. Juni 2017 um 17:46

So, spät aber doch berichte ich von unserem Gespräch.
Er hat den Vorschlag sich in der Mitte zu treffen nicht im Vorhinein abgelehnt, als ich aber mit meiner ausführlichen Erklärung fertig war, und ihm auch erklärt hatte wir können später z.B in 5 Jahren immer noch gemeinsam in seiner Wohnung wohnen, sollte ich mal vorhaben meinen Job zu wechseln, kamen folgende Antworten von ihm: 

1) Aber ich hab doch meine Wohnung extra renovieren lassen und so toll hergerichtet, da will ich jetzt nicht umziehen.

2) 2x in 5 Jahren umzuziehen ist ihm zu stressig

Ich hab dann noch einmal nachdrücklich darauf hingewiesen, das ich meinen Job nicht kündigen werde. Das Gespräch war am Freitag.
Sonntag am Abend habe ich mir dann einige Wohnungen die in der Mitte wären angesehen, und ein absolutes Traumstück gefunden. Hab viel und überschwänglich geschwärmt und ihm die Bilder gezeigt, und einfach ganz dreist gefragt ob wir seine Wohnung nicht vermieten und dort zusammen leben können. Er hat ganz cool reagiert, also nicht als fühle er sich unter Druck gesetzt, allerdings gemeint: auf den Fotos sieht jede Wohnung toll aus, aber da gibts ganz bestimmt einen Haken bei dieser Wohnung. Ich hab dann nur gemeint, man könne das nicht wissen, und ein bisschen geschwärmt, da meinte er, wir können sie uns ja am Montag Abend ansehen. Als ich daraufhin fragte wozu, wenn er doch nicht umziehen will, meinte er naja, weil sie mir so gut gefällt, dann kann ich sie mir in echt ansehen, und er kann mir dann zeigen wo die Haken sind... Ich meinte dann ganz höflich nein danke, für nichts brauch ich mir nicht ansehen was ich nicht haben kann, das sei ja umsonst. Daraufhin meinte er, er müsse sie sowieso nicht sehen, er wollte nur mir den Gefallen tun.

Ich hab ihm erstmal gesagt er kann sich bis nächstes Jahr Februar zeit lassen, mir eine endgültige Antwort zu geben, da es ja kein direktes "Nein" zu meinem Vorschlag war. Und er soll einfach mal mit dem Gedanken spielen. Und habe wieder betont, das er nicht damit rechnen soll das ich zu ihm ziehe, damit er sich da keine Hoffnungen macht und deswegen überlegt, ob nicht vl. doch unsere Beziehung wichtiger ist, als ein Objekt. 

Mal sehen was passiert, ich werde das Thema erstmal nicht mehr ansprechen um ihn nicht unter Druck zu setzen, nur auf sein jammern wegen zusammenziehen nett darauf hinweisen, das ich ihm einen Lösungsvorschlag geliefert habe, ihm gesagt habe was mein No-Go ist, und er nun an der Reihe ist. 

Bin natürlich doch schon schwer enttäuscht... besonders die Aussage das 2x umziehen zu stressig ist, heißt für mich, dass ich es nicht wert bin 2x umzuziehen  das freut den Teufel in mir.

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7. Juni 2017 um 18:27

Das "Örks" drückt meine Gefühle sehr gut aus  
Der Denkprozess ist bereits am laufen, keine Sorge. Es gibt noch einige pro und kontra Listen abzudecken, aber im Grunde genommen nimmt der Zweifel bereits seinen Lauf. 

Schwierig ist das immer... denn wenn ich ehrlich bin, hab ich mit 25 keine Lust mehr auf Hippie Beziehung ála "schauen wir mal wo das hinführt". Bin mir nur noch nicht sicher ob er Zeit braucht, damit auch er seinen Denkprozess ankurbeln kann, oder ob es wirklich garnicht für ihn in Frage kommt.

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7. Juni 2017 um 21:10

Hmm meinst du wo ich mich im Allgemeinen in 5 / 10 / 15 Jahren sehe? Das kann ich so nicht beantworten, da mein Ziel derzeit meine Karriere ist, die Welt zu sehen, zu reisen und zu arbeiten im Allgemeinen. 

Schaumamal bedeutet für mich dass, was mein Freund ausgesprochen hat: "Wenn wir nicht zusammenziehen hat die Beziehung keinen Sinn für mich, und wird irgendwann zu Bruch gehen, schaumamal wann" (er hat das bitte nicht wortwörtlich gesagt, aber mit dem Hintergrund) und ne Beziehung mit Ablaufdatum ist einfach nichts das ich möchte.

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Verlobter will nicht umziehen
Von: Einhorn301
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7. Juni 2017 um 18:10
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