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Freund und Kollegen bzw. Familie

23. Juni 2005 um 17:30 Letzte Antwort: 24. Juni 2005 um 13:20

Ich bin langsam am Anschlag.

Eigentlich ist mein Freund ein sehr lieber Mensch. Bemüht sich um mich. Merkt jedesmal, wenn es mir nicht gut geht. (Letzte Nacht hat er mich zugedeckt, weil ich im Schlaf die Decke weggeschoben hatte.) Nimmt meine Kritik ernst. Unterstützt mich. Ich könnte mir keinen besseren Partner wünschen. Und fühle mich eigentlich sehr wohl mit ihm.

Nur: da er sehr introvertiert ist, sagt er im Kreis meiner Kollegen bzw. Familie kaum irgendetwas. "Dank" seines kommunikativen Verhaltens ist mittlerweile meine Familie gegen ihn. Er wird nicht erwähnt, bei Familienfeiern wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er nicht eingeladen ist, da er nicht zur Familie gehöre. Meine Schwester sagt mir unumwunden, dass sie ihn NIE einladen werde und dass er überhaupt nicht zu mir passe. Meine Eltern hoffen, dass es möglichst bald auseinander geht.

Katastrophe am letzten Samstag. Wir waren zu einer Fete eingeladen. Er sagt wieder mal praktisch nichts, macht hauptsächlich Bemerkungen zu mir, beteiligt sich nicht am Gespräch. Dabei wäre es so wichtig gewesen, dass wenigstens meine Kollegen ein positives Bild von ihm haben, da einige von ihnen ebenfalls Kontakt zu meiner Schwester haben. Und dabei habe ich ihn noch gebeten, etwas mehr auf die Menschen zuzugehen.

Natürlich kam die entsprechend schlechte Rückmeldung von einem meiner Kollegen. Er (und mit ihm eben auch ich!) hat eine grosse Menge Goodwill vernichtet.

Es kostet einfach so unendlich viel Kraft, immer wieder den Schaden, den er mit seiner zugeknöpften Art anrichtet, auszubaden: bei der Familie, bei Freunden.

Sein Umfeld kennt ihn mittlerweile besser und hat sich in den vergangenen Jahren damit auseinander gesetzt, dass er erst auf seine Mitmenschen zugeht, wenn er sie besser kennt.

Eigentlich wollten wir im Herbst zusammenziehen. Aber das könnte für mich heissen, dass sich mein persönliches Umfeld von mir distanziert - seinetwegen.

Ich weiss einfach nicht weiter.

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24. Juni 2005 um 1:32

Deine Familie,
kennt er doch schon "etwas"und ist immer noch introvertiert.

Hm....ich weiss da auch kaum weiter.

Dir zuliebe,ist für ihn zu wenig,sich bei DEinen Verwandten und Kollegen bemühen?

Andererseits,warum lehnt ihn Deine Familie so rigoros ab,nur weil er sehr still ist,oder wirkt das so arrogant,......
DAs "alleine"kommt mir etwas oberflächlich vor,vonseiten Deiner FAmilie.
Die Kollegen......naja,erster Eindruck prägt schon,wird aber auch manchmal revidiert.

Es wird Dich viel Kraft kosten,da gegen den Strom zu schwimmen,und wozu?
Damit ein stiller Mann lebhafter werden könnte,wird er sicher nicht.

Und es tut mir total leid für Dich,dass sich Deine Familie so negativ Deinem Partner gegenüber äußert ,und auch die Kollegen.
Das ist einfach ne ganz miese Situation.

Wäre es Dir dieser Mann wert,auf Distanz zur Familie zu gehen?
Wäre es Deiner Familie es wert,den "Schwiegerfreund" in spe so rigoros abzulehnen und damit den Kontakt zur SChwester/Tochter zu verlieren?

Was ich nicht kapiere,wieso er dermaßen negativ rüberkommt,wenn er "nur still u.zurückhaltend" ist.
Man kann doch einen Erwachsenen nicht umpolen,auch nicht der familiy zu liebe.

Deine innere Anspannung und den STress für Dich,mir tuts echt leid für Dich

Und schade,dass Dein Freund nicht mal ansatzweise versucht,ein bisschen nur (!!) kommunikativer zu werden, er müsste doch sehen,was er bei Dir anrichtet,oder?
Wenn er Dich liebt.....müsste er doch ein bisschen mal versuchen,hoffe ich mal.
Nicht,sich zu ändern,a b e r sich anders zu verhalten,ein bisschen angepasster.

weiss nicht,ob es Dir hilft
drück Dir die Daumen
LG

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24. Juni 2005 um 8:05

Geht deine familie...
denn auf ihn zu?
versuchst du ihn aktiv ins gespräch einzubeziehen?


sparkling

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24. Juni 2005 um 11:34

Zusammen gesprochen
Wir hatten gestern eine Diskussion deswegen. Ich weiss ja, dass er eben sehr zugeknöpft ist. Damit hatte ich ja am Anfang auch meine liebe Mühe, vor allem weil ich eben sehr offen auf meine Mitmenschen zugehe.

Die treibende Kraft hinter der Ablehnung seitens meiner Familie ist meine Schwester. Mein Freund und ich waren an Weihnachten bei meinen Eltern, zusammen mit meiner Schwester, die schon seit einiger Zeit solo ist. Und bei der Gelegenheit hat er nach Ansicht meiner Schwester zu sehr an mir rumgefummelt und zu wenig sich mit den andern unterhalten.

Ich hatte meine Familie von Anfang an darauf hingewiesen, dass er sehr schweigsam ist, es war also keine Überraschung für sie. Meine Schwester sagt mir immer wieder, wie sehr wir doch nicht zusammen passen würden. Und dass mein Freund mir menschlich nicht ebenbürtig sei, quasi zu wenig emotional. Ich kenne ihn schon länger und natürlich viel besser. Und er kann sehr emotional werden. Deshalb fliegen bei uns auch manchmal die Fetzen.

Blöderweise ist einer der Kollegen vom Samstag sehr gut mit meiner Schwester befreundet. Und ich befürchte natürlich, dass mein Freund einen schlechten Eindruck gemacht hat an dieser Fete und genau dieser Kollege seinen schlechten Eindruck meiner Schwester mitteilt, die sich wiederum in ihrer negativen Meinung bestätigt sieht.

Ich habe meinem Freund gestern nochmals gesagt, dass es für uns sehr wichtig ist, dass wir wenigstens von meinen Kollegen (die eben teilweise auch die Kollegen meiner Schwester sind) akzeptiert sind, d.h. dass er auch dazu gehört. Denn es kostet schon sehr viel Kraft, wenn die Familie ihn dauernd auslädt bzw. sagt, dass er an Familienanlässen nicht willkommen ist.

Mein Freund hat mittlerweile auch begriffen, dass wir auf den Goodwill meiner Kollegen angewisen sind, weil es dann einfacher ist, meine Familie von ihm zu überzeugen. Wir haben gesagt, dass wir zusammen eine kleine Feier mache, wenn ich meinen neuen Job gefunden habe (eine zusätzliche Belastung zum ganzen Theater mit der Familie!), damit er die Gelegenheit hat, meinem Umfeld ein positives Bild zu vermitteln. Und er weiss, dass es die letzte Chance ist, die wir haben.

Die andere Möglichkeit wäre, dass ich zukünftig alleine zu meinen Kollegen gehe. Aber das finde ich falsch. Schliesslich gehört mein Partner zu mir.

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24. Juni 2005 um 12:07

Wiederholung
Das Witzige an der Situation mit meiner Schwester ist, dass sie auch schon das Problem hatte, dass einer ihrer Freunde von meinen Eltern nicht akzeptiert wurde. Und beim genau gleichen Freund war sie in seiner Familie auch nicht akzeptiert. (Dieses Problem haben wir zum Glück nicht, seine Mutter mag mich sehr.)

Ich habe schon versucht, mit meiner Schwester zu reden, leider hoffnungslos. Meine Familie macht mir immer wieder klar, dass ich wählen müsse zwischen meiner Familie und meinem Freund.

Mein Freund kennt die Problematik. Er meint, dass sich das früher oder später einrenken wird. Aber bis es so weit ist, wird es eben verdammt hart. Aus diesem Grund möchte ich natürlich, dass ihn mene Familie (und meine Kollegen) so bald wie möglich akzeptieren.

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24. Juni 2005 um 13:20
In Antwort auf emily_12832920

Wiederholung
Das Witzige an der Situation mit meiner Schwester ist, dass sie auch schon das Problem hatte, dass einer ihrer Freunde von meinen Eltern nicht akzeptiert wurde. Und beim genau gleichen Freund war sie in seiner Familie auch nicht akzeptiert. (Dieses Problem haben wir zum Glück nicht, seine Mutter mag mich sehr.)

Ich habe schon versucht, mit meiner Schwester zu reden, leider hoffnungslos. Meine Familie macht mir immer wieder klar, dass ich wählen müsse zwischen meiner Familie und meinem Freund.

Mein Freund kennt die Problematik. Er meint, dass sich das früher oder später einrenken wird. Aber bis es so weit ist, wird es eben verdammt hart. Aus diesem Grund möchte ich natürlich, dass ihn mene Familie (und meine Kollegen) so bald wie möglich akzeptieren.

Bin auch der meinung...
...dass deine familie nicht richtig tickt! nur weil dein freund introvertiert ist, jemanden nicht zu akzeptieren, finde ich ziemlich krass.

menschen sind verschieden. es gibt welche, die müssen sofort im mittelpunkt stehen und andere eben nicht.

was ist denn deiner familie wichtig? dass er in ihr muster passt oder dass du mit ihm glücklich bist? dass er ein ehrlicher und liebevoller partner ist...das sind doch die wichtigen dinge!

mein ex war auch ein sehr ruhiger mensch. ich dagegen manchmal die quasselstrippe. wir haben diese situation alle mit humor genommen. noch heute wenn meine eltern, mein ex und ich aufeinander freffen, machen wir alle witze drüber. ein gutes beispiel ist, wenn ich mit ihm im urlaub war und wie wieder nach hause kamen, dann habe ich alle möglichen sachen erzählt, stundenlang. wenn man ihn gefragt hat, wie es war, sagt er: schön. und das war es dann.

es gibt doch wirklich schlimmere sachen!

gruß, tigerle

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