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Freund trennt sich aus heiterem Himmel, ist abweisend und kalt

9. Juni 2015 um 13:30

Wieder einmal wende ich mich an euch.
Ich (22) und mein Freund (23) sind seit fast drei Jahren zusammen.
Wir hatten einige Hürden in unserer Beziehung, zb seine anfängliche Bindungsangst.
Wir sind beide mit Macken, seine war das Gewöhnen an die Beziehung, an die Zweisamkeit, meine die Anhänglichkeit.
Wir wohnen seit einem Jahr bei seinen Eltern und haben eine Wohnung Anfang September bekommen, worüber er sich auch ehr gefreut hat.

In letzter Zeit ging es mir schlechter mit der Gesundheit, ich habe Hormonschwankungen und wechselhaftes Fieber, was meine Laune beeinflusst, ich dennoch versuche es für mich zu behalten und nicht an meinem Freund auszulassen.
Mein Freund ist sehr schnell reizbar. Wenn er genervt oder wütend ist, ist er so kalt und distanziert, verweigert oft das Reden und braucht bisschen Zeit. Streitgründe waren oft Skype, da wir in einem Zimmer wohnen hat es mich immer gestört aber seit mehreren Wochen komme ich einigermaßen damit klar.

Heute hat seine Kühle einen Höhepunkt erreicht.
Ich stehe jeden morgen mit ihm zur Arbeit auf (ich bin noch auf Suche) und mache das Frühstück. In letzter Zeit kam er immer später dazu, sodass wir nur noch hektische 5 Minuten hatten, weil er am PC getrödelt hatte und ich es nicht einsehe dann aufzustehen. Heute kam er pünktlich dazu, später fragte ich ob er schon am PC war, und er verneinte. Ich merkte, dass er lügt und hab eigentlich spaßeshalber in den Verlauf gesehen und er war am PC. Am Frühstückstisch hatten wir es noch davon dass man bei ihm sofort merkt wenn er lügt, deswegen fand ich es lustig, dass ich ihn kurz danach beim lügen erwischt hatte. Ich hab es ihm neckisch gesagt und er war plötzlich total wütend und wollte nicht wirklich reden, hat angefangen von wegen, er ist genervt davon, dass ich alles so überdramatisiere (dabei war er der wütende, ich hatte noch gespaßt) und ist ohne ein Wort zur Arbeit.

Ich wollte ihm seine Ruhe lassen, hatte nur eine SMS geschrieben, dass er der wütende war und er nachdenken soll wie er sich verhält in Wut. Später kam eine SMS von ihm, ich solle nicht schreiben, nicht zur Pause kommen und meine Sachen packen, dass mich mein Vater dann abends holt.
Ich war völlig überrumpelt weil es für mich banal war der Streit morgens und wir eigentlich nicht vorhatten uns wegen so Banalem zu trennen. Ich schrieb ihm eine lange SMS, neutral, dass ich es ihm hätte nicht sagen sollen mit dem Verlauf, weil ich es auch nicht schlimm fand, dass ich ihn gerne sehen würde und das ganze vergessen. Er schrieb nur, er hätte alles gesagt was er zu sagen hatte. Danach meldete er sich nicht mehr, ich weiß nichtmal ober heim kommt.

Ich weiß, dass er kalt sein kann und seine Zeit braucht, aber das tut man doch nicht per SMS und überhaupt das mit dem Packen, Ich weiß nicht einmal um was es ihm ging und anscheinend will er gar nicht mehr reden.

Ich bin verzweifelt und normal ist er immer so verständnisvoll und sensibel und im Streit plötzlich so. Normal beruhigt er sich über den Tag aber heute nicht, er ist total konsequent und ich weiß nicht recht was ich machen soll, es erinnert mich an seine Bindungsangst damals, da hat er auch alles abgewiesen, als Art Schutzfunktion.
Wenn ich heim fahre bringt es uns wenig, weil er sich dann nur ablenkt und uns ignoriert.
Für mich ist es besonders schwer, weil er meine Bezugsperson ist, ich habe leider keine Freunde mehr und kann mit sowas nicht umgehen, es schlägt mir gleich auf die Psyche. Ich will ihn nicht verlieren, nicht kurz vor dem Ziel und gestern war alles noch toll und er sagte heute morgens noch, dass er mich liebt.
Er weigert sich neutral zu bleiben und ich fürchte, er wird nicht mit sich reden lassen. Paar Tage wegzugehen bringt nichts, weil er danach genauso ist wie am Tag des Streits.

Hat jemand einen aufmunternden Rat bzw wäre es schön, wenn ich mich austauschen könnte, ohne Freunde ist die Situation ziemlich schlimm und es tut so weh wenn eine geliebte Person sich so anders und kalt aufführt...

Danke, wer sich die Zeit dafür nimmt!

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9. Juni 2015 um 15:30

Ja,
für mich ist es das jetzt aus heiterem Himmel.
Der Post, den du verlinkt hast, war ähnlich schlimm wie heute, aber da hat er wenigstens noch mit mir geredet und am nächsten Tag hatten wir uns ausgesprochen, er dachte da gar nicht an Trennung, er wusste nur noch, wie er damit umgehen soll.

Wir hatten seit dem noch einen großen Sprung gemacht, ich hab mich zurückgehalten, hab ihm Raum geschafft und immerhin haben wir dann die Wohnung in Aussicht bekommen. Das Haus hier war ja eins unserer größten Probleme. Wir hatten immer reden können, aber es war noch nie so, dass er wirklich wollte, dass ich gehe, vor allem nicht, wenn ich nicht einmal weiß, warum genau. Dass er so konsequent ist, kannte ich nur anfangs von ihm, deshalb fühlt es sich für mich wie aus heiterem Himmel an

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9. Juni 2015 um 15:34

Wenn das so einfach wäre,
aber das Problem ist ja, dass er sich nur verstellt. Er ist absichtlich so kühl, weil er denkt dadurch tut es ihm nicht so weh und er sagte öfter, dass ich ohne ihn vermutlich besser dran wäre, weil er einfach ein furchtbar komplizierter Mensch ist.
Dass ich nach drei Jahren Beziehung und einer gemeinsamen Wohnung nicht aufgeben will bzw diese Situation nicht verstehe ist verständlich. Ich fürchte eher, dass das wieder eine Sache der Bindungsangst ist...
Es fällt mir zusätzlich schwer, weil ich sonst auch ziemlich alleine bin und übernacht findet man keine Freunde. Er war mein bester Freund und Partner zugleich und ich würde gerne wenigstens darüber reden und die Gründe erfahren, so viel habe ich verdient... :/

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9. Juni 2015 um 15:52

Das ist leider wahr...
Es ist nur wirklich irritierend, wenn man einen Menschen jahrelang kennt und er immer versucht zu verstehen und selbst davon redet, ein guter Mensch ein zu wollen, und im Grunde selbst klug und zielstrebig ist, und dann so kalt reagiert.

Das mit den Freunden war nicht darauf bezogen die Beziehung zu retten. Ich will ihn nicht verlieren, weil ich ihn liebe und wir ein gutes Team sind, schon einiges überstanden haben und bisher immer versucht haben nicht im Alltag unterzugehen.
Das mit Freunden war eher ein Hilferuf, dass ich deswegen auch hier schreibe, weil ich mich einfach einsam fühle und ich deswegen noch verzweifelter bin. Ich bin ein Mensch, der sich austauschen muss, wenn es mir schlecht geht. Auf der Suche nach Freunden bin ich schon eine Weile, doch es hat sich leider nie viel ergeben, mir fehlt allgemein schon lange der Kontakt zu anderen. Das hat mich immer belastet, war aber nicht dermaßen schlimm mit meinem Freund als dann ohne, weil ich das ganze Ausmaß des Alleineseins merke.

Ich will und bin auch einfach nicht bereit die Beziehung aufzugeben, wir haben viele schöne Momente, und das für Streitigkeiten aufzugeben, die oft aus dem Umfeld passieren, ist recht bedrückend, weil es nicht wirklich an uns selbst liegt.

Ich hoffe, man kann mich verstehen, ich schreibe auch einfach ehr durcheinander weil ich das auch bin. Er kommt in einer halben Stunde heim und mich graust es einfach davor. Ich ertrage es einfach nicht, wenn man nicht über Probleme reden kann, ich denke dann immer, das kann es doch nicht gewesen sein nach all der Zeit...

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9. Juni 2015 um 22:03


Das ist wahr. Ich hab auch Fehler gemacht, aber mittlerweile weiß ich was los ist und bin frischer Single. Fühle mich wie Matsch. So wie er mich behandelt hat, ist es gut so, aber ist echt ein scheußliches Gefühl, wenn die komplette Zukunft zerbricht und man zurück an den Anfang muss.
Er ist Kritik- und Konfliktunfähig, das ist absolut wahr. Er ist auch ein Feigling. Er hatte Bammel vor der Wohnung und mir den schwarzen Peter zugeschoben, ich versuche alles über ihn zu wisse. Er war mein Freund, natürlich wollte ich möglcihst viel an seinem Leben teilhaben.
Er hat Schluss gemacht und war sehr kalt, sagte er liebt mich noch, aber Liebe reicht alleine nicht. Dafür, dass er aber eiseskalt war und mich nichtmal angekuckt hat beim Gehen, war er aber nicht sehr liebend.

Er war nicht reif für all das, der Streit morgens war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Er liebt sein Leben und sich zu sehr, um sich an mich zu binden, um es zu teilen. Trotz vielen schönen Zeiten. WIr haben gut zusammen gepasst, wir haben viel zum Lachen gehabt, waren harmonisch, wenn es nicht gekriselt hat, so blöd es klingt. Wir waren auf einer Wellenlänge. Das jetzt so kurz vor dem Ziel in Scherben zu sehen, wie er sich noch amüsiert und ohne mich freut, das tut weh. So viel reingesteckt zu haben tut weh. Allein zu sein auch.
Jemand der wirklich liebt, hätte heute nicht so reagiert, das ist wahr.

Ich bin froh, dass meine Eltern sich um mich kümmern, aber die erste Zeit wird jetzt sehr schwer. Morgen hole ich meine Sachen, wenn er weg ist.

Ich verstehe nicht, wie ein Mensch das so spät erst merkt, dass er doch nicht fähig ist zu lieben oder zusammen zu wohnen, wenn er es doch so lange gemacht hat. Vor allem wenn er eigentlich glücklich war. Schlechte Zeiten bleiben wohl eher im Vordergrund.

Tut mir leid für das viele Geschreibe, aber bin echt am Ende gerade. Ich hab mit allem gerechnet, einer Pause oder sowas schlimmstens aber nicht mit so einer kalten Abfuhr, so als sei ich nichts wert. Als wäre das kein Verlust, mich zu verlieren...

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9. Juni 2015 um 22:05

...
Du hast auch recht, ich bin heute auch gleich heim gefahren und morgen kommen die restlichen Sachen.

Leider hat man lange die Hoffnung, dass der Partner sich einrenken könnte, dass er auch ernst meint, was er sagt. Aber die ist bei mir weg. Wer mich so abfertigt und kalt verkündet, dass Liebe nicht reicht, um den anderen bei sich zu wollen, den will ich nicht. Auch wenn es eine harte Zeit wird. Er ist ein Feigling, was anderes kann ich nicht dazu sagen...

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10. Juni 2015 um 18:57

Hallo,
wenn ich mir euer Problem so durchlese kann ich dir ein paar Tipps geben. Wahrscheinlich gefallen sie dir nicht ganz. Den vor der Wahrheit verschließt man gern die Augen. Ihr liebt euch noch? Das ist schon mal positiv. Dein Freund hat bestimmt keine Bindungsangst. Das Problem vieler Männer ist, dass sie Angst vor Verantwortung haben. Das scheint bei deinem auch so zu sein. Er hat Angst für sein und auch für dein Leben verantwortlich zu sein. Du klammerst dich an ihn, hast keine Arbeit und keine Freunde. Du hast Erwartungen an deinen Freund die er nicht erfüllen kann. Lerne dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mache dich nicht abhängig von anderen Menschen, von ihm. Suche dir Arbeit und baue einen Freundeskreis auf. Lebe und du wirst sehen, eure Beziehung hat ein gesundes Fundament. Wenn er sieht, wie eigenständig du bist, nimmst du ihm das Gefühl er wäre verantwortlich für dein Glück! Dafür ist jeder selbst zuständig. Ein Partner ergänzt dieses Glück, und gemeinsam Glück zu erleben ist etwas sehr schönes. Sorge für eine gesunde Basis, dann hat eure Beziehung noch eine Chance!
Alles Gute

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10. Juni 2015 um 22:55
In Antwort auf pehey56

Hallo,
wenn ich mir euer Problem so durchlese kann ich dir ein paar Tipps geben. Wahrscheinlich gefallen sie dir nicht ganz. Den vor der Wahrheit verschließt man gern die Augen. Ihr liebt euch noch? Das ist schon mal positiv. Dein Freund hat bestimmt keine Bindungsangst. Das Problem vieler Männer ist, dass sie Angst vor Verantwortung haben. Das scheint bei deinem auch so zu sein. Er hat Angst für sein und auch für dein Leben verantwortlich zu sein. Du klammerst dich an ihn, hast keine Arbeit und keine Freunde. Du hast Erwartungen an deinen Freund die er nicht erfüllen kann. Lerne dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mache dich nicht abhängig von anderen Menschen, von ihm. Suche dir Arbeit und baue einen Freundeskreis auf. Lebe und du wirst sehen, eure Beziehung hat ein gesundes Fundament. Wenn er sieht, wie eigenständig du bist, nimmst du ihm das Gefühl er wäre verantwortlich für dein Glück! Dafür ist jeder selbst zuständig. Ein Partner ergänzt dieses Glück, und gemeinsam Glück zu erleben ist etwas sehr schönes. Sorge für eine gesunde Basis, dann hat eure Beziehung noch eine Chance!
Alles Gute

Danke
Nach paar Tagen ist noch einiges gewesen dun einiges an Gesprächsstoff und was du sagt, stimmt wohl so ziemlich. Die Verantwortung.
Ich selbst hab es in die Hand genommen, er wollte, dass ich wieder bleibe und dass ihm alles leid tut, aber ich bin trotzdem ausgezogen und halte mich auf Distanz.
Ich konzentrier mich auf mein Leben, was ich aber nun mit der Beziehung anfange ist mir noch unklar, weil er wenigstens die Verantwortung übernehmen muss, eine Wohnung mit mir zu teilen, und dass nicht immer ich alles regel (so kommt es mir oft rüber). Ich muss mir einfach gut überlegen, ob er dazu fähig ist oder nicht, das braucht Zeit.
Manchmal muss eben was passieren, dass man die Augen öffnet

Danke für deinen Rat, ich finde auch, dass du da Recht hast und setze es möglichst um.

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Er braucht Zeit?!?
Von: nuray_12673844
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10. Juni 2015 um 22:50
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