Home / Forum / Liebe & Beziehung / Freund raucht zu oft haschisch - weiß nicht, wie ich mich verhalten soll

Freund raucht zu oft haschisch - weiß nicht, wie ich mich verhalten soll

21. Juli 2012 um 17:09

hallo, mein freund (24) und ich streiten uns in letzter zeit sehr oft, und das immer wegen des gleichen: er raucht viel zu oft haschisch. wir wohnen zusammen, deshalb kann ich relativ gut nachvollziehen, wann er offensichtlich geraucht hat. ich tippe auf 5X die woche. das macht er schon fast fünf jahre lang so...

er kauf und dreht das zeug nie selbst, das kommt immer von freunden, aber jedes mal, wenn er einkaufen geht oder auch nur schnell im garten ist, habe ich angst, dass er heimlich kifft, weil er abhängig ist.

er sagt, er habe das unter kontrolle, weil er nicht jeden tag haschisch nehme und auch im urlaub immer darauf verzichte. außerdem sei es ja nie besonders viel, was auch stimmt.

trotzdem habe ich große angst um ihn. wenn ich dabei bin, und seine freunde anfangen, einen joint zu drehen, dann bitte ich ihn immer, nicht mitzurauchen. er macht dann immer großes theater, wie peinlich das sei, aber meist lässt er es immerhin dann sein.

wie kann ich sicher erkennen, ob er abhängig ist? (ich weiß, dass der wirkstoff keine körperliche abhängigkeit hervorrufen kann) immerhin sind es zwei seiner besten freunde mit sicherheit schon... oder ist das vielleicht gar nicht so schädlich, fast jeden tag ein paar mal an einem joint zu ziehen? ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.

liebe grüße und danke für's antworten

Mehr lesen

21. Juli 2012 um 19:34

Ein paar grundsätzliche Sachen
1. Haschisch oder Gras? Ist zwar jetzt ein bisschen kleinkariert, aber ein gewisser Unterschied ist da doch gegeben...

2. Beim THC Konsum generell gibt es zwei Arten von Konsumenten - diejenigen, die damit umgehen können, und die anderen. Letzere sind anfällig für das berüchtigte "amotivale Rauschsyndrom" - sie werden lethargisch, unmotiviert, lassen die Zügel schleifen. Beruflich wie privat, auch wenn es bei vielen ein langsamer, schleichender Prozess ist. Diese sollten - so schwer es auch fallen mag - die Finger von dem Zeug lassen. Und zwar für immer.

Die erste Gruppe der Konsumenten weist (was aus psychologischer Sicht sehr interessant ist) meistens nichteinmal geringste psychische Abhängigkeitsmerkmale auf. Das sind Leute, die sich ein Jahr lang jeden Abend zukiffen können, ohne Beruf, Studium oder Beziehung zu vernachlässigen. Und dann hören sie von einem Tag auf den anderen auf "weil es sie nicht mehr interessiert". Manche rauchen dann nie wieder was, andere nur mehr zu besonderen Anlässen.

Zu welchem Typ würdest du deinen Freund zählen?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juli 2012 um 19:36
In Antwort auf zsuzsa_12086324

Ein paar grundsätzliche Sachen
1. Haschisch oder Gras? Ist zwar jetzt ein bisschen kleinkariert, aber ein gewisser Unterschied ist da doch gegeben...

2. Beim THC Konsum generell gibt es zwei Arten von Konsumenten - diejenigen, die damit umgehen können, und die anderen. Letzere sind anfällig für das berüchtigte "amotivale Rauschsyndrom" - sie werden lethargisch, unmotiviert, lassen die Zügel schleifen. Beruflich wie privat, auch wenn es bei vielen ein langsamer, schleichender Prozess ist. Diese sollten - so schwer es auch fallen mag - die Finger von dem Zeug lassen. Und zwar für immer.

Die erste Gruppe der Konsumenten weist (was aus psychologischer Sicht sehr interessant ist) meistens nichteinmal geringste psychische Abhängigkeitsmerkmale auf. Das sind Leute, die sich ein Jahr lang jeden Abend zukiffen können, ohne Beruf, Studium oder Beziehung zu vernachlässigen. Und dann hören sie von einem Tag auf den anderen auf "weil es sie nicht mehr interessiert". Manche rauchen dann nie wieder was, andere nur mehr zu besonderen Anlässen.

Zu welchem Typ würdest du deinen Freund zählen?

Tja
ich lese gerade "seit 5 Jahren". Also wenn er in den 5 Jahren kein einziges Mal wegen dem Kiffen eine Arbeit verloren, einen sehr wichtigen Termin versemmelt oder dich in irgendeiner Weise vernachlässigt hat, dann solltest du ihn kiffen lassen ohne ihm deswegen Vorwürfe zu machen. Dann ist er ein glücklicher Typ B Kiffer.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juli 2012 um 19:50

Das was du beschreibst
trifft auf (je nach Studie) 70-80 Prozent der Konsumenten zu. Der (kleinere) Rest kann z.B. jeden Abend kiffen ohne nicht mehr oder weniger Auswirkungen zu haben wie jemand der sich nach Feierabend regelmäßig ein Gläschen Wein genehmigt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Juli 2012 um 20:20

Danke für eure antworten!
@donatella:
ob haschisch oder gras, weiß ich nicht genau. er nennt es haschisch. was genau ist denn der unterschied?
ich weiß ehrlich gesagt nicht, zu welcher gruppe ich ihn zählen kann. er kann sehr willensstark sein, raucht aber auch relativ viele zigaretten...
er wird nicht aggressiv, wenn es ums kiffen geht, aber öfters mal sehr pampig. verpeilt ist er einfach von natur aus, denke ich, aber er gibt sich eigentlich trotzdem mühe mit mir und hat sich auch gerade erst selbstständig gemacht..
ich macht mir nur sorgen, dass er, selbst wenn er nicht abhängig ist, starke schäden mitnimmt...

kann denn jemand abhängig sein, der trotzdem nicht jeden tag kifft und auch nicht unbedingt das bedürfnis danach hat?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Februar 2015 um 0:33

Ganz ehrlich...
... so lange es ihm gut damit geht, mach ihm doch keinen stress wo keiner ist. sollte er mal probleme mit bemerken wird er schon aufhören, besser als zu trinken oder andere sachen zu nehmen, also entspann dich, rauch mal einen mit und mach ihm nicht so ein theater =)
Wenn du wirklich so ein Problem damit hast und du meinst er reflektiert sein verhalten nicht richtig, kaufe ihm und dir dieses Buch:

http://www.amazon.de/gp/product/340785949X/ref=as_li_qf_sp_asin_il_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=340785949X&linkCode=as2&tag=ekwupzo-21&linkId=NEW4UAIXTKWTJKJG

Es ist super informativ und du wirst bestimmt einige verhaltensmuster wieder erkennen und wirst wissen, wie du dich dann in der situation am besten verhälst ohne eure beziehung zu gefährden und ihm trotzdem klar zu machen, dass es in dieser situation besser gewesen wäre nüchtern zu sein. 5x die woche und 7x die woche ist ein unglaublich großer unterschied, vor allem wenn es sich jahre lang so hält!Also keine Sorge und wie gesagt, hol dir das Buch

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Noch mehr Inspiration?
pinterest