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Freund plant nicht

14. Februar 2016 um 18:36

Hi Leute,

ich hab seit 2,5 Monaten eine neue Beziehung und wär dankbar für ein paar Erfahrungsberichte, vielleicht kennt das Problem ja wer und hat ein paar Tipps, wie man damit umgeht.

Ich hatte schon einige Beziehungen, teilweise auch mit Zusammenwohnen. Im Prinzip wollten immer gleich alle zusammenziehen, Familienplanung machen usw und ich war da eher die Bremse. Ich bin jetz Mitte 30 und hab mich letztes Jahr von meinem langjährigen Freund getrennt, weil da eben auch klar wurde, dass die Vorstellungen über die Zukunft nicht zusammenpassen und wir beide nicht ganz glücklich sind. Ich wollte nicht zusammenziehen weil ich gerne alleine wohne und habe mich auch fix gegen Kinder entschieden.

Mein neuer Partner - in den ich extrem verliebt bin - ist der erste Kerl, bei dem es genau umgekehrt ist. Er findet Kinder zu anstrengend, kann sich nicht vorstellen mit einer Beziehungspartnerin zusammenzuwohnen weil er denkt dass das schlecht für die Beziehung ist und er plant auch absolut Nichts für die Zukunft weil es eh immer anders kommt. Wenn ich ihn Frage, ob er mit 70 immer noch alleine wohnen will sagt er nur, da hätte er noch nicht drüber nachgedacht bzw. das man nicht wissen kann was dann ist?!

Im Prinzip wär das für die Art, wie ich lebe die perfekte Einstellung. Ich bins nur einfach nicht gewohnt und habe ständig das Gefühl, dass diese Art mit mangelnder Zuneigung zusammenhängt. Er hat mir schon gesagt dass er mich liebt, ich bekomme ununterbrochen Komplimente, Sex ist absolut genial, ich glaub schon dass er mich mag.
Aber wir sehen uns auch nicht sehr oft (1x unter der Woche abends und Fr,Sa Abends, mehr will er glaub ich nicht unbedingt und ich will mich nicht aufdrängen). Er ist insgesamt sehr pragmatisch und ich hab einfach ununterbrochen Verlustangst und das Gefühl, dass die Beziehung für ihn zwar grad fein, aber dass es ihm eigentlich ziemlich egal ist. Er lässt halt eher alles laufen, aber ich hab nicht den Eindruck dass er sich stark bemüht weil ich das tollste wär was ihm jemals passiert ist
Aber vielleicht interpretier ich das auch falsch weil er es gewohnt ist Single zu sein.

Somebody?



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14. Februar 2016 um 19:24

Für...
...ihn ist es natürlich super. er muss ja um nichts kümmern. über kurz oder lang wird er sich von dir verabschieden.
und ich glaube auch nicht, dass es menschen gibt, die mit 60 oder 70 noch alleine leben wollen/können.

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13. Dezember 2016 um 23:34
In Antwort auf widukind

Hi Leute,

ich hab seit 2,5 Monaten eine neue Beziehung und wär dankbar für ein paar Erfahrungsberichte, vielleicht kennt das Problem ja wer und hat ein paar Tipps, wie man damit umgeht.

Ich hatte schon einige Beziehungen, teilweise auch mit Zusammenwohnen. Im Prinzip wollten immer gleich alle zusammenziehen, Familienplanung machen usw und ich war da eher die Bremse. Ich bin jetz Mitte 30 und hab mich letztes Jahr von meinem langjährigen Freund getrennt, weil da eben auch klar wurde, dass die Vorstellungen über die Zukunft nicht zusammenpassen und wir beide nicht ganz glücklich sind. Ich wollte nicht zusammenziehen weil ich gerne alleine wohne und habe mich auch fix gegen Kinder entschieden.

Mein neuer Partner - in den ich extrem verliebt bin - ist der erste Kerl, bei dem es genau umgekehrt ist. Er findet Kinder zu anstrengend, kann sich nicht vorstellen mit einer Beziehungspartnerin zusammenzuwohnen weil er denkt dass das schlecht für die Beziehung ist und er plant auch absolut Nichts für die Zukunft weil es eh immer anders kommt. Wenn ich ihn Frage, ob er mit 70 immer noch alleine wohnen will sagt er nur, da hätte er noch nicht drüber nachgedacht bzw. das man nicht wissen kann was dann ist?!

Im Prinzip wär das für die Art, wie ich lebe die perfekte Einstellung. Ich bins nur einfach nicht gewohnt und habe ständig das Gefühl, dass diese Art mit mangelnder Zuneigung zusammenhängt. Er hat mir schon gesagt dass er mich liebt, ich bekomme ununterbrochen Komplimente, Sex ist absolut genial, ich glaub schon dass er mich mag.
Aber wir sehen uns auch nicht sehr oft (1x unter der Woche abends und Fr,Sa Abends, mehr will er glaub ich nicht unbedingt und ich will mich nicht aufdrängen). Er ist insgesamt sehr pragmatisch und ich hab einfach ununterbrochen Verlustangst und das Gefühl, dass die Beziehung für ihn zwar grad fein, aber dass es ihm eigentlich ziemlich egal ist. Er lässt halt eher alles laufen, aber ich hab nicht den Eindruck dass er sich stark bemüht weil ich das tollste wär was ihm jemals passiert ist
Aber vielleicht interpretier ich das auch falsch weil er es gewohnt ist Single zu sein.

Somebody?



Ich versteh das ziemlich gut.
Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob es bei deinem Freund anders ist....aber ich hab eine Fernbeziehung zu meiner Freundin und sehe sie nicht so häufig wie du deinen Freund.
Hab auch noch nie mit Kindern geplant oder mit jemandem zusammen gelebt.

Und mit ihr ist alles absolut perfekt....tiefes Gefühl der Verbundenheit, Harmonie im Alltag, sich ohne Worte verstehen, viel genialer Sex usw. ich hab nie zu träumen gewagt so jemanden zu finden und lasse sie es auch spüren. ...und würde sie auch nicht gegen irgendeine andere Traumfrau eintauschen wollen.

Aber eine Freundin zu haben war nie Plan meines Lebens....sondern ist jetzt eher das schönste Extra, was mir passieren konnte. Vielleicht verliere ich sie auch wieder und lebe mit 70 alleine zufrieden als verrückter Wissenschaftler und liebe es skurile Erfindungen zu machen, die mir dann freude bereiten. Dann hätte ich auch ein erfülltes Leben. 

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14. Dezember 2016 um 1:39

Das ist genau die herangehensweiße die so manch einer (männlein wie weiblein) hat und dabei denken ganz besonders schlau zu sein.

Das Problem an der Sache ist, dass es äusserst selten tatsächlich der Fall ist, dass der Partner diese Art von psychischer Manipulation tatsächlich in keiner Weise merkt.

In der Regel wird das jedoch durchaus registriert und es einfach mitmacht des Friedens willen. Früher oder später kommt der Zeitpunkt an dem der Partner so unzufrieden wird, an dem es so richtig kracht.

Da kenn ich mindestens fünf solcher Beispiele, mein liebstes davon sind jedoch meine eigenen Eltern. Dort hat meine Mutter meinen Vater "gelesen und ihn systematisch auf das Thema Kind gelenkt" und dann zu einer Zeit in der es finanziell äusserst problematisch stand "versehentlich" die Pille vergessen nachdem sie ihn soweit hatte wie du es beschreibst, einfach weil sie unbedingt eins haben wollte...

So eine Einstellung ist einfach nur reiner Egoismus, nicht nur dem Partner/Vater des Kindes gegenüber, sondern auch gegenüber dem Kinde selbst! Die Mutter intressiert sich keinen Deut um die tatsächlichen Vorstellungen/Wünsche/Ziele des Vaters und die eventuellen Folgen für das hypothetiche Kind sollte es schief gehen, sondern nur um ihren eigenen Kinderwunsch.

Am Ende gab es lange Zeit heftigen Krach und endete in der Scheidung. Denn "überraschung", mein Vater war wohl doch nicht so blöd um zu kapieren wie das damals alles ablief bzw. er emotional unter Druck gesetzt wurde und hat schon ziemlich früh kapiert, dass meine Mutter keinesfalls versehentlich die Pille vergaß...

Ich kann wirklich froh sein, trotzdem einen so guten Vater zu haben, denn nachdem ich die ganze Geschichte erfahren habe, hätte ich es ihm wenig Übel nehmen können, wenn er kalte Füße bekommen hätte und abgehauen wäre bei so einem Vertrauensbruch. Das Verhältniss gegenüber meiner Mutter hat drastisch darunter gelitten. Nachdem ich das erfahren hatte, war ich nicht nur schockiert und enttäuscht, ich habe für viele Jahre jeglichen Kontakt abgebrochen, auf Grund der Umstände die nach dem ewigen Streit und deren Trennung folgten.

Keine Frage, meine Mutter ist eine tolle Mutter, aber der Moment, andem ich erfuhr was (und wie) Sie (es) getan hatte um ihren Willen durchzusetzen, schockierte mich einfach nur. In diesem Moment war es nicht einfach nur ein Geständnis über einen Vertrauensbruch meinem Vater gegenüber, es war irgendwie auch ein heftiger Vertrauensbruch mir gegenüber!

@Threaderstellerin: Sorry für das gerade, musste aber einfach sein....

Wenn der Sex und die Beziehung anscheinend prima sind, wieso sollte es dann an seiner Zuneigung dir gegenüber mangeln?

Wenn du bisher normalerweiße genau das Gegenteil als Partner hattest, ist es vieleicht einfach eine Art Gewöhnungseffekt weswegen du den Eindruck bekommst es würde an Zuneigung mangeln?

Einfach weil sich die Art und Weise der Zuneigung verglichen zu den letzten Partnern deutlich geändert hat?

Dass er sich keine Gedanken über seine Zukunft macht muss nicht heißen, dass er davon ausgeht, bald nicht mehr mit dir zusammen zu sein! Manche Menschen sind einfach so und ganz ehrlich, kein Mensch auf der Welt kann wissen ob er in 40 Jahren noch leben wird. Das kann man genau genomen noch nicht einmal für morgen wissen

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