Home / Forum / Liebe & Beziehung / Freund nimmt Drogen. Übertreibt

Freund nimmt Drogen. Übertreibt

15. August um 5:14 Letzte Antwort: 15. August um 9:59

Erstmal hallo, 
Ich wollte gerne mal Meinungen von außen holen, weil ich meine Situation nicht mehr objektiv betrachten kann. 
Kurz zu meiner Situation: Ich bin 21 und schwanger in der 17. Woche. Bin schon seit 7 Monaten mit meinem Freund zusammen, Schwangerschaft war nicht geplant.. Wohne noch bei meiner Mutter. 


Mein Freund nimmt harte Drogen.. von Januar bis Mai hat er auch exzessiv konsumiert.. dass heißt 4-5 die Woche. Nur 1-2 Nächte in der Woche hat der dann geschlafen.. Da gab es auch viele Streitereien mit meinem Freund.. er hat mich auch ziemlich oft sehr sehr sehr verletzt, angelogen und mich hängen lassen. Seine Pflichten hat er auch schleifen lassen. Hauptsache Drogen. Ich hab mich immer wieder von ihm einwickeln lassen..
Ich war neugierig und habe auch ab und zu konsumiert. Als ich dann erfahren habe, dass ich schwanger bin im Mai, habe ich natürlich nichts mehr genommen. Als ich ihm dann davon erzählt habe, hat er weniger konsumiert. Mittlerweile vielleicht 1-2x im Monat, WOVON ich weiß. 


Und nun zu meiner Angelegenheit: Es wächst ein Lebewesen in mir auf und es ist Zeit Verantwortung zu zeigen. Dass heißt, keine Drogen mehr. Ich habe es ihm auch oft erklärt, dass ich es nicht gut finde, ein Kind zu haben und was zu nehmen. Wir streiten uns dann auch immer deswegen. Es muss so viel geplant werden wegen dem Baby und alles. Für mich ist das eine Last mit dem Drogenthema. Er nutzt halt jede Gelegenheiten wenn ich weg bin zum druffen. Ich kann mich irgendwie nicht auf ihn verlassen... Da kommen Gedankengänge wie: wenn das Baby da ist, wird er sich vllt für 1-2 Tage verziehen und mich alleine lassen. Er kennt kein Leben ohne Drogen. Er hat auch nur Freunde die nehmen und verticken. Er verharmlost das ganze Thema.Es ist so schwer für mich und ich habe verdammt Angst vor der Zukunft. Es beschwert meine Gefühle und meine Schwangerschaft. Er versteht es nicht ganz und sagt ich würde übertreiben, weil er meint dass er sich gebessert hat und so. Was ich einfach möchte ist eine unbeschwerte Beziehung, wo ich keine Angst haben muss, wann er wieder was konsumiert und wann er sich wieder bei mir meldet, wenn er was genommen hat. (Kam öfters vor, dass er sich 1 Tag nicht gemeldet hat, als er sich abgeschossen hat.) Ich kann viele Sachen nicht vergessen, die er mir angetan hat..
Außerdem einen guten Vater für mein Baby, der immer da ist und nüchtern ist...


Ich kann irgendwie nicht mit ihm Schluss machen, weil unsere Beziehung in letzter Zeit sehr schön ist, aber das Drogenthema... 
Ich hab das alles verfasst, da er gestern Abend/Nacht wieder damit verbracht hat, sich abzuschießen. Ich konnte wieder die ganze Nacht nicht schlafen, weil er nicht da war und weil ich mir wieder Gedanken über die ganze Sache mache.. 


Ich wäre so glücklich mit ihm, wenn er nichts konsumieren würde. 
Was denkt ihr? Übertreibe ich etwas?
 

Mehr lesen

15. August um 8:08

Ich bin selber gerade schwanger und mir wird einfach nur schlecht, wenn ich lese in was für eine Konstellation das arme Würmchen hinein geboren wird.

Natürlich  ist es nicht ok, wenn man Drogen konsumiert, egal ob mit Kind oder ohne.

Ich hoffe wirklich, dass dein Kind in der Frühschwangerschaft nichts von deinem Gelegentlichen Konsum abbekommen hat und eventuell mit den Spätfolgen leben muss. 

Was macht dein Partner denn beruflich, dass er es sich erlauben kann nur 2 Nächte zu schlafen und ständig drauf zu sein. Das muss ja auch finanziert werden.

Wenn dir dein Kind wichtig ist, dann gehst du zum Jugendamt, erklärst die Situation mit dem Kindsvater und lässt dir helfen. Ansonsten hast du später einen der Mann, der High ist und das Recht hat dein Kind alleine zu versorgen.

Wenn du Verantwortungsvoll und im Sinne deines Babys handelst, dann verlässt du ihn. Schöne Beziehungen gibt es auch mit Männern, die nicht Drogenabhängig sind.

1 LikesGefällt mir
15. August um 8:09

Nimm die Beine in die Hand und lauf. Stell dir mal vor der Typ kann sich nicht zusammenreißen und passt auf das Kind auf, während er auf Drogen ist. Das Kind sollte Vorrang haben und ein drogensüchtiger Vater kann kein guter Vater sein, da er sich der Verantwortung des Kindes gegenüber entzieht.

Letztendlich musst du es wissen, aber ein Junkie muss von selbst aufhören wollen (und dann ist es schon schwer) und das will er anscheinend nicht. Arbeitet er eigentlich, wenn er so oft konsumiert?

1 LikesGefällt mir
15. August um 9:32
In Antwort auf cena

Nimm die Beine in die Hand und lauf. Stell dir mal vor der Typ kann sich nicht zusammenreißen und passt auf das Kind auf, während er auf Drogen ist. Das Kind sollte Vorrang haben und ein drogensüchtiger Vater kann kein guter Vater sein, da er sich der Verantwortung des Kindes gegenüber entzieht.

Letztendlich musst du es wissen, aber ein Junkie muss von selbst aufhören wollen (und dann ist es schon schwer) und das will er anscheinend nicht. Arbeitet er eigentlich, wenn er so oft konsumiert?

Er macht momentan eine Umschulung in Vollzeit. Also er geht nur in die Schule.
Er hatte 4 Monate lange nur Online Unterricht wegen Corona. Da hatte er genug Zeit dafür..

Gefällt mir
15. August um 9:59
In Antwort auf lilliokidoki

Erstmal hallo, 
Ich wollte gerne mal Meinungen von außen holen, weil ich meine Situation nicht mehr objektiv betrachten kann. 
Kurz zu meiner Situation: Ich bin 21 und schwanger in der 17. Woche. Bin schon seit 7 Monaten mit meinem Freund zusammen, Schwangerschaft war nicht geplant.. Wohne noch bei meiner Mutter. 


Mein Freund nimmt harte Drogen.. von Januar bis Mai hat er auch exzessiv konsumiert.. dass heißt 4-5 die Woche. Nur 1-2 Nächte in der Woche hat der dann geschlafen.. Da gab es auch viele Streitereien mit meinem Freund.. er hat mich auch ziemlich oft sehr sehr sehr verletzt, angelogen und mich hängen lassen. Seine Pflichten hat er auch schleifen lassen. Hauptsache Drogen. Ich hab mich immer wieder von ihm einwickeln lassen..
Ich war neugierig und habe auch ab und zu konsumiert. Als ich dann erfahren habe, dass ich schwanger bin im Mai, habe ich natürlich nichts mehr genommen. Als ich ihm dann davon erzählt habe, hat er weniger konsumiert. Mittlerweile vielleicht 1-2x im Monat, WOVON ich weiß. 


Und nun zu meiner Angelegenheit: Es wächst ein Lebewesen in mir auf und es ist Zeit Verantwortung zu zeigen. Dass heißt, keine Drogen mehr. Ich habe es ihm auch oft erklärt, dass ich es nicht gut finde, ein Kind zu haben und was zu nehmen. Wir streiten uns dann auch immer deswegen. Es muss so viel geplant werden wegen dem Baby und alles. Für mich ist das eine Last mit dem Drogenthema. Er nutzt halt jede Gelegenheiten wenn ich weg bin zum druffen. Ich kann mich irgendwie nicht auf ihn verlassen... Da kommen Gedankengänge wie: wenn das Baby da ist, wird er sich vllt für 1-2 Tage verziehen und mich alleine lassen. Er kennt kein Leben ohne Drogen. Er hat auch nur Freunde die nehmen und verticken. Er verharmlost das ganze Thema.Es ist so schwer für mich und ich habe verdammt Angst vor der Zukunft. Es beschwert meine Gefühle und meine Schwangerschaft. Er versteht es nicht ganz und sagt ich würde übertreiben, weil er meint dass er sich gebessert hat und so. Was ich einfach möchte ist eine unbeschwerte Beziehung, wo ich keine Angst haben muss, wann er wieder was konsumiert und wann er sich wieder bei mir meldet, wenn er was genommen hat. (Kam öfters vor, dass er sich 1 Tag nicht gemeldet hat, als er sich abgeschossen hat.) Ich kann viele Sachen nicht vergessen, die er mir angetan hat..
Außerdem einen guten Vater für mein Baby, der immer da ist und nüchtern ist...


Ich kann irgendwie nicht mit ihm Schluss machen, weil unsere Beziehung in letzter Zeit sehr schön ist, aber das Drogenthema... 
Ich hab das alles verfasst, da er gestern Abend/Nacht wieder damit verbracht hat, sich abzuschießen. Ich konnte wieder die ganze Nacht nicht schlafen, weil er nicht da war und weil ich mir wieder Gedanken über die ganze Sache mache.. 


Ich wäre so glücklich mit ihm, wenn er nichts konsumieren würde. 
Was denkt ihr? Übertreibe ich etwas?
 

Nein, du übertreibst nicht. Tu es deinem Kind nicht an, in so eine Welt hineingeboren zu werden. Du hast erkannt, dass es ganz wichtig ist, Verantwortung für das Kind zu übernehmen, und das wird für dich in deiner Situatiation schon schwierig genug. Arbeitest du? Bist du finanziell unabhängig? Kannst du dir ein Leben als Alleinerziehende vorstellen? Das dürfte auf jeden Fall immer noch einfacher sein als einen drogensüchtigen Partner zu haben, der nicht in der Lage ist, Verantwortung für sein Kind zu tragen und dich zusätzlich belasten würde, und zwar erheblich.

Mache ihm klar, dass es eine zukünftige Beziehung nur gibt, wenn er einen Entzug macht. Danach kann er sich bei dir gern wieder melden.

Ist er dazu nicht bereit, solltest du dich sofort trennen, auch in Bezug auf die weitere Schwangerschaft, Geburt etc.

 

Gefällt mir