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Freund macht Tierversuche

5. Oktober 2009 um 14:58

Hallo erstmal...

Bin zur Zeit nur noch wütend. Mein Freund promoviert gerade in Biologie. Als wir uns kennengelernt haben, war sein Schwerpunkt Pflanzenbiologie und nix andres. Und jetzt hat er eine Doktorandenstelle in der Medizin und muss da Tierversuche machen.

Ich bin total angeekelt und finde es einfach schrecklich. Klar, es ist im Sinne der Forschung, aber ich finde Tierversuche trotzdem schrecklich! Ich hatte schon immer die Einstellung, dass ich mit so jemandem nicht zusammen sein könnte, weil ich damit echt ein Problem habe! Wenn ich mir vorstelle, wie er mit seinen Händen einer Maus oder sonst was Schmerzen zufügt um irgendein Mittel zu testen! Bäh!

Dazu kommt, dass wir ein Kaninchen als Haustier haben. Wie kann er da denn sowas machen? Die Versuche finden neben Mäusen nämlich auch mit Kaninchen und Hamstern statt.

Ich hab mittlerweile echt ein andres Bild von ihm und bin jedesmal sauer und enttäuscht, sobald er nach Hause kommt.

Wie würdet ihr denn mit so einer Situation umgehen? Ich weiß nicht, ob ich mich überhaupt daran gewöhnen WILL! Wegen so etwas Schluss machen? Versuchen, mich daran zu gewöhnen? Bin echt verzweifelt.

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5. Oktober 2009 um 15:33

...
Achja, als Ergänzung: Ich achte beim Kauf von Kosmetika SEHR darauf, ob sie an Tieren getestet wurden oder nicht. Ich benutze Produkte vom Body Shop, Lush und Kosmetika von Estee Lauder. Ist zwar teuer, aber man geht dann wenigstens sparsam damit um.

Wenn ich ihn auf das Thema anspreche, was er genau mit den Tieren machen muss, blockt er sehr schnell ab. Er kennt meine Einstellung und hat leider nicht den Mut, mir alles zu sagen.

Er sagt, dass er natürlich keinen Spaß empfindet und dass er das alles im Sinne der Forschung macht und seine Stelle es eben verlangt.

Tja, die Frage nach seinem Gewissen kann er selbst nicht so recht beantworten. Er macht eine strikte Trennung zwischen Haustier und Versuchstier. Er sieht die Versuchstiere nicht als Lebewesen oder potentielles Haustier, sondern als reines Forschungsobjekt, deshalb habe er auch kein schlechtes Gewissen. Tierversuche im Bereich Kosmetik lehnt er zum Beispiel ab, aber Versuche im Bereich der Medizin findet er sinnvoll. Ausserdem meint er, es gäbe sowieso so viele Mäuse und die werden ja extra dafür gezüchtet und dass die in Deutschland im Labor teilweise unter besseren Umständen gehalten werden als in manchem Privathaushalt. Somit rechtfertigt er sich.

Wie oft er es macht? Unterschiedlich. Mal ein bis zweimal die Woche, mal eine Woche gar nicht, dann wieder 3-4 mal die Woche...

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5. Oktober 2009 um 15:42
In Antwort auf flavia_12874712

...
Achja, als Ergänzung: Ich achte beim Kauf von Kosmetika SEHR darauf, ob sie an Tieren getestet wurden oder nicht. Ich benutze Produkte vom Body Shop, Lush und Kosmetika von Estee Lauder. Ist zwar teuer, aber man geht dann wenigstens sparsam damit um.

Wenn ich ihn auf das Thema anspreche, was er genau mit den Tieren machen muss, blockt er sehr schnell ab. Er kennt meine Einstellung und hat leider nicht den Mut, mir alles zu sagen.

Er sagt, dass er natürlich keinen Spaß empfindet und dass er das alles im Sinne der Forschung macht und seine Stelle es eben verlangt.

Tja, die Frage nach seinem Gewissen kann er selbst nicht so recht beantworten. Er macht eine strikte Trennung zwischen Haustier und Versuchstier. Er sieht die Versuchstiere nicht als Lebewesen oder potentielles Haustier, sondern als reines Forschungsobjekt, deshalb habe er auch kein schlechtes Gewissen. Tierversuche im Bereich Kosmetik lehnt er zum Beispiel ab, aber Versuche im Bereich der Medizin findet er sinnvoll. Ausserdem meint er, es gäbe sowieso so viele Mäuse und die werden ja extra dafür gezüchtet und dass die in Deutschland im Labor teilweise unter besseren Umständen gehalten werden als in manchem Privathaushalt. Somit rechtfertigt er sich.

Wie oft er es macht? Unterschiedlich. Mal ein bis zweimal die Woche, mal eine Woche gar nicht, dann wieder 3-4 mal die Woche...

...
"Tierversuche im Bereich Kosmetik lehnt er zum Beispiel ab, aber Versuche im Bereich der Medizin findet er sinnvoll."

So sehe ich das auch. Wenn du ein Kind hättest, das eine lebensgefährliche Krankheit hat, an der es sterben würde, ohne Medikamente die in Tierversuchen erforscht wurden, würdest du ihm diese Medikamente dann verwehren?

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5. Oktober 2009 um 16:10

Diabetes
Meine beste Freundin hat eine schwere Form von Diabetes Typ I, ohne Tierversuche und die daraus resultierenden Medikamente wäre sie schon tot.
Ich mag Tiere SEHR, aber ich glaube, Deine Einstellung ist ein bisschen naiv.

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5. Oktober 2009 um 16:34

Tierversuche sind besser überwacht
und geregelt als die Nutztierhaltung.

Labore für Tierversuche sind teilweise eingerichtet wie Kinderkliniken. Schmerzen haben die Tiere, die ich bisher in Tierversuchen gesehen habe, selten. Operationen geschehen bei Vollnarkose, auch getötet werden die Tiere nicht bei Bewusstsein. Vitalfunktionen werden überwacht, den Tieren wird es quasi so bequem wie nur möglich gemacht (bei geöffneten Augen werden diese feucht gehalten, die Tiere werden gewärmt etc.).

Ganz ehrlich? Tierversuche sind gegenüber der Nutztierhaltung das kleinere Übel!
Durch Tierversuche sterben übrigens auch nicht mehr Tiere als nötig (keine Fleischmassen, die am Ende des Tages im Container landen), denn die Buchführung ist streng und jeder Tierversuch muss begründet sein.

Ich studiere auch Biologie und gerade in der Neurobiologie habe ich so einiges mitbekommen. Die Tiere leiden nicht mehr als die Ferkel auf dem Bauernhof. In der Zucht geht es denen oftmals sogar besser als im Tierheim oder gar bei dem ein oder anderen Haustierhalter.

Ich dachte auch früher, es gäbe nichts schlimmeres als Tierversuche. Bis ich sie gesehen habe (also fernab von PETA-Propaganda-Videos usw.).
Nutzen und "Quälerei" stehen in einer deutlich besseren Relation zueinander als beim Fleischmarkt. Der größte Teil der Versuchstiere leidet gar nicht bis kaum.

Wenn du dennoch nicht damit leben kannst: Naja, Gefühl ist Gefühl. Da es deinem Freund gegenüber nicht sehr fair ist, wollte ich dir die wackelige Grundlage deines Gefühls diesbezüglich zeigen, aber wenn du dennoch so nicht leben kannst, gibt es wohl keine schöne Lösung.

LG
Ele

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5. Oktober 2009 um 16:38

Vegetarier? Veganer!
Eier: Männliche Küken werden vergast
Milch: Kälber müssen geboren werden und diese müsse auch sterben (wenn das Fleisch nicht verkauft werden würde, auch! Die kämen nicht alle innen Streichelzoo)

Da ich nicht vegan leben kann (will nicht, mag nicht, zu aufwendig usw.), pfeife ich auch einfach auf die vegetarische: Das wäre eh nur Augenwischerei

Aber hast schon recht: Wer frei von Sünde ist werfe den ersten Stein.

Jaja....

LG
Ele

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5. Oktober 2009 um 16:57

Ihnen geht es *besser*
als in der Nutztierhaltung. Das habe ich behauptet. Und dazu stehe ich auch.

Wieso sterben Tierversuchstiere viel früher? Weil sie getötet werden. Das is zu ihrem Schutz im Gesetz verankert, damit sie nicht aus finanziellen Gründen für mehrere Versuchsreihen gebraucht werden und dann tatsächlich leiden.

Warum sind sie verhaltensgestört?
Hm, die, die ich kenne, waren es nicht. Redest du von echten Studien oder doch eher von besagten Propaganda-Videos?

Wie gesagt: Es geht ihnen relativ gut. Nicht blendend. Kannst ja nochmal den Post lesen, den du verleugnen willst. Wird die Kuh, dir für ein Steak sterben muss, in der Schlachterei warm gehalten und auf weiche Kissen gebettet? Nein? Also die Neuro-Versuchstiere, die ich kenne, schon!

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5. Oktober 2009 um 16:58
In Antwort auf liva_11977900

Tierversuche sind besser überwacht
und geregelt als die Nutztierhaltung.

Labore für Tierversuche sind teilweise eingerichtet wie Kinderkliniken. Schmerzen haben die Tiere, die ich bisher in Tierversuchen gesehen habe, selten. Operationen geschehen bei Vollnarkose, auch getötet werden die Tiere nicht bei Bewusstsein. Vitalfunktionen werden überwacht, den Tieren wird es quasi so bequem wie nur möglich gemacht (bei geöffneten Augen werden diese feucht gehalten, die Tiere werden gewärmt etc.).

Ganz ehrlich? Tierversuche sind gegenüber der Nutztierhaltung das kleinere Übel!
Durch Tierversuche sterben übrigens auch nicht mehr Tiere als nötig (keine Fleischmassen, die am Ende des Tages im Container landen), denn die Buchführung ist streng und jeder Tierversuch muss begründet sein.

Ich studiere auch Biologie und gerade in der Neurobiologie habe ich so einiges mitbekommen. Die Tiere leiden nicht mehr als die Ferkel auf dem Bauernhof. In der Zucht geht es denen oftmals sogar besser als im Tierheim oder gar bei dem ein oder anderen Haustierhalter.

Ich dachte auch früher, es gäbe nichts schlimmeres als Tierversuche. Bis ich sie gesehen habe (also fernab von PETA-Propaganda-Videos usw.).
Nutzen und "Quälerei" stehen in einer deutlich besseren Relation zueinander als beim Fleischmarkt. Der größte Teil der Versuchstiere leidet gar nicht bis kaum.

Wenn du dennoch nicht damit leben kannst: Naja, Gefühl ist Gefühl. Da es deinem Freund gegenüber nicht sehr fair ist, wollte ich dir die wackelige Grundlage deines Gefühls diesbezüglich zeigen, aber wenn du dennoch so nicht leben kannst, gibt es wohl keine schöne Lösung.

LG
Ele

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Zitat: "Der größte Teil der Versuchstiere leidet gar nicht bis kaum."
Klar, eine Operation geschieht bei Vollnarkose. Und nach der Operation und Vollnarkose? Haben die Tiere natürlich Schmerzen. Es gibt auch so viele Versuche, bei denen die Tiere vorher NICHT in Narkose gelegt werden. Wenn dem Kaninchen/der Maus oder sonstwas zum Beispiel das Fell rasiert wird um die Haut mit einer giftigen Substanz einzureiben um zu schauen, was dann wohl passiert. Hm, das soll schmerzfrei sein?

"bei geöffneten Augen werden diese feucht gehalten, die Tiere werden gewärmt etc":
Und die giftige Substanz an den Augen getestet wird? Ist das auch "kaum schmerzvoll"?

Oder oder oder.

Ich kann einfach mit so einem Mensch nicht zusammenleben, der dann nach Hause kommt und mein Kaninchen anfassen will, nachdem er ein paar Stunden vorher eins (natürlich in Vollnarkose) getötet hat.

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5. Oktober 2009 um 17:13

Hmmm...
Wie es den Tieren im Versuch geht weiß ich nicht. Ihc spreche weder Mäusisch noch Karnickelikisch. Aber ich spreche auch kein Suaheli also vllt. sind andere ja schlauer...

Es ist eine Nutztierhaltung. Schweine werden gemästet und geschlachtet. Und u.U. müssen sie dann noch die überreste ihrer Artgenossen verspeisen (Tiermehl). Wenn jeder die Zubereitung der gängigen Lebensmittel kennen würde, dürfte man aus Ekel eigentlich gar nix mehr essen was man nicht selbst im Garten angebaut hat. Und selbst dort bekommt das alles noch sauren Regen ab. Aber ich schweife ab.

Diese Schlachttiere werden also nur geboren um für uns zu Nahrungszwecken zu sterben. Das ist genauso verwerflich oder wenig verwerflich wie die Tiere die zu medizinischen Zwecken geboren (gezüchtet) werden. Das ist notwendig, da sich der Mensch ja als das wertvollste Geschöpf sieht, um die eigene Gattung weiter- oder durchzubringen.

Hast du übrigens schon mal eine Fliege erschlagen oder eine Spinne über den Jordan geschickt?

Ich finde viel verweflicher, dass Hunderassen (Haustiere, also zur Belustigung) gezüchtet werden wie diese Faltenhunde die, würden sie nicht regelmässig gereinigt, in ihren Falten Entzündungen bekommen würden.

Da finde ich die Abgrenzung "für die Medizin ja, für Kosmetik nein" sehr vernünftig. Das eine ist um Krankheiten evtl. sogar ganz ausrotten zu können und das andere ist nur zum Vergnügen.

Ich finde die Forderung, dass Tiere in ihren Menschenrechten nciht eingeschränkt werden sollten doch sehr naiv! Mit welchem Recht lebst du dann in eine Stadt für deren Bau die Tiere aus IHREM Lebensraum weichen mussten. Wenn man sich diese Gedanken bis zum bitteren Ende macht dann kann man sich nur noch selbst das Leben nehmen.
Na dann viel Spass dabei.

PS: Ich sage lieber nicht wie viele Menschen verhaltensgestört sind, wir sind doch durch unsere gesellschaftliche Konditionierung alles Veruchsratten aus irgendeinem Labor.

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5. Oktober 2009 um 17:15
In Antwort auf flavia_12874712

...
Zitat: "Der größte Teil der Versuchstiere leidet gar nicht bis kaum."
Klar, eine Operation geschieht bei Vollnarkose. Und nach der Operation und Vollnarkose? Haben die Tiere natürlich Schmerzen. Es gibt auch so viele Versuche, bei denen die Tiere vorher NICHT in Narkose gelegt werden. Wenn dem Kaninchen/der Maus oder sonstwas zum Beispiel das Fell rasiert wird um die Haut mit einer giftigen Substanz einzureiben um zu schauen, was dann wohl passiert. Hm, das soll schmerzfrei sein?

"bei geöffneten Augen werden diese feucht gehalten, die Tiere werden gewärmt etc":
Und die giftige Substanz an den Augen getestet wird? Ist das auch "kaum schmerzvoll"?

Oder oder oder.

Ich kann einfach mit so einem Mensch nicht zusammenleben, der dann nach Hause kommt und mein Kaninchen anfassen will, nachdem er ein paar Stunden vorher eins (natürlich in Vollnarkose) getötet hat.

Natürlich gibt es solche und solche Versuche
Und nicht alles ist schmerzarm. Es wird aber denoch versucht, so viel Leid wie möglich zu vermeiden. Und das hast du bei tierischen Nahrungsmitteln nicht garantiert! (Hab letztens auch etwas zum Gänserupf gesehen. Selbst in Deutschland wird Lebendrupf praktiziert, wenn nicht kontrolliert wird und der Farmer geldgeil genug ist.... Etwas vergleichbares habe ich bei TV lange nicht erlebt!)

Dieses ganze "giftige Substanzen testen" ist allerdings nun wirklich ein Ausnahmefall. Für gewöhnlich werden Stoffe getestet, die eben für den Menschen genutzt werden sollen oder aber physiologisch wirksame Substanzen, die meist körpereigen sind (Grundlagenforschung). Diese Substanzen sind dann selten schmerzhaft.

Aber natürlich ist es nicht schön. Das will ich gar nicht behaupten. Die involvierten Forscher finden es auch nicht schön!
Weißt du, was die meisten von ihnen sagen? "Die Forschung ist notwendig und daher mache lieber ich es und mache es sorgfältig und schonend, als dass es ein anderer schlampig macht und dabei dem Tier weh tut!"

Ich bin froh, dass ich unter tierversuchsnutzenden Forschern bisher nur dieser Sorte Mensch begegnet bin! Auch dein Freund wird kein Sadist sein!
Wenn du es dennoch nicht aushältst: Ich kann es schon irgendwie verstehen. Als Außenstehender hat man da ganz andere Assoziationen.

Hast du denn mit deinem Freund schon darüber gesprochen, was genau er machen muss?
Vielleicht ist es ja halb so wild?

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5. Oktober 2009 um 17:23
In Antwort auf flavia_12874712

...
Zitat: "Der größte Teil der Versuchstiere leidet gar nicht bis kaum."
Klar, eine Operation geschieht bei Vollnarkose. Und nach der Operation und Vollnarkose? Haben die Tiere natürlich Schmerzen. Es gibt auch so viele Versuche, bei denen die Tiere vorher NICHT in Narkose gelegt werden. Wenn dem Kaninchen/der Maus oder sonstwas zum Beispiel das Fell rasiert wird um die Haut mit einer giftigen Substanz einzureiben um zu schauen, was dann wohl passiert. Hm, das soll schmerzfrei sein?

"bei geöffneten Augen werden diese feucht gehalten, die Tiere werden gewärmt etc":
Und die giftige Substanz an den Augen getestet wird? Ist das auch "kaum schmerzvoll"?

Oder oder oder.

Ich kann einfach mit so einem Mensch nicht zusammenleben, der dann nach Hause kommt und mein Kaninchen anfassen will, nachdem er ein paar Stunden vorher eins (natürlich in Vollnarkose) getötet hat.

Bissel naiv oder?
Könntest du mit einem Metzger oder Fleischer zusammenleben, der, bevor er heimkommt, vllt einen Hasen geschlachtet hat?

Du sagst selbst schon zum zweiten mal: "ICH KANN einfach MIT SO EINEM MENSCH NICHT ZUSAMMENLEBEN, der dann nach Hause kommt und mein Kaninchen anfassen will, nachdem er ein paar Stunden vorher eins (natürlich in Vollnarkose) getötet hat. "

Was hast du denn von ihm als Biologen erwartet? Dass er neue Blumensorten züchtet?

Also was willst du dann von uns? Unsere Meinung wissen? Die kennst du nun. Dich öffentlich über deinen Freund empören?
Oder dir die Legitimation holen, dass du absolut das Richtige tust wenn du ihn wegen seiner Forschung verlässt?

Deine Überzeugung steht doch fest und ganz offensichtlich willst du daran nicht rütteln lassen also trenn dich. Aber ich frage mich dann dennoch was du hier eigentlich wolltest...

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5. Oktober 2009 um 17:29

@alle, die sich über die Maßen über Tierversuche aufregen
Schaut mal in euren Kühlschrank! Habt ihr die Wurst, die ihr heute Morgen auf euer Brot getan habt, vom Bio-Bauernhof oder aus dem Kühlregal von Aldi, Edeka oder sonstwo? Wisst ihr, wie viele hunderttausend Rinder und Schweine in Deutschland JETZT GERADE entweder in der Massentierhaltung stehen und NIE eine grüne Wiese gesehen haben oder JETZT GERADE durch Deutschland oder andere Länder gekarrt werden, um letztendlich in einem Schlachthaus in Massen getötet zu werden?? Könnt ihr euch vorstellen, was für ein Gefühl es sein muss, wenn ihr vor dem Schlachthaus steht und den Tod RIECHEN könnt, die Schreie der anderen Tiere HÖRT und schon fast vor lauter Panik HALBTOT seid??

Aber ist ja egal, Hauptsache, sich über Tierversuche aufregen! Und danach, ja, ist ja jetzt gleich Abendbrotzeit, da kann man sich ja ein Stück Tier in der Pfanne braten, is' ja egal, woher es kommt, Hauptsache billig. Und man SIEHT das Elend ja nicht, das damit verbunden ist. Schlachten tut ja irgendein abgebrühter, abgestumpfter Mensch! Jemand, der keine Ahnung hat, wie SCHLIMM doch Tierversuche sind...

LG

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5. Oktober 2009 um 17:33
In Antwort auf kuschro

Bissel naiv oder?
Könntest du mit einem Metzger oder Fleischer zusammenleben, der, bevor er heimkommt, vllt einen Hasen geschlachtet hat?

Du sagst selbst schon zum zweiten mal: "ICH KANN einfach MIT SO EINEM MENSCH NICHT ZUSAMMENLEBEN, der dann nach Hause kommt und mein Kaninchen anfassen will, nachdem er ein paar Stunden vorher eins (natürlich in Vollnarkose) getötet hat. "

Was hast du denn von ihm als Biologen erwartet? Dass er neue Blumensorten züchtet?

Also was willst du dann von uns? Unsere Meinung wissen? Die kennst du nun. Dich öffentlich über deinen Freund empören?
Oder dir die Legitimation holen, dass du absolut das Richtige tust wenn du ihn wegen seiner Forschung verlässt?

Deine Überzeugung steht doch fest und ganz offensichtlich willst du daran nicht rütteln lassen also trenn dich. Aber ich frage mich dann dennoch was du hier eigentlich wolltest...


Mich hat auch die Formulierung "so einem Menschen" gestört.

Ich liebe, hege und pflege einen (gestern warens noch zwei... ) Sittich(e) und war dennoch an Versuchen an Tauben beteiligt.
Es hat mir *keinen* Spaß gemacht!
Den Tauben auch nicht. Obwohl deren größtes Problem war, etwa 20 Minuten lang ihrer Bewegungsfreiheit beraubt zu sein (die Tiere waren auch operiert und bekamen Injektionen, aber am schlimmsten fanden sie die Langeweile und die Berührung durch mich).

Ich bin vielleicht kein idealistischr Tierschützer, aber ich bin durchaus tierlieb. Ich tue keinem Tier etwas, wenn es nicht sein muss.

Es ist schön, so eine weiße Weste zu haben, weil man selbst kein Tier tötet. Dennoch hat kaum jemand Skrupel, Medikamente zu nutzen oder in Dokumentationen Details über Tierphysiologie zu erfahren (ja, auch durch Wissen kann man von Tierversuchen profitieren!)
Es tut mir um besagten Freund leid, weil er sicher kein schlechter Mensch ist. Aber die Überzeugung scheint zu stehen.
Naja, dann ist es so, aber das muss doch nicht jeder als Heldentat bejubeln, oder?

LG
Ele

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5. Oktober 2009 um 17:37
In Antwort auf kuschro

Bissel naiv oder?
Könntest du mit einem Metzger oder Fleischer zusammenleben, der, bevor er heimkommt, vllt einen Hasen geschlachtet hat?

Du sagst selbst schon zum zweiten mal: "ICH KANN einfach MIT SO EINEM MENSCH NICHT ZUSAMMENLEBEN, der dann nach Hause kommt und mein Kaninchen anfassen will, nachdem er ein paar Stunden vorher eins (natürlich in Vollnarkose) getötet hat. "

Was hast du denn von ihm als Biologen erwartet? Dass er neue Blumensorten züchtet?

Also was willst du dann von uns? Unsere Meinung wissen? Die kennst du nun. Dich öffentlich über deinen Freund empören?
Oder dir die Legitimation holen, dass du absolut das Richtige tust wenn du ihn wegen seiner Forschung verlässt?

Deine Überzeugung steht doch fest und ganz offensichtlich willst du daran nicht rütteln lassen also trenn dich. Aber ich frage mich dann dennoch was du hier eigentlich wolltest...

...
"Was hast du denn von ihm als Biologen erwartet? Dass er neue Blumensorten züchtet?"
--->Tja, da er, seit wir uns kennen, AUSSCHLIEßLICH mit Bäumen, Algen, Moosen, Blumen... zu tun hatte und er dort auch seine Diplomarbeit geschrieben hat und sich auch immer negativ über Tierversuche geäußert hat (Zitat: "Bin ich froh, dass ich nicht im medizinischen Bereich tätig bin, sowas könnte ich nicht"), hmm ja, habe ich tatsächlich etwas anderes erwartet.

Die Legitimation, Schluss zu machen, brauch ich von keinem. Ich wollte lediglich (wie ich auch im Anfangsthread geschrieben habe), ernstgemeinte Meinungen einholen, wie ich damit umgehen kann, etc. Hätte ja sein können, dass es jemanden gibt, der sich da reinversetzen kann.

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5. Oktober 2009 um 17:46
In Antwort auf liva_11977900


Mich hat auch die Formulierung "so einem Menschen" gestört.

Ich liebe, hege und pflege einen (gestern warens noch zwei... ) Sittich(e) und war dennoch an Versuchen an Tauben beteiligt.
Es hat mir *keinen* Spaß gemacht!
Den Tauben auch nicht. Obwohl deren größtes Problem war, etwa 20 Minuten lang ihrer Bewegungsfreiheit beraubt zu sein (die Tiere waren auch operiert und bekamen Injektionen, aber am schlimmsten fanden sie die Langeweile und die Berührung durch mich).

Ich bin vielleicht kein idealistischr Tierschützer, aber ich bin durchaus tierlieb. Ich tue keinem Tier etwas, wenn es nicht sein muss.

Es ist schön, so eine weiße Weste zu haben, weil man selbst kein Tier tötet. Dennoch hat kaum jemand Skrupel, Medikamente zu nutzen oder in Dokumentationen Details über Tierphysiologie zu erfahren (ja, auch durch Wissen kann man von Tierversuchen profitieren!)
Es tut mir um besagten Freund leid, weil er sicher kein schlechter Mensch ist. Aber die Überzeugung scheint zu stehen.
Naja, dann ist es so, aber das muss doch nicht jeder als Heldentat bejubeln, oder?

LG
Ele

...
Ich behaupte ja auch nicht, dass mein Freund, Du oder jeder andere, der mit Tierversuchen arbeitet, Spaß daran findet und das wollte ich hier auch niemandem unterstellen.Und deshalb ist auch nicht jeder Forscher ein schlechter Mensch.

Dennoch habe ich ein Problem mit dem Gedanken, dass er sowas macht. Vorallem da er ja jetzt eine ganz andere Richtung eingeschlagen hat und ich das erst seit einer Woche weiß, was er da macht.

Ich hoffe natürlich, dass ich das irgendwie abschalten kann und bestimmte Bilder aus dem Kopf kriege, die man halt hat, wenn man an Tierversuche denkt. Und da ich selbst nicht in der Forschung tätig bin, kenne ich natürlich nur die Szenarien, die einem durch Internet, TV, Zeitschriften oder in sonst einer Form vermittelt werden. Und solche Szenen mit dem eigenen Freund in Verbindung zu bringen ist einfach nicht schön und für mich nicht so leicht vereinbar.

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5. Oktober 2009 um 17:52
In Antwort auf flavia_12874712

...
Ich behaupte ja auch nicht, dass mein Freund, Du oder jeder andere, der mit Tierversuchen arbeitet, Spaß daran findet und das wollte ich hier auch niemandem unterstellen.Und deshalb ist auch nicht jeder Forscher ein schlechter Mensch.

Dennoch habe ich ein Problem mit dem Gedanken, dass er sowas macht. Vorallem da er ja jetzt eine ganz andere Richtung eingeschlagen hat und ich das erst seit einer Woche weiß, was er da macht.

Ich hoffe natürlich, dass ich das irgendwie abschalten kann und bestimmte Bilder aus dem Kopf kriege, die man halt hat, wenn man an Tierversuche denkt. Und da ich selbst nicht in der Forschung tätig bin, kenne ich natürlich nur die Szenarien, die einem durch Internet, TV, Zeitschriften oder in sonst einer Form vermittelt werden. Und solche Szenen mit dem eigenen Freund in Verbindung zu bringen ist einfach nicht schön und für mich nicht so leicht vereinbar.

Wie gesagt:
Das verstehe ich auch durchaus!

Kann dein Freund denn nicht etwas Realität in die Sache bringen?
Wenn er vorher keine Tierversuche machen wollte, wird er jetzt ja wohl auch nicht gleich mit der übleren Sorte anfangen, oder?

Vielleicht kann er - wenn es denn tatsächlich hilft und es nicht schlimmer macht - dir auch seinen Arbeitsplatz zeigen und was er macht?

Oder weißt du schon, was er macht und hast deswegen solche Probleme damit?

Das Töten ist natürlich nicht schön, aber so hart es klingt: Tod allein ist nichts Schlimmes! Und mit dem Hintergedanken kann man tatsächlich Tiere töten, ohne dass man seine Tierliebe aufgibt.

Du musst schon wissen, was dein Herz sagt.
Aber rede mit ihm, ne?

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5. Oktober 2009 um 17:54


Hallo,

also mal ganz ehrlich, diese Entwicklung muss doch schon abzusehen gewesen sein. Er kann sich ja wohl kaum bis zum Diplom nur mit Pflanzen beschäftigt haben und jetzt einfach so in die Medizin wechseln. Da gab es doch sicher einige Zeit, darüber nachzudenken und zu reden...

Weißt du denn überhaupt, ob er dem Tier Schmerzen zufügt? Was weißt du denn darüber, was genau er macht?

Und wenn ich mal ganz ehrlich bin: EIN Kaninchen zu halten ist wahrscheinlich deutlich mehr Tierquälerer als Labortierhaltung und Versuche. Aber da schaut natürlich keiner hin...

Und man kann auch tierlieb sein und Haustiere haben und trotzdem Tierversuche machen. So lange man das mit sich selbst vereinbaren kann.

Ich finde es lächerlich deshalb Schluss machen zu wollen. Liebst du diesen Mann oder nicht? Ist er zu eurem Kaninchen lieb? Zeigt er dir, dass es ihm Freude bereitet Tierversuche zu machen? Traurig, dass sowas dein Bild von ihm verändert...

Komm mal wieder ein bisschen runter!
Wie nützlich Tierversuche sein können, wurde ja bereits vielseits geschrieben. Und hallo, er promoviert im Bereich MEDIZIN! Das ist ja wohl der nützlichste Bereich überhaupt, oder?
Und du sollst die Versuche ja nicht gut finden (außer weil sie später vllt Leben retten/erleichtern). Aber Toleranz zeigen wär schon nicht schlecht.

Aykina

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5. Oktober 2009 um 17:55
In Antwort auf flavia_12874712

...
"Was hast du denn von ihm als Biologen erwartet? Dass er neue Blumensorten züchtet?"
--->Tja, da er, seit wir uns kennen, AUSSCHLIEßLICH mit Bäumen, Algen, Moosen, Blumen... zu tun hatte und er dort auch seine Diplomarbeit geschrieben hat und sich auch immer negativ über Tierversuche geäußert hat (Zitat: "Bin ich froh, dass ich nicht im medizinischen Bereich tätig bin, sowas könnte ich nicht"), hmm ja, habe ich tatsächlich etwas anderes erwartet.

Die Legitimation, Schluss zu machen, brauch ich von keinem. Ich wollte lediglich (wie ich auch im Anfangsthread geschrieben habe), ernstgemeinte Meinungen einholen, wie ich damit umgehen kann, etc. Hätte ja sein können, dass es jemanden gibt, der sich da reinversetzen kann.

Dogmatische
"so" oder "so nicht" Einstellungen muss man auch mal durch Überlegungen entweder relativieren oder bestärken. Einfach ist so weil das war schon immer meine Meinung halte ich für dumm. Wenn du durch die Überlegungen durch die Parallelen über die Nahrungsproduktion oder das verteiben von Nativen Kreaturen durch Städtewachstum deiner Meinung bestärkt worden bist dann ist das eben so. Dein Freund hat den anderen Weg eingeschlagen. Er hat seine Meinung relativiert als er tatsächlich mit der Situation konfrontiert wurde. Das war allein seine Entscheidung. Ebenso ist es allein deine Entscheidung ob du das nach reiflichen! Überlegungen akzeptieren kannst oder eben nicht. Bei mir steht jetzt sehr bald die Diplomarbeit an (Ingenieur) und ich werde mir wohl ein Thema aussuchen müssen, das mich weniger interessiert da das was mich interessieren würde zur Zeit nicht angeboten wird. Vllt gings deinem Freund auch ähnlich und er wollte unbedingt promovieren?

Aber das können WIR dir hier alle nicht sagen. Und dass er darüber nicht mit dir reden will zeigt auch, dass an deiner Meinung wohl ohne direkte Erfahrung nicht zu rütteln ist und er dich und sich slebst schützt, indem er dir nichts Genaueres berichtet, da dich das u.U. noch weiter von ihm wegtreiben könnte und er die Beziehung aber erhalten will.

Ich diskutiere mit meinem Vater auch nicht mehr über die "bösen" Automobilhersteller und ihre Fahrzeuggrundpreise, da seine Meinung von meinen Argumenten eh nicht beeinflusst wird. Also lass ich ihn schimpfen und denke mir meinen Teil einfach dazu.

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5. Oktober 2009 um 17:57
In Antwort auf liva_11977900

Tierversuche sind besser überwacht
und geregelt als die Nutztierhaltung.

Labore für Tierversuche sind teilweise eingerichtet wie Kinderkliniken. Schmerzen haben die Tiere, die ich bisher in Tierversuchen gesehen habe, selten. Operationen geschehen bei Vollnarkose, auch getötet werden die Tiere nicht bei Bewusstsein. Vitalfunktionen werden überwacht, den Tieren wird es quasi so bequem wie nur möglich gemacht (bei geöffneten Augen werden diese feucht gehalten, die Tiere werden gewärmt etc.).

Ganz ehrlich? Tierversuche sind gegenüber der Nutztierhaltung das kleinere Übel!
Durch Tierversuche sterben übrigens auch nicht mehr Tiere als nötig (keine Fleischmassen, die am Ende des Tages im Container landen), denn die Buchführung ist streng und jeder Tierversuch muss begründet sein.

Ich studiere auch Biologie und gerade in der Neurobiologie habe ich so einiges mitbekommen. Die Tiere leiden nicht mehr als die Ferkel auf dem Bauernhof. In der Zucht geht es denen oftmals sogar besser als im Tierheim oder gar bei dem ein oder anderen Haustierhalter.

Ich dachte auch früher, es gäbe nichts schlimmeres als Tierversuche. Bis ich sie gesehen habe (also fernab von PETA-Propaganda-Videos usw.).
Nutzen und "Quälerei" stehen in einer deutlich besseren Relation zueinander als beim Fleischmarkt. Der größte Teil der Versuchstiere leidet gar nicht bis kaum.

Wenn du dennoch nicht damit leben kannst: Naja, Gefühl ist Gefühl. Da es deinem Freund gegenüber nicht sehr fair ist, wollte ich dir die wackelige Grundlage deines Gefühls diesbezüglich zeigen, aber wenn du dennoch so nicht leben kannst, gibt es wohl keine schöne Lösung.

LG
Ele


Super geschrieben! Kann ich in allen Punkten nur zustimmen!

Gruß
Aykina,
die auch Neurobiologie studiert

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5. Oktober 2009 um 18:58

Tumore
treten bei "Überzüchtung" häufig auf. Und gerade Laborratten und Mäuse betrifft diese lange "Zuchtkarriere" stark.
Ich kenne das ganz woanders her: Wellensittiche. Das sind die domestiziertesten Heimvögel und sie leiden auch am häufigsten an Tumoren. Zu häufig gekreuzt, zu lange kein "frisches Blut" in den Nachzuchten.

Was meine Moralvorstellungen betrifft, wäre das ausgesprochen abschweifend. Aber gut, etwas kann ich dazu schon sagen:
Moral ist eine Art Abkommen zum Wohle des Individuums.
Beleg: Warum ist es unmoralisch, einen gesunden Menschen zu opfern um durch seine Organe 5 kranke Menschen zu retten? Rechnerisch tut man dadurch doch mehr Gutes als Schlechtes. Antwort: Weil das Individuum in einer Gesellschaft, die so handeln würde, nicht geschützt wäre! Es könnte ja auch mich treffen.
Oder anders: Moral beruht nicht unwesentlich auf der goldenen Regel und die ist nunmalhalt wechselseitig.
Es gibt aber keine wechselseitige Moral zwischen Mensch und Tier, außer in artübergreifenden Freundschaften (ein Hund frisst z.B. seinen verstorbenen Halter nicht auf).
Heißt: Wenn du mal von einem wütenden Bullen attackiert werden würdest (wie auch immer du in eine solche Situation kommen solltest...) wäre es dem schnurz piep egal, dass du keine Tiere isst.

So. Weiterführend: Es gibt keine übergeordnete Macht und keine Regel, die dem Menschen als einziges Wesen auf dem Planeten artübergreifende Moral aufzwingen würde. Fressen und gefressen werden ist natürlich. Der Mensch kann sich dagegen entscheiden, aber es gibt keinen Grund, dass er es müsste.
Forschung dient nicht primär dem Überleben. Aber das tut das (vermenschlicht beschrieben sadistische Spiel einer Katze mit der halbtoten Maus auch nicht.

Also, warum testen wir die Substanzen nicht an uns selbst: Egoismus ist natürlich, Altruismus die Ausnahme. Und artübergreifender Altruismus existiert nur aufgrund der starken Abstraktionsfähigkeit des Menschen, die Moral, welche eigentlich menschlichen Gesellschaften dient, auf Tiere ausweiten lässt. Eine Regel, eine Berufung oder gar Verpflichtung kann ich daraus nicht ableiten.
Darum.

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5. Oktober 2009 um 18:59

Ähm naja...
Sein Studium ist ja quasi fertig. Ich glaube man MUSS in Biologie nicht Doktor werden um eine abgeschlossenes Studium zu haben. Er wird, schätze ich, schon Diplombiologe o.ä. sein. Selbst als Mediziner (Arzt) muss man nicht mehr unbedingt die Doktorwürde innehaben.
Also ist dein eine weitere Stufe auf seiner Karriereleiter und lapidar ausgedrückt eine Ergänzung und Weiterführung seines Studiums, keine Pflicht mehr. Aber ich finde er muss dennoch nicht seinen Wunsch nach dem Doktortitel dem Unbehagen seiner Freundin unterordnen.

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5. Oktober 2009 um 19:09

Ah ja..
also von diesen Leuten, die Versuchstiere bei sich aufnehmen, habe ich auch schon mehrfach welche kennengelernt. Das sind dann meist auch immer diese übertriebenen Tierliebhaber, die ja ach so sehr gegen Tierversuche sind und sich dann 30 Ratten zuhause halten. Sicher, das ist echte Tierliebe. Ganz ehrlich, wirklich ECHTE Tierliebe würde bedeuten, sich gar kein Haustier zu halten, irgendwo im Dschungel unter Affen zu leben (Aber nur von Pflanzen ernähren, bitte! - Oder klaut man denen dann nicht das Futter? ) und gleichzeitig noch dem WWF zu spenden. Oder so.. Ist übrigens auch nicht ganz unillegal Labortiere aus diesen zu entfernen..
Ich habe zum Glück auch schon Profs etc kennen gelernt, die Tierversuche machen. Ich muss sagen, dass das für mich ein positiveres Erlebnis war und meine Ansichten gegenüber Tierversuchen teilweise noch verbessert hat.

Vermehrt Tumore? Verglichen mit wem? Ja sicher, wenn man die Zuchtlinien betrachtet, die darauf gezüchtet werden.. (Und nein, es ist nicht bewiesen, dass Ratten so viele Tumore bekommen, weil sie von Versuchstieren abstammen!) Sicher kann auch mal ein Tier an der Folge z.B. von einer OP sterben. Das passiert bei Menschen, bei Tieren beim Tierarzt und eben auch im Labor.

Gesundheitliche Gründe? Das hat dir sicher ein Arzt gesagt? Du weißt schon, dass der in seinem Leben auch schon zumindest an toten Tieren geforscht hat (die für ihn getötet wurden) oder vllt sogar selbst welche getötet hat? Deshalb kann er dir jetzt ja auch so gut helfen.

Gruß
Aykina

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5. Oktober 2009 um 19:24

...
Nö, sein Studium ist ja fertig. Und natürlich verlange ich nicht, dass er wegen mir nicht promoviert. Das ist seine Zukunft, die hat er zu bestimmen. Aber trotzdem kann ich ja wohl eine andere meinung als er darüber haben.

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5. Oktober 2009 um 19:26


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5. Oktober 2009 um 19:27
In Antwort auf flavia_12874712

...
Nö, sein Studium ist ja fertig. Und natürlich verlange ich nicht, dass er wegen mir nicht promoviert. Das ist seine Zukunft, die hat er zu bestimmen. Aber trotzdem kann ich ja wohl eine andere meinung als er darüber haben.


Hallo Tinyheart,
so wie ich dich verstanden habe, ging es dir nicht so sehr darum, eine andere Meinung als er zu haben sondern sich wegen unterschiedlicher Meinungen zu trennen. Das ist dann doch schon was anderes. Du musst mit IHM darüber diskutieren, dir erst mal OHNE Vorurteile anhören, was er da überhaupt macht und warum. Dann kannst du weitersehen, wie du damit klarkommst oder eben auch nicht.

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5. Oktober 2009 um 19:32
In Antwort auf noah_11904063


Hallo,

also mal ganz ehrlich, diese Entwicklung muss doch schon abzusehen gewesen sein. Er kann sich ja wohl kaum bis zum Diplom nur mit Pflanzen beschäftigt haben und jetzt einfach so in die Medizin wechseln. Da gab es doch sicher einige Zeit, darüber nachzudenken und zu reden...

Weißt du denn überhaupt, ob er dem Tier Schmerzen zufügt? Was weißt du denn darüber, was genau er macht?

Und wenn ich mal ganz ehrlich bin: EIN Kaninchen zu halten ist wahrscheinlich deutlich mehr Tierquälerer als Labortierhaltung und Versuche. Aber da schaut natürlich keiner hin...

Und man kann auch tierlieb sein und Haustiere haben und trotzdem Tierversuche machen. So lange man das mit sich selbst vereinbaren kann.

Ich finde es lächerlich deshalb Schluss machen zu wollen. Liebst du diesen Mann oder nicht? Ist er zu eurem Kaninchen lieb? Zeigt er dir, dass es ihm Freude bereitet Tierversuche zu machen? Traurig, dass sowas dein Bild von ihm verändert...

Komm mal wieder ein bisschen runter!
Wie nützlich Tierversuche sein können, wurde ja bereits vielseits geschrieben. Und hallo, er promoviert im Bereich MEDIZIN! Das ist ja wohl der nützlichste Bereich überhaupt, oder?
Und du sollst die Versuche ja nicht gut finden (außer weil sie später vllt Leben retten/erleichtern). Aber Toleranz zeigen wär schon nicht schlecht.

Aykina

...
Zu meinem Kaninchen:
Es lebt momentan deshalb alleine, da es starken Hautpilz hatte, als ich es vor 7 Wochen übernommen habe. Der Vorbesitzer hat es deshalb auch abgegeben. Und da Hautpilz ansteckend ist, möchte ich aus naheliegenden Gründen erst warten, bis der Pilz weg ist. Sonst stecken die sich gegenseitig wieder an.

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5. Oktober 2009 um 19:54

Ich sag mal so....
ich finde deine Einstellung nicht generell falsch. Ich denke nur, dass der moralische Ansatz aus oben genannten Gründen die falsche Begründung ist. Du hast weiter unten geschrieben, dass du gegenüber Tieren sehr sensibel ist.
Ich denke, das ist der Punkt.
Es ist schön, dass du so sensibel gegenüber Tieren bist!

Nur finde ich, dass sich daraus keine allgemeinen Regeln ableiten lassen.
Ich finde Forschung nützlich. Ich finde sie sogar so nützlich, dass ich Tiere diesbezüglich instrumentalisieren würde (bzw. es auch schon getan habe). Ich esse auch Fleisch. Aber von diesen unterschiedlichen Prioritäten abgesehen, versuche ich Tiere genau so gut zu behandeln wie Menschen.
Ich rette sogar manchmal Regenwürmer aus Pfützen oder Käfer aus dem Bus

Moral ist eben eine schwierige Sache....

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5. Oktober 2009 um 19:56

Es klang tatsächlich so
wenn du forschende Menschen fragst, warum sie das Zeug nicht an sich selbst ausprobieren.

Tut mir Leid, wenn wir dich falsch verstanden haben.

Leider ist meine Erfahrung, das viele Tierrechtler eben doch so denken. Gut, dass du nicht so selbstgerecht bist, ehrlich.

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5. Oktober 2009 um 20:55

@moragh
Mein Beitrag war gar nicht als Antwort auf Deinen gemeint... Ich hab ihn einfach bloß runtergeschrieben und hier an das Ende gesetzt...

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5. Oktober 2009 um 22:33

Nein danke,
ich will deine Akte nicht. Die Frage, ob dir das dein Arzt gesagt hat, war auch nicht in der Hinsicht gemeint, dass ich dir das nicht glaube (ist mir doch ehrlich gesagt wurscht), sondern der Punkt war der Arzt. Und ja, in der Ausbildung zum Mediziner musst du definitiv mindestens an Tieren rumschneiden, um die Anatomie kennen zu lernen (natürlich auch an Menschen, aber Tiere sind für den Anfang natürlich einfacher zu bekommen).
Ich habe auch nicht gesagt, dass es deine Schuld sei. Ich wollte dir damit nur klar machen, dass du jetzt auch davon profitierst, dass er das irgendwann mal gemacht hat.

"Übrigens wenns so toll ist Substanzen zu testen wieso macht ihr es nicht an euch???Wegen dem Gesetz hinter dem ihr euch versteckt oder weil ihr zu feige seid und angst vor den Schmerzen/Konsequenzen habt?!"
Sorry, nicht ich habe dich angegriffen, sondern das war meiner Meinung nach ein Angriff bzw eine Beleidigung für die, die - aus welchen Gründen auch immer - mit Tierversuchen zu tun haben. Da zähle ich mich nun mal dazu.

Gruß
Aykina

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5. Oktober 2009 um 22:57

Gut erklärt!
Allerdings eine Sache zum Contergan-Fall: Der Stoff wurde nicht an schwangeren Versuchstieren getestet. Daher ist es nicht das beste Beispiel für misslungende Tierversuche.

Zu Ärzte gegen Tierversuche: Wären es zumindest forschende Mediziner - ok, aber Ärzte sind nun wirklich nicht qualifiziert für ein solches Urteil! Leider blendet der weiße Kittel so schön...

Ich würde auch gerne auf Tierversuche verzichten. Sie werden sicher auch durch Alternativen weniger werden. Aber ob sie jemals unverzichtbar sind? Sicherlich nicht, wie ich fürchte.

LG
Ele

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6. Oktober 2009 um 14:23

Hallo Perle
Ich habe eine solche Antwort eigentlich schon irgendwie erwartet. Ich finde gut, wie du nachhakst und ich versuche so gut ich kann zu antworten:

Es stimmt, dass Tierversuche zu medizinischen Zwecken Restrisiken nicht ausschließen können. Aber dennoch ist diese Art der Forschung noch lange kein russisches Roulette.
Die allermeisten physiologischen Abläufe in Säugetieren laufen gleich ab. Deswegen lassen sich auch die meisten Ergebnisse aus Tierversuchen auf Menschen übertragen.
Dass es zu schlimmen Folgen beim Menschen kommt, ist daher eher die Ausnahme.
Da man weiß, dass Tierversuche das Risiko zwar mächtig eindämmen, aber nicht auf Null reduzieren können, gibt es ja auch immernoch kontrollierte Studien an Menschen, die den Tierversuchen folgen. Erst dann (und das dauert in der Regel über 10 Jahre von der Entwicklung bis hier hin) kann das Medikament auch vertrieben werden.

Der Conterganfall ist übrigens nicht zuletzt deswegen so skandalös, weil die Tierversuchsphase sehr eingeschränkt durchgeführt wurde. Man wollte ja schnell Geld machen.
Es wurden nur Nagetiere getestet und keine näheren Verwandten des Menschen. Schwangerschaft wurde in den Tests (vor der Vermarktung) auch nicht berücksichtigt. (zumindest verstehe ich folgenden Auszug von http://www.gruenenthal-opfer.de/Vorgeschichte so:
"Grünenthal deklarierte Contergan als allgemein ungefährlich und zwar auch für die Gynäkologie, ohne die Einnahme während der Schwangerschaft auszuschließen (S.10 AK). Eine Prüfung, ob Contergan die Schwangere oder die Leibesfrucht beeinträchtigt erfolgte nicht (S.10 AK).")
Nach dem Conterganfall wurde das Bewusstsein für angemessene Tests vor der Vermarktung von Wirkstoffen verschärft. Wie gesagt: Heutzutage vergehen für gewöhnlich mehr als 10 Jahre bis ein Medikament zugelassen wird. Und die Schäden an Föten werden heutzutage natürlich auch strenger untersucht.
Ich habe jetzt auf die Schnelle keine Informationen darüber gefunden, ob die Missbildungen im Tierversuch nachträglich getestet wurden.

Aber auch, wenn es so wäre: Contergan habe ich immer wieder als *das* Beispiel gegen Tierversuche gehört. Natürlich gibt es weitere, weniger bekannte Beispiele (nennen kann ich keine), aber da es etwa zehntausend Medikamente gibt, die vertrieben werden, sollten doch dennoch deutlich mehr Skandale zu erwarten sein, wenn Tierversuche nichts taugen.

"Für meine Begriffe hält sich die medizinische Forschung hinsichtlich der Zweck-Nutzen-Relation von Tierversuchen im allgemeinen ziemlich bedeckt und liefert kaum je klare Aussagen. "
Hm, tut sie das?
Ich bin mir nicht ganz sicher, was du erwartest. Zum einen gibt es nicht *die eine* medizinische Foschung und deswegen auch keinen Pressesprecher für alle. Was du also wie eine Art Vertuschungsaktion darstellst, könnte einfach durch die Vielzahl an forschenden Unternehmen und Instituten liegen.
Desweiteren publizieren Forscher doch fröhlich. Nur: Dafür interessieren sich nicht Zeitungen, Geo, Brigitte oder was auch immer gerne gelesen wird. Wenn man spezielles Wissen will, muss man für gewöhnlich auch spezielle Quellen zu Rate ziehen. Das Problem ist doch nicht nur auf die medizinische Forschung beschränkt.
Leider stecke ich in der medizinischen Forschung auch nicht drin - ich will in die Grundlagenforschung. Daher habe ich leider auch kein Material, mit dem ich dir an dieser Stelle weiterhelfen könnte.
Außerdem mag es womöglich gar so sein, dass der Kosten/Nutzen-Faktor vielleicht auch als offensichtlich betrachtet wird:
Wir haben zehntausend Medikamente und kaum Skandale!
Die meisten schädlichen Medikamente scheiden nähmlich durchaus aus, bevor sie vermarktet werden.

Zusammen genommen mit dem Fakt, dass die meisten physiologischen Prozesse unter Säugetieren "gleich geblieben sind" (je näher die Verwandtschaft zum Menschen desto geringer die Unterschiede), kann ich für meinen Teil nur zu dem Schluss kommen, dass Tierversuche in der Medizin nützlich sind.

LG
Ele

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16. Oktober 2009 um 21:42
In Antwort auf flavia_12874712

...
"Was hast du denn von ihm als Biologen erwartet? Dass er neue Blumensorten züchtet?"
--->Tja, da er, seit wir uns kennen, AUSSCHLIEßLICH mit Bäumen, Algen, Moosen, Blumen... zu tun hatte und er dort auch seine Diplomarbeit geschrieben hat und sich auch immer negativ über Tierversuche geäußert hat (Zitat: "Bin ich froh, dass ich nicht im medizinischen Bereich tätig bin, sowas könnte ich nicht"), hmm ja, habe ich tatsächlich etwas anderes erwartet.

Die Legitimation, Schluss zu machen, brauch ich von keinem. Ich wollte lediglich (wie ich auch im Anfangsthread geschrieben habe), ernstgemeinte Meinungen einholen, wie ich damit umgehen kann, etc. Hätte ja sein können, dass es jemanden gibt, der sich da reinversetzen kann.

Ich fände das auch nicht gerade toll....
wenn MEIN Freund Tierversuche machen würde. Eine Cousine von mir macht als Biologisch-Technische Assistentin auch Tierversuche, und ich muss zugeben, ich habe auch Probleme damit. Vorallem, weil sie selber früher Hasen hatte die sie sooo süß fand.... naja. Ich versuche mir gar nicht erst vorzustellen, was sie da so macht.

Ob Tierversuche sinnvoll sind oder nicht, wurde hier, denke ich, gar nicht gefragt- sondern wie man mit so einem Thema in der BEZIEHUNG umgehen sollte. Dass diese grausam sind, steht wohl außer Frage. Ich persönlich halte keine Tiere, und habe keine besondere Beziehung zu Tieren. Ich respektiere sie als Lebewesen, aber in mein Bett kommt nur mein Freund
Dennoch hätte ich ein Problem damit, wenn mein Freund neben mir liegen würde, oder wenn er mich küssen würde daran zu denken, was er wohl vorhin alles nicht so Schönes gemacht hat....aber die Threadstellerin muss selber wissen, wie weit sie das tolerieren kann. Die Meinungen und die objektiven Darstellungen der Forumbesucher nützen da wohl wenig, denn SIE muss ja mit ihm leben. Also wird sie selbst, mit der Zeit, die Lösung finden.

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16. Oktober 2009 um 22:24

Nun ja....
Die Notwendigkeit der "medizinischen" Tierversuche wird hier wohl im Forum nicht infrage gestellt...aber was ist mit den TV für Viagra? Soweit ich weiss, wurden dafür Tiere getestet, an ihrem Allerwertesten...und alles dafür, damit der Mann einen "hochbekommt", und Stunden am Stück poppen kann. Wenn DAS nicht medizinisch notwendig ist...

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22. Oktober 2009 um 4:04

Tierversuche sind
im Moment leider noch unverzichtbar. Es wird natürlich versucht auf andere Methoden auszuweichen auch weil Tierversuche eben nicht 1:1 auf dem Menschen übertragbar sind.
Aber was verzichtbar sind das sind Mehrfachversuche wo ein Wirkstoff von verschiedenen Firmen getestet wird - diese Art von Versuchen ist in meinen Augen durch nichts zu rechtfertigen und es ist alleine das Gewinnstreben von Firmen die zu solchen Versuchen führen und nicht das Wohl des Menschen.

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22. Oktober 2009 um 4:17

Schön für dich
das du von den Forschungen anderer profitierst, dir nicht die Hände schmutzig machen musst und dich in der Sonne derjenigen sonnst die besser als andere sind. Leider bist du es nicht denn du profitierst von denen die sich die Hände schmutzig machen - und das ist in meinen Augen noch viel schlimmer.

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22. Oktober 2009 um 4:20

Na dann erzähl uns doch mal die Alternativen
Wenn es wirkliche Alternativen sind dann kann es passieren das du damit richtig dick Schotter machst. Die Forschung mag nämlich eigentlich gar keine Tiere da sie immer noch dem Menschen zu unähnlich sind. Aber es gibt in vielen Fällen keine Alternative zu Tierversuchen.

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22. Oktober 2009 um 4:27

Meld dich doch einfach für Versuche an
Hier kannst du es tun
http://www.probandsein.de/
kriegst sogar Geld dafür und kannst dich weiterhin überlegen fühlen was du selbstverständlich tust - nur ärgerst du dich das wir das nicht anerkennen.

Viel Glück

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22. Oktober 2009 um 11:07

Das ist
ein heißes Thema. Klar, wir alle profitieren davon, viele Krankeheiten können geheilt werdem, weil Mittel erfunden wurden, die aber an vielen Tieren auch grausam getestet wurden. Der Mesnch ist das einzige Lebewesen, was sich soetwas herausnimmt und dies kann, weil es keine Lebewesen sozusagen "über" uns gibt.Man muß sich mal vorstellen, wie es wäre, wenn es solche Lebewesen gäbe,die inteligenter udn stärker wären als wir...die dann an uns Menschen genau die selben Versuche machen. Das wäre dann wenn man ehrlich ist, genauso legitim, wie unsere Versuche an Tieren...da gäbe es absolut KEIN Gegenargument. In der Natur gibt es Krankheiten, um die Population zu sortieren....schwache und solche, die eben anfällig sind, sterben und somit bleibt ein Gleichgewicht bestehen. Der Mensch ist so arrogant und greift in dieses System ein...aber die Natur wird immer wieder nachziehen udn eines Tages ganz arg zurückschlagen mit einer Krankheit, wo die Menschehit ersteinmal wieder radikal reduziert wird, denn die Erde ist längst überbevölkert. So makaber es auch klingen mag, gäbe es keine Kriege und Krankheiten, wäre dies noch viel schlimmer. Man könnte z.B. ausrechnen wie hoch die Weltbevölkerung heute wäre, wenn der erste und 2. Weltkrieg nicht gewesen wäre. Kriege entstehen durch Neid und Gier der Menschen und sorgen sozusagen unbeabsichtigt für eine Reduzierung dieser Spezies...vielelicht deshalb, weil es schon zuviele Menschen gibt...der Platz auf der Erde schon ausgefüllt ist. Bei einer normalen, der Erde angepaßten Einwohnerzahl würden vielleicht keine Kriege mehr stattfinden, weil die Menschen dann zufriedener wäre und diese Gier und der Neid nicht in dem Maße entstehen würden. Naja ich weiche ganz schön vom Thema ab, sorry.
Nun weiß auch nicht, wie ich mich verhalten würde, wenn mein Partner Tierversuche machen würde. Ist eine schwierige Situation für Dich, da Du serh darunter leidest und es mit Deinem Gewissen eigentlich nicht vereinbaren kannst. Wie steht er denn dazu? Macht er das gern?
LG

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22. Oktober 2009 um 11:26
In Antwort auf liva_11977900

Tierversuche sind besser überwacht
und geregelt als die Nutztierhaltung.

Labore für Tierversuche sind teilweise eingerichtet wie Kinderkliniken. Schmerzen haben die Tiere, die ich bisher in Tierversuchen gesehen habe, selten. Operationen geschehen bei Vollnarkose, auch getötet werden die Tiere nicht bei Bewusstsein. Vitalfunktionen werden überwacht, den Tieren wird es quasi so bequem wie nur möglich gemacht (bei geöffneten Augen werden diese feucht gehalten, die Tiere werden gewärmt etc.).

Ganz ehrlich? Tierversuche sind gegenüber der Nutztierhaltung das kleinere Übel!
Durch Tierversuche sterben übrigens auch nicht mehr Tiere als nötig (keine Fleischmassen, die am Ende des Tages im Container landen), denn die Buchführung ist streng und jeder Tierversuch muss begründet sein.

Ich studiere auch Biologie und gerade in der Neurobiologie habe ich so einiges mitbekommen. Die Tiere leiden nicht mehr als die Ferkel auf dem Bauernhof. In der Zucht geht es denen oftmals sogar besser als im Tierheim oder gar bei dem ein oder anderen Haustierhalter.

Ich dachte auch früher, es gäbe nichts schlimmeres als Tierversuche. Bis ich sie gesehen habe (also fernab von PETA-Propaganda-Videos usw.).
Nutzen und "Quälerei" stehen in einer deutlich besseren Relation zueinander als beim Fleischmarkt. Der größte Teil der Versuchstiere leidet gar nicht bis kaum.

Wenn du dennoch nicht damit leben kannst: Naja, Gefühl ist Gefühl. Da es deinem Freund gegenüber nicht sehr fair ist, wollte ich dir die wackelige Grundlage deines Gefühls diesbezüglich zeigen, aber wenn du dennoch so nicht leben kannst, gibt es wohl keine schöne Lösung.

LG
Ele

Soweit die Theorie
die vielelicht auf Deutschland zum Teil zutreffen mag. Keiner weiß,w as in geheimen Labors abgeht und ich bin mir sicher, die gibt es in nicht zu geringer Anzahl. Es geht um Geld und da wird sicherlich nicht soviel für das "Wohl" der Tiere getan, an denen die Versuche stattfinden.Das Kostet zuviel Zeit und Geld. Ich bin mir sicher, es gibt genug kranke fanatische "Forscher", denen das Leid und die Qual der Tiere egal sind...die haben ein Produkt im Kopf und den Batzen Geld, den sie damit verdienen können...alles ander ist für die unwichtig.
Offiziell wie gesagt mag es so zugehen,wie DU beschrieben hast, aber nicht überall.
Zur Massentierhaltung muß ich DIr Recht geben, die ist alles andere, als Artgerecht. Aber da hat der Kunde...alos wir alle einen großen Einfluß drauf. Z.B. will doch jeder ein halbes Hänchen für 2,50 Euro fertig gebrutzelt erwerben. Nun frage ich mich imemr, wie soll das für den Preis machbar sein, OHNE Massentierhaltung???? Es kann sich jeder durchrechnen, was da für Arbeit drin steckt und welche Kosten....Hühner,die die Eier "produzieren"....das Ausbrüten kostet Geld und Energie...die Kücken kosten Geld....die Aufzucht(Futter,Wasser,Strom,U nterkunft)...das Schlachten kostet Geld...und das Grillen auch....und JEDER will oder muß logischer Wiese dabei verdienen.
- der Eierproduzent und Kückenverkäufer
- der Betreiber der Hähnchenaufzucht
-der Groß(Zwischen)handel
-der Hähnchenverkäufer

So und alle verdienen was daran, bei 5 Euro pro fertig gebratenes Hähnchen...Nun kan man ausrechnen wieviel Lohn-, Energie- und Materialkosten pro Hänchen zur Verfügung stehen bei 5 Euro Verkaufspreis INKLUSIVE Mehrwertsteuer!!!
Nur wer selber mal Hühner von klein an bis zum Schlachten großgezogen hat, weiß, wieviel Arbeit und Material das kostet, wenn es Artgerecht sein soll...Da ist nix mit 5 Euro für das fertige Hähnchen.

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22. Oktober 2009 um 12:05
In Antwort auf hector_12080339

Das ist
ein heißes Thema. Klar, wir alle profitieren davon, viele Krankeheiten können geheilt werdem, weil Mittel erfunden wurden, die aber an vielen Tieren auch grausam getestet wurden. Der Mesnch ist das einzige Lebewesen, was sich soetwas herausnimmt und dies kann, weil es keine Lebewesen sozusagen "über" uns gibt.Man muß sich mal vorstellen, wie es wäre, wenn es solche Lebewesen gäbe,die inteligenter udn stärker wären als wir...die dann an uns Menschen genau die selben Versuche machen. Das wäre dann wenn man ehrlich ist, genauso legitim, wie unsere Versuche an Tieren...da gäbe es absolut KEIN Gegenargument. In der Natur gibt es Krankheiten, um die Population zu sortieren....schwache und solche, die eben anfällig sind, sterben und somit bleibt ein Gleichgewicht bestehen. Der Mensch ist so arrogant und greift in dieses System ein...aber die Natur wird immer wieder nachziehen udn eines Tages ganz arg zurückschlagen mit einer Krankheit, wo die Menschehit ersteinmal wieder radikal reduziert wird, denn die Erde ist längst überbevölkert. So makaber es auch klingen mag, gäbe es keine Kriege und Krankheiten, wäre dies noch viel schlimmer. Man könnte z.B. ausrechnen wie hoch die Weltbevölkerung heute wäre, wenn der erste und 2. Weltkrieg nicht gewesen wäre. Kriege entstehen durch Neid und Gier der Menschen und sorgen sozusagen unbeabsichtigt für eine Reduzierung dieser Spezies...vielelicht deshalb, weil es schon zuviele Menschen gibt...der Platz auf der Erde schon ausgefüllt ist. Bei einer normalen, der Erde angepaßten Einwohnerzahl würden vielleicht keine Kriege mehr stattfinden, weil die Menschen dann zufriedener wäre und diese Gier und der Neid nicht in dem Maße entstehen würden. Naja ich weiche ganz schön vom Thema ab, sorry.
Nun weiß auch nicht, wie ich mich verhalten würde, wenn mein Partner Tierversuche machen würde. Ist eine schwierige Situation für Dich, da Du serh darunter leidest und es mit Deinem Gewissen eigentlich nicht vereinbaren kannst. Wie steht er denn dazu? Macht er das gern?
LG


Ist ja ein Zufall, dass das Thema jetzt wieder aufgegriffen wurde, wo wir erst gestern einen riesen Streit deshalb hatten.

Bisher hat er "nur" an toten Tieren irgendwas rumgeschnippelt, das hat er mir immer erzählt und obwohl ich auch hier eine Abneigung habe, habe ich versucht, es irgendwie von seiner Seite zu sehen und mich nicht weiter aufzuregen.

Jetzt kam er gestern nach Hause und erzählt mir, dass er eine Maus getötet hat. Er hat mir dann erzählt, was er genau machen musste und ich bin so schockiert! Die Maus war lebendig und zuerst musste er ihr so ein Mittel in den Mund einflößen und am Schluss musste er sie schließlich umbringen! Ich dachte, die werden eingeschläfert oder so, aber wisst ihr, wie das gemacht wird? Er hat ihr eine Spritze zur Betäubung gegeben und dann wird die Maus am Kopf und Schwanz festgehalten und dann mit einem Ruck auseinander gezogen, damit das Genick bricht!!!!!
Ich bin wirklich erschüttert, dass er sowas zustande gebracht hat! Jetzt hab ich mich vor einiger Zeit soweit gebracht zu sagen, ok, er tötet die Tiere nicht, er "operiert" praktisch am schon toten Tier. Und jetzt kommt gestern das! Er meint auch, dass das in Zukunft noch häufiger vorkommen kann, dass er das machen muss. Deshalb komm ich gerade gar nicht klar, wie ich damit umgehen soll. Es ist ja nichts einmaliges gewesen, nein, es wird sich leider in die Zukunft ziehen und öfters passieren.
Er versteht das leider überhaupt nicht und findet es lächerlich, dass ich wegen soetwas die Beziehung in Frage stelle.
Ich bin so enttäuscht von ihm!

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22. Oktober 2009 um 15:15

Wenn man wegen so etwas Schluss macht, kann man sich die Beziehung sowieso sparen!
Also wenn ich so etwas lese könnte ich ausrasten!
Geht es dir bei deinem Freund eigentlich um deinen Freund oder nur um dich und deine Wünsche?!!? Wäre es so, dass er durch die Gegend läuft und am laufenden Band Tiere abmurkst, weil er ein kaputter Mensch ist..ja, dann würde ich dir sagen :" Mädel mach dich aus dem Staub!!!!", aber jemanden dafür zu verurteilen, dass er seine Arbeit macht find ich schon krass! Ich selbst studiere Biologie und bin gegen Tierversuche! Aber wenn sich mir die Chance bieten würde etwas aus meinem Leben zu machen, dann würde ich auch das machen und zwar OHNE es total toll zu finden! Es gibt leider Sachen im Leben, dafür werden einfach solche Versuche benötigt, oder möchtest du dich da hinlegen und etwas an dir testen lassen? Ich finde man sollte die Prioritäten richtig setzen und wenn dir dein Liebe zu Mäusen, die extra zu dem Zweck gezüchtet werden lieber ist als zu deinem Freund, dann tu ihm doch den Gefallen und mach Schluss.

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22. Oktober 2009 um 16:48

Naja
er scheint ein recht unsensibler Typ zu sein. Er weiß, wie Du zu dem Thema stehts, dann soll er gefälligst seine Klappe halten udn nichts über die Arbeit erzählen. Es gibt Leute,die drängen sich mit Zeug anderen auf, was die gar nicht interessiert. Die Ärzte haben da ein schönes Lied darüber.
Übrigens sollte man sich schon mit seiner Arbeit identifizieren und dazu stehen, was man macht. Wer seinen Job nicht gern macht, soll ihn gefälligst wechseln...manche hier sind ja der Meinung, das er der arme Mann ist, der nun leider durch den Job den er hat diese Tiere tötet. Irgendwo muß doch jeder mal Verantortung für sein Handeln und Tun übernehmen.
Jedenfalls kann ich Dich schon verstehen. Sag ihm, er soll wenigstens nie mehr davon erzählen, was er auf Arbeit macht, weil es DICH nicht interessiert. Dann wirst DU sehen, wie er sich verhält.

LG

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22. Oktober 2009 um 17:12
In Antwort auf hector_12080339

Naja
er scheint ein recht unsensibler Typ zu sein. Er weiß, wie Du zu dem Thema stehts, dann soll er gefälligst seine Klappe halten udn nichts über die Arbeit erzählen. Es gibt Leute,die drängen sich mit Zeug anderen auf, was die gar nicht interessiert. Die Ärzte haben da ein schönes Lied darüber.
Übrigens sollte man sich schon mit seiner Arbeit identifizieren und dazu stehen, was man macht. Wer seinen Job nicht gern macht, soll ihn gefälligst wechseln...manche hier sind ja der Meinung, das er der arme Mann ist, der nun leider durch den Job den er hat diese Tiere tötet. Irgendwo muß doch jeder mal Verantortung für sein Handeln und Tun übernehmen.
Jedenfalls kann ich Dich schon verstehen. Sag ihm, er soll wenigstens nie mehr davon erzählen, was er auf Arbeit macht, weil es DICH nicht interessiert. Dann wirst DU sehen, wie er sich verhält.

LG

Naja....
Man kann Forschung lieben, fasziniert von den Methoden sein, ein Vollblut Life-Science-Forscher sein und die Tierversuche eben akzeptieren.

Freude machen Tierversuche kaum jemandem. Es sind die Ergebnisse, die hoffentlich Freude machen, nicht das Nutzen und Töten von Tieren.

Nur um mal genau zu sein

Was die TE angeht: Was nicht passt, passt eben nicht. Sie kennt ja viele Argumente und Fakten, sie kann die Sache nur trotzdem nicht emotional anders bewerten.
Fazit kann dann wohl nur sein: "Dann ist das eben so und es passt nicht mehr!"

LG
Ele

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22. Oktober 2009 um 17:28
In Antwort auf hector_12080339

Soweit die Theorie
die vielelicht auf Deutschland zum Teil zutreffen mag. Keiner weiß,w as in geheimen Labors abgeht und ich bin mir sicher, die gibt es in nicht zu geringer Anzahl. Es geht um Geld und da wird sicherlich nicht soviel für das "Wohl" der Tiere getan, an denen die Versuche stattfinden.Das Kostet zuviel Zeit und Geld. Ich bin mir sicher, es gibt genug kranke fanatische "Forscher", denen das Leid und die Qual der Tiere egal sind...die haben ein Produkt im Kopf und den Batzen Geld, den sie damit verdienen können...alles ander ist für die unwichtig.
Offiziell wie gesagt mag es so zugehen,wie DU beschrieben hast, aber nicht überall.
Zur Massentierhaltung muß ich DIr Recht geben, die ist alles andere, als Artgerecht. Aber da hat der Kunde...alos wir alle einen großen Einfluß drauf. Z.B. will doch jeder ein halbes Hänchen für 2,50 Euro fertig gebrutzelt erwerben. Nun frage ich mich imemr, wie soll das für den Preis machbar sein, OHNE Massentierhaltung???? Es kann sich jeder durchrechnen, was da für Arbeit drin steckt und welche Kosten....Hühner,die die Eier "produzieren"....das Ausbrüten kostet Geld und Energie...die Kücken kosten Geld....die Aufzucht(Futter,Wasser,Strom,U nterkunft)...das Schlachten kostet Geld...und das Grillen auch....und JEDER will oder muß logischer Wiese dabei verdienen.
- der Eierproduzent und Kückenverkäufer
- der Betreiber der Hähnchenaufzucht
-der Groß(Zwischen)handel
-der Hähnchenverkäufer

So und alle verdienen was daran, bei 5 Euro pro fertig gebratenes Hähnchen...Nun kan man ausrechnen wieviel Lohn-, Energie- und Materialkosten pro Hänchen zur Verfügung stehen bei 5 Euro Verkaufspreis INKLUSIVE Mehrwertsteuer!!!
Nur wer selber mal Hühner von klein an bis zum Schlachten großgezogen hat, weiß, wieviel Arbeit und Material das kostet, wenn es Artgerecht sein soll...Da ist nix mit 5 Euro für das fertige Hähnchen.

In der EU
muss genau Buch geführt werden. Von der Zucht, über die Verwendung bis zum Tod muss alles fest gehalten werden. Insofern denke ich, dass wir in der EU recht "sauber" dastehen.
Natürlich muss die Einhaltung von Gesetzen auch überprüft werden. Da kann es Qualitätsunterschiede auch zwischen EU-Ländern geben, das will und kann ich nichts ausschließen.

Aber zumindest in der EU gehe ich von wenigen "Schwarz-Tierversuchen" aus. Vielleicht findest du die Einschätzung naiv, aber ich denke: Jemand, der Ergebnisse veröffentlichen will oder muss, muss auch davon ausgehen, dass in seine Labortier-Bücher geschaut wird.

Davon ab dürfen illegale Machenschaften kein Maß für die Legalen sein!
Es gibt Medikamente - es gibt Medikamentenmissbrauch. Es gibt Schützenvereine - es gibt Menschen, die illegal auf Wildvögel schießen. usw.
Ich meine damit: Was habe ich oder was hat der Freund der TE mit illegalen Tierversuchen zu tun? Was hat legale, gut kontrollierte Forschung mit Forschern zu tun, die Tiere für schnelle und billige Ergebnisse quälen?
Vor Allen Dingen: Was für eine Konsequenz ziehst du aus den vermutlich existierenden schwarzen Schafen? Ein Tierversuchsverbot würde doch nur zu dem Wegfall der Versuche führen, die sich an Tierschutzgesetze halten und nicht der der Illegalen.

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22. Oktober 2009 um 17:32
In Antwort auf liva_11977900

Naja....
Man kann Forschung lieben, fasziniert von den Methoden sein, ein Vollblut Life-Science-Forscher sein und die Tierversuche eben akzeptieren.

Freude machen Tierversuche kaum jemandem. Es sind die Ergebnisse, die hoffentlich Freude machen, nicht das Nutzen und Töten von Tieren.

Nur um mal genau zu sein

Was die TE angeht: Was nicht passt, passt eben nicht. Sie kennt ja viele Argumente und Fakten, sie kann die Sache nur trotzdem nicht emotional anders bewerten.
Fazit kann dann wohl nur sein: "Dann ist das eben so und es passt nicht mehr!"

LG
Ele

...
Was mich einfach auch "verwundert" ist, dass er mal gesagt hat, er hätte damals gerne Medizin studiert, hat es aber letztendlich nicht gemacht, weil er keine Spritzen und Blut sehen kann. Und dass er nie jemandem Blut abnehmen könnte. Es ist ja sogar so, dass er, wenn in einem Film jemand eine Spritze kriegt, nicht hinschauen kann. Ich versteh nicht, wieso er soetwas zwar nicht sehen kann und da echt wegschauen muss und eine Gänsehaut bekommt, weil es IHN daran erinnert, wie es ist, eine Impfung zu bekommen oder wie es ist, wenn ihm Blut abgenommen wird. Da wird ihm jedes Mal schlecht und er muss den Kopf weit wegdrehen, so dass er ja nix mitbekommt.
Aber wie kann er sich dann dazu "überwinden", das bei einem Tier zu machen? Und es sogar zu töten?

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22. Oktober 2009 um 17:47
In Antwort auf flavia_12874712

...
Was mich einfach auch "verwundert" ist, dass er mal gesagt hat, er hätte damals gerne Medizin studiert, hat es aber letztendlich nicht gemacht, weil er keine Spritzen und Blut sehen kann. Und dass er nie jemandem Blut abnehmen könnte. Es ist ja sogar so, dass er, wenn in einem Film jemand eine Spritze kriegt, nicht hinschauen kann. Ich versteh nicht, wieso er soetwas zwar nicht sehen kann und da echt wegschauen muss und eine Gänsehaut bekommt, weil es IHN daran erinnert, wie es ist, eine Impfung zu bekommen oder wie es ist, wenn ihm Blut abgenommen wird. Da wird ihm jedes Mal schlecht und er muss den Kopf weit wegdrehen, so dass er ja nix mitbekommt.
Aber wie kann er sich dann dazu "überwinden", das bei einem Tier zu machen? Und es sogar zu töten?

Wenn du es psychlogisch wissen willst
WIE er das machen kann: Ich denke - zumindest ist das weit verbreitet - dass es etwas mit der Professionalität zu tun hat.
Die Theorie im Hinterkopf, das Ziel vor Augen und schon ist die emotionale Verbindung zum Tier aufgehoben.

Das bedeutet aber nicht, dass seine Hemmschwelle allgemein sinken würde. Er wird deinem Kaninchen weiterhin nichts tun wollen und es kann sogar sein, dass er in ein paar Jahren sagt "Ich weiß wirklich nicht, wie ich DAS damals tun konnte!"

Es ist eine Distanz, die man dem Ziel zuliebe einschalten kann. Das müssen auch Menschen, die z.B. in einem Hospiz arbeiten, um emotional nicht zugrunde zu gehen.
Der Vergleich klingt es bestimmt sehr zynisch, immerhin helfen Hospizangestellte den Patienten ja, aber auf diesen Punkt wollte ich gar nicht heraus. Ich meine wirklich nur diesen "Professionalitäts-Modus", in dem man eben die nötige Distanz erreichen kann, um seine Arbeit zu tun.

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25. Oktober 2009 um 23:48

Welche Handcreme?
Mich würde wirklich mal interessieren, ob du nur Tierversuchsfreie Produkte benutzt oder wenigstens weißt, welche deiner Pflegemittelchen nicht tierversuchsfrei sind.
Solltest du das nämlich nicht wissen, bist du nicht besser, als dein Freund, da du die Tierversuchsindustrie mit deinem Geld unterstützt!
Bist du konsequenter Veganer? Oder isst du selbst jeden Tag gequälte, misshandelte Tiere? Trägst du Lederschuhe? 2/3 des Bekleidungsleders in Deutschland ist Hundeleder aus China.
Solltest du Tierschutz wirklich konsequent betreiben, solltest du mit deinem Freund über deine Besorgnis reden. In jedem anderen Fall fang mal bei dir selbst an und schau zum Beispiel mal http://veg-tv.info/Earthlingsan.

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25. Oktober 2009 um 23:53
In Antwort auf liva_11977900

Vegetarier? Veganer!
Eier: Männliche Küken werden vergast
Milch: Kälber müssen geboren werden und diese müsse auch sterben (wenn das Fleisch nicht verkauft werden würde, auch! Die kämen nicht alle innen Streichelzoo)

Da ich nicht vegan leben kann (will nicht, mag nicht, zu aufwendig usw.), pfeife ich auch einfach auf die vegetarische: Das wäre eh nur Augenwischerei

Aber hast schon recht: Wer frei von Sünde ist werfe den ersten Stein.

Jaja....

LG
Ele

Armes Deutschland!
Da sieht man es mal wieder...
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/ernaehru
ngsstil_aid_121131.html

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26. Oktober 2009 um 0:03
In Antwort auf abby_11861589

Welche Handcreme?
Mich würde wirklich mal interessieren, ob du nur Tierversuchsfreie Produkte benutzt oder wenigstens weißt, welche deiner Pflegemittelchen nicht tierversuchsfrei sind.
Solltest du das nämlich nicht wissen, bist du nicht besser, als dein Freund, da du die Tierversuchsindustrie mit deinem Geld unterstützt!
Bist du konsequenter Veganer? Oder isst du selbst jeden Tag gequälte, misshandelte Tiere? Trägst du Lederschuhe? 2/3 des Bekleidungsleders in Deutschland ist Hundeleder aus China.
Solltest du Tierschutz wirklich konsequent betreiben, solltest du mit deinem Freund über deine Besorgnis reden. In jedem anderen Fall fang mal bei dir selbst an und schau zum Beispiel mal http://veg-tv.info/Earthlingsan.

Hallo`?
Das tut er doch nicht in der freizeit ..Das sit eben sein beruf als metzger wärs doch fast das selbe!Ausserdem werden die tiere dafür gezüchtet klar es ist makaber aber die forschung brauch es halt, wenn er diesen beruf halt ausgewählt hat ist es eben der nachteil daran!ICh denke nciht das er irgendwann euren hasen auseinander nimmt und schon gar nicht euer kind später, wie hier jmd geschrieben hat!!!Also trennen wegen dem beruf würde ich mich auf keinen fall,denn du liebst ja den menschen mit dem du zusammen bist, du musst es nicht gut finden und tollerieren aber zumindest ein stück apzeptieren...Oder soll er sich jetzt einen anderen beruf aussuchen weil du dich vor diesem eckelst?will er den bis zum lebens ende diesen beruf weiter führen?

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