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Freund kifft, dessen Kumpel ist schuld?

27. Mai 2009 um 17:10

Hallöchen...
Ich habe da ein kleines Problem...
Und zwar ist mein Freund, mit dem ich bald 10 Monate zusammen bin, seit ca. einem Monat mit einem Typen richtig dicke... Eine Bekannte erzählte mir über diesen Typen, dass er ein Idiot sei und kiffe.
Ok.. Typ hat bei mir verschissen. (Dazu sei gesagt, wir sehen uns nur am WE, bisher hatte ich nicht die Möglichkeit, diesen Typen kennen zu lernen.)

Na ja, jedenfalls machte ich meinem Freund am selben Abend gleich die Ansage, dass wenn er kifft, ich weg bin. Ich hatte ihn am Anfang der Beziehung gefragt, ob er schon mal gekifft hätte. Er sagte, er hätte mal probiert und es hätte ihm nicht gefallen, da er keine Wirkung spürte.

So... Meine heißgeliebte Intuition sagte mir an einem Abend irgendetwas nicht so Tolles (da mein Freund mit diesem Typen unterwegs war). Ich löcherte meinen Freund so an die 5 mal, ob er gekifft hätte. Nein, nein, nein, hätte er nicht.

Eine Woche später gestand er mir, dass er gelogen hat. Ich fiel aus allen Wolken...
Er ist sonst so ehrlich und dann das... Er sagte, er hätte an diesem einen Abend gekifft (danke, Intuition! ) und in der Woche noch einmal. Außerdem hätte er vor paar Monaten mit einem anderen Kumpel etwas geraucht. Ich war so geschockt, ich ließ erstmal zwei Tage ins Land gehen.

Ich rief ihn an und sagte knallhart: "Ich weiß nicht, ob ich mich damit anfreunden kann."
Er musste schwer schlucken.. Schließlich legten wir einen Rahmen fest: 1-2 Kiffen pro Monat ist ok, da sage ich nichts.

Da ich ein ziemlich impulsiver Mensch bin, war ja klar, dass sich negative Emotionen auf den Typen richten. In meinen Augen ist er dafür verantwortlich, dass mein Freund an dieses Zeug leichter rankommt. Klar, mein Freund entscheidet selbst, DASS er es überhaupt mitmacht.. Aber dieser Kumpel... Boah, ich hasse ihn. Zumal er sich ja auch herausnimmt, über MICH zu urteilen. Er beurteilt unsere Beziehung, als ob er sie jeden Tag miterlebt, dabei kennt er mich nicht, hat mich noch nicht einmal gesehen...

Ach ja, es geht ja noch weiter. Bald ist ein großes Stadtfest. Für mich stand schon so gut wie fest, dass wir an Freitag und Samstag zusammen (evtl. mit paar Freunden) dahingehen. Dann sagte er so beiläufig, er ginge einen Tag mit mir, einen Tag mit dem Typen und dessen Kumpels hin. Ich sagte nur: "Nö, ich komme mit." Hallo? Als ob ich mich da ausladen lasse? Er begründete es damit, dass ich den Typen ja nicht leiden könne und da "sicher etwas ginge" in Sachen Rauchen.. Ich erwiderte nur, ich würde mich zusammen reißen und den Typen normal behandeln.

Heute machen sie es wohl wieder.. Als er mir das am Telefon sagte, legte ich sofort auf. (Ich lege lieber auf und ordne erstmal meine Gefühle, ehe ich unkontrolliert austicke und ihm sonstwas an den Kopf werfe.)

Nun gehen mir natürlich die unterschiedlichsten Dinge durch den Kopf:
Wieso hat er gelogen? Meine Vermutung: Er hatte einfach Angst, mich zu verlieren.
Was hat es mit diesem Typen auf sich? Er ist mir so ein Dorn im Auge. Allein wenn ich seinen Namen höre, kocht mein Blut...
Welche Erfahrungen habt ihr in einer Beziehung gemacht, in der Kiffen ein Thema war?

Nachdem ich nun diesen ellenlangen Beitrag verfasst habe, geht es mir etwas besser. Ich habe ja nicht vor, mich von ihm zu trennen (solange er das im Griff hat) oder sonstwas. Ich lasse ihn ohne Murren "gewähren", aber ich habe echt Probleme, im ersten Moment damit umzugehen.

Um Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar!

LG Marketenderin

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27. Mai 2009 um 17:43

Hi
Mein Freund kifft auch. Ein oder zweimal die Woche. Auch er hat einen "Verführer", so will ich das mal nennen, also einen der das Zeug für ihn besorgt und bei dem ich davon ausgehen kann, dass sie zusammen rauchen wenn er bei ihm ist. Leider ist dieser Mensch einer seiner ältesten Kumpels. Ich kann also nichts gegen ihn sagen, nur versuchen, mich nicht allzusehr reinzusteigern in das Thema. Aber er weiß wie ich dazu stehe und kriegt das auch jedesmal zu hören. Ich denke aber, je mehr ich dränge nicht so oft zu kiffen desto "trotziger" könnte er werden und im krassesten Fall vor mir zum Dope flüchten.

Ich fühle jedenfalls mit Dir... Wie Du schon sagst, es ist seine freie Entscheidung zu kiffen. Hoffentlich nur eine Phase. Ich kann verstehen, dass Du den Typen mal sehen willst. Es könnte auch hilfreich sein Deine Phantasie danach besser im Zaum zu halten und Deinen Hass nicht ins Unermessliche zu steigern, was ja bestens geht wenn Du ihn Dir mit Teufelshörnern vorstellen kannst. Also ja, geh mit hin, Du kannst Dich ja wieder verabschieden falls sich die Situation unangenehm anfühlt. Ich bin zumindest ein wenig ruhiger geworden, seit ich den Kumpel meines Freundes kennengelernt habe.

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27. Mai 2009 um 19:23

Danke erstmal für eure ausführlichen Antworten!
@ cefeu
Irgendwie habe ich auch etwas Angst davor, dass es aus den Rudern läuft. Ich hoffe doch, dass er sich da im Griff haben wird. Ein Lichtblick ergibt sich daraus, dass er letztes Jahr noch gern mal einen über den Durst getrunken hat (nicht sehr oft am WE, aber es hat mich gestört). Von sich aus versprach er mir zu Silvester, er schränkt das Trinken ein. Und es klappt. Kurz vor Männertag fragte er vorsichtig an, ob er mit bei mir im Garten grillen könnte, er hätte keine Lust auf sinnlose Besäufnisse mit seinen Kumpels (wobei ich schon davon ausging, dass er mit seinen Kumpels um die Häuser ziehen wird).

Das mit der Theorie "Kumpel kifft - da muss ich mitmachen" habe ich auch angenommen. Ich fragte, wieso er kifft und er meinte, es entspanne ihn und er macht es nicht des Gruppenzwangs wegen. Nur weil der Kumpel es macht, muss er es nicht auch machen.
Ja, schön und gut, dass er mir das sagt, aber na ja.

Ich glaube, was ihr so schreibt.. dass ich mich eher wie einer Mutter, die Verbote ausspricht, aufführte, stimmt leider. Er hat mir das vorhin auch noch mal in aller Deutlichkeit so gesagt.

Ich weiß, das wird jetzt wie eine Schutzbehauptung klingen... Ich weiß nicht, wieso ich erst so gegen das Kiffen war. Ich habe es selber nie probiert, ich weiß also nicht aus persönlicher Erfahrung, wie es wirkt. Ich habe es früher paar Mal bei Kumpels erlebt. Sie lachten so ziemlich eine halbe Stunde lang und dann war der Spuk vorbei. Vielleicht war es auch die Ungewissheit, dass er sonstwas abzieht, dass es sonstwie wirkt?
Schluss machen würde ich definitiv, wenn er nur noch kifft und sich das total Entspannte, bzw. diese "Egal-Stimmung", auf unsere Beziehung überträgt. Wenn es soweit kommt, weiß ich ja, was ihm wichtiger ist..

@ moragh
Das Stichwort Toleranz finde ich richtig gut. Ich denke, das ist machbar. Damit versuche ich mich anzufreunden, was ja zumindest nicht bei mir von heute auf morgen geht.
Wegen des Stadtfests. Aus meiner Sicht fände ich es ziemlich unfair von ihm, wenn er einen Tag ohne mich dahingehen wollte. Wir können uns nunmal nur am WE sehen. Seine Kumpels, mit denen er dahin will, kann er zur Zeit jeden Tag sehen. Mit denen kann er jeden Tag bis nachts irgendetwas machen. Und da sehe ich es, ehrlich gesagt, nicht ein, wieso ich auf ihn "verzichten" sollte, nur damit er ohne mich Spaß haben kann? Seinen Spaß ohne mich hat er unter der Woche, da möchte ich am WE dran sein. Ich weiß nicht, ob das so ausgemacht war, dass wir an beiden Tagen zusammen hingehen. Ich sehe es des weiteren als Chance, diesen Kumpel mal kennen zu lernen. Vielleicht ist er ja ein ganz Netter, vielleicht auch nicht.

@ acecat
Inwiefern scheue ich welche Konfrontation mit meinem Freund?
Das Thema "Verbote" spielte lange Zeit auch eine große Rolle in unserer Beziehung. Das hat sich wohl heute endgültig erledigt, da ich erfuhr, dass er etwas, womit ich absolut und gar nicht einverstanden war, es ihm sozusagen "verboten" hatte, heimlich machte. Es war nun nichts Unverzeihliches, es ist mir sogar egal, dass er es trotzdem macht (komischerweise, denn ich dachte, mich bringt es auf die Palme, dabei ist es gar nichts Schlimmes ), aber ich HOFFE, dass nun alle Lügen vom Tisch sind. Zumal es die allergrößte Unverschämtheit wäre, wenn ich NOCH irgendetwas rauskriegen sollte... Denn ich habe ihm heute die allerletzte Chance gegeben, mir zu sagen, ob er in irgendwelchen Hinsichten noch gelogen hat oder mir etwas mitteilen sollte.

Ich habe ihn gebeten, dass wenn er kifft, er es mir von sich aus sagen soll. Wir werden sehen, ob er sich daran hält. Heute habe ich ihn ja danach gefragt, weil schon wieder der Name dieses Typen fiel und mir schon klar war, was die da machen.

@ dielabelle
Dein Freund kriegt es jedesmal zu hören? Das spare ich mir. Er weiß ja, wie ich dazu stehe. Und für mich würde es nur wieder unnötigen Stress bedeuten...
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nur eine Phase ist. Er und der Kumpel haben jetzt erstmal zwei Monate frei, ehe sie Anfang August auf unterschiedliche Schulen in unterschiedlichen Städten gehen. Aus meiner Schulzeit (oh Gott, ich klinge wie eine alte Oma) kenne ich es, dass die Kontakte ziemlich abgeebbt sind, sobald es an eine neue Schule ging. Ich hoffe, dass sich so der Kontakt mindern wird und das Thema Gras auch an Bedeutung verliert... Außerdem sehe ich es als Jugendsünde bei ihm.
Den Kumpel möchte ich gern kennen lernen und ich möchte es auch erleben, wie sie im wahrsten Sinne des Wortes "drauf" sind. Solange sie nur sinnlos lachen und Mist erzählen..

@ maybe 87
Das ist echt heftig. Hast du nie mitbekommen, dass dein Freund härteren Stoff nimmt?
Na ja, selbst wenn ich wollte, ich könnte meinen Freund nicht anzeigen, da er das Zeug ja nicht hat. Ich weiß, dass der Kumpel wohl etwas zu Hause hat. Ich will mich da jedenfalls nicht reinhängen, solange es im Rahmen bleibt.

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