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Freund kann keine Liebe zeigen , sehr verletztend doch dann wird er ignorrant

7. März 2009 um 10:08 Letzte Antwort: 9. März 2009 um 10:06

Wir streiten leider seit 3 Monaten (gestern auch, so das er auf die Couch ging) sehr oft. Ich fange darüber meist an zu weinen und fühle mich verletzt, ungeliebt und allein. MIt ihm reden kann ich nicht, verlieren will ich ihn aber auch nicht.

Er sagt selber das er eine gewisse Gefühlskälte hat und schwer jemandem vertrauen kann wir sind heute auf den Tag genau 9 Monate zusammen und ich habe es auch von anfang an angesprochen, das mir und sei es nur ein einfacher kuss oder eine einfache umarmung fehlt die direkt von ihm kommt. Nein ich muss immer sagen: Bekomm ich nen Kuss oder Nimmst du mich mal in den arm?

Bei ihm liegt es wohl daran, das seine Eltern nicht verheiratet waren, er somit unehelich ist, Sie haben ihn nicht taufen lassen, das Gefühl von Liebe gaben sie ihm nicht, wo er sehr drunter leidet. Sie halfen zwar wenn er in Not oder Schwierigkeiten war, aber so wie er erzählt haben Sie ihm nie gesagt: Wir haben dich lieb, Umarmungen waren für ihn früher eine Seltenheit bzw. kaum da. Er hat nie vermittelt bekommen was es heißt sich einem so richtig nah zufühlen.

Bei meinem Schatzl sind sie nämlcih immer an dem fehlenden oder skeptischen Vertrauen und den damit verbundenen fehlenden Zärtlichkeiten auseinandergebrochen...Mal nach Monaten und mal nach Jahren je nachdem wie lange seine Partnerin es aushielt.

Bei uns ist es nun so, das er teilweise auch nur noch sich und seine Bedürfnisse sieht. und mich teilweise nicht mehr wahrnimmt, zumindest empfinde ich das so. Gestern zum Beispiel ich möchte mit ihm reden, er aber nicht, überspielt alles und sagt es wäre doch alles gut.

Als ich ihm sagte das es für mich nicht so sei, bekomme ich nur den Vorwurf jaja ist doch immer so...Alles findest du unfair oder verletzt dich...Als nimmt er mich nicht ernst.

Als ich dann neben ihm weinend im bett lag..registrierte er mich gar nicht...konnte tief und fest einschlafen..da ich dadurch noch mehr zu weinen begann wurde er wieder wach fragte ob ich was essen wolle???????????

Sieht eine heulende Frau hunrig aus???????????????

Als ich verneinte und schluchzend wieder das Gespräch suchen wollte nahm er sein Plumo und legte sich auf die Couch...bin ein paar Minuten später zu ihm und fragte was das nun solle...er meinte er will schlafen...als ich dann aus verzweiflung sagte das es scheinbar keinen sinn mehr hat..meinte er nur ok, wenn du es so meinst...

Es gefährdet diese beziehung, da einer es liebt gestreichelt zu werden und sich der andere dann zurückzieht oder verschliesst weil er es wohl nie vermittelt bekommen hat.

Da es sonst super funktioniert bei uns wähle ich komischerweise immer den zermürbenden Weg für mich, da ich ihn nicht verlieren möchte.

Aber so langsam weiss ich echt nicht mehr weiter...

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7. März 2009 um 10:51

Ich kann dir nicht sagen
ob das jemals besser wird.

aber wenn du ihn liebst und glaubst, genug Kraft zu haben, dann versuch doch mal ihn dazu zu überreden, einen Ergotherapeuten aufzusuchen. Möglicherweise kann der euch helfen.

Oft liegt es einfach an einer Wahrnehmungsstörung, dass jemand sich so verhält. Das mit dem Essen könnte auch ein angelerntes Verhaltensmuster sein, Oma bringt einem auch gern mal einen Pudding wenn man traurig ist.

Wenn du ihm gar nichts bedeuten würdest, wäre er vermutlich nicht bei dir.

Dass er auf deine Worte, dass es keinen Sinn mehr hat, kann nach außen hin ein Hinnehmen sein, das heißt aber nicht, dass es ihn nicht trifft. Aber er ist es ja ohnehin schon gewohnt, dass niemand bei ihm bleibt. Du schreibst ja selbst, dass er nie gelernt hat wie es ist, geliebt zu werden. Warum also kämpfen, wenn es eh nichts bringt, von seiner Seite aus?

Ich weiß nicht sicher, ob Ergotherapie der richtige Weg ist, aber es wäre ein Versuch und die können dir zumindest sagen, was evtl. das richtige wäre. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass nur Liebe allein leider nicht heilt.

Viel Glück wünsch ich euch.

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7. März 2009 um 10:52

Hallo
kann dich sehr gut verstehen, da ich das ähnliche durchgemacht habe.

wir sind jetzt drei jahre zusammen. nach dem ersten halben jahr, machte ich ihm klar, dass er entweder was ändern muss oder das ich gehen werde. seine aktionen verletzten mich so tief und das wollte ich nicht, denn ich spührte selber, dass ich mich anfing zu schützen und somit mich von ihm distanzierte.

also stellte ich ihn quasi vor die wahl, therapie (änderung) oder ich gehe. ich weiss nicht, wie es dein freund sieht aber meiner erkannte sein verletzendes verhalten selber und litt auch darunter. seit 8 monaten ist er in gesprächstherapie. es ist noch ein langer weg. aber das ist mir egal, hauptsache er möchte selber eine veränderung herbeiführen.

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7. März 2009 um 11:00

Nicht mehr weiter wissen
Hallo studa05,
ich habe vor kurzem so eine Beziehung hinter mich gebracht. Ich habe auch immer gedacht, sonst passt ja alles und das bekommen wir auch noch in den Griff. Hab auch vieles auf seine Erziehung und Elternhaus geschoben. Hab immer Ausreden für ihn gefunden und hätte mich und mein Leben fast selber aufgegeben wegen ihm.

Der Schritt der Trennung war nicht leicht, aber es geht mir jetzt ohne ihn wesentlich besser, weil ich nicht mehr das Gefühl den ganzen Tag habe, was kann ich noch machen, dass er mich wahr nimmt und akzeptiert.

Schau auf Dich und so blöd das jetzt klingt. Mach eine Pro- und Kontraliste positiv / negativ. Wenn negativ überwiegt, frag Dich, ob Du so glücklich werden kannst.

LG, Streuseline



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7. März 2009 um 12:47

Sehr aufschlussreich und hilfreich
war für mich das Buch "Jein" von Stefanie Stahl.

Dort geht es um Beziehungsängste und deren Ursachen. Es hat mir über mich selbst und über ihn sehr viel Aufschluss gegeben. Ändern kann sich immer nur die Person selbst und retten kann man niemanden.

Die Entscheidung, bleiben oder gehen kannst also nur Du treffen. Und ob er sich ändern möchte, wenn eine Beziehung nach der anderen bei ihm scheitert, entscheidet er. Menschen mit Bindungsängsten haben Angst vor Abhängigkeit und Nähe, weil sie als Säugling ausgeliefert waren und keine Zuwendung bekamen. Sie lassen deshalb keine wirkliche Nähe mehr zu als Erwachsene und wenn der andere geht, fühlen sie sich in ihrer Annahme, niemand liebt mich wirklich, bestätigt.

Es ist wirklich ein aufschlußreiches, hilfreiches Buch, das leicht und flüssig zu lesen ist.

Alles Liebe für dich

Blue

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9. März 2009 um 10:06

Danke
für eure lieben und zum nachdenken anregenden Worte.

Ich konnte jetzt letztes We nach langem daraufhin arbeiten endlich mit ihm reden...
Ich habe ihm gesagt wie ich das empfinde und er war teilweise sehr erschrocken darüber. Er hat nun gesagt, das wir das mit der Therapie in Angriff nehmen werden und er bei seinem Verhalten mir gegenüber darauf achten wird, das er mir mehr vermittelt.

Lg

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