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Freund ist abweisend und kalt, wenn ihn etwas stört

1. November um 21:53

Hallo zusammen,

ich habe viel gegoogelt, aber niemanden gefunden, der mein Problem beschreibt. Deshalb mache ich das jetzt und vielleicht habt ihr einen Rat und könnt mir eure Meinung dazu sagen.
Ich bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen, ich 24, er 27.
Es kommen in letzter Zeit immer häufiger Situationen auf, in denen er super abweisend und kalt zu mir ist, weil ihn irgendetwas gestört hat (was ich mache, wie ich mich verhalten habe, was ich nicht gemacht habe, keine ahnung...). Und das sind wirklich Kleinigkeiten (die zudem sehr subjektiv sind). Letztens waren wir beispielsweise mit einer Freundin von  mir wandern. Er wurde immer kälter und abweisender. Hat meine Versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen (ihn zu umarmen, bei einer Pause mich an ihn zu kuscheln, etc.) ignoriert, auf fast nichts was ich gesagt habe reagiert und ist uns einfach davon gelaufen. Auf meine Nachfrage kam zwei mal nur "Alles gut". Zu hause habe ich nochmal nachgehakt und nach einem längeren Wortwechsel hat er endlich gesagt, dass er das Gefühl hatte, das fünfte Rad am Wagen zu sein und dass ich mich nicht mit ihm beschäftigt hätte, sondern nur mit meiner Freundin (sowas ist ja immer sehr subjektiv, aber ich kann nur für mich sprechen und habe mir wirklich Mühe gegeben, dass sich keiner ausgeschlossen fühlt).
Naja, das mal so als Beispiel. Und sowas passiert in letzter Zeit sehr oft. Mir geht es so unglaublich schlecht, wenn er so zu mir ist. Ich kann das überhaupt nicht verstehen. Das habe ich ihm auch schon gesagt und gesagt, dass ich möchte, dass er mir direkt ruhig sagt, was ihn stört, sodass sich so etwas nicht aufbauschen kann. Aber es ändert sich nicht...
Übertreibe ich? Ist so etwas normal? Wir haben grundsätzlich wohl sehr unterschiedliche Ansichten, was Konfliktverarbeitung angeht. Ich bin der Meinung, dass man Sachen in einer ruhigen Minute und möglichst bald ansprechen sollte. Er denkt lieber noch ein paar Tage darüber nach, ob seine Unzufriedenheit wegen der Sache jetzt wirklich wichtig ist und meint, dass man sich laut streiten sollte und diese "Kälte" im Streit normal ist. Das Problem ist, dieses "Nachdenken" merkt man ihm auch an, weil er dann einfach kälter zu mir ist. Mich macht es momentan nur fertig. Hinzu kommt, dass er derzeit regelmäßig etwas an mir zu kritisieren hat, wie beispielsweise, dass ich zu wenig Nähe gebe etc.

Ich freue mich sehr über eure Meinungen und Ratschläge!

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1. November um 23:22
In Antwort auf jenniferjenny

Hallo zusammen,

ich habe viel gegoogelt, aber niemanden gefunden, der mein Problem beschreibt. Deshalb mache ich das jetzt und vielleicht habt ihr einen Rat und könnt mir eure Meinung dazu sagen.
Ich bin seit 1,5 Jahren mit meinem Freund zusammen, ich 24, er 27.
Es kommen in letzter Zeit immer häufiger Situationen auf, in denen er super abweisend und kalt zu mir ist, weil ihn irgendetwas gestört hat (was ich mache, wie ich mich verhalten habe, was ich nicht gemacht habe, keine ahnung...). Und das sind wirklich Kleinigkeiten (die zudem sehr subjektiv sind). Letztens waren wir beispielsweise mit einer Freundin von  mir wandern. Er wurde immer kälter und abweisender. Hat meine Versuche, Kontakt mit ihm aufzunehmen (ihn zu umarmen, bei einer Pause mich an ihn zu kuscheln, etc.) ignoriert, auf fast nichts was ich gesagt habe reagiert und ist uns einfach davon gelaufen. Auf meine Nachfrage kam zwei mal nur "Alles gut". Zu hause habe ich nochmal nachgehakt und nach einem längeren Wortwechsel hat er endlich gesagt, dass er das Gefühl hatte, das fünfte Rad am Wagen zu sein und dass ich mich nicht mit ihm beschäftigt hätte, sondern nur mit meiner Freundin (sowas ist ja immer sehr subjektiv, aber ich kann nur für mich sprechen und habe mir wirklich Mühe gegeben, dass sich keiner ausgeschlossen fühlt).
Naja, das mal so als Beispiel. Und sowas passiert in letzter Zeit sehr oft. Mir geht es so unglaublich schlecht, wenn er so zu mir ist. Ich kann das überhaupt nicht verstehen. Das habe ich ihm auch schon gesagt und gesagt, dass ich möchte, dass er mir direkt ruhig sagt, was ihn stört, sodass sich so etwas nicht aufbauschen kann. Aber es ändert sich nicht...
Übertreibe ich? Ist so etwas normal? Wir haben grundsätzlich wohl sehr unterschiedliche Ansichten, was Konfliktverarbeitung angeht. Ich bin der Meinung, dass man Sachen in einer ruhigen Minute und möglichst bald ansprechen sollte. Er denkt lieber noch ein paar Tage darüber nach, ob seine Unzufriedenheit wegen der Sache jetzt wirklich wichtig ist und meint, dass man sich laut streiten sollte und diese "Kälte" im Streit normal ist. Das Problem ist, dieses "Nachdenken" merkt man ihm auch an, weil er dann einfach kälter zu mir ist. Mich macht es momentan nur fertig. Hinzu kommt, dass er derzeit regelmäßig etwas an mir zu kritisieren hat, wie beispielsweise, dass ich zu wenig Nähe gebe etc.

Ich freue mich sehr über eure Meinungen und Ratschläge!

Bist Du denn bei Deiner Google-Suche nicht auf "Narzisstische Persönlichkeitsstörung" gestossen? Das ist quasi so ein absolut typisches Paradebeispiel dafür. 

Ich hab das hinter mir - der Schaden an meinem Selbstwertgefühl, den er hinterliess, war beachtlich. 
 

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1. November um 23:23

Also ich finde das ist eine sehr kindische Art mit Problemen umzugehen. Dadurch löst sich das Problem ja auch nicht sondern wird im Gegenteil noch größer. Spätestens an dem Punkt an dem er merkt das er dich verletzt mit seinem dummen Verhalten sollte ein Umdenken einsetzten.
Es spricht ja nichts dagegen wenn man so erstmal ein Problem aufnimmt, aber dann nichts weiter zu tun und zu schmollen, das ist schon sehr unreif. Vor allem wenn du ihn drauf ansprichst und er sagt es ist nichts obwohl ganz offensichtlich was nicht passt, das grenzt ja schon an eine dreiste Lüge. Ich würde hier aber mal nicht unterstellen das es böse gemeint ist von ihm.

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2. November um 7:06
In Antwort auf haesli4

Bist Du denn bei Deiner Google-Suche nicht auf "Narzisstische Persönlichkeitsstörung" gestossen? Das ist quasi so ein absolut typisches Paradebeispiel dafür. 

Ich hab das hinter mir - der Schaden an meinem Selbstwertgefühl, den er hinterliess, war beachtlich. 
 

Genau das hatte ich auch sofort im Kopf...Erst absolut lieb und im Laufe der Jahre wird man nur noch abgewertet und die Beziehung wird ein einziges Desaster...Da muss man schnell handeln.

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2. November um 10:02
In Antwort auf haesli4

Bist Du denn bei Deiner Google-Suche nicht auf "Narzisstische Persönlichkeitsstörung" gestossen? Das ist quasi so ein absolut typisches Paradebeispiel dafür. 

Ich hab das hinter mir - der Schaden an meinem Selbstwertgefühl, den er hinterliess, war beachtlich. 
 

es ist nicht jeder immer gleich psychisch angeknackst....

wieso schiebt man alles sofort immer auf eine krankheit?

der kerl will einfach immer der mittelpunkt sein!
und wenn das nicht passiert bockt er halt wie ein kleines kind

so schlimm kanns nicht sein wenn die TE es so brav mitmacht

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2. November um 10:32
In Antwort auf theola

es ist nicht jeder immer gleich psychisch angeknackst....

wieso schiebt man alles sofort immer auf eine krankheit?

der kerl will einfach immer der mittelpunkt sein!
und wenn das nicht passiert bockt er halt wie ein kleines kind

so schlimm kanns nicht sein wenn die TE es so brav mitmacht

... habe ich etwas davon geschrieben, dass eine NPS krankhaft ist? Sie ist ein Charakterzug. 

Ja und selbst WENN es um eine psychische Erkrankung gehen würde, die dem Partner das Leben schwer macht: Man ist sich selber der / die Nächste. Ich persönlich würde mir das nicht antun - ob man es nun also NPS, Psychische Erkrankung oder einfach nur Arxxxxx nennt. 

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2. November um 10:40
In Antwort auf haesli4

... habe ich etwas davon geschrieben, dass eine NPS krankhaft ist? Sie ist ein Charakterzug. 

Ja und selbst WENN es um eine psychische Erkrankung gehen würde, die dem Partner das Leben schwer macht: Man ist sich selber der / die Nächste. Ich persönlich würde mir das nicht antun - ob man es nun also NPS, Psychische Erkrankung oder einfach nur Arxxxxx nennt. 

da stimme ich dir voll und ganz zu!

deswegen sag ich ... wenn sie es mit sich machen lässt dann darf sie nicht jammern

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2. November um 11:39

Hallo,

ich würd in so nem Fall nicht direkt mit Persönlichkeitsstörungen oder ähnlich schwer wiegenden Diagnosen um mich werfen. Sondern sowas ist fast immer ne erlernte Sache. Die meisten Menschen lernen ihr Konfliktverhalten im Elternhaus, also in der Familie, in der sie aufwachsen. Und wenn da schon so ein Klima herrscht, dass man nicht offen ansprechen kann, wenn was ist - meistens, weil die Eltern in der Kommunikation nicht gut zwischen sachlicher Kritik und Abwertung der kompletten kritisierten Person unterscheiden können -, dann kommt dabei leider sowas raus wie dein Freund. Wenn man das dann noch im Erwachsenenalter ändern will, dann gehört da viel Fähigkeit zur Selbstreflektion und Selbstkritik dazu, und sowas hat nicht jeder.


"Das habe ich ihm auch schon gesagt und gesagt, dass ich möchte, dass er mir direkt ruhig sagt, was ihn stört, sodass sich so etwas nicht aufbauschen kann."

Was sagt er denn dazu? Sieht er ein, dass sein Konfliktverhalten nicht zielführend und dir gegenüber unfair ist, und kriegt's nur nicht hin, es besser zu machen? Oder findet er selber sein Verhalten völlig OK und normal, weil er dich in diesen Situationen halt gern auf diese passiv-aggressive Art abstrafen will?

Also, mein Rat wär, red nochmal sachlich und ernsthaft mit ihm darüber. Versuch auch was darüber rauszukriegen, wie seine Familie mit Konflikten umgeht / umging - ob da z.B. jede Streitigkeit unter den ganz dicken Teppich gekehrt wurde, um bloß die (oberflächliche) Harmonie nicht zu gefährden, oder ob im Gegenteil immer sofort die Fetzen flogen und jedes "Mich stört etwas, was du gemacht hast" sofort zu einem "Du bist (als Person) doof" wurde.

Wenn er weiterhin(?) nix einsieht und nix ändern will, dann bleibt dir nur noch, sein kindisches Geschmolle nicht mehr so an dich ranzulassen. Versuch es nicht mehr als Angriff auf deine Person zu sehen, sondern als erlernte Unfähigkeit seinerseits, vernünftig mit Konflikten umzugehen, also als ne Art Behinderung von ihm. Wenn er nicht von dir verlangt, dass du vor ihm kriechst, um einen Fehler wieder gut zu machen, den du nicht mal kennst, dann kann das schon funktionieren. Die Gefahr dabei ist halt bloß, dass du automatisch eine Art Mauer aufbaust, durch die dann irgendwann auch die schönen und liebevollen Signale von ihm nicht mehr durchdringen.

lg
cefeu

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