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Freund in Klausurenphase - Eifersucht/ keine Zeit

21. Januar 2015 um 13:00 Letzte Antwort: 21. Januar 2015 um 14:54

Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz neu hier und hoffe Ihr könnt mir ein paar Tipps geben.

Mein Freund (25) und ich (22) sind seit ca 3 Monaten zusammen, er hat ziemlich viel mit seinem Studium und Arbeit zu tun, wofür ich auch Verständnis habe! Nur in letzter Zeit ist es etwas schwierig.
Er achtet momentan durch die Lernphase überhaupt nicht auf seine Gesundheit und wenn ich ihm etwas vorschlage was er ändern könnte, werde ich direkt angemeckert :/ Ich mache mir große sorgen und möchte einfach nur das es ihm wenigstens körperlich gut geht .
Er ist momentan so viel am lernen, das er mich nicht fragen würde ob ich Zeit habe, wenn ich nicht Fragen würde , würden wir uns glaub gar nicht mehr sehen.
Wenn ich dann bei ihm bin beschäftige ich mich meistens alleine damit er seine Ruhe hat. Ich weis momentan einfach nicht mehr was richtig oder falsch ist. Ob ich ihn komplett in ruhe lassen soll, was mir sehr sehr schwer fällt....

Dann ist da leider noch ein Problem. Seine Nachbarin wohnt direkt neben ihm und kommt ständig bei ihm vorbei... letztens hat er mich sogar angelogen das sie nicht da gewesen wäre... obwohl sie bei ihm war .... Sie ist seine beste Freundin und hat bei ihm für alles Verständnis.... und ist immer lieb und nett. Und dann komme ich und sage ihm ehrlich das er sich bitte wenigstens Gesund ernähren soll, damit der fit ist zum lernen... aber dann fühlt er sich angegriffen und ich bin dann wieder die "Böse" und seine besten Freundin die nette....
Ich weis nie wann sie bei ihm ist und wann nicht, das macht mich momentan verrückt.

Ich wollte jetzt erstmal versuchen ihn komplett in ruhe zu lassen
Hättet Ihr vielleicht ein Tipp für mich ?
Ich hoffe ich habe das Problem jetzt nicht ganz so extrem verwirrend geschildert .

Liebe Grüße
Lena

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21. Januar 2015 um 13:06


Hast Du diese Tipps, dass Du Dich gesund ernähren sollst und ausreichend schlafen usw. noch nie von Deiner Mutter erhalten? Bestimmt doch. Hat sie das gemacht, weil sie es nur gut meinte und sich Sorgen gemacht hat? Türlich. - also fandest Du es toll und warst ihr dankbar dafür? Ja? Nein? Warum also glaubst Du, es wird besser / anders, wenn Du das gleiche Lied singst?

Du hast Verständnis dafür, dass er jetzt viel lernt? Hm, Pardon, aber das kannst Du streckenweise sehr gut verbergen! Nein, Du weisst *rational*, dass Du Deine Ansprüche im Moment mal vorübergehend zurück stecken musst - und emotional läufst Du Amok. Warum? Das ist die eigentliche Frage.
Wovor hast Du Angst?

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21. Januar 2015 um 13:19

Ich muss dazu erwähnen....
ich meckere ihn ja nicht an sondern sage es ihm normal.

Und ich muss auch sagen, er macht momentan eine Therapie ,da er Depressionen hat (schon länger) . Deswegen mache ich mir auch sorgen, wenn er lernt und etwas nicht hin bekommt, fängt er an sich zu hassen und verletzt sich selber.

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21. Januar 2015 um 13:33
In Antwort auf an0N_1244250099z

Ich muss dazu erwähnen....
ich meckere ihn ja nicht an sondern sage es ihm normal.

Und ich muss auch sagen, er macht momentan eine Therapie ,da er Depressionen hat (schon länger) . Deswegen mache ich mir auch sorgen, wenn er lernt und etwas nicht hin bekommt, fängt er an sich zu hassen und verletzt sich selber.

Ja, aber..
... das was Du letztlich machst, ist Druck, nicht Hilfe.

Schon klar, dass das aus Sorge heraus kommt, aber wenn man Gefahr läuft, sich wieder selbst zu verletzen ist Druck, insbesondere von Menschen, die einem nahe stehen, das wirklich ganz letzte, was man brauchen kann.

Aus eigener Erfahrung mit Selbstverletzung & Depressionen: Es ist einfacher, sich darüber mit einem Menschen zu unterhalten, der einem nicht ganz so nahe steht. Es ist tatsächlich einfacher, da mit einem Freund darüber zu sprechen als mit nahen Angehörigen oder eben dem Partner. Das ist keine Zurückweisung des Partners oder der Angehörigen, es hat etwas damit zu tun, was für Auswirkungen dieses Thema auf diese Personen hat.
Ein Partner *kann* dieses Thema nicht auch nur annähernd neutral und rational betrachten. Es hat Auswirkungen auf den Partner, wenn man ihm auch nur erzählt, dass man in einer kritischen Phase ist. Sehr starke emotionale Auswirkungen.
Eigentlich ist es nur ein Symptom. Medizinisch gesehen. Wie ein Ausschlag. Aber in seiner Art und Weise schlägt es emotional viel höhere Wellen, als es ein Ausschlag je könnte.

Jetzt ist es so: als Betroffener über Selbstverletzung zu sprechen ist *immer* ein Tanz auf dem Vulkan, weil allein das Sprechen darüber das Verlangen danach unendlich steigern kann, so dass man Gefahr läuft, die Beherrschung über den Wunsch danach zu verlieren. Im Gespräch mit einem Partner muss man immer auch Rücksicht auf den Partner nehmen. Geht und muss man tun, keine Frage. Aber in einer aktut kritischen Phase kann das mehr sein, als geht. Wenn man sich schon jahrelang kennt und beide miteinander und mit dem Thema gelernt haben, umzugehen und Du auch viel Wissen zu dem Thema hast, dass Dir klar ist, worauf Du in solchen Gesprächen bei ihm genau wie achten musst, um ihn nicht versehentlich zu triggern dabei, ist das etwas ganz anderes. Aber jetzt noch nicht.
Das ist KEINE ZURÜCKWEISUNG von Dir als Person, als Vertraute oder als Partner. Aber in dem Punkt KANNST Du ihm nicht helfen, wenn Du Deinen Sorgen da freien Lauft lässt, im Gegenteil, es kann für ihn eine reale Gefahr sein.

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21. Januar 2015 um 13:42
In Antwort auf an0N_1189750099z

Ja, aber..
... das was Du letztlich machst, ist Druck, nicht Hilfe.

Schon klar, dass das aus Sorge heraus kommt, aber wenn man Gefahr läuft, sich wieder selbst zu verletzen ist Druck, insbesondere von Menschen, die einem nahe stehen, das wirklich ganz letzte, was man brauchen kann.

Aus eigener Erfahrung mit Selbstverletzung & Depressionen: Es ist einfacher, sich darüber mit einem Menschen zu unterhalten, der einem nicht ganz so nahe steht. Es ist tatsächlich einfacher, da mit einem Freund darüber zu sprechen als mit nahen Angehörigen oder eben dem Partner. Das ist keine Zurückweisung des Partners oder der Angehörigen, es hat etwas damit zu tun, was für Auswirkungen dieses Thema auf diese Personen hat.
Ein Partner *kann* dieses Thema nicht auch nur annähernd neutral und rational betrachten. Es hat Auswirkungen auf den Partner, wenn man ihm auch nur erzählt, dass man in einer kritischen Phase ist. Sehr starke emotionale Auswirkungen.
Eigentlich ist es nur ein Symptom. Medizinisch gesehen. Wie ein Ausschlag. Aber in seiner Art und Weise schlägt es emotional viel höhere Wellen, als es ein Ausschlag je könnte.

Jetzt ist es so: als Betroffener über Selbstverletzung zu sprechen ist *immer* ein Tanz auf dem Vulkan, weil allein das Sprechen darüber das Verlangen danach unendlich steigern kann, so dass man Gefahr läuft, die Beherrschung über den Wunsch danach zu verlieren. Im Gespräch mit einem Partner muss man immer auch Rücksicht auf den Partner nehmen. Geht und muss man tun, keine Frage. Aber in einer aktut kritischen Phase kann das mehr sein, als geht. Wenn man sich schon jahrelang kennt und beide miteinander und mit dem Thema gelernt haben, umzugehen und Du auch viel Wissen zu dem Thema hast, dass Dir klar ist, worauf Du in solchen Gesprächen bei ihm genau wie achten musst, um ihn nicht versehentlich zu triggern dabei, ist das etwas ganz anderes. Aber jetzt noch nicht.
Das ist KEINE ZURÜCKWEISUNG von Dir als Person, als Vertraute oder als Partner. Aber in dem Punkt KANNST Du ihm nicht helfen, wenn Du Deinen Sorgen da freien Lauft lässt, im Gegenteil, es kann für ihn eine reale Gefahr sein.

Danke,
deine Antwort hilft mir wirklich weiter, so habe ich es noch nicht betrachtet !

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21. Januar 2015 um 13:54
In Antwort auf an0N_1244250099z

Danke,
deine Antwort hilft mir wirklich weiter, so habe ich es noch nicht betrachtet !

De nada
nutze die Zeit vielleicht, um Dich selbst über Selbstverletzung und Depression zu informieren. Wenn Du einen Partner hast, bei dem das Thema ist, tut Euch beiden etwas reines "Fachwissen" bei Dir zu diesen Themen gut.

Achte aber Bitte, Bitte, Bitte auf die Quellen. In Internet steht dazu viel - aber auch viel (Pardon) Sch***.

Grundsätzlich wichtig: Ursachen, Auslöser und Hintergründen sind bei verschiedenen Betroffenen grundverschieden. Bei dem einen ist es Selbstbestrafung, bei dem anderen Selbsthass, beim nächsten Betäubung / Flucht oder es ist der Versuch seelische Schmerzen, mit denen man nicht umgehen kann auf die körperliche Ebene zu bringen, wo sie besser handhabbar sind... das unterscheidet sich oft grundlegend.
Genau so sind die Trigger (so nennt man die Auslöser, die den Wunsch danach hervorbringen und / oder so verstärken, dass er unkontrollierbar wird) immer individuell. Je Person verschieden und es sind immer mehrere, nicht nur einer. Ausserdem kann das von Bildern über Situationen und Erinnerungen bis hin zu einzelnen Worten alles sein - also wenn Du darüber etwas liest, lies mit dem Wissen, dass Du das Grundprinzip suchst, die Trigger von anderen als solche zu lernen wird bei Deinem Partner nichts helfen.

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21. Januar 2015 um 14:54

...
Wieso ?

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