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Freund hat mir heftig wehgetan

27. Juli 2009 um 17:17

Hallo an alle,

es war heute nicht das erste Mal, jedoch war es ziemlich heftig. Er hat mich gepackt und meinen Kopf gegen die Hauswand geschlagen, ich kann mich nicht erinnern wie oft. Jedenfalls hatte ich danach ein taubes Gefühl in den Händen und mein Hinterkopf tat mir ziemlich weh, ich habe eine Tablette genommen.

Eigentlich ist mein Freund ein recht vernünftiger Mensch. Am Anfang unserer Beziehung fühlte ich mich wertgeschätzt und respektiert von ihm, er kocht oft für mich oder erledigt kleinere Dinge für mich. Allerdings hat das im letzten Jahr ziemlich nachgelassen. Ich habe das Gefühl, er kann mit bestimmten Themen nicht umgehen. Wir streiten sehr, sehr viel in letzter Zeit weil einiges aus dem Ruder läuft in unserem Leben. Das nagt an unserer Beziehung.

Er ist ein sehr langsamer und lethargischer Mensch, was sehr oft für Streit bei uns sorgt. Ich mache den gesamten Haushalt alleine, muss ihn wiederholt darum bitten, mitzuhelfen, woraufhin er genervt reagiert. Alles was er tut, tut er sehr langsam.
Wir haben auch zusammen einen Hund, den fast nur ich pflege und finanziere, obwohl wir ihn beide wollten. Er geht mit dem Hund auch oft "rauher" um, denn er meint, er bräuchte ja eine feste Hand (ist noch jung). Er schlägt ihn zwar nicht wirklich, verliert aber viel schneller die Geduld und packt ihn schonmal sehr rau an, so dass er aufschreit und zu mir rennt.
Auch das sorgte für sehr viel Streit.

Mein Freund studiert und hat jetzt schon seit langer Zeit Semesterferien. Er hat nur Kindergeld zum Leben, was ziemlich wenig ist. Da wir eine Gemeinschaft sind, trennen wir unsere Kassen nicht. Ich habe aber immer das Gefühl, dass ich mehr zusteuere. Ich appeliere schon seit über einem Jahr an ihm, sich einen Nebenjob zu suchen, aber er kommt einfach nicht in die Gänge. Anfangs tat ich das noch freundlich, mittlerweile aber eben nicht mehr. Seine Untätigkeit zerstört unsere Beziehung. Ich will auch schon seit langem keinen Sex mehr mit ihm weil er mich teilweise nur noch anwidert. Jeden Tag wird bis 10 Uhr im Bett gelegen, in den Tag hineingelebt und rumgehockt. Das schlägt auch auf mich nieder, da ich mich irgendwo anpasse. Jedoch bin es immer ich, die motivieren muss. Ich motiviere mich selbst und ich motiviere ihn.

Ich bin auch kein Unschuldsengel und kann sehr gemein werden. Mit den Handgreiflichkeiten fing aber er an. Er sagt auch selbt, dass er cholerisch sei. Es fing mal damit an, dass er mir einen Kugelschreiber ins Gesicht schmiss (habe ich noch abgefangen), später mir mit voller Wucht auf den Fuß trat, mich brutal an den Handgelenken festhielt oder mich schubste. Aber das heute ging irgendwo zu weit. Er entschuldigt sich auch nicht, sondern rechtfertigt sein verhalten damit, dass ich ihn schubste oder weil ich "meine Klappe nicht halte", obwohl er mich mehrmals darum "bittet".

Heute habe ich ihn zum zweiten Mal darum gebeten, den Müll auf der Terrasse zu entsorgen, da reagierte er wiedermal genervt und ging durch unser Schlafzimmer um es zu erledigen. Wütend wie ich war, weil ich dort gerade saubergemacht hatte, sagte ich ihm, er solle doch bitte die Haustür benutzen. Da nannte er mich ... , kam durch die Haustür, wo unser Hund lag, und schlug die Tür so dermaßen zu, dass der Hund ganz verstört schaute und der Schlag durch das ganze Haus schallte.
Wir wohnen nicht alleine im Haus und ich schäme mich sowieso schon für unsere Streitereien. Ich weiß nicht mehr genau was passierte, aber ich war SO wütend, dass ich ihn geschubst habe, denn er reagierte nicht auf meine Worte.
Da packte er mich, wie oben beschrieben, und riss mich and die Wand und schlug meinen Kopf ein paar mal dagegen. Das tat so weh... Die Wand ist auch noch aus Beton.

Ich habe nun gesagt dass ich endgültig die Beziehung beende. Sie besteht sowieso nur noch aus einer Zweckgemeinschaft. Irgendwo bin ich auch ein bisschen abhängig von ihm oder fühle mich zumindest so. Wie haben ja außerdem den Hund und ich weiß nicht, ob ich es packe, ihn alleine zu nehmen... Es ist alles so schwer, ich befinde mich in der Zwickmühle.

Musste das jetzt einfach mal schreiben um mit jemandem zu reden... mir gehts ziemlich dreckig.

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28. Juli 2009 um 7:08

Hui...... Da kommt ja allerhand zusammen
Hallo

da kommt bei euch ja wirklich allerhand zusammen.

Am besten ihr trennt euch sofort. Den Hund solltest du wohl mitnehmen, an ihm scheinst du auch mehr zu hängen, als an deinem Freund.

Gewalt in einer Beziehung geht natürlich gar nicht. Allein deshalb, raus da.

Ich denke, ihr habt euch gegenseitig nicht so "ideal" behandelt.

Er: lässt sich gehen
Du: erziehst ihn wie eine Mutter
Hund: von Dir geliebt
er: eifersüchtig auf Hund, daher rauher im Umgang

Trennung ist hier wohl wirklich das einzige was in Betracht kommt.

Alles Gute!

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30. Juli 2009 um 17:21

Oh je
Habe aus reiner Neugier dein Schreiben gelesen und auch nicht zum Schluss.aber!

Oh nee, oh nee, dir sollte mal eine gute Freundin oder Freund eine auf die Backe schlagen damit du langsam aufwachst! Oder anders (bitte erst mal nicht böse sein): So eine Frau wünschen sich ja tausend Männer.

Wenn er jetzt in jungen Jahren schon so zu dir ist, wie dann später? Zu euren Kindern? Was gibt er dir?
Auch eine Zweckgemeinschaft hat Regeln und alle sind beteiligt. Kochen, Putzen, Einkaufen, Hund, Unterhaltsversorgung, etc.
Was ihr da führt ist wirklich ein Traum: Die Putzfrau ist nebenbei noch Köchin und bringt auch noch das Geld mit!

Packe deine Sachen, wer so viel ertragen kann wie du, der sollte auch über eine Trennung gut hinwegkommen..das meine ich.als Mann!

Viel Erfolg

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