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Freund beteiligt sich nicht

21. Oktober 2011 um 18:20

Hallo,

ich bin ganz neu hier und hoffe im richtigen Teil des Forums gelandet zu sein. Ich brauch unbedingt mal einen unabhängigen Blick auf meinen rätselhaften Freund.

Was mir von anfang an zu schaffen gemacht hat, ist seine absolute Unfähigkeit, eine Entscheidung zu treffen, wenn sie unser gemeinsames Leben betrifft. Und langsam aber sicher, überfordert mich das. Es bleibt einfach alles an mir hängen. Urlaubsplanung und -buchung, Wohnungsgestaltung - na gut, damit könnte man vielleicht noch leben. Aber selbst Behördengänge, Versicherungsabschlüsse, nicht mal im Haushalt kann er sich beteiligen, wenn es darum geht, wo was hin soll - er kümmert sich um nichts. Meist ist er auch genervt, wenn ich ihn um Rat frage. Man will ja nicht alles allein entscheiden und vor einigen Situationen stand ich auch noch nicht. Ich finde, wenigstens dann könnte man doch mal zu zweit drüber nachdenken.

Wir sind gerade auf dem Weg zur nächsten Stufe unserer Beziehung, sprich das Kinderthema wird gerade sehr konkret. Ich kann mich aber einfach nicht darauf einlassen, weil ich mir sicher bin, dass ich auch dann das Rad allein am Laufen halten muss.
Meistens fertigt er mich einfach ab, wenn ich mal um eine Entscheidung bitte. Er müsse arbeiten und hätte eben andere Dinge im Kopf. Das ging schon so weit, dass ich ihn eine Weile vor die Tür gesetzt habe (ich arbeite schließlich auch). Er kam dann sehr reumütig wieder an und hat sich entschuldigt, aber es hat sich nichts geändert.

War ich anfangs etwa zu durchsetzungsstark, dass er jetzt meint, ich mach das schon? Ich habe ihm oft gesagt, dass ich mich trenne, wenn er sich nicht ändert. Eigentlich möchte ich das nicht, wir haben auch viel zusammen überstanden. Aber er ist wirklich anstrengend und ich muss ja stets für uns beide die Verantwortung übernehmen.

Habt ihr einen Tipp? Ich will ihn nicht grundsätzlich ändern, aber irgendwie dazu bringen, sich an gemeinsamen Entscheidungen zu beteiligen. (Dinge, die nur ihn betreffen, regelt er übrigens komplett ohne mich. Das erfahre ich dann meistens erst viel später.)

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21. Oktober 2011 um 22:38

Na!!
Das klingt ja fast so, als wäre das MEIN Mann!!
Weisst du, in unserer Beziehung habe ich wohl auch zu deutlich klar gemacht, dass ich was drauf hab!! Aber das ist kein Grund für den Mann, zu sagen, dann kann ich mich ja zurücklehnen!!! Ich habe zwei Kinder mit meinem Mann und es hat sich nichts geändert. Nur, dass die Distanz zwischen uns immer grösser wird. Denn genauso, wie er sich zu mir verhält, verhält er sich auch den Kindern gegenüber: Er sagt immer nur, ich habe viel gearbeitet, ich bin müde,versteh doch einfach, dass ich keine Nerven habe, mich noch mit den Kindern abzugeben!! Und der logischste Satz, der einem dazu einfällt ist, dann nimm dir doch eine eigene Wohnung!! Da kannst du dann soviel ausruhen und schlafen wie du möchtest. Denn MIR brauchst du nicht erklären, wie kaputt du von der Arbeit bist. Erklär das DEINEN KINDERN, die das nicht verstehen, und Kontakt zu dir suchen!! Und irgendwann, wenn sie es aufgegegen haben, dir hinterherzulaufen, werde ich es recht einfach haben, zu entscheiden, mich von dir zu trennen und dich mit deiner Trägheit und Müdigkeit alleine zu lassen.
Ich finde, der Satz "Ich liebe dich" kommt in so einer Situation recht EGOISTISCH rüber, wenn man bedenkt, dass sie einem zwar sagen, sie lieben dich, gleichzeitig aber NICHTS dafür tun, die Beziehung aufrecht zu erhalten.
An Deiner Stelle würde ich mich nicht auf Kinderplanung einlassen, denn Männer sind sooooo blöd, die denken wirklich, wenn erstmal das Kind da ist, dann bleibt sie sicher für immer!!!
Das stimmt aber nicht, denn wenn das erste Kind erstmal da ist, dann wird einem erst richtig klar, was für einen Typ Mann man eigentlich an seiner Seite hat.
Auch wenn sie es nicht mit Absicht machen, sondern es einfach nur ihre Art ist: Das Ergebnis ist das gleiche!! Sie lassen einen einfach im Stich!! Man soll das Nest für alle Beteiligten zurecht machen, und gleichzeitig alles hinnehmen, wie es eben so kommt?!?!

Nein, mach nicht den Fehler, dich einlullen zu lassen, wenn der erste Teil der Beziehung schon nicht stimmt. Bei uns hat der erste Teil sehr gut gestimmt, trotzdem war der zweite Teil unserer Beziehung (Kinder) absolut nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Und trotzdem nehme ich es nun so hin, weil ich zu meiner Entscheidung STEHEN möchte, solange bis meine Kinder selbst einfach keinen Bock mehr haben, sich diese Schmierenkomödie anzusehen.

Gruss, Lola

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22. Oktober 2011 um 10:55

Überstanden
Überstanden haben wir tatsächlich ein paar Dinge gleich zu Beginn der Beziehung, bei denen ich ihm den Rücken stärken musste und ihm Wege gezeigt habe, aus seiner Krise heraus zukommen (was es genau war, soll mal egal sein, ihm gings einfach nicht gut). Das hat ganz gut geklappt und er stand hinterher besser da als vorher. Allerdings wo ich jetzt so drüber nachdenke, hat er mich schon bei kleineren Dingen hängen lassen und immer gesagt, dass er dafür keine Lösung parat hat, ich ihn also nicht fragen soll. Wie man moralisch unterstütz, weiß er nicht, glaube ich.

Bevor wir zusammen kamen, war er allerdings mein Held. Da hat er viel für mich gemacht und ist sprichtwörtlich über glühende Kohlen gelaufen, was mich damals total beeindruckt hat, weil wir uns kaum kannten. Das war auch der Moment, in dem ich verliebt habe, denke ich.

Wenn ich eure Kommentare so lesen, ist das mit den Kinder vorerst vom Tisch und ich sollte wohl eher grundsätzlich über die Beziehung nachdenken.
Mir fällt es aber doch schwer, die Beziehung zu beenden. Als ich ihn zeitweise rausgeworfen habe, hat er mir schon gefehlt und ich war froh, dass er zurück kam. Aber bisschen Trennungsschmerz ist wohl immer normal. Habt ihr nicht einen Tipp, wie ich ihn wachrütteln kann? Eigentlich kann er sehr gut mit Kindern und unsere Freunde halten sehr viel von ihm, weil er eben auch häufig in die Bresche springt, wenn es bei anderen hakt. Nur für mich nicht mehr.

Vielleicht ist mein Auftreten zu dominant ihm gegenüber? Irgend etwas ist bei der Rollenverteilung in der Beziehung schief gelaufen. Wie kann man das gerade rücken? Ich meine, als erwachsene Menschen, müsste man doch in der Lage sein, das zu erkennen und zu beheben, oder?

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22. Oktober 2011 um 11:00
In Antwort auf ikea14

Na!!
Das klingt ja fast so, als wäre das MEIN Mann!!
Weisst du, in unserer Beziehung habe ich wohl auch zu deutlich klar gemacht, dass ich was drauf hab!! Aber das ist kein Grund für den Mann, zu sagen, dann kann ich mich ja zurücklehnen!!! Ich habe zwei Kinder mit meinem Mann und es hat sich nichts geändert. Nur, dass die Distanz zwischen uns immer grösser wird. Denn genauso, wie er sich zu mir verhält, verhält er sich auch den Kindern gegenüber: Er sagt immer nur, ich habe viel gearbeitet, ich bin müde,versteh doch einfach, dass ich keine Nerven habe, mich noch mit den Kindern abzugeben!! Und der logischste Satz, der einem dazu einfällt ist, dann nimm dir doch eine eigene Wohnung!! Da kannst du dann soviel ausruhen und schlafen wie du möchtest. Denn MIR brauchst du nicht erklären, wie kaputt du von der Arbeit bist. Erklär das DEINEN KINDERN, die das nicht verstehen, und Kontakt zu dir suchen!! Und irgendwann, wenn sie es aufgegegen haben, dir hinterherzulaufen, werde ich es recht einfach haben, zu entscheiden, mich von dir zu trennen und dich mit deiner Trägheit und Müdigkeit alleine zu lassen.
Ich finde, der Satz "Ich liebe dich" kommt in so einer Situation recht EGOISTISCH rüber, wenn man bedenkt, dass sie einem zwar sagen, sie lieben dich, gleichzeitig aber NICHTS dafür tun, die Beziehung aufrecht zu erhalten.
An Deiner Stelle würde ich mich nicht auf Kinderplanung einlassen, denn Männer sind sooooo blöd, die denken wirklich, wenn erstmal das Kind da ist, dann bleibt sie sicher für immer!!!
Das stimmt aber nicht, denn wenn das erste Kind erstmal da ist, dann wird einem erst richtig klar, was für einen Typ Mann man eigentlich an seiner Seite hat.
Auch wenn sie es nicht mit Absicht machen, sondern es einfach nur ihre Art ist: Das Ergebnis ist das gleiche!! Sie lassen einen einfach im Stich!! Man soll das Nest für alle Beteiligten zurecht machen, und gleichzeitig alles hinnehmen, wie es eben so kommt?!?!

Nein, mach nicht den Fehler, dich einlullen zu lassen, wenn der erste Teil der Beziehung schon nicht stimmt. Bei uns hat der erste Teil sehr gut gestimmt, trotzdem war der zweite Teil unserer Beziehung (Kinder) absolut nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Und trotzdem nehme ich es nun so hin, weil ich zu meiner Entscheidung STEHEN möchte, solange bis meine Kinder selbst einfach keinen Bock mehr haben, sich diese Schmierenkomödie anzusehen.

Gruss, Lola

Wow
wenn ich das lese, möchte ich das Kinderthema ganz weit von mir schieben. Wenn ich mir vorstelle, dass er keine Lust hat, sich mit ihnen zu beschäftigen - das geht ja gar nicht. Du arbeitest ja sicherlich, wo ist da das Verhältnis? Wie kann man nur so faul und leicht genervt sein?
Bei uns ist allerdings er der treibende Pol in der Kinderfrage, ich allein hätte das noch nicht in Erwägung gezogen. Und wahrscheinlich warte ich mal lieber noch ein bisschen.

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22. Oktober 2011 um 11:26

Hey
Um eine Beziehung am Laufen zu halten, müssen beide jeden Tag daran arbeiten, sonst geht die Sache in die Binsen.

Der Freund ist volljährig und kann selbst entscheiden, ob er sich im gmeinsamen Leben wohlfühlt und dafür freiwillig was
tut, - oder aber eine Trennung ist vorprogrammiert.

Seine Alleingänge in der eigenen Sache sind in Ordnung, wenn er Sinn für Gemeinsamkeiten entwickelte, wozu er eben nicht in der Lage zu sein scheint.

Von Kindern überhaupt anzufangen, ist bei dieser Konstellation entschieden verfrüht und übereil! Er wird sich nicht ändern können.

Passivität seinerseit, Aktivität Deinerseits, das passt nicht zusammen!

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22. Oktober 2011 um 11:40
In Antwort auf mokusz

Hey
Um eine Beziehung am Laufen zu halten, müssen beide jeden Tag daran arbeiten, sonst geht die Sache in die Binsen.

Der Freund ist volljährig und kann selbst entscheiden, ob er sich im gmeinsamen Leben wohlfühlt und dafür freiwillig was
tut, - oder aber eine Trennung ist vorprogrammiert.

Seine Alleingänge in der eigenen Sache sind in Ordnung, wenn er Sinn für Gemeinsamkeiten entwickelte, wozu er eben nicht in der Lage zu sein scheint.

Von Kindern überhaupt anzufangen, ist bei dieser Konstellation entschieden verfrüht und übereil! Er wird sich nicht ändern können.

Passivität seinerseit, Aktivität Deinerseits, das passt nicht zusammen!

Vielen Dank
Du hast es mit ein paar Worten ziemlich genau auf den Punkt gebracht. Aber bevor ich das so radikal entscheide - denn Gefühl sind ja auch im Spiel und ganz sicher auch von seiner Seite - werde ich mal über Alternativen nachdenken. Ich glaube, eine Paartherapie wäre ganz geeignet.

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22. Oktober 2011 um 12:09
In Antwort auf emmmi_12334860

Überstanden
Überstanden haben wir tatsächlich ein paar Dinge gleich zu Beginn der Beziehung, bei denen ich ihm den Rücken stärken musste und ihm Wege gezeigt habe, aus seiner Krise heraus zukommen (was es genau war, soll mal egal sein, ihm gings einfach nicht gut). Das hat ganz gut geklappt und er stand hinterher besser da als vorher. Allerdings wo ich jetzt so drüber nachdenke, hat er mich schon bei kleineren Dingen hängen lassen und immer gesagt, dass er dafür keine Lösung parat hat, ich ihn also nicht fragen soll. Wie man moralisch unterstütz, weiß er nicht, glaube ich.

Bevor wir zusammen kamen, war er allerdings mein Held. Da hat er viel für mich gemacht und ist sprichtwörtlich über glühende Kohlen gelaufen, was mich damals total beeindruckt hat, weil wir uns kaum kannten. Das war auch der Moment, in dem ich verliebt habe, denke ich.

Wenn ich eure Kommentare so lesen, ist das mit den Kinder vorerst vom Tisch und ich sollte wohl eher grundsätzlich über die Beziehung nachdenken.
Mir fällt es aber doch schwer, die Beziehung zu beenden. Als ich ihn zeitweise rausgeworfen habe, hat er mir schon gefehlt und ich war froh, dass er zurück kam. Aber bisschen Trennungsschmerz ist wohl immer normal. Habt ihr nicht einen Tipp, wie ich ihn wachrütteln kann? Eigentlich kann er sehr gut mit Kindern und unsere Freunde halten sehr viel von ihm, weil er eben auch häufig in die Bresche springt, wenn es bei anderen hakt. Nur für mich nicht mehr.

Vielleicht ist mein Auftreten zu dominant ihm gegenüber? Irgend etwas ist bei der Rollenverteilung in der Beziehung schief gelaufen. Wie kann man das gerade rücken? Ich meine, als erwachsene Menschen, müsste man doch in der Lage sein, das zu erkennen und zu beheben, oder?

Die Tatsache,
dass DU HIER SCHREIBST, statt es mit deinen Partner auszudiskutieren, beweist doch schon, dass du in deinen Inneren eigentlich weisst, dass da nichts mehr wachzurütteln ist. Eines noch - dass du ihn vermisst, wenn er längere Zeit nicht da ist, ist völlig ok, weil du ja eigentlich gar keine TRENNUNG willst, er aber bloss nicht kapieren will, dass das einfach nur eine weitere Chance ist, die du ihm gibst.
Irgendwann kommt der Moment, wo du nur noch an DICH denken wirst, und dann wirst du ihn nicht mehr vermissen, wenn er nicht da ist... Keine Betroffene hier verlangt, dass du hier die "Selbstbewusste" markieren sollst und dich SOFORT von ihm trennst. Die Trennung ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Das merke ich an MIR. Wenn ich KEINE Kinder gehabt hätte, wäre ich schon längst gegangen. Aber die Tatsache, dass die Kinder ihn immer noch lieben (natürlich), und sich immer noch freuen, wenn er da ist, macht die Sache ein wenig zäher. Darum muss ich schauen, dass ich einen guten Mittelweg finde.

Gruss, Lola

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22. Oktober 2011 um 12:17
In Antwort auf ikea14

Die Tatsache,
dass DU HIER SCHREIBST, statt es mit deinen Partner auszudiskutieren, beweist doch schon, dass du in deinen Inneren eigentlich weisst, dass da nichts mehr wachzurütteln ist. Eines noch - dass du ihn vermisst, wenn er längere Zeit nicht da ist, ist völlig ok, weil du ja eigentlich gar keine TRENNUNG willst, er aber bloss nicht kapieren will, dass das einfach nur eine weitere Chance ist, die du ihm gibst.
Irgendwann kommt der Moment, wo du nur noch an DICH denken wirst, und dann wirst du ihn nicht mehr vermissen, wenn er nicht da ist... Keine Betroffene hier verlangt, dass du hier die "Selbstbewusste" markieren sollst und dich SOFORT von ihm trennst. Die Trennung ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Das merke ich an MIR. Wenn ich KEINE Kinder gehabt hätte, wäre ich schon längst gegangen. Aber die Tatsache, dass die Kinder ihn immer noch lieben (natürlich), und sich immer noch freuen, wenn er da ist, macht die Sache ein wenig zäher. Darum muss ich schauen, dass ich einen guten Mittelweg finde.

Gruss, Lola

Nicht ganz
Ich denke schon, dass ich noch uns noch eine Chance gebe. Vielleicht werde ich was therapeutisches ausprobieren. Bei seiner Entscheidungsfreude wird er da kaum widersprechen

Hier habe ich eigentlich nur geschrieben, weil meine Freunde nicht richtig verstehen, was ich meine. Sie sehen immer den hilfsbereiten Kerl, der sofort springt und auch immer eine gute Idee hat. Dass ich unser Leben organisieren, glauben sie nicht so recht. Daher ist es ganz gut, mal zu lesen, wie es anderen Menschen geht. Vorallem weiß ich nun, dass wir erst das in den Griff bekommen müssen, bevor wir irgendwelche anderen Schritte gehen. Denn - tut mir leid, wenn das verletzen ist - aber ich möchte die Situation, in der du zur Zeit steckst, nicht erleben. Wenn mein Mann sich nicht für die Kinder begeistern kann, für die er sich mal entschieden hat - das würde mir das Herz zerbrechen. Wünsche dir, dass du den perfekten Mittelweg findest.

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22. Oktober 2011 um 12:21
In Antwort auf emmmi_12334860

Wow
wenn ich das lese, möchte ich das Kinderthema ganz weit von mir schieben. Wenn ich mir vorstelle, dass er keine Lust hat, sich mit ihnen zu beschäftigen - das geht ja gar nicht. Du arbeitest ja sicherlich, wo ist da das Verhältnis? Wie kann man nur so faul und leicht genervt sein?
Bei uns ist allerdings er der treibende Pol in der Kinderfrage, ich allein hätte das noch nicht in Erwägung gezogen. Und wahrscheinlich warte ich mal lieber noch ein bisschen.

Wie gesagt,
mein Mann hatte AUCH sogar während meines Studiums schon angefangen, zu sagen, ich solle doch erstmal pausieren, dann könnten wir ein Kind haben, und dann könnte ich ja mit dem Studium blablabla. Und ich hatte strikt dagegen entschieden. Weil ich wusste, ich komme danach zu gar nichts mehr.
Er dachte WIRKLICH, wenn ich erst einmal ein Kind von ihm habe, dann werde ich ruhiger!!! Dann halte ich sozusagen die Füsse still, weil er ja weiss, dass mir meine Kinder SEHR wichtig sind. Nur, das Problem ist, je weniger ER mit den Kindern macht, desto MEHR muss ICH dann mit ihnen machen.
Er ist kein schlechter Mensch - und ich möchte ich nicht rechtfertigen,Im Gegenteil - es ist beschissen, dass er alle Fehler, die er macht, MACHT, weil er es nicht besser KANN!!
Aber mittlerweile finde ich es so schlimmer, als wenn er alles absichtlich getan hätte, denn dann hätte er auch viel besser und schneller verstanden, warum bei uns so ein STILLER Krieg herrscht.
Warum soll ich MEINE Art ändern, wenn ich doch mit mir selbst zufrieden bin?? Ich bin nur als DUO mit ihm nicht zufrieden und glücklich. Kaum kommt er nach Hause, ist meine stimmung gedrückt. ER drückt mir einen Kuss auf den Mund und IHM scheint es ganz gut damit zu gehen. Aber manns genug zu sein, mal zu fragen, WAS IST DENN LOS?, und dann aber auch sich auf eine Diskussion darüber einzulassen, Fehlanzeige!!

Gruss, Lola

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22. Oktober 2011 um 12:44

Im Moment
ist es so liebe freexl, dass ich eine ganze Menge mit den Kindern mache, und sie das noch gar nicht richtig registrieren (5 und 3 jahre alt). D.h. aber eben auch, dass ich mich wirklich kaputtrenne und gar keine Zeit mehr für MICH selbst habe. Und daraus entwickelt sich dann logischerweise auch meine ablehnende Haltung IHM gegenüber, wenn es um Zweisamkeit geht. Ich wollte dann einfach nicht, dass er es sich so leicht machen kann in unserem gemeinsamen Familienleben, und ich aber am Abrackern bin UND ihm dann noch eine "gute Ehefrau" sein soll. Daraus hat sich das Gefühl entwickelt. Ich federe einfach alles ab, was er falsch oder zu wenig im familiären Sinne macht. Und das wird mir auf Dauer einfach zuviel!!! Ich sehe nicht ein, warum ich unsere Kinder ALLEINE grossziehen soll. Denn irgendwann kommt der Moment, wo die Kinder flügge sind. Und dann stehe ich da, und frage mich und ihn, was zum Teufel soll ich jetzt eigentlich mit dir!?
Und denk nicht, dass ich ihm das nicht schon mehrmals gesagt habe. Im Guten, aber auch im Schlechten. Und je öfter ich mich wiederholen musste, desto lauter und aggressiver wurde ich auch bei der nächsten Diskussion.
Er weiss also ganz genau, was auf dem Spiel steht, und er tut trotzdem NICHTS!! Selbst die Tatsache, dass ich ihm gesagt habe, er solle sich sexuell bitte von mir fernhalten, hält ihn nicht davon ab, es immer wieder zu versuchen. Aber mal , einzusehen, warum ich dann sagen muss NEIN, DU WILLST NUR NEHMEN, ABER GEBEN TUST DU NICHTS und ich möchte diese Beziehung nicht mehr so, wie sie jetzt ist... hält ihn nicht davon ab, zu sagen ICH LIEBE DICH!! Und ich bin auch schon auf den Trichter gekommen, dass dieses ICH LIEBE DICH einfach nur Angst vor dem Alleinsein ist, also EGOISMUS!!! Mehr nicht. Denn nur weil ER mich liebt, kann ich darauf keine Beziehung aufbauen, das wäre ja einseitig.

Gruss, Lola

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24. Oktober 2011 um 19:54

Ich muss auch mal meinen Senf dazugeben..
In diesem Forum gab es schon öfter Diskussionen, die dieses Thema berührt haben. Meist sind es die Frauen (nein, eigentlich immer), die sich über die grenzenlose Passivität ihrer Ehemänner oder Freunde beschweren und aus Liebe "noch nicht Schluß machen wollen". Na ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ich möchte nur anmerken, dass ich auch so eine Frau bin, die in der Beziehung der Motor bin und die einen Mann hat, der sich mit "hinten" anhängt. Sprich: von meinem Mann kommt so gut wie gar nichts. Für ihn ist alles in Ordnung! Warmes Zuhause, Mutti kocht und putzt und geht arbeiten, er kann sich seiner Karriere widmen. Ist im übrigen der Spruch, der bei uns am Häufigsten fällt: " Ich muss arbeiten".

Na klar muss er arbeiten. Ich könnte theoretisch auch viel mehr arbeiten und dann säße unser Junge alleine da. Ich könnte nämlich nicht behaupten, dass mein Mann sich großartig kümmert. Ist ihm zuviel und zu nervig.

Mein Mann ist passiv, eifersüchtig, futterneidisch (lacht nicht, es ist wahr!), bequem, und er geht mir manchmal entsetzlich auf den Keks. Schon oft wollte ich mich scheiden lassen und meiner Wege gehen. Habs wegen dem Kind nicht getan. Und auch deshalb nicht, weil ich nicht einsehe, für nichts gearbeitet zu haben.

Liebe hasepluesch: Bitte bekomme mit Deinem Freund erstmal keine Kinder. Vom Temperament her seid ihr so weit voneinander entfernt wie die Sonne von Pluto. Glaube mir, Du wirst kaputt daran gehen, sei die Liebe derzeit noch so groß.

Ich verstehe, dass Du Angst vorm Alleinsein hast, oder glaubst, nie wieder einen netten Mann zu finden. All das wiegt aber nicht auf, eventuell den FALSCHEN Mann geheiratet bzw. ein Kind bekommen zu haben. Das läßt sich nie wieder rückgängig machen.

Nicht falsch verstehen: Meinen Sohn möchte ich niemals mehr hergeben. Aber ich glaube, meinen Mann würde ich nicht mehr heiraten.

Meine Geschichte ist noch lang, würde den Rahmen hier sprengen. Aber wenn Du schon zweifelst, lass Dich nicht einlullen von Versprechungen und Gefühlen. Die sind manchmal ganz schnell weg!

Gruß, K.

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24. Oktober 2011 um 21:36
In Antwort auf sana_12949330

Ich muss auch mal meinen Senf dazugeben..
In diesem Forum gab es schon öfter Diskussionen, die dieses Thema berührt haben. Meist sind es die Frauen (nein, eigentlich immer), die sich über die grenzenlose Passivität ihrer Ehemänner oder Freunde beschweren und aus Liebe "noch nicht Schluß machen wollen". Na ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ich möchte nur anmerken, dass ich auch so eine Frau bin, die in der Beziehung der Motor bin und die einen Mann hat, der sich mit "hinten" anhängt. Sprich: von meinem Mann kommt so gut wie gar nichts. Für ihn ist alles in Ordnung! Warmes Zuhause, Mutti kocht und putzt und geht arbeiten, er kann sich seiner Karriere widmen. Ist im übrigen der Spruch, der bei uns am Häufigsten fällt: " Ich muss arbeiten".

Na klar muss er arbeiten. Ich könnte theoretisch auch viel mehr arbeiten und dann säße unser Junge alleine da. Ich könnte nämlich nicht behaupten, dass mein Mann sich großartig kümmert. Ist ihm zuviel und zu nervig.

Mein Mann ist passiv, eifersüchtig, futterneidisch (lacht nicht, es ist wahr!), bequem, und er geht mir manchmal entsetzlich auf den Keks. Schon oft wollte ich mich scheiden lassen und meiner Wege gehen. Habs wegen dem Kind nicht getan. Und auch deshalb nicht, weil ich nicht einsehe, für nichts gearbeitet zu haben.

Liebe hasepluesch: Bitte bekomme mit Deinem Freund erstmal keine Kinder. Vom Temperament her seid ihr so weit voneinander entfernt wie die Sonne von Pluto. Glaube mir, Du wirst kaputt daran gehen, sei die Liebe derzeit noch so groß.

Ich verstehe, dass Du Angst vorm Alleinsein hast, oder glaubst, nie wieder einen netten Mann zu finden. All das wiegt aber nicht auf, eventuell den FALSCHEN Mann geheiratet bzw. ein Kind bekommen zu haben. Das läßt sich nie wieder rückgängig machen.

Nicht falsch verstehen: Meinen Sohn möchte ich niemals mehr hergeben. Aber ich glaube, meinen Mann würde ich nicht mehr heiraten.

Meine Geschichte ist noch lang, würde den Rahmen hier sprengen. Aber wenn Du schon zweifelst, lass Dich nicht einlullen von Versprechungen und Gefühlen. Die sind manchmal ganz schnell weg!

Gruß, K.

Hahahhahahaaahaha,
ach K., ich musste soooo sehr über deinen Bericht hier lachen, aber versteh mich nicht falsch; ich lache, weil ich ansonsten HEULEN müsste. Denn genau SO sind sie wirklich alle!!! Und je bodenständiger man seinen Ehemann möchte - was ja selbstverständlich ist - desto weniger kümmern sie sich im Familienleben MIT!!! Ich denke auch immer, "tja, wenn du immer soviel zu tun hast, dass du dann so müde bist und Verständnis von mir UND DEN KINDERN erwartest, dann zieh doch aus, da kannst du dann deine Ruhe haben, und ICH MEINE AUCH!!
Mensch, Mensch, Mensch!! Naja, du klingst auch wie eine sehr selbstbewusste Frau, die sich nicht "nicht trennt, weil sie sich nicht traut, sondern weil sie ihren Egoismus ganz weit nach hinten stellt und erst einmal Verantwortung übernimmt, für das, worauf sie sich irgendwann vor der Ehe eingelassen hat. Hahahahaahahah, ich würde MEINEN MANN auch nicht nochmals heiraten, ganz sicher nicht. ABer das Dumme ist eben, man weiss runde erst während der Schwangerschaft bzw. direkt nach der Geburt des ersten Kindes, was man sich da eigentlich angelacht hat!! Aber DANN STEHEN WIR JA SCHON ZU UNSERER VERANTWORTUNG, und wie du schon sagtest, die Kinder bereue ich auch nicht, um Gottes Willen!! Denn würde ich das tun, dann hätte ich sicherlich auch kein Problem damit, mich auf dem Rücken meiner Kinder von ihm zu trennen...

Ganz lieben Gruss,

Lola

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24. Oktober 2011 um 22:45
In Antwort auf sana_12949330

Ich muss auch mal meinen Senf dazugeben..
In diesem Forum gab es schon öfter Diskussionen, die dieses Thema berührt haben. Meist sind es die Frauen (nein, eigentlich immer), die sich über die grenzenlose Passivität ihrer Ehemänner oder Freunde beschweren und aus Liebe "noch nicht Schluß machen wollen". Na ja, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Ich möchte nur anmerken, dass ich auch so eine Frau bin, die in der Beziehung der Motor bin und die einen Mann hat, der sich mit "hinten" anhängt. Sprich: von meinem Mann kommt so gut wie gar nichts. Für ihn ist alles in Ordnung! Warmes Zuhause, Mutti kocht und putzt und geht arbeiten, er kann sich seiner Karriere widmen. Ist im übrigen der Spruch, der bei uns am Häufigsten fällt: " Ich muss arbeiten".

Na klar muss er arbeiten. Ich könnte theoretisch auch viel mehr arbeiten und dann säße unser Junge alleine da. Ich könnte nämlich nicht behaupten, dass mein Mann sich großartig kümmert. Ist ihm zuviel und zu nervig.

Mein Mann ist passiv, eifersüchtig, futterneidisch (lacht nicht, es ist wahr!), bequem, und er geht mir manchmal entsetzlich auf den Keks. Schon oft wollte ich mich scheiden lassen und meiner Wege gehen. Habs wegen dem Kind nicht getan. Und auch deshalb nicht, weil ich nicht einsehe, für nichts gearbeitet zu haben.

Liebe hasepluesch: Bitte bekomme mit Deinem Freund erstmal keine Kinder. Vom Temperament her seid ihr so weit voneinander entfernt wie die Sonne von Pluto. Glaube mir, Du wirst kaputt daran gehen, sei die Liebe derzeit noch so groß.

Ich verstehe, dass Du Angst vorm Alleinsein hast, oder glaubst, nie wieder einen netten Mann zu finden. All das wiegt aber nicht auf, eventuell den FALSCHEN Mann geheiratet bzw. ein Kind bekommen zu haben. Das läßt sich nie wieder rückgängig machen.

Nicht falsch verstehen: Meinen Sohn möchte ich niemals mehr hergeben. Aber ich glaube, meinen Mann würde ich nicht mehr heiraten.

Meine Geschichte ist noch lang, würde den Rahmen hier sprengen. Aber wenn Du schon zweifelst, lass Dich nicht einlullen von Versprechungen und Gefühlen. Die sind manchmal ganz schnell weg!

Gruß, K.


Ich musste jetzt auch lachen. Sehr lustig geschrieben.

Allerdings:
"Warmes Zuhause, Mutti kocht und putzt und geht arbeiten, er kann sich seiner Karriere widmen" passt nur teilweise zu uns. Ein einfaches "wischt du mal das Bad?" reicht schon aus, um ihn auf die Knie zu bekommen, wenn auch mit langem Gesicht (Oh Gott, bin ich etwa seine Herrin?? ). Und wir kochen zu zweit. Und wir arbeiten natürlich gleich viel. Irgendwie brauchen Männer aber mehr Erholung auf der Couch. Ist zumindest mein Eindruck.


Vielen Dank für diesen Lacher hier. Wahnsinn, wie mich alle davor bewahren wollen, in ihre Fußstapfen zu treten. Zumindest ein bisschen glücklich müsst ihr doch auch sein, sonst wärt ihr längst gegangen, oder nicht?

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